Streifzug durch die NFL 2022 nach Spieltag #9

Streifzug durch die NFL nach neun Spieltagen. Wie die Urteile wohl ausfallen?

Patriots – Colts 26:3

Ein Desaster von NFL-Spiel. Die Patriots gewinnen das locker, ohne in irgendeiner Form zu glänzen, weil der Gegner einfach meterweit unter der Erde lag. Gestern um die Zeit hätte ich noch geschrieben mal schauen, wie lange sich Chris Ballard und Frank Reich angesichts der Benchings und Entlassungen der letzten Woche noch halten können.

Mittlerweile wurde bekannt: Reich ist schon draußen. Die letzte Nacht einberufene Pressekonferenz deutete an, dass ich gestern mit meiner Vermutung möglicherweise falsch lag: GM Chris Ballard könnte tatsächlich am Hebel bleiben.

Die PK war pure Comedy. Jim Irsay droppte einen Spruch nach dem nächsten, und auch nach 20 Jahren mit dem Typen bin ich mir nie sicher, wie ernst er solche Dinger meint:

Zwischendurch bekam der Mensch den Eindruck, dass Irsay Saturday 100% nicht als Interimscoach anstellte, sondern schon seit Monaten mit dem Gedanken spielte, den Ex-Center einzustellen. Aber dann kommen wieder solche Quotes:

Entweder wirft Irsay die Colts Houston-Texans-like zehn Jahre zurück, oder es ist ein gigantischer Tank-Job mit Blick auf die 2023-QB Class. Dann wiederum: Die „I know how to build a winning team” Colts haben in 20 Jahren mit Peyton und Luck auf QB eine einzige erbärmliche Superbowl gewonnen.

Zu Ballard. Wir wissen, dass Headcoaches in der NFL problemlos zweite Jobanstellungen nach der ersten Entlassung bekommen – dass das aber bei GMs fast nie der Fall ist. Ballard wusste das, und die gestrige Pressekonferenz ist ein eindeutiger Hinweis darauf, dass Ballard im Hintergrund intrigiert hat und im Machtkampf mit Reich wohl einfach viel besser darin – bzw. viel interessierter daran – war, dem Owner einzuimpfen, dass die Schuld an der Misere beim jeweils anderen lag.

Ich mein, wie sonst kommt ein Spruch wie der obige von Irsay über „Analytics“ zustande?

Oder sowas:

„Das einzige was ich in den letzten Jahren gemacht habe, war Kacke, aber die pöhsen Medien sind Schuld“.

Das kann alles nur gut gehen.

Den Pats reichte eine QB-Performance von Mac Jones, die nur knapp besser als NFL-Bodensatz war, denn Indy präsentierte sich offensiv schlicht nicht NFL-tauglich.

Das Experiment mit Sam Ehlinger kannste getrost schon nach zwei Auftritten in die Tonne kloppen. Ehlinger hat weder den Arm noch das für die NFL notwendige Spielverständnis um im Passspiel für Furore zu sorgen, und als Runner hat er auch nicht den Speed. Er ist sowas wie Tebow für Arme.

Ehlingers Bilanz in dem Spiel war grausam: 38 Dropbacks, 15 Completions, eine Interception und 9 Sacks. Die Passing-Offense hatte am Ende des Tages 1.1 NY/A zu Buche stehen. Eins komma eins.

Die Colts können die Saison abhaken. Die Pats sind mit 5-4 Bilanz respektabel, aber trotzdem Letzter in der überraschend guten AFC East – aber wie ein Contender fühlen sie sich nicht an. Eher so wie das Team, das den Bodensatz plattmacht, weil Bill Belichick solche QB-Graupen wie Ehlinger, Trubisky, Goff, Zach Wilson oder Brissett abwürgt, dass selbst absurde eigene Passing-Performances nicht ins Gewicht fallen.

Aber schon gegen leicht überdurchschnittliche Teams verlieren die Pats in schöner Regelmäßigkeit.

Bears – Dolphins 32:35

Mit Verlaub: Geiles Spiel. Nicht bloß, weil zwei meiner College-QB-Favoriten in Tua Tagovailoa und Justin Fields groß aufspielten. In Zeiten wie diesen, in denen saubere Offense rar geworden ist, tut es mitten in der Saison einfach mal gut, zwei schnurrenden Offenses im gleichen Spiel zuzuschauen.

