Super Bowl 2022 im Liveblog: Cincinnati Bengals – Los Angeles Rams

Schluss für heute. Die NFL-Saison ist vorbei. Diese Superbowl bekommt von mir für ihre Spannung 8.5/10 Punkten, auch wenn wenn das Prädikat „hochklassig“ für etwas andere Art von Football erfunden wurde.


[04h25] Endstand Cincinnati Bengals 20, Los Angeles Rams 23

Okay, lass es und zu Ende bringen: Die Rams gewinnen ein sehr spannendes Endspiel, das über weite Strecken arm an guter Offense war:

  • Die Rams waren nach dem Ausfall von Odell Beckham jr. Mitte der ersten Halbzeit geschockt und haben lange gebraucht bis sie zu dem Schluss gekommen sind, den 95% der normalen TV-Zuschauer längst getroffen hatten: Gib Cooper Kupp den Ball und alles wird gut. Bis dahin hätte Sean McVay mit einer unfassbaren Orgie an miesen Rushing-Plays fast das Spiel verschenkt.
  • Die Bengals waren abseits der beiden Deep-Shots (einmal für Chase, einmal Facemask-unterstützt für Higgins) in nur einem einzigen Drive in der Lage, das spielentscheidende Mismatch gegen die von Aaron Donald angeführte D-Line auszuhebeln. In der ersten Halbzeit konterte Burrow noch mit schnellen Pässen, aber selbst das konnten die Rams nach der Pause mit ihren Stunts immer besser unterbinden.

Und so war es prinzipiell seit Mitte des dritten Viertels nur noch eine Frage, ob Cincinnatis Defense das irgendwie bis zum Ende retten kann. Haben sie nicht geschafft, weil die Rams sich am Ende doch noch entschieden haben, auf ihre besten Karten zu setzen.

Wie sagte einst ein schlauer Mann: Football ist ein einfaches Spiel, das kompliziert gemacht wird durch Coaches. Cincinnati hat das Matchup in Punkto Vorbereitung, Playcalling und Einsatz gewonnen, aber Stafford, Donald und Kupp haben die entscheidenden Plays gemacht und damit trotz allem den Titel geholt.

Der „Rams-Weg“ kriegt damit durch den Titel Legitimation. Nachahmen würde ich trotzdem nicht empfehlen.

Die Bengals werden in den nächsten Monaten interessant. Wären sie wie erwartet in einem der letzten Spiele rausgeflogen, sie würden als gigantischer Sleeper in die neue Saison gehen. Der Weg zu den Upgrades ist klar, aber es ist auch denkbar, dass bessere Versionen der Bengals in den nächsten Jahren vor dem Endspiel rausfliegen – so freakig war dieser Superbowl-Run.

Das nimmt aber sonst wenig von dieser Mannschaft. Sie war nicht begeisternd in ihrer Spielweise, aber ihr gehört eine gute Zukunft in der hochklassigen AFC. Schade, dass es am Ende so knapp nicht gereicht hat.

[04h19] Mit Stan Kroenke bekommt ein Owner die Vince Lombardi Trophy übergeben, der berüchtigt ist, sich einen Feuchten um den Sport selbst zu scheren. Kroenke ist der Mann, der der NFL mit seinem aggressiven Move nach L.A. Milliarden gebracht hat, aber im Kern steht er für das Hässliche im Kapitalismus.

[04h17] Cooper Kupp gewinnt den MVP. Kupp schämt sich selbst ein bissl für die Auszeichnung vorbei am epischen Donald. Aber für seinen exzellenten Playoff-Run geht Kupp schon auch in Ordnung.

[04h09] McVay verdient sich den Titel als einer der besten Play-Designer der letzten Jahre, und für seine Erkenntnis, das QB-Upgrade zu brauchen, das sich so viele Teams schönreden. Als Playcaller *heute* hat es McVay nicht verdient. Er war der Grund, wieso sein Team das Spiel fast verloren hätte.

Rams hatten 50 Early Down Plays.

18 davon waren Laufspielzüge, für -0.44 EPA/Run.

32 waren Dropbacks, für 0.01 EPA/Dropback.

Das ist eine Zwei-Drittel-Quote, die aber angesichts der Schlechtigkeit des Laufspiels um Cam Akers und Sony Michel durch nichts schönzureden ist.

Die Rams haben das gewonnen, weil die D-Line das Spiel dominiert hat und weil Kupp in der Crunch-Time doch noch ein paar kritische Plays bekommen hat, die Cincinnati nicht verteidigt bekommen hat.

[04h03] Ich hatte mich schon damit abgefunden, mit Matthew Stafford keinen Titel mehr zu gewinnen. Jetzt ist Stafford doch noch Superbowl-Champ geworden, wenn auch leider mit den Rams.

Insgesamt passt es natürlich.

Donald. Andrew Whitworth. Jalen Ramsey. ERIC WEDDLE. Cooper Kupp. Beckham, auch Robert Woods: Da haben viele Superstars ihren verdienten ersten Ring gewonnen (und Von Miller seinen zweiten). Gerade Donald, der beste Verteidiger unserer Zeit, und heute entscheidender Mann.

[04h01] NBC lobt Kupp in alle Höhen, und nicht zu Unrecht, aber MVP muss Donald werden. Das hat die D-Line der Rams mehr als die lahme Offense gewonnen.

[03h59] Aaron Donald bricht durch und erzwingt die entscheidende Pressure. Auch wenn Burrow wie von Sinnen extrem knapp an der Completion dran war: Turnover on Downs. Rams gewinnen.

