NFL 2011/12, Week #1: Der koffeinüberschussmotivierte Monday Night Football-Eintrag

Ich lasse mal zwei Verweise draußen: Den Patriots-Vorschaueintrag und einen Verweis auf den Notizblock an anderer Stelle.

 

[02h41] Halbzeit Miami 7, New England 14. Spannendes Spiel, in dem im zweiten Viertel die Defenses Überhand gewonnen haben. Solange New England aber weniger als 25sek zwischen Spielzugende und Snap spielt und die Option zieht, ohne Strafe zu bleiben, kriegen die Dolphins unglaublich wenig Pass Rush gebacken, zumal sich der Topmann #91 Wake mit dem Rookie #77 Solder über weite Strecken schwer tut und Brady häufig schnell auf den über die Mitte immer anspielbaren TE #87 Gronkowski bedienen kann. Was man New England aber nachsagen kann: Sie spielen die Angriffsserien nicht konsequent zu Ende.

Miami hat seinerseits Probleme mit Strafen, vor allem G Incognito wird von DT Wilfork ziemlich pulverisiert, und Miami bekam seit längerer Zeit keinen anständigen Drive mehr gebacken. New Englands Defense schaut ohne die LBs Cunningham/Spikes nicht unspannend aus, in der Secondary gibt es häufig recht harte Duelle der Cornerbacks mit den Wide Receivers, Safety #25 Chung genießt seine recht freizügige Rolle mit Tackles gegen Lauf und Sacks gegen Quarterbacks (hatte man nicht deswegen Meriweather rausgeworfen?).

[02h33] Seufz. OLB Jason Taylor hält sich nun den Fuß und ESPN hat nichts besseres zu tun als zum fuffzigsten Mal in den letzten drei Minuten in die Werbung zu gehen.

[02h29] C Dan Koppen muss mit vermeintlicher Unterschenkelverletzung rausgefahren werden, nachdem MLB Dansby bei einem QB-Sneak drüber gefallen war. Koppen spielt Center in New England, seit ich denken kann. War nie verletzt.

[02h22] RB Reggie Bush ist angesichts des Ausfalls von Rookie Dan Thomas gezwungen, das Arbeitstier zu geben, aber Bush spielt immer noch mit zu vielen Schnörkeln. Ist als Notnagel im Passspiel gebräuchlich, als Ballträger mittlerweile aber ausgeguckt und neutralisiert.

[02h04] Miamis QB Chad Henne wird deutlich selbstbewusster als der blasse Mann, der aus diversen Schlachten in Erinnerung geblieben ist, wirkt viel weniger kastriert von einem Laufkorsett. New England vertraut in der Defense offenbar auf CB #21 Dowling in klaren Pass-Situationen als Nickelback, während #25 Chung konsequent als Safety eingesetzt wird. Chung, soweit erkennbar, gibt einen Freelancer, der recht nahe an der Line of Scrimmage spielt.

[01h56] Miami 7, New England 14. New Englands Offense sieht in diesen ersten 16 Minuten sensationell aus, spielt mit einem atemberaubenden Tempo und lässt Miami überhaupt keine Gelegenheit, überhaupt Pass Rush zustande zu bringen. So wird die potenzielle Schwachstelle RT Nate Solder per Design nihiliert, während die beiden Tight Ends Aaron Hernandez und Rob Gronkowski der Defense ziemlich rauchende Köpfe verpasst: Hernandez wird derzeit von einem Nickelback abgedeckt, der überhaupt kein Land sieht. Gronkowski soll der schwächere Ballfänger von beiden sein, aber was Gronkowski da für zwei Bälle (inklsuive Touchdown) gefangen hat, war stark. Brady 8/8 für 127yds, Touchdown.

[01h47] Zwischenmeldung aus Kansas City: S Eric Berry wird wohl die komplette Saison 2011/12 ausfallen. Im Knie sind mehrere vordere Bänder gerissen.

[01h37] Miami 7, New England 7. Die Patriots brauchen nur 201sek, um in 6 Plays 78yds zum Touchdown zu marschieren. Schlüsselspielzug: Ein 46yds-Pass auf WR Matt Slater.

