College Football 2019 Preview: ACC-Mailbag

Bevor wir heute Nachmittag die NFL Sezierstunde-Serie 2019 abschließen, gibt es einen  weiteren ausführlichen College-Football Mailbag zu den wichtigsten Teams, Draft-Prospects und Trainer-Anstellungen der Atlantic Coast Conference (ACC), der Heimat vom regierenden National Champion Clemson.

Wie so oft sind dafür wieder Christian Schimmel (@Chris5Sh / DerDraft) und Jan Weckwerth (@giannivanzetti / Triple Option Blog) Rede und Anwort gestanden. Ja, eine Frage zu den Miami Hurricanes ist auch dabei – sie haben bereits heute Nacht gespielt. Aber dazu gibt es keine Spoiler. Weiterlesen

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College Football 2019 Preview: Miami Hurricanes vs. Florida Gators

Das große Kickoff-Weekend der College-Football Saison ist erst nächste Woche, doch quasi als Prolog gibt es heute schon ein Derby zweier Mannschaften aus Florida, die sich auf neutralem Boden in Orlando treffen: Miami Hurricanes vs. Florida Gators (1h / live ESPN-Player).

Eine ausführliche Saisonvorschau auf die beiden Mannschaften. Weiterlesen

Florida State Seminoles 2019 Preview

Die Florida State Seminoles gehören nicht zu den College-Football Blue-Bloods mit 100 Jahren Geschichte im Spitzenfeld, doch in den letzten 40 Jahren waren sie zumeist ein Powerhouse. Wie erfolgreich FSU über einen so langen Zeitraum war, kann man unter anderem daran ablesen, dass 2018 das erste Mal seit 41 Jahren (!) war, dass die Mannschaft eine Qualifikation für die Bowl-Season verpasste!

Jetzt folgt der Reset-Button. Weiterlesen

College Football 2019 Preview: Die Atlantic Coast Conference (ACC)

Die Atlantic Coast Conference (ACC) ist eine eigentlich wenig glamouröse Conference entlang der Atlantikküste. An Aufmerksamkeit wird sie deutlich von den westlich angrenzenden Big Ten Conference und der Southeastern Conference (SEC) in den Schatten gestellt. Weiterlesen

Clemson Tigers 2017/18 Preview

„Clemsoning“ war jahrelang das amerikanische Synonym für Vizekusen – das Versagen in den wirklich wichtigen Momenten. Der Term kam von der Footballmannschaft der Clemson Tigers, die in den Vereinigten Staaten über viele Jahrzehnte den Ruf „genossen“, trotz potenter Ausgangslage immer wieder unerwartet kurz vor dem Ziel zu stolpern. Weiterlesen

College Football Preview 2017: Atlantic Coast Conference

Die SEC ist die prägende Conference im College Football unserer Zeit, aber im abgelaufenen Herbst, 2016/17, wurde ihr für ein Jahr der Rang abgelaufen von der kleinen, farblosen Cousine, der Atlantic Coast Conference (ACC) entlang der US-Ostküste. Weiterlesen

ACC Preview: #12 Florida State Seminoles – #3 Clemson Tigers

College Football bringt an Woche 9 einen der großen Schlager der Saison: Das ACC-Duell #12 Florida State Seminoles (4-2) vs #3 Clemson Tigers (7-0), die Partie, die möglicherweise bereits die Entscheidung in der ACC-Atlantic bringt – sofern sie einen Sieger Clemson hervorbringt. Weiterlesen

Akademische Viertelstunde 2016 nach dem Schlager von Clemson

Der ACC-Kracher #5 Clemson Tigers vs #3 Louisville Cardinals am Samstag hat gehalten, was er versprochen hat. Es war ein fulminantes Spiel, das die ganze Palette bot, was College Football so großartig macht: Intensität, knisternde Atmosphäre, Team zieht auf und davon, Comeback, Gegen-Comeback, fehlerhafte Offense gepaart mit eingestreuten Monsterspielzügen und ein Kampf zwischen zwei absolut famosen Quarterbacks. Entschieden wurde die Partie standesgemäß in der letzten Minute. Entscheidend war ein Yard. Weiterlesen

