NFL Offseason Ausblick 2021: AFC West

Vierter Teil der NFL-Offseason-Serie, heute mit der AFC West. Es ist eine Division, die dank Patrick Mahomes in den letzten Jahren eine klare Sache war. Wie lange das wohl noch so bleiben wird?

By the way als Disclaimer, weil am Wochenende mal wieder die Frage zur Salary-Cap aufkam: Nein, die ist kein Mythos. Die NFL-Cap ist zwar dank Cap-„Rollover“ und größtenteils nicht-garantierten Verträgen keine so „harte Cap“ wie es manchmal dargestellt wird. Aber ganz frei können sich Teams doch nicht bewegen. New Orleans zum Beispiel muss heuer alle Hebel in Bewegung setzen um überhaupt unter die Cap zu kommen – geschweige denn, von großen Einkaufstouren zu träumen.

Die Salary-Cap ist ein wichtiges Offseason-Instrument. Sie ermöglicht, starke junge Spieler durch Verlängerung zu halten anstatt zu verlieren und den einen oder anderen Top-Free-Agent als Komplettierung eines Kaders einzukaufen. Es ist möglich, von zahlreichen Millionen im Minus herauszukommen (in der heutigen AFC West z.B. für die Chiefs und Raiders) und gleichzeitig noch einen teureren Einkauf zu machen. Aber das geht immer auf Kosten der Tiefe woanders. Also: Der, der dir sagt „Cap ist ein Mythos“, hat leider wenig Ahnung.

Kansas City Chiefs

14-2, Superbowl-Verlierer
Power Ranking: #1
Cap Space: -22.8 Mio (#27)

Die Chiefs waren das NFL-Kronjuwel – bis sie in der Superbowl von Tampa zerlegt wurden. Die Lehren aus jenem Spiel sind bis in Kleinste zerlegt. Es gilt, jetzt nicht zu überreagieren und die richtigen Schlussfolgerungen zu ziehen.

Offensive Line: Natürlich müssen die Chiefs sich in der O-Line Gedanken machen – auch wenn in der Superbowl vier Backups an die Wand gespielt wurden. Aber nicht nur OT Mike Remmers ist Free Agent, sondern auch in LG Kelechi Osemele ein nomineller Starter, der fast die ganze Saison verletzt ausfiel, und vor allem C Austin Reiter, der als einziger Starter die Saison am Feld beendete. Wenn die Chiefs alle drei verlieren (und das ist mit dünnem Cap-Space nicht völlig ausgeschlossen), dann wird die Personaldecke fürs nächste Jahr schon wieder bedenklich dünn.

In der interior O-Line müssen die Chiefs auf alle Fälle etwas machen, und sei es nur für die Tiefe. Sich allein auf eine Rückkehr von Laurent Duvernay-Tardif nach dessen Corona-Opt-Out zu verlassen, wäre etwas riskant.

Aber auch an den Flanken droht ein bissl Ungemach. LT Eric Fisher hatte sehr spät in der Saison Achillessehnenriss – eine Recovery könnte sich ziehen. Hinter vorgehaltener Hand schlimmer sein könnte die Situation bei RT Mitchell Schwartz. Der hat seit Woche 6 mit Rückenproblemen nicht mehr gespielt. Offense Liner und Rücken ist immer scary shit. Das denkbare Szenario eines Karriereendes muss bei Schwartz in Betracht gezogen werden. Schwartz würde bei Entlassung etwa 6 Mio. Ca-Space sparen.

Immerhin: OG Andrew Wylie ist nur Restricted Free Agent, und der letztes Jahr in Runde 3 gedraftete Lucas Niang (opt out 2020) könnte schon bissl Tiefe für 2021 bringen.

Wide Receiver: Für mich die drängendste Frage – umso mehr, nachdem ich Eric Eagers Streitschrift über den Wert des zweiten und dritten Receivers gelesen habe. Die Theorie geht so: Datenanalysen zeigen, dass Teams mit einem „top heavy“ Receiving-Corps sehr weit kommen können, aber je besser die Gegner sind, desto wichtiger wird die Kadertiefe im Receiving-Corps, denn ziemlich viele Teams sind imstande, die besten 1-2 Waffen aus dem Spiel zu nehmen. In den Playoffs ist der WR2 sogar wichtiger als der WR1!