[03h58] Chase verlädt Ramsey zum Start, aber jetzt haben die Bengals ein 4th&1 an der Mittellinie.

[03h54] Touchdown Rams – CIN 20, LA 23
1 Yards Catch Kupp

Kupp gegen Apple. Stafford zögert keine Millisekunde und serviert den TD zur Führung. F*ck auf Zeitmanagement.

Rams schließen diesen 15 Plays, 79 Yards Drive in knapp 5 Minuten ab, nachdem die Offense davor die ganze zweite Halbzeit meterweit unter der Erde fristete. Der Unterschied: Jetzt hat man endlich geworfen.

Exzellenter Drive von Stafford, dominant auch von Kupp.

1:25 to go. Bengals mit zwei Timeouts.

[03h52] Rams müssen jetzt laufen/sneaken um bei Non-Score zumindest die Uhr am Laufen zu halten. Beginnen mit QB-Sneak. Zu kurz. Erstes Timeout Bengals.

[03h50] Wow. Das Spiel wird spät, aber doch noch zum Flaggenfestival.

1st Down Touchdown Kupp, aber Holding gegen die Offense und Personal Foul gegen die Defense (Helm-Shot gegen Kupp).

DPI im nächsten 1st Down. 1st&Goal von der 1.

Drei Strafen hintereinander in einem bislang fast flaggenfreien Spiel.

[03h48] 3rd Down: Kupp gegen einen Linebacker. Holding. Halbherziger Call.

[03h43] 2min Warning. Wahnsinn, was passiert, wenn die Rams Stafford und Cooper Kupp mal ranlassen: Die Offense klopft an der 2min-Warning mit 1st & Goal zum Touchdown an, auch wenn der Run kurz vor der 2min-Warning ein überflüssiger Play war (Zeit-Management).

Kupp mit einer 4th-Down-Conversion und 3 Catches für 38 Yards in dem Drive.

Die Bengals können keinen Touchdown freiwillig aufgeben – das Spiel wird damit zur Nervenprobe, denn die Rams müssen eigentlich Scoren und viel Zeit beim Scoren verbrennen.

[03h41] Mögliche Side-Story für die Legendenbildung: Van Jeffersons Frau hat wohl vorhin mit Wehen das Stadion verlassen.

[03h40] Rams spielen jetzt (endlich!) mal ein 4th Down aus. Es ist ein 4th&inches an der eigenen 31. Der zuletzt in der Versenkung verschwundene Kupp übernimmt den Jet-Sweep und läuft zum 1st Down.

[03h34] Punt Bengals – Cincinnati schaltet in einen Rush-First-Modus um Burrow vom permanenten Druck zu entlasten und bewegt das Ei überraschenderweise für immerhin zwei 1st Downs.

Fast 4 Minuten von der Uhr genommen.

Aber natürlich ist die Art Offense gegen die Rams auf Dauer hoffnungslos, und so braucht es nur einen Tyler-Boyd-Drop um den Drive schon deutlich vor der Mittellinie zum Erliegen zu bringen.

6:13 Minuten to go. Rams übernehmen knapp vor der eigenen Redzone. Irgendwann muss hier eigentlich der Durchbruch kommen, auf den wir so lange warten, oder?

[03h30] Das Schachspiel zwischen der Bengals-Pass-Protection und der Rams-Front wird in den nächsten Tagen zurecht noch einige Presse bekommen. Faszinierender Stuff.

[03h26] 3&out Rams – McVay Coaching Clinic:

OBJ ist an der Seitenlinie zu resigniert um dem ganzen Shit überhaupt noch Beachtung zu schenken. Dass das 4th&4 eine weitere „go for it“ Situation war, muss ich nicht dazu sagen. Aber was erwarten wir von McVay überhaupt noch. Wobei man den Punt bei dem Spielverlauf vielleicht noch einigermaßen entschuldigen kann.

[03h20] Punt Bengals – Wir sehen zum ersten Mal seit mehreren Drives mal wieder ein 1st Down, aber viel, viel entscheidender: Die Rams dominieren mit ihrer D-Line das Ding trotzdem locker, weil Von Miller jetzt per Stunt jedesmal in das Loch vom Center läuft.

UND NOCH VIEL SCHLIMMER: Jetzt humpelt auch Burrow vom Feld, weil sein Bein durchgebogen wird. FUCK.

[03h16] 3&out Rams – Sorry, wenn ich bei dem Thema drauf bleibe, aber: Retardierte Scheiße von McVay.

Wieder 1st Down Run, wieder 2nd Down Run, wieder nur 1.5 Yards/Carry, und dann wird von Van Jefferson down the sideline ein schwieriger Catch verlangt, der nicht kommt.

Und dann puntet McVay eine klares „to go“ 4th Down weg.

Drittes Viertel

[03h12] Ende Q3. Cam Akers schraubt mit dem besten Run des Tages sein Total auf 10 Carries für 15 Yards hoch. An der Zahl können wir auch ablesen, warum die Rams ihre gefühlte Überlegenheit einfach nicht in genug Punkte umgemünzt haben: Ihr Fetisch für Laufspiel kostet.

Im schlimmsten Fall kostet er den Titel.

Bloß holpert die Bengals-Offense ihrerseits gegen die im dritten Viertel überwältigende Rams-Front genug, dass man selbst mit einem QB wie Burrow in keinem Drive von Punkten ausgehen kann. Also bleibt das noch eine Weile spannend.

[03h09] 3&out Bengals – Sack gegen Burrow im 1st Down, als die Pocket zusammenklappt.

