Next up: Baker

Baker Mayfield ist in die Diskussion um Rassenproteste in den USA eingestiegen.

Auf Instagram verkündete Baker freimütig, nächste Saison zur Hymne zu knien…

…und legte auf die Reaktionen darauf folgendes Statement nach („If I lose fans, it’s okay“):

Ich bin ein bisschen gespalten. Einerseits ist es gut, wenn sich vermehrt auch weiße Quarterbacks zum Thema Rassismus in den USA äußern. Andererseits gehen Leute wie Baker gerade jetzt praktisch kein Risiko mehr ein, wenn sie solche „kontroverse“ Meinungen vertreten.

Das war bei Kaepernick vor vier Jahren noch anders. Kaepernick zahlte persönlich drauf. In den letzten zwei Wochen deutet sich ein anderer Zeitgeist an.

Das allein ist wohl schon ein Fortschritt.

Aber die Pionierarbeit 2020 ist auch schon geleistet: Aaron Rodgers, Wentz, das Spielervideo, Mahomes. Wer jetzt noch massiv aufspringt, lebt zumindest mit dem Verdacht auf „Stimmenfang“ zu gehen und einer Modeerscheinung hinterherzulaufen.

Ich hoffe, diese meine Sicht ist zu negativ. Doch diese zweite Welle an Solidaritätsbekundenden wird noch stärker an ihren Aktionen als an ihren Worten gemessen werden.

7 Kommentare zu “Next up: Baker

  1. Wenn ich das richtig verstanden habe, hat Baker doch nur auf eine Frage eines Fans geantwortet und aufgrund der folgenden Kontroverse sein Statement veröffentlicht. Hätte niemand gefragt, hätte er vermutlich einfach im ersten NFL Spiel gekniet ohne das anzukündigen und alle hätten gesagt: „siehste, der Baker is auch dabei“
    #hättehättefahrradkette

  2. Ich finde es zu optimistisch, wenn Du von „praktisch kein Risiko“ schreibst. Mayfield reagiert ja auf einen Fan, der ihn anschreibt und bittet, NICHT zu knien. Auf diesen KOmmntar hin bekam er massiv Druck in den sozialen Medien. Meiner Meinung nach ist es gut möglich, das die Proteste abebben und im Herbst auf dem Höhepunkt des Präsidentschaftswahlkampfes jeder Profi MASSIV unter Druck steht, NICHT zu knien. Knien verärgert min. ein Drittel der Fanbasis. Das will kein kommerzielles Unternehmen wie ein NFL-Klub.

  3. Deshalb steht da oben ja auch „wird noch stärker an ihren Aktionen als an ihren Worten gemessen werden“ 😉

    Jetzt zu verkünden knien zu wollen ist das einfachste der Welt. Es dann zu tun, wenn wirklich Gegenwind kommt, ist dann was anderes.

  4. Es ist schon trotzdem gut, wenn mehr Promis protestieren und das auch sagen, denn auch wenn es nicht das lange Schweigen entschuldigt, so hilft es wenigstens, dass JETZT in einer breiteren Öffentlichkeit eine Platzierung gegen Rassismus normaler wird.

    Das hilft, auch wenn Baker kein Heiliger ist und sich zu spät äußert. Besser als gar nicht!

  5. Es könnte natürlich sein das Baker was dazu gelernt hat seit 2016 und er mal aus Texas rausgekommen ist.

    Das nice an Baker ist allerdings das er Leuten nicht subtil ist und Leute sondern in the face sagt wenn sie Arschlöcher sind.

  6. Und ist diese zweite Welle nicht vielleicht genau das phänomen das von den „Pionieren“ vorbereitet wird? Es ist doch eigentlich im Allgemeinen ein ganz gutes Zeichen, wenn Positionen von Figuren übernommen werden, die bislang nicht unbedingt mit gesellschaftlichem engagement geglänzt haben – das zeigt doch vor allem sinkende Hemmschwellen um solche Sätze zu sagen. Aber klar, richtig wertvoll wird das erst wenn die Worte auch flächendeckend in Taten umgesetzt werden.

  7. Pingback: NFL Kickoff-Sunday 2020: Frühschicht im Liveblog | Sideline Reporter - Eier, wir brauchen Eier!

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