NFL-Receiver sind schon auf Betriebstemperatur

So langsam kündigen sich die Vorboten der NFL-Saison 2021/22 an. Die Wide Receiver sind jedenfalls schon für jede erdenkliche Schlagzeile zu haben.

Receiver pikiert

Offenbar sind die Vertragsverhandlungen zwischen den Packers und WR Davante Adams zum Erliegen gekommen. Die offiziell verkündete Note soll in etwa so gehen: Adams wollte Gehalt in den Sphären von WR Nuk Hopkins (Cardinals). Dessen Gehalt wird häufig mit 27.5 Mio/Jahr taxiert – ein Wert, der über 5 Mio. über dem Durchschnittswert des nächstbestbezahlten Receiver liegt:

Das wäre ein Aufschlag von 25% vom bestbezahlten zum zweitbest-bezahlten Receiver. Wäre. Denn die Zahlen sind wie so oft in der NFL-Cap-Welt irreführend. Sie beschreiben nur die von den Cardinals an Hopkins ausgezahlte Vertragsaufbesserung im Nachgang an dessen Transfer nach Arizona im letzten Jahr.

Hopkins‘ Vertrag hatte damals noch drei Jahre Laufzeit. Die Cards besserten Hopkins‘ Guarantees und sein Grundgehalt der Saison 2020 um ein paar Millionen auf und hängten hintendran zwei Jahre mit allerdings relativ wenig Dead-Money (15 Mio. in 2023, 7.7 Mio in 2024).

Im Gesamtkontext beläuft sich Hopkins‘ Vertrag auf einen Durchschnittswert (APY – average per year) auf:

  • Zeitraum 2020 – 2024: 19 Mio/Jahr
  • Zeitraum 2021 – 2024: 22 Mio/Jahr

Noch immer ein Spitzenwert, aber doch weit von den bahnbrechenden, kolportierten Zahlen um 27 Mio/Jahr entfernt. Und dennoch scheinen die Top-Receiver ihren Marktwert nun an den 27 Mio., nicht an den 22 Mio., zu messen. Ob beabsichtigt oder nicht: „Galaxy Brain“ Steve Keim (GM in Arizona) scheint den Preis für Elite-Receiver weiter nach oben getrieben zu haben als gedacht.

Die Base-Line für Adams dürfte damit erstmal bei ca. 25 Mio/Jahr liegen. Doch zum momentanen Zeitpunkt ist es fraglich ob es Adams überhaupt noch auf Geld anlegt, denn es gerüchtelt, dass Adams‘ Unlust am Weiterverhandeln eher dem nahenden Ende der Aaron-Rodgers-Ära in Green Bay geschuldet ist.

Es ist seit Monaten bekannt, dass Rodgers der Idee, weiter in Green Bay zu spielen, eher reserviert gegenübersteht. Es gilt als weiterhin denkbar, dass Rodgers lieber zurücktreten würde als noch einmal für die Packers zu spielen – und Adams dürfte sich solidarisieren. Auf Instagram haben der QB wie der Receiver jedenfalls gestern die gleiche Story geshared – „Last Dance“ 2021?

Von Rodgers/Adams zu Love/Dillon – das Masterpiece von Brian Gutekunst könnte also tatsächlich bald Realität werden. Die Wettbüros haben aufgrund der Ungewissheit gestern das Over/Under der Packers sogar schon für die anstehende Saison (2021) vom Tablett genommen. Aber fix ist noch nix, und vielleicht bewegt die frische Luft in Green Bay die beiden Stars noch zu einem Umdenken.

Receiver verletzt

Bei den Saints schrieb gestern WR Michael Thomas die Geschichte, als bekannt wurde, dass Thomas sich nun wegen einer letzte Saison (!) zugezogenen Verletzung noch einer Operation unterziehen muss, die wohl um die vier Monate Rekonvaleszenz erfordert.

Der späte Zeitpunkt ist doch einigermaßen verwirrend – aber offenbar handelt es sich nicht um ein Versäumnis, sondern ist die letzte von vielen Behandlungen, der sich Thomas in den letzten Monaten unterziehen musste. Wenn ich das richtig verstanden habe, dann hatte man bis zuletzt gehofft, auf diesen letzten Schritt verzichten zu können.

Kann man jetzt nicht – und damit liest sich der Receiving-Corps der Saints wie Hölle:

  • WRs Marquez Callaway, Lil’Jordan Humphrey, Juwan Johnson, Tre’Quan Smith, Deonte Harris, Kawann Baker
  • TEs Adam Trautman, Nick Vannett

RB Alvin Kamara ist allein auf weiter Flur die einzige bekannte Waffe im Kader. Da ist bald auch noch egal, ob Jameis Winston oder der Freak Taysom Hill die Bälle raushauen.

Receiver verwirrt

Aus ganz anderen Gründen raus ist bald Cole Beasley von den Bills. Beasleys Twitterkanal glänzt seit Wochen mit Impf-Verschwörungstheorien jeglicher Geschmacksrichtung. Beasley fetzte sich öffentlich mit Teamkollegen und ließ auch nicht von Postings ab als die NFL ihre Position zu ungeimpften Spielern deutlich machte.

Pro Football Talk spekuliert bereits, dass Beasley, der als einer der besten reinen Slot-Receiver in der NFL gilt, es nicht auf einen Rauswurf bei den Bills anlegt. Er hatte dann Potenzial um Märtyrerstatus in der Impfgegnerszene zu erlangen.

Ein Kommentar zu “NFL-Receiver sind schon auf Betriebstemperatur

  1. Der größte Witz an diesen Anti-Vaxx Spielern ist doch…sie werden nicht gezwungen. Die Coaches müssen sich impfen lassen. Die Spieler nicht.

    Sie sollen nur die Konsequenz aus ihrem Handeln tragen wenn das Kind WEGEN IHNEN in den Brunnen fällt. Das will man dann aber doch lieber nicht, fängt an rumzuheulen und spielt das Opfer.
    Wenn Spiele wegen ihnen verschoben werden müssen oder im schlimmsten Fall abgesagt werden (was wohl Kosten im hohen zweistelliger Millionenbereich zur Folge hat) sollen das doch bitte die anderen tragen. Und wenn andere Leute wegen ihnen infiziert werden…dann soll es doch bitte nicht das Problem den Anti-Vaxxers sein.

    Und das ist das dreckige. Man will die Entscheidung…hat sie auch…aber die Konsequenzen will man dann doch lieber nicht wenn man falsch lag.

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