NFL 2022 – Week 13 Spätschicht im Liveblog

Der Liveblog fokussiert sich nur auf Bengals-Chiefs und 49ers-Dolphins. Zwei exzellente Spiele mit vielen Erkenntnissen für den weiteren Saisonverlauf. Ich vergebe 8.5/10 Punkten.


Endstand Cincinnati 27, Kansas City 24

[01h21] Joe Burrow komplettiert das 3rd&11 für Tee Higgins, und die Bengals bringen den 27:24 Sieg gegen die Chiefs nach Hause!

Tolles Spiel auch hier. Das ging hin und her:

Kansas City verliert auch das dritte Mal hintereinander gegen die Bengals, und wieder verschenken die Chiefs eine Führung. Wieder hätten die Chiefs das Ding eigentlich nach Hause spielen müssen, aber dann fumbelte Travis Kelce den Ball, und dann verschossen die Chiefs ein langes Fieldgoal. Eine selbst verschuldete Niederlage.

Das soll nicht die Leistung der Bengals diskreditieren: Sie haben das erstklassig runtergespielt. Sie haben die offenen Boxen der Chiefs attackiert, und mit JaMarr Chase und Tee Higgins fantastische Pass-Plays gemacht. Das ist nicht mehr das one trick pony des letzten Jahres. Auch Burrow ist ein noch komplettere QB als 2021. Die Bengals haben z.B. heute einen TD weggedroppt, und das Ding trotzdem gewonnen.

Das war auch blitzsauber von beiden QBs runtergespielt, gegen Defenses wohlgemerkt, die das Gros ihrer Ressourcen in die Passing-Defense steckten und die Offenses eigentlich zum Laufspiel einluden!

Der Sieg ist für die Bengals auch insofern brutal wichtig, weil sie weiter einen schwierigen Schedule vor sich haben und jeden Sieg mitnehmen müssen, den sie kriegen.

Die Chiefs könnten mit der Niederlage den #1 Seed verlieren, aber Sorgen muss man sich um das Team nicht machen. Dass sie solche Dinger nicht stabil nach Hause bringen, musste man nach dem Umbruch in der Offseason befürchten – sie bleiben trotzdem Liga-Elite, und dass Mahomes einen Bengals-Komplex entwickelt, glaube ich nicht.

AFC-Playoffbild sieht jetzt so aus:

Gegen ein Rematch von Chiefs und Bengals hätte glaube ich keiner was einzuwenden.

Endstand San Francisco 33, Miami 17

[01h17] Skylar Thompson nächste Interception. Game endgültig over. San Francisco schlägt Miami 33:17 in einem der eindrucksvollsten Siege der heurigen NFL-Saison.

San Francisco hatte heute Elite-Defense: Press-CB gegen die Receiver, und Bosa als Monster-Passrusher, den man herumgeschoben hat. Dazu die Schotten über die Mitte des Feldes dichtgemacht. Tua kaltgestellt. Wie es Derrik Klassen schreibt: Zertifizierter Fred-Warner-Moment.

San Francisco hatte aber auch einen grandiosen Offense-Plan, mit einem Rookie-Late-Rounder/thirs-string QB wie Brock Purdy dieses Spiel so ambitioniert zu bestreiten. Solche Performances wie von Purdy heute sind mit ein Grund, warum die Meute JimmyG nie den richtigen Credit für seine Stabilität geben wird – weil einfach aus dem Nichts ein QB daherschießt und auch ganz ordentlich performt.

Purdy hat heute bissl wild unter Druck ausgeschaut, aber eben auch Plays kreiert, und zumindest einen brutalen Wurf in ein enges Fenster angebracht.

Bei Miami war heute Tua der Match-Loser. Das war drei Viertel lang eine grausige Performance von „Overthrow“ Tua. Ohne Waddle, ohne gute Pass-Protection und mit einem Tua von der Rolle sah die Offense geerdet aus. Tuas Effizienz lag drei Meter unter der Erde – trotz TD-Pässen über 75 und 45 Yards!

