NFL Quarterback-Markt 2021: Matthew Stafford und Co.

In den letzten Tagen haben die Detroit Lions bekannt gegeben, dass man sich in der anstehenden Offseason einvernehmlich von QB Matthew Stafford trennen wird. Damit geht eine Ära in Detroit zu Ende. Lass uns auf ihn im Speziellen, aber auch den ganzen Quarterback-Markt von 2021 im Allgemeinen, blicken.

Stafford war 12 Jahre lang der Quarterback in Detroit, und auch wenn er letztlich nie das Versprechen eines #1 Picks erfüllte, so war er doch der Quarterback, der nach Jahren der totalen Misere Detroit wenigstens einigermaßen wettbewerbsfähig machte.

Über Staffords „Prospects“ scheiden sich die Geister. Die einen halten ihn für total überschätzt und das Synonym für „Quarterback-Fegfeuer“, in das man nicht tappen will. Die anderen glauben, dass er nach wie vor Elite-Potenzial hat, das bloß ein vernünftiger Offensive Coordinator ausschlachten muss.

Matthew Stafford in San Francisco?

Ich hab heute zum Aufwachen einen Podcast mit dem QB-Experten Seth Galina gehört, der über die Möglichkeit Matthew Stafford in San Francisco sprach – und es war ein ziemlich interessantes Gespräch.

Galina favorisiert die 49ers als nächste Station für Stafford – und zwar sowohl aus Spieler- als auch aus Team-Sicht. Stafford sei der ideale QB um die Probleme der 49ers-Offense zu beheben.

Der wichtigste Grund dafür liegt im Passing-Chart der Niners-Offense von 2019 und 2020, das ich einfach mal aus diesem sehr lesenswerten PFF-Analyseartikel klaue.

Von PFF.com

Alles fokussierte sich dort zuletzt auf die Targets in der Spielfeldmitte – und zwar nicht generell die Mitte, sondern vor allem zusammengepfercht wirklich die die kleine Zone zwischen den Hash-Marks, 12 bis 15 Yards downfield. So gut die Shanny-Offense trotzdem geklappt hat: Irgendwann checkt auch die letzte Defense was abgeht, und stellt diese Zonen zu, und dann braucht es einen Konter.

Den bot Jimmy Garoppolo nie.

Stafford dagegen hat in seiner Karriere schon alle Zonen am Feld attackiert und ist bei allen Flauseln ein ganz anders talentierter QB. Allein nach PFF-Charting zu gehen, hat Stafford siebenmal in den letzten zehn Jahren Garoppolos beste Saison (2019) übertrumpft. Peak Garoppolo ist in einem Vakuum also noch immer ein schwächerer QB als average Stafford.

Stafford ist mit bald 33 nicht mehr der Jüngste. Aber vier gute Jahre gehen sich noch aus. Shanahan hat in den letzten 2-3 Jahren eine Reputation als Kurzpass-Coach mit Fokus auf YAC bekommen – aber das wird ihm nicht gerecht. Er hat das System so spielen lassen, weil Garoppolo nicht mehr hergab. Shanahan ließ in Atlanta mit dem besten Quarterback, den er bislang hatte (Matt Ryan) eine Offense spielen, die alle Zonen am Feld attackierte, und das Resultat war die atemberaubendste „non Mahomes“ Offense, die ich in bald 20 Jahren NFL gesehen habe.

Galina beschreibt Stafford als einen QB, der gezügelt und in die richtigen Bahnen gelenkt werden muss – so wie 2019/20, als er neben dem Deep-Ball-Festival auch sehr geregelte Kurzpass-Offense spielte und zwischendurch immer wieder das nahm, was Defenses ihm anboten um die Drives am Leben zu erhalten. 2020 wurde Stafford dann wieder zu einer extremeren Version seiner selbst. Shanahans erwiesen QB-freundliches System bietet dem Quarterback aber alle Optionen um für jede Spielsituation Lösungen zu haben.

