NFL Vorschau 2022: AFC North

Die AFC North ist sowas wie meine Lieblings-Division. Mit ihr schließe ich die NFL-Vorschauserie 2022 heute ab.

Baltimore Ravens

PFF Playoff-Chance: 39%
Superbowl-Chance: 1%
Over/Under 10.5 Siege
Schedule #20

Als größte *harhar* Unglücksraben der letzten Saison sind die Ravens ein brandheißer Kandidat für „positive Regression“. Was Baltimore letztes Jahr an Verletzungsausfällen hatte, geht eigentlich auf keine Kuhhaut mehr: Sämtliche Runningbacks in der lauflastigsten Offense schon zum Season-Opener auf IR. LT Ronnie Stanley in Woche 1. Zur Saisonmitte waren QB Lamar Jackson angeknockt und beide Starting-Cornerbacks (Marlon Humphrey und Marcus Peters) für den Rest der Saison raus. WR-Hoffnung Rashod Bateman war erst ab Woche 6 einsatzfähig, und in den letzten Wochen traten die Ravens mit Backup-QB, Backup-Backfield, Backup-Receivers, Backup-Left Tackle und ohne ihre besten neun (!) Defensive Backs an, darunter alle in der Preseason geplanten Starter.

Die Ravens pulverisierten den Negativrekord in Football Outsiders‘ Adjusted Games Lost Statistik. Warum sie daher ihren (eher glücklich zustande gekommenen) 8-3 Start damit nicht in eine Playoffteilnahme verwerten konnten und alle ihre letzten sechs Spiele verloren (wenn auch fast alle knapp), war auch einem Kleinkind erklärbar.

Verletzungen sind in der NFL mit Ausnahme der immer fitten Rams eher zufällig. Auch wenn zumindest Stanley nicht schon wieder bei 100% ist, können wir wieder durchschnittliches Verletzungspech für 2022 annehmen. Ergo werden die Ravens im Vergleich zu 2021 rundumerneut in die Saison gehen.

Sie sind eins der spannendsten Teams sowohl in der Offense, als auch in der Defense. Offensiv schwebt seit zwei Jahren das Thema Play-Design und OffCoord Greg Roman über der Mannschaft – und als ob das nicht genug wäre, mussten die Ravens gestern den sich über Monate ziehenden Vertragspoker mit QB Jackson ohne Resultat beenden:

Jackson, der sich beständig weigert, einen Berater für die Verhandlungen einzustellen, wird zwar damit nicht automatisch Ende der Saison Free Agent. Aber die Ravens gehen wie vor zehn Jahren bei Joe Flacco mit einem QB mit auslaufendem Vertrag in die Saison. Immerhin: Jackson kann man per Franchise Tag halten, wenn diese auch weit weniger Flexibilität in der Vertragsgestaltung gibt.

Defensiv hat sich die Mannschaft von DefCoord Wink Martindale und seinen ultra-aggressiven Blitzing-Schemes getrennt. In einem Versuch, eine konventionellere Defense zu spielen, die besser gegen die Blitz-resistenten Superstar-QBs der AFC (Mahomes, Herbert, Burrow und Co.) besteht, holte Chefcoach John Harbaugh Mike MacDonald aus dem Trainerstab seines Bruders Jim (Michigan Wolverines) zurück. Der Mix aus neuem Scheme und der über Jahre eingetrichterten Angriffigkeit ist reizvoll.


Lass mich zuerst die Offense detaillierter ausführen. Deren #19 Ranking nach EPA/Play letztes Jahr war erklärbar durch die zahllosen Verletzten. Aber schon 2020 hatte sie als #9 einen ziemlichen Einbruch von der überwältigenden Saison 2019 (mit Abstand #1) hingelegt.

Es ist bekannt, dass die Offense unkonventionell ist. Jackson ist einzigartig – und damit wie gemacht für Greg Roman, dessen Offense nicht wie landläufig gedacht zu simpel ist, sondern eher das Gegenteil: Zillionen Options, teilweise zwei pro Route, die Zeit brauchen sich zu entwickeln. Zeit, die man letztes Jahr nicht hatte: O-Line Stückwerk, junge Receiver bzw. überhaupt Receiver nie zugleich einsatzbereit.

Auch Jackson war 2021 nicht mehr so gut wie in den beiden Jahren davor. Er ließ sich viel zu einfach ausblitzen – nicht nur im berüchtigten „Zero Blitz“ Game in Miami.

Jetzt deutet vieles darauf hin, dass die Offense 2022 wieder „back to the roots“ designt wird: Wieder mehr Heavy-Personnel mit zwei Runningback und/oder zwei Tight Ends auf dem Feld, mehr trockenes Laufspiel:

  1. Die ewige Baustelle „Wide Receiver“ wurde nicht bloß nicht adressiert. Deep-Threat Hollywood Brown wurde sogar an die Cardinals verkauft
  2. Dafür drafteten die Ravens in Runde 4 zwei Tight Ends: Isaiah Likely aus der passgewaltigen Offense der Coastal Carolina Chanticleers, und Charlie Kolar Iowa State).
  3. Der Depth-Chart der Ravens sieht fünf Runningbacks, vier Tight Ends – und nur fünf Receiver.

