Lass uns heute mal über die Defense sprechen

Unser täglich NFL Coaching-Update – heute mit einer Prise Diskussion über Defense-Strategien.

Wir haben ja mittlerweile sieben offene Headcoach-Posten. PFFs Eric Eager hat diese Stellen gerankt nach ihrer Attraktivität und die Eagles nach der Entlassung von Doug Pederson auf den letzten Platz gestellt.

Philly beginnt angeblich schon, jeden Stein umzudrehen um zu schauen ob sich darunter ein Headcoach befindet. Gestern wurde angeblich Lincoln Riley von Oklahoma kontaktiert. Die Texans dagegen scheinen Deshaun Watson einen Gefallen tun zu wollen bzw. ihn erstmal ruhig zu stellen indem sie dann doch noch Eric Bienemy vorgeladen haben. Nebenbei: Was in dieser Franchise schief läuft – eine Menge (Vorsicht loooooooong read).

Die Vorstellungsgespräche laufen dieser Tage sowieso auf Hochtouren. Ein Tracker über alle Interviews ist mir zu aufwändig zu führen, aber ich habe weiter unten eine aktualisierte Übersicht über alle aktuell fixierten Posten erstellt.

Urban Meyer soll in Jacksonville kurz vor der Unterschrift als Headcoach stehen.

Bei den Offensive Coordinators ist letzte Nacht noch eine Änderung passiert: Brian Schottenheimer wurde in Seattle gefeuert. Pete Caroll begründete es mit philosophical differences. Jeder, der dieses Blog seit mehr als ein paar Tagen kennt weiß, dass ich niemals über eine Schottenheimer-Entlassung lamentieren werde – aber bei den Hawks könnte das nach all dem Talk der letzten Tage tatsächlich bedeuten, dass der Nachfolger noch mehr „old school“ wird als Schotty. Falls das überhaupt möglich ist.

Defensive Coordinators

Was derweil schon besetzt wird: Coordinator-Positionen. Gerade bei den Defensive Coordinators sind schon zwei offene Stellen zugemacht worden – und die Eingestellten entsprechen einem klaren Schema:

  • Dallas Cowboys: Dan Quinn
  • Las Vegas Raiders: Gus Bradley

Quinn und Bradley kommen beide aus dem Seattle-Seahawks-Pete-Carroll-Cover-3-Stab. Die Koordinatoren dieses Stabs setzen auf die seit 2012 in der NFL popularisierten Deckungsprinzipien Cover-3 mit einem tiefen Safety. Es ist ein mittlerweile in vielen Diskussionen eher umstrittenes Schema, weil die Tendenz immer stärker in Richtung „two high“, also mit zwei tiefen Safetys, und Quarters-Coverage geht.

Seth Galina hatte im Sommer schon ausführlicher über die aktuelle „Quarters-Revolution“ geschrieben.

Alles spanisch, das Zeug? Dann bitte hier kurze Einleitung lesen, aus den Anfangszeiten dieses Blogs und noch mit Filzstiften gemalte Bildchen weil ich damals kein Office zur Hand hatte: NFL-Passverteidigung.

Oder anders:

  • Single High (Safety) = ein tiefer Safety = Cover 1 oder Cover 3 = Mitte des Feldes ist durch den einen tiefen Safety gedeckt = Middle of the field closed (MOFC)
  • Two High = zwei tiefe Safetys = z.B. Cover 2 oder Cover 4 = Mitte des Feldes zwischen den beiden Safety sist offen = Middle of the field open (MOFO)

Zu diesem Thema und wie sich die beiden Coverages für eine Offense unterscheiden (z.B. Inside/Outside Leverage des Cornerbacks), hat J.T. O’Sullivan ein ziemlich einsteigerfreundliches Video bei Youtube gemacht: Why do QB need to know if middle of the field open oder closed?

Was ist denn nun mit den Seahawks?

