Die Tua-Frage

Der Rookie-Quarterback der Miami Dolphins, Tua Tagovailoa, ist spätestens mit der Vorstellung letzten Samstag bei den Las Vegas Raiders zu einem heißen Gesprächsthema geworden.

Die Miami Dolphins spielen schon die ganze Saison zwei Offenses: Eine Ryan-Fitzpatrick-Offense und eine Tua-Offense. Eine zündet wesentlich besser als die andere. Die Resultate sprechen für sich.

Die Diskrepanz zwischen beiden Welten war nie so extrem wie am Samstag in Las Vegas. Auf drei Viertel Tua mit 2.4 NY/A Passspiel folgte ein Viertel Fitzmagic – dreifache Yards in Hälfte Dropbacks. Und schwupps wars Spiel nach wüster Endphase gedreht.

„Tua“ ist ein heißes Eisen. Gestern haben die Leser FishDuck und FloJo ein paar grundsätzliche Fragen zum Thema gestellt, die ich ganz gern mal außerhalb der aufgeregten Twitterwelt diskutiere. Denn ich finde das Gesamtkonstrukt einfach spannend:

  1. Ein Spieler, den ich seit jeher liebe
  2. Der in der NFL bis jetzt nicht gut ausgesehen hat
  3. Was aber noch keine Schande ist
  4. Und trotzdem darf man nicht die Augen verschließen

Die Dolphins sind ihrer Entwicklung voraus, aber nicht wegen dem Quarterback. Das macht die Evaluierung Tuas nicht schwieriger – dafür aber umso mehr die Schlussfolgerung. Also let’s dive in, Dolphins-Fans die mich am liebsten grillen würden haben mich eh alle geblockt.

War nicht abzusehen, dass Tua mit seiner limitierten Arm Strength und der Verletzung in der NFL Probleme kriegen wird?

Jein. Es stimmt, dass Tuas Arm nicht mit Raketen wie Mahomes, Josh Allen oder Justin Herbert mithalten kann. Es stimmt wahrscheinlich sogar, dass Tuas Arm „in the vacuum“ am unteren Ende der Fahnenstange ist, was NFL-Starter angeht. Aber praktisch alle Beobachter waren und sind sich einig, dass der Arm für Tuas Perspektive nicht zwingend das entscheidende Problem sein würde. Und zwar deswegen, weil Tua immer eine Art „System-QB“ sein wird. Er ist weniger „Kreator von Würfen“ als mehr „Potenzierer“:

Unabhängig davon wird es auch für einen gesunden Tua – wie im Übrigen für Burrow auch – natürlich drauf ankommen, welchen Support er in der NFL bekommt.

Tua ist vielleicht nicht spielerisch spektakulär, sondern in seiner ganzen Funktionsweise. Er ist wahrscheinlich kein QB für Jedermann und braucht etwas Anleitung und ein paar schematische Anpassungen, aber in Summe ist er auch ohne letztlich die abstrusen Erwartungen zur Gänze erfüllt zu haben bestimmt einer dieser QB-Prospects, für die sich ein Top-3 Pick und eventuell der oft diskutierte Up-Trade lohnt.

Matt Waldman hat das in seinem Scouting-Bericht schön zusammengefasst: Der beste Weg für Tua in der NFL ist der „Brees-Weg“ – eine Offense aufgebaut auf Timing & Rhythmus, die Tuas Spielintelligenz und Präzision ausschlachtet.

Nun braucht es dafür a) Zeit und b) einen entsprechenden Kader. Zeit hat Tua noch nicht viel bekommen – es war noch nichtmal das ganze Rookiejahr! Erst war die Verletzung und dann war ein Monat Spielzeit für Fitzpatrick – und das nach einer Offseason mit ungewöhnlich wenig Trainingslagern.

Auch der Kader ist noch nicht da: Offense Line ist eher meh (bsp. #26 nach Pass-Block Win-Rate), Receiver-Corps ist noch nicht komplett. O-Line kannst du auf 3-4 Stellen upgraden (bzw. auf Entwicklung von bereits gedrafteten Jungspunden hoffen), bei den Receivern wären mindestens noch zwei Starter-Kaliber wünschenswert: WR Devante Parker und TE Mike Gesicki sind gute Leute, aber keine „Stars“, und dahinter hat man mit Jakeem Grant oder Preston Williams eher Rollenspieler für bestimmte Aufgaben als echte Starting-WRs.