Der wichtigste von allen ist Rashod Bateman. Bateman ist der einzige Ravens-Receiver mit „Iso X“ Potenzial – und genau diese Rolle wird 2022 über Wohl und Wehe im Offense-Design entscheiden.

Denn laufen können die Ravens immer: Die O-Line ist, wenn Staley nach seiner brutalen Verletzung erstmal wieder zurück ist (könnte noch dauern), mindestens wieder Durchschnitt. Brandon Thorn hat sie als #17 gerankt. Die rechte Seite ist zwar alt, aber passabel (RG Kevin Zeitler, RT Morgan Moses). 1st Round Rookie Center Tyler Linderbaum ist ein interessanter Fit. LG Ben Powers ist etwas mehr als ein JAG. Jackson als mobilster QB der NFL ist ein unwiderstehlicher Trigger für jedes Ground-Game, und die von J.K. Dobbins angeführte Runningback-Rotation ist diesmal nicht schon an Tag 1 dezimiert (nur Gus Edwards ist vorerst auf IR).

Baltimores Rushing-Game ist in dieser Zusammensetzung das einzige, das in der Ära Jackson konstant in der Lage war, deutlich positive EPA/Play zu generieren: Zwischen 2018 und 2021 hatten die Ravens als einzige NFL-Mannschaft positive EPA/Run, und der Abstand zum nächstbesten Team war so groß wie der Abstand zwischen Platz 2 und Platz 14.

Aber am Ende ist auch in Baltimore das Laufspiel nur die Basis. Wie hochklassig die Offense am Ende insgesamt performt, liegt immer am Passing-Game. TE Mark Andrews hat sich dort spätestens letztes Jahr als „QB-proof“ erwiesen. Er ist legit. Aber der Rest besteht fast ausschließlich aus Rookies und JAGs.

Likely soll in der Preseason verblüffend gut gewesen sein, doch die Story von Rookie-Tight-Ends ist hinlänglich bekannt. Nick Boyle war schon 2019 nur der Blocking-TE. TE Josh Oliver ist nicht mehr als Depth-Player.

Devin Duvernay ist ein reiner Slot-WR, Demarcus Robinson war schon in Kansas City nur die #4, James Proche ist mehr Kick-Returner als Receiver, Tylan Wallace, 4th Rounder aus dem letzten Jahr, hat in einem schwachen WR-Room als Rookie nur 5 Targets gesehen.

Bleibt also Bateman. Die Ravens werden mehr Formationen mit nur einem Receiver am Feld spielen wie jede andere Mannschaft. Bateman wird oft den isolierten X an der Backside des Plays geben. Schafft er es dort, die Defense nicht bloß mit Bindung von Ressourcen zu beschäftigen, sondern auf Top-15 Niveau zu schlagen, wird das zahllose Optionen im Passing-Game und im designten Laufspiel öffnen. Resultat wäre dann fast sicher eine Top-5 Offense.

Freilich ist das alles andere als sicher. Bateman war als Rookie durchaus okay – aber ist seit Jahren immer wieder verletzt. So stark auf ihn allein zu setzen, ist erhöhtes Risiko.

Bleibt Jackson selbst. So umstritten er als QB noch immer sein mag – er provoziert noch immer, und immer verrücktere, Takes

“You cannot go into a game and not account for this guy — like, we are meeting with people every offseason to find out how they would defend this type of offense,” one defensive coordinator told Sando. “At the same time, I can totally see why you can go anywhere from 1 to 3 on him. If he has to drop back and throw the ball, it is not the same, but if he is on rhythm and they are running the ball and they are running the play-action off it, if you can’t account for that dude, he is going to kill you.”

More common were the slings and arrows regarding Jackson as a quarterback.

“If he has to pass to win the game, they ain’t winning the game,” another defensive coordinator said. “He’s so unique as an athlete and he’s really a good football player, but I don’t if he wins the league MVP 12 times, I don’t think he’ll ever be a 1 as a quarterback. He’ll be a 1 as a football player, but not as a quarterback. So many games come down to two-minute, and that is why they have a hard time advancing even when they are good on defense. Playoffs are tight. You have to be able to throw the ball, and he is just so inconsistent throwing the ball. It is hit or miss.”

            (Quelle: Mike Sandos QB-Tiers/The Athletic)

…so ist er doch eine nicht zu zähmende Naturgewalt als designter QB-Runner, und ein guter Pocket-Passer im traditionellen Sinn. Als Werfer ist er nicht so komplett wie Mahomes oder Josh Allen.

Doch er ist ein tödlicher Play-Action/RPO Passer aus der Pistol-Formation. Er war schon 2021 fantastisch in Early-Downs, um gegen den Blitz in 3rd Down zu kollabieren: #10 in EPA/Play in 1st und 2nd Down, aber #30 in den üblicherweise instabilen 3rd Downs. Es wird Antworten und Veränderungen brauchen, um den Blitz auszuschalten – doch in der wichtigeren Metrik war Jackson stabil.