[01h33] Miami 7, New England 0, 9yds QB-Draw Henne 7:18min verbrannt. Der Drive begann mit einem QB Chad Henne on fire, der im strömenden Regen selbst schwierige Pässe unter Druck der aggressiven Patriots-Defense komplettierte. Miami war aggressiv, spielte mutig ein 4th down aus, bekam in der RedZone jedoch Probleme mit Strafen und Zeitmanagement-Problemen. Henne musste einen selbstverschuldeten Sack einstecken, komplettierte im Gegenzug einen fantastischen Ball auf den gut gedeckten TE Fasano. Am Ende bei 3rd-and-9 ein QB-Draw, den ich keinem Spieler mehr vergönne als Chad Henne. Hyperventilierung für New England-Fans: Es war eine 4-3 Defense.

[01h07] Angesichts dieser Hymnen-Performance hätte man bei Superbowl XLV überlegen können, Fergie anstelle der Halbzeitshow als Hymnensängerin einzusetzen. Und wir hätten zwei Superbowl-Begleiterscheinungen ge-upgraded.

[01h02] Miami muss Rookie-RB Dan Thomas vorgeben. Die Patriots haben bekanntere Namen auf der Inactive-Liste: QB Ryan Mallett, RB Shaun Vereen, ILB Brandon Spikes, OLB Brandon Cunningham und leider auch OT Sebastian Vollmer.

[00h59] Sieben ESPN-Experten picken New England als Sieger, des großartigen Coaches wegen. Trainerlegende Mike Ditka: Belichick is not going to play. So the Dolphins win.

[00h53] ESPNs Vorberichterstattung ist… nicht so mein Ding. Und so großartig dieser Spieler war, mit dem TV-Experten Tedy Bruschi werde ich nicht so richtig warm.

[00h39] Servus. Ich kann aus unerfindlichen Gründen nicht schlafen (Koffeinüberschuss?), von daher bleibe ich erstmal drauf, aber keine Ahnung, wie lange. Vielleicht nur ein Viertel oder so.

NFL 2011/12: Week 1, der 9/11-Gedenkeröffnungsspieltag

Nachklapp zum College Football gibt es hier. Vorschau auf diesen NFL-Sonntag hier.

 

[23h49] Halbzeit Washington 14, N.Y. Giants 14. Kein besonders schönes, aber ein interessantes Spiel. Die Giants können nicht über Passspiel kontinuierlich zum Erfolg kommen, weil QB Eli Manning zu wenig Zeit zum Werfen bekommt. Die beiden Running Backs Bradshaw/Jacobs sind aber im zweiten Viertel heiß gelaufen und haben trotz mäßigem Blockings Drives am Leben erhalten. In der Defense ist die Line (wohl wegen Verletzungen von Schlüsselspielern) weniger dominant als gewohnt, wodurch auch die Secondary teilweise gröbere Probleme hat (auch durch Verletzte?).

Washington hat seinerseits Probleme, längere Drives hinzukriegen. QB Rex Grossman wirft gerne die Bälle etwas hoch und nicht immer sind die Receiver in der Lage, die Eier aus der Luft zu pflücken. Insgesamt wirkt die Offense Line okay, allein es fehlen die explosiven Running Backs und der starke #1-Wide Receiver.

Angesichts der sich verschlimmernden Verletzungssorgen auf Giants-Seite könnte das noch eine spannende Geschichte werden.

[23h36] Brian Billick hat beim Spiel St Louis – Philadelphia angeblich gesagt, “the Rams have had some sex with the no huddle”.

[23h21] Die Probleme in der Offensive Line der Giants sind ernsthafter Natur. Eli Manning steht mit der Annahme des Snaps unter gewaltigem Druck, muss um sein Leben scrambeln und es ist insofern verständlich, dass hier ganze 3-von-11 komplettiert wurden, inklusive einiger ganz fürchterlicher, weil in höchster Not irgendwohin geworfener Bälle. Geht das so weiter, erleben wir noch die eine oder andere Interception. Und dann verletzt sich mit TE #85 Jake Ballard auch noch ein 130kg-Mann, der blocken kann und einen der bisher nur drei vollständigen Bälle fing.