Ohne dieses „Gerüst“ ist es schwierig, Tua umfänglich zu bewerten. Das alles gesagt, war Tuas Einstand trotzdem enttäuschend, weil wir trotz aller Probleme zu wenig von dem Spieler gesehen haben, der wie selbstverständlich die Offense von Alabama revolutioniert hat. Nichts in Tuas bisherigen (!) NFL-Spielen zeigt „Leichtigkeit“. Ich glaube auch nicht, dass diese in der laufenden Saison noch kommen wird.

Haben die Dolphins den falschen QB gedraftet?

Die Frage ist unpräzise gestellt 🙂

Stand April war es der richtige. Fast alle waren sich einig: Burrow > Tua >>> Herbert. Hinterher ist jeder schlau, aber mein wichtigster Punkt ist: Wir sind noch gar nicht beim „hinterher“.

Wir sind mittendrin.

Tua hat einen insgesamt enttäuschenden NFL-Einstand geliefert. Es war nicht alles Grütze, aber den Gap zwischen Tua und Fitzpatrick kann man nicht kleinreden. Die direkten Rookie-Konkurrenten Burrow und Herbert haben ohne Zweifel besser ausgesehen, aber gerade bei Herbert bin ich ob dessen langfristiger Aussicht auch noch skeptisch; Herbert war überraschend gut, allerdings getriggert v.a. von instabilen Momenten.

Herbert war um einiges besser als Tua als Rookie. Doch wir haben zu oft gesehen, dass Quarterbacks im zweiten Jahr den einen großen Sprung nach vorne machen.

Wie lange muss man Tua Zeit geben sich zu entwickeln?

Das ist letztendlich der springende Punkt, der so schwierig zu beantworten ist. Das Gute: ich glaube, wir kennen das Problem. Bei Tua liegt es im Kopf. Tua sieht die ihm sich bietenden Räume nicht als valide Lücken an in die man hineinwerfen kann. Doch wir wissen, dass es die Lücken gibt und dass man dorthin werfen kann – denn Fitzpatrick spielt sie an, und findet sie!

Kollege Fabian Sommer hat es trefflich formuliert: Fitzpatrick macht Würfe, an die Tua gar nicht denkt. Das ist grob komprimiert das was Kurt Warner in der Übertragung immer wieder anmoserte: „NFL open“ ist nicht gleich „College open“. In der NFL sind Receiver offen, auch wenn sie gedeckt ausschauen. J.T. O’Sullivan hat das in einem Schulungsvideo vor ein paar Wochen auch mal ganz plakativ dargestellt: Nur weil ein Receiver zugedeckt ist, heißt das nicht automatisch, dass er nicht anspielbar ist – z.B. wenn der Verteidiger mit dem Rücken zum QB steht.

Die Gretchenfrage bei Tua lautet also IMHO: Gibt es einen Weg diese Lücken zu finden?

Ich kenne die Antwort darauf nicht. Es gibt einige Aspekte von QB-Play, die nachgewiesen eher „QB-immanent“ sind, wie z.B. Sacks oder Time to Throws. „Risikohunger“ ist über Interceptions-Rates hinaus meines Wissens nach noch nicht in die Pipette hinein studiert – und ich weiß auch nicht ob das der richtige Überbegriff für unsere Suche nach der NFL-Lücke ist.

Es gibt zahlreiche Beispiele von Quarterbacks, die diese Lücken nie gefunden haben, weil sie nicht spielintelligent genug waren, oder nicht den Arm hatten, oder nicht das Selbstvertrauen, oder schlicht nicht zu viel riskieren wollten. Tua hat bei allen Punkten eigentlich schon gezeigt, dass er es drauf hat. Nur halt noch nicht viel davon in der NFL.

Wie lange sollten wir also Zeit geben? Ein halbes Rookiejahr ohne echte Vorbereitung ist gewiss zu wenig. Grundsätzlich ist in vielen Fällen Jahr 2 das entscheidende für junge Quarterbacks, aber auch hier gibt es Ausnahmen. Tua jetzt abzuschreiben ist auf alle Fälle zu früh! Das heißt aber nicht automatisch, nicht trotzdem über Alternativen nachzudenken.

Ist das Handling von Brian Flores mit seinem jungen QB ein Problem, weil es Tua verunsichert und Zeit kostet?

In meiner Weltsicht: Nein. Es ist der Punkt, an dem ich am weitesten mit dem Kollegen Adrian Franke auseinandergehe. Die Miami-Coaches um Flores haben einen ziemlich einzigartigen Zugang zu der Quarterback-Frage – und zwar dadurch, dass sie sie gar nicht richtig stellen!