Grundsätzlich gilt: Jackson ist gut genug, um eine Offense auch in Passing-Situationen zu schlagen:


In der Defense bedeutet die Abkehr von Martindale eine Zuwendung zu mehr Man-Match-Coverage im Nick-Saban-Stil, mehr Split-Safetys, weniger Secondary-Blitzes. Die große Frage lautet: Gibt das Spielerpersonal die Umstellung nach Jahren der kultivierten Hyper-Aggressivität her?

Die Ravens haben eine unumstritten tief besetzte, exzellente Secondary, die zur laufenden Saison mit einem gehypten 1st Round Draftpick (Kyle Hamilton), einem starken Free Agent Safety (Marcus Williams), einem passablen Free Agent Corner (Kyle Fuller) und zwei 4th Round Cornerbacks (Jalyn Armour-Davis und Damarion Williams) verstärkt wurde.

Hinter Humphrey/Peters als Top-CB-Pärchen ist damit exzellente Tiefe vorhanden, dazu bieten die neuen Safetys die Möglichkeit, mit Chuck Clark auch three safety looks zu spielen – eine Art Big Nickel, oder viel Dime Defense.

Wenn aber das Blitzing im Vergleich zur letzten Saison zurückgefahren wird, lautet die entscheidende Frage: Wie viel Passrush kann Baltimore individuell in der Defensive Line kreieren?

Der in der 2ten Runde gedraftete David Ojabo ist wegen seiner schweren Verletzung eher was für Ende Saison oder gar erst 2023, Tyus Bowser ist nicht mehr als eine okay interior-Präsenz und vorerst ohne auf PUP, Justin Houston ist 33, Calais Campbell gar 36, Derek Wolfe hat das Team verlassen und sein Backup Justin Madubuike war in den letzten Jahren meistens inkonstant.

DT Michael Pierce ist wie der Mid-Round-Rookie Travis Jones eher ein Run-Clogger. Es wird also echt einiges an Odafe Oweh hängen. Oweh wurde letztes Jahr Ende der 1ten Runde als echtes „Project“ gedraftet: Irre Athletik, aber suspekte College-Production.

Owehs Rookiesaison war nicht schlecht: 49 Pressures, 5 Sacks. Aber die Ravens brauchen heuer noch eine Spur mehr Pfeffer. Sehr gut denkbar, dass Oweh im zweiten Jahr den entscheidenden Sprung nach vorn macht. Es wäre vermutlich die entscheidende Verbesserung.

Special Teams hab ich in dieser Serie fast nie erwähnt. Bei den Ravens mache ich eine Ausnahme: Justin Tucker ist der beste Kicker aller Zeiten, und der einzige, der einen nennenswerten Unterschied zum Rest der Liga macht.


Also: Spannend. Der „Floor“ der Ravens ist immens hoch, wie der letztjährige 8-9 Record selbst unter ungünstigsten Umstände beweist. Schon allein wegen günstigerer Verletzungssituation sollten die Ravens 2022 besser sein.

Wie hoch am Ende das „Ceiling“ ist, darüber werden Jackson und die beiden 1st Round Rookies aus dem NFL Draft 2021 entscheiden. Schafft Bateman die Räume und kreiert Oweh den Passrush, ist Baltimore ein Superbowl-Favorit.

Weil es schwer ist, solche Breakouts zu prognostizieren, sind die Ravens nur einer der Superbowl-Kandidaten. Aber mein klarer Favorit in der AFC North sind sie allemal.

Cincinnati Bengals

PFF Playoff-Chance: 62%
Superbowl-Chance: 5%
Over/Under 9.5 Siege
Schedule #5

Die Bengals treten nach dem Freak-Superbowl-Run ein schweres Erbe an: Sie müssen mit viel höheren Erwartungen zurecht kommen und gleichzeitig die unvermeidliche Regression nach der überraschenden letzten Saison auffangen. Das kann am Ende fast nur zu einer Enttäuschung führen.

Dass die Bengals ihre klarste Schwachstelle – Offensive Line – gleich zu Beginn der Free Agency mit mehreren Bodys (OT La’el CollinsOG Alex CappaC Ted Karras) adressiert haben, deute ich als gutes Zeichen, denn es zeigt, dass sich die Bengals sehr wohl bewusst waren, welch außergewöhnlichen Umstände sie letzte Saison getrotzt haben, und dass es Verstärkungen braucht, wollen sie den Anschluss halten.

Warum ich nicht überzeugt bin, dass das Investment reicht, habe ich schon detaillierter ausgeführt. Doch wahrscheinlich dürfen wir nicht über die ewige Knausrigkeit der Bengals spötteln, sondern müssen subtil auf das verweisen, was ab nächster Saison ansteht: Echte Verträge beim Kern des Teams. Die Salary-Cap wird in der Zeit nach Rookie-Vertrag für QB, WR1 (und eventuell WR2) innerhalb kürzester Zeit aufgeraucht sein.

