Die Coaches von Superbowl 2021

Wir haben in den letzten Tagen über die wichtigsten Spielerfiguren der Kansas City Chiefs und Tampa Bay Buccaneers in Superbowl LV gelernt – und die wesentlichen taktischen Details besprochen und verlinkt. Lass uns heute auf die Personen blicken, die am Seitenrand stehen – hinter Maske und Visor versteckt, mit einem Headset und dickem Play-Sheet in der Hand: Die Coaches.

Bruce Arians (68) gegen Andy Reid (62) ist das älteste Coaching-Matchup der Superbowl-Geschichte, auch wenn man es diesen beiden entspannten Altherren gar nicht ansehen möchte. Arians kann sogar den Rekord für den ältesten Superbowl-Champion knacken.

Eine Kuriosität unter den Coaches dieser Super Bowl ist der „Offensiv-Berater“ der Buccs, Tom Moore. Der ist satte 82 (!) Jahre alt. Moore ist landesweit bekannt geworden als grimmiger Offensive Coordinator von Peyton Manning in Indianapolis (QB-Coach damals anfangs: Bruce Arians). Er hat vor 41 Jahren seinen ersten von insgesamt drei Ringen gewonnen. Morgen kann es Nummer 4 werden.

Ein anderer Coach steht seit heute Nacht wegen völlig anderer Schlagzeilen im Brennpunkt: Brett Reid, Andy Sohn und Linebacker-Coach, hat offenbar alkoholisiert einen schweren Autounfall verursacht, bei dem Kinder zu Schaden gekommen sind; mindestens eins von ihnen soll zur Zeit in kritischem Zustand sein.

Doch so tief wollen und können wir gar nicht gehen. Ich beschränke mich in dem Eintrag auf die beiden Headcoaches und die vier Coordinators. Drei von denen sind übrigens Schwarze.

Andy Reid

Headcoach Chiefs

Über Cheeseburger-Liebhaber Andy Reid ist in den letzten zwei Jahrzehnten so viel geschrieben worden, dass es überflüssig all die Worte zu wiederholen. Lass mich an dieser Stelle noch einmal bildlich darstellen, wie weit der Pass-First-Coach Reid der Konkurrenz schon immer voraus war – hier die Passing-Rates seiner Eagles-Teams (Daten ab 2002) und seiner Chiefs-Teams in spielneutralen Early-Downs:

Vor einem Jahr hat Andy Reid, dieser früher oft als Schönwettercoach verspottete Pionier, endlich seinen überfälligen ersten Superbowl-Ring geholt. Mit einem zweiten Ring z.B. schon morgen durch einen Sieg über Tampa Bay würde er quasi per sofort in den Pantheon der Allzeitgrößen aufsteigen – Riege Vince Lombardi, Chuck Noll, Bill Walsh, Joe Gibbs, Don Shula, Bill Belichick.

Seinem zeitgenössischen ewigen Rivalen Belichick, einem Buddy Reids, hätte er vor allem voraus, dass Reid die Liga gerade in den letzten Jahren wesentlich mehr durch seinen weitreichenden Coaching-Tree geprägt hat als Belichick, dessen Ideen oft kopiert, aber nie annähernd erreicht wurden.

Reid hat zwar weniger Titel als Belichick, aber seine mittlerweile auch schon über 20-jährige erfolgreiche Zeit als Headcoach hat auch gezeigt wie innovativ, anpassungs- und lernfähig Reid ist. Du bleibst nicht so lange oben, wenn du dich nicht ständig weiterentwickelst, als Play-Caller und Play-Designer.

Ich fand das halbstündige Segment im Athletics-Podcast von Robert Mays mit dem langjährigen Andy-Reid-Assistent und -Freund Brad Childress sehr aufschlussreich (nebenbei bemerkt: Childress kam dabei sehr eloquent rüber, ganz anders als zu seiner Chefcoach-Zeit in Minnesota, wo er ein Autistendasein gerade gegenüber den Medien pflegte).

