All-32: Los Angeles Chargers 2021 Vorschau

Die L.A. Chargers erzeugen im Vorfeld der NFL-Saison 2021 einigen Hype – und das, obwohl die Geschichte uns lehrt, dann dass man den Bolts nie trauen sollte. Es wird heute ein langer Eintrag, denn wir sprechen über eine der zweifellos spannendsten Mannschaften vor der Saison 2021.

In aller Kürze haben die Chargers einen neuen Trainerstab mit einem Headcoach (Brandon Staley), der sehr viele richtige Dinge sagt und tut, und einen jungen Quarterback (Justin Herbert), der als Rookie so hell geglänzt hat, dass er zum OROY gewählt wurde.

Das kann doch eigentlich nur gut gehen?

  • Bilanz 2020: 7-9
  • Pythagorean: 6.9 Siege (#22)
  • Close Games: 5-6
  • Offense EPA/Play: +0.04 (#15)
  • Defense EPA/Play: +0.03 (#12)
  • Turnovers: +3
  • Fumble Luck: 54% (#10)
  • Adjusted Games Lost: #27 (OFF #20, DEF #29)

Kurz zu 2020: Man möchte es angesichts der Achterbahnfahrt mit einigen fantastischer Highlights, aber auch kompletten Stinkern wie dem 0:45 gegen die Patriots nicht glauben, aber die Chargers waren 2020 im Gesamtbild ein ziemlich durchschnittliches Team. Pythagorean von ziemlich genau 7 Siegen, recht ausgeglichene Close-Game-Bilanz, guter Durchschnitt in Offense und Defense, recht durchschnittliches Turnover-Glück. Sie waren halt mal wieder recht stark von Verletzungen betroffen.

Offense

Es gibt kein Drumherum: Herbert war als Rookie so viel besser als die allgemeine (und auch als meine) Erwartung, dass sämtliche Pre-Draft-Analysen entweder gekonnt in die Tonne gekloppt oder längst gelöscht worden sind.

Herbert gewann den Rookie-des-Jahres-Preis, obwohl er hinter der patentiert schlechten Chargers-O-Line einigem Druck ausgesetzt war. Er war der 14t-beste QB nach EPA/Play, obwohl er hinter der zweitschwächsten Offensive Line nach Pass-block-Win-Rate in fast 37% der Dropbacks Pressure bekam.

Ich habe es schon ein paarmal geschrieben: Herberts zweites Jahr wird mega-spannend, weil man in so viele Richtungen argumentieren kann.

Im Durchschnitt machen junge Quarterbacks vom ersten auf das zweite Jahr als Starter den größten Leistungssprung nach vorne. Gelingt Herbert das, sollte er doch eigentlich die Liga schon jetzt in Flammen setzen?

Dagegen spricht, dass Herbert als Rookie vor allem in instabilen Metriken glänzte:

  1. Unter Druck war er einer der besten QBs der NFL. In PFFs Grading-System war er die #6.
  2. Er hatte die niedrigste Rate an Turnover-würdigen Würfen unter Druck. Er warf ganze 2 Interceptions mit Druck in der Pocket.
  3. Er hatte gleich vier Touchdown-Pässe über 50 Yards, die meisten in der NFL.
  4. Er war nur die #15 nach EPA/Play in Early Downs, aber die #8 in 3rd Downs. 3rd Downs tendieren zu mehr Volatilität.

Herbert war nach PFFs System nur die #25 bei Plays aus sauberer Pocket. Diese Spielzüge sind für gewöhnlich die aussagekräftigeren, wenn wir an die Projection in die Zukunft denken. Herbert hatte eine relativ hohe Quote an extrem kurzen Pässen und warf relativ wenig in die Mitteldistanzen – dort, wo die besten Quarterbacks ihr größtes Kapital rausschlagen. Dafür waren seine tiefen Bomben grenzgenial – aber auch deep passing ist eher instabil.

Es gibt also einiges Potenzial, dass ein Leistungssprung von Herbert nicht direkt einher geht mit viel besserer Effizienz. Doch ein erneuter Abschluss als #14 nach EPA/Play wäre mit der vorherrschenden Erwartungshaltung fast schon eine Enttäuschung.

Timo Riske hat bei PFF jüngst eine Analyse gebracht, die aufzeigt, dass gerade diese von Herbert noch recht wenig getestete Mitteldistanz und die Spielfeldmitte möglicherweise großes Potenzial bergen für eine Verbesserung bei Herbert. Junge QBs verbessern sich beim „2nd year leap“ vor allem dadurch, dass sie die tiefe Spielfeldmitte häufiger attackieren – die wichtigste Zone für Passspiel am Spielfeld.

