Von der Hackordnung in der SEC: Georgia Bulldogs sind ein besserer Job als Alabama

Die Georgia Bulldogs haben seit dem zweiten Weltkrieg genau eine National Championship im College Football gewonnen. Alabama hat allein in den letzten 15 Jahren sechs geholt. Trotzdem kommen Andy Staples und Ari Wassermann in einem wirklich interessanten Podcast zum einstimmigen Schluss: Georgia ist der attraktivere Programm. Warum?

Zum ganzen Podcast geht es hier entlang – die Quintessenz ist in dem Tweet zusammengefasst:

Ich fand es spannend – wie jede Diskussion mit einer überraschenden Folgerung. Viele sehr gute Gedanken. Es geht um ein „Attraktivitäts-Ranking“ der SEC-Jobs (Southeastern Conference = Königsklasse im College Football).

Ich diskutiere die Gedanken mal hier – ergänzt mit ein paar weiteren eigenen.

#1 Georgia Bulldogs

Die Liste an Gründen, warum das als chronischer Underachiever verschriene Bulldogs-Programm als attraktiverer Job denn Alabama durchgeht, ist lang:

  • Georgia ist ein Staat mit extrem vielen starken Highschool-Talenten. In den letzten fünf Jahren hatte Georgia die viertmeisten „Bluechip-Recruits“ – Tendenz steigend (2020 war man schon #3).
  • Georgia ist ein boomender Bundesstaat. In den letzten Jahren sind zahlreiche Bewohner zugewandert und gerade im Großraum Atlanta hat sich eine ganz eigene Highschool-Community mit innovativen Coaches entwickelt.
  • Das wunderschöne Städtchen Athens, Heimat der Bulldogs, liegt nur gut eine Autostunde vom Moloch Atlanta entfernt.
  • Die Bulldogs sind das einzige dominante Power-5-Programm im ganzen Bundestaat. Die Georgia Tech Yellow Jackets aus Atlanta spielen zwar in der ACC, gelten im Bild der Amerikaner aber als irgendwo zwischen verstaubt und versnobt. Die Strahlkraft der Bulldogs ist im ganzen Bundestaat ohne Konkurrenz.
  • Sie spielen in der SEC East, der einfacheren der beiden SEC-Divisionen.

Georgia muss sich zwar ein bissl gegen Recruiting-Einfälle von Auburn und Clemson wehren, hat aber keine Mühen, die besten Talente im eigenen Staat zu halten, und kann seine Fühler immer wieder nach Florida ausstrecken, wo es die meisten Bluechipper der USA gibt.

Kirby Smart ist seit fünf Jahren Coach in Georgia. Dass er bis jetzt keinen National Title gewonnen hat, beginnt man ihm schön langsam negativ auszulegen. Die Fans werden ungeduldig. Aber der Titel ist nur eine Frage der Zeit. Smart hat den Pokal schon 2017 im epischen „Tua-Game“ nur um Haaresbreite verpasst und seither etwas Pech mit seinen Quarterbacks gehabt. Etwas Modernisierung der Offense tut Not, doch grundsätzlich ist Georgia extrem gut aufgestellt.

Die letzten Recruiting-Klassen der Bulldogs: #3, #1, #2, #1, #3. Da kann selbst der passionierte Saban nicht mithalten.

#2 Alabama Crimson Tide oder LSU Tigers

Staples und Wassermann sind sich nicht einig, ob man Alabama oder LSU an #2 ranken sollte. Grundsätzlich gilt: Man sollte sich beim Thema Alabama nicht von der ungeheuren Titel-Serie blenden lassen – sie ist ganz einfach Produkt des besten Coaches aller Zeiten (Nick Saban). Diese Dynastie zu replizieren wird ein Ding der Unmöglichkeit.

Saban ist einfach ein überragender Recruiter, der auch nach über zehn Jahren am Werk kein Jota nachgelassen hat. Seine Recruiting-Arbeit ist ohne historisches Beispiel. Vor 3-4 Jahren lieferte er mal eine schier schon schandhafte #7 Recruiting-Klasse. Seither legte er zweimal #1 und einmal #2 nach. Saban rekrutiert längst landesweit – auch fernab des US-Südens. Sein Name bürgt für Erfolg, und für die Entwicklung zum NFL-Star.