Childress porträtiert Reid als kompletten Football-Maniac. Pass-First war schon immer seine Mentalität, gegen alle Kritiker. Reid hat ausgehend von seiner Pass-First-Prämisse stets versucht, das Passing-Game zu verbessern, verfeinern, neue Tendenzen einzubauen wo immer es ging.

Childress kehrte 2013 zu Beginn von Reids Zeit in K.C. in dessen Trainerstab zurück – Stellenbeschreibung: „Spread Analyst“ – Analyse der College-Offenses. Reid hatte nie Angst vor externen Einflüssen. Er holte sich Ratschläge vom Pistol-Pionier Chris Ault, aber auch vom eigenen Quarterback in Alex Smith. Manchmal zogen sie Ideen auch ganz billig – Livefootball im Hotelzimmer schauend, als Colleges Shovel-Pässe spielten. Die Anschlussfrage kam sofort: „Wie können wir das bei uns erfolgreich einbauen?“

Reid war nach seiner Zeit in Philadelphia komplett ausgebrannt, auch weil er über die Zeit viele Aufgaben ansammelte, die ihn wenig interessierten (z.B. war er tiefer drin im Kadermanagement). In Kansas City wirkte er von Tag 1 an wie neu geboren – er konnte sich wieder nur um das kümmern, was ihm gefällt: Coaching. Bis heute hat Read alle Offensive-Installments bei den Chiefs eigenhändig gemacht.

Childress wie Reid sind überzeugt – „du brauchst nicht viel und auch kein gutes Run-Game, damit der Play-Action-Fake funktioniert“. (Childress sagt es im Podcast selbst.) Reid hatte immer mit die höchsten Play-Action-Raten, obwohl er vergleichsweise selten laufen ließ.

Auch das Thema Mahomes zeigt Reid ganz gut wie er ist: Die Konkurrenz sah Limitierungen. Reid sah Möglichkeiten.

Andy Reid hat Ecken und Kanten, aber er hat sich nie verbiegen lassen. Er hat schwarze Stunden und schwere persönliche Rückschläge wie den Drogentod eines seiner Söhne hinnehmen müssen. Er hat bitterste Niederlagen und unfaire Kritik als Headcoach erlebt. Er ist immer wieder aufgestanden und hat seinen Weg – den richtigen Weg – durchgezogen. Jetzt gilt es, das Fenster mit Mahomes so optimal wie möglich auszuschlaten.

Eric Bienemy

Offensive Coordinator Chiefs

Bienemy ist Andy Reids jüngster Offensive Coordinator in Kansas City und er gilt als sehr guter Kommunikator mit heißen Draht zu seinen Spielern, doch im Gegensatz zu seinen Vorgängern Doug Pederson und Matt Nagy hat Bienemy bis heute noch keinen Cheftrainerposten in der NFL angeboten bekommen. Die einfache Erklärung wäre, dass Bienemy schwarz ist.

Doch ob das tatsächlich schon die ganze Erklärung ist oder ob die Hautfarbenkeule bei Bienemy tatsächlich überzogen ist, lässt sich aus der Ferne nicht klären.

Ein Punkt ist: Bienemy werden medial immer wieder Dinge angekreidet, die bei anderen Coaches irrelevant sind. Miese Vorstellungsgespräche? Dann schau dir die Opening-PK vom neuen Eagles-Coach an. Belästigungsvorwürfe 25 Jahre in der Vergangenheit? Bei Matt Patricia null problemo.

Doch es gibt auch konkrete, am Fachlichen festzumachende Vorbehalte gegenüber Bienemy, die es zu beachten gilt: Anders als seine Vorgänger hat Bienemy nie eine Offense ohne Patrick Mahomes callen müssen – und einfacher als mit Mahomes wird der Job nie mehr. Und wie wir eben gelesen haben, schwebt Andy Reids Schatten nach wie vor über allem, was Offense in Kansas City angeht.