Am Ende blitzte das Potenzial schon doch noch ein paarmal auf und hätte das Spiel fast spannend gemacht. San Francisco musste noch schwitzen für den Sieg. Tua soll jetzt angeschlagen sein – Knöchel, schreibt Adam Schefter.

Es könnte aber auch ein Pyrrhus-Sieg für die Niners sein, wenn JimmyG länger ausfallen sollte. Die Purdy-Story ist echt nice, und niemand zweifelt daran, dass Shanahan auch mit einem third-string-QB über längere Zeit erfolgreichen Football spielen kann – Hell, wir haben das schon mehrfach gesehen! – aber es wäre schon ein Downer.


[01h13] Fumble Return Touchdown 49ers – SF 33, MIA 17

Die Entscheidung. Manchmal ist Football einfach: Bosa als Passrusher >>> alles, was Miami an Pass-Protection aufbietet.

Bosa mit Sack #3, schlägt Tua den Ball raus, und der andere „Spieler des Spiels“ LB Greenlaw returniert den Strip-Sack zum Touchdown.

[01h11] Fieldgoal Niners – SF 26, MIA 17

Gould versenkt aus 48 Yards – und die Niners stehen kurz davor, mit Brock Purdy gegen die Miami Dolphins zu gewinnen.

[01h09] 49ers-Offense Hopp oder Topp

CMC carvt per Slalomlauf in die Redzone, aber dort begehen die Niners eine Strafe nach der anderen und sind 2:47 vor Schluss bei einem 3rd&31.

Strafen kosten nicht bloß massif Yards – sie halten auch die Uhr an.

Niners müssen gleich ein langes Fieldgoal (um die 48-50 Yards) schießen. Aber ein erfolgreicher Kick wäre so gut wie „Spiel im Sack„.

[01h06] Missed FG Chiefs – Butker nagelt ihn aus 55 Yards daneben!

Chiefs haben die eine Incompletion zu viel geworfen um die Uhr richtig zu melken, und sehen sich 3:20 vor Schluss zum Kicken gezwungen. Ich hätte trotzdem auf Ausspielen gesetzt – es war 4th&7, aber viel bringt ein Ausgleich zu diesem Zeitpunkt nicht.

Der Fehlkick ist aber noch nicht zwingend ein Beinbruch: KC hat noch 3 Timeouts, und wenn die Chiefs jetzt konservativ/auf Fieldgoal spielen, ist noch alles offen.

[01h04] Jetzt warten taktisch spannende Schlussphasen auf uns:

  • die Chiefs müssen aufholen, aber können gegen offene Boxen viele kurze Runs nehmen und die Uhr melken um Burrow nach einem TD fast keine Zeit mehr zu lassen. Die Bengals müssen also darüber nachdenken, ihre Box zuzustellen – lieber schnell den langen TD kassieren, als den langsamen Tod zu sterben
  • die Niners müssen die Führung dagegen verteidigen, und spielen Klein/Klein. Miami kann aber nix zulassen, auch kein Fieldgoal. Also Schotten gegen den Run dicht machen und Purdy zum Werfen zwingen?

[00h59] Turnover on Downs – Dolphins

Dolphins kommen bis deutlich nach der Mittellinie, aber Tuas 3rd Down-Pass wird an der LOS abgefälscht und im 4th Down rettet LB Greenlaw gegen Sherfield die Incompletion.

Hervorzuheben auch: Greenlaws massiver Einsatz gegen Tyreek Hill auf einem Crosser. Die Niners-Defense wehrt sich mit Händen und Füßen gegen diese Offense, die kaum zu stoppen ist, wenn sie einmal die fatalsten Fehler abstellt.

ca. 6 min verbleiben

[00h56] TD Bengals – CIN 27, KC 24

Bengals verwerten gleich mehrere 3rd Downs – auch nach langen 1st&20 Downs, z.B. indem sie ständig an oder über die Sticks werfen, und auch der TD ist typisch Bengals im Spätherbst 2022: Starke Einbindung der Runningbacks im Passing-Game.

Bengals mit erster Führung seit Beginn drittes Viertel.

Standard-Chiefs-Skript würde jetzt viel Eindindung von TE Kelce vorsehen.

[00h47] Fumble Travis Kelce!

