NFL Offseason Ausblick 2021: NFC South

Vorletzter Teil der NFL-Offseason-Vorschau mit der NFC South. Und so viel Freude ich bis jetzt an fast jedem Team hatte: Die vier Mannschaften in der heutigen Division sind speziell spektakulär. Jede einzelne bietet eine ganze eigene, klar umrissene Storyline.

Die Saints müssen Cap-Hölle lösen. Die Buccs stehen vor der Entscheidung, inwiefern den Superbowl-Kern zusammenzuhalten die bessere Option ist als schon mittelfristig zu denken. Die Panthers lechzen förmlich nach einem Big-Name-QB. Und die Falcons haben „Chance des Lebens“.

New Orleans Saints

12-4, Divisional Playoffs
Power Ranking: #5
Cap Space: -69.5 Mio (#32)

Jeder, der sich entfernt mit der NFL befasst, dürfte mitbekommen haben, dass die New Orleans Saints seit Jahren volle Fahrt auf eine beispiellose Cap-Hölle nehmen. Alle Kreditkarten sind jetzt ausgereizt – in dieser Offseason kommt die Quittung: Die Saints sind fast 70 Mio. Dollar über das prognostizierten Salary-Capnachdem Drew Brees bereits einem fetten Pay-Cut zugestimmt hat! (Analyse)

Brees hat vor etwa zwei Wochen aus freien Stücken auf den nicht-garantierten Teil seines Gehalts verzichtet und damit rund 24 Mio. für die nächste Saison aus den Büchern gestrichen. Dieser Gefallen wurde weithin als Zeichen des bevorstehenden Rücktritts gedeutet. Wenn Brees‘ Rücktritt offiziell bei der NFL erst nach 1. Juni eingereicht wird, können sie finanziell extrem für 2021 profitieren (dann nur ca. 1 Mio. Dead-Cap für 2021).

Aber es gibt jetzt schon die ersten Mutmaßungen, dass Brees einen auf Brett Favre machen könnte und im Sommer, frisch erholt von der harten Saison, wieder Lust aufs Quarterbacken bekommt. Wenn an den Gerüchten was dran ist, dann wäre Brees‘ Pay-Cut der „Mutter-Teresa-Move“ der NFL.

Die schiere Möglichkeit, dass es das für Brees doch noch nicht gewesen sein könnte, kreiert ein paar Probleme – z.B. wenn dadurch QB Jameis Winston keine Lust hat, sich bei den Saints für ein weiteres Jahr auf der Bank zu committen. Und die Saints dann am Ende mit dem Äquivalent von „keinem QB“ (a.k.a. Taysom Hill) dastehen.

Das sind nur einige einleitende Gedanken zu dieser wirklich faszinierenden Offseason der Saints. Winston ist der einzige Free Agent, bei dem man gut tun würde ihn zu halten. Die anderen sind zwar teilweise auch gute bis exzellente Spieler, aber wohl unmöglich mit dem Gehaltsbudget zu vereinen: FS Marcus Williams, TE Jared Cook, EDGE Trey Hendrickson, DT Sheldon Rankings, DB P.J. Williams.

Nach „Cut“ schreit der Vertrag von LB Kwon Alexander (kann bei 13.2 Mio mit null Dead-Cap gefeuert werden), aber auch DT Malcom Brown, CB Janoris Jenkins, WR Emmanuel Sanders oder CB Patrick Robinson könnten der Gehaltsobergrenze zum Opfer fallen.

Nicht unwitzig: Wenn diese Jungs alle gehen gelassen werden, halbieren die Saints ihren Cap-Überschuss auf 35 Mio und haben nur mehr die zweitschlechteste Cap-Situation. Es braucht dann immer noch haufenweise Restructures für „Cap-Compliance“ zum Liga-Start Mitte März.

Kurzum: Wird nicht einfach, der Job. Aber niemand ist besser darin, alle Kniffe und Ecken des Cap-Management auszuschlachten als die Saints.

Aber auch wenn es gelingen wird, offenbart sich schon einmal das Grundproblem der Saints: Man wird nicht mehr die Tiefe haben um sich Luxus-Ergänzungsspieler wie EDGE Hendrickson oder Alex Anzalone zu halten. Der Kader wird notgedrungen dünn – und damit steht ein Titelfenster ohnehin infrage.