Die Niners haben vielleicht noch 1-2 Jahre Fenster durch ihre Defense. Stafford könnte die Offense nach der jüngsten Stagnation auf ein deutlich höheres Level hieven, die O-Line-Probleme besser kaschieren und damit auch etwas Defense-Regression abfangen.

Aus der Datenperspektive sieht Staffords Projection weit weniger euphorisch aus, wie der Artikel von Kevin Cole bei PFF zeigt. Ihn „systemunabhängig“ vom Scheme abgekoppelt als Top-10 QB zu bezeichnen, greift ziemlich sicher zu hoch. Demnach ist der Terminus „Coach Killer“ für Stafford gar nicht so falsch.

Quarterback-Basar 2021

Stafford ist der einzige Quarterback, bei dem es ziemliche Sicherheit ob seines Abgangs gibt, da er von Spieler- wie Teamseite bereits verkündet wurde. Aber darüber hinaus gibt es noch einen Haufen weiterer Namen, die momentan als wechselwillig bzw. auf dem Abstellgleis gehandelt werden.

Jason Fitzgerald hat bei OTC die möglichen Salary-Cap-Implikationen im Falle eines Trades oder von Entlassungen analysiert. Ich fasse hier mal grob zusammen.


Matthew Stafford / Lions. Seine Cap-Zahl für 2021 wäre 33 Mio. gewesen. Der Trade schreibt 19 Mio. Dead-Money gegen Detroits Salary-Cap an – eine Gesamtersparnis von 14 Mio. Stafford hat am 5ten Tag nach Start der Free Agency einen Roster-Bonus von 10 Mio., also ist von einem recht schnellen Trade auszugehen.

Für das abnehmende Team ist Stafford aus Cap-Sicht eher „billig“: 43 Mio über die letzten beiden Jahre des Vertrags. Das sind 21.5 Mio pro Jahr. Für einen guten QB ist das as cheap as it can get, wenn wir über non-Rookieverträge sprechen.

Die am ehesten gehandelten Destinationen für Stafford sind momentan neben San Francisco Denver und Indianapolis.


Jimmy Garoppolo / 49ers. 27 Mio. Cap-Zahl für 2021 bei den 49ers. Dank der Vertragsstruktur mit extrem wenigen „guarantees“ und dem für San Francisco typischen Front-Loading ist eine Entlassung JimmyGs quasi gratis: 2.8 Mio Dead-Money. Zweikommaacht!

Garoppolo hat eine No-Trade-Clause im Vertrag und ich kann mir nicht vorstellen, dass ein Team für ihn Picks abgeben wird – außer eben wegen der billigen Möglichkeit rauszukommen.


Deshaun Watson / Texans. Watson will offensichtlich um jeden Preis weg aus Houston. So ganz kann ich mir noch nicht vorstellen, dass die Texans das wirklich zulassen. Watson hat wie Garoppolo „no trade clause“ im Vertrag und muss der eventuellen neuen Destination zustimmen.

Die Cap-Implikationen wären folgende: 2021 Cap-Zahl = 16 Mio. Ein Trade würde dagegen 21.6 Mio gegen die Texans-Cap anschreiben und damit die Kosten für Watson um 5.6 Mio erhöhen, wenn er nicht mehr in Houston spielt.

Watson wäre für das abnehmende Team nicht nur sportlich extrem attraktiv, sondern auch finanziell. Weil die Texans einen fetten Teil vom Batzen des Gehalts bereits geschluckt haben, würde Watson für seine 5 Jahre verbleibenden Vertrag nur etwa 29 Mio/Jahr kosten. Bei momentan für Elite-QBs kolportierten 40 Mio/Jahr (Mahomes = 45 Mio/Jahr) ist das geradezu ein Schnäppchen.