Sack auch im 2nd Down, weil Von Miller einen intelligenten Stunt über das verwaiste A-Gap läuft.

Rams kriegen schon wieder großartige Feldposition an der Mittellinie – zum zweiten Mal hintereinander, und zum insgesamt dritten Mal heute. Bis jetzt zu wenig Kapital draus geschlagen.

[03h05] 3&out Rams – Jetzt implodiert die Rams-Offense komplett. Cincinnati ist auf den 1st-Down-Rollout perfekt vorbereitet und würgt ihn für Raumverlust ab. Das 2nd Down sieht nur die Notfalloption „Runningback-Screen“ für Akers.

Im 3rd Down fällt DT D.J. Reader Stafford, dessen Bein unschön zusammengebogen wird.

Stafford humpelt bedenklich danach vom Feld. Stafford ist ein zäher Brocken, der so schnell nicht aufgibt, aber eingeschränkte Mobilität gegen eine so abwartend spielende Defense könnte problematisch sein, wenn man drauf angewiesen ist, dass sich Skowronek freiläuft.

[02h59] 3&out Bengals Sack gegen Burrow im 2nd Down gefolgt von einem echt schwachen Burrow-Passversuch im 3rd Down. Ungeachtet der Collinsworth-Aussagen („nowhere to go here“) waren da einige Optionen offen. Burrow unterwirft einen offenen Chase im 3rd&long.

Hätte den Drive am Leben erhalten können. Jetzt kriegen die Rams von der Mittellinie die Chance auf weitere 1st Down Runs.

[02h57] Beckham jetzt wie erwartet out:

[02h53] Fieldgoal Rams – CIN 20, LA 16
41 Yards FG Gay

Wir können angesichts des Playcallings Sean McVays mentale Gesundheit aktuell nicht bestätigen.

Die Rams-Passing-Offense zündet auch ohne OBJ problemlos zu einem 1st Down nach dem nächsten, aber McVay hört nicht auf, die eigene Offense mit Early-Down Runs zu torpedieren. Allein die 1st Downs heute:

4
0
-1
4
-1
5
6
1
2
2

Das sind die erzielten Raumgewinne. 2 Yards/Carry. Und dann torpediert McVay diesen gut klappenden Drive mit einem weiteren sinnlosen 2nd-Down-Run für Raumverlust. Im 3rd down dann der „Philly Special“ Call. Stafford als Passempfänger ist komplett offen, aber Cooper Kupp ist kein Joe Mixon und überwirft den QB um gut einen Meter.

Das Spiel bleibt aber offen, weil die Rams, wenn sie mal den Bullshit abstellen, hier locker noch drei Touchdown-Drives auflegen können. Großes WENN natürlich, denn McVay hat bis jetzt einen abstrusen Abend.

[02h44] Fieldgoal Bengals – CIN 20, LA 13
38 Yards FG McPherson

Die Bengals werden erneut nicht vollends für ihren 4th-Down-Call belohnt, weil die Rams in der D-Line jetzt umstellen: Ein Nose Tackle direkt vor dem Gesichtsgitter des Centers um ein Double-Team gegen Aaron Donald zu verhindern.

Einfach zu prognostizierende Folge: Donald überwältigt den Right Guard und begräbt Burrow unter sich. Das Schachspiel geht weiter, nur haben die Bengals zum Start der zweiten Hälfte jetzt in Windeseile mal eben 10 Punkte draufgelegt und den Score auf den Haufen geworfen.

[02h41] Und das Drama geht weiter!

1st Down Scramble Burrow führt nach einem sauberen Tackle von Aaron Donald zur ersten Rudelbildung.

Zwei Plays später spielen die Bengals erneut ein 4th Down aus. 4th&1: Einfacher Call, aber bei Zac Taylor keine Selbstverständlichkeit.

Burrow aus Empty Formation: QB-Keeper zum 1st Down. Das Play war nicht zwingend so designt, aber der Raum war schnell offen, und Burrow stößt gedankenschnell rein.

[02h36] INTERCEPTION STAFFORD

Zweiter Offense-Snap der zweiten Halbzeit, und die Rams-Implosion geht weiter. Ich wollte gerade noch schreiben, ohne OBJ wird die Rams-Strategie „Superstars, die fit bleiben“ umso krasser getestet, jetzt wo Ben Skowronek den WR3 geben muss.

Und schon wirft Stafford einen Tick zu weit nach vorn für Skowronek, der Rookie 7th Rounder kriegt nur einen Hand ran und fälscht den Ball direkt in die Hand von CB Awuzie ab.

[02h33] BANGER!!

Touchdown Bengals – CIN 17, LA 13
75 Yards TD Pass Burrow to Higgins

WOW! Bengals Touchdown im ersten Play nach der Halbzeit. Burrow geht tief für Tee Higgins. CB Ramsey wird zwischen Chase und Higgins isoliert, Higgins kommt mit einem Facemask davon (keine OPI???), Burrow erkauft sich mit zwei Tippelschritten die Zeit, geht tief, und Higgins rennt durch zum TD.

Halbzeit

[02h31] Zurück zum Spiel. Rams haben in der ersten Halbzeit viel mehr Play-Action gespielt als gewöhnlich unter der Saison: 5x. Saisonschnitt war 6.5.

Bengals werden ersten Ballbesitz bekommen.

[02h25] Die ersten Reaktionen zur Halftime Show sind enthusiastisch, to say the least. War auch echt ein lässiges Setting, auch wenn mich die Musik selbst so gar nicht mitnimmt.