Die Bengals leben als Mannschaft von drei Dingen:

  • QB Joe Burrow ist nicht nur auf Rookievertrag, sondern hat sich letztes Jahr zu einem Blitz-resistenten QB aus dem obersten Regal (oder Tier 1b) entwickelt. Sein Arm ist nicht vom gleichen Kaliber wie Justin Herbert, weswegen ob der Nachhaltigkeit in Burrows Spiel noch einige Zweifel berechtigt sind. Dafür ist Burrow ein mitreißender Leader, furchtlos gegenüber jeder Herausforderung, und damit der „tone setter“ der Bengals, auch wenn er mal individuell nicht brilliert (siehe Playoffs).
  • Nicht bloß ein Star-Receiver ist auch auf Rookie-Vertrag (Ja’Marr Chase), sondern gleich zwei (der andere ist Tee Higgins). Beide scorten in einer simpel gestrickten Offense über 2.2 Yards/Route und waren damit #7 (Chase) und #10 (Higgins) ligaweit.
  • Die Defense ist nicht allzu teuer, hat wenige Stars, sich aber letzte Saison als erstaunlich wandelbar und anpassungsfähig gezeigt. Sie legt sich wie Mehltau über die Gegner, und ehe sie sich versehen ist Q4 und Patrick Mahomes hat seit sechs Drive keine Punkte mehr erzielt.

Doch ich befürchte stagnierende Entwicklung (im schlimmsten Fall gar Rückschritte) in mehreren Aspekten. Burrow-to-Chase ist seit LSU-Tagen Anno 19 mein liebstes Football-Kind. 2021 war diese fabulöse Connection allerdings so grandios, dass sie ihre Effizienz fast nicht halten kann. Chase hatte krassen Target-Share (Top-5), lebte von Zillionen Deep-Catches (nicht stabil) und von Yards after Catch (erraten: nicht stabil).

Gegnerische Defensive Coordinators haben irgendwann letzte Saison aufgehört, Burrow zu blitzen, weil er den Blitz geschreddert hat. Einen gegen Blitzing immunen QB zu haben, ist ein fettes Plus für Cincinnati. Doch das Gegengift wird nicht lange auf sich warten lassen: Defenses werden ähnlich wie gegen Mahomes mit irren two high Shells gegen die Bengals auflaufen und Chase so oft es nur geht doppeln.

Die Idee, Burrow zu geduldigem Spiel zu zwingen, wäre auch deshalb eine logische, weil Burrow nicht die beste Pocket-Präsenz besitzt. Killerinstinkt zu haben, bedeutet in Burrows Fall auch: Bälle so lange zu halten, dass fast 27% der Pressures zu Sacks wurden – ligaweit der dritthöchste Wert. Wenn Burrow das gegen tief stehende Defenses nicht mehr mit Orgien an Big Plays kompensiert, dann Wei-o-wei.

Ich bin überzeugt, dass Higgins als fantastischer WR2 und Slot-WR Tyler Boyd etliches auffangen können, aber ich bin nicht überzeugt, dass Headcoach Zac Taylor imstande ist, schematisch auf die neuen Herausforderungen zu reagieren. Schon letztes Jahr machte er nicht viel mehr, als Burrow aus dem Weg zu steigen, Unmengen an 3-WR-Formationen in Spread aufs Feld zu schicken und ab Dezember hinten raus hemmungslos Early-Down-Passing zuzulassen.

Das war effizient, aber kann Taylor aus seiner Haut?

WeekEarly-Down-Pass RateOffensive EPA/Play
1-9#14#18
13-Superbowl#7#8

Auf mehr light boxes und two high könnten die Bengals nämlich auch reagieren, indem sie hinter der verbesserten O-Line wieder mehr laufen. Das läge in Taylors Natur, aber wäre kontraproduktiv. Oder sie können weiterhin heftig werfen, hoffen, dass Burrow – der #1 QB in Clean Pocket Play und einer der akkuratesten Werfer in der NFL – auch ohne Benefit von außergewöhnlichem Deep-Passing auf Top-10 Niveau produziert.

Ich bin leicht skeptisch. Mir geht die Tiefe im Receiving-Corps ab (TE Uzomah war kein Star, wurde bestenfalls adäquat durch Hayden Hurst ersetzt), und Taylor als Schemer war nicht McVays bester Buddy, sondern das, als das er verkauft wurde: McVays Untermieter. In die Hauptwohnung wurde er nie eingeladen.

Dass Burrow ein 2nd Year Wonder à la Carson Wentz sein könnte, glaube ich dagegen nicht. Burrows Track-Record am College ist länger, und wo Wentz‘ Peak getriggert war von sagenhafter 3rd-Down- und Redzone-Effizienz, war Burrow auch in den stabilen Metriken superb. Doch ohne High-End-Benefit im Deep-Passing-Game bist du in der NFL schnell nur noch #15 statt #9 in EPA/Play.