Die beiden Mannschaften kamen auf total unterschiedlichen Wegen zum Erfolg.

Miami hat vielleicht die am besten geschemte Offense dieser Saison. In der Sonntagsvorschau hatte ich bereits Studien verlinkt, die zeigen, wie gut Mike McDaniel seine Offense designt und wie schön austariert sein Playcalling ist. Ein weiteres Nugget hat PFF-Intern Arjun Menon gestern rausgehauen: McDaniel callt die mit Abstand wenigsten 2nd&10 Runs nach einer 1st-Down-Incompletion.

Es ist geradezu eine Wohltat. Über das WR-Duo Hill/Waddle ist viel geschrieben worden, und dieses Spiel hat nur ein weiteres Mal gezeigt, dass der Hype berechtigt ist. Hill mag mit seiner Vergangenheit „off field“ ein Typ sein, mit dem man privat lieber nicht viel zu tun hat, aber als Spieler ist es der Transfer der Saison. Er mag der wertvollste non-QB in der NFL sein, weil er nicht bloß unendlich viele Lücken reißt, sondern auch in schöner Regelmäßigkeit Big Plays serviert, die die NFL nicht verteidigen kann.

Hill hat nach neun Spielen schon über 1100 Yards gemacht. Er hat fassungslose 3.8 Yards/Route fabriziert, und das, obwohl er mehrere Spiele mit Gurken-QBs wie einem unvorbereiteten Teddy Bridgewater oder Late-Round Rookie Skylar Thompson absolvieren musste.

Aber Hill ist eben nicht allein: Auch Jaylen Waddle hat 2.8 Yards/Route gemacht – was seinerseits in den allermeisten Spielzeiten Bestwert oder nahezu Bestwert in der NFL wäre. Die Dolphins fokussieren sich also nicht allein auf Hill. Es ist die Kombination aus Playcalling, Hill und Waddle.

Die Krux ist Tua. Es ist unbestritten, dass die Dolphins-Offense mit Tua zwei Klassen besser performt als mit den vorhin genannten Backups. Tuas Dropbacks sind die effizientesten der bisherigen Saison nach EPA/Play:

Und das, obwohl Tua gar nicht ohne Flauseln ist. Er tendiert nach wie vor zu zahlreichen leicht unterworfenen Bällen, streute auch in dem Spiel mehrere Böcke ein – z.B. sein furchtbarer 4th-Down-Querpass, der für den völlig offenen TE Durham nicht fangbar war, oder den total unterworfenen Deep-Ball für Waddle zum Spielende raus, der das Spiel ge-ict hätte.

Sam Monson hat es im PFF Podcast ganz gut gesagt: Tua sieht hier so offene Receiver wie zuletzt zu seiner Zeit in Alabama am College, aber bloß weil in der NFL ein Spieler 2m offen ist, musst du ihn noch immer einigermaßen treffen, denn NFL-Verteidiger sind schnell genug um solche Lücken in Sekundenbruchteilen zu schließen.

Tua macht das in den meisten Fällen gut genug, damit diese Offense als Gesamtpaket rollt. Aber du wirst beim Zuschauen das Gefühl nicht los, dass ein Top-10 QB mehr rausholen würde. So bleibt Tua ein spannender Case zum Beobachten. Wir sehen hier, wie das aussieht, wenn ein spielintelligenter Durchschnitts-QB in eine perfekte Situation geworfen wird: Er legt Spitzenwerte auf.

Aber das heißt nicht, dass Tua ein Spitzen-QB wäre. Noch zumindest ist er es nicht. Noch wäre er die 40 Mio/Jahr Extension nicht wert. Aber sollten die Dolphins mit der Offense diese oder nächste Saison in den Superbowl stürmen, wird das eine sehr interessante Personalentscheidung, und ich weiß nicht, ob ein Front Office Tua dann den Megavertrag verwehren könnte.

Auf der anderen Seite haben wir die Bears-Offense und Fields. Beide lange viel kritisiert, aber in den letzten Wochen haben wir verblüffende Entwicklung gesehen. Die Bears scheinen seit Mitte Oktober „all-in“ auf Fields zu gehen und wirklich seinen Stärken entsprechend Football zu spielen.