[22h56] Die Giants spielen heute zusätzlich zu den ganzen Langzeitverletzten auch noch ohne die beiden besten Defensive Liner DE Justin Tuck und DE Osi Umenyiora. Da sollten sich nicht mehr allzu viele Leute verletzen, zumal Washingtons Offensive Line bisher einen recht guten Eindruck hinterlässt.

New York hat mit seiner Protection größere Probleme, Washington kommt sehr druckvoll mit Line und 1-2 zusätzlichen Pass Rushers daher und Eli Manning hat des Öfteren schneller drei Leute im Gesicht als ihm lieb sein kann.

[22h42] Washington 0, NY Giants 7. Das Spiel begann mit den erwarteten 0-von-8 für Grossman/Manning. Dann schaltet Washington in den dilettantischen Modus um, lässt WR Nicks kilometerlangen Vorsprung, Manning kauft sich elegant Zeit in der Pocket und die Giants stehen an der Goal Line. Manning auf einem Bootleg, kann dank völlig desinteressierter Redskins-Abwehr locker einlaufen. Nope, nicht einlaufen. Eintraben.

Die 19h-Spiele/Baltimore vs Pittsburgh

[22h29] Die Cincinnati Bengals werden tatsächlich das erste Saisonspiel in Cleveland gewinnen. QB Andy Dalton ist mit einer Fußverletzung rausgegangen, Backup Gradkowski drehte das Spiel, RB Benson schlug die Sargnägel mit einem simplen Laufspielzug über halbrechts ein – ein Spielzug ohne Beteiligung der Defense. Bei ESPN.com wird nach Daltons Verletzung schon über Carson Palmer spekuliert.

Detroit gewinnt in Tampa 27-20, weil Tampa im letzten Spielzug einen wilden Lateral-Spielzug nicht in die Endzone bringt. Soll keine überragende Vorstellung der Lions gewesen sein und gegen einen Gegner Tampa, dessen QB Freeman Phasen des Spiels mit einer Oberschenkelverletzung in der Kabine verbrachte. Als Freeman wieder da war, wurde es für Detroit wieder eng, weil sie die Uhr mit ihrem schwachen Laufspiel nicht runtertickern konnten.

So. Ich werde wohl nicht mehr das ganze Redskins/Giants-Spiel reinziehen, weil ich nebenher noch Samantha Stosur zum längst verdienten Grandslam-Sieg begleiten muss und irgendwann noch ein paar Minuten Schlaf brauchen werde.

[22h20] Meine Güte, in Cleveland schaut das Stadion zu 50% leer aus!

[22h11] Endstand Baltimore Ravens 35, Pittsbrugh Steelers 7. Ist eigentlich alles gesagt. Baltimore war mit seiner aggressiven Defense heute einfach konzentrierter, besser vorbereitet. Pittsburgh hatte nie wirklich eine Idee, was es mit seiner Offense dagegensetzen könnte und über die Offensive Line wird noch zu reden sein.

Baltimore strotzte in der Offense vor Selbstbewusstsein, QB Joe Flacco habe ich selten so on fire gesehen wie heute. Da war ein Mann on mission, komplettierte selbst schwierige tiefe Bälle mit Leichtigkeit. Im Laufspiel war RB Ray Rice in Hochform.

Fazit: Verdienter Sieg der Ravens über eine spätestens im dritten Viertel indisponierte Steelers-Mannschaft, die jetzt schon nach dem Rematch im November lechzen dürfte.

[22h07] YES. ESPNA wechselt zum Ohio-Derby Cleveland – Cincinnati, wo die Bengals überraschend 20-17 führen, seit Bruce Gradkowski reingekommen ist.

[22h04] Falls sich je jemand über Bela Réthy aufgeregt hat: CBS’ Nantz/Simms rattern grad auch einen Throw-Away-Fact nach dem anderen runter.