Kelces Fight für jedes Yard wird maximal bestraft mit einem Turnover.

Chiefs-Offense war am Rollen – sie hätten das Spiel mit einem TD außer Reichweite bringen können, und plötzlich hat Joe Burrow die Chance, sich die Führung zurückzuholen. So wie die Bengals-Offense drauf ist, ist das auch locker denkbar.

[00h44] Punt 49ers – Shannys Playcalling und Purdys erfolgreicher Wurf in ein super-enges Fenster bringen den Niners zwar keine Punkte, aber etwas Raum und Zeit zum Atmen. San Francisco nagelt Miami an der 10 Yards Line rein – keine Garantie, dass diese Offense damit ohne Punkte gehalten werden kann, aber man zwingt Tua immerhin zu ein paar genauen Pässen hintereinander. Das hatte er heute nicht so oft im Programm.

[00h41] FG Bengals – CIN 20, KC 24

„Nur“ Fieldgoal – der Drive hatte besseres verdient, z.B. wegen eines ambitionierten Burrow-Scrambles. Die Chiefs spielen am Ende „drop eight“ im Bengals-Style, und #50 Willie Gay schlägt Burrows Pass zu Boden.

Auch hier argumentiere ich: Die Bengals hätten das 4th&6 ausspielen sollen. Baldwin-Bot gibt mir recht.

[00h34] TD Dolphins – SF 23, MIA 17

Tja, so sind sie, die Dolphins 2022. Ganzen Tag Stuss zusammenspielen, aber dann humpelt Jaylen Waddle für ein paar Snaps zurück aufs Feld, und schon sind die Receiver wieder meterweit offen – offener als je zuvor – Tua findet zurück in den Groove und serviert einen 45 Yards TD für einen 20m allein über das Feld laufenden Hill. Hufangs hat da wohl ein Assignment verschlafen.

Schon ist die Partie wieder meterweit offen.

Beim TD war Waddle auch gar nicht mehr am Feld. Es geht also auch ohne WR1/2 Punch.

[00h27] TD Chiefs – CIN 17, KC 24

Warum man den Chiefs nicht mit Fieldgoals beikommt? z.B. weil Mahomes einen weiteren klinischen Drive hinlegt, und Andy Reid erneut ein 4th Down ausspielt.

Air Mahomes“ springt etwas optimistisch, man könnte auch sagen: rücksichtslos, in die Endzone, aber es geht gut. Knapp, aber doch: Touchdown.

Chiefs nehmen das, was die Bengals-Defense ihr gibt, und das summiert sich. Mahomes ist „nur“ 12/22 für 178 yds mit 1 TD, aber fast keine größeren Fehler. Nur ein Sack. 6 Yards/Carry im Rushing-Game. Die Bengals müssen ihre Aggressivität jetzt hochschrauben.

Nuggett zu dem Spiel: Beide QBs haben noch weit unter 200 Yards Passing, aber trotzdem schnurren die Offenses – Bengals mit 9.9 Yards/Play, Chief mit 7.4 Yards/Play. So effizient laufen die Offenses in die offenen Boxen, während die Passspiele trotz vieler Defense-Ressourcen viele offene Leute finden.

[00h25] FG 49ers – SF 23, MIA 10

49ers gehen kein Risiko ein und kicken das Sicherheits-Fieldgoal um die Führung auf +13 zu erhöhen. Miami braucht jetzt zwei TD.

[00h22] Nächste Interception gegen Tua!

Von wegen „aufwachen“! Erster Snap, Tua kommt mit einem quicken Rollout raus, wirft für den offenen Tyreek Hill – eigentlich kann nix schiefgehen.

Außer, dass Tua den dutzendsten Overthrow des Spiels serviert – und Hill den Ball direkt in die Arme der 49ers abfälscht.

Absurde Vorstellung vom Dolphins-QB. Und mit „absurd“ meine ich „absurd schwach“, sogar berücksichtigend, gegen welche Defense er hier spielt.