Aaron Rodgers / Packers. Bei Rodgers ist völlig unklar, wie man seine Statements direkt im Anschluss an die Pleite im NFC-Finale deuten soll. In der Pat-McAfee-Show ist er bereits entspannt zurückgerudert, aber das tut den hübschen Spekulationen keinen Abbruch.

Rodgers ist 38. Seine Cap-Zahl für 2021 wäre 37 Mio. Wenn er getradet wird, schreiben die Packers 31 Mio. Dead-Cap für seinen Geist an. Nächstes Jahr wären es dagegen nur mehr 14 Mio Dead-Cap.

Das Team, das Rodgers 2021 abnimmt, kriegt ihn für unter 25 Mio/Jahr. Das ist Schnäppchen, aber gleichzeitig in etwa Kragweite der Verträge der letzten Jahre für die anderen Oldie-QBs à la Brady, Brees, Rivers.


Jared Goff / Rams. Rams-GM Les Snead warf gestern mit Statements nur so um sich und jedes einzelne muss Goff wie ein Schlag in die Magengrube vorgekommen sein:

Aber: Goffs Vertrag ist ziemlich gute Absicherung für den Spieler. Fast 35 Mio. Cap-Zahl für 2021 und mit 65 Mio. Dead-Cap ist er quasi nicht zu „cutten“, auch wenn diese Zahl mit der Post-June-1 Regel eventuell auf zwei Spielzeiten aufteilbar wäre.

Ein Trade ist wegen der Vertrags-Garantie-Strukturen deutlich billiger für die Rams: Etwa 22-24 Mio Dead-Cap, je nach Datum eines hypothetischen Trades. Das abnehmende Team würde Goff in etwa für 4 Jahre mit ca. 27 Mio/Jahr bekommen, bei 54 Mio. Guarantee.

Das wäre ein passabler Preis für einen guten QB, aber bei Goff ist wirklich die Frage ob man ihn als solchen bezeichnen kann. Wenn er schon im ultra-QB-freundlichen Rams-System nur unterdurchschnittlich performt, dann wehe er kommt zu einem ideenlosen OffCoord…


Carson Wentz / Eagles. Wentz wird fast sicher nicht getradet, nachdem die Eagles bereits seinentwegen Headcoach Doug Pederson über die Klinge springen haben lassen. Aber weil Wentz 2020 so desaströs performte, ganz kurz zu den Cap-Implikationen.

Seine feette Vertragsverlängerung, die er vor eineinhalb Jahren bekommen hat, beginnt erst jetzt. Er schreibt 2021 fast 35 Mio. gegen die Salary-Cap an. Ein schneller Trade bedeutet 34 Mio. Dead-Cap, ein Trade nach dem Stichtag seines Roster-Bonuses 44 Mio.

Ihn zu cutten ist mit 59 Mio. Dead-Cap völlig undenkbar.

Der Wentz-Vertrag wird für die Eagles zur Katastrophe, sollte er nach seiner desaströsen 2020-Saison nicht wieder einigermaßen zurück zu alter Form als mittelmäßiger bis guter NFL-QB finden.


Kirk Cousins / Vikings. Auch hier: Abgang unwahrscheinlich. 31 Mio Dead-Cap für 2021, 20 Mio. Dead-Cap bei Trade, also 11 Mio Ersparnis. Eine Entlassung ist mit 41 Mio Dead-Cap keine Option.

Der Quarterback-Markt 2021 wird heiß

Es wird auf jeden Fall eine heiße Quarterback-Offseason. Ich habe schon Spekulationen gesehen, die von nur 10 stabilen Quarterback-Situationen für 2021 ausgegangen sind, aber das halte ich für ziemlich übertrieben.

Zehn Teams werden 100%ig keinen Quarterbackwechsel vornehmen: Chiefs, Seahawks, Ravens, Bills, Browns, Titans, Bengals, Chargers, Cardinals – und wohl auch Buccaneers.