[21h56] Schön langsam kann man sich darauf einstellen, das Duell der QB-Giganten Eli Manning & Rex Grossman im FedEx Field, dem Stadion mit den ultrakomischen Farbkombinationen im obersten Rang, zu bestaunen. Washington dürfte heute ein Tränenbad sein.

[21h54] Turnover-Count: #7. Roethlisberger wird bei simplem Pass Rush mit drei (plus einem halbherzigen vierten) der Ball beim Werfen aus der Hand geschlagen. Erneut #55 Suggs und da habe ich immer Angst um die Bänder im Wurfarm.

[21h45] Seufz. RB #21 Mewelde Moore fumbelt schon wieder den Ball. Die Challenge wird erfolgreich sein, Baltimores Ball. Sechster (!!) Turnover der Steelers.

[21h40] Die Thrill-Autoren haben sich nach einem erneuten fantastischen College-Wochenende aktuell eine Auszeit genommen. Von acht 19h-Spielen ist 10min vor Schluss nur ein einziges innerhalb von einem Score (CLE-CIN), alle anderen mit mehr als 1 TD, viele mit 25+ Punkten.

[21h37] Ich habe keine Bilder, aber den Stats zur Folge hat Buffalo den Kansas City Chiefs das Laufspiel weggenommen und folglich findet völlig überraschend die Offense der Chiefs (mit QB Matt Cassell) nicht statt. Buffalo führt 41-7.

[21h33] Nächste hirnlose INT Roethlisbergers, wieder ist S Reed der Ballempfänger. Reed zieht die Bälle aber auch wirklich an. Das Spiel kann man abschenken.

[21h19] 44sek vor Ende des dritten Viertels mal wieder eine gepflegte Keilerei mit ca. 25 Beteiligten, inklusive eines 2m durch die Luft fliegenden Head-Refs Tony Corrente.

[21h15] Die Ravens führen mittlerweile 32-7 im strömenden Regen in Baltimore und das Spiel scheint 17min vor Schluss sehr gegessen aus. Das dritte Viertel, eigentlich eine Stärke der Steelers, war KOMPLETT in Händen der Ravens, sodass sogar Mike Tomlin seine Spieler mehr zusammenstauchte als gewohnt.

[21h00] Pittsburghs Offense schien gerade in die Gänge zu kommen, da wirft Roethlisberger unter Druck eine vogelwilde INT an der Goal Line direkt in die Arme Ed Reeds. Reed ist so verdutzt über die INT, dass er mit dem Return erstmal zwei Sekunden zum Nachdenken braucht.

[20h48] Baltimore 29, Pittsburgh 7, 21sek in der zweiten Halbzeit gespielt. Meine Fresse, was ist mit Pittsburgh los? Der erste Snap in der zweiten Halbzeit überrascht Roethlisberger, während im selben Moment bereits DT Haloti Ngata heranrauscht und die Ballübergabe an den Running Back zum Fumble ummünzt. Baltimore kommt mit Flaccos Super-Pass auf TE Ed Dickson raus. Dickson mit einem großartigen Catch in der EndZone, der S Polamalu wie einen Lehrbuben ausschauen lässt. Wo war unser Freund, der Baltimores junge Tight Ends… Ach, welche Tight Ends?

Um die Verarsche komplett zu machen, spielen sie einen Fake zur 2pt-Conversion. Und just in dem Moment fälscht Ngata einen Ball ab, der MLB Ray Lewis in die Arme fällt. INT, Baltimore wird allerdings beim Versuch, ein 4th down auszuspielen, gestoppt. M-a-s-s-i-v-e-r Energieanfall von OLB Jerome Harrison.

[20h41] Vor sehr gelichteten Rängen in Tampa spielen die Detroit Lions einen gepflegten Ball. Stafford hatte im ersten Spielzug eine unverschuldete Interception aus einem abgefälschten Ball, spielte danach schnellen, passlastigen Offensiv-Football inklusive eines mutigen 4th downs, Detroit führt 20-13.