Flores behandelt die Quarterback-Position relativ gleich wie alle anderen Positionen. Natürlich nicht ganz – denn sonst würde der bessere von beiden meistens spielen (und das ist Stand jetzt nicht Tua). Aber fast.

Flores hat keine Scheu, Tua auszuwechseln wenn er so Graupe spielt dass es den Teamerfolg gefährdet – und trotzdem kommt kein Gerede auf. Das liegt natürlich vor allem an der verblüffend guten Performance der Mannschaft abseits der Quarterback-Position. Flores hat sich in Windeseile ein Standing erarbeitet, das ihm die Gratwanderung erlaubt.

Flores hat damit bisher erreicht:

  1. 283 Passing-Snaps an Information über den Rookie-Quarterback Tua, den man mit dem #5 Pick gedraftet hat
  2. Eine 10-5 Bilanz und eine realistische Chance auf die Playoffs für die Moral in der Truppe
  3. Ausreichend „Credibility“ für den restlichen Kader, dass man es bei allem „trust the process“ ernst meint mit dem Gewinnen

Es ist schwierig in das Seelenleben einer Mannschaft zu blicken. Aber zu den Dingen, die ich am Football noch nie verstanden habe, gehören die Seidenhandschuhe bei Quarterbacks. Es ist die Position, auf der ohnehin der allermeiste Druck lastet!

So wichtig Selbstvertrauen und der Glaube an dich sind – wer keinen Konkurrenzkampf erträgt, wird bei jedem kleinen Folgeproblem eine Ausrede finden warum es nicht läuft. Solches Mindset führt ohnehin fast nie zum Erfolg.

Insofern: Kudos für Flores. Aus meiner Sicht alles richtig gemacht und den Drahtseilakt „Rookie-QB Erfahrung sammeln lassen, aber Routinier ist klar besser“ fast zur Perfektion gelöst.

Sollten die Dolphins mehr über den Saisonrand hinausschauen als jetzt die Playoffs zu priorisieren?

Nein – sie sollten beides tun. Und sie tun auch beides! Die Playoffs 2020 sind nur ein Zwischenschritt, aber da man nun schon einmal so kurz davorsteht, wäre es ewig schade die Chance einfach wegzuwerfen. Der Draft ist dank Bill O’Brien eh schon gewonnen, weil man einen Top-5 Pick im Sack hat – insofern gäb’s nur zwei mögliche negative Konsequenzen bei einer Playoff-Qualifikation:

  • Selbstüberschätzung im Anschluss an die Saison – der Mannschaftserfolg 2020 war schließlich getriggert von Dingen, die nicht stabil sind (Defense, Turnover, Special Teams) und nicht von der Offense
  • Verletzungsgefahr

Beide Befürchtungen existieren vor allem auf dem Papier. Ich schätze Flores als ziemlichen Realisten ein, der Miamis Saison in Stärken und Schwächen gut in Kontext setzen kann. Und Verletzungen müssten schon ungewöhnlich katastrophal sein um für die nächste Saison relevant zu sein.

Ich sehe die Frage also anders: Die Playoffs zu priorisieren ist kein Widerspruch für langfristige Denke. Eher ist es beim aktuellen Entwicklungsstand eine willkommene Synergie. Die Dolphins haben das mit der quasi abgeschafften „Sonderbehandlung“ der QB-Position also bereits so gelebt.

Tua wird am Sonntag wieder starten, ist das richtige Entscheidung?

Wenn es um die Playoffs geht: Eher nein. Zumindest ich würde dann Fitzpatrick spielen lassen, weil er jetzt der bessere Mann ist. Aber ich kann Flores nicht anzweifeln.

Müsste ich entscheiden, würde ich Tua auf der Bank lassen, da wir ein ziemlich gutes Bild von ihm im Status quo haben und meine Hoffnung, dass die aufgeführten Probleme („Leichtigkeit“ / Lücken als solche erkennen) in den nächsten 2-3 Wochen gelöst werden können, gering sind.

Mein Vorgehen wäre: Shutdown, Fitzpatrick rein und bei Tua Mund abputzen, Probleme in der Offseason analysieren, dran arbeiten und dann schauen wie es im Sommer und Herbst läuft.

Müssen die Dolphins im nächsten Draft nochmal einen QB draften?

„Kann Tua mit mehr Erfahrung und besserer Infrastruktur NFL-Lücken erkennen“ ist die Gretchenfrage beim Spieler.

„Sollte Miami auf Quarterback nachlegen“ ist die Gretchenfrage aus Sicht des Managements.

Die Fragen hängen natürlich zusammen – aber der Widerspruch zwischen „Kader verbessern“ und „Quarterback-Alternative“ ist viel kleiner als die momentanen, heiß erregten Diskussionen implizieren.