Nicht einfach zu greifen dagegen, was von der Bengals-Defense zu halten ist. Großartige Individualisten gibt es nicht, aber DefCoord Lou Anarumo schaffte es letztes Jahr gerade zum Ende raus, gezielte, auf den Gegner abgestimmte Gameplans zu entwickeln. Star der Runde war das 3-Man-Rush/Drop-8 System. Anarumo läuft bei mir seither als „Chamäleon-Coach“.

Es gibt natürlich ein paar herausragende Individualisten: EDGE Trey Hendrickson z.B. war verblüffend gut und strotzte allen Regressions-Unkenrufen. Als rotational-Player aus New Orleans gekommen, hatte Hendrickson eigentlich keine Chance, seinen fetten 15 Mio/Jahr Vertrag in einer Vollzeitrolle zu bestätigen. Aber genau das gelang ihm: Seine 75 QB-Pressures und 16 Sacks waren jeweils Top-5 Werte.

DT D.J. Reader ist eine super Präsenz gegen den Run. Safety Jessie Bates gilt als All-Pro Kandidat, war aber letztes Jahr erst zu den Playoffs wirklich voll da – und gilt als verschnupft, weil er noch immer keinen verlängerten Vertrag hat.

Das CB-Trio Awuzie/Apple/Hilton ist nicht überragend, aber gut genug. Der zweite Safety Vonn Bell ist eine passable Ergänzung zu Bates – und der Nachfolger steht schon in den Startlöchern: Daxton Hill, Ende der 1ten Runde gedraftet.

Aber Hill ist Rookie. Ein veritabler EDGE2 fehlt, und die zahllosen zuletzt gedrafteten Linebacker waren bislang graue Mäuse. Talent-Nachteil ist auf lange Sicht mit Scheming üblicherweise nur teilweise auffangbar.

In Summe sind die Bengals prädestiniert für eine eher schwierige Saison. Verbesserte Performance in Bereichen wie O-Line wird kompensiert mit Regression in anderen (Deep-Passing, Close Game Luck, Ravens wieder gesund). Wo die enthusiasmierte Fanbase von einem diesmal auch erfolgreich beendeten Superbowl-Run träumt, dürfte in der Realität schon eine weitere Playoffqualifikation, eventuell mit einem Upset-Win in der Wildcard-Runde, schon ein echter Erfolg sein.

In fact: Ich habe lange gestruggelt, ob ich Cincinnati tatsächlich in den Playoffs erwarten soll. Weil das AFC-Tier-2 dann doch insgesamt nicht ganz so gut ist wie gedacht, tippe ich doch auf Postseason für die Bengals. Knapp, aber es reicht.

Cleveland Browns

PFF Playoff-Chance: 49%
Superbowl-Chance: 2%
Over/Under 8.5 Siege
Schedule #18

I do not have any regrets. Like I said before, the things that are off the field right now that come up caught me by surprise because I never did anything that these people are alleging. I know a lot of people say that I took the year off – I used that to be able to clear my name in the previous two weeks, and just continuing to fight that. I just continue to work and become a better person, a better player and just a better son, like my mom has always thaught me. – Deshaun Watson, Opening PK 25.03.2022

Die Browns gehören zu den am schwersten einzuschätzenden Teams in der NFL – außer auf der Sympathieskala. Sie sollten in den nächsten Jahren dank der Verpflichtung von QB Deshaun Watson einer der Titelkandidaten sein, doch ihr Erbe als eine der legendärsten NFL-Franchises ist mit dem Einkauf selbigen Watsons dahin.

Sie sind jetzt Synonym für die hässliche Art von Rationalisierung – alles ist dem Erfolg untergeordnet. Watson ist nicht der erste Sexualstraftäter, der von der NFL ohne mit der Wimper zu zucken weiterbeschäftigt wird. Aber er ist als Franchise-QB mit Starpotenzial der bislang wichtigste.

Watson wurde für ungeheures Draftkapital getradet und mit einem Vertrag ausgestattet, der so zynisch ist, dass er wie ein Stinkefinger in die Fresse für jeden halbwegs normal denkenden Menschen ausgelegt werden muss. Mehr Seele verkaufen konnten die Browns nicht.

Es war ihnen egal: Sie werden auf Jahre ein Contender bleiben.

Aber vielleicht nicht 2022, denn Watson verpasst mit NFL-Sperre die ersten elf Spiele (Comeback ironischerweise in Woche 13 @Houston) und wird dabei von einem eher mittelprächtigen QB vertreten: Jacoby Brissett.

Übergangslösung Brissett ist ein Game-Manager im Alex-Smith-Style: Bloß keine Turnovers riskieren, dafür mit ewigem Ballhalten extrem anfällig gegen Fluten an Sacks. Damit kann man ein paar Wochen lang auskommen. Brissett ist allerdings insgesamt lange nicht so gut wie Smith es war (und Smith war kein Weltmeister).