[02h18] Hip Hop ist nicht so mein Ding, aber die Halftime-Show groovt bis jetzt ganz gut. Könnte ich mich für erwärmen. Interessanter finde ich aber die Logistik dahinter. Hier mal ein Einblick, wie das Ding aufgebaut wurde:

Zweites Viertel

[02h10] Das QB-Chart gibt nur unzureichend wieder, was die beiden QBs heute leisten müssen. Stafford hat die wesentlich besseren Stats, aber war doch schon einige Male etwas „off“, während Burrow fast keine offenen Receiver kriegt, aber die Offense mit brutal schnellem Passing-Game gerade so über Wasser hält:

[02h03] Halbzeit Cincinnati Bengals 10, Los Angeles Rams 13

Das Spiel ist spannender als gedacht. Die Geschichte schnell runtergebrochen:

  1. Rams-Passspiel war bis zur Verletzung von Beckham total dominant.
  2. Aber Sean McVay ist trotzdem stur beim extrem ineffizienten Laufspiel geblieben und hat seinem Team damit Punkte gekostet. Bengals-Verteidiger konnte man bis hierher ins Wohnzimmer hören, jedesmal wenn Stafford den Ball an einen Runningback übergab.
  3. Donald wird von den Bengals teilweise getrippelt. Rams-Passrush kommt nicht zu Burrow durch, weil der den Ball so schnell rauswirft. Damit verhindert Burrow einerseits Pressures und Sacks. Aber andererseits limitiert das die Entwicklung der Bengals-Routen. Natürlich. Trotzdem gab es einen erfolgreichen Deep-Ball für Chase.

Die Stafford-Interception war kein guter, weil saftloser Wurf. Aber sie war aufgrund der Spielsituation nicht so desaströs wie vielleicht angenommen.

Chase gegen Ramsey haben wir in etwa 60% der Snaps gesehen. Das ist mehr „Travelling“ als gedacht.

In Summe von McVay zu passiv gecallt. 1st Downs: Rams mit 8 Runs für 18 Yards. 4 Pässe für 30 Yards. Klar: Superbowl-Coach. Weiß bestimmt bissl mehr über Football. Aber ich versteh es einfach nicht.

Bei den Bengals ist das Laufspiel immerhin qualitativ nicht völlig desaströs, aber auch Zac Taylor könnte einen Tick mehr Aggressivität an den Tag legen.

Für die zweite Halbzeit wird der Injury-Status von OBJ relevant. Bengals können defensiv ihre Coverage auf Kupp fokussieren, wenn Beckham nicht mehr auflaufen sollte. OBJs Status ist „questionable“, was so viel bedeutet wie: Wir wollen ihn noch nicht komplett rausnehmen, aber sieht nicht gut aus. Stafford sah nach der Verletzung nicht mehr gut aus.

[01h55] Beckham ist „questionable“.

[01h52] Punt Bengals – Rams mixen die Defense jetzt zwischen spezifischen Blitzes und konservativ durch und bringen den Bengals-Drive nach einem 1st Down zum Erliegen. Wieder drei Mann gegen Donald.

Aber all das ist nicht das, was hängen bleibt. Sondern: WILDES TIME MANAGEMENT von Zac Taylor.

Erst lässt Taylor die Uhr eine Minute lang runterlaufen, nur um vor einem 3rd&6 dann plötzlich mit 48 Sekunden das Timeout zu ziehen. Logik eines Dreijährigen.

Natürlich kassiert Burrow direkt danach den Sack, Rams nehmen ihr zweites Timeout und kriegen mit 30 sek auf der Uhr nun ihrerseits die Chance auf einen Konter.

[01h47] Den Bengals bleiben jetzt fast genau 2 Minuten für einen Konter. Und kriegen nach der Pause zuerst den Ball.

[01h45] Interception Matthew Stafford!

Chiefs-Special der Bengals für Stafford: 3 Men Rush, 8 in Coverage. Stafford muss schnell runter vom ersten Read, rollt links gegen die Laufrichtung raus und geht tief. Sein Pass für Jefferson ist zu kurz, S #30 Jessie Bates kommt mit der INT runter.

Was den Turnover etwas verschmerzbarer macht: Es war 3rd&14 und ein Arm Punt ist da nicht viel schlimmer als ein Punt, zumal die Bengals eine Taunting-Strafe obendrauf legen und sich hinten reinnageln.

Aber die Rams sind seit der Beckham-Verletzung etwas „off“. McVay treibt noch mehr Läufe in die Mauer, und zwischen den Snaps oszillieren die Rams zwischen dem Versuch no huddle zu spielen und der permanenten Gefahr, nicht alle 11 Mann on the same page an die Line of Scrimmage zu bekommen.

[01h41] Weia. Non-Contact-Verletzung für Odell Beckham. Leicht in den Rücken geworfener Ball von Stafford. OBJ knickt um und greift sich sofort noch im Fallen ans Knie. OBJ kann gestützt vom Feld gehen, aber das sah nicht schön aus.

Rams sind nicht allzu tief auf Receiver hinter Kupp/OBJ/Jefferson besetzt.

[01h33] Touchdown Bengals – CIN 10, LA 13
6 Yards TD Mixon (!!) für Higgins

Bengals grooven sich rein – und wie! Ein schneller Kurzpass jagt den nächsten, und Burrow ist als Ballverteiler so effizient, dass die ewigen Runs in die Mauer schnell in Vergessenheit geraten, weil er in jedem kritischen Down einen Receiver findet: Erst Boyd, dann Chase, dann Higgins, dann wieder Chase.

Die Rams-DL torpediert die Bengals-Offense und sorgt für Druck, obwohl Cincinnati Donald mit teilweise echt drei Blockern versucht rauszunehmen. Burrow wirft in weniger als 2.2 Sekunden im Schnitt.

Dann steht Cincinnati kurz vor der Goal Line und nutzt für einmal kreativ die „Gefahr“ des Laufspiels: Burrow Chip für Mixon, Defense geht aggressiv drauf, aber zwischen den DBs schleicht sich Higgins durch und der Runningback Mixon bedient Higgins zum TD. Bengals brauchen Razzle/Dazzle, aber kommen zum ersten TD.

12 Plays, 75 Yards.

[01h21] Touchdown Rams – CIN 3, LA 13
11 Yards Pass Stafford to Kupp

Rams packen das Passspiel aus, und was passiert, sollte niemanden, der das Spiel bis jetzt gesehen hat, überraschen:

Kein Druck auf Stafford. Bengals müssen defensiv etwas umstellen, wollen sie ihr Schicksal nicht an McVays konservativer Ader festmachen.

[01h20] Da kommt es nun doch: Das erste Rams-Timeout bei eigenem Ballbesitz. Hat 17 Minuten gedauert. Länger als erwartet, aber weniger als ideal.

Erstes Viertel

[01h14] Ende Q1. Die Rams führen, aber das Spiel ist offen. McVay ist wie befürchtet extrem konservativ unterwegs, während die Bengals zwar das richtige Mindset an den Tag legen, aber für ein verpasstes 4th Down schon mit TD abgestraft wurden.

Cincinnati hat auch eine Redzone-Chance liegen lassen, während die Rams die ihrige verwertet haben. Das ist bis jetzt der Unterschied.

Ansonsten: Bengals kriegen nicht viel Druck auf Stafford gebacken und müssen einfach weiter hoffen, dass McVay seinen Fetisch (Laufspiel) aufs Feld treibt. Bei den Bengals wirft Burrow extrem schnell als Konter gegen den aggressiven Rams-Passrush. Das verhindert Pressure, aber limitiert die Offense in der Entwicklung ihrer Routen.

[01h11] Fieldgoal Bengals – CIN 3, LA 7
29 Yards FG McPherson

Der erste magische Deep-Shot Burrow to Chase!

Chase versetzt CB Ramsey trotz physischem Kontakt und fängt einen spektakulären Ball im Fallen. 46 Yards in die Redzone auf einem dieser „Doubles“ Plays mit gespiegelten Routen der beiden Outside-WRs Higgins/Chase (beide laufen eine Corner-Route).

Aber dann hackt Burrow den Ball dreimal extrem schnell raus. Dreimal incomplete, darunter ein gefährlicher Slant für Higgins im 3rd Down, den die Rams hervorragend antizipierten.

Verletzungs-Update: Safety Weddle scheint sich bei einem Hit gegen Mixon im 1st Down weh getan zu haben. Weddle ist heute der Defense-„QB“ der Rams: Der Mann mit dem DefCoord im Ohr.

[01h05] 3&out Rams – Nervöse Partie. Rams eröffnen mit einem schnellen 5-Yards-Pass für den berüchtigten TE Skowronek, aber kassieren dann eine 5 Yards Strafe, weil sich die Offense nicht aufgestellt bekommt.

2nd&10: Natürlich lässt McVay in die Mauer laufen.

3rd Down & long: Zu kurzer Pass für Kupp short of sticks. Sehr konservativ von McVay gecallt, das ganze Spiel. Dass McVay kein Timeout verbrannt hat, ist noch das beste an dem Drive.

Bengals returnieren den exzellenten Punt an die 40 Yards Line.

[00h58] 3&out Bengals – Schwache zweite Serie der Bengals. Collinsworth merkt das Auffälligste an: Burrow spielt wohl aus Furcht vor dem Passrush brutal schnell in der Pocket. Die Bälle fliegen quasi ohne Reaktionszeit raus.

Screen für Mixon = null Yards.
Schneller Pass für Chase über die Mitte = 6 Yards
Deep Throw für Evans = mehrere Meter überworfen, obwohl Evans „cushion“ hatte

Was wir auch schon sagen können: Ramsey geht nicht mit Chase mit. Nur ein Snap Face-to-Face der beiden Stars bis jetzt.

[00h52] Touchdown Rams – CIN 0, LA 7
17 Yards TD Stafford to OBJ

Rams scoren als erstes!

Der Drive beginnt wieder eher konservativ mit einigem Laufspiel, was der gut vorbereiteten Bengals-Defense exzellent in den Kram passt. Aber in den Passspielzügen schalten die Rams jetzt in Empty, und Cincinnati kontert nur mit nacktem 1-vs-1 Passrush, ohne Stunts, ohne nix. Stafford kriegt die Zeit um einmal per Scramble loszulaufen und einmal WR Kupp für einen entscheidenden 3rd Down zu treffen.

Dann 3rd Down in der Redzone. Wieder Empty. Rams in 3×2 Set, mit Beckham als innerstem Slot-Receiver an der Front-Side. Stafford verschwendet gegen drop-8, Cover 1 Single-High-Defense keine Sekunde und wirft sofort auf Beckham, der hinter zwei Post Routes eine Art Wheel läuft und CB #21 Hilton locker versetzt. Touchdown.

Beckham hat jetzt in einer halben Saison gleich viele Touchdowns wie davon in zweieinhalb Jahren in Cleveland: Sieben Stück.

[00h44] Turnover on Downs Bengals – Heißa!

Bengals eröffnen in Empty Formation mit einem kurzen Pass, aber laufen dann zweimal Inside-Zone über das A-Gap – mit vorhersehbarem Misserfolg: Beide Runs verenden ohne Raumgewinn in der Mauer.

Im 4th Down an der Mittellinie lässt Taylor tatsächlich die Offense am Feld, und scheitert. Burrow hatte rechts draußen WR #85 Higgins komplett offen, fokussiert sich aber allein auf den in der Mitte zugestellten #1 Chase und wirft incomplete. Pech für Cincinnati, dass das Offside von Aaron Donald nicht gepfiffen wurde. Immerhin: Zac Taylor zeigt das, was Sean McVay nicht hat: Eier.

[00h38] Punt Rams – Schlechter Start der Rams. Beide 1st Downs werfen gelaufen, und beide Male sind die Bengals gut vorbereitet. Im ersten 2nd Down verwerten die Rams zwar zur neuen Serie, aber die Bengals deuten schon wieder ihre „Halbfinal-Simulated-Pressure“ an.

Dann kommt das zweite 2nd Down, und ein in der Zeit eingefrorener RB Cam Akers haxelt seinen eigenen LT Whitworth weg. Whitworth verliert die Balance und hat keine Chance gegen EDGE #91 Hendrickson. Sack, obwohl Receiver offen gewesen wären.

3rd Down ist ein Inside-Zone und damit setzt Sean McVay gleich mal den „Ton“: Wir werden hier getreu unserer Natur Hose voll konservativ an die Sache herangehen.

Pregame

[00h35] Geht in wenigen Sekunden los. Zirka 70% der Leser haben auf die Rams getippt.

[00h31] Zac Taylor: „Our guys are confident when #9 has the ball.“ Alle sind confident, außer Pound-the-Ball-Fetischist Zac Taylor.

[00h29] Die großartige Billie Jean King wirft die Münze, und die Bengals gewinnen. Sie deferren.

[00h22] Hymne in 1:51 Minuten. Okaye, nicht allzu grandiose Performance. Aus hiesiger Sicht auch bissi befremdlich, dass in L.A. noch Tag ist. Halftime-Show sollte trotzdem etwas mehr Atmosphäre haben als beim letzten Westküsten-Superbowl vor sechs Jahren, weil sie diesmal unter verschlossenem Dach stattfindet.

[00h19] Warum ich dem Retorten-Team Rams gar nicht so viel abgewinnen kann? Ich war die St Louis Rams gewohnt. Der Umzug nach Los Angeles. Das neue 5-Milliarden-Stadion. Das Heimspiel in der Superbowl. Und dann ein Fan-Übergewicht beim Gegner.

[00h07] Offensichtlich hat Aaron Donald dem NBC-Experten Rodney Harrison gesteckt, dass er im Fall eines Sieges heute Nacht seine Karriere beenden könnte.

[00h03] Die Stimmen von Al Michaels und Cris Collinsworth geben diesem Endspiel mehr Superbowl-Flair als die beiden Mannschaften. An der Stelle muss ich auch drauf hinweisen, dass der 77-jährige Michaels heute seine vielleicht letzte Superbowl kommentiert. Michaels‘ Vertrag mit NBC läuft nach diesem Spiel aus, und die Gerüchte verdichten sich, dass er zur kommenden Saison möglicherweise zu Amazon in den Thursday Night Slot wechseln könnte.

[00h00] Lass mich mal kurz in die Runde fragen:

[23h58] Ich sitze heute ohne Bengals-Cap vor dem Bildschirm, weil mir die Leserschaft die Option eingeräumt hat, mich per Spende davon freizukaufen, der NFL weitere Dollars in den Rachen zu schieben. Spende ist vor ein paar Minuten rausgegangen. Ich hab’s der Südtiroler Kinderkrebshilfe gegeben.

[23h45] Guten Abend zu Super Bowl 2022. Vorfreude steigt langsam. Vorschau hier. Damit kann es eigentlich losgehen.

59 Kommentare zu “Super Bowl 2022 im Liveblog: Cincinnati Bengals – Los Angeles Rams

  1. Tippe auf ein eher low scoring game.
    Witzig aber wie pünktlich zu so grossen Ereignissen die Gerüchteküche am Brodeln ist. Murray und die Cardinals.
    McVay und Donald vor Rücktritt bei Sieg. Bin mal sehr gespannt was da noch kommt.

    Sehr gute Wahl für deine Spende, finde ich Klasse!

    Auf ein spannendes Spiel

  2. Aggressiv von den Bengals und den freien Receiver leider übersehen.

    Bei 2nd and short zu laufen finde ich gut. Bei 3rd and short bin ich mir wiederum nicht so sicher.

  3. @Torki: Ich sehe es genau umgekehrt. Im 2nd Down & short ist ein Deep-Shot die gute Option, weil die Defense wirklich *alles* verteidigen muss.

    Im 3rd & short zählt v.a. die Conversion, und der Lauf hat dann die höhere Success-Rate.

  4. @korsakoff „Fazit: Im 2nd & short ist Laufspiel die präferierte Option und wird mit 67% Lauf-Quote auch richtigerweise von Coaches klar bevorzugt. Ehrlicherweise sollten Coaches vielleicht noch stärker auf Laufspiel setzen!“

    Also hat sich deine Meinung aus 2018 geändert? In meinem ersten Drive würde ich in der Situation laufen.

  5. Ja, hat sich geändert, weil die Analyse von damals zu stark auf das Ergebnis fokussiert war und zu sehr die Opportunity eines Deep-Shots ausgeklammert hat.

    In 3rd + 4th & short zu laufen hat immer noch 90% Conversion-Rate, mit dem Added-Value eines Passing-Plays gegen eine Defense, die in 2nd&short alles verteidigen muss.

    Ändert aber beides nix dran, dass man aus 2nd&short eigentlich keine Entschuldigung hat, *nicht* zum neuen 1st Down zu converten 🙂

  6. Gefühlt sind die Bengals besser. vor allem VIEL besser als erwartet. (Nagut, mit tatkräftiger Hilfe von McVay)

  7. Mutige Analyse. Burrow hat bis auf den einen tiefen Pass so gut wie nichts angebracht und wenn Stafford werfen darf, sehen die Corner doch eher überfordert aus.

  8. Die Corner sehen so hoffnungslos unterlegen gegen Beckham und Kupp aus. Kannst nur hoffen, dass McVay weiter konservativ laufen wird.

  9. Bengals D wirkt sehr limitiert: immer Single high man coverage und die Rams haben einfaches Spiel, wenn sie ihre Top Receiver per crossing Route von innen nach außen isolieren.

  10. Rams Safety Weddle spielt nur noch mit einem Arm. Nach dem Hit gegen Mixon vorhin sah das gar nicht gut aus… Ich glaube, er beißt sich durch. Ist aber definitiv keine 100% 🙄 könnte den Bengals rein“laufen“ 😁

  11. Um die Bengals D# mache ich mir erst Sorgen wenn es ein der zweiten Hälfte noch nicht läuft.

    Sind TO in Hälfte 1 nicht eher egal?
    Also imho kann da man mal eins verbrennen.

  12. @alexanderbrink: also beim ersten Touchdown war Beckham gegen Hilton den Slotcorner, beim zweiten von Kupp weiß ich es nicht genau

  13. beim Zweiten hätte wenn ich es richtig gesehen habe, Eli Apple mitgehen, wäre der Outside Corner gewesen

  14. @calle Jon:
    Jup würde ich auch sagen, sah nach cover3 aus und Apple wird durch die Play Action gefreezt.

    Hast recht, war etwas übereifrig von mir. (Ob der Slot jetzt ein corner ist oder nicht ist dann wieder so eine philosophische Frage 😉
    Worum es mir eigentlich ging ist, dass die corner nicht simpel ihre 1v1s verlieren, sondern die Rams es mit crossing routes ihren Receivern sehr einfach machen

  15. Will nicht zu viel schönreden, aber wenn sich jemand NICHT über nicht gecallte PI aufregen sollte, dann die Rams…

  16. Aha. Ich dachte die auto-review geht noch. Nur challenge nicht mehr.
    Es ist natürlich super design die plays mit der größten leverage non-reviewable zu halten.

  17. @blub: Ja, ist kacke, aber ich kann verstehen, warum man solche Ermessensentscheidungen wie PI als Tatsachenentscheidungen stehen lassen will.

    Jede Öffnung führt zu Folgeproblemen, wie wir letztes oder vorletztes Jahr schon gesehen haben.

    Schwieriges Thema. Sollte wahrscheinlich einen zweiten Versuch geben, die PI überprüfbar zu machen ohne sich schnell in Juristendeutsch zu verstricken.

  18. Gibts eigentlich eine offizielle Begründung, warum nicht challengeable?

    Ich finde die Lösung, dass man Entscheidungen challengen kann ja eigentlich sehr charmant, weil sie ggf. den Schwarzen Peter an das entsprechende Team weiter reicht: hättest ja challengen können, also beschwer Dich nicht hinterher.

  19. Brutal wie der RB den LB abräumt und dann immernoch genug Zeit hat hoch zu kommen und immernoch den sack zu machen.

  20. @Santiago15: Ermessensentscheidung. Theoretisch ist der Catch-Point ja kontaktloser Sport, aber weil jeder weiß, dass das nicht spielbar ist, führt jeder Versuch, das per Regeltext zu präzisieren zum nächsten Problem.

    Ermessensentscheidungen freizugeben ist Öffnen der Büchse der Pandora.

  21. Das sieht langsam schwierig aus für die Bengals. So einfach über die Zeit retten werden sie die Führung wohl nicht können.

  22. Heute wird wieder einmal klar, dass McVay in punkto Playcalling ziemlich overhyped ist. Hoffe echt, Burrow schaffts 10 Minuten noch unbeschadet durchzustehen, hab bissl Angst um ihn.

  23. Ausgerechnet da kommt die Flagge. da wollte aber jemand sein miss von langen Higgins TD wieder gut machen.

  24. War das ein Bolzen beim 3rd down zu laufen, wenn du eh noch das Feld runter musst..

    Freut mich für stafford, Ramsey, withworth und Donald; weniger für Beckham…

    Und das McVay mit dem Coaching durchkommt ist eine Schande.

  25. Dieser playcalling lauffetisch ist wohl ein inhärenter nerf der ansonsten überlegenen outside zone / play action offense.

  26. Ja, und es fällt niemandem auf, wenn beide Coaches den gleichen Scheiß veranstalten.

    Auch die Bengals hatten 18 Early Down Runs. Rams hatten 21.

    Bengals waren mit -0.10 EPA/Run „nur“ schlecht.
    Rams waren mit -0.44 EPA/Run geradezu episch schlecht.

    Die Rams hätten das mit einem einigermaßen bei Sinnen befindlichen Playcaller locker gewonnen.

  27. Ich hätte es beiden QBs gegönnt, aber als Steelersfan kann ich natürlich gut damit leben, dass es für die Bengals nicht gereicht hat.

    Aber schon krass „ver-called“ von McVay, dass es überhaupt so eng geworden ist. Bis auf ein paar Minuten vor und nach der Halbzeit, als sie massiv von der Verletzung von OBJ, der reichlich glücklichen INT und zwei NoCalls der Refs profitiert haben, hatte man eigentlich nie das Gefühl, dass die Bengals hier einen Auftritt hatten.

    Schon bessere SBs gesehen, schon schlechtere. Einmal mehr Dank dem Hausherren!

  28. Mit der Line Donald 1 gegen 1 zu Blocken und dann auch nur in seine Nähe zu laufen ist untragbar. Und beim 4ten Versuch muss da ein Spielzug kommen, der sonst für die 2-Point Conversion gemacht ist. Mit der Line Burrow den Ball halten zu lassen ist eine gräßliche Entscheindung.

  29. Ich hab mich ja mit vielem abgefunden aber dem Owner die Trophy zu geben fühlt sich immernoch eklig an. Und auch noch Kroenke dem [zensiert]

  30. Rams bleiben leider mit einzelnen Ausnahmen eins der unsympathischsten Teams in meinen Augen. Alles in allem ein besserer Super Bowl als befürchtet. Hoffe Burrow bekommt irgendwann nochmal seine Chance.

  31. Ich habe das Spiel nicht gesehen (Zeitverschiebung…), aber in den meisten Berichten klingt es so als hätte Burrow alles getan um ein neues Sackfestival zu vermeiden – eine positive Entwicklung nachdem viele Analysten hier die größten Fragezeichen bei ihm sehen oder Überreaktion, mit der eher Routen zu früh abwürgt und die offense limitiert weil er jetzt überhastet wirft?

  32. @milaidin:
    Burrow hat vor allgemeinen schnell den Ball rausgebracht; quasi Tom Brady like. Das war sicher gut zu sehen, dass er so adjusten kann.
    Das ging allerdings zu Lasten der Deep shots, auch wenn ein paar dabei waren. Immer wenn ein langer Pass absehbar war wurde es eklig. Burrow war insgesamt aber keineswegs fehlerfrei. Aber er war der Hoffnungsträger der Bengals.
    Und ich habe das Gefühl das Burrow am Ende ohne Außenband im Knie gespielt hat…

  33. Also McVay hat nach dieser Nacht irgendwie ein wenig seinen Glanz verloren. Das Play-Calling war ja nie seine große Stärke, aber das war diesmal wirklich extrem unterirdisch. Mich würde wirklich interessieren was McVay da genau geritten hat.

  34. @korsakoff
    Natürlich hilft dann so ein TO, aber du hast halt dann noch die zweite Hälfte.
    Wäre da schon nützlich gewesen.
    Danke für die Stats zum Run-Game Esume/Werner haben vehement mehr Rungame von den Bengals gefordert und nicht verstanden wieso Taylor das 3rd Q anders angegangen ist.

  35. Hallo Hausherr,
    danke für die vielen ausgezeichneten Artikel hier !

    SB vorbei, aber die NFL läuft ja gleich weiter.
    Bin gespannt auf mögliche Analyse des SB udn auch der gesamten Playoffs, möglichen „Lehren“ (all in gehen) und den ersten Ausblick auf die neue Saison.

    Für welche andere Teams macht es nun Sinn wie die Rams „all in“ gehen mit Trades und Free Agents und möglicher Opferung der Zukunft ?
    Werden die Rams nächste Saison das Team halten können und einen Repeat im Sinn haben ?
    Oder gibt es bei einem der Teams oder möglicherweisen beiden einen Superbowl Slump und diese Tams müssen nächste Saison kleiner Brötchen backen ( z.B. weil ein Divisionsrivale massiv aufrüstet in der FA – Rodgers, Murray, Wilson).

    Von welchen teams innerhalb der Division droht den beiden teilnehmern am meisten Konkurrenz.

    Aufarbeitung nochmal des Coachings in den Playoffs.
    Ich habe das ja schon öfter geschrieben, aber für mich als Laien wurden da von mehreren Teams und Coaches furchtbare (und vor allem vermeidbare) Böcke geschossen.

    Freue mich auf hoffentlich noch sehr viele gute und spannende Artikel hier.

  36. Pingback: Superbowl 2022 – Nachklapp | Sideline Reporter - Eier, wir brauchen Eier!

  37. Guter, spannender aber auf keinen Fall hochwertiger SB. Stimme voll und ganz mit dem Hausherrn überein.
    Ich hatte die ganze Zeit das Gefühl, dass die RAMS das schon über die Zeit wuppen, TROTZ des Playcallings von McVay.
    Erhellend, da genau mit meinem Gefühl übereinstimmend, ist das – EPA/Run.
    Wenn man vor dem TV sitzt und Tobsuchtsanfälle bekommt, auf beiden Seiten…
    Und dann spielt nicht mal SEIN Team, sonder du sitzt als Footballfan da und bekommst SOWAS serviert!
    Das ist ja nicht das erste Mal, das McVay seine Eier und seinen Skill verloren hat. (SB gegen Pats)

    Ansonsten wieder einmal ein herzliches Danke schön für die Saison. Ich bin aber sehr dankbar für den, mit Abstand besten deutschen Inhalt.
    Jetzt freu ich ich auf die FA und den Draft…ansonsten ist warten angesagt.

    Ich hoffe der Hausherr überbrückt das wie immer.

    Od1um

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