[00h17] FG Dolphins – SF 20, MIA 10

Intensiver Kampf um jedes Yard in Santa Clara. Jedesmal, wenn Brock Purdy wirklich unter Druck gerät, spielt San Francisco Harakiri. Aber Purdy hat zusätzlich zu seinem erstaunlichen Rhythmus auch a bissl angeflanschtes Playmaking in broken plays, und macht damit wichtige Yards und 1st Downs.

Die 49ers sneaken auch ein 4th&short über die rote Linie.

Sie verhindern in Form von Deebo Samuel spektakulär total negative Plays. Sie zwingen Jevon Holland zu fantastischem Einsatz in 3rd Downs. Da ist einiges drin, was gefällt.

Vor allem: Purdy macht keine saudummen Fehler. Wenn die Dolphins jetzt nicht schnell aufwachen, wird das tatsächlich schiefgehen.

[00h14] FG Bengals – CIN 17, KC 17

Bengals belohnen sich nicht für einen richtig starken Drive, als WR #83 Tyler Boyd einen total einfachen Touchdown wegdroppt. Filed under: Fehler, die man gegen die Chiefs nicht machen sollte.

Ebenso hätten die Bengals tendenziell das folgende 4th&3 ausspielen sollen. a) schnurrt die Offense und b) kommst du gegen die Chiefs üblicherweise nicht allzu lange mit Fieldgoals weiter

[00h07] Interception Tua!

Tuas heutiges Spiel mit dem Feuer musste irgendwann abgestraft werden. Jetzt ist es soweit: 1st&25 für Miami nach gleich zwei Strafen gegen die Offense (das Holding scheint eher weak gewesen zu sein, was die sehr motivierten Dolphins-Fans morgen sicher mit Fackeln und Mistgabeln ins Feld führen werden), und Tua wirft einen wilden Pass gegen den Druck von #91 Armstead.

#1 Ward springt wie eine Katze in den Ball, weil der Receiver ausrutscht.

Das musste irgendwann so kommen.

[00h03] TD Chiefs – CIN 14, KC 17

8 yds Run Pacheco – die offene Box ausgeschlachtet. Fast perfekter Chiefs-Drive, in dem ganz klar zu sehen war, wie die Chiefs downfield gehen wollten. Mahomes hatte zwei tiefe Bomben hintereinander auf MVS – nachdem die erste incomplete fiel, weil MVS nicht genug Einsatz zeigte, kam die zweite direkt im nächsten Spielzug, im 3rd Down gegen den Blitz. Mahomes hätte „sichere“ Optionen fürs 1st Down gehabt, aber geht erneut für MVS – diesmal complete für 42 Yards.

Danach war der Drops gelutscht.

[23h58] Punt 49ers – Purdy gerät stärker unter Druck, als den Niners lieb sein kann, und scrambelt dann auch recht schnell wild übers Feld. Der Drive implodiert unter diesen beiden Pressured Snaps, was drauf hindeutet, dass:

  • die Dolphins ja doch Druck erzeugen können
  • die heutige 49ers-Offense doch fragiler ist als die erste Halbzeit offenbart hat

Das alles scheinen sich die Spieler am Feld auch grad gegenseitig zu sagen. Sehr laut und mit ein paar Schubsern zwischendrin. Gemüter erhitzen sich.

Halbzeit

[23h45] Halbzeit

49ers – Dolphins 17:10
Bengals – Chiefs 14:10

Mann, Shanahan kann Offense designen! Wir wissen das natürlich längst, aber das ist mal wieder so eine Masterclass, wo einem Grünschnabel eine Latte an Plays aufgelegt wird, mit der die Offense trotz third string QB 6.2 Yards/Play und 0.14 EPA/Play zu 16 First Downs und 17 Punkten auflegt – trotz eines Turnovers!

Miami erzeugt sogar etwas Druck, aber Purdy bringt die Bälle so schnell raus, dass es nicht zu negativ ins Gewicht fällt. Allenfalls die paar Drives, in denen Shanny zu sehr auf den Lauf vertraute, waren negativ.

In der Defense ist Bosa einfach entscheidend. Er hatte die wesentlichsten negativen Plays. According to Experts (and Tracking-Data) sind die Niners brutal aggressiv mit ihren Cornerbacks an der LOS, aber ist das allein der Grund, wieso Tua heute so „off“ ausschaut? Wirklich haufenweise vogelwilde Pässe ins Nirvana.