Fields hat einen Monster-Arm und exzellente Mobilität. Beides war dreieinhalb Viertel lang in Aktion zu sehen. Chicago designte Rollouts, spielte Nakeds mit angeflanschten Rushing-Options, und hatte kein Scheu, Fields als Runner downfield zu schicken.

Resultat: 178 Rushing-Yards und ein sensationeller Rushing-TD für Fields – NFL-Bestwert ever. So viele Yards in einem einzigen Spiel haben selbst Michael Vick, Lamar Jackson und Colin Kaepernick nicht zustande gebracht.

Als Passer hatte Fields auch ein paar geile Dinger wie den TD für Mooney. Voll bewerten lässt sich Fields dabei trotzdem nicht: 17/28 für 123 Yards ist nicht die Stat-Line eines vollwertigen NFL-QBs, aber:

  • Fields beging diesmal keine krassen Böcke, auch weil die Bears ihn häufig in die Flat werfen ließen, was als Laufspiel-Ersatz gewertet werden kann.
  • Fields lief bis zum allerletzten Drive in keine unnötigen Sacks rein und operierte einigermaßen innerhalb der „inneren Uhr“ eines typischen NFL-QBs
  • Selbst seinen besten Runs wie dem 61-yds TD ging eindeutig der Wille, vor allem anderen einen Pass anbringen zu wollen, voraus. Fields hat das Potenzial, mehr als ein one read QB zu werden

Das ist schon wesentlich mehr als man vor einigen Wochen noch befürchten musste. Chicago hat in der Offseason Stand heute um die 110 Mio Cap-Space, und wenn es „gut“ läuft, haben sie auch einen hohen Draftpick (insofern war es ein Superspiel für die Bears: QB zeigt Ansätze, und trotzdem Draftpick optimierend verloren): Werden sie also auch über diese Saison hinaus alles auf die Karte Fields setzen, jetzt wo sich langsam zeigt, dass man mit diesem Talent arbeiten kann?

Miamis Defense bleibt freilich zu beobachten: War das ein krasser negativer Ausreißer, wo eine Man-Defense von einem mobilen QB zerlegt wurde? Oder bleibt die Passrush-Lücke, die auch nach dem Einkauf von Bradley Chubb nicht gelöst aussah, die Sollbruchstelle?

Anyhow: Miami ist mit 6-3 dick im Playoffrennen drin. Chicago operiert mit 3-6 näher am Top-Pick, aber sollten die Bears eine Miniserie hinlegen, ist sogar ein Wildcard-Spot in der furchtbaren NFC denkbar.

Jets – Bills 20:17

Warnschuss für die Bills, die als bislang unumstritten bestes Team der Saison ein Ei legen und mit jetzt nur noch 6-2 Siegen nur mehr knapp vor den 6-3 Jets, 6-3 Dolphins und 5-4 Patriots die AFC East anführen. Schlimmer: Sie riskieren mit solchen Pleiten den sicher geglaubten #1 Seed.

Mein Main-Take zu dem Spiel ist folgender: Die Bills haben das zu überheblich gespielt. QB Josh Allen tendierte schon in den Wochen davor zu allzu großer Sorglosigkeit und verschenkte zu viele Bälle. In diesem Spiel setzte sich dieser Negativtrend fort: Beide Interceptions waren eines Elite-QBs unwürdig.

Die Bills hatten auch bissi Pech, wurden im Blitzing manchmal verbrannt und verschossen ein Fieldgoal. Sie hätten das Spiel trotzdem eigentlich gewinnen müssen, was dann doch für die insgesamte Qualität dieses Teams spricht, wenn ihre schwächste denkbare Version trotzdem fast gegen ein 6-3 Team gewinnt.

Was in den nächsten Tagen allerdings zu beobachten sein wird: Allen soll nach dem Spiel angeschlagen gewesen sein. „Ellbogen“ ist nicht die Zone, in der ich meinen NFL-QB verletzt haben möchte:

Die Jets haben das mit Mickimaus-Offense runtergespielt: Zach Wilson bloß keine längeren Dropbacks geben, schauen dass jeder Pass innerhalb von 1.5 Sekunden raus ist um in keine weiteren Katastrophen wie gegen die Pats hineinzurennen. Wilson beging diesmal entsprechend keine schweren Fehler, aber dass er sonderlich viel Produktives zur Offense beigetragen hätte, können wir nicht festhalten.

