Wo hebt sich Adrian Peterson vom Rest der Liga ab?

In weniger als 2% seiner Snaps.

Let me explain. Weiterlesen

Date am Donnerstag #10: Washington Redskins @ Minnesota Vikings

Vor der Saison hatten sich das die Spielplanmacher der NFL bestimmt so richtig schön ausgemalt: Washington als das Schwergewicht einer NFC East im Umbruch, mit einem aufregenden Robert Griffin, der zu neuen Höhen aufläuft gegen die Minnesota Vikings, die nach einem easy early schedule (nur ein letztjähriger Playoffteilnehmer) noch voll drin sind im Wild-Card-Rennen, vielleicht sogar noch im Kampf um die NFC North. Adrian Peterson, erneut auf der Jagd nach dem rushing record gegen RGIII, der wie AP ein Jahr zuvor spektakulärer denn je aus der Reha zurückkommt. Aber nun ist es einfach nur grauer Ligaalltag.

Die Minnesota Vikings (1-7) spielen nur noch um die goldenen Ananas. Aber die will Head Coach Lezlie Frazier anscheinend ganz dringend gewinnen: letzten Sonntag, dreieinhalb Minuten vor Schluß beim Stand von 23-20 an Dallas´ 36-Yard-Linie läßt er punten. Natürlich verlieren die Vikes und scouten jetzt schon was das Zeug hält. Vor allem den eigenen Quarterback. Chris Ponder, 1st-rd pick 2011, spielt so schlecht wie letztes Jahr, kam auf die Bank und hat den großen BUST-Stempel am Hals. Dann spielte mal Matt Cassel (der gar das einzige Spiel der Saison gewann) bevor man Josh Freeman von der Straße auflas und ihn ohne jede Vorbereitung sofort den Giants vorwarf, auf daß diese sich endlich mal ein wenig Selbstvertrauen holen.

Und dann war Freeman verletzt und dann dann kam Ponder wieder und jetzt ist Freeman wohl wieder fit und Ponder spielt trotzdem. Daß Ponder nicht der Mann für die Zukunft ist, wissen alle. Ob Freeman das vielleicht sein könnte, sollte man herausfinden, aber da ist wohl niemand dran interessiert in Minnesota. Komischerweise. Allein durch dieses QB-Geeier war die Saison bereits ziemlich früh im Eimer.

Dabei sah es so gut aus im Sommer: gleich drei 1st-rd picks zogen sich die Wikinger! Mit WR/KR Cordarrelle Patterson und DT Sahrrif Floyd sogar zwei Spieler, die bei den meisten pundits vom Talent her Top-10-Kaliber waren. Patterson fiel aufgrund von character concerns, Floyd war in den 20ern dann tatsächlich besser aufgehoben als in den Top-10, wie man jetzt sieht. Der dritte in diesem Bund, CB Xavier Rhodes, sah oftmals ein wenig vertrottelt aus, wenn ich ihn bisher gesehen habe (was aber durchaus üblich ist bei Rookie-CBs).

In Minnys Verteidigung halten zwei unauffällige Spieler den Laden zusammen. Die Linebackers Erin Henderson und Chad Greenway sind so erfahren und solide, wie man sich Männer in der Mitte nur wünschen kann. Durch ihre gute Arbeit in der Paßverteidigung spielen sie auch alle Downs und Minnesota kommt ohne dime personell aus (wofür sie im übrigen auch gar keine fähigen DBs hätten). Für den Zuschauer heißt es bei den Minnesota also: Hobbyscouting der Rookies (und hoffen auf ein, zwei spektakuläre Returns von Patterson) und die Klasse Adrian Petersons bewundern.

Für die Redskins geht es immerhin noch um irgendwas. Mit ihrer 3-5 Bilanz sind sie nur 1,5 Spiele hinter dem Divisionleader aus Dallas (5-4). Es hängt für einen Sieg alles an einer starken Leistung von RGKnee. Mittlerweile läuft er schon wieder besser, aber mit dem Passen hapert es wie eh und je. Letztes Jahr ist das nicht so sonderlich aufgefallen, weil seine WRs oft mutterseeelenallein irgendwo rumstanden. Mittlerweile fallen die Verteidiger nicht mehr auf jeden play fake rein und lassen lieber einen Lauf zu als einen tiefen Paß.