Justin Herbert Pass Chart – Bild: PFF QB Annual

Was auch für Herbert spricht: Die Chargers haben die größte Schwachstelle der Offense gefixt – zumindest auf dem Papier: Die Offensive Line.

LT Rashawn Slater kam mit dem #13 Overall Pick im Draft. Center Corey Linsley wurde teuer via Free Agency geholt. OG Matt Feiler kam recht preiswert aus Pittsburgh. Das wären drei neue, teilweise schon recht dekorierte Starter von außen.

Gerade auf Left Tackle ist der Sprung von Sam Tevi auf Slater nicht zu unterschätzten. Tevi kassierte in seiner besten Saison als Starter immer noch über 30 Pressures. Ein durchschnittlicher OT liegt bei zirka der Hälfte davon. Slater soll bislang in Trainingslager und Preseason richtig rocken.

An der rechten Flanke soll Bryan Bulaga zurückkehren. Er wäre einer der besseren Tackles – aber Bulaga war zuletzt so oft verletzt, dass niemand mehr so recht an sein Durchhaltevermögen ihn glauben will.

Aber dennoch: Eine der über Jahre schwächsten O-Lines in der NFL kriegt von PFF plötzlich das Label der #18 Line. Wir wissen, dass bei Offensive Lines der Sprung vom Bodensatz ins Mittelfeld wertvoller ist als der Sprung vom Mittelfeld in die Elite. Insofern: Guter Job vom Front Office.


Der Receiver-Corps sollte auch nach dem Abgang von TE Hunter Henry ganz passabel sein. WR1 Keenan Allen ist einer der besten Route-Runner in der NFL. Auch wenn er nur knapp 10 Yards/Catch macht, ist Allen auch mit 30 Lenzen noch ein Träger der Offense: Er machte 2020 über 60 1st Downs und 1.9 Yards/Route.

Für die tieferen Routen sind ohnehin andere zuständig. WR2 Mike Williams zum Beispiel. Der einstige extrem hohe Pick von Clemson hat in den letzten drei Jahren eine ganz vernünftige Entwicklung genommen. Er spielt jetzt mehr outside (ca. ¾ außen, ¼ im Slot) und wird zwischen 16 und 18 Yards downfield angespielt.

Und weiter: WR3 Jalen Guyton hat 18.3 Yards/Catch, Tyron Johnson hat 20 Yards/Catch. Auch Rookie Josh Palmer, der in der dritten Runde gezogen wurde und bei einigen Analysten als Top-10 Receiver gerankt war, gilt vor allem als deep threat.

Sogar auf Tight End hat man Henry mit Jared Cook einigermaßen passabel ersetzen können. Cook ist zwar schon 34 und immer für einen sinnbefreiten Drop zu haben, aber er kostet nicht viel und bietet etwas Gefahr über die Mitte. TE2 ist mit Parham ein 6‘8 Monster, gegen dessen Körper Defensive Coordinators erstmal eine Antwort finden müssen. TE3 ist in Tre McKitty ein Rookie aus der 3ten Runde.

Auf Runningback hat man für kurze Dumpoffs Austin Ekeler. Der ist zwar kaum als Route-Runner zu gebrauchen (aDOT 2020 = 1.1 Yards im Backfield, in der Karriere nur 0.5 Yards „downfield“), aber macht trotzdem die fünftmeisten Yards pro gelaufener Route unter Runningbacks.

In Summe haben wir also ein Waffenarsenal mit vielen starken tiefen Passfängern und Allen, der als „chain mover“ für die kurzen und Mitteldistanzen anbietet, sowie einem der besten Pass-Catchern auf Runningbacks für Dumpoffs um Sacks zu vermeiden.

Bessere Line, guter Receiver-Corps, Quarterback mit sehr gutem Potenzial: Eigentlich vieles, auf das man sich freuen kann.


Aber der QB ist gleichzeitig nicht ungefährlich und unter den Receivern sind einige eher unerprobte Waffen. Und dann ist da noch OffCoord Joe Lombardi, der mir aus Detroit unangenehm in Erinnerung geblieben ist, weil er die Offense völlig vorbei an den Talenten der Spieler gecoacht hat. Lombardi war damals gefangen in seiner Vorstellung, dass jede Offense so aussehen müsse wie jene der Saints, ignorierend, dass ein Stafford kein Drew Brees ist.

Auch Herbert ist kein Drew Brees.

Was hat Lombardi also gelernt? Hat ihn Staley genommen, weil sie sich von früher kennen, oder ist der Vorwurf des Nepotismus unangebracht, weil Lombardi nach die erste schlechte Erfahrung als Lerneffekt mitgenommen hat und jetzt eine grandiose Offense auf das Parkett schemt?