Chiefs – Titans 20:17/OT

Mal wieder eine MVP-Performance von Patrick Mahomes, der mittlerweile als turmhoher Favorit im MVP-Rennen durchgehen muss. Die Chiefs-Offense sieht eigentlich gar nicht so flockig aus, aber Mahomes riss sie zum wiederholten Mal raus.

Mahomes hatte 78 (!) Dropbacks und war dabei effizient! Er war verantwortlich für 485 der 499 Offense-Yards der Chiefs. Das muss man sich mal vorstellen:

  • Mahomes ging 43/68 für 446 Yards mit 4 Sacks
  • Mahomes hatte 6 Scrambles für 63 Yards

Die Chiefs-Runningbacks hatten 13 Rushes für 14 Yards. Aber gut, dass Brett Veach in den letzten beiden Offseasons viele Millionen und Draftpicks in das Run-Blocking gesteckt hat…

Überhaupt war es ein Treppenwitz, dass die Partie in die Overtime ging:

  • Kansas City hatte 29 First Downs, die Titans hatten 9
  • Tennessee machte in der kompletten zweiten Halbzeit ein (!) 1st Down
  • Malik Willis ging 5/16 für 80 Yards mit 3 Sacks im Passing Game
  • Tennessee ging 1/11 in 3rd Downs und 0/1 in 4th Downs

Aber die Chiefs-Offense war mal wieder bissl streaky (zwei 3&outs, ein Drive mit 4 Plays, einer mit 5 Plays), verschoss ein Fieldgoal, und ein Mahomes-Kurzpass flutschte einem Chiefs-WR durch die Finger direkt in die Arme der Titans. Und dann natürlich müssen wir die Kondition der Titans-Defense, vor allem der Titans-DL, betonen, die trotz der Unzahl an Snaps erstaunlich lange gegengehalten hat. Da wären 100%ig einige Teams kollabiert, aber Tennessee machte noch in der Overtime Dampf und limitierte die Big-Play-Möglichkeiten der Chiefs.

Willis ist so by the way ein QB, der nicht weiter entfernt vom aktuellen NFL-Standard sein könnte: Ein super Deep-Ball, dazwischen ewiges Ballhalten (über 3.5 sek im Schnitt) und permanente Sack-Gefahr. Wollen die Titans irgendwann mit ihm Vollzeit gehen, wird es gewaltigen Anpassungswillen von Seiten des QBs und des OffCoords brauchen – und dann ist das noch immer eine unkonventionelle Offense.

Lions – Packers 15:9

Ein überraschender Sieg für die Lions. Die Packers stecken mit 3-6 Bilanz und einer erbärmlichen Offense-Performance gegen die mit Abstand schlechteste Defense der NFL natürlich knietief in der Scheiße, aber dass Detroit das überhaupt gewonnen hat, war schon ein Treppenwitz für sich.

Bei aller unübersehbaren Schlechtigkeit bewegten die Packers den Ball über weite Strecken dann doch ganz ordentlich, aber gaben ihn immer wieder in der Redzone bzw. gar an der Goal Line ab:

Natürlich waren die einzelnen Turnover-Plays – vor allem Rodgers‘ zweite INT mit einem Wurf auf OT David Bakhtiari (sic!) – allesamt brutal bitter. Execution matters. Aber das Ding hätte auch relativ schnell durch sein können, wenn Green Bay zumindest 10 Punkte aus den ersten beiden Goal-Line Opportunities geschlagen hätte.

Buccaneers – Rams 16:13

Das erwartet furchtbare Spiel. Die Rams sind für die Tonne, weil sie die wahrscheinlich schlechteste O-Line der NFL haben (letztes Jahr hatten sie die beste), weil QB Matthew Stafford mit seiner Ellbogenverletzung meilenweit von Bestform entfernt ist, und weil die Receiver absurdeste Drops begehen.