[20h35] Halbzeit Baltimore 21, Pittsburgh 7. Starke, sehr starke Vorstellung der Baltimore Ravens trotz der unmotivierten Schlussminute. Die Offense wurde zuletzt immer lauforientierter, schaut aber sehr variabel aus, inklusive eines extrem relaxt wirkenden QB Joe Flacco, der fast immer seine Anspielstationen findet, seien es WR Boldin, die beiden Tight Ends Dickson/Pitta oder das „Sicherheitsziel“ RB Rice, der wie eben erwähnt eine großartige Halbzeit spielte.

In der Defense dominiert Härte. Pittsburgh kriegt kein Yard ohne blaue Flecken, viele Hits sind nahe an late hits. QB Roethlisberger muss sich häufig Zeit erkaufen und macht dabei IMHO keinen unterirdischen Job. Patentrezept für Pittsburgh meiner Meinung nach: RB Mendenhall um die Line herum laufen lassen, dabei hatten die Ravens die größten Probleme.

(Und natürlich mit den Strafen, aber da kann Pittsburgh nicht mehr tun als sich das Spektakel staunend mit anzuschauen.)

[20h24] Baltimore 21, Pittsburgh 7. Nun müssen auch die Ravens etwas mehr bluten für ihre Punkte – aber Baltimore hat RB Ray Rice. Rice war letzten Herbst dezent enttäuschend, aber heute ist der Mann in fantastischer Form, kriegt gutes Blocking, lässt aber danach zig Tackles (gegen Pittsburgh!!) aussteigen und ist kaum zu Boden zu bringen. Als Passempfänger macht der vergessene Sohn Rice einmal ein 3rd down und schließlich aus der WR-Aufstellung den Touchdown. Pittsburgh teilt kräftig Hits aus, hat aber alle Probleme der Welt mit diesem Running Back, der sogar einmal intelligent genug ist, einen Pass für sicheren Raumverlust einfach abzuklatschen – probates Mittel, nur leider selten gesehen.

[19h57] Baltimore 14, Pittsburgh 7. Nun melden auch die Steelers ihre Ansprüche an. Es geht nicht reibungslos und dauerte eine gefühlte halbe Stunde realer Zeit, aber am Ende ist Pittsburgh in der Endzone, weil sich QB Roethlisberger die nötige Zeit kaufen kann, bis WR Sanders in der Endzone frei ist. Baltimores Pass Rush muss sehr schnell gegen diese Line durchkommen, um Roethlisberger durcheinander zu bringen.

[19h47] In Houston fumbelt sich Colts-QB Kerry Collins zu zwei Touchdown-Geschenken für die Texans. Houston führt nach einem Viertel 17-0.

[19h39] Baltimore 14, Pittsburgh 0. Die Ravens sind wie elektrisiert. Direkt im Anschluss an die Schlägerei bricht plötzlich der hinter der Offensive Line versteckte OLB Terrell Suggs durch und wrestelt dem verdutzten QB Roethlisberger mit einer Wucht den Ball aus den Händen, da staunt der Ben noch immer.

Die Ravens-Offense kommt auf das Feld und spielt in der Post-Heap-Ära gnadenlos Tight Ends um Tight Ends an: Nachdem zuvor ein Dickson-Catch aberkannt worden war, fängt diesmal TE Pitta. RB Ray Rice vollendet an der Goal Line im zweiten Versuch.

[19h32] Zehn Minuten gespielt und schon die zweite Schlägerei auf dem Feld.

[19h30] Ein wunderschöner, rattenscharfer tiefer Ball von QB Flacco wird wegen eines Holdings von LT KcKinnie zurückgepfiffen und zerstört die Angriffsserie. In den Minuten, in denen sich in Baltimore bei drückender Schwüle wohl ein Regenguss nähert, bleibt aber das Bild eines sehr relaxten QB Flaccos.