Für LSU dagegen spricht: Es hat mehr Blue-Chipper als der Bundestaat Alabama, und LSU ist im Gegensatz zu Bama in seinem eigenen Bundestaat komplett ohne Rivalen (Bama muss sich Battlegrounds mit Auburn teilen). Hell: Ich müsste als LSU-Coach schon komplett versagen, damit nicht mindestens zehn Blue-Chipper pro Jahrgang in Louisiana bleiben würden!

LSU hatte ich bislang stets als deutliche #4 der SEC gesehen (auch noch hinter Florida), aber es gibt schon einen ganz dicken Hinweis darauf, dass es gar nicht so schwierig ist, mit den Tigers um National Championships mitzuspielen: Die letzten drei Coaches haben alle einen National Title gewonnen:

  • Saban 2003
  • Les Miles 2007
  • Ed Orgeron 2019

Ich sehe ein, dass Alabama in Punkto Recruiting weniger zu bieten hat als Georgia. Aber zwei Punkte sind mir in der Diskussion zu kurz gekommen. Zum einen: Alabama hat als „Marke“ eine unglaubliche Strahlkraft, und das geht weit über die Saban-Ära hinaus. Es stimmt zwar, dass das Programm vor Saban ein bissl angekratzt und nur im Mittelmaß war. Doch über die Jahrzehnte haben immer wieder zahlreiche verschiedene Coaches viele National Titles mit diesem erfolgreichsten College-Programm gewonnen – allein der Name Bear Bryant thront über allem.

Der zweite Punkt geht damit einher: Die University of Alabama tut alles für den Erfolg im Football. Wo Kirby Smarts Vorgänger Mark Richt viele, viele Jahre lang nach Facility-Upgrades schreien musste, hat Alabama seit 30 Jahren die modernsten Einrichtungen – und Saban bekam seit seiner Einstellung als Coach 2007 alle Mittel, nach denen er rief. Fraglos: Saban gab das Vertrauen in das Investment zurück.

Doch die Uni ist committed zum Football – wohl mehr als Georgia. Das macht dann auch einen beträchtlichen Teil des Standortnachteils wieder wett, Coach hin oder her.

#4 Florida Gators

Ich bin überrascht über das scheinbar „niedrige“ Ranking des Gators-Programms. Für mich war Florida mit all seinen Ressourcen, dem vielen Geld, dem riesigen Stadion und den glitzernden Titeln der letzten 15 Jahren sogar nahe an der #1 im Lande (nicht nur SEC), aber die Argumentation von Staples/Wassermann ist schno irgendwie schlüssig: In Gainesville rekrutierst du gegen zwei andere Power-5 Schools mit fetter landesweiter „Marke“: Miami Hurricanes und vor allem Florida State Seminoles.

Miami ist noch immer ein begehrter Ort, auch wenn die Canes längst nicht mehr um National Titles mitspielen. Und FSU befindet sich zwar momentan im Chaos, aber die Seminoles sind nach wie vor eins der Programme mit den höchsten Einschaltquoten landesweit. Dieser schlafende Gigant wartet permanent drauf, geweckt zu werden – und er hatte Anfang der 2010er Jahre wieder einen fünfjährigen total dominanten „stretch“.

Pack dazu ambitionierte Mid-Majors wie UCF oder USF in der Region und die Nachbarn aus Alabama, Georgia und Clemson mit in die Gleichung, und schon tust du dir doppelt und dreifach schwer die besten Talente zu halten. Es ist wahrscheinlich tatsächlich kein Zufall, dass Florida, FSU und Miami selten alle drei zugleich richtig gut – bei aller Masse an Talenten geht die Pipeline in diesem Haifischbecken irgendwann doch aus.

Das Gute: In guten Jahren sind bei Florida immer National Titles drin. Aber der zermürbende andauernde Recruiting-Kampf gegen die lokale Konkurrenz ist dann wohl doch ein zu klares Minus. Wenn Bama oder Georgia im Vergleich als tiefenentspannt durchgehen, dann weißt du wo wir sind…

Die SEC-Oberschicht

Nach diesen klaren Top-4 gehen die Meinungen auseinander.

