Kurze NFL Draft-Einführung 2022: Defense

Nach der Offense und der Fragerunde folgt heute noch ein knackiger Blick auf die Defense-Positionen im NFL Draft 2022. Ich komme langsam rein in die Materie und fühle, einen mittlerweile sehr guten Überblick über das verfügbare Spielermaterial des heurigen Jahrgangs zu haben.

Dabei greifen heuer ähnliche Mechanismen wie in den früheren Jahren: Mit zunehmender Nähe zum Draft wächst plötzlich die Unsicherheit über das, was ganz vorne passieren wird. Drei Tage vor dem Draft bewegen sich plötzlich die Wettquoten, weil Interna durchsickern – einige Teams haben natürlich spezielles Interesse dran, weil sie z.B. Trades einfädeln wollen.

Einige eigentlich spannende Prospects scheinen plötzlich durch den Rost zu fallen, während andere plötzlich Hype bekommen – nicht immer ist auf Grundlage der verfügbaren Informationen nachvollziehbar, warum.

2022 ist in all diesen Belangen sogar einen Tick akzentuierter, da es keinen herausragenden QB-Prospect gibt. Es gibt also absolut keine Sicherheit, was an #1 passiert, und viel mehr Scheinwerferlicht für die üblicherweise von den Trevor Lawrences, Joe Burrows und Kyler Murrays überstrahlten anderen Positionen.

Edge Rusher

Über die Edge-Rusher hatte ich vor ein paar Wochen schon einmal in Detail geschrieben. Es ist eine starke Klasse, mit sehr guten Prospects an der Spitze und guter Tiefe auch in den späteren Runden. Das Public Board zählt 13 Passrusher in den Top-100 – und Leute wie DeMarvin Leal, Josh Paschal oder Logan Hall, die oft als 5-techs gelistet werden, sind noch nichtmal unter Defensive Ends aufgeführt:

Public BoardNameUniversität
1Aidan HutchinsonMichigan
5Kayvon ThibodeauxOregon
9Travon WalkerGeorgia
12Jermaine Johnson IIFlorida State
17George KarlaftisPurdue
29David OjaboMichigan
38Boye MafeMinnesota
50Arnold EbiketiePenn State
62Drake JacksonUSC
67Kingsley EnagbareSouth Carolina
69Cameron ThomasSan Diego State
74Myjai SandersCincinnati
77Sam WilliamsMississippi

Die Stars Hutchinson, Thibodeaux und Travon Walker reichen als Prospects nicht ganz an die Klasse eines Myles Garrett oder der Bosa-Brüder heran, aber gerade Hutchinson oder Thibodeaux wären in praktisch jedem Jahr Top-10 Kandidaten.

Hutchinson hat eine extrem produktive letzte Saison bei Michigan gespielt und gilt auch als charakterlich „clean“. Größer Knackpunkt sind seine ungewöhnlich kurzen Arme, die ihm gegen Offensive Tackles mit langen Kraken Probleme machen könnten.

Bei Thibodeaux beschränken sich die Fragezeichen auf schwammig formulierten „charakterlichen“ Problemen: Thibodeaux soll selbstbewusst bis zur Grenze zur cockiness sein, was in der NFL nur einem Joe Burrow gestattet ist, und er soll viele Interessen (u.a. Krypto) außerhalb des Footballfeldes haben. Transatlantische Ferndiskussionen ob Thibodeaux‘ Motivation sind sinnlos. Ich habe schon ausgeführt, warum der Spieler Thibodeaux mein #1 Passrusher des Jahrgangs wäre.

Walker ist das Phänomen in der Runde. Er hat unfassbar gute Workouts geliefert – und für kaum eine Position ist blanke Athletik wichtiger als für Edge-Rusher. Aber Walker war gleichzeitig am College auffällig unproduktiv. Er hat keine 11% seiner Passrushes gewonnen – die besten Prospects haben 25% und mehr, und die allermeisten guten Prospect gewinnen um die 20%.

Vor einem Jahr gab es massive Diskussionen um Jayson/Odafe Oweh – auch ein Passrusher mit guten Anlagen, exzellenten athletischen Tests und einigen Fragezeichen ob seiner Produktivität. Oweh hatte keinen einzigen College-Sack erzielt. Aber Oweh hatte mit 18% Win-Rate fast doppelt so gute Schlagfertigkeit wie Walker.