Also: Seahawks-Schule = Cover 3, ein tiefer Safety, middle of the field closed. Ein Schema, das vor ein paar Jahren die NFL überrollte und zu einem Influx an groß gewachsenen, physischen Defensive Backs führte und die ehemaligen Defensive Coordinators der Seahawks in die ganze NFL verstreute. Im Rückspiegel muss man konstatieren, dass die „Legion of Boom“ der Seahawks damals über dieses eigentlich straighte Spielsystem hinaus vor allem von anderen Bausteinen profitierte:

  • Extrem gute Einzelspieler, die man teilweise in den späten Runden des Drafts bekam: FS Earl Thomas (1st Round 2010), SS Kam Chancellor (6th Round 2010), CB Richard Sherman (5th Rounder 2011), CB Brandon Browner (kam aus der CFL) und auch LB Bobby Wagner (2nd Round 2012)
  • Brutaler und tief besetzter Pass-Rush mit Leuten wie Brandon Mebane, Cliff Avril, Chris Clemons oder Michael Bennett

Also: Drafte einfach ein paar Hall of Famer, dann wird dein Scheme die Liga revolutionieren. Die wahre Innovation waren die gezielte Suche nach großen, kräftigen Defensive Backs. Heute lässt sich damit kaum mehr eine Ineffizienz ausnutzen, weil diese Spieler schon in den ersten Runden vom Tablett gehen.

Was ist dran am Quarters-Trend?

Dafür geht der Trend der NFL wie oben in Galinas Artikel verlinkt immer mehr in Richtung Cover-4/Quarters Coverage, also zwei tiefen Safetys mit viel Zonendeckung und Disguise Coverage.

Ich habe schon einmal darüber geschrieben und empfehle an der Stelle für Interessierte auch nochmal das Buch „Cautious Aggression“ von Cody Alexander, der über die Implementierung von Cover-4 als Antwort auf die extremen Spread-Offenses in der Big 12 geschrieben hat (siehe für das alles diesen Eintrag zu Verteidigungsstrategien).

Momentan werden in der NFL vor allem die Rams mit ihrem aufgehenden DefCoord-Stern Brandon Staley für ihre „two high“-Defense gehypt – Robert Mays hat einen ganzen lesenswerten Artikel über Staley und seine Footballdenke geschrieben (Hervorhebungen von mir):

Some of the benefits of lining up with two-deep safeties are self-evident. With more bodies deep in the defensive backfield, the Rams are able to insulate themselves from explosive plays in the passing game. According to Next Gen Stats, Rams opponents are just 10-for-44 with five interceptions on deep passes this season (22.7 percent completions, which is the second lowest mark in the entire league). Staley’s unit has allowed just four touchdown passes of 10+ air yards (four less than any other defense) and a passer rating of just 29.2 on deep throws (first in the league). The way that Staley allocates his resources makes it difficult for any defense to push the ball down the field, but playing out of two-high looks also gives the Rams an element of unpredictability that gets lost with single-high defenses.

[…]

When I asked Staley why he thought he could get away with playing this style of defense in the NFL, his answer was somehow obvious yet shocking, considering the typical discourse around defense. “I know that the quickest way to lose is to give up explosions in the passing game,” Staley said. “It takes a lot of 4- and 5-yard runs to add up to a 50-yard pass. If you truly believe that explosions are how you lose in the NFL, you really need to start there in your philosophical structure and how you construct your defense.” On its face, that point makes a lot of sense, but for anyone who’s listened to mainstay NFL coordinators talk about defense, it’s still jarring.

Staleys Rams haben am Samstag die Seahawks komplett abgewürgt und gelten spätestens seither als heißester Scheiß was NFL-Defense in letzter Zeit veranstaltet hat. Und eben als eine Art „aggressive Prevent/Cover-4 Defense“ – aber genau hierin liegt ein Missverständnis bzw. eine zu starke Vereinfachung!

Chris Brown/Smartfootball, mittlerweile eine Internetlegende in Sachen Football-Taktiken, wirft auf Twitter diesen provokanten Einwurf ein:

Anders: Selbst bei den für ihr two high/Quarters gepriesenen Rams ist die meistgespielte Defense-Coverage weiter „Cover 3“ mit nur einem tiefen Safety.

Jedes Team spielt von allem ein bisschen – mit unterschiedlichen Gewichtungen. Brown schreibt „quasi jeder in der NFL ist ein Meister in Cover-3“ und „richtiges Cover-4 wie am College ist in der NFL sowieso selten“. Selbst viele der bei den Rams als „two high“ angepriesenen Coverages seien in Wahrheit eher ein Cover-3 plus einem verkappten zweiten tief aufgestellten Safety. Der liest dort aber eigentlich nur den Spielzug ehe er dann eine „Match Coverage“ übernimmt (match 3 coverage).