Die Basisfrage lautet also auch: Will man den Kern des Kaders irgendwie zusammenhalten oder nutzt man die Gelegenheit ordentlich auszumisten, sich von teuren Veterans knapp über der „Prime“ zu trennen und im Draft erstmal das „long game“ zu spielen und ein wenig von der aggressiven Einkaufspolitik der letzten Jahre abzugehen?

Oder bleiben GM Mickey Loomis und Headcoach Sean Payton voll auf dem Gaspedal, traden weiter nach oben für spannende Prospects und finden neuerlich kreative Wege um den (weiterhin sehr guten) Kern 1-2 weitere Jahre irgendwie zusammenzuhalten? Wie das genau gehen soll, ist noch nicht ganz klar. Aber der erste Anzug der Saints wäre mit einem einigermaßen passablen QB (wie es ein Winston sein kann, vielleicht sogar noch ein 42-jähriger Brees) weiter gut genug um oberhalb von 8-8 mitzuspielen.

Krasser Umbruch geht eh nicht – zu viel Dead-Cap auf den teuersten Spielern. Wahrscheinlicher ist, dass man versucht, so viel wie nur irgendwie möglich vom aktuellen Kern zusammenzuhalten, eine Offseason ohne größere Einkäufe zu überstehen, und vielleicht angeführt von Winston/Brees mit einer starken Draftklasse im Playoffrennen zu bleiben.

Andererseits: Es sind die Saints. Wer will schon ausschließen, dass da noch ein paar verrückte Moves kommen und wir im Sommer über ein Training-Camp mit Rookie-QB schreiben?

Tampa Bay Buccaneers

11-5, Superbowl Champion
Power Ranking: #2
Cap Space: 13.3 Mio (#14)

Nicht minder spannend geht es beim Superbowl-Champ Tampa Bay zu. Die Buccs haben zwar weit mehr Cap-Space zur Verfügung als die Saints, und ihr Oldie-QB sieht wesentlich frischer aus, aber auch Tampa hat zahlreiche kritischen personelle Entscheidungen vor sich – und steht damit wie die Saints auch ein bisschen vor der Frage: „Fenster 2021 maximieren oder schon auf die mittelfristige Zukunft schauen?“

Tampa hat wie New Orleans in den letzten Jahren exzellent gedraftet und steht kurz vor den schwierigen „Extension-Fragen“: Wen aus diesem eigentlich jungen Kern wird man langfristig halten?

Die Fragen sind umso spannender, weil QB Brady als 43-jähriger Methusalem den krassen Counterpart bildet. Brady gibt „das Fenster“. GM Jason Licht könnte also durchaus auch in „all in“ denken – und die Chance auf eine Titelverteidigung der mittelfristigen Zukunft vorziehen.

Superstars wie WR Chris Godwin, EDGE Shaq Barrett und LB Lavonte David sind Free Agents – wie im Übrigen auch die etwas in die Jahre gekommenen, aber als Brady-Buddys vielleicht unverzichtbaren TE Rob Gronkowski und WR Antonio Brown.

Tampas GM Jason Licht hat interessante Cap-Herangehensweise, wenn ich die Daten bei OTC richtig interpretiere: Er zahlt recht niedrige Handgelder, dafür eher hohe Fixgehälter. Das bedeutet: Tendenziell hohe Cap-Zahlen, aber auch hohe Flexibilität beim Restrukturieren von Verträgen. Hier mal ein paar Beispiele von Spielern, die bei Entlassung null Dead-Money anschreiben würden:

  • LT Donovan Smith (14.2 Mio Cap-Zahl)
  • C Ryan Jensen (10 Mio Cap-Zahl)
  • TE Cam Brate (6.5 Mio Cap-Zahl)
  • TE O.J. Howard (6 Mio Cap-Zahl)
  • EDEG William Gholston (5.5 Mio Cap-Zahl)

Auch JPP oder LG Ali Marpet ließen sich according to OTC locker extenden. Wenn Licht nicht voll in der Schablone „2021 oder nix“ denkt, lauten die Buccs-Fragen lautet nun: Wo priorisiert man? Godwin oder Barrett? Godwin und Barrett? Gronk, Brate oder Howard – oder Gronk, Brate und Howard? Hält man den Ü30er Lavonte David – und wo liegt die Schmerzgrenze?