Allein durch das Laufspiel (zweitbester Wert ligaweit nach Yards/attempt) sollte Washington hier einen klaren Vorteil gegen Minny haben. Zumal die große Schwäche der Skins, das peinliche Defensive Backfield (zweitschlechtester Wert nach Y/A), eben nur Ponder gegen sich hat.

Interessanter Nebenaspekt an diesem match-up: Washingtons relative Schwäche rührt auch daher, daß sie so viele (hohe) picks für Girffin eingetauscht haben. Nun fehlen ein zweiter guter WRs, geschätzt sechs gute Defensive Backs und depth auf vielen Positionen. Minnesota hatte in den letzten Jahren diese vielen hohen Draftpicks und trotzdem müssen sie schon an die nächste Saison denken. Was lernen wir daraus? Es gibt verschiedene Strategien einen guten Kader zusammenzustellen. Aber egal, für welche man sich entscheidet: man sollte sich dabei nicht doof anstellen. Oder so.

Washington mit dem Glauben an die Divisionskrone läuft das hier nach Hause.

Herrmann

Der Krisengipfel in der Montagnacht: Minnesota Vikings – New York Giants Preview

Das Monday Night Game von Woche 7 als Krisengipfel: Minnesota Vikings (1-4) vs New York Giants (0-6), heute ab 02h30 live im Gamepass und bei SPORT1 US. Hatte man bei den Vikes die problematische Saison erwarten können, so sind die Giants eine Überraschung am Bodensatz. Die Kernproblematik bei „Big Blue“ kann man in einem Wort zusammenfassen: Turnovers. Die Giants-Offense beging in den ersten sechs Spielen rekordverdächtige 23 Ballverluste (Allzeitrekord halten die 49ers von 1978 mit 63 Turnovers in 16 Spielen acc. to Wikipedia), während die Defense nur sieben forcierte. Eine Ratio von -16 ist die mit Abstand schlechteste der Liga.

Tatsächlich offenbaren sich im Augentest etliche Ungereimtheiten in einem Angriff, der schlicht „out of sync“ aussieht. Das Laufspiel ist ineffizient, QB Eli Manning (6.9% INT-Quote) nicht gerade in der Form seines Lebens, und dann fallen die Bälle halt auch manchmal schlicht in die falschen Hände. Eine Kombi aus Schrotflinten-Präzision und Pech ergibt einfach eine solche Freak-Statistik. Da wir Regression zur Mitte kennen, wissen wir: Die Ratio wird sich fast zwangsläufig verbessern. Die Frage ist bloß: Um wie viel?

Letzte Woche in Chicago sah sogar das Laufspiel um den aus der Versenkung geholten RB-Bullen Jacobs recht annehmbar aus, aber Jacobs ist heute mit Leistenverletzung fraglich. Unter der Woche wurde RB Hillis eingekauft, und heute wird mit hoher Wahrscheinlichkeit auch auf Rookie Michael Cox (nicht der Michael Cox von Zonalmarking.com) zurückgegriffen.

Ein bissl Laufspielerfolg wäre vor allem deswegen wichtig, weil es die langen dritten Downs zum Teil verhindern könnte. Gut für New York: Die Lauf-Defense der Vikes ist nach Success-Rate die zweitschlechteste der Liga. Auch eine halbwegs saubere Pocket für Manning wäre wünschenswert, aber das könnte zur Quadratur des Kreises werden, wenn ein komplett außer Form befindlicher LT Beatty gegen DE #69 Jared Allen angesetzt wird. Positiv für die Giants: WR Cruz ist in guter Form, und die mittelmäßige Secondary der Vikes muss auf ihren besten Mann, S #22 Harrison Smith, verzichten.

Auf Vikes-Seite gibt es das Debüt von QB #12 Josh Freeman, der in Minnesota einen Neustart versucht; Freeman hat sich als erstes gleich mal eine neue Rückennummer ausgewählt, obwohl die ihm aus Tampa bekannte #5 frei gewesen wäre. Freeman löst die Combo Ponder/Cassel ab, die beide offiziell leichte Blessuren mitschleppen, aber inoffiziell wohl nur allzu gerne durch das Versuchskaninchen Freeman ausgetauscht werden.