Bienemy ist der Play-Caller, und der Job, den er macht, ist ein offensichtlich guter. Doch nachdem selbst wiederkehrende lautstarke Lobeshymnen eines Andy Reid nicht ausreichten um Bienemy als Headcoach unterzubringen, ist mein Take der gleiche wie vor dem Coaching-Hire-Cycle 2021: Bienemy sollte zu einem Team mit defensivem Headcoach wechseln, mit alleiniger Verantwortung über die Offense, damit es dann keine Zweifel mehr ob seines Impacts auf die Offense gibt.

Steve Spagnuolo

Defensive Coordinator Chiefs

Seine Headcoach-Erfahrung hat Steve Spagnuolo bereits hinter sich – und sie war keine allzu erfolgreiche: In drei Jahren bei den Rams ging er 10-38. Geprägt war die Zeit von absurder offensiver Inkompetenz (abgeschlagen #32 nach EPA/Play in diesem Zeitraum) – doch auch die Defense als Spags‘ expert zone war als #26 nicht weit vom Bodensatz.

Im Hause korsakoff war Spagnuolo, der Architekt vom grandiosesten Superbowl-Upset unserer Zeit, 2008 gegen die ungeschlagenen Patriots, als Kaiser ohne Kleider enttarnt. Ich hielt Spags für ausgeguckt, primär das Produkt von Justin Tuck, Osi Umenyiora und Michael Strahan, die die Patriots-Offense-Line in jenem Spiel der Spiele zerbröselten und die beste Offense aller Zeiten bei 14 Punkten hielten.

Doch in den letzten zwei Jahren hat sich Spagnuolo rehabilitiert. Seit er 2019 als DefCoord bei seinem einstigen Förderer Andy Reid übernommen hat, ist die Chiefs-Defense ziemlich gut gefixt.

Spagnuolo spielt eine ganz eigene Form von „Matchup-Defense“, trotz relativ unbekanntem Linebacker- und Secondary-Personal flexibel genug um sich an verschiedenste Gegner anzupassen und deren Stärken im Passing-Game gut genug zu limitieren um die eigene Offense zu komplimentieren.

Plötzlich sieht auch Spags‘ Superbowl-Gameplan von 2008 in einem neuen Licht erstaunlich variabel aus:

Spagnuolo spielt mit den Chiefs so viel disguise-Coverage wie wenige andere Coordinators. Seine Blitz-Rate ist hoch, aber trotzdem wohl dosiert und punktuell erdrückend (z.B. bringt er häufiger als andere DCs all-out blitzes mit 6+ Mann). Das Produkt am Feld ist zwar längst nicht Elite – aber es ist mit nur drei richtig teuren Spielern wesentlich besser als die Summe der Einzelteile. Das reicht unter den Rahmenbedingungen in Kansas City völlig aus.

Dass Spagnuolo mit mittlerweile 61 Lenzen sich noch einmal in ein Abenteuer als Headcoach wagt, gilt als eher unwahrscheinlich – so er überhaupt noch einmal Angebote dafür bekommt. Doch im Leben weiß man nie – das hat zum Beispiel unser nächster Coach in der Aufstellung bewiesen. Vielleicht ist es am besten, wenn er weiter das macht was ihm jetzt so gut gelingt: Mahomes mit ausreichend vielen Defensive Stops den Rücken freihalten.

Bruce Arians

Headcoach Buccaneers

Das ist Bruce Arians, einer derjenigen NFL-Headcoaches, mit denen ich mich abends in ein Irish-Pub setzen würde um bei einigen kühlen Guinness über Football, Gott und die Welt zu plaudern.

Arians hat keinen typischen Coach-Weg hinter sich. Er war jahrzehntelang Positionscoach und Offensive Coordinator ehe er erst mit 60 Jahren seinen ersten Cheftrainerposten in der NFL bekam – so spät wie zum damaligen Zeitpunkt nie jemand zuvor (David Culley hat ihn heuer überholt).

Arians war damals, Anfang 2013 bei den Arizona Cardinals, auch kein „logischer“ Kandidat gewesen. Mehr oder weniger zufällig war Arians im Lauf der 2012er Saison interimistisch zum Cheftrainersessel gekommen, als der damalige Colts-Headcoach Chuck Pagano wochenlang mit Leukämie ausfiel. Arians übernahm, führte den jungen Colts-Laden mit Rookie-QB Andrew Luck überraschend in die Playoffs und öffnete einigen in der NFL die Augen: Dieser rundliche alte Mann taugt ja doch für höchste Aufgaben!

Arians hatte in Arizona teilweise absurdes Quarterbacking, doch zwischen all der Misere schaffte er mit Carson Palmer im Jahr 2015/16 fast die Qualifikation für die Superbowl; erst im Semifinale war Endstation. Nach seinem Rücktritt kehrte er vor zwei Jahren noch einmal aus der Rente zurück um in Tampa einen jungen, aufstrebenden Kader zu übernehmen, der jahrelang von rückständigem Coaching zurückgehalten wurde.

Arians war zuvor Peyton Mannings Quarterbacks-Coach in dessen ersten Jahren in der NFL gewesen. Später dann Pittsburghs Offensive Coordinator nach Ben Roethlisbergers Motorradunfall (u.a. mit zwei Superbowl-Teilnahmen und einem Ring). Nach der Entlassung bei den Steelers Ende 2011 ging er zurück zu den Colts – als Andrew Lucks erster NFL-OffCoord, und eben schnell auch Headcoach.

Arians‘ Motto lautet: „No risk it, no biscuit”. Und mit dieser Art, ultraaggressive Offense mit extrem vielen tiefen Routen zu laufen, passt er wie Faust aufs Auge auf den Kader der Buccs, der starke Offense Line und starke Receiver kombiniert.

Die Offense ist nicht einfach für Quarterbacks zu spielen, weil sie wenige kurze Checkdowns anbietet. Aber für Liebhaber des tiefen Balls ist sie ein Traum. Schon Jameis Winston bewegte im ersten Jahr die Ketten – warf allerdings auch die berühmten 30 Interceptions und wurde von Arians schnell aufs Abstellgleis verfrachtet.

Unter Tom Brady trägt die Offense noch immer Arians‘ Handschrift – allerdings, wie Timo Riske bei PFF brillant herausarbeitete, in wesentlich abgeschwächter Form im Vergleich zu den Arians‘ vorangegangenen Colts/Cardinals/Buccs-Offenses:

  • Expected Route-Depth von 10.5 Yards (98tes Perzentil) runter auf 9.5 Yards pro Route (71tes Perzentil)
  • Über die Saison deutlich weniger tiefe Routen: 29% Go/Post/Corner Routes in der ersten Saisonhälfte (#1 der NFL) runter auf 25% seit der Bye Week (#16)

Arians hat auf diesem Blog immer mal wieder sein Fett weggekriegt. Ständige 1st Down Runs im Glauben damit den Gegner mürbe zu laufen, niedrige Play-Action Quoten, zögerliches Einbauen von Motion-Elementen, konservatives 4th Down Coaching.

Doch es lässt sich nicht abstreiten, dass Arians einige seiner Prinzipien im Lauf der Saison angepasst hat – kleine Tweaks, mehr Stacks, mehr Motions, mehr Crossing Routes – und sein ultrafetter 4th-Down-Call vor der Halbzeit gegen die Packers brachte sogar den Superbowl-Einzug.

Doch Arians‘ Adaptivität auf seine alten Tage ist längst nicht seine einzige Handschrift, die er in diesen letzten Jahren in der NFL hinterlassen hat. Viel wichtiger auch für die längerfristige Zukunft der NFL ist auch seine Offenheit in der Besetzung seines Trainerstabs.

Arians hat nicht nur einen, sondern gleich zwei schwarze Coordinators – und beide verkauft Arians offensiv als angehende Headcoach-Kandidaten:

  • OffCoord Byron Leftwich
  • DefCoord Todd Bowles

Noch cooler: Arians hat sogar mehrere Frauen im Trainerstab – Positionscoaches und Analystinnen. Dieser Clip aus der letzten Saison zum Thema ist fantastisch – „Sind sie qualifiziert? Absolut ja!! Viele meiner Spieler wurden von Single Moms aufgezogen, sie fühlen sich von unseren Frauen angesprochen“:

Arians ist ein Beispiel dafür, dass nicht immer die neuen heißen Coordinators mit dem geilsten Scheme die besten Headcoach-Kandidaten sein müssen. Es können auch die alten Recken sein, selbst wenn sie jahrzehntelang nicht als „Headcoach-Material“ galten oder ihnen durch sonstige weirde Umstände und unglückliches Timing die ganz große Aufgabe verwehrt blieb.

Arians gilt als blue collar guy. Er sagt, was er denkt. Hört man sich in der NFL-Community um, so gibt es kaum jemanden, der Arians nicht von Herzen nun auch den Superbowl-Triumph gönnen würden. Er wäre mit 68 Lenzen der älteste Superbowl-Champion ever.

Byron Leftwich

Offensive Coordinator Buccaneers

Dass Arians überhaupt noch einmal aus dem Ruhestand in eine Cheftrainer-Rolle zurückkehrte, war für viele eine Überraschung. Glaubt man diesem ESPN-Profil, so war die Möglichkeit, Byron Leftwich als seinen Offensive Playcaller zu installieren, der vielleicht entscheidendste Grund für den Rücktritt vom Rücktritt.

Was Arians ist Leftwich sieht, ist zugegeben nicht immer ganz klar. Leftwich war einst ein hoch gedrafteter Quarterback bei den Jacksonville Jaguars – ein QB vom Schlag, der heute fast nicht mehr existiert: Immobil ein Betonklotz, aber ein Wurfarm vor dem Herrn. Leftwichs Würfe kannten nur eine Geschwindigkeit: Voll Pulle.

Leftwich war nach 3-4 Jahren raus aus der Stammformation, tingelte danach noch jahrelang als Backup und third stringer durch die NFL, ehe er nach Jahre fern der Bildfläche bei Arians einen Posten als QB-Coach bekam.

Leftwich ist ein Coordinator vom Schlag „you have to establish the to set up play-action”. Wenig an seinem bisherigen CV lässt vermuten, dass er wirklich „high end“-Coordinator Material ist (ein Josh Rosen wurde unter ihm als Interims-OC in Arizona eher schlechter als besser, Winston hatte massive Probleme, mit Brady holperte es wochenlang ehe doch noch Adjustments kamen).

Doch Arians liebt Leftwich – rein platonisch natürlich. Etwas muss also dran sein, nur sehen wir es noch nicht.

Todd Bowles

Defensive Coordinator Buccaneers

Auch Bowles ist einer von Arians‘ Man-Crushes. Schon in Arizona verschaffte er Bowles einen DefCoord-Posten, und als Bowles nach seiner Entlassung als Headcoach der Jets frei wurde, lotste Arians ihn schnell zurück in seinen Staff.

Bowles‘ Headcoach-Record in New York war mit 24-40 natürlich brutal, aber ohne Franchise-QB war Gang Green auch ein übel schwieriges Pflaster. Als Defensive Coordinator hatte Bowles in vier Spielzeiten in der Verantwortung praktisch immer großen Erfolg:

Bowles ist als früherer Defensive Back (gewann mit den Redskins sogar einen Superbowl) und langjähriger Secondary-Coach ein Mann, der um den Wert von exzellenter Coverage weiß. Pressure generiert er am liebsten in Form von Blitz-Paketen – er gehörte grad in der aktuellen Saison mit über 40% Blitz-Rate mal wieder zu den aggressivsten Coordinators. „No risk it, no biscuit” – ganz nach dem Motto seines Chefs.

Am Sonntag könnte diese Taktik aber gegen den notorischen Blitz-Killer Mahomes nach hinten losgehen. Es gilt also kreativ zu werden und neue Wege zu beschreiten. Ob die Buccs tatsächlich die Super Bowl gewinnen können, wird auch daran liegen ob Todd „Super Bowles“ sein kann.

Ein solcher Coup täte natürlich ganz gut für eine etwaige Rückkehr auf einen Cheftrainerposten in der NFL. Niemand bestreitet, dass Bowles fantastisches Defense-Wissen hat – doch er muss beweisen, auch an Offense interessiert zu sein. Und, dass sein Absturz bei den Jets wirklich vor allem an ungünstigen externen Einflüssen lag. Wo sich Bowles sicher sein kann: Arians wird ihn öffentlich unterstützen.

9 Kommentare zu “Die Coaches von Superbowl 2021

  1. Ein böse Kapitel mehr für HC Reid.
    Nur wenige Tage vor Super Bowl, eine Alkohol/Drogen Autofahrt von Britt Reid.
    Zwei verletzte Kinder.

  2. Der Vorfall ist bereits genannt. Mein Kommentar kann gelöscht werden, nur den Anfang gelesen und das Schlusswort zu Reid.

  3. Mein lieblings Bruce Arians Funfact: Er hat als College QB mehr Rushing TDs als Michael Vick. (beide bei Virginia Tech)

  4. Was bedeutet der Unfall eigentlich für BRITT Reid? Der Tatbestand ist klar: Er sagt selber er hat Alkohol getrunken. Die Cops haben natürlich einen Alkoholtest gemacht. Er ist Wiederholungstäter, was DUI angeht und war (wegen etwas anderem) bereits knapp zwei Jahre im Knast.
    Das könnte richtig düster werden. (Nicht zu Unrecht, wenn man besoffen in seinem SUV derart in stehende Autos rast, dass die Insassen lebensgefährlich verletzt werden.)
    Bei allem, was ANDY Reid an Erfolgen und tollen Momenten als Coach feiern kann, ich möchte nicht mit ihm tauschen.

  5. Die letzte DUI ist mehr als ein Jahrzehnt her, da würde ich das mit dem Wiederholungstäter nicht so dramatisch sehen.
    Ich frage mich eher was Andy für ein Vater ist, da beide seiner Söhne Probleme hatten bzw haben.

  6. Pingback: Willkommen zum Superbowl-Sonntag 2021 | Sideline Reporter - Eier, wir brauchen Eier!

  7. @Klappflügel: Da sind wir unterschiedlicher Meinung. Wenn jemand bereits wegen DUI angeklagt wurde, dann erwarte ich, dass er daraus lernt. Wenn er sich trotz besseren Wissens und eindringlicher Belehrungen wieder besoffen ans Steuer setzt, dann ist das kein einmaliges Versehen oder jugendliche Dummheit.
    Britt kannte sein Problem. Und irgendwo kämpft gerade ein Kind um sein Leben, weil Britt sich offensichtlich nicht professionelle Hilfe gesucht hat. Dieser Unfall wäre absolut vermeidbar gewesen.

  8. @Dizzy
    Dazwischen liegen 13 Jahre. Daher ist deine Behauptung dass er sich keine professionelle Hilfe gesucht hat imho arg unwahrscheinlich.
    Wenn dem so wäre dann wären nicht mehr als 1 Jahrzehnte zwischen den beiden Vorfällen vergangen.

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