Die Chiefs haben es selbst erlebt: 2019/20 spielte gegen Ende der Saison plötzlich Sammy Watkins groß auf, weil sich die Gegner zu sehr auf die Combo Hill/Kelce fokussierten. In der Superbowl allerdings tauchte Watkins wie auch Demarcus Robinson ziemlich ab. Auch Mecole Hardman wurde bissl als Kaiser ohne Kleider enttarnt: Super Waffe für Trick-Plays und change of pace, aber keine verlässliche #2.

Fazit: Der dritte Playmaker ging den Chiefs ab. Watkins und Robinson sind nun beide Free Agents – beide werden wohl gehen. Völlig überraschend, dass die Chiefs es nun bereuen, ihren letztjährigen 1st Rounder für einen Runningback verschwendet zu haben anstatt eine logische Receiver-Nachfolge einzuführen. Und so sind die Chiefs für mich trotz einer schwierigen Cap-Situation „sneaky“ Contender auf einen der Big-Name Free Agents auf Wide Receiver.

So diese Jungs Free Agents werden, würde ich an Kansas Citys Stelle intensiv darüber nachdenken, wie ich einen der Top-Namen unter die Salary-Cap pressen kann. In der Reihenfolge wäre meine Präferenz:

  1. Chris Godwin: Der ideale Receiver. In Tampa wirkte er zuletzt sogar etwas verschwendet, weil er mit Tom Brady nicht optimale „Chemistry“ hatte. Aber Godwin ist quasi ein perfekter Receiver.
  2. Allen Robinson: Wahrscheinlich hochpreisig, und kein überragender „Separator“, aber Robinson käme nach Jahren in der QB-Hölle mit einem Mal in den Himmel.
  3. Will Fuller: Vielleicht mit seinem Speed und seiner Fähigkeit zur schnellen „separation“ ein besserer Fit als Robinson – und wegen seiner Doping- und Verletzungsprobleme vielleicht auch preiswerter. Aber Fuller hat in der NFL zu wenige Saisons durchgespielt um sich auf ihn wirklich verlassen zu können.
  4. Kenny Golladay: Mega-geiler Receiver, aber eher für contested catches als für klassisches schnelles Freilaufen. Für mich nicht der ideale „Fit“ in dieser Offense. Ihn würde ich nur nehmen, wenn er massiven Discount macht.

Freilich könnten die Chiefs auch in der tiefen Draft-Klasse nach einem Receiver Ausschau halten. Wenn so Irrwische wie Kadarious Toney oder Rondale Moore auf #31 runter fallen sollten, wäre das Traumszenario. Wenn die extrem gute Rookie-Receiver-Klasse sich preishemmend auf die Free Agency auswirkt, dann wär‘ die „sichere“ Option mit einem Routinier vielleicht reizender.

Anyhow: Die dritte Playmaker/Receiver-Position ist in meiner Prio-Liste bei den Chiefs sogar über der O-Line. Ich würde die Line schauen so billig wie möglich zu patchen um einem neuerlichen Verletzungsdesaster so gut wie möglich vorzubeugen – aber dafür in der Passing-Offense eine Scheit nachlegen. Nicht abgehen vom bisherigen Game-Plan. Dranbleiben.

Je wuchtiger die Offense, desto simpler wird der Job für die Defense. Die hatte ihrerseits in der Superbowl einige Schwachstellen offenbart, die man über die Monate fast vergessen hatte. Auf Linebacker ist man unterirdisch besetzt – aber im 2020 Rookie Willie Gay hat man eventuell schon den Mann für die nächsten Jahre. Anthony Hitchens kann man feuern und 6 Mio. Cap-Space freimachen.

Individueller Edge-Rush war auch problematisch. Frank Clark hat sich dann doch wie von Analytics lange befürchtet als zu eindimensional erwiesen – wenn seine Big Plays nicht kommen, ist sein Impact vor allem gemessen an seinem Preisschild zu limitiert. Viel Geld würde ich nicht in die Hand nehmen um nachzubessern – vielleicht kriegt man einen der Veterans für einen billigen prove it Deal, und staubt mit der Titelchance als Verkaufsschlager die Altstars ab, die früher serienweise nach New England gingen.

Secondary war besser als befürchtet, aber CB Breeland und S Sorensen sind Free Agents. Vielleicht sollten nochmal 1-2 Mid-Rounder im Draft ins Defensive Backfield fließen.