#10 Louisville Cardinals – #2 Florida State Seminoles live

[21h27] Endstand Louisville Cardinals 63, Florida State Seminoles 20. Ein Endergebnis, das niemand hatte kommen sehen. Noch nie ist eine #2 in den Rankings so brutal abgeschlachtet worden wie heute FSU, auch wenn man in den letzten Minuten noch Ergebniskosmetik betreiben konnte. Aber FSU wurde in allen Belangen niedergemacht, Offense, Defense, Special Teams. Es war eine komplette Machtdemonstration von Louisville.

QB Lamar Jackson ist den Hype wert, keine Frage. Der große Chris Brown macht auf Twitter den Vergleich zwischen Jackson und Michael Vick – und der ist so weit nicht hergeholt. Jackson ist ein fassungslos mobiler Athlet, und er hat eine Rakete von Wurfarm wie einst Vick. Wie auch Vick ist er zuerst Athlet, erst dann Werfer.

Louisville wird in den AP Ranking in die Top-5 klettern. In 2 Wochen wartet @Clemson. Gewinnen die Cards auch dort, könnte es im November einen unwahrscheinlich hochklassigen Showdown mit einem anderen gegenwärtigen Liebling, #6 Houston, geben – mit den Playoffs auf dem Spiel. (okay, jetzt gehen wir schon sehr, sehr weit…) Weiterlesen

Samstagskracher zur besten Sendezeit: #10 Louisville Cardinals vs #2 Florida State Seminoles

Der morgige Samstag im College Football ist prall gefüllt mit absoluten Hochkarätern, aber: Nicht alle sind bei uns zu sehen, und manche erst spätnachts angesetzt. Mit der einen großen Ausnahme: #10 Louisville Cardinals – #2 Florida State Seminoles, das die ACC-Spielplangestalter dankenswerterweise bereits morgen um 18h abends MESZ angesetzt haben. Ein solch hochkarätiges Spiel um diese Zeit – datt war in den letzten Jahren sehr selten geworden. Weiterlesen

Atlantic Coast Conference | College Football 2015/16 Preview

Die Atlantic Coast Conference (ACC) gilt im heutigen Verständnis als zirka viert- oder fünfbeste Liga im College Football: Im US-Süden ist man relativ klar nur die zweite Geige hinter der SEC, und im Vergleich zur Pac-12 und Big 12 Conference schneidet man eine Spur zu blass in der Tiefe ab. Trotzdem konnte die ACC in den letzten Jahren an Selbstvertrauen tanken, und 2013/14 mit den Florida State Seminoles nach langer Zeit auch mal wieder den Landesmeister stellen. Weiterlesen

College Football 2014/15 – Die Conferences

Wie aus den vergangenen Jahren gewohnt, wird auch die anstehende Saison im College-Football nicht ohne veränderte Zusammenstellung der Conferences über die Bühne gehen. Die letzten Auswirkungen der großen Conference-Umwälzungen der Jahre 2010-2013 werden nun offiziell, mit erneut über zehn Mitgliedswechseln zur anstehenden Saison. Eine Übersicht. Weiterlesen

The Countdown, T-minus 10: Clemson Tigers

Clemsons Memorial Stadium fasst 82.000 und wird "Death Valley" genannt - Bild: Wikipedia.

Clemsons Memorial Stadium fasst 82.000 und wird „Death Valley“ genannt – Bild: Wikipedia.

The Countdown

#10 Clemson Tigers.
ACC, Atlantic Division.
2012: 11-2.