Die Frage ist: Was hat Freeman drauf? Freeman ist nach vier Jahren Tampa Bay immer noch eine relative Unbekannte, weil er schlicht so unkonstant spielte. Seine große Stärke ist Improvisationsfähigkeit und ein monströser Wurfarm, aber Freeman unter Passrush-Belastung ist eine Katastrophe, und das übelste: Manchmal kollabiert er ganz einfach ohne Vorwarnung auch in sauberer Pocket.

Nun ist a) von den durch Verletzungen dezimierten Giants dieses Jahr erstaunlicherweise recht wenig Passrush zu erwarten (schlechteste Sack-Rate der Liga trotz großer Namen wie Pierre-Paul oder Tuck – beide arg verletzungs-gehadicapt) und b) hat Ponder adäquates Spielermaterial zur Verfügung: Rookie-WR #84 Patterson hatte immer wieder gute Momente, WR #15 Greg Jennings kann mit seiner Präzision durchaus eine Hilfe für Freeman sein, und in TE #82 Kyle Rudolph gibt es sogar den Tight End, der ihm in Tampa als Checkdown-Anspielstation komplett abgegangen war. Eigentlich ist Rudolph ja mehr als das: Er gilt als einer der besten jungen fangstarken Tight Ends. Das sollte für die Vikes reichen, um den bisher mittelmäßigen Pass-Angriff (6.1 NY/A) zu verbessern.

RB #28 Adrian Peterson hat dieses Jahr eine furchtbare Success-Rate von nur 35%, was nahe dem Liga-Bodensatz ist. Es ist nicht Peterson allein; die Line gibt oft schlicht zu wenig Raum. Peterson hatte einige lange TD-Läufe, sodass es trotzdem zu 4.7 Yards pro Laufversuch reicht, aber konstante Entlastung für einen konstant unkonstanten neuen Quarterback sieht anders aus. Und zu allem Überfluss ist die Lauf-Defense der Giants bei aller sonstigen Schlechtigkeit noch das beste an deren Saison (#10 nach SR%).

Kurzum: Ich sehe hier kein gutes Matchup für die Vikings. New York ist zu favorisieren.

Der Abendspiele-Vorschauer am sechsten NFL-Spieltag 2013/14

Ein Versuch, die Spielansetzungen etwas anders zu formatieren zum Beginn des heutigen Spieltags: Alle Spiele live im NFL-Gamepass, dazu habe ich die Übertragungen von SPORT1 US und PULS4 gekennzeichnet. Das (*) steht wie immer für den Multifeed-Kanal von SPORT1 US bei SKY:

19h    Baltimore Ravens - Green Bay Packers        SPORT1 US
19h    New York Jets - Pittsburgh Steelers         SPORT1 US (*)
19h    Buffalo Bills - Cincinnati Bengals
19h    Cleveland Browns - Detroit Lions
19h    Kansas City Chiefs - Oakland Raiders
19h    Minnesota Vikings - Carolina Panthers
19h    Tampa Bay Buccaneers - Philadelphia Eagles
19h    Houston Texans - St Louis Rams
22h05  Denver Broncos - Jacksonville Jaguars
22h05  Seattle Seahawks - Tennessee Titans
22h25  New England Patriots - New Orleans Saints   SPORT1 US | PULS4
22h25  San Francisco 49ers - Arizona Cardinals     SPORT1 US (*)
02h25  Dallas Cowboys - Washington Redskins        SPORT1 US

Das Free-Game des Gamepass ist heute übrigens MinnesotaCarolina.

Aus Zeitgründen gibt es heute früh erstmal nur die Preview zu den Abendspielen um 19h. Ich werde schauen, im Laufe des Vormittags noch die andere Spiele kurz vorzustellen und hoffe, dazu nicht erst am Nachmittag zu kommen. Also: Erstmal nur die 19h-Ansetzungen.

Baltimore Ravens – Green Bay Packers

Die Ravens (3-2) haben in den ersten fünf Wochen noch keine wirkliche Identität entwickeln können, was nicht unbedingt so negativ ist wie es klingt: Denn was ich unter „Identität“ im Sommer verstanden hätte, war eine völlig harmlose Offense mit gelegentlich eingestreuten Bomben. Dem ist nicht so, zumindest nicht immer. Es gab diese Spiele, in denen Baltimores Offense katastrophal aussah, aber dann wieder sahen QB Flacco und seine „Ballfänger“ wieder ganz okay aus, wie z.B. zuletzt gegen Miami. Mit etwas verbesserter Protection (LT Monroe) und zumindest halbwegs fitten Pass-Receivern dürfte die bisher nur gegen die kaum NFL-würdige Lions-Receiver brauchbare Packers-Secondary zumindest in Verlegenheit zu bringen sein.