Ich lasse mich bei Lombardi gern belehren, und Robert Mays und Nate Tice haben vor ein paar Tagen eine echt interessante Diskussion zu Lombardi geführt.

Demnach ist es wahrscheinlich, dass Lombardi viele Elemente der Saints-Offense der letzten Jahre wie Choice-Routes (kurze Option-Routes 4-6 Yards downfield, bei dem Runningback/Tight End die Winkel der Receiver lesen) mitbringen wird, aber auch viele der zuletzt wegen Brees‘ nachlassendem Arm eingestampften tieferen Passing-Konzepte und eine ganze Latte an Run-Concepts mit speziellen Personnel-Packages wie dem Pony-Package (zwei echte Runningbacks am Feld).

Die Play-Calls werden lang sein und einige mentale Windungen vom QB verlangen, aber Herbert soll in seiner Entwicklung weit genug sein, dass man ihm das zutraut. Protection-Calls soll Herbert tendenziell können, aber womöglich werden sie an Center Linsley abgegeben um den QB zu entlasten.

Lombardis Playbook ist extrem dick – aber eine Hoffnung, dass da mehr rauskommt als in Detroit, liege in der Arbeitsweise der Headcoaches. In Detroit seien zwei Welten aufeinandergetroffen: Die detailversessenen Saints in Form von Lombardi, die sich noch am Samstag stundenlang mit Coaches und Spielern über alle möglichen wrinkles im Gameplan unterhalten, und Jim Caldwell aus der „Colts-Schule“ – wo stets „execution“ und damit Einfachheit über Scheme gestanden hatte.

Die Hoffnung ist also, dass Lombardi diesmal nicht mit einer „weniger ist mehr“ Philosophie konfrontiert sein wird, sondern im Bruder im Geiste Staley eine „mehr ist mehr“ Idee vorherrscht.

QB in beide Richtungen, neuer OffCoord in beide Richtungen. Ich wäre nicht mehr überrascht, wenn da eine Top-5 Offense herausspringt, aber auch nicht, wenn es maximal Durchschnitt wird.

Defense

Auch die Defense kriegt einigen Hype. Das liegt an Staleys kurzem, aber brutal erfolgreichem Intermezzo als DefCoord bei den Rams, aber auch an einigen namhaften Spielern, die jetzt brillant eingesetzt werden sollen.

Zuerst mal ein Mini-Exkurs zum neuen Scheme. Staley bringt sein Cover-4/two high System mit, das in der NFL immer mehr Schule macht, und löst damit quasi die „alte Schule“ der NFL, das seit ca. 2012 dominierende Seattle/Cover-3 Scheme von Gus Bradley ab.

Two High ist in der NFL 2021 ein immer wichtigeres Prinzip, weil mehr tiefe Safetys mehr tiefe Absicherung gegen das Passspiel bedeuten. Staley hat in den letzten Monaten immer wieder lang und breit ausgeführt, wie wichtig eine starke Absicherung gegen den Pass ist („es ist besser, den Gegner 10x zu 5 Yards zu zwingen als einmal 50 Yards zuzulassen“) – und Staley hat es bei den Rams auch geschafft, gleichzeitig das Laufspiel, dessen Verteidigung durch den einen tiefen Verteidiger mehr etwas entblößt ist, ganz ordentlich abzuwürgen.

Wie anders wird das System der Chargers unter Staley?

Nun: Unter Bradley spielte die Mannschaft die zweitmeisten „one high“ Looks der NFL, und die drittwenigsten „two high“ Looks.

Staley spielte bei den Rams die zweitwenigsten „one high“ Looks, und dafür die zweitmeisten „two high“ Looks.

So diametral verschieden werden diese Offenses sein. Üblicherweise dauert eine Transition von einem ins andere System seine Zeit, doch bei den Rams war Staley in der Lage, die Transformation quasi über Nacht durchzuziehen.


Bloß: Darf ich skeptisch sein ob des Spielermaterials? Bei den Chargers gibt es keinen Aaron Donald, der vorne drinnen trotz Ressourcenbindung für Unruhe sorgt, und auch keinen Michael Brockers als Turm gegen den Run. Die Bolts haben in der Front EDGE Joey Bosa. Der ist zweifellos einer der besten und komplettesten Passrusher in der NFL, aber auch wenn Bosa unfassbarerweise immer noch erst 26 Jahre jung ist, so gibt es bei ihm eine red flag, die für insgesamt zu viele Chargers gilt: Verletzungsanfälligkeit.