Die Clemson Tigers gehören zu den “Kult”-Teams (sorry ‘bout that) im College Football. Sie kommen aus einer Kleinstadt in South Carolina, spielen in einem markanten 80.000er-Stadion mit Spitznamen „Death Valley“, haben sich den Ruf des ewigen Verlierers in der Crunch-Time erarbeitet, und trotzdem Anfang der 80er mal einen Landesmeistertitel geholt. Clemson gehört zur Folklore im College-Football wie, sagen wir, Kaiserslautern in den deutschen Fußball. Minus Fritz Walter, minus ewiges Verweisen auf die WM-Helden aus den frühen 50ern. Clemson ist Provinz, Tradition und Moderne, und somit Sinnbild für die Welt des College-Football.

Das klassische Clemson-Syndrom konnte auch unter Head Coach Dabo Swinney (seit 2009 im Amt) nicht ganz abgelegt werden: Mal krankte die Offense, dann explodierte diese zeitgleich mit der Implosion der Defense. Vor zwei Jahren gewann Clemson zwar die ACC, aber völlig unnötige Pleiten trübten auch damals das Gesamtbild und verstärkten den Eindruck des Teams, das sein gigantisches Potenzial nie gänzlich auszunutzen weiß. Clemson hat Potenzial für die Top-3, beendet die Saison aber klassischer Weise zwischen #10 und #15. So war es schon immer. Wird es auch immer so sein?

Diese Saison stehen die Vorzeichen nicht schlecht: Der Schedule ist machbar. In der ACC dürfte man mit Florida State durchaus auf Augenhöhe sein, aber out of conference warten zwei heikle Spiele gegen Georgia (zuhause) und @South Carolina. Ein ungeschlagenes Durchkommen ist nicht ganz außer Frage, aber es würde doch… irgendwie überraschen. Als „Trostpreis“ ist aber zumindest der ACC-Gewinn realistisch.

Clemson dürfte in erster Linie dank seiner Offensiv-Power optisch ein Hochgenuss sein. Der schwarze QB Tajh Boyd hat eine erstaunliche Entwicklung genommen, und mittlerweile halte ich es nicht mehr für ausgeschlossen, dass Boyd nächsten April ganz weit vorn im Draft gezogen wird. Boyds Statur ist eher gedrückt (1,81m), aber ein wendiger Mann für Scrambles und die Pässe, Baby: Der Wurfstil ist nicht der konventionellste, aber diese Furchtlosigkeit vor Würfen in engste Deckung – das ist NFL-reif vom Selbstvertrauen und von der Präzision. Boyd ist mit seinem rücksichtslosen Spielstil (u.a. 155 Scrambles 2012) aber auch ein permanentes Verletzungsrisiko.

In WR Hopkins und RB Ellington gingen zwar zwei Leistungsträger in die NFL, aber dafür bleibt WR Sammy Watkins, mittlerweile Junior und nach einem enttäuschenden Jahr 2012 geläutert. „Enttäuschend“ liest sich für Watkins noch immer wie ein gutes Jahr für einen durchschnittlichen Receiver (57 Catches für 708yds, 14 Rushes für 97yds, 13 Returns für 257yds), aber Watkins ist kein Durchschnittsmann, war vor zwei Jahren als Freshman eine Offenbarung: Ein Rastaman, der unbekümmert zum Einstand alles in Grund und Boden spielte was sich ihm in den Weg stellte. Watkins soll nun in der Form seines Lebens sein. Tja, und dann sind da noch der RB Rod McDowell und WR Martavis Bryant (letztes Jahr 30yds/Catch!). Hehe, und OffCoord Chad Morris, der spätestens im Winter einen Headcoach-Posten angeboten bekommen wird.

In der Defense ist Brent Venables der Coordinator. Venables steht bei mir seit seiner Zeit bei Oklahoma in einem etwas zwielichtigen Ruf, weil er seine Secondary auch gegen 5WR-Sets häufig blank stehen lässt. Die Secondary ist in Clemson der schwächste Mannschaftspart, wogegen in der Front-Seven außer dem besten Passrusher DE Malliciah Goodman (7 Sacks) alle wichtigen Spieler zurückehren.