Bei Green Bay ist auch noch längst nicht alles Gold, was glänzt. QB Rodgers muss aufgrund teilweise eklantanter Protection-Probleme zu oft den Ball wegwerfen, bevor überhaupt sowas wie Rhythmus reinkommen kann, und wenn DE Dumervil oder ein sich wieder in blendender Form befindlicher OLB Terrell Suggs von der Seite hereinrauschen, kann man sich nicht plötzlich viel mehr Zeit zum Werfen versprechen. Die Ravens-Defense ist nicht überragend und auch nicht so spektakulär wie aus den letzten Jahren gewohnt, aber sie macht ihren Job gerade gut genug, um die meisten Spiele (außer Denver) knapp zu halten.

New York Jets – Pittsburgh Steelers

Ist es nur die Aura des großen Namens, oder warum traue ich den Steelers trotz 0-4 Start zu, noch nicht komplett abgeschrieben zu sein? Vielleicht ist es die Bye-Week, die Pittsburgh zurück in die Spur bringt. Es ist ja auch nicht so, dass die Steelers leistungsmäßig unter aller Sau wären; lass ein paar wenige Plays anders gehen und sie könnten auch einen oder zwei Siege eingefahren haben.

Die Hoffnung gegen die Jets ist rookie-QB Geno Smith, der in der Lage ist, eine dezimierte Falcons-Defense zu zerlegen, aber gegen die besseren Defenses bisher arge Probleme hatte (Patriots, Titans). Pittsburgh hat zwar keine dominante Abwehr mehr, aber eine gute: Kann diese Geno ausreichend verwirren?

Auf der anderen Seite wird der Rookie-DT Sheldon Richardson von den Jets extrem gelobt als vermeintlich bester Rookie des bisherigen Jahres. Ein genialer Richardson als Nebenmann eines genialen DT Wilkerson klingt nach einem heftigen Matchup für die verletzungsgeschwächte Offense Line Pittsburghs. Was wird OffCoord-Schlampian Todd Haley dagegen für Plays ansagen?

Buffalo Bills – Cincinnati Bengals

Die Cincinnati Bengals (3-2) geben mir Stand heute Rätsel auf, obwohl jedermann sich um Stärken und Schwächen dieser Mannschaft perfekt bewusst ist. Es sind nur Kleinigkeiten, die sich von Spiel zu Spiel verändern, aber diese Kleinigkeiten machen bei den Bengals den Unterschied aus zwischen knapper Pleite und knappem Sieg. Knapp ist das Stichwort: Fast jedes Spiel bleibt bis zum Ende innerhalb eines Scores Differenz, und dann wird entweder das „W“ (für Win) herausgewürgt, oder das „L“ für Loss angeschrieben. Unterschied sind 2-3 Plays. Das Merkwürdige ist bloß, dass es gegen alle verschiedenen Kaliber von Mannschaften passiert. Die Bengals scheinen sich der Qualität des Gegners anzupassen um ja nicht höher zu springen als sie müssen, nur um am Ende verblüfft festzustellen, dass man ja diesmal in Rückstand liegt. Nach dieser Logik müsste in Buffalo eigentlich eine Pleite folgen. Eigentlich. Denn ich traue der Schwäche der Bengals nur allzu ungern…

Cleveland Browns – Detroit Lions

Cleveland vs Detroit weckt bei mir Erinnerungen an einen der tollsten Footballmomente, die ich bisher erlebt habe: November 2009, Lions noch nicht ein ganzes Jahr von ihrer berühmten 0-16 Saison entfernt, mit neuem Mannschaftskern und Coaching-Staff, mit einem wilden Rookie-QB Matt Stafford, mit einer 1-7 (oder so Bilanz) zuhause gegen die Browns, die hoffnungslos am Bodensatz düpeln. Bei den Lions regten sich zwar erste Lebenszeichen in Form *eben* der ganzen Erneuerung, aber insgesamt glaube ich war die Lions-Truppe von 2009 noch schlechter als ihre sieglose Vorjahresversion.

