Sofa-Quarterbacks – und kurzer Hintergrund zur Flagge gegen die Packers

Guten Morgen.

Ich hab gestern nicht bloß eine größere Recap zum Conference Championship geschrieben, sondern war auch bei den Sofa-Quarterbacks zu Gast um mit Günter Zapf und James Wiebe unter Anleitung von Nicolas Martin über das Trainerkarussell und die Halbfinals zu diskutieren.

Zu dieser sehr entspannten Folge geht es hier entlang.

Themen waren unter anderem:

  • „The Dude“ Dan Campbell in Detroit und warum seine Spreche 50 Jahre zu spät kommt
  • Das Desaster in Houston
  • Was die Packers alles falsch und die Tampa Bay Buccaneers / Bruce Arians alles richtig gemacht haben
  • Die Fieldgoal-Entscheidung der Packers
  • Die Flagge gegen die Packers
  • Wie ordnen wir Tom Bradys Superbowl #10 gegenüber „nur“ einer bei Aaron Rodgers und Drew Brees ein?
  • Tom Brady hat mehr als nur eine Hall of Fame Karriere hingelegt (weil es mehr als einen von ihm gibt? cc: James Wiebe)
  • Was die Bills alles falsch und die Chiefs alles richtig gemacht haben
  • Die Andy-Reid-Huldigung
  • Warum es gut ist, dass Teams immer mehr 4th Down Aggressivität an den Tag legen, und warum die Entwicklung noch lange nicht zu Ende ist
  • Mini-Mini-Superbowl-Vorausschau

Background zu Defensive Pass Interference in den Playoffs

Übrigens: Der Eindruck, dass in dieser Playoff-Saison kaum Flaggen für Defensive Pass Interference geworfen werden, täuscht nicht. Hat-Tip für Sebastian Carl (@mrcaseb) für die entsprechenden Zahlen – DPI in den Playoffs vor der Superbowl:

Playoffs  DPI
2010       13
2011        4
2012        9
2013        4
2014        8
2015       11
2016       10
2017       10
2018       12
2019       14
2020        3

Selbst vor zwei Jahren, in der Saison des „No Call“, gab es 12 DPI. In dieser Saison trotz zwei Spielen mehr, wurden genau drei DPI gepfiffen. Das ist schon extrem wenig. Natürlich gibt es DPI und DPI. Das was Kevin King gemacht war, war Kategorie Leiberl ausreißen. Ich kann mir weiterhin nicht ausmalen wie man die Flagge ernsthaft – egal welche Linie gefahren wurde– anprangern will.

10 Kommentare zu “Sofa-Quarterbacks – und kurzer Hintergrund zur Flagge gegen die Packers

  1. Alles braucht seine Scapegoat.

    Als McCarthy das NFC-CG 2015 vercoached hat, wurde die Schuld am Loss TE Brian Bostick zugeschoben, weil er den Onside-kick gebotched hat. Immer besser wenn man es dem „7. Zwerg von links“ gibt als dem HC.
    Hier isses halt die DPI und damit kann man von Packer-Seite die Schuld den Refs geben. Man muss es nicht mal wem in der eigenen Reihe umhängen.

  2. Mich nervt diese Refs Diskussion einfach schon wieder, auch als Packers Fan.
    Erstens kann (muss) man die Flagge durchaus geben, zweitens weiß man ohnehin nicht ob man ohne Flagge noch gewonnen hätte und drittens hatte man den Sieg doch mehrmals selbst in den Händen. 2 mal 3&out nach Interceptions ist einfach unverzeihlich und meiner Meinung nach klar der Grund für die Niederlage.
    Aber Hauptsache man hat jetzt wieder einen Sündenbock gefunden, wie euterpe schon sagt.

    @korsakoff
    Glaubst du dass an den Rodgers Gerüchten/Aussagen von wegen Trade auch nur irgend etwas dran sein könnte?

  3. @thompson: Ein Rodgers-Trade in der laufenden Saison ist meines Wissens nach kaum mit der Salary-Cap zu vereinbaren (31 Mio. Dead-Cap). Wenn sie das durchziehen, dann kannst du gleich einen ganzen Kaderumbau „mitnehmen“. Ich glaube nicht, dass Green Bay das will.

    Rodgers macht nie etwas ohne nachzudenken und er weiß, dass er 2021 praktisch nicht „trade-able“ ist, also gibt es meiner Meinung nach vor allem zwei denkbare Gründe für die Aussage:

    1. Rodgers will Druck aufbauen auf die Organisation, heuer endlich nach der vermurksten letzten Offseason die notwendigen Waffen zu beschaffen um nächstes Jahr noch besser anzugreifen
    2. Rodgers will mit der MVP-Saison im Rücken einen neuen Vertrag, der ihn auf Jahre in Green Bay unverkäuflich macht. Er ist meines Wissens nach nur mehr der 5t-teuerste QB nach APY.

