Blick auf die NFL nach Week 14

Schaler Blick auf die NFL nach Woche 14.

Ein Blick auf die NFL Team-Tiers nach dem 14ten Spieltag zeigt nicht nur, dass das Cluster an „Topteams“ (sofern es heuer welche gibt) zuerst mal aus 4-5 NFC-Mannschaften besteht, sondern auch: Die Tampa Bay Buccaneers haben sich mittlerweile vom Rest der NFL etwas abgesetzt:

Wobei das mit Tampa und Arizona punktgleiche Green Bay (ist wie die anderen zwei 10-3) im Rennen um den NFC #1 Seed fast gleich gute Karten hat wie Tampa.


Arizona ist nach der üblen Pleite zuhause gegen die Rams auch noch 10-3, hat die #4 Offense nach EPA/Play und die #1 Defense nach EPA/Play, und wird trotzdem nirgendwo so richtig ernst genommen.

Teilweise liegt das bestimmt am schlechten Ruf von Headcoach Kliff Kingsbury und daran, dass die unmittelbare Konkurrenz um den #1 Seed in der NFC mit Aaron Rodgers und Tom Brady langjährige erprobte Elite-QBs hinterm Center stehen hat.

Aber es ist auch ein bisschen Arizona selbst.

Die Cards haben keinen Mickimaus-Schedule gespielt, aber die beiden hochwertigsten Heimspiele haben die Cards beide verloren – gegen Green Bay und gegen die LA Rams. Sie sind dabei nicht abgeschossen worden – ja eigentlich hätten sie beide gewinnen müssen, aber Brillanz haben sie in beiden Spielen auch nicht versprüht.

Kyler Murray hat 0 TD und 4 INTs in den beiden Spielen – darunter zwei hirntote gegen die Rams. Murray hat am Montag auch einen klaren Deep-TD für Kirk verpasst, was weitere 4 Punkte kostete.

Und das gegen ein Packers-Team ohne Wide Receiver und ein durch Covid dezimiertes Rams-Team ohne Star-CB Jalen Ramsey.


Hier noch eine Frage, die du unmöglich richtig beantworten kannst: Wer hat die beste Passing-Defense nach EPA/Play?

Rüschtüsch: Die Dallas Cowboys!

Ich hätte die Frage im Leben nicht richtig beantwortet. Aber all die Interceptions von CB Trevon Diggs und Sacks vom phänomenalen Micah Parsons führen gegen einen gar nicht so schwachen Schedule an Passing-Offenses zu einem sensationellen Resultat. Es wird Zeit darüber nachzudenken, Parsons als Vollzeit-Edgerusher einzusetzen und ihn somit von der Linebacker-Position abzuziehen, denn er ist offenbar in beiden Jobs Elite.

Hier der bildliche Beweis – Defense in EPA/Pass (x-Achse) und EPA/Run (y-Achse):

Chargers vs. Chiefs

Chargers (8-5) und Chiefs (9-4) treffen morgen zum Auftakt von Week 15 aufeinander. Rein zufällig liegen die beiden Teams in den Team-Tiers auch nah beieinander. Zu Beginn der Saison sind die beiden schon einmal in Kansas City aufeinandergetroffen.

Damals hat LA knapp gewonnen, und wir redeten uns die Probleme der Chiefs-Offense noch mit Drops, unglücklich getimten Fumbles und abgefälschten Interceptions schön.

Seither kriselt die Chiefs-Offense in quasi allen Spielen, in denen es nicht gegen die Raiders geht – aber immerhin zerschießen die Chiefs solche Defenses, die nicht konsequent all das spielen, was Mahomes auf den Sack geht:

  • Permanentes Two High gegen den Deep-Ball
  • Viel Zone Defense
  • Kaum Blitzing

Die Grafik vom Sonntag hier um eine Woche erweitert könnte nicht unmissverständlicher sein:

Morgen geht es dann auswärts gegen Justin Herberts Chargers. Die Bolts haben Herbert in den letzten 2-3 Spielen endlich von der Leine gelassen – oder Herbert hat es selbst gemacht. Ganz klar ist mir nicht, wer oder was das Problem in der „mentalen Bremse“ der Chargers-Offense war, aber seit dem Bengals-Spiel packt Herbert wieder in schöner Regelmäßigkeit seine allergrößte, unschlagbare Stärke aus: Den tiefen Ball.

Dieser Pass gegen die Giants ist einer der weniger werdenden Gründe, sich mit Hingabe dieser ansonsten lahmen NFL-Saison hinzugeben:

Die Chiefs sind in diesem Spiel, in dem es vielleicht sogar um den #1 Seed der unübersichtlichen AFC gehen könnte, auswärts mit 3 Punkten favorisiert. Ich weiß nicht ob es Überreaktion ist zu behaupten, dass der bessere QB zuhause Punkte bekommt.

Aber in dieser komischen NFL it is, what it is.

3 Kommentare zu “Blick auf die NFL nach Week 14

  1. Um mal einen der letzten Artikel aufzugreifen:
    „[22h02] Titans knien zum 20-0 gegen Jacksonville ab. Ich weiß, ich schreibe es seit zwei Monaten, aber eigentlich darf Urban Meyer morgen nicht mehr Jacksonville-Headcoach sein.“

    News heute: „Urban Meyer fired as Jaguars head coach“
    🙂
    Denke das war zu erwarten gewesen nachdem nun noch paar News zu ihm rauskamen war er einfach nicht mehr haltbar. Putzig ist nur das Shad Khan noch am Montag (?!) meinte „Jaguars owner Shad Khan won’t be ‚impulsive‘ or act ‚helter-skelter‘ deciding Urban Meyer’s future“. Hat dann doch nur paar weitere Stunden gebraucht XD.

  2. Pingback: Date mit Covid, Date mit Herbert und Mahomes, Date mit der Lederhose, Date mit dem Geld – NFL Week 15 steht vor der Tür, nur Urban Meyer hat kein Date mit der NFL mehr | Sideline Reporter - Eier, wir brauchen Eier!

  3. Zu den Cardinals: Hopkins Bänderriss im Knie, OP, raus bis mindestens Ende Januar. Dürfte Offensive deutlich schwächen…

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