„Match Coverage“ = Pattern Matching, eine von Belichick/Saban in den 90ern erfundene Kreuzung von Zonendeckung und Manndeckung. Kurz gesagt: Safetys in Zonendeckung übernehmen kurzerhand je nach Entwicklung des Spielzugs Manndeckeraufgaben. Im Prinzip ist es „Option-Defense“ – der Gegenentwurf zur „Option-Offense“. Auch hierzu habe ich vor zwei Jahren eine Aufstellung zur Vertiefung geliefert. Zu Sabans Rip/Liz Coverage gibt es hier eine gute Erklärung in Bild und Ton.

Brown schreibt weiters: Die wahre Frage ist nicht der Begriff Cover-3, sondern das was diese Coordinators im Detail machen. Der Carroll-Tree z.B. beschränkt sich darauf, es möglichst simpel für die Spieler zu halten. Es gibt zwar match coverage, aber eine eher statische Auslegung davon, besonders in bestimmten Spielsituationen.

Brown schreibt weiter: Zu viele Defensive Coordinators der heutigen Zeit beschränken sich auf „spot dropping“ – Verteidiger droppt einfach nach dem Snap in eine bestimmte Zone am Feld (Seahawks sind eins dieser Teams). Das soll dann für den QB eine Falle stellen.

Doch das was die Rams machen, geht weit über das hinaus – sie stellen oft die komplette Defense-Front mit dem Snap um, verstecken wie sie das machen (disguise), bauen echte „Match Coverage“ und nicht bloß a bissi spot dropping ein – aber eben meistens aus einer single high defense und doch deutlich seltener aus einer echten two high defense heraus.

Das Problem wenn über Defensive Coordinators gesprochen wird ist also erstmal weniger Cover-3/Cover-4 bzw. single-high/two-high, sondern das, was er aus dieser Hülle macht.

Und das ist bei viel zu vielen Coaches zu wenig – dass Defense heute so hinterherhinkt, liegt einfach nicht bloß an den immer besseren Quarterbacks und den Regeländerungen, sondern vor allem auch an den in der Vergangenheit hängen gebliebenen Coordinators, die sich im Kleinen nicht weiterentwickeln und immer bloß alte Ideen recyceln. Das ist alles nix extrem Neues, aber jetzt kannst du den immer wieder aufkeimenden Cover-3 Talk bei den Coaches hoffentlich besser einordnen 🙂

Noch da?

Dann haste dir jetzt noch die Aufstellung der Coaching-Posten in der NFL verdient. Weiß hinterlegt ist unabhängig zur letzten Saison. Gelb ist Neueinstellung bereits erfolgt, rot ist noch offen. Einige Teams haben Stellen unbesetzt (z.B. die Pats DefCoord und GM, was alles Belichick in Personalunion macht) – und bei einigen sind die Coordinators bessere Kärtchenhalter (z.B. OffCoords unter McVay, Shanahan oder LaFleur oder DefCoord unter Vic Fangio).

Offene NFL-Posten

Ich werde die Tabelle laufend aktualisieren – Bears-DC Chuck Pagano ist noch drin, weil sein Rücktritt noch nicht offiziell ist, aber es gibt eindeutige Gerüchte aus Chicago:

17 Kommentare zu “Lass uns heute mal über die Defense sprechen

  1. Danke für diesen Einblick! Habe oft das Gefühl, dass ich mit jedem Artikel den ich hier lese ein Stück mehr dazulernen kann! :thumbs up:

    Bin seit dem ich Football regelmäßig verfolge Rams Fan und freue mich dementsprechend über unsere gut funktionierende Defense. Um genau zu verstehen, was die da auf dem Platz da treiben fehlt mir aber noch viel zu viel Wissen 😀
    Hältst du es für möglich, dass die Jungs auch gegen GB eine ähnlich starke Leistung wie gegen die Hawks zeigen können? Wo liegt hier der Schlüssel zum Erfolg? Die Packers spielen mit dem Duo Rodgers Adams einfach eine Killer-Saison..

    P.s: Bei deiner Tabelle ist mir noch aufgefallen, dass du als Rams-DefCord Brandon Taylor und nicht Brandon Staley gelistet hast.