Die Chiefs sind ein „Star-Team“, das von 6-8 teuren Verträgen lebt und hofft, dass die Tiefe dahinter ausreicht um mit Patrick Mahomes als Trigger um den Titel zu spielen. Die Idee ging die letzten drei Jahre gut auf – ein Ring, eine Superbowl-Pleite und ein Offside von drei Finals in Folge entfernt. Die Probleme in KC sind Luxus verglichen mit jenen anderer Teams. Aber ich würde echt schauen, auf Receiver noch einmal über Sammy Watkins zu upgraden um Defenses endgültig vor unlösbare Probleme zu stellen. Entweder hoher Pick oder größere Free-Agent/Trade-Lösung – und die Salary-Cap mit Restrukturierungen und O-Linern der mittleren Preisklasse sanieren.

Las Vegas Raiders

8-8
Power Ranking: #17
Cap Space: -18.8 Mio (#25)

Wir haben Jahr 3 der Ära Jon Gruden 2.0 bei den Raiders hinter uns – das erste in Las Vegas. Der ewige 10-Jahresplan hat bis jetzt zu nichts Zählbarem geführt: 4-12, 7-9, 8-8 liest sich zwar wie inkrementelle Verbesserung, aber die Raiders haben in der zweiten Saisonhälfte mal wieder Schiffbruch erlitten und die sicher geglaubten Playoffs letztlich klar verpasst.

Entgegen meiner Erwartung von vor zwei Jahren scheint in dieser Offseason weniger der Umzug in die Wüste nach Vegas als Sündenbock herausgepickt zu werden…

…sondern die absurde Passing-Defense. Der Defensive Coordinator ist bereits ausgetauscht, und der neue, Gus Bradley, wird das Seahawks/Press-Scheme mit Match-Elementen mitbringen. Dafür braucht es wahrscheinlich einige Nachbesserungen im Spielerpersonal.

Die meisten Analysten sind sich einig: Die ganze Defense ist ein Need. Pass-Rush ist zu dünn, weil Clelin Ferrell nicht den Sprung zum Spitzenspieler gemacht hat und Maurice Hurst zu oft verletzt ist. Auf Linebacker war der teure 2020-Einkauf Corey Littleton ein Flop, und in der Secondary fehlt dem jungen Personal etwas „Leadership“.

Mehrere der hohen Picks der letzten Jahre wie CB Damon Arnette, CB Trayvon Mullen und vor allem S Jon Abram haben bis jetzt nix gezeigt was Vertrauen erwecken würde. Abram ist ja eine komplette liability!

Gruden posaunte vor zwei Wochen im „Cris Collinsworth/Richard Sherman Podcast“ schon groß raus, einen erfahrenen Corner mit 3-press technique zu holen – was nicht unwitzig ist, denn just Gesprächspartner Sherman kennt das von Bradley gespielte Scheme aus gemeinsamen Seahawks-Tagen aus dem Effeff. Gruden sah sich im Anschluss an seine Ansprache dann auch gleich „Tampering“-Vorwürfen ausgesetzt. Aber: Sherman wäre so ein Spieler, der wie Arsch auf Eimer ins Konzept passt.

Offensiv wird QB Derek Carr wohl bleiben – außer Las Vegas steigt ins Wettbieten um Deshaun Watson ein. Carr hat eine seiner besseren Spielzeiten hinter sich. Er hat sogar den deep pass etablieren können. Dumm nur, dass der hauptverantwortliche Receiver dafür, Nelson Agholor, nach seinem prove it deal schon wieder Free Agent und damit bald weg ist. Der Rookie Henry Ruggs hat eher mäßig gespielt – und muss die Rolle 2020 ausfüllen.

Der teure WR Tyrell Williams dürfte der Salary Cap zum Opfer fallen (Cap-Ersparnis fast 12 Mio), weswegen man gespannt sein darf ob Las Vegas für 2021 noch einmal Ressourcen nachlegt. TE Waller, Slot-WR Renfrow, dazu die Jungspunde Ruggs und Bryan Edwards – es gibt üblere Ausgangslagen, aber diese Jungen müssen jetzt liefern.

So oder so ist Carr prädestiniert wie oben angekündigt der nächste Buhmann zu sein. Sein 2020 war stark, aber ein Ausreißer. Erlebt der Receiver-Corps Regression weil man sich keinen starken Nachschub leisten kann, droht Rückfall in schwarze alte Tage.