Oweh wurde nie auch nur in der Nähe eines Top-5 Picks gesehen. Letztlich wurde er in etwa dort gedraftet, wo ihn der Public projected hatte: An #31. Auch Walker hätte ich in etwa in dieser Range projected.

Noch vor vier Monaten lief Walker im Scouting-Prozess unter ferner Liefen und wurde als Mid/Late 2nd Rounder geführt:

Im ersten PFF-Draftguide im Jänner war Walker #51 am Big Board. Dann kam die Combine – und mit ihr ein Hype, der am morgigen Donnerstag tatsächlich dazu führen könnte, dass dieser Mann als #1 vom Board geht. Zumindest ist von Jaguars-GM Trent Baalke überliefert, dass er Passrusher mit langen Armen liebt, was Walker im direkten Vergleich mit Aidan Hutchinson einen krassen Vorteil verschafft:

Selbst Peter King hat sich am Montag dazu hinreißen lassen, Walker als #1 zu den Jaguars zu mocken. King ist nicht mehr die Koryphäe alter Tage, aber ganz ohne Basis dürfte sein Mock-Draft nicht sein.

Prospect Walker = Call me skeptisch.

Unter den nächstbesten Passrushern befinden sich Leute wie Johnson oder Karlaftis. Beide sind in den Top-20 im Consensus Board gelistet. Karlaftis war einer der produktivsten College-Rusher…

…und hat eine sehr gute NFL-Projection:

Meine Wahrnehmung ist trotzdem, dass Karlaftis in der öffentlichen Meinung in den letzten Wochen etwas „durchgerutscht“ ist. Warum, ist nicht ganz klar. Wahrscheinlich hat man sich mal wieder zu sehr auf die athletischen Freaks wie Walker oder eben Johnson fokussiert.

Und das führt dazu, dass Jermaine Johnson mittlerweile als recht sicherer Top-10 Pick, vielleicht sogar Top-5 Pick (!) angepriesen wird:

Dieses hohe Standing ist durchaus verblüffend, denn Johnson hat nach seinem Transfer von Georgia rüber zu FSU nur eine einzige College-Saison gespielt, dort als bereits 22-Jähriger mit 16% Win-Rate im Passrush deutlich unterhalb des Levels aller anderen Star-Passrusher (natürlich mit Ausnahme von Walker) performt, und ist auch athletisch in den stabilen Metriken graues Mittelmaß:

Der explosive Ojabo wäre auch ein sicherer 1st Rounder gewesen, wenn er sich nicht im März die Achillessehne gerissen hätte. So könnte er in die 2te Runde fallen.

Aus dem Bulk der Mid-Rounder habe ich vor einigen Wochen mal aufgeschnappt, dass Drake Jackson möglicherweise ein Sleeper sein könnte. Eric Eagers Projection stützt diese These:

Ein paar andere interessante Prospects haben die Kollegen Weckwerth und Schimmel gestern in unserer Fragerunde vorgestellt.

In Summe gilt: Edge-Rusher ist eine der Positionen, die wir eher gut projecten können. Die Klasse von 2022

Defensive Tackles

Die Tiefe auf Interior Defensive Linemen gilt als etwas suspekt, während sich vorne alles auf das Duell zwischen den Georgia-Teamkollegen Jordan Davis und Devonte Wyatt konzentriert.

Davis ist einer der meistdiskutierten Prospects dieses Jahres – und das hat Gründe: Gebaut ist er eher wie ein Bär denn ein Mensch, und seine lichten Plays strahlen so hell, dass sie die meiste Zeit von Davis‘ Zeit als Spieler schlicht und einfach überstrahlen.

In dieser meisten Zeit saß Davis auf der Bank. Davis hat in den letzten drei Jahren 265, 230 und 378 Snaps gespielt. Eine Workload von knapp über 800 Snaps liefern vergleichbare Prospects in eineinhalb bis zwei Jahren. Davis brauchte dafür drei Jahre.

Nun ist eine tiefe Rotation in einem Kader wie jenem von Georgia nicht außergewöhnlich – HELL, die D-Line der Bulldogs war so tief besetzt, dass oben genannter Jermaine Johnson keinen anderen Weg sah als das Team zu verlassen um zu notwendiger Einsatzzeit zu kommen. Aber Davis‘ Teamkollege Devonte Wyatt z.B. hat über ein Drittel Snaps mehr gesehen als Davis.