  2. Beim Seahawks sheme muss man zu Gute halten, dass die Idee mit den Cornern Press zu spielen durchaus innovativ war. War ein guter Weg konsequent den run zu stoppen ohne außen die Flat verwaist zu lassen. In einer Zeit, und der 1st down noch so ein klares run down war hat das durchaus Sinn ergeben. natürlich lebt es von der Qualität der Spieler.

    Bei Stanley kann man kaum genug loben, wie gut er das vermittelt bekommt. Das Problem bei Match coverage ist vor allem die Kommunikation. Wie bekomme ich ein System bei dem jeder zu jeder Zeit weiß, wer sein Gegenspieler ist? Wie gehe ich mit motions um. Das als Spieler umzusetzen ist eine ganz andere Herausforderung als spot dropping zu betreiben.

    Ansonsten ist das schon faszinierend bzw. Unbegreiflich wie lange das braucht- TCU hat vor10 Jahren auch schon pattern Reading (Palms) Gespielt. In der GFL ist pattern matching vertreten! Aber vielleicht hat es erst die Offensive Revolution gebraucht.

  3. @Pheilo: Theoretisch haben die Rams mit Ramsey einen CB für Adams- mit etwas Scheme-Unterstützung könnte da „slow down“ möglich sein.

    Das größere Problem, das ich sehe: Die Rams haben die sehr ähnlich gepolte 49ers-Offense konzeptionell nicht in den Griff bekommen und Rodgers ist der wesentlich bessere QB als alles was die Niners hatten.

  4. @alexanderbrink: Das mit der Press-Coverage ist ein guter Punkt, den hätte ich mit aufschreiben sollen!

    Match-Coverage ist zwar in der Kommunikation schwieriger, aber wenn die guten OffCoords/QBs das Spot-Dropping quasi im Schlaf wegnehmen können und die paar Turnovers, die man dadurch kreiert, nicht ausreichen, dann muss man IMHO über Evolution nachdenken.

    Match-Coverage ist ja nix so neues, das wurde vor 25 Jahren entwickelt und wird von vielen Teams zumindest in Spurenelementen auch schon praktiziert.

  5. @Öwi:
    Staley spielt relativ viel tire front- quasi eine 3-4 mit gap control statt 2 gap. Kommt aus dem college und ist der heiße scheiß gegen spread. (Und gegen RPO weil es den conflict player eliminiert.)
    Es gibt hier einen Mangel an Pass rush- weil nur ein Edge rusher aktiv ist. => hier spielt Donald sicherlich eine besondere Rolle, weil er qua seiner individuellen Klasse diesen Mangel wettmachen kann.
    Grundsätzlich gibt Staley aber pass rush auf um bessere Coverage spielen zu können. (Man könnte fast meinen er befasst sich mit analytics😅)

  6. Pingback: Auf Spurensuche in Seattle und bei den Los Angeles Rams | Sideline Reporter - Eier, wir brauchen Eier!

  7. Mal wieder ein sehr geiler Read! Hört sich auf jeden Fall sehr schlüssig an, dass „klassisches“ Spot-Dropping keinen Sinn macht gegen QBs, die innerhalb von Sekundenbruchteilen die Seams zwischen den jeweiligen Zonen erkennen. Man halte sich nur kurz den Michael Thomas TD gegen die Bears vom Wochenende vor Augen (https://www.youtube.com/watch?v=XvF1bXWcqs4) – da ist ein QB wie Brees einfach brutal schnell im Erkennen der Coverage.

    Muss allerdings sagen, dass ich die genauen Prinzipien von Pattern-Match noch nicht im Detail verstanden hab. Könnte auch daran liegen, dass sich diese Prinzipien je nach DC/ Schema/ Offensivem Routenkonzept ständig ändern. Definitiv sehr beeindruckend, wie McVay’s Strategie weg von Wade Philipps hin zu Brandon Staley aufgegangen ist.

  8. @patpicksix:
    Grundsätzlich kann man sich Pattern read/match ganz gut als man coverage vorstellen, nur, dass man abwartet bis sich die Routs entwickelt haben. Damit umgeht man die klassischen Man beater wie crossing routes.
    Ein weiteres Prinzip ist, dass man zusätzliche passcerteidiger an neuralgischen Punkten geben kann. Bspw ein dB als robber relativ frei Agieren und auf den Ball gehen kann oder aber bestimmte Receiver oder Routen gedoppelt werden können bspw. Inside und outside; oder tief und underneath. Ziel ist es auf jeder Seite des Feldes jeweils einen Verteidiger mehr als Reciver zu haben.
    Du hast aber natürlich recht, dass das je nachdem sehr unterschiedlich funktionieren kann. Allen gemein ist aber, dass man adaptiv ist und vor allem kein Green gras covern möchte- also Bereich in denen kein Receiver ist.