Beide sind sich einig, dass das finanzstarke Texas A&M das sechstbeste Programm ist, können sich aber nicht schlüssig erklären warum A&M noch immer so weit von der SEC-Spitze entfernt ist. Die Aggies hätten eigentlich alles:

  • Sie liegen als einzige SEC-Uni in Texas (zweitmeiste Blue-Chipper landesweit) und haben quasi freien Zugang zum riesigen Markt Houston.
  • Sie haben ein riesiges Stadion mit mehr als 100.000 Zuschauer, und zahlreiche coole „Football-Traditionen“ (12th man)
  • Sie haben quasi unbegrenzte finanzielle Möglichkeiten

Aber irgendwo hat das Programm auch nach mehreren Jahren unter dem bekannten Headcoach Jimbo Fisher den Ruf der Schönspieler. Das Programm hat in den letzten Jahren zahlreiche Superstars in die NFL geschickt (Von Miller, Jake Matthews, Mike Evans, Myles Garrett) und eine der epischsten Heisman-Saisons hingelegt (Johnny Manziel), aber in zehn Jahren in der SEC hatte man gleichzeitig noch nie eine Chance auch nur auf einen Divisionssieg.

Mein Tipp: Das wird sich ändern. A&M ist auf kurz oder lang die mal dran und wir Bama und LSU in der SEC West recht bald ordentlich einheizen.

Das Programm Auburn ist ziemlich umstritten. Der eine sieht es mit einer fanatischen Fanbase und finanzstarken Boostern in Attraktivität vor Texas A&M, der andere als Trainergrab dahinter. Punkt ist: Auburn reicht an Konstanz nicht an Sabans Alabama heran, doch alle der letzten fünf Coaches haben grandiose Erfolge gefeiert. Leider hat es keinem von ihnen auf lange Sicht genutzt.

Gene Chizik wurde nur zwei Jahren nach dem (zugegeben: glücklichen, von Cam Newton getriggerten) National Title gefeuert. Nachfolger Gus Malzahn stand im zweiten Jahr im National Title Game und verlor in letzter Minute gegen FSU – und wurde vor wenigen Wochen entlassen, drei Jahre nachdem er an Alabama vorbei erneut die SEC West gewinnen konnte.

Soll man das Programm aus Coaching-Sicht also lieben oder hassen? Nur so viel: Malzahn kassierte über 20 Mio. Buyout. Das versüßt dir dann doch das Abenteuer „War Eagle“.

Heftigst diskutiert wurde auch Tennessee. Der eine rankte die Volunteers an #7, der andere an #12. Tennessee ist neben Auburn das vielleicht speziellste Pflaster der SEC: Ein traditionsreiches Programm mit einem riesigen, berühmten Stadion (der Kessel des Neyland Stadiums fasst über 100.000 Zuschauer auf seinen extrem steilen Tribünen) und einer loyalen, aufgeheizten Fanbase.

Doch das Programm selbst ist im Dauer-Chaos. Seit 15 Jahren werden Trainer gefeuert und gefeuert – und jetzt warten NCAA-Sanktionen. Das Recruiting fällt längst nicht mehr so leicht wie früher, der Bundesstaat Tennessee gibt nicht mehr so viel her wie früher. Einige werden sogar sagen: Tennessee ist #1 Job zu meiden.

Trotzdem: Die Ressourcen sind theoretisch da, wenn die Führungsriege erst einmal befriedet ist. Die Heimatstadt Knoxville gilt als ziemlich aufstrebend und lockt gerade viele Leute aus Nashville an. Möglicherweise erlebt das Programm bald eine Renaissance.

Die Mitläufer

Kentucky gilt als Insidertipp: Ein Basketball-Programm, das im Football wohl nie um National Titles mitspielen kann, aber nach vielen Jahrzehnten am Bodensatz jetzt endlich Ressourcen in den Football steckt und um jedes Krümel dankbar ist. Die Wildcats haben in den letzten zehn Jahren einen massiven Sprung gemacht, sind nun auch im Recruiting schon Mittelklasse.

Der eine im Podcast rankte Kentucky gar an #5 vor Texas A&M und Auburn, weil es sich dort so entspannt arbeiten ließe. Aber Gegenpunkt: Kentucky hat auch langfristig praktisch keine Chance, jemals einen National Title zu gewinnen.