Davis ist mit über 341 Fleisch gewordenen Pfund ein Brocken, für den seine Sprintzeit von 4.78 Sekunden geradezu unbeschreiblich gut ist. Davis lief damit eine gleich gute Sprintzeit als sein Teamkollege Derion Kendrick – und der ist Cornerback!

Eine ganz interessante Einordnung zu Davis hat Greg Cosell gegeben – Davis sei durch sein Gewicht und seine Kraft fantastisch darin, seine Position auf engstem Raum zu verteidigen, aber er sei nicht gut darin, seine Kraft in Bewegung nach vorn umzuwandeln. Das macht Davis zu einer Art „immovable object“, aber als Passrusher und „pocket pusher“ wohl erstmal zu einem lauen Lüftchen.

Wird Davis ein dominanter 1st und 2nd Down Clogger gegen den Lauf, könnte er den kolportierten Top-20 Pick trotzdem und auch bei limitierter Einsatzzeit wert sein, weil er dann allein durch seine Präsenz Defensive Coordinators schematische Freiheiten in der Passing-Defense erlaubt (z.B. indem dieser die Box dann mit einem Mann weniger zustellen kann).

Glauben wir jedenfalls dem Public, wäre es spätestens dann eine Überraschung, wenn Davis den #17 Pick der Chargers übersteht.

Wyatt ist im Gegensatz zu Davis nicht so freakisch gebaut, gilt aber „all-around“ als besserer, reiferer Spieler. Wyatt hatte viel mehr Snaps und dabei fast doppelt so gute Passrush-Win-Rate wie Davis, bei annähernd gleicher Run-Stop-Rate.

(so nebenbei dürfen wir nicht völlig außer Acht lassen, dass Wyatt dabei wohl auch mehr Opportunities zum Passrush hatte als Davis)

Spannender Prospect ist Houstons Logan Hall, der am Public Board als 2nd Rounder gilt. Hall hat fast 20% seiner Snaps als 5-tech oder Defensive End gespielt und dabei seine beste Performance abgeliefert. Mit 6‘6 und 283 Pfund ist er auch eher wie ein Edge-Rusher gebaut – und er hat seine Stärken ganz klar im Passrush.

Josh Paschal hat Jan Weckwerth gestern als Geheimtipp notiert – allerdings auch hier als Edge-Rusher.

Public BoardNameUniversität
16Jordan DavisGeorgia
26Devonte WyattGeorgia
42Travis JonesConnecticut
44Logan HallHouston
54DeMarvin LealTexas A&M
59Perrion WinfreyOklahoma
78Phidarian MathisAlabama
83Josh PaschalKentucky

Off-Ball Linebacker

Elf Linebacker in den Consensus Top-100! Das spricht für eine extrem gute, tiefe Klasse. In Devin Lloyd gibt es einen veritablen 1st Rounder. Nakobe Dean wird am Consensus Board als #22 auch in der 1ten Runde projected, aber bei den Buchmachern war sein Over/Under gestern nur Platz 30.5, mit den meisten Wetten, die over gewettet haben.

Public BoardNameUniversität
13Devin LloydUtah
22Nakobe DeanGeorgia
48Christian HarrisAlabama
49Chad MumaWyoming
52Quay WalkerGeorgia
56Leo ChenalWisconsin
60Nik BonittoOklahoma
71Channing TindallGeorgia
79Troy AndersenMontana State
93Brian AsamoahOklahoma
97Damone ClarkLSU

Dean ist dabei der jüngere, spektakulärere Prospect. Er war einer der Schlüsselspieler in der epischen Georgia-Defense, weckt aber mit seiner schmalen Statur ein paar Zweifel, was sein Potenzial als NFL-Spieler angeht. Dean ist brutal schnell und explosiv, hat einige grandiose Blitzes in seinem Tape – und solche Highlights hier:

Dean hat die Anlagen zu einem Linebacker für alle drei Downs. Aber kann Dean mehr als einen Weakside Linebacker geben? War er in Georgia nicht doch ein bissl zu gut behütet hinter zwei Monster-DTs in Run-Defense? Was passiert, wenn er es mal mit schwereren Blockern oder Tight Ends aufnehmen muss?