Die Browns haben bis Woche 13 zwar einige Kracher im Schedule, aber auch „winnable“ Games: @Carolina (vs Baker!), Jets, Steelers, @Falcons, Chargers, Patriots, @Ravens, Bengals, @Dolphins, @Bills, Buccaneers. Vier oder fünf Siege könnten da schon herausspringen. Doch in einer hochklassigen AFC könnte das selbst mit so einem Abwenden des Worst-Case mit Wildcards knapp werden.

Selbst nach Watsons Einstieg im Dezember ist nicht ganz klar, wie er in die Offense von Headcoach Kevin Stefanski passt. Stefanski kommt aus dem Widezone/Kubiak-Tree, der üblicherweise mit horizontalem Stretching, viel Play-Action von under center und schön durchstrukturiertem „Sequencing“ brilliert. Watson kennt bislang vor allem Shotgun-Passing, Empty-Formations, und gilt als QB, der gerne mal den Ball ein paar Zehntel länger hält um Big Plays zu erspielen.

Im Regelfall gilt: Top-QB > System. Doch der Widezone-Branch ist nicht berühmt dafür, Quarterback-Freelancing ohne weiteres zu akzeptieren. Wie Stefanski und Watson zueinander finden, wird ein spannender Punkt. Sidenote: Bis zum Ablauf der Sperre darf Watson das Trainingsgelände der Browns nicht betreten – ergo gibt es bis auf Theoriestudium nicht viel Zeit, die neue Offense zu trainieren.

Es gilt als wahrscheinlich, dass die Browns in der Zwischenzeit mit Brissett schon „die neue Offense“ oder Teile davon spielen werden. Hartes Laufspiel über den famosen RB Nick Chubb wird hinter der wuchtigen O-Line (trotz einiger Umstellungen noch in den Top-3 bei Brandon Thorn) wohl ein Kernbestandteil bleiben, weil der WR-Corps eher mickrig ist.

Cleveland akquirierte WR Amari Cooper im März für einen 5th Rounder, weil Dallas sein Gehalt nicht mehr stemmen konnte. Cooper war als Receiver über die Jahre in Dallas konstant ein Jota unterhalb der absoluten Receiver-Elite angesiedelt; er ist ein sehr guter Mann.

Der Rest vom Receiver-Corps ist eher schwindlig. Donovan Peoples-Jones hat sehr helle Momente, aber auch genug Leerlauf; er macht nur 1.4 Yards/Route. Anthony Schwartz, der 3rd Rounder vom letztjährigen Draft, hat nicht viel mehr gezeigt als ein paar straighte Go-Routes; „one trick pony“ ist die noch beste Beschreibung für den Mann mit 10 Catches in 22 Targets.

David Bell, der diesjährige 3rd Rounder, ist Rookie, und die Liste von leistungsstarken Rookie-Receivern ist eher kurz.

Und sonst sind wir schon bei den Tight Ends: Hooper wurde entlassen, David Njoku bekam trotz Wackel-Einstand in den letzten vier Jahren einen dicken neuen Vertrag, Harrison Bryant hat vielleicht etwas Potenzial. Es gibt bessere Skill-Player-Corps.

Defense hat echtes Potenzial. Im schlimmsten Fall ist sie optisch ein Hingucker. Im besten Fall ist sie dominant. Passrush ist im ersten Anzug mit Myles Garrett, dem vielleicht zweitbesten Edge-Rusher der NFL hinter Aaron Donald, Jadeveon Clowney als EDGE2 sowie Rotational-Guys wie Chase Winovich und Rookie Alex Wright eine Freude.

Die Secondary ist extrem tief besetzt mit einem CB-Pärchen Denzel Ward/Greg Newsome, CB3 Martin Emerson und CB4 Greedy Williams (wenn zurück von IR), und einer Safety-Rotation um John Johnson III, Grant Delpit und Ronnie Harrison. Ward ist einer der besten Man-Corner in der NFL. Newsome hat als Rookie verheißungsvoll ausgesehen. Greedy ist launisch, aber die guten Momente haben genug Upside gezeigt.

Johnson ist in der Rolle als Deep-Centerfielder exzellent, während Delpit und Harrison eher die Bopx-Safetys geben.

Davor patroulliert in Jeremiah Owusu-Koramoah jener leichtgewichtige Linebacker, der vor einem Jahr die Scouting-Community spaltete. JOK hat als Rookie genug Potenzial angedeutet, dass ihm die meisten Beobachter eine ganz dicke Rolle als „Schachfigur“ zutrauen.

Allerdings ist JOK vielleicht einen Tick zu schmal um als echte Präsenz gegen den Run durchzugehen – und Defensive Tackle ist die einzige Position, die in dieser Defense als „Schwäche“ durchgehen könnte: Tommy Togiai hat noch nicht das abgerufen, was man sich vor wenigen Jahren von ihm im Draft versprach. Ex-Jaguar Taven Bryan ist als Bust abgestempelt, und das nicht nur, weil ihn einst die Jaguars mit Blake Bortles im Kader über Lamar Jackson drafteten. Und Perrion Winfrey ist Rookie.