Der physische Freak Bosa ist immer wieder angeschlagen. In nur zwei von fünf Jahren hat Bosa mehr als 600 Defense-Snaps bestritten. Der Verdacht liegt nahe, dass Bosas permanente Anfälligkeit gegen kleinere Zipperlein daran liegt, dass er seit dem sechsten Lebensjahr im Kraftraum lebt. Dass ein Körper eine solche Last nicht dauerhaft aushält und sich jetzt rächt. Dass Joeys Bruder Nick auch ständig mit Verletzungen zu kämpfen hat, verstärkt den Eindruck bloß.

Bosa ist der einzige Spieler in der Front, der höheren Ansprüchen genügt. Es gibt keine Clogger gegen den Run wie Donald/Brockers. Linval Joseph kriecht auf dem Zahnfleisch und Jerry Tillery ist absolut planlos gegen den Run. Auch Passrusher Ingram ist weg und wird nur durch unerprobte Jungspunde ersetzt: Fackrell oder late round Rookie Chris Rumph, dessen geringes Wettkampfgewicht im Draft rauf und runterdiskutiert wurde.


Auch die hochgelobte Secondary ist bei genauem Hinsehen nicht so tief besetzt wie gedacht. Chris Harris und Derwin James sind die einzigen auf hohem Niveau qualifizierten DBs, und Harris ist mit 32 gefährlich weit über den Zenit hinaus, während James in den letzten beiden Spielzeiten zusammen keine 300 Snaps gemacht hat.

James ist potenziell der „Jalen Ramsey der Chargers“, nicht nur weil er vom gleichen College (FSU) in die NFL kam. James ist einer der vielseitigsten Cornerbacks in der NFL. Ich bin echt gespannt, wie es die Coaches mit ihm anlegen:

  • Wird er die herumgeschobene „Schachfigur“ geben, den Safety/Slot-CB/Corner-Hybrid, als der er seit Jahren gefeiert wird?
  • Oder wird er die „Star“/CB1-Rolle übernehmen?

Qualitativ ist James alles zuzutrauen. Aber was ist die wertvollere Position, die den Nutzen maximiert? Das ist eine der entscheidenden Fragen – und man kann nur hoffen, dass es wert ist sie zu stellen und Derwin nicht erneut schnell auf der IR landet.

Auch Harris kann potenziell CB1, war in seiner Karriere aber am besten im Slot. Dort könnte aber ein anderer sich seine ersten Sporen verdienen: Asante Samuel jr. Der Rookie passt wie Arsch auf Eimer auf diese Zone-lastige Defense und bekommt schon DROY-Hype. Samuel ist allerdings eben: Rookie. Wie sehr kann man ihn schon mit hohen Aufgaben betrauen?

CB2 Michael Davis ist gute Mittelklasse. Die Safetys sind etwas dünn besetzt, gerade wenn James mehr Cornerback-Aufgaben bekommt. Nasir Adderley hat noch nicht gezeigt, warum er vor kurzem im Draft so hoch gehypt war, und dahinter ist die Tiefe ziemlich schaudrig (Alohi Gillman und Mark Webb kennt kein Mensch).

Zwischen den Fronten gibt es in LB Kenneth Murray einen Run-stuffing Linebacker. Er hat deutliche Schwächen in Coverage, war aber einer der Linebacker mit den wenigsten Broken-Tackles.

In Summe bin ich nicht ganz so optimistisch wie einige andere, was diese Defense angeht. Mit EDGE Ingram, CB Hayward, S Rayshawn Jenkins oder LB Denzel Perryman ist mehr Talent zur Tür hinaus gegangen als neu dazugestoßen ist, in Derwin/Bosa sind die beiden Superstars größere Verletzungsfragezeichen und in Harris der zweitbeste Defensive Back unangenehm alt.

Das kann schneller als gedacht in einer Enttäuschung enden.

Ausblick

Spannendes Team an vielen Fronten.

QB Herbert ist ein Faszinosum und ich bin wirklich gespannt, welche Richtung seine Karriere im kommenden Herbst einschlägt und wie sehr die verstärkte Offensive Line helfen wird.

Die Defense hat wie geschrieben einige Ingredienzien, die Erwartungen nicht erfüllen zu können – zumindest nicht in 2021. Aber vielleicht vollbringt Staley das nächste Coaching-Wunder.

In Summe sind bei den Bolts noch etliche Fragezeichen – nicht nur, weil der Trainerstab voller Novizen ist und der QB erst 23. Ich glaube, es wird trotzdem Platz 2 in der AFC West werden. An den Generalangriff auf die Chiefs glaube ich zwar noch nicht, aber mit etwas Glück erspielt man sich Borderline Wildcard Playoffs.