Fast sicher keinen QB-Wechsel gibt es bei den Giants (Dave-Gettleman-Treue zu „seinem“ Pick), Falcons (Arthur-Smith-Einstellung) und Eagles (Pederson musste für Wentz gehen). Kaum denkbar wegen der Vertragssituation auch bei den oben beschriebenen Fällen in Green Bay, Minnesota und wohl auch L.A. Rams.

Nur theoretisch spannend ist die Situation in Las Vegas und Dallas. Die Cowboys müssen fast mit Dak Prescott verlängern und bei Derek Carr haben die Raiders jahrelang keine Anzeichen für einen Wechsel gezeigt.

Sicher oder ziemlich sicher einen QB-Wechsel gibt es nur in Jacksonville, Detroit, Indianapolis und New Orleans – wenn Ben Roethlisberger aufhört, dann auch in Pittsburgh.

Möglich bei den NY Jets (Darnold vs. #2 Pick), Miami (Tua war als Rookie nicht überzeugend, Miami hat #3 Pick und eventuell die Möglichkeit für Watson zu traden) und Houston (wenn Watson sich wirklich nicht umstimmen lässt).

Bleiben die offenen Fälle Denver, Washington, Carolina, Chicago, San Francisco und natürlich auch New England.

33 Kommentare zu “NFL Quarterback-Markt 2021: Matthew Stafford und Co.

  1. Stafford unter Brady in Carolina klingt doch ganz sexy 😉
    Habe gerade noch mal bei Andrew Brandt reingehört, der hält einen Watson Abgang für sehr unwahrscheinlich, wobei ich seine Argumentation nicht so ganz nachvollziehen kann. Es hängt am Ende sehr an der Interpretation von Watsons Vertragsabschluss- war zu dem Zeitpunkt noch alles in Ordnung und diente der schon der Vorbereitung einer besseren Verhandlungsposition…

  2. Also von den genannten QBs ist neben Stafford maximal noch Jimmy-G und wenn er wirklich erzwingt Watson denkbar. Bei Rodgers kann man sich die Diskussion schenken, weil die Packers ihn mit den Zahlen nie gehen lassen.

    Wentz und Goff sind nicht cuttable und niemand tradet für die Contracts. Cousins auch never, da werden viele Teams ohne zufriedenstellende Lösung ins nächste Jahr gehen.

    Wenn die QB Class wirklich so gut ist wie sie jetzt gemacht wird, dann sehe ich keine Chance, daß weniger als 4 in den Top 10 gehen, da werden die Niners nicht um einen Up Trade hinkommen, also ist Stafford vielleicht die einzige bezahlbare Lösung.

    Macht auch mehr Sinn als Indy & Denver, denn in die AFC willst du mit Mahomes nicht gehen.

  3. @alexanderbrink: Wobei ich persönlich Watsons Vertragsverlängerung im Sommer schon einigermaßen überrascht aufgenommen hatte, da die Situation schon damals nahe untragbar war.

    Ich als Franchise-QB hätte spätestens mit dem Hopkins-Verkauf auf Abgang gedrängt bzw. nicht verlängert.

    Aber wahrscheinlich war die finanzielle Sicherheit wichtiger (verständlich). Ohne Unterschrift wäre Watson schlimmstenfalls auf ein paar Jahre Franchise Tag year-to-year angewiesen gewesen.

  4. Noch ist nicht alles verloren: Account kann dem Vernehmen nach nicht mehr als deaktiviert werden. Er wenn man sich 30 Tage nicht mehr einloggt, wird er endgültig gelöscht.

    Und weil wir eh alle süchtig nach Twitter sind, fühlen sich 3 Tage wie 30 an 🙂

  5. Thx!

    Hast du die Diskussion mitbekommen? Gott sei Dank bin ich meistens nur auf diesem Blog unterwegs, Twitter hält ja kein Mensch auf Dauer aus 😀

  6. Gibt wesentlich schlimmere Diskussionen, in der angesprochenen wurde einfach wie so oft völlig aneinander vorbeigeredet. Also eher: Twitter galore 😀

  7. Twitter halt… differenzierte Diskussionen sind dort einfach fast nicht möglich.
    Obwohl ich Moo’s Argumente durchaus nachvollziehen kann und ich verstehen kann, wenn man als Entwickler der Modelle genervt ist, immer wieder dieselbe Kritik zu hören, die man mit einer genaueren Auseinandersetzung mit der Thematik meist auflösen könnte.