Tampa Bay ist nicht viel besser. Die iOL ist eine kritische Schwäche, um die herum OffCoord Byron Leftwich nicht zu schemen imstande ist, aber Tom Brady ist auf die Protection angewiesen. Das Laufspiel ist ein absolutes Desaster.

Ich weiß nicht, ob sich die Buccs den Sieg verdient haben, aber Brady hat ihn sich verdient. 58 (!) Dropbacks für Brady, der die 100.000 Yards Marke knackte, ohne auch nur mit einer Wimper zu zucken. Bradys Receiver begingen sieben (!) Drops, aber angesichts der Umstände war es schon crazy, dass Brady hier überhaupt etwas riss.

Im letzten, fast schon „season saving“ Drive ging Brady dann aber 5/6 und ließ nix mehr anbrennen. Freilich erst, nachdem Rams-Coach McVay mit absurdem Playcalling den Buccs überhaupt den Gefallen tat, ihnen noch einmal den Ball zu schenken.

Die Rams riskieren mit 3-5 aus den Playoffs zu fliegen. sie haben nur noch ca. 20% Playoff-Chance – ein tiefer Fall für einen NFL-Titelverteidiger Anfang November. Tampa ist 4-5 und trotzdem fast ein „Lock“ für ein Postseason-Ticket, denn die NFC South hat einfach nicht ein einziges gescheites Konkurrenz-Team. Glaubst nicht? Dann hast du das Monday Night Game nicht gesehen.

Saints – Ravens 13:27

Ich hab noch gar nicht viele Takes zu dem Spiel, außer dass meine Skepsis gegen den DefCoord der Ravens Mike MacDonald wächst (die Andy-Dalton-Offense ist so Fake, dass mich die Performance der Ravens-Defense trotz weniger aufgegebener Punkte über weite Strecken beleidigt), aber ich hab hier ein gutes Beispiel dafür, wie bildhübsch Tracking-Daten das Geschehen am Feld offenlegen können.

Lamar Jacksons TD-Pass für TE Isaiah Likely zeigt die magische Anziehungskraft Lamars auf gegnerische Defenses auf. „Zieht neun Gegenspieler auf sich“ galore:

EPA/Play

Schauen wir auf den bekannten EPA/Play Graphen nach Woche 9 (ohne Monday Night Game).

Den 8-0 Eagles kann man einiges vorwerfen – Cupcake-Schedule, Eindimensionalität, yaddayadda – aber sie haben als einziges Team noch keinen Stinker eingebaut.

Die Dolphins und Bengals haben Top-5 Offenses, aber nur die Dolphins fühlen sich „legit“ an. Sie wäre vielleicht #2, hätten sie fast drei Spiele Tua vorgeben müssen. Die Bengals wirken nicht stabil, und ohne Ja’Marr Chase wird das erstmal auch noch ein Auf und Ab sein, aber sie haben in den letzten Wochen immerhin verschiedene Dinge probiert und am Sonntag eine der besseren Run-Defenses in der NFL z-e-r-l-e-gt.

Die Rams haben die #31 Offense in EPA/Play. Tampa ist mittlerweile irgendwo in Mittelfeld-Nähe angekommen, was ich optisch nicht für möglich gehalten hätte.

Dass Teams wie Jacaksonville, Giants oder auch Seattle in den Top-10 nach EPA/Play rauslaufen, zeigt IMHO bei allem Respekt die Offensiv-Schwäche der heurigen Saison.

Der Graph zeigt auch, wieso die Cowboys wahrscheinlich als #2 NFC-Team durchgehen müssen: Ihre Defense ist legit, und jetzt wo in Dak Prescott auch ein entsprechender QB da ist, sollte das auch offensiv deutlich besser als Liga-Durchschnitt werden.

Die Chargers sind mit nur durchschnittlicher Offense und deutlich unterdurchschnittlicher Defense 5-3.

Die Pats-Defense fühlt sich Fake an – sie hat wie eingangs geschrieben hauptsächlich Fake-QBs bespielt. Die Broncos-Defense ist da besser – wenn die Offense jetzt vielleicht doch irgendwann mal mehr zustande bringt als den siebtschwächsten Wert der NFL, dann kann da eventuell noch was draus werden.

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