    Das beißt sich natürlich beides mit dem Jordan-Love-Pick…

  4. Danke für die Einschätzungen, klingt nachvollziehbar.
    Ja, die letzte Offseason war einfach dermaßen absurd. Unglaublich…

  5. Wobei es Hoffnung geben sollte, dass die Packers sogar so gut wie ohne Verstärkung für 2020 ein so viel besseres Team gestellt haben.

    Die kolportierten Machtkämpfe zwischen Rodgers und LaFleur/Gutekunst haben sich zumindest in der Leistung nicht niedergeschlagen. Aber auf jeden Fall denkbar, dass sie jetzt wieder zum Thema werden, weil Rodgers jetzt in der Position ist den Spieß umzudrehen.

  6. Sehr gute Diskussion, aber hat Reid wirklich so viele Bolzen begangen? Der SB Drive gegen die Pats war wohl krass, aber wo hat Reid sonst noch so vercoacht dass seine Legacy um ein Haar deswegen angekratzt gewesen wäre?

  7. Eine andere interessante Option für die Packers wäre ein Trade von Jordan Love, so wie die Patriots es mit Garrapolo gemacht haben. Gerade bei der aktuellen hohen Anzahl an Teams die einen QB suchen, wäre es unter Umständen möglich einen Pick in der Range von 20-30 zu bekommen. Zur Not auch ein hoher 2nd Rounder.
    Damit könnte man die Baustelle Rodgers schließen.
    Zumal, was man als Packers Fan so hört, soll sich Love nicht unbedingt im Training aufdrängen und dass er die gesamte Saison nur 3rd Stringer war, erhöht nicht unbedingt seinen Trade wert. Auf jeden Fall muss sich das Front Office klar werden, dass sie mit dem Love Pick einen Fehler gemacht haben, da dieser 2-3 Jahre zu früh kam. Klar hat niemand unbedingt mit einer MVP Saison gerechnet, aber mir fehlt dieser Drang unbedingt einen SB holen zu wollen.
    Es wird auf jeden Fall einen spannende Offseason. Meiner Meinung nach hat Rodgers es verdient ihn jetzt nochmal mit allen möglichen Waffen zu unterstützen.
    Und Pettine raus zu schmeißen. Über den Playcall vor der Halbzeit wird leider viel zu wenig geredet. Das King nicht verlängert wird, ist nach dem Spiel eh klar.

  8. @FloBlogs:

    Ich halte die ganzen Beschwerden an Reids Game-Management für insgesamt übertrieben. Klar war nicht immer alles perfekt, aber

    Reid hat über die Jahre das eine oder andere Timeout zu viel bei eigenem Ballbesitz genommen um sich auf neue Spielsituationen einzustellen. Ich kritisiere das auch immer, aber hie und da ist es wohl auch notwendig.

    Dazu 1-2 Schlafwagendrives wie Anno 2005 in der Superbowl oder vor ein paar Jahren mit den Chiefs bei den Pats in den Playoffs gegen übermächtige Gegner.

    Ich denke vieles kommt von der Superbowl, von der Tatsache, dass Reid früh in der Karriere erfolgreich war aber die „ganz großen“ Spiele immer wieder verloren hat, und davon dass er einfach so lange im Business war. Da fokussiert man sich halt irgendwann darauf, warum dieser Super-Coach nicht endlich den Superbowl gewinnt.

    Hier ein paar Details zum ganzen.

    https://www.theringer.com/nfl/2020/1/10/21060074/andy-reid-clock-management-kansas-city-chiefs-divisional-round-houston-texans

    https://www.sbnation.com/nfl/2019/1/18/18185839/andy-reid-kansas-city-chiefs-clock-mismanagement-timeouts

  9. GZ hat im Podcast eine merkwürdige Meinung zum Packers-Coaching. Schlechteste Coaching Leistung des Jahres bei GB?
    Von jemandem, der regelmäßig bei DAZN kommentiert, würde ich mir schon mehr Kenntnis und Tiefgang wünschen. War auch nicht das erste Mal, dass er mit Oberflächlichkeiten auffällt. Wenn er es wenigstens begründen würde. Und warum halt der Moderator da nicht nach?
    Früher fand ich ihn hervorragend, jetzt aber vielleicht ähnlich aus der Zeit gefallen wie der von ihm angesprochene Jim Tomsula.
    Thomas und James fand ich hervorragend. Sehr unterhaltsam.

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