Der Schedule für Clemson ist nicht ungünstig: Florida State als schwerster ACC-Gegner muss nach Clemson kommen, und die beiden „anderen“ richtig schwierigen Gegner Georgia und @South Carolina sind wie gesagt out of conference. Clemson hat gute Chancen, die ACC zu gewinnen, aber BCS-Titelchancen gebe ich den Tigers keine.

Die Akademische Viertelstunde: Atlantic Coast Conference (ACC) im Sommer 2013

Die A.C.C. durchlebte in den vergangenen 15 Jahren einen schleichenden Niedergang und lebte lange Zeit nur noch von ihrem Ruf früherer Tage. In den letzten paar Jahren nicht mal mehr davon: Sie wird mittlerweile nur noch als mittelmäßig wahrgenommen, obwohl sich einige der bekanntesten Footballmannschaften des Landes (Florida State, Miami, Clemson, North Carolina) darin tummeln. Aber die letzten TV-Verhandlungen haben der Liga die Augen geöffnet: Sie fielen mit 150 Mio./Jahr um fast die Hälfte schlechter aus als jene in vergleichbaren Ligen wie der Big Ten.

Die Reaktion war die Hereinnahme von zwei Universitäten aus der Big East Conference: Pitt und Syracuse. Beide haben nicht den größten Sex-Appeal, aber sie sind wenigstens sehr gute Basketball-Unis, was in einer Conference, die sich rühmt, auch im Basketball gut sein zu wollen (immerhin sind Duke und North Carolina zwei der erfolgreichsten BB-Programme), nie von Nachteil ist.

Sportlich befürchten viele eine Verwässerung. Andere halten das Feld eh schon für so verwässert, dass da nix mehr schief gehen kann. Und im nächsten Jahr wird Maryland abspringen und dafür das attraktivere Louisville dazustoßen. Louisville wollte aber eigentlich immer mit aller Gewalt in die Big 12 Conference, musste sich dann aber mit dem „Trostpreis“ ACC zufrieden geben. Damit ist der Status der ACC auch am besten beschrieben.

Und seine Hand ins Feuer legen will noch niemand, ob Florida State, Miami und Clemson wirklich dauerhaft in dieser Conference bleiben wollen. Immerhin: Die nächsten zwei, drei Jahre wird es Stillhalten geben.

Sehen wir’s sportlich: Der korsakoff-Take

Dachterrasse: Florida State, Clemson
Zweiter Stock: Virginia Tech, UNC, Pitt
Erdgeschoss: Miami/FL, Georgia Tech, NC State, Syracuse, Duke
Kellerkinder: Boston College, Wake Forest, Virginia, Maryland

BCS-Titelkandidaten: keine.

Bei der ACC ist, wie wir mittlerweile wissen, der Name größer als die Qualität. Selbst die beiden Favoriten FSU und Clemson haben viele Fragezeichen, weil inmitten oder kurz vor einem Umbruch. Beide dürften 2013 chancenlos in Sachen BCS-Titel sein, denn dafür reicht wohl noch nicht einmal eine ungeschlagene Saison.

Es gibt ein extrem dünnes Verfolgerfeld, dafür aber sehr viele schwächelnde Teams in den unteren Ebenen, bei denen viele vor einer ungewissen Zukunft stehen. Virginia Tech und UNC sind immerhin wieder auf dem Weg nach oben, und bei den quasi toten Miami Hurricanes rührt sich zumindest irgendwas, aber im Prinzip ist 2013 die halbe Liga sportlich nicht ernst zu nehmen und wird nur 5-6 Siege zusammenkratzen, weil irgendjemand in der ACC ja die Spiele gewinnen muss. Ach, und: Miami und UNC könnten aufgrund diverser aufgedeckter Skandale noch eins auf die Fresse bekommen; der NCAA-Hammer ist da relativ unberechenbar.