Dumm bei all den notwendigen Moves: Die Raiders müssen erstmal unter die Salary-Cap kommen. Es gibt zwar zahlreiche potenzielle Cuts und Restructures, aber dann ist man immer noch „nur pari“ – und die Raiders sind eins der Teams mit Liquiditätsproblemen, können keine hohen Handgelder auszahlen um easy money buchhalterisch mit der Gehaltsobergrenze zu spielen. Die Rettung der Defense wird keine ganz einfache Sache – vor allem nicht, wenn sie die Ressourcen frisst, die man eventuell in den Receiver-Corps investieren könnte.

Los Angeles Chargers

7-9
Power Ranking: #25
Cap Space: 24.1 Mio (#9)

Wir hatten oben schon den Collinsworth/Sherman Podcast. Dort war nicht nur Gruden zu Gast, sondern letzten Dienstag auch der neue Chargers-Headcoach Brandon Staley. Es war ein aufschlussreiches Gespräch, das nicht nur ein mega-sympathisches Bild von Staley gemalt hat, sondern auch ein paar weitere gute Einblicke in dessen Denke gegeben hat.

Staley betonte auffällig oft, wie er sich Input von seinen Topspielern holt. Sein Collaborative Approach geht einher mit seiner nicht nur auf Defense beschränkten Denke – er hat durchaus ein exzellentes Verständnis dafür, warum Offenses so ticken wie sie heute ticken, und wie man sie attackiert. Sein Fokus aufs Defensive Backfield wird helfen – sein Defensive Playcaller in L.A. war teilweise Safety John Johnson. O-Ton Staley: The safety sees everything, not the middle linebacker. The NFL does not work that way anymore. Bäm.

“Defensive Back” Derwin James (Staley betonte extra, dass James weder Safety noch Cornerback sei, sondern beides in einem) wird eine so geile Rolle bekommen, da läuft mir schon jetzt das Wasser im Mund zusammen. Hab ich einen Wunsch für 2021 frei? Dann, dass Derwin heuer fit bleibt. Und ein CB Chris Harris kennt Staley Philosophie bereits aus gemeinsamen Zeiten in Denver.

Das Tolle: Der Defense-Kern bleibt wohl zusammen. Außer EDGE Melvin Ingram und LB Denzel Perryman sind nur Role Player und Kadertiefe vertragslos und große Notwendigkeit für Entlassungen gibt es nicht. Es wird nicht viele Moves brauchen um diese Unit ready zu machen. Chargers-Defense 2020 wird bestimmt ein Genuss.

Man kann sich im Team-Building also auf die Offense fokussieren – und dort ist längst klar wo es anzusetzen gilt:

  1. Offensive Line
  2. Offensive Line
  3. Offensive Line
  4. Offensive Line

Die Bolts hatten 2020 mal wieder nur die #31 Pass-Rush Win-Rate und waren #30 in PFFs Pass-Blocking. QB Justin Herbert war in fast 40% der Snaps unter Druck! Die Free Agents Feeney/Lamp/Tevi wird wohl niemand vermissen. RT Bulaga ist möglicherweise der einzige Starter von 2020, der bleiben wird.

Ich denke, die Bolts werden versuchen, den einen oder anderen bezahlbaren „durchschnittlichen“ Free Agent zu holen (auf Tackle könnten Pittsburghs LT Villanueva oder OT Daryl Williams zu haben sein), aber gleichzeitig mindestens einen der hohen Draftpicks in die O-Line stecken – und vielleicht einen Mid-Rounder in einen Center.

Im Receiving-Corps könnte eine Baustelle aufgehen, wenn TE Hunter Henry nicht gehalten wird. Henry und sein Backup Virgil Green sind beide Free Agents.

Prinzipiell offenbarte Staley in obigem Podcast, den bei mir komplett verhassten OffCoord Joe Lombardi geholt zu haben, weil er den Weg der Saints-Offense einschlagen möchte: Viele unterschiedliche Pass-Konzepte, mal empty mit Spread, mal Power, immer die Defense dazu zwingen alle elf Mann zu verteidigen.

Das klingt dann hinter vorgehaltener Hand auch danach als ob die Bolts eventuell auch noch einmal auf Receiver oder eben Tight End im Draft nachlegen werden – Stichwort: Tiefe, Tiefe, Tiefe.

Denver Broncos

5-11
Power Ranking: #24
Cap Space: 32 Mio (#7)

Knackige Situation in Denver. John Elway hat sich selbst aus dem operativen Management entfernt und hinterlässt einen guten Kader, der prinzipiell vor allem auf der Quarterback-Position krankt.