Tja, Detroit-Cleveland entwickelte sich zum ersten großen Höhepunkt der Schwartz-Ära, als zwei völlig losgelöste QB-Gunslinger Stafford und Brady Quinn (!) loslegten und zusammen weit über 70 Punkte aufs Tablett legten. Der definierende Moment kam in der allerletzten Spielsekunde, Lions mit 6 in Rückstand: QB Stafford, tiefe Bombe in die EndZone – Interception. Stafford wird abgeschossen und nicht mehr in der Lage, ohne fremde Hilfe aufzustehen. Browns jubeln, aber mitten rein fliegt die gelbe Flagge für defensive pass interference. Zweite „letzte Chance“ von der 1, Backup Culpepper trabt aufs Spielfeld, aber Browns-Coach Mangini mit einem Timeout. Das reicht aus, dass ein schwer angeschlagener QB-Grünschnabel Stafford wieder eingewechselt werden darf. Stafford hält sich die Schulter, nimmt den Snap, feuert in die EndZone, gefangen Touchdown, Lions-Sieg und Stafford krümmt sich vor lauter Schmerzen.

Vier Jahre später gibt es das Duell erneut. Die Lions sind mittlerweile eines dieser frustrierenden Teams, das in lichten Momenten unendliches Potenzial selbst gegen die besten Teams der NFL zeigt, aber in anderen gegen „Gurkentruppen“ wie Arizona abschmiert. Cleveland steht nach dem x-ten Regimewechsel wenige Wochen vor einem erneuten Umbruch, aber die Browns haben – ich erzähle es gern immer wieder – schon viele Bausteine beisammen. Die Browns 2013 sind Lichtjahre besser aufgestellt als es die Lions 2009 waren.

Cleveland muss heute mit dem zwischendurch schon quasi enteierten QB Brandon Weeden antreten, der zwar durchaus Anlagen für tiefes Spiel hat, aber keine Konstanz in sein Spiel bringt und sich nur allzu gerne im Backfield begrabschen lässt (besser: Sacks kassiert). Gegen Detroits unvergleichliche Defensive-Front um den unglaublich aufspielenden DT Ndamukong Suh wird Weeden Schwierigkeiten haben, vertikale Offense aufzuziehen. Obwohl: WR Gordon und TE Cameron sind durchaus Waffen, gegen die Detroit nicht optimales Personal zum Abdecken stellen kann.

Bei den Lions hängt im Angriff – letzte Woche zeigte es wieder – fast alles an der Präsenz des WRs Calvin Johnson. Ich kenne keine Offense, die so stark um einen „Nicht-Quarterback“ konzipiert ist wie Detroit um Megatron. Johnson muss nicht mal superb drauf sein; er muss bloß präsent sein. Heute ist noch nicht 100%ig gesichert, ob Johnson auflaufen kann.

Obwohl die Lions ein Teams sind, das nur allzu gerne solche Partien gegen Mittelklasse-Teams verschenkt, erwarte ich heute einen Auswärtssieg von Detroit.

Houston Texans – St Louis Rams

Die Texans sind optisch dasselbe Team, das man erwarten durfte, aber es gibt dieses Jahr massive Probleme, weil a) QB Schaub einen Alptraum an zum TD returnierten INTs erlebt (zuletzt vier (!) en suite) und b) die Protection-Probleme krasser zu sein scheinen als angenommen. Es gibt Reports, dass die zu einfach designte Texans-Offense mittlerweile durchschaut ist. Durchschaut, okay: Aber gegen die bisher grottenschlechten Rams sollte Houston trotzdem dringend gewinnen um im Rennen in der AFC South zu bleiben.

Kansas City Chiefs – Oakland Raiders

Eine der klassischen NFL-Rivalries dürfte heute Abend zum Matchup zwischen QB Terrelle Pryor gegen die Chiefs-Passdefense werden. Ersterer spielt trotz Gehirnerschütterung und Unerfahrenheit eine bisher erstaunlich gute Saison, aber letztere ist die vielleicht beste Unit auf ihrem Terrain dieses Jahr. Zusammen ergibt das bei beiden Mannschaften Eindrücke, dass sie besser sind als man es im Sommer erwartet hatte.

Ich traue der Raiders-Defense durchaus zu, einige Akzente gegen QB Smith und Konsorten zu setzen, aber ich sehe keine Chance, dass a) Oaklands Offense Line gegen Poe, Hali und Houston halten wird und b) Pryor genügend Plays gegen die Herren Flowers oder Berry machen kann, um die Chiefs in deren Stadion zu besiegen.