Das Ziel einer jeden NFL-Mannschaft sollte stabile, langjährige Titelfähigkeit sein. Der beste Weg zu diesem Ziel ist es, einen Top-Quarterback zu haben. Es ist der beste Weg, auch weil es der billigste ist (Superstar-QBs sind gemessen an ihrem Wert für Teamerfolg rein wirtschaftlich betrachtet unterbezahlt). Ein mittelmäßig bis guter QB dagegen braucht immer herausragende Infrastruktur oder extremes Glück. Beides ist in der NFL mit Salary-Cap und Draftsystem nicht aufrechtzuerhalten.

Den bestmöglichen Quarterback zu verpflichten ist also der bestmögliche Move um ein Team langfristig zum Erfolg zu führen. Doch die NFL ist nicht „fair“ – der bestmögliche QB fällt Teams häufiger einfach so in den Schoß als wir glauben. Tom Brady war 6th Rounder, Drew Brees 2nd Rounder, Russell Wilson 3rd Rounder, Patrick Mahomes und Deshaun Watson sind auf #10 bzw. #12 im Draft gefallen weil die Zweifel zu groß waren. Die Jacksonville Jaguars mussten für einen epischen Prospect wie Trevor Lawrence dagegen nix anderes machen als einfach alles zu verlieren.

Gerade weil diese Unsicherheit so groß ist, ist es eine umso bessere Idee es möglichst oft mit dem Quarterback-Pick zu versuchen. Selbst wenn Tuas durchwachsener Einstand ein „fluke“ war und er nächste Saison plötzlich groß aufspielt: Die Chance, dass dies passiert, ist mit dem Wissen um diese halbe Rookiesaison eher geringer geworden als höher. Von den Dingen, die einen großen NFL-Quarterback ausmachen, hat der einst sensationelle College-QB in der NFL in ca. 300 Snaps wenig gezeigt.

Ein weiterer QB-Pick z.B. mit dem #3 oder #5 Pick im kommenden Draft wäre keine Schande für Tua. Er wäre vielmehr ein Zeichen von smartem Management, das die Erkenntnisse der letzten Jahre besser nutzt. Die Upside, aus zwei starken Prospects einen künftigen Star-QB gezogen zu haben, ist um einiges höher als die Verbesserung, die ein einzelner Offense Tackle oder Wide Receiver bringt.

Tua braucht möglichst gute Infrastruktur – doch ist er wirklich so gut, dass er eine NFL-Franchise langfristig erfolgreich führen kann, geht’s notfalls auch erstmal ohne. Ist Tua gut genug, wird er den Rookie-Konkurrenten im Training-Camp schlagen. Verliert er, hat die Mannschaft einen besseren Quarterback – was fast immer wertvoller ist als einen besseren Tackle oder Receiver zu haben.

Der Verlierer des Duells wäre noch immer gute Ware am Markt – die Geschichte zeigt, dass NFL-Teams noch bis ein paar Jahre nach dem Draft guten Tauschpreis für einst gehypte „projects“ zu zahlen. Sagen wir so: Zwei hohe 1st Rounder gegen einen Franchise-QB und einen 2nd Rounder (durch Verkauf vom Verlierer) – das ist ein Preis, den ich in der gegenwärtigen NFL immer zahlen würde, denn ohne QB geht’s eh nicht lange.

Persönlich hoffe ich natürlich darauf, dass Tua es noch packt. Ich bin Fan der ersten Stunde. Tuas Sieg-Pass im National Championship Game 2018 war vielleicht der größte Footballmoment der letzten 10 Jahre – und das alles nach Monaten der Vorfreude, diesen ach so gehypten Jalen-Hurts-Backup irgendwann mal „richtig“ in Aktion zu sehen. Tua hat den College Football zwei Jahre lang in Schutt und Asche gespielt. Es ist möglich, dass es vor allem am System und den Receivern lag – aber er war der erste, bei dem es zur Perfektion klappte. Ich glaube nach wie vor an Tua – aber selbst mit diesem Glauben hielte ich einen weiteren Top-5 QB im Draft für einen hervorragenden Move.  

Ich war vor zwei Jahren für Arizonas „double up“ bei Kyler Murray. Ich war letztes Jahr für ein double up bei Washington und Detroit. Ich glaube, auch die Dolphins sollten sich das sehr, sehr gut überlegen.