Quarterback ist auch das, woran die Broncos zuallererst denken müssen, wenn das Thema „To Do Liste 2021“ lautet. Drew Lock ist nur noch vielleicht die Lösung – aber man kann nach Locks zwei enttäuschenden Jahren zum Einstand unmöglich mit ihm allein in die Saison gehen.

Denver hat bekanntlich auch schon bei QB Matthew Stafford mitgeboten und wird immer wieder genannt, wenn es um Deshaun Watson geht – verständlich. Wenige Teams könnten mehr von ihm profitieren – und eine AFC West mit Watson und Mahomes wäre fantastisch. Die Broncos haben theoretisch sowohl die Draft-Munition als auch den Cap-Space um Watson zu integrieren.

Die Frage ist halt, wie weit man in einem Wettbieten mitgehen möchte – und ob Watson überhaupt Lust auf Denver hat. GM George Paton hat wohl die Order, nicht aufs Verrecken die Zukunft zu opfern.

Wird es nicht Watson, sind die Broncos in einer eventuell schwierigen Position: Sie draften an #9 – ein Spot, in dem vielleicht keiner der Top-QBs mehr zu haben ist. Es ist also denkbar, dass man einen der zweitklassigen Free Agents (oder Ryan Fitzpatrick) holt um auf jeden Fall eine Alternative für Lock zu haben.

Die Receiving-Waffen sind prinzipiell alle schon da. In der Offensive Line könnte noch einmal Nachholbedarf sein. RT Jawuan James kommt als Hoffnungsträger nach seinem Opt-out Jahr zurück, ist aber offenbar keine Garantie auf einen Roster-Spot. Sein Spot sowie der des Centers (Lloyd Cushenberry wurde 2020 in Runde 3 gedraftet, ist aber recht unerprobt) könnten mögliche Upgrades vertragen.

Die Defense ist theoretisch stark besetzt. Im Edge-Rush ist eine Trennung vom langjährigen Star-Passrusher EDGE Von Miller denkbar. Millers Cap-Zahl ist aktuell über 22 Mio. 2021 ist sein letztes Jahr und irgendwo habe ich gelesen, dass es wohl eine teamseitige Option gibt. Zieht Denver die nicht, ist Miller mit 4 Mio. dead-Cap Free Agent (also rund 18 Mio. Ersparnis). Über die Cap-Zahl hinaus sprechen drei Dinge für eine Trennung:

  • Miller hat abgebaut und kommt in die Jahre. Schon 2019 galt er nur mehr als guter Durchschnitt und 2020 verpasste er die ganze Saison. Er wird heuer 32.
  • In Bradley Chubb hat sich der Nachfolger 2020 doch noch am Riemen gerissen und gute Performance gezeigt
  • Miller ist zuletzt immer wieder mit Skandalen neben dem Platz in den Medien (Frauengeschichten?). Es soll sogar polizeiliche Ermittlungen geben.

CB A.J. Buoye wurde bereits entlassen, DT Jurrell Casey könnte mit rund 12 Mio. Ersparnis noch gefeuert werden. Der wichtigste Free Agent ist S Justin Simmons. Es gilt als gebongt, dass die Broncos ihn halten sollten.

So bleibt die Notwendigkeit, einen Buoye-Nachfolger als Cornerback zu holen um die Secondary als Stärke zu behalten – und im Falle von Millers Abgang die Aufgabe, im Pass Pass-Rush zumindest einen Mann für die Tiefe zu holen.

Letztlich sind die ganzen Moves aber alle Pipifax. Die zentrale Position ist und bleibt bis zur Adressierung Quarterback. Wenn Denver dort nichts macht, ist wahrscheinlich eh alles andere umsonst.

5 Kommentare zu “NFL Offseason Ausblick 2021: AFC West

  1. Die NFL verbietet es Teams, bis 3 Tage vor Beginn der Free Agency unangefragten Kontakt mit Spielern anderer Mannschaften aufzunehmen.

    Diese unerlaubte Kontaktaufnahme wird Tampering genannt.

  2. Die Raiders haben durchaus noch einige Möglichkeiten, ihren Cap Space zu steigern. Brown, Joyner, Williams, Mariota, Nassib, Incognito kommen da als erste in Frage. Deshalb sehe ich Agholor auch noch nicht weg, wird eben von einer anzubietenden Erhöhung abhängen..

  3. Pingback: Faustregeln für die NFL Free Agency | Sideline Reporter - Eier, wir brauchen Eier!

  4. Pingback: NFL-Definition von „logisch“: Chargers-Draft 2021 | Sideline Reporter - Eier, wir brauchen Eier!

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