Minnesota Vikings – Carolina Panthers

Eine traurige, nein: Extrem traurige, Geschichte überschattet das Vorfeld dieses Spiels. Betroffen ist der Vikes-RB Adrian Peterson, dessen 2jähriger Sohn am Freitag wohl von einem flüchtigen Bekannten zu Tode geschlagen wurde. Mike Tanier hat dazu bereits genau die richtigen Worte gefunden, also keine Notwendigkeit, auf diesem Blog weiter darüber zu schreiben:

It is usually impossible for us to relate to Adrian Peterson. We cannot imagine what it is like to be that fast and powerful, to be so transcendently good at our jobs, to be wealthy, famous, and respected. But we can relate to the news he received on Thursday, because we know how it feels when the time comes to throw down the paperwork and sprint for the parking lot, life’s priorities absolutely redefined.

Quelle: The Everyday Tragedy.

Von der sportlichen Seite her gilt es als wahrscheinlich, dass heute noch nicht der eingekaufte QB Josh Freeman für die Vikings auflaufen wird, sondern Matt Cassel, dessen Einsätze bisher recht ordentlich waren.

Bei den Panthers ist zu schauen, ob sich nicht doch in der Offense um QB Cam Newton ein Fünkchen rührt: Die Pass-Offense ist bisher extrem enttäuschend, und Newton ist daran nicht ganz unschuldig, wenn auch sein Support-Cast eher mau ist. Grundvoraussetzung für Erfolg heute ist, dass die Line gegen DE Jared Allen und Co. hält.

Tampa Bay Buccaneers – Philadelphia Eagles

Ich halte das Spiel für durchaus eines mit potenziell gutem Erkenntnisgewinn, weil:

  • Philadelphias etwas gestutzte Wunder-Offense hier auf eine richtige Elite-Defense trifft. Tampa Bay hat eine hervorragende Front-Seven und in CB Darrelle Revis einen Manndecker von Weltformat, der locker DE DeSean Jackson aus dem Spiel nehmen kann.
  • Tampa Bays Rookie-QB Glennon hier eine Secondary antrifft, die das Gegenteil von Elite ist. Glennon ist nicht der Typ Quarterback, dem ich Erfolg in der NFL zutraue, und schon gar nicht schnellen Erfolg, aber wenn er eine Chance haben möchte, dann ist heute eine gute Gelegenheit, es zu zeigen: Phillys Konsorten dort hinten sind Jungs wie Cary Williams – unzuverlässig und anfällig gegen Strafen.

Philadelphia scheint in meinem Power-Ranking trotz 2-3 Record weit vorne in den Rankings auf. Der Augentest bei den Eagles sah bisher eine strauchelnde Offense und eine völlig offene Pass-Defense. Zugegeben passierte es gegen einen heftigen Schedule, und die Eagles hatten zumindest zwei dumme Pleiten. Ich bin gespannt.

Minnesota Vikings in der Sezierstunde

Stat Line 2012

Record        10-6    WC
Enge Spiele    5-1 
Pythagorean    8.8   (13)
Power Ranking   .464 (23)
Pass-Offense   5.3   (30)
Pass-Defense   6.0   (10)
Turnover        -1

Management

Salary Cap.
Free Agents.

Letztes Jahr zeigte ich in der Sezierstunde der Minnesota Vikings mit einem Finger auf das extreme Pech in engen Spielen, das die schwache Saisonbilanz der Vikes mitzuverantworten hatte. Dieses Jahr muss ich den umgekehrten Weg gehen. Minnesota beendete das Jahr mit 10-6 Siegen und einer überraschenden Qualifikation für die Wildcard Playoffs, aber man sollte bei aller Leistungssteigerung nicht dran vorbeischauen, dass diese auch durch eine 5-1 Bilanz in engen Spielen zustande gekommen war.

Überhaupt ist es uncharakteristisch für die NFL dieser Jahre, dass sich eine Mannschaft vom Schlage der Vikings für die Post Season eignet: Passspiel ist mit 5.3 NY/A so gut wie nicht vorhanden, dafür wird in 48.5% der Spielzüge gelaufen und in der Defense aufs Austeilen von blauen Flecken gehofft.