Theoretisch wäre es für die Buccs möglich, 2021 „all in“ zu gehen und alle wichtigen Free Agents ein weiteres Jahr zusammenzuhalten – die Zeche dafür wird aber kommen. Mit einem Jungspund wie Brady wäre die Denke vertretbar. Aber proaktive Weichenstellung für die Zeit danach ist durchaus auch eine Option, auch wenn dann wohl zumindest einer aus Godwin/Barrett gehen muss.

Einen Blick können wir auch noch auf die Runningback-Position werfen: Wird Brady diese Offseason seinen „Receiving-Back“ bekommen? Werden die Buccs im Glauben daran, einen sehr kompletten Kader zu besitzen, im Draft einen 1st-Round-Runningback ziehen?

Carolina Panthers

5-11
Power Ranking: #21
Cap Space: 31.5 Mio (#8)

So viele Quarterback-Fragen es in dieser Offseason gibt, so ist die bei den Carolina Panthers gestellte offenbar eine der lautesten in der ganzen Liga. Bei schier jedem QB – sei es Matt Stafford, Deshaun Watson oder einer der Big-Four im Draft – brodelt ein Gerücht um massives Interesse der Panthers mit. Wo es so sehr köchelt, muss etwas dahinter sein.

Nicht, dass Carolina in Jahr 2 von Matt Rhule nicht auch andernorts paar pressing needs hätte: Auf Offense Tackle hat man zwei Free Agents (Tyler Moton und Russell Okung), WR3 Curtis Samuel hat auch auslaufenden Vertrag, Tight End ist so gut wie unbesetzt – und die extrem junge Defense hat auch im Jahr 1 nach dem „All Defense Draft“ 2020 zahlreiche Lücken.

Passrush, Linebacker, Cornerback: Nirgendwo würde ein bisschen Veteran-Qualität schaden um dem blutjungen Kern um EDGE Brian Burns oder S Jeremy Chinn bissl Assistenz zu geben. Ein Yetur Gross-Matos als EDGE2 oder ein LB Shaq Thompson als Ankermann der Defense – das führt auch 2021 zu zahlreichen 30+ Punktespielen.

Letztlich dreht sich aber alles um QB. Das Experiment mit Teddy Bridgewater als Brücke zwischen alten und neuen Panthers gilt als ziemlich gescheitert. Teddy ist mit hohem Dead-Cap kaum loszuwerden, aber eine weitere Saison mit ihm als Stamm-QB würde sich wie eine verlorene anfühlen.

Das dumme für die Panthers: Bridgewater war 2020 „gut genug“ um einen Top-3 Pick zu verpassen. Ein Trade-Up für einen Rookie wird teuer – also scheint man fett im Deshaun-Watson-Rennen mitzubieten. Durchaus denkbar, dass die Texans zuhören:

  • Der #8 Pick ist zwar wohl zu weit entfernt von den Top-QBs, aber immerhin erspart man sich die „Schande“ den #3 Pick aus Miami zurückzuholen
  • Carolina ist NFC – die Texans würden ihr Juwel immerhin aus der Conference befördern

Auch aus Panthers-Sicht wäre Watson Traum. Salary-Cap ist beim Watson-Trade null problemo. Watson in der Joe-Brady-Offense – viel leckerer ist auch Himbeereis mit Sprühsahne nicht. Sollte man Samuel halten, hätte man auch einen vernünftigen Receiver-Corps am Start – D.J. Moore ist gerne unterschätzt und Robby Anderson ein deep threat vor dem Herrn. Bissl Competition mit Mid-Round Draftpick wär noch ganz cool, aber als Anfang reicht es.

Natürlich nimmt ein Trade für Watson die Ressourcen um alle Needs zu adressieren. Aber er nimmt auch die Notwendigkeit, alle Needs zu adressieren.