Auch Mizzou ist irgendwo dort. Die kleinen Tigers haben Zugang zu den großen Märkten in St Louis und Kansas City, wo Highschool-Football auf dem Vormarsch ist. Aber natürlich haben sie nicht die finanziellen Ressourcen um dauerhaft mit den Powerhouses von oben mitzuhalten.

South Carolina hat mehr Geld und mehr Möglichkeiten, aber ein ganz anderes Problem vor der Backe: Clemson. Die meisten Toptalente gehen heute zu Dabo Swinney und seinem Death-Star. Sie wissen: Viel besser als dort werden sie nirgendwo entwickelt. Die schiere Fülle an Talenten, die sich in den letzten Jahren auf Clemson konzentriert, ist überwältigend.

Das Gute: Historisch gesehen ist Clemson keine Macht. Die Mini-Dynastie Swinneys wird irgendwann zu Ende gehen, und dann stehen den Gamecocks viele Türen offen. Man ist geographisch nicht weit von Jacksonville, Atlanta und Charlotte entfernt. Dazu gilt die Highschool-Landschaft in den Kleinstädten der Carolina-Bundesstaaten als durchaus sexy.

Die Nachzügler

Der Bundestaat Mississippi hinkt in den USA überall hinten nach. Auch zu einem gewissen Grad im Football. Die beiden SEC-Programm von dort, Ole Miss Rebels und Mississippi State Bulldogs, können auf nicht allzu viele In-State-Talentschmieden zurückgreifen und haben sich so in der Not über die Jahre zweier anderer Töpfe bedient:

  • JUCOS
  • Transfers

Junior-Colleges, oder JUCOs, sind quasi eine Art „Parallelwelt“ zum College-Football der NCAA. Wer das System nicht aus „Last Chance U“ kennt, für den hier kurze Einführung. Immer wieder spielen in der NCAA gesperrte Athleten auf JUCOS (Cam Newton war ein besonders berühmtes Beispiel) und sind dann leicht abzugreifen.

Im Bundestaat Mississippi hat sich in den letzten Jahren ein ganz attraktives Netz an JUCOS gefunden, und die beiden SEC-Unis profitieren immer wieder von der Möglichkeit, dort Talente abzugreifen. Oder eben direkte Transfers von einstigen Top-Recruits, die es auf ihren ersten Stationen nicht geschafft haben. So kommst du hintenrum zu deinen Toptalenten. Aber du hast sie dann meistens halt auch nur für ein Jahr, oder zwei.

Trotzdem hat gerade Ole Miss es im Lauf der Jahrzehnte immer wieder zu einigen respektablen Spielzeiten gebracht. Quasi immer, wenn man gerade einen Top-QB auf der Matte hatte, spielten die Rebels ein paar Jahren oben mit.

Arkansas gilt als #13 der SEC. Die Razorbacks sind erst vor 30 Jahren in die SEC rübertransferiert und waren zwischenzeitlich sogar kurz mal in den landesweiten Top-10. Aber das Los in der SEC ist eben: Wenn du landesweit am 25t-besten rekrutierst, bist du in der SEC trotzdem nur die #12 oder #13. So hat Arkansas nur selten wirklich eine Chance oben mitzuspielen. Aber „selten“ ist besser als „nie“: Die Elite-Uni Vanderbilt aus Nashville ist das einzige wirklich chancenlose SEC-Programm, und daher auch nur für ganz wenige Coaches attraktiv. Vandy ist aus historischen Gründen aus der SEC nicht wegzudenken. Aber sportlich gehört die Uni eigentlich nicht dort rein und hat auch längerfristig keine Chance, jemals oben mitzuspielen: Die akademischen Anforderungen sind einfach zu hoch für die meisten Topsportler.

10 Kommentare zu “Von der Hackordnung in der SEC: Georgia Bulldogs sind ein besserer Job als Alabama

  1. Kann der Argumentation ehrlich gesagt wenig abgewinnen. Zum einen weiß ich nicht, ob Standortnachteile wie „viele Blue Chips im eigenen Busestaat“ im Jahr 2020 überhaupt noch irgendeine Rolle spielen, zum anderen bietet Alabama seinen Prospects fast eine Titelgarantie.

  2. @alexanderbrink: Die Titelgarantie hängt aber an Saban, weniger an Bama als Programm.