Ging diesmal gut. Soll – glauben wir den Worten von Head Coach Les Frazier – auch in Zukunft auf der Tagesordnung stehen. Man darf da getrost skeptisch sein.

Die Ponder-Frage

Die Vikings haben ein Quarterback-Problem an der Backe. Chris Ponder, der #12-Draftpick von 2011, stagnierte nun zwei Jahre auf größtenteils niedrigem Niveau und gilt als Spielgestalter, dem man enge Leine beim Lesen von Abwehrformationen anlegen muss. Ponder ist auch nicht der große Wurfästhetiker, der ein Stadion mit zwei fantastischen Touchdowns in Ekstase zu versetzen imstande ist, und so wirken Vikings-Spiele oft einschläfernd.

Die anhaltenden und schon vom College in Florida State bekannten Schulterprobleme sind in Kombination zu besagt ineffizienten Stats ein Grund, weswegen Ponder in diesem Herbst seine dritte und letzte Chance bekommt. Viele gehen auch nach der „Absicherung“ durch Matt Cassel aus Kansas City davon aus, dass Minnesota sich ein „Prospect“ in den späteren Draft-Runden holen wird.

Die Offense

Die auch im Zuge des Rookie-LT Matt Kalil deutlich verbesserte Offensive Line war wichtiger Bestandteil einer insgesamt sehr physischen Offense. Man sagt vor allem Kalil, C Sullivan und RT Loadholt exzellentes Blocking fürs Laufspiel nach und ist auch in der Tiefe gut genug besetzt, dass ein verletzungsbedingter Ausfall nicht gleich die Katastrophe heraufbeschwört.

Der Mann, der die Offense zuletzt trug und auch in Zukunft tragen soll, ist RB Adrian Peterson, dessen Geschichte vom Verletztenstand zum NFL-MVP dutzendfach dokumentiert wurde. Peterson erlief in der abgelaufenen Saison 2097yds in der Regular Season und scheiterte knapp am ewigen NFL-Rekord. Das Laufspiel der Vikings muss allerdings ineffizient genug eingesetzt worden sein, denn in den Effizienz-Stats scheint Peterson nicht als Top-Back der vergangenen Saison auf. Peterson ist kein Back, der dir konstant Yards liefern wird, sondern vielmehr einer der Marke boom or bust: Häufig für wenig Raumgewinn zu Boden gebracht, aber dann immer wieder mit einem 70yds-Lauf.

Wichtig für die Vikings wird sein, in Zukunft die Last von Petersons Schultern zu nehmen. Mit Percy Harvin wurde der wichtigste Offensiv-Allrounder nach Seattle getradet. Dafür kam mit dem präzisen Routenläufer WR Greg Jennings ein Mann aus Green Bay, der Ponder mit seiner Akribik durchaus helfen sollte. Der Receiving-Corp liest sich mit Jennings, Michael Jenkins, Jarius Wright und TE Rudolph aber immer noch etwas dünn und ich würde zumindest einen kleinen Finger ins Feuer legen, dass da im Draft noch nachgebessert wird (MIN hält aktuell zwei Erstrundenpicks).

Die Defense

Der erstaunlichere Mannschafsteil in der abgelaufenen Saison war die stark verbesserte Defense, die zwar mit 1.5% INT-Quote immer noch sagenhaft wenige Turnovers produzierte, dafür aber mit vielen harten Hits (immerhin einige Fumbles produziert) und diszipliniertem Spiel glänzte.

Die Defensive Line ist um die Ankerpunkte DE Jared Allen, DE Brian Robinson und DT Kevin Williams immer noch gesetzt. Kopfzerbrechen bereiten die Linebacker, wo abseits von OLB Chad Greenway wenig NFL-taugliches Material bereit steht. Der verletzungsanfällige Erin Henderson und der neu eingekaufte LB Brinkely aus Arizona dürften wenigstens für halbwegs gute Breite im Kader sorgen.

Im Defensive Backfield machte man mit dem Rauswurf des grundsoliden CB Antoine Winfield eine bizarre Baustelle auf. Winfield ist ein Faszinosum in der heutigen NFL: Ein zirka 1,22m großer Mann mit Armen aus Glas, der aber jeden Running Back im ersten Versuch zu Boden stößt und als Deckungsspieler immerhin gut genug war um jahrelang in Pro Bowl Nähe zu spielen. Man hätte Winfield zum zweiten Safety neben den jungen Harrison Smith stellen können und hätte ein gutes Safety-Duo gehabt.