    Zwei einfach Beispiele:

    Sabans Cover Three:
    Grundproblem einer spot drop Cover three ist 4 verticals bzw. eigentlich alle 2 seams concepte => Routenconcepte bei denen zwei Receiver tiefe go routes zwischen Safety und einem der CBS laufen. Im knallharten Spot dropping muss der Safety beide verteidigen in denen er in der Mitte bleibt – das funktioniert in der nfl nicht.
    Deshalb hat saban bei den Browns die Regel eingeführt, dass der underneath defender des slot receivers zwar normalerweise underneath in einer Flachen Zone spielt, wenn allerdings der Receiver eine Go Route läuft, dann geht er mit und covert ihn man to man. Ein Prinzip das vor über 20 Jahren entwickelt wurde aber noch heute in Alabamas rip/Liz coverage bestand hat.

    Beispiel zwei:
    TCUs Palms (oder sabans Banjo)
    Hier gibt es einen ganz simplen read auf den Slot Receiver: läuft der eine Route die bereits auf den ersten Metern nach außen abbiegt regiert der Cb. Der hat namlich den Vorteil, dass er bereits da steht wo die Route hingeht. Der Safety und der ursprüngliche Verteidiger des Slot Receivers teilen sich den wide out high low. Gehen die Routen von Slot und wide out allerdings beide tief, dann spielen beide quasi man coverage und bekommen Hilfe vom Safety (bzw. Bekommt nur der Verteidiger des slot Receivers Hilfe von ihm)
    Damit werden die Vorteile von Cover 4 und Cover 2 vereint: wenn tief attackiert wird stehen dort viele Verteidiger, wenn kurz attackiert wird dann eben da.

    Probleme stellen RPOs dar und qb scrambles (weil man Manipulieren kann wo die Verteidiger sich aufhalten) aber auch dafür gibt es Lösungen.

    P.S.: auch Pete Carolls Cover 3 hat einige Ideen der match coverage insofern die CBs nicht stumpf ins tiefe Drittel stoppen sondern erstmal underneath bleiben und nur tief verteidigen wenn auch ein Receiver dahin läuft.

  9. @alexanderbrink: vielen Dank für die ausführliche Erklärung, sehr geil!
    Macht natürlich keinen Sinn, einen Flecken Rasen zu decken, wenn kein WR dahin läuft.

    Bei mir im Amateur-Football-Bereich wird dieses Prinzip allerdings auch bei „simpler“ Zonecoverage verwendet – zwar weder standardisiert noch besonders konsequent. Es wird aber versucht, den Leuten zu erklären, dass man je nach gelaufenen Routen seine Zone in die Richtung anpasst, wo die Routen hingehen. Wenn also meine Zone nicht angelaufen wird, dann sollte ich mir „Arbeit suchen“. Das ist meistens dort der Fall, wo der nächstgelegene Receiver hin gelaufen ist. Natürlich darf das nicht erst passieren, wenn der Receiver weg ist, sondern schon während sich das Play entwickelt – ansonsten ist man viel zu spät dran.
    Ist allgemein ein heftig spannendes Thema, u.a. auch weil Kommunikation „on the fly“ und „Chemie“ zwischen den Deckungsspielern eine wichtige Rolle spielt 🙂

  10. Genau, diese ganz sture Spot dropping Zone coverage wird eigentlich kaum mehr gespielt, meistens shiftet/shufflet man mit den Receivern mit und übergibt sie von einer in die andere Zone.
    Pattern read geht oft noch einen Schritt weiter; die Stärken der Coverage werden an das pattern der Routen angepasst.

  11. Pingback: Coaching-Spotlight: Brandon Staley bei den Los Angeles Chargers | Sideline Reporter - Eier, wir brauchen Eier!

  12. Pingback: Pattern Match Coverage: Eine Einführung | Sideline Reporter - Eier, wir brauchen Eier!

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