  8. Das ganze Argument ist letztlich ein Kampf gegen den Strohmann, denn niemand in der Analytics-Community behauptet, dass das Modell absolut ist.

    Jedes Modell ist Vereinfachung und daher als „Entscheidungshilfe“ zu verstehen und nicht als Weisheit letzter Schluss.

    Aber das verstehen nicht alle.

  9. Erstens das, also dieser vermeintliche Absolutheitsanspruch (der nicht existiert wie du richtig sagst) und zweitens, die Thematik, welche Parameter jetzt in den Modellen berücksichtigt werden. Wenn man sich damit nur etwas detaillierter auseinandersetzen würde, würde man eben sofort erkennen, dass eine Menge Parameter (QB, gegnerische Defense Performance usw.) natürlich im Modell abgebildet sind.
    Vielleicht tut man sich einfach wirklich um so viel schwerer solche Sachen (wie generell Wahrscheinlichkeiten, (relevante) Korrelationen, …) zu verstehen, wenn man überhaupt keinen beruflichen Hintergrund in diese Richtung oder dergleichen hat. Das mag schon sein.

  10. Kurze Gedanke noch: Mit der generellen Art der Analytics Community auf Twitter muss man natürlich umgehen können. Die ist teilweise etwas.. gewöhnungsbedürftig. Da habe ich auch ein Zeit lang gebraucht bis ich das alles richtig verstanden und aufgefasst habe 😉

  11. Ich verstehe gianni sowieso nicht, seine Einschätzung zu den Modellen war ungenau bis falsch, Moo klärt als Experte auf und dann wird es sofort persönlich… gianni ist eigentlich ein guter Follow aber an der Analytics Stelle völlig blind als hätte die NFL sich ganz von allein zu mehr 4D Aggression bewegt ohne Analytics usw.

    Ich erinner mich noch an die Zeit vor 5 Jahren wo du alleiniger Rufer für häufigeres Ausspielen warst, jetzt sinds plötzliche alle völlig unabhängig von den eh nicht brauchbaren Modellen weil sie nicht beachten dass der sechste Backup grad drin ist und der Wind von rechts nach links weht.

    Der Trumpism Tweet war hart aber nicht so falsch, beharren auf dem eigenen Standpunkt egal wie daneben er sein mag und gegen alle Daten. Analytics ist wenigstens bereit sich selbst immer wieder zu hinterfragen.

  12. @thompson: Die Analytics-Community ist natürlich sehr davon überzeugt, dass sie auf dem richtigen Trip ist 🙂 und 20% der Tweets sind bewusst überspitzt bis reine Ironie – eben weil der Backlash eben immer wieder den alten Talk und die immergleichen Argumente bringen.

    Man muss sich immer bewusst sein: Analytics arbeitet dran, Optimierungspotenziale zu finden. Das führt zwangsläufig dazu, dass das Geschehen am Feld tendenziell negativ wegkommt. Ist ja in jeder Prozessverbesserungsarbeit nicht anders.

    Und dann fallen die Reaktionen auf den 1000ten uninformierten Einwand halt eben entsprechend aus, grad auf 280 Zeichen Twitter.

  13. @FloBlogs: Wie gesagt. Kampf gegen den Strohmann, da sich die entsprechenden Leute in der Community sehr wohl um die Limitierungen bewusst sind. Jedes Modell ist eine Vereinfachung.