Werden sie es tun? Die Mechanismen in der NFL lassen recht deutlich auf ein „Nein“ schließen, aber wer weiß: Flores scheißt schon jetzt auf Konventionen im Handling von jungen QBs – wer weiß, was da noch alles kommt, wenn es ums Handbuch für Draftmanagement geht?

13 Kommentare zu “Die Tua-Frage

  1. Danke für die ausführlichen Antworten, das war echt lesenswert, ich stell das nächste Mal auch eine „präzisere“ Frage 😀

    Ich hab deswegen gefragt weil ich auf Twitter von dir nahestehenden Personen immer wieder gelesen hab daß Tua der eindeutig falsche QB und QB draften ein no Brainer ist usw. Das ist mir dann alles zu einseitig, es gibt einen Grund wieso sich front Offices nicht an diese QB Double Up Themen heranwagen.

    ich sehe eindeutig den Sinn dahinter aber die GM/HC haben einfach zu kurze Lifecycle in der NFL, wer kriegt schon die Zeit 2 QB zu entwickeln und zu warten wer der beste ist, da stellt der Owner doch gleich die Frage warum hab ich dich überhaupt eingestellt, wenn du so viele 1st verballern mußt um einen FQB zu kriegen?

    Ist ja auch berechtigte Frage, aber dein Argument mit dem „nicht fair“ leuchtet mir ein, du mußt neben dem Glück einen hohen Pick zu haben und den richtigen QB zu erwischen auch das Glück haben, im richtigen JAHR den hohen Pick zu haben.

    Danke für die Gedanken, sehr fastzinierend.

  2. @FloJo:

    Dass wohl viele Owner rückständig bzw. in festgefahrenen Kategorien denken, ist recht offensichtlich, aber für einen GM/Front Office wird es ja immer erst zum Problem, wenn man keinen QB hat.

    Der Dolphins-Owner wird bestimmt sauer, wenn es mit Tua + 2021 QB nicht kappen sollte. Aber wenn das so ist, dann hätte es fast sicher auch nicht mit Tua allein geklappt.

    Klar fielen dem „2QB-GM“ die Argumente dann erstmal schwerer, aber das ist ein Preis, den ich eingehen würde. Dafür ist der Risk/Reward einfach zu gut.

  3. Das Argument niemand „erarbeitet“ sich einen Top QB mit Schweiß weil es so viele Unwägbarkeiten gibt, ist denke ich schon ein klares Argument, mit dem ein GM einem Owner einen 2 QB Move erklären kann.

    Wenn man sich die QB Liste der letzten Jahre anschaut, dann ist doch sonnenklar, dass es für alle schwierig ist einen richtigen QB zu spotten, die besten Picks in den letzten jahren waren #10 und #12 Mahomes und Watson und über beide wurde pre Draft viel Negatives geschrieben.

    Ist auch klar so. Du kannst also entweder hoffen dass du den Jacksonville GM bist, der das Team zum #1 Pick im Jahr mit Trevor Lawrence „führt“ (und dann wenns dumm läuft den Job verliert), oder alle Jetons auf den einen Pick setzen, oder aber eben das Risiko streuen.

    Das müsste doch einleuchten?

  4. Ich finde die Idee des Double-Up mit einem möglichen #3 Pick auch durchaus nachvollziehbar, zumal Miami dafür ja kein zusätzliches Draftkapital opfert, der eigene 1st-Rounder ist noch da und man hat ja auch noch den (frühen) 2nd-Rounder der Texans.

    Der Plan:
    #3 QB,
    #20ish eigenen Pick verscherbeln,
    2-mal in der zweiten und zwei mal dritte Runde picken,
    Füße stillhalten, eigene Picks investieren
    und vielleicht noch irgendwo ’n Bonus abstauben

    muss dir nur zwei oder drei Treffer neben dem QB bringen und du bist der nächste GM of the Year.

    Die Aussicht ist schon nicht so schlecht.

  5. Danke 🙂

    Ich kann mir zwei beim besten Willen keinen weiteren QB Pick vorstellen, gebe aber zu dass die Gedankenspiele was haben. Ich sehs aber schon kommen, die Fins sind der Franchise bei dem dann beide QB floppen…

    BTW ich glaube, die Fins haben den Top 5 Pick noch nicht fix in der Tasche, wenn die Texans gegen die Titans gewinnen, kann das noch eine ganz Ecke nach hinten gehen 🙂

  6. Dem Hausherren und allen Lesern ein gutes, gesundes, neues Jahr!
    Fitzmagic hat Corona, er kann im letzten Spiel also Tua nicht ablösen, wenn dieser nicht liefert.
    Das hat natürlich evt. auch Playoffauswirkungen.

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