Atlanta Falcons

4-12
Power Ranking: #18
Cap Space: -20.2 Mio (#27)

Auch das vierte NFC-South-Team ist in einer mega-spannenden Situation: Die Falcons waren nach Effizienz-Metriken wie EPA/Play ein fast durchschnittlich gutes Team, das aber „dank“ 4-12 Absturz nun an #4 draften darf – nahe genug dran um in einer extrem gehypten Quarterback-Klasse den „Fernglas-Move“ hinzulegen und Matt Ryans Nachfolger zu holen.

Was Atlanta mit dem #4 Pick macht, wird den Lauf der Franchise auf Jahre bestimmen – aber IMHO spricht extrem viel dafür, Quarterback zu draften:

  • Matt Ryan ist 35 und wird nicht mehr sehr lange auf Top-Niveau spielen.
  • Eine solche Chance mit einem so hohen Pick wird so schnell nicht wieder kommen, denn die Falcons waren schon 2020 wesentlich besser als ihr Record.
  • Aber sie waren nicht genug für echte Contention – und große Transfersprünge sind mit einer schwierigen Cap-Situation nicht zu erwarten.
  • Arthur Smith kommt als Offensiv-Geist nach Atlanta. Wie viel besser kann eine Situation sein um einen QB-Jungspund sanft in die NFL einzuführen?

Gerade für einen Trey Lance, dessen Sprung hoch von der FCS in die NFL ein großer ist, wäre so ein „Redshirt-Jahr“ hinter Ryan bestimmt nix Schlimmes.

Wie übel die Cap-Situation ist? Atlanta hat schon Moves gemacht (Ricardo Allen und Allen Bailey entlassen) und ist noch immer 20 Mio über der Cap. Die beiden Franchise-Asse Ryan (49 Mio Dead-Cap) und Julio Jones (38.5 Mio Dead-Cap) sind auf dem absteigenden Ast, können aber diese Offseason nicht ohne kapital Schäden bewegt werden – nächste Offseason sähe es eventuell anders aus (Jones 15 Mio Dead-Cap, Ryan 26 Mio).

Bevor man an größere Sprünge denkt, muss man ohnehin erstmal die Free Agents ersetzen (RB Todd Gurley, C Alex Mack, DBs Darqueze Dennard, Keanu Neal und Kazee) – und sich auf dem Weg dahin noch von einigen Verträgen trennen wie z.B. EDGE Dante Fowler um überhaupt pari mit der Gehaltsobergrenze ins neue Football-Jahr zu starten.

Atlantas Idealszenario für die nächsten 12 Monate sieht meiner Meinung nach so aus:

  1. Quarterback an #4 draften und ein Jahr hinter Matt Ryan auf die Bank setzen
  2. So viele billige Defender wie möglich vom Transfermark holen um die allergrößten Lücken zu stopfen und versuchen, 1-2 Mid-Rounder ins Defensive Backfield zu stecken
  3. Dritten Receiver in Mid-Round Draft oder Free Agency holen
  4. 2021 als Jahr 1 von Arthur Smith und Jahr Z von Matt Ryan mit erhobenem Haupt in den Playoffs beenden und Ryan dann zum Abschied an einen QB-geilen Contender 2022 traden
  5. 2022 mit sanierter Salary Cap, verbesserter Defense und einem einsatzbereiten QB-Jungstar durchstarten.

Wird es so kommen? Who knows. Aber das wäre mein Planwenn die Scouting-Vorberichte wirklich stimmen und alle vier Top-QB-Prospects wirklich den Buzz wert sind.

Je mehr ich an das Szenario denke, desto besser gefällt es mir. Der Plan hat keine Schwächen. Ich bin schon richtig geflashed!

22 Kommentare zu “NFL Offseason Ausblick 2021: NFC South

  1. Danke an dieser Stelle für die großartige Serie!

    Eine Sache die mich schon länger beschäftigt sind die „Brücken-QBs“. Ergeben die in irgendwelchen Szenarien eigentlich wirklich Sinn? Meist zu schlecht (QB + Kader) für einen PlayOff Run, aber zu gut für einen Top-Pick. Da spiele ich doch lieber mit einem Rookie und teste ihn einfach? Mir fällt auf die Schnelle keine Szenario in der jüngeren Geschichte ein, wo das wirklich langfristig gut funktioniert hat (was genau erhofft man sich eigentlich von einem Jahr mit einem „Brücken-QB“?).