Geht die Theorie echt so? Tua wirft in der Offense nicht auf Leute, sondern auf Spots – und wenn Bosa schnell durchkommt und die Receiver die Millisekunde länger brauchen um an der Anspiellinie wegzukommen, schaut das im Timing schon so verheerend aus? Wird das in der zweiten Halbzeit dann überhaupt besser, jetzt wo Waddle draußen ist?

Chiefs @ Bengals ist auch echt interessant. Die Bengals-Offense hat was, sie gefällt jede Woche besser, auch Burrow spielt prinzipiell richtig gut. Beide Defenses laden die Offenses zum Laufen ein – und beide Offenses laufen nicht schlecht. Die Bengals waren besser und sollten eigentlich klarer führen. So aber gilt: Total offene Partie.

Ach ja: Und das 4th Down auszuspielen war richtig. Eindeutig sogar.

[23h41] Turnover on Downs – Bengals!

Bengals marschieren in die Redzone und packen dabei auch mal wieder so einen Burrow-To-Chase aus (40 Yards entlang der Sideline).

Sie nutzen auch die offenen Chiefs-Boxen, gerade Perine kriegt mehrere gute Runs.

In der Redzone aber wird die Offense zu konservativ. Chiefs machen im 2nd, 3rd und 4th Down die Schotten dicht, aber die Bengals bleiben beim Rushing-Game und sehen kein Land mehr.

4th&1 – Versuch, die Defense ins Abseits zu locken scheitert. Die Offense spielt im nächsten Snap dann tatsächlich aus, aber DL #8 Dunlap ist aufmerksam und reißt den Jet-Sweep im Backfield zu Boden.

[23h37] TD 49ers – SF 17, MIA 10

Wow! 49ers-Offense mit einem blitzsauberen Drive. Shanahan hilft seinem Rookie-QB mit den klassischen Elementen der Shanny-Offense: Rollouts, schnelle Screens, bissl Play-Action-Passing. Die ganze Palette.

Aber vor allem: Eier vor der Goal Line.

  • Letztes Timeout mit 0:12 gezogen
  • dann 2nd Down geworfen – incomplete, McCaffrey durch die Finger geglitten
  • Mit 7 sek auf der Uhr nicht gekickt, sondern den Rookie-QB noch einen Pass versuchen gelassen, und Purdy dankt es dem Coach mit einem schnellen TD-Pass für McCaffrey auf einer Angle-Route

Und Purdy performt ganz ordentlich dafür, dass es sein unerwarteter erster richtiger Einsatz in der NFL ist, und er relativ viel Druck bekommt.

[23h26] TD Chiefs – CIN 14, KC 10

Bengals laden KC zum Laufen ein – und die Chiefs nehmen die offenen Boxen an, rennen für über 7 Yards/Carry in diese Lücken. McKinnon, Pacheco, Moore – sie alle kriegen relativ lange Runs über 10 Yards quasi geschenkt.

Dazwischen streut Mahomes bissl Quick-Game ein, Andy Reid geht interessanterweise für ein 4th&4 im Niemandsland (erfolgreich), und an der Goal Line stretchen die Chiefs mit horizontalen Routen die Bengals-Defense.

  • 1st Down: Runningback rennt in den eigenen O-Liner rein und prallt saftlos zu Boden
  • 2nd Down: MVS droppt den sicheren TD
  • 3rd Down: McKinnon schleicht sich in die Flat, Mahomes hat keine Mühe mit dem TD

14 Plays, 81 Yards, TD.

[23h22] Punt Dolphins – Nächster Sack gegen Tua

Durchaus faszinierendes Matchup an der Anspiellinie: Miami doppelt, nein: trippelt, jetzt EDGE Bosa, aber die Antwort folgt auf der Stelle: Bosa wird im 3rd Down auf die Seite des Left Tackles geschoben und stuntet verzögert über die Mitte rein – kreigt einen komplett offenen Weg in Richtung Tua – Sack #2 in einem 3rd Down.

