Adler auf Speed

Ich habe schon detaillierter auf die Einberufung von QB Jalen Hurts in Philadelphia geblickt. Doch das Draftwochenende der Eagles hatte noch ein anderes großes Thema.

Speed.

Die Eagles haben am Draft-Wochenende gleich mehrere Supersprinter ins Team geholt:

#21 WR Jalen Reagor mit 4.47 sek
#168 WR John Hightower mit 4.43 sek
#200 WR Quez Watkins mit 4.36 sek
WR Marquise Goodwin via Trade mit 4.27 sek

Plus Hurts, dessen 4.59 Sekunden unter den schnellsten Sprintzeiten für Quarterbacks rangieren (95tes Perzentil) und die einige Möglichkeiten für Option-Running Packages bieten.

Aber vor allem war es Geschwindigkeit auf der Receiver-Position. Dort gingen die Eagles 2019 nach zahlreichen Verletzungen durch die Hölle und waren in den Playoffs in Greg Ward auf einen ehemaligen ungedrafteten College-Quarterback als WR1 angewiesen.

Jetzt hat man nicht bloß „kompensiert“, sondern vielleicht sogar „überkompensiert“. Doch das war die richtige Idee: Die Eagles-Offense ist personell eigentlich erstklassig besetzt – hat jedoch ein paar Fragezeichen auf Receiver. Der physische „possession receiver“-Bolzen Alshon Jeffery, den man mit seinem fetten Vertrag erstmal kaum loswird, ist über 30, und der „andere“ Sprintstar Desean Jackson ist fast 35 und verpasste fast die komplette Saison.

Reagor war einer meiner favorisierten 1st Rounder. Auch wenn seine (gar nicht schlechte!) Sprintzeit in der Combine letztlich sogar als Enttäuschung durchging, so sehe ich zwischen ihm und einem Henry Ruggs als Prospect erstmal kaum einen Unterschied. Reagors Hauptproblem am College: Das Gros der Würfe in seine Richtung war kaum verwertbar – zu schwach das Quarterbacking.

Hightower und Watkins sind Late-Round Griffe in der Hoffnung, dass es einer von ihnen in den Kader schafft.

Goodwin hat man für einen späten Pick aus San Francisco ertradet. Er war in Buffalo und bei den 49ers ein okayer, aber nicht wirklich verlässlich starker Starting-Receiver. Sein Speed bietet in paar Möglichkeiten, doch dass Kyle Shanahan lange Zeit versuchte ihn zu ersetzen, deutet auf seine Austauschbarkeit hin.

Mit dem Quartett plus Jackson haben die Eagles jetzt fünf richtig geschwindige Receiver im vorläufigen Kader. Nicht jeder von ihnen wird es in den finalen Kader schaffen, doch wenn sich zwei oder drei als Treffer erweisen, dann geht Philly mit einer potenten Offense und sehr vielen Möglichkeiten im Scheming für Headcoach Doug Pederson in die Saison.

Ich weiß, ich riskiere damit einmal mehr die Eagles im Vorfeld der Saison zu überschätzen, aber mir haben die Grundsatzgedanke von GM Howie Roseman in dieser Offseason sehr gut gefallen. Man hat alle Schwachstellen adressiert und mit dem Fokus auf schnellere Spieler auch ein ganz neues Thema in dieser Offense auf die Agenda gebracht.

2 Kommentare zu “Adler auf Speed

  1. Letztes Jahr ist Strafbank durch den 2nd-Round Runningback-Pick.

    Aber immerhin hatten sie den 2nd Rounder durch den Lamar-Jackson Trade zusätzlich akquiriert.

    Aus meiner Sicht war das der im Prozess überzeugendste Eagles-Draft der letzten Jahre.

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