  2. Ich bin mir ehrlich gesagt nicht so sicher, ob es so viel bringt einen top draft pick zu erwirtschaften im Hinblick auf die qb Frage. Kommt mir eher darauf an, den Richtigen zu finden – also entweder Gluck (viele qbs draften) oder man ist der Meinung man hat eine deutlich bessere Evaluation.
    Mahomes, Watson, Wilson, Brady, Prescott, Allen – alles keine no1 drafts…

  3. Zu dieser „Brees verzichtet auf Gehalt“ – Sache: Ist es denn in der NFL üblich, dass da auch gemauschelt wird? In der Form, dass Brees auf Gehalt verzichtet, aber dafür vom Hauptsponsor eine neue Küche bekommt oder die Frau in der Firma des Sohnes des Owner eine gut bezahlte Stelle als Schreibkraft bekommt?

    Würde mich mal interessieren, wieviel davon bekannt ist und wie die NFL versucht dagegen vorzugehen? War da nicht mal was mit Tom Brady, wo die Patriots Trainingszeit im TB12- Fitnessstudio gebucht hatten?

  4. @alexanderbrink
    Das ist ja auch meine Meinung. Bevor ich mit einem Bridgewater/Taylor und Konsorten spiele, drafte ich halt jedes Jahr einen QB und probiere die jungen QBs aus.

  5. Bridgewater ist halt einfach zu teuer, weil man überschätzt hat, was Joe Brady aus Ihm machen kann. Aber günstig qbs abgreifen und schauen, ob sie in neuem Umfeld funktionieren und gleichzeitig in Runde 2/3 Prospects picken halte ich stand jetzt nicht unbedingt für blöde. Tanken für den top qb scheint mir bisher selten funktioniert zu haben.

  6. Ja es geht mir vor allem um das „gleichzeitig in Runde 2/3 picken“. So lange man das macht und dein erfahrener QB nicht zu teuer ist, passts eh. Hab jetzt die Drafts von Carolina nicht so im Kopf, aber warum hat man zB letztes Jahr keinen QB gedraftet? Mir kommt halt vor, dass man mit Brücken QBs oftmals die Entwicklung der Mannschaft hemmt.
    Einerseits ist Carolina zB im Rebuild und sie nehmen in Kauf keine absolut konkurrenzfähige Mannschaft aufzustellen, andererseits probiert man mit Bridgewater doch irgendwie erfolgreich zu sein.

  7. Ich bin mir halt nicht sicher, ob man wirklich gehemmt wird. Wo siehst du da denn die Gefahr?
    Ich würde eher dahingehend argumentieren, dass es der Entwicklung der offense ganz gut tut, wenn du keine Katastrophe auf qb hast. Und, zumindest in der Theorie bewahrt dich win Bridgewater davor Haus und Hof für went zu verkaufen; quasi wie Alex smith dir ermöglicht hat auf hohe upside zu gehen.

  8. Weiß nicht, eben zB dass Carolina keinen QB gepickt hat, weil sie erstmal eh auf QB versorgt sind. Da hat man halt einen Versuch im Draft ausgelassen.
    Aber stimmt schon, es gibt sicher auch Argumente für diese Strategie, ist natürlich kein schwarz/weiß, wie so oft 🙂
    Ich war bis jetzt eben immer nicht so der Fan davon.

  9. @Dudel:
    Bei 24 Mio. müsste das aber eine krasse, nicht footballbezogene Ersatzleistung sein.
    Nebenabsprachen wären aber mWn ein Verstoß gegen die Regeln der NFL und würden bei Bekanntwerden entsprechend saktioniert, das Risiko für die Teams ist also hoch.

  10. Nachtrag:
    Prinzipiell gehts wohl um die Frage, ob ich einen schlechteren Draftpick in Kauf nehme, um meine Offense mit einem durchschnittlichen QB trotzdem halbwegs konkurrenzfähig zu halten.
    Und da kommt hinzu, dass es schon stimmt, ein höherer Pick != Top-QB, aber ich kann ja auch zB runtertraden und so den Kader nochmals aufbessern.