    Prinzipiell geht die Rechnung so: Alabama ohne Saban << Georgia ohne Saban.

    @Lars: Clemson ist nicht in der SEC.

  3. Dass Georgia attraktiver als Alabama ist, sehe ich auch so. Einfach der bessere Recruiting-Ground und die einfachere Division.

    Unverständlich finde ich da eher Tennessee als #12. Das ist ein riesiges Flagship-Programm eines Staates, in dem Football sehr populär ist und in dem es auch ordentlich Talente gibt. Dazu eben Nachbaarstaaten, in denen es noch deutlich mehr Talent gibt. Und halt ein riesiges Program mit riesigem Stadion und einem großen Standing. Georgia, Bama, LSU, Florida, A&M und Auburn kannst (bzw in den ersten Fällen sollte) man als besseres Programm sehen, aber danach wird es schwierig.

    Würde es denke ich aus dem Bauch heraus so ranken:
    Georgia
    Alabama
    LSU
    Florida
    Texas A&M
    Tennessee
    Auburn
    Ole Miss
    South Carolina
    Kentucky
    Arkansas
    Mizzou
    Mississippi State
    Vandy

    Zwischen Auburn und Ole Miss wäre eine große Lücke.

  4. Ich weiß nicht, dass ist doch ein wenig kontrafaktisch. Alabama hat ja nunmal Saban eingestellt und College Coaches sind eben weit mehr als Coaches und für das Programm verantwortlich.

    Noch mal zurück zu recruiting grounds:
    Meint ihr denn wirklich, dass spielt eine Rolle? Wird denn n der Spitze nicht sowieso landesweit gesucht?

  5. Landesweit versuchen alle, aber wenn dir die Prospects im eigenen Staat die Hütte einrennen, hast du einen riesigen Startvorteil und sparst dir erheblichen Aufwand.

  6. @alexander
    Aber dass Saban in Alabama ist, bringt doch einem möglichen Nachfolger erstmal nichts. Und darum gehts doch grundsätzlich oder? Also die Attraktivität des Trainer Jobs.
    Vielleicht habe ich auch die Grundaussage des Podcasts bzw. des Artikels (habe den Podcast nicht gehört) missverstanden.

  7. Interessantes Thema von dem ich noch weniger Ahnung habe als sonst 😊

    Aber könnte nicht Saban den Job für den Nachfolger sogar schwieriger machen, weil auch wenn Rekruten leichter wird, er immer an Saban gemessen wird, und die Erwartungen niemals erfüllen kann?

  8. @alexanderbrink: National recruiten ist längst nicht so einfach wie es klingt. Die allermeisten Top Tier Talente bleiben in der Region, und wenn du nationally recruitest, musst du in den fremden Areas fast immer auch gegen lokale Powerhouses recruiten.

    Ohne ein sehr gutes Recruiting vor der eigenen Haustür ist es immer schwierig mit so einer Herangehensweise durchzukommen.

    Alabama schafft es, Clemson schafft es, Ohio State schafft es, weil einfach diese Programme gerade so dominant sind und es geschafft haben die Culture zu bilden wo die Elite Talente in den Sommercamps sich zusammenschließen und in Horden dann bei den Programs committen. Aber das hängt ziemlich stark am jeweiligen Coaching Staff.

    Notre Dame schafft es gerade so wegen der Katholiken, aber für ganz oben reicht es meistens nicht, siehe Playoff Debacles. Sogar Michigan tut sich enorm schwer, obwohl sie in Kalifornien gute Ties haben.

    Fazit lange Rede, kurzer Sinn 🙂 Es ist ein sehr großer Vorteil, in einer Zone mit tiefem HS Talent zu liegen. Ich habe auch geschluckt wenn man Georgia UND LSU über Bama sehen will, aber die Argumente sind nachvollziehbar.

  9. „Man sollte sich beim Thema Alabama nicht von der ungeheuren Titel-Serie blenden lassen – sie ist ganz einfach Produkt des besten Coaches aller Zeiten (Nick Saban). Diese Dynastie zu replizieren wird ein Ding der Unmöglichkeit.“

    Um einmal die SEC Shorts aufzugreifen: hätte Bama 2007 Rich Rodriguez verpflichtet, hätte man seither mehr als „nur“ 6 Titel geholt.;-)

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