Tua war schon davor maximal wackelig – wieder Overthrow, diesmal für Hill. Keine gute Performance vom Dolphins-QB bis jetzt. Ben Solak gibt bissi Input, was sonst noch los ist: Die 49ers-Corner pressen die Dolphins-WRs an der Anspiellinie wie verrückt.

[23h18] Interception gegen Brock Purdy!

3rd Down, vertikale Route von #11 Aiyuk gegen CB #25 Howard, aber während Aiyuk außen versucht vorbeizuziehen, wirft der QB den Ball zu weit innen, und Howard kriegt einen relativ einfachen Pick.

Jetzt stockt San Franciscos Offense doch beträchtlich. Passspiel ist fast nur mehr in der Horizontalen, und wenn es dann mal tief geht, kommt gleich der Kill-Shot.

[23h15] Jetzt ist auch noch Waddle fraglich – ist es das Spielfeld in Santa Clara, oder Verletzung beim Versuch, einen der vielen Overthrows zu erspringen?

[23h09] 3&out Dolphins – Unansehnliche Partie im Moment. Tua feuert alle drei Downs seinen Receivern links und rechts um die Ohren, dass ihnen Hören und Sehen vergeht… bloß eine Chance auch nur einen zu fangen haben sie nicht. Meines Opas Schröte ist ein Präzisionsgewehr gegen solche Pässe.

[23h07] 3&out Chiefs – Mehrere (berechtigte) Strafen der Chiefs-Offense, und im 3rd Down gehen die Bengals zurück zur AFC-Championship-Strategie und ordern acht Mann zurück in Coverage. Kein offener Mann für Mahomes.

[23h06] Garoppolo ist out für heute, und so schnell wie das gekommen ist, könnte es durchaus schwerer sein:

[23h02] TD Bengals – CIN 14, KC 3

Ein Klasse-Drive von den Bengals, unterstützt auch durch Strafen gegen die Chiefs-Defense – DPI und ein zumindest fragwürdiges Roughing-the-Passer.

Erkennbar, wie Burrow immer wieder versucht, tief zu gehen, aber bislang noch ohne Erfolg. Chase läuft sich noch nicht frei.

Den TD scort Higgins auf einem Slant, bei dem Higgins‘ armer Gegenspieler absolut kein Land sieht. Bei den Bengals soll TE Hurst nun auf der Verletztenliste stehen – damit ginge eine der vielen Waffen verloren. Nur die Waffe #4 oder #5, aber bissi weniger Tiefe müsste die Offense damit verkraften.

Nachdem Chase schon provozierende Gesten in Richtung chiefs-Defense schickt, müssen wir die Temperierung der Gemüter am Feld auch schön langsam ins Auge fassen.

[23h00] FG Miami – SF 10, MIA 10.

Wackeliger Drive von Tua zu Beginn mit Overthrows für Waddle und Ingold, aber auch Raketen für Smythe und später mehrfach Tyreek Hill, der einfach alles fängt, was irgendwie in seine Richtung fliegt.

Das hätte ein TD-Drive sein können, aber im 3rd&1 in der Redzone überpowert EDGE Bosa (der auf Tuas Blindside spielt, also gegen den RT) seinen Gegenspieler und rammt Tua für 6 Yards Sack in den Boden.

[22h55] Die beiden Spiele sind 20 Minuten voneinander getrennt losgegangen, aber das erste Viertel von Chiefs-Bengals war nur zwei Minuten Realzeit später zu Ende als jenes von 49ers-Dolphins.

[22h46] Punt 49ers – Erkennst du das Muster?

  • McCaffrey Run
  • McCaffrey Run
  • McCaffrey Run
  • Purdy quick Pass für Aiyuk
  • McCaffrey Run

Und Punt. Da war jetzt wenig Variabilität drin – das sollte sich auch mit einem Rookie-QB ändern, denn sonst endet das in haufenweise langen 3rd Downs.

[22h44] FG Chiefs – CIN 7, KC 3. Starker Opening-Drive der Chiefs-Offense mit schnellem Passspiel für Mahomes und einigen explosiven Runs in total offene Boxen hinein. Am Ende rettet ein D-Liner der Bengals mit seinem abgefälschten Ball den Touchdown, denn gleich zwei Chiefs waren underneath weit offen.