Ceiling der Browns ist also extrem hoch. Wenn alles zündet und Watson sich mit Stefanski zusammenrauft, dann haben die Browns einen Top-QB in einem vernünftigen System, mit exzellenter O-Line, fettem Support durch das Laufspiel und eine richtig gute Defense. In jenem Fall ist Receiver-Tiefe das einzige Fragezeichen – mit einem Elite-QB ist das zu verkraften.

Doch wir wissen eben auch: Diesen Idealzustand gibt es maximal sechs Spiele lang.

Und selbst die sechs Spiele könnten auch anders gehen: Watson und Stefanski finden in Ermangelung von gemeinsamem Training nicht zueinander, grübeln eineinhalb Monate lang welche Offense sie spielen wollen, und weil Jacoby Brissett in dem Mischmasch bis dahin zu wenige Siege eingefahren hat um noch ins AFC-Wildcardrennen einzugreifen, sind die Browns in der Postseason gleich Zuschauer wie letztes Jahr.

Sportlich ist da einiges drin. Sportlich ist das auch eins der interessantesten Teams. Wenn da nicht diese hässliche und nicht auszublendende Watson-Story wäre, die auch mit Lombardi-Trophys nicht mehr gutzumachen ist.

Pittsburgh Steelers

PFF Playoff-Chance: 30%
Superbowl-Chance: 1%
Over/Under 7.5 Siege
Schedule #6

Die Steelers waren das größte Freak-Playoffteam der letzten Saison – und sie sind damit auch einer der offensichtlichsten Regressionskandidaten. Wie sie letztes Jahr 9-7-1 gingen und sich an deutlich besseren Teams wie den Chargers vorbei für die Postseason qualifizierten, wissen sie selbst nicht so genau – aber hier ein paar Hinweise:

  • 23:20 Overtime-Sieg in Seattle mit Geno Smith auf QB
  • 15:10 in Cleveland, als Jarvis Landry kurz vor Schluss in der Redzone fumbelte
  • 29:27 in Chicago, als die Refs Pittsburgh einen Fieldgoal-Drive mit einem fürchterlichen Roughing
  • 16:16 gegen die Lions, als die Lions ein Fieldgoal in der Overtime verschossen
  • 20:19 Sieg gegen die Ravens, als die eine 2pts Conversion 12 Sekunden vor Schluss verpassten
  • 19:13 Sieg gegen die Titans, die drei Bälle wegfumbelten und im letzten Drive kurz vor der Goal Line gestoppt wurden
  • 16:13 Sieg in Week 18 gegen die von Backup-QB Tyler Huntley geführten Ravens

Viel mehr „gewurstelt“ geht nicht. Entsprechend der wahren Qualität der Mannschaft wurde Pittsburgh in der Wildcard-Runde auch von den Chiefs an die Wand gespielt. Danach verabschiedete sich der langjährige Franchise-QB Ben Roethlisberger (zwei Jahre zu spät) in den Ruhestand.

Einen echten Umbruch gibt es nicht. Die Steelers ergriffen im NFL Draft die Chance, Mitte der 1ten Runde einen QB zu draften (local boy Kenny Pickett vonPitt), ohne den Eindruck zu machen, damit „all in“ zu gehen. Es war mehr so ein „halbwegs valider QB ist am Board, also ziehen wir ihn“.

Für einen größeren Umbruch wäre der Kader aber eh an zu vielen Stellen zu gut besetzt gewesen. Die Steelers haben durchaus ein Gerüst, mit dem sich arbeiten lässt.

Der Receiver-Corps gehört zu den besseren in der NFL, weil die Steelers ein Händchen für Receiver-Draftprospects zu haben scheinen. Deionte Johnson, Chase Claypool, TE Pat Freiermuth – jetzt WR George Pickens: Alles Eigenbauprodukte, die Pittsburgh mit Mid-Round-Picks gezogen hat. Alles gute bis sehr gute Starter, bzw. in Pickens‘ Fall „sieht aus wie der nächste sehr gute Starter“.

Johnson ist der Volume-Receiver für 150 Targets. Trotz absurdem Quarterbacking und vielen anderen guten Anspielstationen in Pittsburgh hat er die letzten beiden Jahre an der Schallmauer von 2 Yards/Route gekratzt.

Claypool wird im Schnitt drei Yards tiefer angespielt: aDOT von 12 Yards. Er hatte in seinen beiden Jahren jeweils 103 Targets – ebenso knapp unterhalb von 2 Yards/Route. Freiermuth legte eine für Rookie-TE sehr passable Debütsaison hin und projected als solider Kurzpass-Receiver. Pickens hat das Profil eines echten X WR1.