[19h09] Baltimore 7, Pittsburgh 0. Das ging schnell. RB Ray Rice mit einem Riesen-Raumgewinn über die linke Seite, dort wie der 200kg-Bomber Bryant McKinnie jüngst vor ein paar Tagen neu installiert wurde. Zwei Plays später hat QB Joe Flacco über links alle Zeit der Welt, einen wunderschönen Ball in die Arme von WR Anquan Boldin zu legen, der im Nachfassen Baltimores ersten Saison-Touchdown macht.

[19h04] Jim Nantz ist begeistert von den „U-S-A“-Schlachtrufen.

[18h44] Wer’s noch nicht mitgekriegt hat: Die namhaftesten Ausfälle auf Seiten der Ravens sind OLB Sergio Kindle und die beiden Rookies CB Chykie Brown/WR Tandon Doss, bei den Steelers wird der Neuzugang WR Jerricho Cotchery nicht im Kader sein.

[17h57] Die Pittsburgh Steelers haben dieser Tage ein potenzielles Störfeuer ausgedrückt und dem famosen Safety Troy Polamalu einen neuen Vertrag über vier Jahre und 36,5 Mio. Dollar (10,5M guaranteed) gegeben, nicht so verrückt wie der Vertrag für Minnesotas RB Adrian Peterson (7yrs/100 Mio./36 Mio. guaranteed, 52 Mio. in den ersten vier Jahren), aber wichtig, um Polamalu zu halten. Von sämtlichen Leistungsträgern ist nur noch WR Mike Wallace nicht über 2011 hinaus an Pittsburgh gebunden. Indes ist ein Spieler, den die Steelers erst am Sonntag gecuttet haben, S Brett Greenwood, bei einer Trainingseinheit an seiner Highschool kollabiert (Herzstillstand), scheint aber mittlerweile in stabilem Zustand zu sein.

[17h12] Guten Nachmittag. Der Spieltag steht im Zeichen des zehnten Jahrestags von 9/11. Die Laute sind vereinzelt, aber aus dem Blätterwald rauschen zwischen haufenweise Pathos und Erinnerungen auch kritische Töne zu 9/11, der zweifelhaften Art der Aufarbeitung und zur allgemeinen Lage einer heute gespaltenen Nation. Stellvertretend dazu der gestrige Eintrag in der Washington Post:

Washington Post_110911

©Washington Post

Zum Sport: Die NFL-Spieler dürfen heute entgegen der sonstigen Gepflogenheiten Handschuhe mit 9/11-Erinnerungen tragen – die restriktive Kleiderordnung wurde extra dafür gelockert. Zusätzlich gibt es ein spezielles „NFL 9/11“-Gedenkband für jeden Spieler, inklusive eines Logos für das Spielfeld und gigantischer US-Flaggen zur Hymne vor dem Spiel. Bei ESPN America geht es los mit Baltimore RavensPittsburgh Steelers, den beiden rivalisierten Teams aus den Städten, in deren Mitte sich Shanksville, der Aufschlagort von Flight 93, befindet. Baltimore ist zudem in der Nähe Washingtons gelegen.

Lieblingskind der NFL: Die Jets

Paar Gedanken beim Drüberschauen über den heute Nacht veröffentlichten NFL-Spielplan der Saison 2011/12.

(Disclaimer: Ich nehme mir die Frechheit und zähle Thanksgiving-Spiele als „prime-time“.)

Opener – Gesucht war ein attraktiver Gegner für Titelverteidiger Green Bay. Ist gefunden. As expected: New Orleans Saints. Datum: Do/Fr 8./9.9. um 02h30.

9/11 – Der Sonntag ist wie der Zufall es will der 11. September – und somit auch der 10. Gedenktag der mythenumrankten Anschläge. Die Spielansetzungen lassen ein Muster erahnen: Die New Yorker Teams mit folgenden Ansetzungen: Giants spielen zu Mittag (Ortszeit) bei den Redskins (Tribut to Washington/Pentagon), die Jets im Sunday Night Game daheim gegen die Dallas Cowboys. Und – man höre und staune: PittsburghBaltimore ebenso an diesem Tag. Pittsburgh ist die nächstgelegene Stadt des abgestürzten „vierten“ Flugzeugs von jenem Dienstag im September 2001. Man werfe noch fuffzig Tausend Militärs und den Star Spangled Banner in den Mixer und bekommt Badewannen voller Tränen in die Stube serviert.