Dass Andy Reid ein 4th&3 vor der Goal Line ausspielen würde, war nie realistisch.

[22h39] 3&out Dolphins – Schwache Serie von Tua: 2nd Down optimistisch ins Leere geworfen, 3rd Down gegen nur wenig Druck deutlich vor WR Waddle in den Rasen gesetzt, und da wäre noch ein zweiter Receiver total offen gewesen.

[22h32] Touchdowns in beiden Spielen

TD 49ers – SF 10, MIA 7 – Purdy in die Flat für FB Jusczyk erwischt die Dolphins-Defense auf dem falschen Fuß. SF bewegte den Ball 54 Yards in 9 Plays. Nix explosives, und man sah Purdy bei einem tiefen Passversuch die fehlende Arm-Strength an, aber sonst war’s total okay von den Niners.

TD Bengals – CIN 7, KC 0. Burrow QB-Sneak zum TD schließt einen erstklassigen Opening-Drive der Bengals ab. Burrow gab schön den Ballverteiler: 5/6 für 53 Yards, nie lange den Ball gehalten. Die Star-WRs Higgins und Chase sind noch gar nicht eingesetzt worden, dafür sieht man bei RB Perine, welche Matchup-Waffe er sein kann. Und: Shotgun-Runs!

[22h28] 49ers-Dolphins Update

Also: Dolphins scorten gleich im allerersten Spielzug einen 75yds TD zu Trent Sherfield, aber im zweiten Drive gingen sie 3&out.

Die 49ers verkürzten per Fieldgoal auf 3-7, aber die Stimmung im Levi ist trotzdem schon down, weil Jimmy Garoppolo verletzt in die Umkleidekabine gefahren werden musste. Backup-QB Brock Purdy ist drin. Downer, kann man nicht anders sagen, auch wenn die Offense in diesen ersten Snaps unter Purdy ganz ordentlich den Ball bewegt.

[22h23] Bengals – Chiefs und 49ers – Dolphins. LET’S GO.

5 Kommentare zu “NFL 2022 – Week 13 Spätschicht im Liveblog

  1. Oh man, das tut mir leid für die Niners. Die spielen dieses Jahr auf beiden Seiten des Balls echt tollen Football – für meinen Geschmack auf jeden Fall… Bosa, Warner, Greenlaw, Ward, Deebo, Aiyuk, CMC, so viele tolle Spieler und nun hängts wieder am QB, dass es nicht für den großen Wurf reichen soll…

    Wie Jimmy’s Knöchel weggeknickt ist, sah aber auch bitterböse aus, hab also nicht wirklich was besseres erwartet…

    Tolles Blogging außerdem wieder, immer wieder nice Nuggets, die mir selbst gar nicht auffallen 😀

  2. Baker ist in Carolina auf seinen Wunsch hin entlassen, worden, ein Schelm wer Böses dabei denkt. Ich sehe Baker eigentlich nur noch als einen NFL BackUp an (wenn er sich als solcher benimmt), und tu mir noch schwer damit, ihn im Team Gefüge bei den 49ers einzuordnen. Ist er eine ernste Option, was meint ihr?

  3. Re: Baker
    Da bin ich bei dir @FloJo. Für mich ist Baker ebenfalls maximal ein NFL Backup. Der hatte seinen Shot in Cleveland bereits (u.a. auch mit sehr akzeptablem Supporting-Cast) und hat nicht wirklich gezeigt, wieso er #1 Pick war 😀

    Wobei wir bei Shanny ja gesehen haben, dass in seiner Offense auch Backups gut performen können. Bleibt spannend…

  4. Mal ein Nugget nebenbei:

    ‚I think I probably would just have taken another job‘
    Sagt Matt Rhule auf die Frage, was er bei Seinem Headcoach Job bei den Panthers anders machen würde… keine Ahnung, wie man ihm dass durchgehen lassen kann, dass er jetzt alles auf die Franchise schiebt.
    ..und den Vertrag hat er bestimmt nicht bereut…

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