Samstagsvorschauer am 24.10.2020 – Antonio Brown, College Football

Die Nachricht des Tages: Heute Nacht hat WR Antonio Brown für den Rest der Saison bei den Tampa Bay Buccaneers unterschrieben. Spielberechtigt ist er morgen glaube ich noch nicht, aber das tut nichts zur Sache. Brown ergänzt den Receiving-Corps um Mike Evans, Chris Godwin und Gronk. Und er ist wie immer ein Reminder, dass du als NFL-Profis anstellen kannst was du willst (außer Mord und Kritik am politischen System). Bist du talentiert genug, kriegst du wieder und wieder eine Chance.

Und sonst?

College Football! Heute beginnt die Saison in der Big Ten Conference.

Dass die Big Ten im Herbst überhaupt spielt, war lange nicht klar – und war im Sommer von Commissioner Kevin Warren eigentlich bereits ausgeschlossen worden. Doch wie es in den USA so ist, haben letztlich wirtschaftliche Interessen gewonnen: Weil die Power-Conferences im US-Süden, ACC, SEC und Big 12, alle spielten, war der Druck auf die Big Ten im September schließlich zu groß geworden.

Spieler und Elternverbände, Sponsoren und Medien drängten alle doch noch auf eine Saison. Weil die Corona-Pandemie zwar nicht wirklich abflaute, aber dennoch seit Mitte August verbesserte Testbedingungen geschaffen wurden, knickte Warren schließlich doch noch ein. An diesem Wochenende geht es los.

Viel Preview werde ich dazu gar nicht mehr schreiben – ich habe in den letzten Tagen extrem viele Texte auf Lead-Blogger dazu gelesen, auf die ich hier verweisen möchte:

Wisconsin hat schon gestern Abend Illinois 45-7 abgeschossen. Heute gibt es nominell stark klingende Spiele, aber noch keine sportlichen Highlights:

  • 18h: #5 Ohio State – Nebraska. OSU gilt als einer der drei großen Favoriten auf die Landesmeisterschaft (neben Alabama und Clemson). Nebraska ist zwar ein historisch gesehen extrem klangvoller Name, gilt aber auch in Jahr 3 von Headcoach Scott Frost noch nicht als reif.
  • 18h: Michigan State – Rutgers
  • 21h30: Indiana – #8 Penn State. Penn State in den Top-10 gerankt, aber wirklich gefährlich werden die Nittany Lions Ohio State wahrscheinlich nicht.
  • 21h30: Purdue – Iowa
  • 1h30: #21 Minnesota – #18 Michigan. Reizvolles Duell aus der zweiten Reihe. Minnesota ist durchaus spektakulär.

SEC

Die SEC hat heute recht wenige Top-Ansetzungen. Ehrlicherweise hat die SEC letzte Woche einiges an Thrill verloren, weil Alabama dann doch so einfach über Georgia drübergefahren ist. Georgia hielt eine Halbzeit lang zwar erstaunlich gut mit – ja führte sogar 24-20 zur Pause. Aber es ist dann doch das Erwartete passiert: Die Georgia-Defense hat nicht genug Firepower im Passspiel um mit einer absoluten Spitzenmannschaft 60 Minuten voll mitzugehen.

Alabama dagegen war extrem beeindruckend. Der Speed auf Receiver mit Jaylen Waddle, Devonta Smith und John Metchie ist beeindruckend, und QB Mac Jones spielte absolut astrein. Die Offense wirkt mindestens genauso dominant wie in den letzten beiden Jahren mit Tua Tagovailoa, wenn auch Jones nicht dieses Flair, diese Präzision, diese Selbstverständlichkeit wie Tua ausstrahlt.

Alabama heute 21h30 bei Tennessee. Alles andere als ein Kantersieg wäre eine faustdicke Überraschung.

Die anderen Top-Gerankten

#1 Clemson um 18h gegen Syracuse. Für Jets-Fans (QB Trevor Lawrence) interessant.‘Cuse war eines der wenigen Teams mit einem Upset über Clemson in den letzten Jahren. Da wird heute aber wohl nix draus.

#14 UNC um 18h gegen #23 NC State. Letzte Woche verschlief UNC mit seinem gehypten QB Sam Howell eine Halbzeit komplett gegen FSU, und schaffte es dann nicht mehr den Rückstand aufzuholen. Die weiße Weste ist damit weg.

#3 Notre Dame um 21h30 bei Pitt. Notre Dame kann ich noch überhaupt nicht einschätzen.

#6 Oklahoma State um 21h30 gegen #17 Iowa State. Zwei mögliche Contender in der Big 12, nachdem Oklahoma brutal zu straucheln scheint.

#11 Miami um 2h gegen Virginia. Die Canes wurden letzte Woche von Clemson ordentlich zurechtgestutzt: 17-42 Pleite.

#12 BYU um 3h15 gegen Texas State. Die Mormonen von BYU gelten mittlerweile schon als Außenseiterkandidat auf die Playoffs, weil sie ihren schwachen Schedule komplett dominieren. Es gibt prinzipiell nur mehr ein richtiges Hindernis auf dem Weg zur Perfect Season: Anfang November gegen Boise State.

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