  11. Re: Bridge-QB

    Wenn man einen einigermaßen vernünftigen Kader aufstellt, ist es IMHO aus zwei Gründen vernünftig, einen vernünftigen QB aufstellen:

    1. Man kann seine Offense testen, einspielen und die Spieler entwickelt. Mit einem Trainwreck à la Trubisky ist das unmöglich.
    2. Ein gutes Team verliert den Glauben, wenn man einen potenziell unterirdischen QB aufstellt.

    Insofern kann ich den Move mit Teddy verstehen. Joe Brady konnte wahrscheinlich viele Nuancen in seinem Scheme live in der NFL testen, was vielleicht mit einem 4th Round Rookie nicht so einfach gewesen wäre.

    Problem an Teddy ist eher die limitierte Upside in Kombination mit dem relativ hohen Cap-Space und der „hohen Downside“. Teddy bewegt keine Welten, begeht aber auch so wenige richtig fette Bolzen, dass du mit ihm fast unausweichlich 2-3 Spiele gewinnst die ein reiner Stopgap nicht holt. Aber er hat gleichzeitig nicht die Upside eine Ryan Fitzpatrick, den man gleichzeitig für wesentlich weniger Geld bekommt.

  12. Drew Brees hat in seiner Karriere 250 Millionen verdient und dazu ein paar Werbedeals gehabt.

    Ich denke, da kommt es ihm jetzt auch ohne Illegale Deals nicht drauf an. Der Traum eines 2. Rings ist bei ihm sicher größer als alles weitere Geld und die Verbundenheit zum Francaise/Der Stadt soll wohl hoch sein (aber das ist weniger eine Garantie für Gehaltsverzicht)

  13. Zu Brücken-QB: Positives Beispiel ist Ryan Tannehill. Erwartungen IMHO deutlich übertroffen. Anderes Beispiel: Nick Foles ist auch nur „Brücken-QB“, hat sich aber einen Ring verdient mit Top-Leistung zum richtigen Zeitpunkt. Es können nur 5 Teams gleichzeitig einen TOP5 QB haben, beim Rest ist es whrschl besser, einen TOP20 QB zu akzeptieren, als jahrelang nur einem Traum hinterherzujagen.

  14. Zum Bridge-QB: Wenn ein Team über zwei Jahre aus einem Dumpster-fire eine O-line aufbaut, dann will es dahinter keinen Rookie-QB sehen. Zum einen, weil er „happy feet“ und „driften nach hinten rechts“ lernt. Zum anderen: Verletzungsrisiko. Stichwort: Burrow. Erfahrene Journeymen können mit Pressure besser umgehen. Abgesehen davon würde ich Thompson zustimmen.

    Zu den Saints: Vielleicht sehe ich das zu pessimistisch, aber ich sehe die Saints nicht mehr im Titelfenster. Drew ist in meinen Augen durch.
    Taysom Hill ist kein Superbowl-QB.
    Bleibt als vernünftige Alternative Winston. Der hat Potenzial, aber der Kader wird schlechter und ich bin nicht sicher, ob Winston das Team auf Augenhöhe mit Chiefs oder Bucs bringen kann.

    Zu den Bucs: Ich würde mich sehr wundern, wenn sie nicht „einfach“ den Kern zusammenhalten und auf Repeat gehen. Sie haben ein erwiesenermaßen SB-fähiges Team beisammen. Warum mittelfristig denken statt nochmal Vollgas zu geben bis Tommys Tank leer ist?

  15. Die Saints sind an Willson dran oder haben zumindest Interesse an ihm.

    Wie sie das hinbekommen wollen ist mir ein Rätsel.

  16. Ich habe das eher so verstanden als ob Wilson die Seahawks vorgewarnt hat, dass er wenn, dann nur zu den vier genannten Destinationen getradet werden möchte.

  17. Wo kommen denn bei Watson und Wilson die Gerüchte über die Jets her?
    Klar, Resourcen ohne Ende. Aber auch so gut wie kein Fundament auf dem man aufbauen könnte und keine Entscheidung der letzten Jahre kann die Hoffnung begründen, dass sie jetzt ausnahmsweise sinnvolles Teambuilding betreiben…

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