16 Kommentare zu “All-32: Los Angeles Chargers 2021 Vorschau

  1. Das mit der Verletzungsanfälligkeit durch das bereits frühkindliche Training (Gewichte etc.) finde ich ein ganz interessanten Punkt. Auch der Deutschstämmige EQ St. Brown (von seinem Vater schon sehr früh gedrillt) ist seit drei Jahren quasi ständig verletzt und wird wohl dieses Jahr dadurch auch bei den Packers den Cut nicht schaffen. Bin gespannt ob das bei Amon-Ra von den Lions ebenfalls der Fall sein wird.

  2. Ist durchaus möglich. Gerade bei solchen Eltern die ihr Leben durch das ihrer Kinder erleben / neu erleben kann sowas ja schnell in einer regelrechten Tortur enden.
    Statt das Übungen dann sauber gemacht werden, soll lieber noch ein Gewicht mehr draufgepackt werden. Statt auf die Schmerzen der Muskeln zu hören, soll lieber noch eine Runde mehr gelaufen werden damit man ja der Beste der Besten ist. Statt eine Verletzung richtig auskuriert wird, soll lieber früher wieder angefangen werden. Das geht dann bis dahin das die Eltern nicht dem Kind Schutz vor sich selbst geben (und STOP sagen), sondern es eher anspornen genau das zu unterlassen. Beschädige Sehne? Ach paar Übungen gehen noch! Drei Wochen Pause? Zwei Wochen reichen auch.

    Das kann schon bei Erwachsenen zu üblen Verletzungen und Verschleißerscheinungen führen…bei Kindern die sich noch im Wachstum befinden kann es, denke ich zumindest, noch problematischer sein.
    Am Ende werden die Knochen, Gelenke und Sehnen halt einfach abgenutzt.

    Dazu kommen div. Mittelchen – die natürlich niemals nicht von irgendeinem Football Spieler je genommen wurden *hust* – die auch noch eine Rolle spielen könnten.

    Denke da müssen wir denke ich nicht drüber reden, so naiv sind wir alle nicht.
    Und ohne groß etwas unterstellen zu wollen reicht ein Blick aus Bodybuilderzeiten von EQ St. Browns Vater um zu wissen das der sich da ganz gut mit auskennen wird. Der wird nicht nur durch Whey und paar Gramm Creatin so ausgesehen haben.

  3. Meine lokale Jugendgeschichte dazu geht so 😉 : charismatischer Jugendtrainer bringt inkl Bleigürtel-Training seine Kleinstadt-Basketballer zur Regionalmeisterschaft. 3/4 der Mannschaft ist dann aber mit 21 Sportinvalide, weil die Knie kaputt sind.

  4. Danke für die Einschätzungen zu Lombardi, war mir nicht bewusst dass er bei den Lions so schlecht war. Bis jetzt hört man nur Gutes, ich hoffe mal dass du nicht Recht behälst 😉

    Bei Herbert stimme ich in allen Punkten zu, ich kann noch nicht ganz glauben dass wir tatsächlich nach Rivers schon den nächsten Top QB an Land gezogen haben, ich hoffe dann mal dass das FO Herbert besser supportet als Rivers.

    Cheers!

  5. Nick Bosa hatte doch ACL, das ist ja eher eine zufällige Verletzung wenn ich mich nicht täusche?

  6. Das stimmt, aber er musste z.B. auch schon das letzte College-Jahr auf halbem Weg mit Verletzung abbrechen um seinen Draft-Status nicht zu gefährden. War eine langwierige Geschichte am Torso, wenn ich mich recht erinnere.

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  8. Ich denke Derwin James ist und bleibt ein Safety, der in Tyrann Mathieu Manier auch mal im Slot, gegen TEs oder als verkappter LB in der Box spielen wird. Dass er als CB1 am Perimeter spielen wird, wage ich zu bezweifeln.

  9. Ja, das ist wahrscheinlicher, aber mein Punkt ist: James ist athletisch ein ziemlich ähnlicher Spielertyp wie Ramsey:

    Ramsey: 6’1, 208, 4.41 Sprintzeit
    Derwin: 6’2, 215, 4.47 Sprintzeit

    Die Outside-CB Rolle ist prinzipiell die etwas wertvollere. Und die Chargers haben dort keinen offensichtlichen Spieler mehr.

    Auch Ramsey hat in seiner „Star“ Rolle bei den Rams mit fast 170 Snaps relativ viele im Slot gespielt, sogar doppelt so viel als in den Jahren zuvor.

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