    Aber trotzdem sind Modelle hilfreich in der Entscheidungsfindung. Wenn sie gut gemacht sind. Wenn ein simplifiziertes Modell wie der Baldwin-Bot ausreichend akkurat ist um im Wesentlichen das abzubilden was PFF mit mehr Dimensionen und viel mehr eingespeisten Datensätzen, dann so what. Kannst es verwenden.

    Ich versuch z.B. dabei immer Kontext anzuwenden wie letztens erst beim 4th Down Fieldgoal der Packers ganz am Ende. Hätte ich auch so gemacht wie LaFleur. Das Modell hat es minimal anders gesehen.

    Es gibt BTW auch schlechte Modelle. Das EDJ Sports Modell zum Beispiel ist kein gutes.

  14. Zurück zum Artikel 🙂

    Warum sind die Dead Cap Unterschiede zwischen Cut und Trade so groß und wieso kostet Watson nur 29M wenn im Sommer noch von einem 40M Contract gesprochen wurde?

    Bitte um Aufklärung, danke

  15. Hab die Diskussion mitbekommen und Weckwerth steigt nicht gut aus. kritik von mangelhafter Bereitschaft zur Diskussion und Scheuklappen in seinem ellenlangen Blog und verweigert genau das, als ein fairer Einwand zu seinen Einlässen kommt.
    Aber die die die Wahrheit gepachtet haben, sind immer andere.
    Danke übrigens an die angenehme Kommentar Section hier 🙂 Ich weiß das schreiben hier viele. Im Vergleich zu Twitter kann man es nochmal hervorheben 🙂

    Zum Artikel: Die Rams können Goff nicht gehen lassen. Das wäre zu teuer und es gibt keine Alternative. Snead und McVay sind auf Gedeih und Verderb Goff ausgeliefert. Ich würde einen midround oder lateround Pick in einen developmental QB investieren, vielleicht landet man ja einen Treffer aber sonst sehe ich nicht wie man aus der Misere rauskommt.
    Wenn jetzt auch noch die Defense ohne Staley wieder abfällt dann gute Nacht Rams 2021.

  16. @Sam: You lucky day – genau zu dem Thema hatte ich vor drei Jahren mal einen Artikel geschrieben:

    https://sidelinereporter.wordpress.com/2018/08/03/zahlendreher-welchen-unterschied-gibt-es-zwischen-trade-und-entlassung-bei-dead-money/

    Immer merken: Der Spieler kriegt seine „fully guarantees“. Beim Cut muss das entlassende Team sie zahlen. Bei einem Trade können Teile davon vom abnehmenden übernommen werden (z.B. Roster Boni und garantierte Fixgehälter, aber nicht der Signing-Bonus, der bereits ganz am Anfang ausbezahlt wird).

    Früher haben Teams hohe Signing Boni ausgestellt, aber davon geht man immer mehr ab, weil man mit rollierenden Guarantees und Roster Boni eben das Risiko deckeln und u.U. bei Trades auf andere Teams ableiten kann.

  17. Als die 49ers damals Garoppolo-gespräche mit New England hatten, stand wohl auch kurzzeitig im Raum, ob nicht Brady nach SF gehen sollte.
    Wenn man das jetzt im Rückblick sieht: Das aktuelle 49ers-roster mit Brady als QB? Das wäre sehenswert. Die 49ers-Veranwortlichen dürften gerade schlecht schlafen, wenn sie sehen, wie es in Tampa läuft.

    In Boston sollten sie statt in QB lieber in WR investieren. Wenn selbst Tom Brady mit dem Personal hadert, dann dürfte ein anderer QB nicht die Lösung sein.

    Gilt übrigens auch für f***ing Green Bay. Analytics hin oder her: Wenn Du Aaron Rodgers hast, dann draftest Du nicht best value sondern Personal, das Aaron hilft die Lombardi-trophy zu holen. Green Bay könnte im SB stehen, wenn man nicht gesagt hätte: „Es ist ein hervorragender WR-jahrgang. Und wir brauchen dringend WR. Aber draften wir doch einen QB um unseren sensiblen Superstar-QB zu ärgern.“
    Damn. Ich würde es GB echt gönnen, aber sie müssen sich ja wirklich dauernd selbst ins Knie schießen.