J-E-T-S – Überhaupt die Jets. Neben dem SNG in Woche 1 spielt die Gang Green noch weitere vier Mal in der Primetime: Woche 4 @Baltimore (SNG), Woche 6 gegen Miami (MNF), Woche 10 gegen New England (SNG), Woche 11 @Denver (Donnerstagnachtspiel). Eine solche geballte Ladung an Spielen zur besten Sendezeit hat auf den ersten Blick bis auf Titelverteidiger Green Bay kein anderes Team.

New Yorker Derby – Bei allem 9/11 und Primetime: Jets und Giants spielen heuer auch direkt gegeneinander. Und zwar an Heiligabend, zur besten europäischen Abendzeit (19h MEZ), wenn bei uns Friedefreudeeierkuchen alles vorm Christbaum Weihnachtslieder singen wird.

NFL International – Wie bereits gestern angekündigt, wird das diesjährige London/Wembley-Spiel Tampa Bay Buccaneers vs. Chicago Bears lauten und am 23. Oktober als Buccs-Heimspiel ausgetragen. Aber nur, wenn der Tarifvertrag bis 1. August steht.

Toronto Bills – Eine Woche später, am 30.10.2011 spielen die Bills ihr alljährliches Auswärts-Heimspiel im Skydome von Toronto gegen die Washington Redskins.

Buster – Alle Jahre wieder kriegen schnelle Aufsteiger von ESPN oder NFLN Primetime-Spiele in den Arsch geblasen. So heuer Tampa Bay (zweimal zuhause), St. Louis (2x auswärts) und sogar die Detroit Lions, die neben dem alljährlichen Thanksgiving-Spiel sogar ein weiteres Monday Night Spiel bekommen haben und somit bei uns sehen sein dürften. Die Lions!

Detroit Lions – „meine“ Mannschaft. Die ersten vier Wochen haben drei Auswärtsspiele im Programm, aber alle machbar (ZB, MIN, DAL). Weil die Chancen, dass QB Matt Stafford bis dahin noch fit ist, gut sein sollten, könnten die Lions mit gutem Start öfters im späteren Saisonverlauf zu bestaunen sein, als nur bei den beiden Primetime-Übertragungen (Woche 5 MNF gegen CHI und zu Thanksgiving). Das Thanksgiving-Spiel serviert uns übrigens Lions vs. Packers. Geile Ansetzung.

New England Patriots – der Topfavorit. Und was ein attraktiver Spielplan, wie schon im abgelaufenen Herbst. In Woche zwei gegen San Diego, dann im Oktober/November viermal an fünf Wochenenden um 22h15 gegen richtige Kaliber: NY Jets, Dallas, @Pittsburgh, NY Giants. Der November wird heiß, mit SNG @Jets, MNF gegen Kansas City, 22h15-Spiel @Philadelphia und als Nikolausgeschenk der Kracher der Saison, Sonntagnachtspiel gegen die Indianapolis Colts. Vielleicht gibt es nicht wieder 12 Liveübertragungen wie 2010/11, aber mit Bestimmtheit mehr als eine Handvoll – und spätestens Anfang/Mitte November sollten wir die Patriots richtig gut einschätzen können.

Sonst so – Die 49ers sind trotz neuem Coach unerwartet unattraktiv für die NFL. Nur zwei Primetime-Spiele (wobei ab Mitte November noch abgetauscht werden kann)? Dafür haben die Packers einen sehr ansehnlichen Spielkalender mit fünf Mal Primetime (Opener, 2x SNG, Thanksgiving, MNF). Und zum Abschluss: In Woche 2 steht die Rückkehr von QB Michael Vick nach Atlanta an – Falcons vs. Eagles im Sonntagnachtspiel, diesmal im Gegensatz zu vor zwei Jahren fast sicher ein „richtiges“ Duell mit Vick als Starting QB.