Exzellenter Receiver-Corps also, aber miese Offense Line: Brandon Thorn rankte die Steelers an #32 in seinem OL Ranking. Er hat schon einen Punkt:

LT Dan Moore
LG Kevin Dotson
C Mason Cole
RG James Daniels
RT Chukwuma Okafor

Dotson ist noch der solideste dieser fünf Mann. Cole und Daniels sind als Free Agents maximal leichte Upgrades gegenüber dem letzten Jahr, während die beiden Tackles echte Sollbruchstellen sind. „Immerhin“ sind beide noch jung: Okafor ist 25, Moore ist NFL-„Sophomore“.

Diese Line rankte letztes Jahr #31 in Passblock-Win-Rate und #30 in Run-Block-Win-Rate, und selbst das könnte noch eine gnädige Klassifizierung gewesen sein, nachdem Roethlisberger die schnellste „Time to Throw“ der NFL hinlegte: Ball in 2.2 Sekunden raus, bloß keinen Hit mehr auf die alten Tage kassieren. Dass die Steelers selbst mit diesen pfeilschnellen Würfen noch immer nur im NFL-Mittelfeld nach Sacks landeten, spricht Bände. Doch so geht es, wenn man in der 1ten Runde Runningbacks satt O-Liner draftet.

Roethlisberger ist jetzt in Rente. Damit verliert die O-Line auch den QB, der ihre Performance schönte – aber für die Steelers ist es schwer, für 2022 kein QB-Upgrade zu bekommen.

Mitchell Trubisky hat den Preseason-Battle gewonnen, und bei aller Schlechtigkeit ist Trubisky wahrscheinlich ein Upgrade gegenüber dem Big Ben der letzten zwei Jahre: Trubisky hat den besseren Arm, Trubisky ist wesentlich mobiler, und schlimmer als Roethlisbergers Decision-Making kann Trubisky auch nicht mehr werden. Das einzige, was Trubisky fehlt: Big Bens „Clutchiness“. Oben angeführte Siege holten die Steelers am Ende u.a. deswegen, weil Ben in der Crunchtime genug Kälte ausstrahlte, um die notwendigen Plays herauszupressen.

Das Gute: „Clutchiness“ ist größtenteils Einbildung.

Rookie Pickett ist aktuell noch Backup und wird wohl irgendwann während der Saison als Starter übernehmen, aber er ist prinzipiell kein guter Fit hinter so einer O-Line verheizt zu werden. Pickett ist äußerst mobil, hat guten Arm, aber tendierte am College zu extrem langsamem „Processing“: 3.2 sek bis zum Wurf sind für College-QBs unerhört, und solche Prospects tendieren in der NFL mit ihren verwirrenden Defenses zu erstmal noch längerem Ballhalten.

Gut denkbar, dass die Steelers-Coaches um Mike Tomlin den Jungspund auch deshalb erstmal auf der Bank schmoren lassen, um ihn vor seiner eigenen O-Line zu schützen.

Defense wäre ganz okay. Der Passrush ist um DPOY T.J. Watt mit seinem Sack-Rekord sowie Alex Highsmith und Co. sehr gut besetzt. Größere Fragezeichen gibt es auf Linebacker (Deion Bush stagniert, Neuzugang Myles Jack war zuletzt in Jacksonville nur noch Ersatz) und Cornerback (Joe Haden ging in Rente), aber FS Minkah Fitzpatrick ist eine Präsenz, die einiges zusammenhält. Und Defensive-Knowhow ist nur in wenigen Städten präsenter als in Pittsburgh.

Tomlin hat in seiner ganzen Headcoach-Karriere noch nie eine losing season hingelegt. Für 15 Jahre NFL ist das ein dickes Ausrufezeichen für seine Fähigkeit, einen Laden zusammenzuhalten. Doch spätestens letztes Jahr mussten seine Steelers alle Kniffe ausreizen um ein Team mit Pythagorean von 7.0 Siegen auf 9-7-1 Bilanz zu bringen. Das QB-Upgrade von Roethlisberger auf Trubisky ist nicht groß genug, dass ich an ein Auffangen der Regression glaube.

Schafft Tomlin aber auch diesmal neun Siege, wird die Saison als eine seiner besten Coaching-Jobs in seiner eindrucksvollen Trainerkarriere verbucht.

Tipp

#1 Ravens (11-6)
#2 Bengals (10-7)
#3 Browns (9-8)
#4 Steelers (8-9)

Ein Kommentar zu “NFL Vorschau 2022: AFC North

  1. Danke für die Vorschau. Wie immer sehr gut.
    Zwei Gedanken :
    1)Hätte Watson nur 1 oder 2 Fälle und nicht diese absurde Anzahl würde sich die Situation anders bewerten lassen. Da könnte man es noch halbwegs wegargumentieren. Auch nachdem was mit Trevor Bauer in der MLB passiert ist.
    2)Tomlin wird kaum Druck verspüren Pickett einzusetzen. Dafür ist er zu erfolgreich und die Steelers zu kontrolliert als Organisation, als dass sich da Sorgen um die Jobsicherheit ergeben werden.
    Wenn wir ihn sehen, dann entweder weil die Coaches ihn für ready halten oder um zu sehen wie gut er ist, wenn die Saison völlig schief läuft.

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