NFL Montagsvorschauer 2021 – Woche 3

Durchaus interessantes Monday Night Game als Abschluss der NFL Woche 3: Dallas Cowboys (1-1) – Philadelphia Eagles (1-1).

So viel Kritik die NFC East einstecken muss, so haben diese beiden Mannschaften in den ersten beiden Wochen doch aufhorchen lassen. Dallas hätte am ersten Spieltag fast beim Titelverteidiger Tampa Bay gewonnen und schlug in Woche 2 die hoch gehandelten Chargers. Philly zerstörte in Woche 1 Atlanta und verlor in Woche 2 nach einer wackeligen Leistung mit 11-17 gegen die 49ers.

Dabei waren die Eagles aber gar nicht so chancenlos. Sie scheiterten mit einem 4th&Goal an der gegnerischen 1 Yard Line, als bei einem Trickspielzug Backup-QB Greg Ward den Ball wegwarf (!), hatten ein geblocktes Fieldgoal, oder begingen ein hirntotes Personal Foul, als sie den Gegner auf 3rd&15 eingenagelt hatten. Es hätte also auch anders gehen können.

Was beide Teams eint: Extreme Verletzungssorgen.

Bei den Eagles sind in LT Jordan Mailata und OG Brandon Brooks zwei O-Line-Starter out. Dazu fehlen S Rodney McLeod und EDGE Brandon Graham, der mit Achillessehnenriss fürs Jahr raus ist.

Bei den Cowboys vergeht kein Tag ohne Hiobsbotschaft. Mike Clay zählt für uns die Latte an Ausfällen auf:

Letzte Woche musste schon Rookie-LB Micah Parsons als Edge-Rusher ran und machte gegen den NFL-unwürdigen Storm Norton einen guten Eindruck. Heute könnte er in Andre Dillard einen weiteren zweitklassigen Offensive Tackle zum Gegner bekommen.

Kurze Einordnung der beiden Mannschaften

Kurz noch ein paar Eindrücke der einzelnen Units in diesem Spiel.

Philly Offense: QB Jalen Hurts spielte in den ersten beiden Wochen verblüffend. Er war viel besser als letztes Jahr, aber auch viel anders. Er warf eher kurze Pässe, dafür fast 70% fangbare Bälle und schraubte die Anzahl an Fehlern extrem weit runter. Hurts‘ Mobilität ist ein Trumpf, aber Rhythmus und Timing sind seine Sache noch immer nicht – in beiden Spielen gab es einige sehr späte Würfe, die beim dauernd offenen WR Devonta Smith schon für etwas Frust gesorgt haben dürften.

Smith hatte nach dem starken Einstand in Atlanta letzte Woche nur 16 Yards, aber war häufig frei. Er wurde bloß nicht in Szene gesetzt. Wir sprechen bei ihm von einem Juwel, das seine College-Performance in der NFL fortzusetzen scheint – allerdings noch nicht ganz mit der Production aus Alabama. Dafür muss der QB ihn noch besser treffen.

Philly Defense: Alles, was ich gesehen habe, ist dass wir über eine Zone-Defense sprechen, die relativ viel underneath anbietet. In den ersten beiden Wochen hat diese Unit gegen explosive Tight Ends ganz okay performt, aber Dallas ist ein anderes Kaliber: Starke O-Line, sehr starke Receiver.

Dallas Offense: Dallas war in Woche 1 extrem passlastig, schaltete letzte Woche gegen die Chargers aber wieder zurück in einen lauflastigeren Modus. Letzte Woche gab es zudem sowas wie die Stabüberreichung vom fußlahmen Zeke Elliott auf den explosiveren Backup Tony Pollard.

Wenn die Iggles Dallas heute die Big Plays wegnehmen, dann bin ich gespannt, wie lange bei Dak Prescott der Geduldsfaden hält und ob er einfach ein Kurzpass-Feuerwerk aufzieht wie gegen Tampa. Oder ob Dallas doch eher schneller den Big Play sucht. Theoretisch könnte es schon reichen, 80% der Zeit underneath anzuspielen und auf den einen (oder die zwei) Moment(e) zu warten, wo es dann tief auf CeeDee Lamb oder den angeschlagenen Amari Cooper geht.

Dallas Defense: Leicht überschätzte Unit. Die Cowboys hielten sich mit Turnovers gegen Tampa und Chargers am Leben, aber nach Yards/Play waren sie die #28. Es gibt heute eine ganze Latte an Ausfällen – ich fürchte, für diese Defense könnte das noch eine lange Saison werden. Die Frage ist, wie die eher unkonventionelle Philly-Offense die Defense angreifen wird.


Dallas ist in den Wettbüros nur mit 3.5 Punkten favorisiert. Wenn wir den eingespeisten Heimvorteil rausrechnen, ist das also eine recht ausgeglichene Angelegenheit.

Ein Kommentar zu “NFL Montagsvorschauer 2021 – Woche 3

  1. Was für ein furchtbares Spiel von Jalen Hurts…
    Aber die Cowboys Defense sah auch richtig gut aus! Da kam echt viel Druck und die Eagles haben sich dann mit den ganzen Strafen und Unkonzentriertheiten auch teilweise selbst geschlagen.

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