Lloyd aus Utah wird allgemein etwas höher gelistet und ist in Punkto Körperbau und NFL-Reife wahrscheinlich einen Tick besser. Aber Lloyd wird heuer schon 24. Dean ist mehr als zwei Jahre jünger.

Weil ich mich nicht weiter mit dieser Position auseinander gesetzt habe, verweise ich auf die detaillierte Aufstellung von Jan Weckwerth, der bis runter zu möglichen Late-Roundern gut ein Dutzend Prospects in ihre Bestandteile aufgedröselt hat, wodurch ich jetzt weiß, dass kaum ein undersized Linebacker profilierter in Traffic arbeitet als die #141 am Public Board, Malcolm Rodriguez.

Bleibt dabei: Triple Option Blog – neben SPOXs Adrian Franke die Bibel der deutschen Pre-Draft-Berichterstattung.

Cornerbacks

Der Public sieht die Cornerback-Klasse hinter den wirklich starken Top-Prospects als ziemlich durchschnittlich an (siehe auch hier Timos Graph). Ganz oben hat die Klasse im Prinzip drei „Tiers“:

  1. Gardner + Stingley
  2. McDuffie, Booth, Elam und Gordon
  3. Ze Rest

Am Consensus Board sieht das so aus:

Public BoardNameUniversität
6Ahmad GardnerCincinnati
8Derek Stingley Jr.LSU
18Trent McDuffieWashington
24Andrew Booth Jr.Clemson
31Kaiir ElamFlorida
33Kyler GordonWashington
41Roger McCrearyAuburn
65Tariq WoolenTexas-San Antonio
88Marcus JonesHouston
91Coby BryantCincinnati
102Cam Taylor-BrittNebraska
103Martin EmersonMississippi State
104Alontae TaylorTennessee

Gardner als CB1 wird durchaus diskutiert. Die meisten der von mir favorisierten Experten haben Stingley vorn. Aber angesichts des durchaus unterschiedlichen Spielstils brauchen wir die beiden nicht zwingend zu vergleichen.

„Sauce“ Gardner ist mit 6‘3 deutlich größer und physischer (Stingley ist 6‘0). Er war der wichtigste Trigger der famosen Cincinnati-Bearcats-Defense, die es letzte Saison sogar in das Playoff-Semifinale geschafft hat.

Gardner ist erfahren und hat einen langen Track-Record an starken Performances. Er hat allein über 850 Snaps in Press-Coverage gespielt. Kein einziges seiner drei Jahre als College-Starter hatte längere Schwächephasen.

So gut Gardner als College-Corner war, so fällt es mir doch extrem schwer, ihn über Stingley zu setzen. Stingley ist seit drei Jahren eine bekannte Größe am College – quasi seit er im Jahr 2019 des Herrn das erste Mal einen Fuß auf ein College-Footballfeld gesetzt hat und von Tag 1 an als Freshman gegen die Granden der SEC-Receiver gegenhalten konnte.

Stingleys 2019er Saison ist nach wie vor die beste, die es im PFF-Rating-System jemals für einen Cornerback gegeben hat, und auch wenn LSU damals vor allem wegen seiner Offense (Joe Burrow, Ja’marr Chase, Justin Jefferson und Konsorten) den National Title holte und die Defense durchaus einige Big Plays aufgab, so ist Stingleys Tape aus jener Saison unbestreitbar erste Sahne.

Nicht nur in seinen besten Momenten spiegelt Stingley seine Gegenspieler an der Anspiellinie mühelos, und hat dann die notwendige Athletik und Physis um auch mit überraschenden Moves mitzugehen. Stingley hat auch gegen physischere Receiver wie eben seinen Teamkollegen Chase mithalten können – es gibt Trainingsvideos, die das bezeugen.

Stingley hat aber zwei Probleme: Einmal war er nach 2019 andauernd und an verschiedenen Stellen verletzt, und zweitens hat sein Tackling homophobe Züge.

Der Ruf von Stingleys Performance seit seiner Freshman-Saison ist auch eher suspekt. Ich bin mir nicht sicher, ob es wirklich Stingley war, der abgebaut hat. Vielleicht waren es auch bloß die allgemeine Krise bei LSU nach dem Exodus direkt nach dem National Championship Game, oder die andauernden Coaching- und Coordinator-Wechsel. Vielleicht waren es auch die Verletzungen. Vielleicht waren es ein paar schlecht getimte aufgegebene Catches. Vielleicht hat es den Performance Drop-Off auch in der Form gar nicht gegeben.

According to Adrian Franke hatte Stingley mit flüssigen Route-Runnern wie Devonta Smith oder Van Jefferson – durchaus fähige Receiver, die auch in der NFL schon ihre Duftnote hinterlassen haben – seine größten Probleme. Gegen solche Kaliber darfste als Cornerback schon mal einen Rep verlieren.

McDuffie ist mit 5’11 ein eher kleiner Corner, soll aber technisch einer der reifsten sein – und er kommt von den Washington Huskies, die seit etlichen Jahren gut ausgebildete Defensive Backs in die NFL schicken.

Auch McDuffies Teamkollege Kyler Gordon hat sich mit fabulösen Testwerten nach oben gearbeitet. Gordon ist mit 4.52 Sekunden nicht der allerschnellste Sprinter, aber seine Sprungkraft und Beweglichkeit auf engstem Raum sind Elite.

Woolen von UTSA hat mit 4.26 Sekunden Sprintzeit fast einen neuen Rekord aufgestellt, aber seine Movement-Skills gehen zu Lasten seines Long-speeds, weswegen er als kolportierter 2nd/3rd Rounder ein gefährlicher Pick sein könnte. Solche reinen Upside-/Athletik-Prospects, die erstmal zwei Jahre brauchen um NFL-Konzepte zu greifen, sind meistens bessere Late-Rounder.

Zumindest für mich auffällig am Consensus Board: Der kampferprobte Josh Jobe von Alabama ist als #131 nur ein Late Rounder.

Safetys

Safety ist im NFL Draft immer eine Freak-Position: Ohne All-22 Tape ist sie nur extrem schwer zu bewerten, und richtig gute, Analytics-erprobte Metriken gibt es noch nicht. Vieles deutet darauf hin, dass die Position in der NFL über die Jahre immer wichtiger geworden ist, aber sowohl auf dem Free-Agent-Markt als auch in Punkto Draft-Ressourcen sind sie eine der billigeren Positionsgruppen.

Die Klasse von 2022 ist eher dünn. Nur acht Prospects haben es in die Consensus Top-100 geschafft.

Public BoardNameUniversität
2Kyle HamiltonNotre Dame
27Daxton HillMichigan
32Lewis CineGeorgia
37Jaquan BriskerPenn State
55Jalen PitreBaylor
92Kerby JosephIllinois
95Bryan CookCincinnati
99Nick CrossMaryland

Hamilton gilt als #2 am Consensus Board als Ausnahmeerscheinung – ein Tenor, in den gestern Jan Weckwerth eingestimmt hat. Es gibt aber durchaus auch einige Fragezeichen bei Hamilton: Sehr, sehr guter, athletisch starker Safety ja, sehr gutes Spielverständnis ja, aber als Deep-Centerfielder nicht herausragend genug um in einer Reihe mit einem Earl Thomas oder Ed Reed genannt zu werden.

In Summe dürfte Hamilton schon sehr hohen Wert besitzen, weil er einfach auf hohem Niveau theoretisch viele Rollen spielen kann – vielmehr kann man von einem Safety nicht erwarten als solche Flexibilität ohne krasse Schwachstellen.

Die beiden krassesten Ausnahmeathleten sind Lewis Cine von Georgia und Nick Cross aus Maryland. Beide sind unter 4.35 Sprintzeit gelaufen und haben RAS über 9.85. Cine ist dabei der reifere Prospect – ein sehr aggressiver, stets zum Ballträger fliegender Spieler, aber immer an der Grenze stupide zu überziehen und sich aussteigen zu lassen.

Cross dagegen ist reines Potenzial.

Pitre ist vielleicht ein Sleeper: Slot-Corner am College, aber mit genügend angeflanschten Skills um in der NFL als Strong Safety in Nähe der Line of Scrimmage für Wirbel zu sorgen. Adrian Franke listet Pitre an #27 seines Big Boards. Der Consensus sieht ihn fast genau eine Runde später richtig eingeordnet.

Ein Kommentar zu “Kurze NFL Draft-Einführung 2022: Defense

  1. Wenn du auf den Draft wetten willst, dann ist die sicherste Wette, dass es Baalke schon verkacken wird.

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