  18. @Rams: McVay ist sicherlich nicht auf Gedeih und Verderb an Goff gebunden. Als er kam war Goff schon da, und McVay hat seine erfolgreiche Arbeit eher trotz Goff, nicht wegen einer Leistungsexplosion bei ihm gemacht. Dazu kommt der richtige Riecher beim DC Wechsel… Das Problem hat eher GM Snead, der den Pick und den Vertrag zu verantworten hat.

    McVay würde im Falle einer Entlassung wie Bellicheck, Reid, Harbaugh und Peyton sofort wieder einen Job finden.

    PS: die Autokorrektur macht aus Goff gerne Gott. Damit liest sich der Post auch ganz unterhaltsam 😀

  19. Für Las Vegas wäre es laut Overthecap recht günstig Carr heuer los zu werden mit nur 2,5 Mio Dead Money. Aber Las Vegas hat weder den Cap Space groß am FA Markt aktiv zu werden noch groß Trade Capital um im Draft nach oben zu klettern wenn man nicht wieder mal Haus und Hof verkauft und dafür ist Carr dann aus meiner Sicht als klassisches QB Fegefeuer zu wenig schlecht. Ich denke aber auch wie du es in einem Beitrag rund um die Einstellung von Gruden geschrieben hast, dass in den nächsten Saisonen Carr zum Sündenbock werden wird und ihn Gruden los werden muss als Argumentation warum wieder nix aus der Saison wurde.

  20. Ja, das war immer das Risiko bei solchen ewigen Verträgen mit unendlichem Zeithorizont, dass die Resultate auf den St. Nimmerleinstag verschoben werden mit immer neuen Sündenböcken.

  21. Das hat Houston bzw. McNair mal so richtig verbockt. Da helfen dann auch keine halbgaren Entschuldigungen mehr….

  22. Pingback: Houston Texans: Head Coach rein, Quarterback raus | Sideline Reporter - Eier, wir brauchen Eier!

  23. Vanzetti lässt Dich schon auch spüren wer was von der Materie versteht und wer ihm besser zuhört 😉 Da schenkt sich keiner was.
    Der letzte Kommentar auf seinem Blog sprengt so wieso alles ’schade man könnte aus den Daten so viel sinnvolles anstellen‘ LOLOLOL gegen PFF Riske Das ist einfach nicht mehr Ernst zunehmen!

  24. Pingback: Der erste NFL-Blockbuster Trade 2021: Matthew Stafford zu den Los Angeles Rams | Sideline Reporter - Eier, wir brauchen Eier!

  25. Gerüchte um den Trade von Carson Wentz nehmen mächtig Fahrt auf – ein Tweet von Adam Schefter/Chris Mortensen kommt einer Bestätigung gleich.

    Bleibt die Frage wie das ins Bild von der Doug-Pederson-Trennung pass.

  26. Vielleicht hat man das Narrativ absichtlich gestreut, als die Pederson-Trennung klar wurde, um eine bessere Verhandlungsposition zu haben. Würde ich Roseman zutrauen, denn doof ist der ja bei weitem nicht.

  27. Ja, ist denkbar.

    Auch, dass die Eagles eventuell unterschätzt haben, wie viel Gift Wentz für die Trainersuche war.

    Oder Roseman wollte einfach wirklich bloß einen Headcoach, den er kontrollieren kann ohne selbst bald in die Schusslinie zu geraten.

  28. Pingback: Willkommen zum Superbowl-Sonntag 2021 | Sideline Reporter - Eier, wir brauchen Eier!

  29. Pingback: NFL Offseason Ausblick 2021: NFC West (Teil 2) | Sideline Reporter - Eier, wir brauchen Eier!

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

Verbinde mit %s

Diese Seite verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden..