NFL Offseason Ausblick 2021: AFC East

Gestern habe auf die wichtigsten Eckdaten in der NFL-Offseason 2021 geblickt. Lass uns ab heute auf die wichtigsten Ausgangssituationen in den 32 Mannschaften werfen – sortiert im Schnelldurchlauf pro Division.

Salary-Cap Daten kommen von OTC. Ca. 180-190 Millionen wird für die kommende Saison als ligaweite Salary-Cap erwartet, aber so ganz genau kann man das noch nicht sagen. OTC rechnet aktuell seine Werte mit einem Liga-Durchschnitt von 180.5 Millionen, was in manchen Kreisen als konservative Schätzung gilt.

Dank des angesparten „Cap-Rollover“ variiert die Gehaltsobergrenze sowieso von Team zu Team.

NB: Ich führe unten den momentan verfügbaren geschätzten Cap-Space der einzelnen Mannschaften auf. OTC ist eine super Quelle dafür, aber die Werte ändern sich natürlich momentan von Tag zu Tag. Reiner Cap-Space ist natürlich auch immer damit abzugleichen, welche Free Agents ein Team hat. Tampa Bay z.B. hat viel Cap-Space, aber zahlreiche Free Agents. Buffalo dagegen ist im roten Bereich, hat aber kaum nennenswerten Free Agents und zahlreiche Möglichkeiten, easy cap space zu generieren.

Beginnen wir unseren Durchlauf mit der AFC East. Die Division steht auf dem Sprung, vom jahrelangen „Privateigentum“ der Patriots zu einer richtig starken Staffel zu werden.

Buffalo Bills

13-3, AFC-Finale
Power Ranking #3
Cap-Space: -2.2 Mio.
(#21)

Die Bills haben 2020 den Durchbruch geschafft. Selbst mit der deutlichen Halbfinalpleite in Kansas City können sie sehr positiv gestimmt in die Zukunft gehen. Ihr riskanter Quarterback-Pick Josh Allen scheint sich nach zwei Jahren Anlaufzeit bezahlt gemacht zu haben: Allen war einer der besten Quarterbacks der Saison, auch wenn seine MVP-Stimmen a bissi schmeichelhaft waren. Dazu bleibt der fantastische Trainerstab ein weiteres Jahr zusammen.

Beim Blick auf den aktuellen Bills-Kader fallen drei Dinge auf: Die Offense ist ziemlich gesattelt. Die Defense hat ein paar Zweite-Reihe-Free Agents. Und der aktuell knappe Cap-Space könnte mit einigen Restructures bzw. Entlassungen locker um 20-30 Mio. saniert werden.

Zur Offense komme ich gleich noch einmal zurück – erstmal nur: Stefon Diggs‘ aktueller Vertrag ist zwar für einen Top-Receiver seiner Güte sehr kostengünstig (nur ca. 13 Mio/Jahr) und schreit eigentlich nach Aufbesserung, aber die Bills könnten bei Diggs selbst bei Gehaltserhöhung durch Umwandlung von Fixgehälter in Handgeld kurzfristigen Cap-Space gewinnen!

Zu Defense. Die ist 2020 nach Jahren in den EPA/Play Top-5 zum ersten Mal etwas abgefallen. Das Gute: Wenige Lücken in der Secondary. Dafür gibt es „vorne“ 2-3 To Dos. LB Matt Milano, EDGE Trent Murphy und CB Josh Norman sind Free Agents, aber nur Milano ist sowas wie „Priorität“.

In DT Quinton Jefferson (8 Mio), DT Vernon Butler (7.8 Mio) oder EDGE Mario Addison (10.2 Mio) gibt es weitere relativ teure, aber entbehrliche Spieler, die bei Entlassung wenig bis keine Dead-Money anschreiben würden (alle drei zusammen ca. 5 Mio).

Solche Rauswürfe würden zwar etwas Tiefe in der Front Seven kosten, doch die ist in Buffalo eh meistens eine „Front Six“ oder „Front Five“. Milano zu halten ist eventuell teuer – aber einen offensichtlichen Ersatz für den Nebenmann von Tremaine Edmunds gibt es nicht, und in der AFC wird man auch weiterhin Antworten auf Travis Kelce brauchen.

Auf Cornerback täte bei Normans Abgang noch ein Starting-Kaliber für die Tiefe gut – allerdings eher eine #4 als eine #2. Lässt man einige der genannten D-Liner gehen, wäre Blutauffrischung in der Rotation eine gute Idee. Möglicherweise wird man nach dem Verlauf der Superbowl sogar mit einer hochpreisigeren Option liebäugeln.

Damit noch kurz zur Offense. Der nennenswerteste Free Agent dort ist OG Joe Feliciano, der gerade zu Saisonende immer wieder als wertvoller „Protection-Caller“ genannt wurde. Seine Verlängerung dürfte bezahlbar sein. Die wichtigere Frage für Buffalo aber ist, inwiefern man Josh Allen seinen Durchbruch „glaubt“, auf ihm aufbauen will.

Allens Leistungssprung war so gigantisch, dass das gefürchtete R-Wort („Regression“) droht. Wird Buffalo das einrechnen? Wenn ja: Wie? Die Bills hatten 2020 ein mieses Laufspiel – es zu upgraden würde nach zwei Mid-Round Picks in Runningback en suite wohl ziemlich sicher Offensive Line bedeuten.

Oder gehen die Bills ihren recht radikalen Analytics-Weg weiter und pulvern noch den einen oder anderen Receiver-Pick rein, wissend dass Diggs quasi nicht mehr besser spielen kann als 2019, dass John Brown und Cole Beasley ihre career year hinter sich haben und Gabriel Davis eine gute, aber noch keine tragende Rolle spielen kann?

Mit der anstehenden Vertragsverlängerung für Allen ist eines fix: Man wird woanders Abstriche im Cap-Management machen müssen. Der beste Weg ist dann, auf den teuersten Positionen möglichst Spieler unter Rookieverträgen zu unterhalten. Das wäre dann z.B. Wide Receiver.

In Summe: Bills sind exzellent aufgestellt und bleiben vorerst solange ein Contender in der AFC, solange Josh Allen keinen Einbruch erlebt. Möglich, dass Buffalo schon diesen Herbst dickere Konkurrenz aus der eigenen Division bekommen wird. Aber verglichen mit den Aufgaben, die Dolphins, Patriots und Jets zu erledigen haben, ist die „Schmerzliste“ der Bills sehr kurz und betrifft eher Kleinkram als große wegweisende Entscheidungen.

Miami Dolphins

10-6
Power Ranking: #14
Cap-Space: 26 Mio (#8)

Wir müssen als Einleitung keine Umschweife machen: Die Dolphins haben eine großartige Entwicklung genommen und 2020 viel besser performt als gedacht. Was Brian Flores innerhalb von kürzester Zeit aus diesem Team gemacht hat, kann man nicht hochgenug schätzen. Flores hätte nun wirklich Jon-Gruden-like alle Ausreden gehabt um miese Saisonbilanzen in seinen ersten beiden Jahren zu entschuldigen – aber nada: Miami hätte um ein Haar die Playoffs erreicht, trotz eines noch immer im Umbruch befindlichen Kaders und eines relativ wackeligen Rookie-Quarterbacks.

Aber Flores ließ keine Ausreden gelten. Getragen von einer starken Defense konnte Miami auch gute Gegner schlagen und großartige wie Kansas City ärgern.

Doch genau in der Art wie Miami 2020 gewann liegt eine Gefahr für die Zukunft: Defense ist nicht stabil – besonders nicht bei so Turnover-hungrigen wie Miami. Das Schlagwort für 2021 muss unbedingt lauten: Offense verbessern – mit Nachdruck.

Die Coordinator-Frage hat Flores recht unkonventionell gelöst, indem er gleich zwei Nachfolger für Chan Gailey benannte: Die Co-OffCoords Eric Studesville und George Godsey. Für die NFL ist das eher unüblich – am College gibt es sowas öfter. Was genau Flores offensiv bezwecken will, ist nicht ganz klar. Mit drei verschiedenen OC-Lösungen in drei Jahren ist aber permanenter Wandel die einzige Konstante.

Personell hat man die Chance, die Offense in dieser Offseason zu komplettieren bzw. auf ein komplett neues Level zu heben: Auf Receiver fehlt zumindest noch eine hochklassige Option, wahrscheinlich auch noch etwas Tiefe – glücklicherweise sind sowohl Free Agency als auch Draft prall gefüllt mit potenziell hochklassigen Waffen.

Die junge Offensive Line hat sich 2020 zwar verbessert, aber auch nicht so sehr, dass man beruhigt in die Zukunft gehen kann (von #32 auf #27 in PBWR). Minimum auf Center muss man etwas machen – vielleicht auch auf Tackle. Diese beiden Punkte sind bei aller Notwendigkeit und Wichtigkeit allerdings Lappalien im Vergleich zur wirklich wichtigen Frage in Miami…

…der QB-Frage um Tua Tagovailoa. Das Thema habe ich schon in die Pipette hinein analysiert. Die Dolphins haben zwei 1st Rounder – u.a. den #3 Overall Pick. Die Quarterback-Draftklasse von 2021 gilt als hochklassig und in Houstons Deshaun Watson ist einer der Top-Quarterback auf dem Trade-Markt. Wenige Teams können attraktiveres Ambiente bieten als Miami. Und wenige Teams haben mehr Ressourcen zum Arbeiten.

Tua nach einem mäßigen Rookiejahr schon aufzugeben, wäre hart, vielleicht zu früh und überdies beispiellos (Josh Rosen in Arizona war zwei Stufen schlechter als Rookie-Starter) – aber prinzipiell muss Miami die QB-Position adressieren. Ohne vernünftige langfristige QB-Lösung verläuft der Rebuild im Sand – was schade wäre. Aber Tuas Rookiesaison hat zu wenig angeboten um ruhig schlafen zu können.

Abwarten ist zu riskant; so gute Voraussetzungen wie jetzt um eine nachhaltige QB-Lösung zu finden wird man nicht mehr bekommen. Ryan Fitzpatrick noch einmal einen neuen Vertrag geben wäre zwar nachvollziehbar – aber auch kurzsichtig. Bleiben drei gangbare „aggressive“ Szenarien:

  1. Trade für Watson. Das geht nur, wenn Watson überhaupt nach Miami will, und es braucht Miamis Bereitschaft, 2-3 First Rounder zu investieren. In jenem Fall hätte Tua in Miami keine Zukunft.
  2. Quarterback-Pick an #3 im Draft und Tua behalten. In dem Fall könnten sich zwei junge Top-Prospects im Trainingslager die Zukunft ausschnapsen. Der Verlierer des Training-Camp-Battles wäre eventuell noch verkäuflich für einen Mid-Rounder.
  3. Quarterback-Pick an #3 im Draft und Tua verkaufen. Der Arizona/Rosen-Weg.

Ich kenne alle Argumente von wegen „das löst man in der NFL nicht so“, „du musst die Teamdynamik beachten“ usw. Alles schon tausendmal gehört. „Wir haben immer schon so gemacht“. Das ist die Denke, die zu oft ins Mittelmaß führt. Die Dolphins müssen über 2021 hinausdenken. Der ganze Rebuild, dessen Start so exzellent geglückt ist, kann nicht durch eine allzu sentimentale Haltung in die Bredouille gebracht werden. Kann Tua noch zum Franchise-QB werden? Absolut. Aber die Chance darauf muss so wie seine Rookiesaison verlaufen ist, mit Sternchen versehen werden.

Wenn Miami wirklich Option 4 zieht und alles auf die „Tua-Karte“ setzt, dann sollte der #3 Pick auf den Trade-Block: Weitere Picks abstauben um den Kader aufzubolstern. Kein Penei-Sewell-Pick an #3. Bei aller Liebe für O-Line: Allein mit Tua und Sewell aus den Top-10 des Drafts zu kommen wäre eine herbe Enttäuschung. Fast ein Worst-Case.

Zugegeben: Es gibt schlimmere Worst-Cases als das. Aber die Idee ist klar: Miami hat in dieser Offseason eine einmalige Chance die Weichen für eine dominante Mannschaft zu stellen. Verscheißt es nicht.

WR1 und Center sind ein Muss über das man nicht diskutieren braucht. Über QB sollte man diskutieren. Tiefe in O-Line und D-Line, zweiter Tight End und so weiter: Alles richtig und wichtig. Miami könnte bei gelungener Einkaufspolitik sehr schnell ganz oben mitspielen – auch mit Blickrichtung Divisionstitel und Playoff-Run.

Aber ohne Franchise-Quarterback aus den beiden Offseasons 2020 und 2021 zu kommen wäre längerfristig ein brutaler Downer, der dem ganzen Rebuild ein dickes Sternchen verpassen würde.

New England Patriots

7-9
Power Ranking #16
Cap-Space: 52.6 Mio (#4)

Man kann es letztlich drehen und wenden wie man will: Die Patriots haben eine verlorene Saison hinter sich. Wir haben uns letztes Jahr lange gefragt was denn Belichicks Plan als Tom-Brady-Nachfolge war. Wie sich herausstellte: Es gab keinen. Die Notfalloption Cameron Newton griff nur ein paar Wochen lang – aber wirklich zünden konnte die Offense nie. Das war nicht allein Newtons Schuld, denn wie sich herausstellte, war das Receiver-Problem in New England wirklich so dramatisch wie es zum Ende der Brady-Ära ausschaute.

Jetzt ist damit wieder Endzeitstimmung in New England. Newton ist Free Agent, wie auch OG Joe Thuney, C David Andrews, RB James White, CB Jason McCourty oder DT Lawrence Guy. Alles langjährige Leistungsträger – und ob man sie wirklich halten will, hängt von der mittel- bis langfristigen Ausrichtung der Patriots ab.

Die gleichen Fragen haben wir uns schon vor einem Jahr gestellt – Belichick war damals nicht bereit für den Umbruch. Ob er es diesmal ist?

Prinzipiell spräche extrem viel dafür. Da ist natürlich die schwierige Lösungsfindung auf der Quarterback-Position. Eine Rückkehr Newtons ist aber noch die beste aller möglichen Optionen, denn wirklich wahrscheinlich ist es nicht, dass die Patriots mit ihrem #15 Overall Pick ohne Up-Trade einen Zugriff auf einen der Top-4 QBs im Draft bekommen.

Jeder eventuell verfügbare QB-Routinier wie z.B. ein Andy Dalton oder Jimmy Garoppolo (!!) führt ins QB-Fegfeuer. Und: Ein Umbruch böte die Chance, sich von langjährigen Veteranen wie CB Stephon Gilmore oder FS Devin McCourty zu trennen und sogar noch etwas Gegenwert für sie zu ergattern.

Sogar der viele Cap-Space spricht nicht dagegen. 62 Mio. sind nur dann was wert, wenn die Patriots einen validen QB aufstellen. Ansonsten ist es besser, den Freiraum so weit es geht ein Jahr weiter zu schieben.

Wirklich gegen einen radikaleren Umbruch spricht der Wettbewerber in Belichick. Doch egal welchen Weg er einschlägt und wann die Patriots wieder um Titel mitspielen wollen: Man wird dafür den Receiving-Corps sanieren müssen. Byrd und Meyers sind beides eher #3 als #1, und die jungen Tight Ends Asiasi und Keene haben als Rookies nicht viel angeboten. Receiver zu draften ist Belichicks einzige Schwäche – also bleibt die Free Agency. Doch welcher Receiver will überhaupt noch nach New England, wenn nicht klar ist wer die Bälle serviert?

Auf jeden Fall bin ich gespannt, ob die Offseason wieder eine Bastelstunde wie 2020 wird. Oder ob es diesmal einen konkreten Plan mit Hand und Fuß gibt.

New York Jets

2-14
Power Ranking: #30
Cap-Space: 67.5 Mio (#3)

Die Jets sind trotz furchterregend schlechter Saison in einer vielleicht besseren mittelfristigen Position als die Patriots, denn sie haben einen klaren Weg zu einem neuen Quarterback. Sie halten den #2 Pick, und sie haben mit einem weiteren 1st Rounder (#23 Pick aus Seattle) genug Munition um fast jeden Konkurrenten in einem etwaigen Trade für Deshaun Watson auszustechen.

Watson muss Ziel #1 in New York sein. Er wäre die „große Lösung“. Sofern Watson nicht in den Big Apple will, bleibt einer der „other 3“ Rookies – Zach Wilson, Justin Fields oder Trey Lance.

Oder macht Gang Green einen auf Jets und hält 2018er 1st Rounder Sam Darnold die Stange? Wir haben nicht erst in der letzten Saison gelernt: Über Quarterbacks wissen wir gar nicht so viel – und Darnold ernsthaft zu bewerten war im Trümmerhaufen der Adam-Gase-Offense gar nicht so leicht.

Ganz auszuschließen ist es noch nicht, dass GM Joe Douglas und der neue Trainerstab an Darnold festhalten, Offensive Tackle und Receiver draften und den einst hoch gehandelten Darnold (immer noch ein Jungspund mit 23 Jahren) noch einmal ranlassen – immerhin reden wir über die NFL.

Aber es wäre organisatorisches Harakiri. Eine solche auf der Hand liegende Gelegenheit kriegen die Jets nie mehr. Nicht auf der QB-Position, die die Franchise seit Jahrzehnten quält.

Wie wichtig die Quarterback-Frage tatsächlich ist, zeigt der Gedanke hier: Nailen die Jets ihre Chance, könnten sie schnell sogar besser aufgestellt sein als Miami – wenn die stillstehen und Tua keinen gewaltigen Sprung macht. Ressourcen sind nicht das Problem in New York. Viel eher ist es die Frage nach Mut und Willen.

Freilich sind die Lücken auch abseits von QB momentan noch fatal. Der vielversprechendste Receiver im Kader ist 2020-Rookie Denzel Mims (Jamison Crowder ist extrem teuer und WR Breshad Perriman Free Agent), die O-Line ist rechtsseitig von LT Mekhi Becton ein einziges großes Fragezeichen, Edge-Rush verdient den Namen nicht, in der Secondary hat man keine Cornerbacks und der beste Safety Marcus Maye ist Free Agent.

Dafür hat man 67 Mio. Cap-Space und all die Picks.

Es gibt also viel zu entscheiden. Und viel zu tun. Ich weiß wie ich es angehen würde: 1a Watson, 1b QB-Rookie-Pick, und alle anderen Fragen kommen erst danach. Kein non-QB Pick an #2. Tier-1 Receiver in Free Agency, Tier-2 Receiver, Edge-Rush und Cornerback in Free Agency (ex-Niners Sherman/Verrett wären Free Agents), und dann im Draft nachladen je nachdem wie viele Picks man nach Lösung der QB-Frage noch hat.

Die Jets haben wie Miami die Chance, die AFC East zu einem Powerhouse zu transformieren. Irgendwas sagt mir, dass sie es versauen. Aber tief in meinem Inneren hoffe ich, dass ihnen diese Offseason gelingt – die leidgeprüfte Fan-Base hat es verdient, und jeder zusätzliche AFC-Contender macht diese Conference spektakulärer.

12 Kommentare zu “NFL Offseason Ausblick 2021: AFC East

  1. Ja, die sind allerdings dafür berüchtigt, vieles ohne Quellenangabe von OTC zu kopieren (auch die Fehler). Ich nehm da lieber die Originalquelle, auch weil Jason Fitzgerald in seiner Analyse tiefer geht.

  2. Im Rückspiegel ist die Patriots Saison noch verschwendeter einzuschätzen als sie eh schon anzusehen war: grausame Offense mit QB Cam Newton (aus meiner Sicht keine valide QB Option mehr) und eine 7-9 Saison mit resultierendem #15 Pick, von dem man sich auch fast nix kaufen kann. Da wäre die Option den 2019 4th Rounder QB Jared Stidham zu testen mit eventuellem Komplettabsturz in die Top-7/10 Picks deutlich zukunftsfreundlicher gewesen IMHO. Aber im Nachhinein weiß man’s immer besser usw…

    Bin großer Fan der 2020er-Performance von Josh Allen und seinen Bills. Der Dolphins-Umbruch ist auch beeindruckend: gehe da voll mit, dass ein weiterer QB hermuss, um die Chancen für den endgültigen Durchbruch (aka. Playoff-Contention) der tollen Basis von Brian Flores zu erhöhen. Den Jets traue ich weiterhin überhaupt nicht über den Weg und traue ihnen kein vernünftiges Roster-Management und Decision-Making zu. Wenn Marcus Maye auch noch weg ist, fällt es schwer, auch nur ansatzweise NFL Potential im Kader (abgesehen von Becton und Mims) zu sehen.

  3. Bei den Pats ist es halt wirklich die Frage, ob Bill diesmal den kompletten Umbruch will… Bei dem vorhandenen Arsenal ist es wahrscheinlich für jeden QB schwer zu glänzen, wobei ich da bei patpicksix bin, das Newton keine valide QB Option mehr ist…Der Free Agent Markt gibt auf QB ja auch nicht wirklich viel her. Da würde mir nur ein Fitz für ein Jahr Spektakel einfallen oder man versucht es wirklich mit Winston, vielleicht schafft es Bill ja die Harakiri-Plays zu minieren. Dann hätte man ein deutliches Upgrade auf QB. Da in Free Agency & Draft einiges an Recievern dabei ist, sollte es auch möglich sein hier Abhilfe zu schaffen. Es sei denn man hat bei den Kollegen auch aus Green Bay zugeschaut, wie man Reciever erfolgreich ignoriert…

  4. @pat
    Ich glaube Jarrett Stidham war / ist längst abgeschrieben und wohl nur als Corona Reserve im Team geblieben bzw. Wegen dem vergleichsweise günstigen Rookie-Vertrag. Er soll in der ganzen Zeit schon im Camp nie wirklich beeindruckt haben und die paar mal die er gespielt hat waren mittelmäßig…bestenfalls. Denke die Coaches werden schon ein Bild von ihm haben.
    Nicht umsonst holte man sich sogar noch Hoyer als Reserve dazu.

    Newton hingegen war ein Schnäppchen und man dachte sich einfach „mal testen, wenn es gut läuft -> Vertrag verlängern wenn die Opt-Out Spieler wieder da sind. Wenn nicht müssen wir so oder so einen neuen QB suchen“. Man hatte die Chance einen vormals gut – sehr guten QB für regelrechtes Taschengeld auszutesten.
    In einer Saison die allein durch die aussetzenden Spieler ansich von Anfang an durch war.

  5. Ich frage mich, ob dies nicht der perfekte Zeitpunkt für Belichick wäre um abzutreten:
    … er hat alles (mehrfach) gewonnen.
    … er hat mehr Ringe als jeder andere.
    … er hat genug Geld.
    … er steht vor einer Riesenbaustelle.
    … er hat einen Ruf zu verlieren.

    Wie lang kann er überhaupt noch auf Top-level coachen? Ein Team-neuaufbau geht nicht immer so schnell wie in Miami. Und selbst wenn, ist das noch lange kein Superbowlsieg.
    Ich sehe Bill künftig schlechte Schlagzeilen kassieren. Das würde ich mir an seiner Stelle nicht geben.

  6. BB ist halt einfach ein Football Maniac, der weiß glaube ich nicht was mit seiner Freizeit anzufangen und fürs TV ist er ja nun wirklich nicht gemacht 😉

    Da lieber noch 5 oder 10 Jahre coachen bis gar nix mehr geht, jede Playoff Teilnahme ohne Brady kommt in sein Guthaben, vielleicht kriegen die Pats ja auch noch einmal einen halbwegs guten QB dann wär die AFC East ziemlich krasse Division.

  7. @Garosh: bin da auch bei dir, dass das Experiment Newton grundsätzlich in Ordnung war und Stidham scheinbar echt keine Rolle spielt. Dass man aus einer wie sagst bereits im Voraus eher abgeschriebenen Saison, dann halt nur mit dem #15 Pick rausläuft ist halt für Teambuilding in der Zukunft komplett kontraproduktiv.
    So wie es die Jets verkackt haben, richtig zu tanken, haben es die Pats auch verkackt, sich nen wenigstens halbwegs akzeptablen Pick zu holen. Natürlich spielt da noch viel anderes rein, aber im Kern befindet man sich jetzt im Niemandsland ohne Talent auf den Receiving Positionen und noch einige sehr talentierte Überbleibsel aus den vergangenen Jahren dominanter Defense und Interior O-Line.

  8. Gefallen dir Gesicki, Shaheen oder Smythe nicht oder warum forderst du einen zweiten Tight End?
    Ansonsten kann man in deiner Analyse der Situation der Dolphins sicherlich noch das ein oder andere Haar finden, aber die Suppe ist auch so schon gut zusammengestellt. In Miami wird man abwarten, wie sich die Rookies in ihrer ersten Preseason machen, man wird sich nach dem Preis von Watson erkundigen und bei den anderen QBs scouten. Letzten Endes wird man aber #3 meistbietend für nen 2nd round pick 2021 und einen future pick 2022 verkaufen, einen WR nehmen sowie vorher in der FA sich schon einen starken Pass-Empfänger sichern.
    Das salary cap 2022 und die dortige Aufstellung erlauben es GM Chris Grier und Roster manager Brandon Shore, selbst hochpreisige WR schon in 2021 zu adressieren und nach South Beach zu locken. Da kann man einiges erwarten.
    Needs sind in erster Linie 1-2 LB mit starken coverage skills, ein weiterer pass rusher (der neben Ogbah, Lawson oder van Noy Druck auf den gegnerischen QB machen soll) sowie die Safety-Position (Brandon Jones als Rookie war vielversprechend, aber Rowe/McCain ist auch nicht so die Premium-Lösung) in der Defensive. In der Offense sehe ich das ähnlich wie du. Ein BU-QB als Fitzi-Ersatz, ein Center (Karras war solide – aber reicht das?), ein weiterer O-Liner für die rechte Seite (auf der RT Hunt auch RG spielen kann. Schützen der blindside von Tua) sowie mindestens zwei neue WRs. Neben Parker und einem Preston Williams, der zweimal die Saisons nicht zu Ende spielen konnte, ist da nicht so viel Gutes – maximal solides. Hurns, Wilson, Grant, Hollins, Ford – doch eher unteres Viertel in der NFL. Da muss und da wird sich einiges tun.

  9. Ach ja, Running backs vergessen 😛 Da fehlt neben Gaskin und Ahmed eine dritte Lösung. Washington, Breida, Laird, Howard – die Liste der Gescheiterten der letzten beiden Jahre ist lang. Da sollte (im Draft nicht zu früh) eine Alternative adressiert werden. Immer unter der Voraussetzung, dass sich die O-Line auch im run block verbessert.

  10. Ach, Tight End ist nicht wichtig, dafür reden wir über den *dritten* Runningback? 😉

    Ich würde auf den *ersten* pfeifen, wenn ich ein Upgrade über Gesicki bekomme.

  11. Pingback: Last Exit before NFL Free Agency: Freischaufeln um jeden Preis | Sideline Reporter - Eier, wir brauchen Eier!

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