So hat man erstmal gar nix mehr, außer einen offenen Safety-Platz und Cornerbacks, die nach Draften von Rookies in den hohen Runden schreien.

Ausblick

Die Vikes haben seit Jahren das Gerüst: Offense Line, Running Back, Defense Line. Ansonsten gibt es viele Fragezeichen: Wird aus Chris Ponder doch noch ein würdiger Quarterback, jetzt wo er mit Jennings einen willensstarken Receiver bekommt? Löst sich das Problem Defensive Backfield von allein? Wird Peterson noch mal so ein Jahr spielen können?

Es sind IMHO zu viele Fragezeichen, als dass man Minnesota erneut in den Playoffs erwarten kann. Vieles wird von der Entwicklung Ponders abhängen, aber wenn du deinen QB in zwei Jahren nicht ein einziges Mal ein paar schwere „Reads“ machen lässt, ist meine Hoffnung begrenzt. Immerhin hat das Front-Office den möglichen Troublemaker Harvin für guten Gegenwert verschifft und immerhin gibt es in der NFC North genügend andere Teams mit Fragezeichen, sodass ein kompletter Einbruch der Vikings auch nicht realistisch erscheint.

Tipp: 2013/14 bringt erst mal graues Mittelmaß.

Statt Pro Bowl – Das All-Pro Team 2012

In guter alter Tradition wird die Spaßveranstaltung heute abend hier geflissentlich ignoriert. Stattdessen kommt nach den Awards von Seminole und korsakoff heute mein All-Pro-Team mit den Spielern, die mir in der Saison 2012/13 am besten gefallen haben. (Das All-Pro Team 2011/12 gibts hier.)

Offense

QB – Tom Brady (Patriots): Brady hat 2012 noch einmal deutlich gemacht, warum man manchmal davon spricht, daß ein Quarterback seine Offense „orchestriert“. Der Golden Boy hat den Term „no-huddle Offense“ auf ein neues Niveau gehoben. Auch die vielen Verletzungen von Spielern wie Gronkowski, Hernandez, Edelman oder Woodhead konnten Brady nicht einbremsen.

RB – Adrian Peterson (Vikings): Es macht einfach Spaß, Purple Jesus laufen zu sehen. Am Ende hat er den Rekord zwar nicht gekriegt, aber mit seiner großen Saison nach einem Kreuzbandriß dafür gesorgt, daß RBs wieder Kandidaten für die MVP-Trophäe werden können.

LT – Trent Williams (Redskins): Williams war mal 4th overall pick. Und das ist erst drei Jahre her. Trotzdem ist er kaum bekannt. In seinen ersten beiden NFL-Jahren hatte er unter Verletzungen und Sperren zu leiden. Aber dieses Jahr konnte auch der gemeine Fernsehzuschauer sehen, was der Shanaclan in ihm gesehen hat, als sie ihn anno 2010 zu ihrem ersten Draftpick in Washington gemacht haben. Die Königsdisziplin für Offensive Tackles ist immer noch das pass blocking, aber wie Williams im Laufspiel mit so großer Sicherheit den richtigen Gegner zum blocken gefunden hat, schnell mit seinen Füßen da war und sein Opfer mal eben umgestellt hat wie ein paar Legosteine, läßt pass blocking-Maschinen wie Jake Long vergessen.

LG – Mike Iupati (49ers): Iupati bildet mit seinem Nebenmann Joe Staley die beste linke Seite der Liga. Einen derart athletischen Spieler mit seinen körperlichen Ausmaßen (1,97m, 150kg) findet man sonst nur in Baltimores Haloti Ngata.

C – N.N. Den Center in meinem Team muß ich weglassen, weil mir niemand besonders aufgefallen ist. Die meisten pundits sagen, daß Minnesota John Sullivan am stärksten war. Aber wer kann das bei einem Center schon ernsthaft vom Fernseher aus entscheiden? (Warum wird das All-Pro Team eigentlich nicht von den Coaches gewählt, sondern nur von Journalisten, deren Argumention zwischen „TebowOMFG“ und „AsomughaÍstDerBesteCornerbackDerWeltDasSchreibtSchließlichJederVonJedemAb“ oszilliert?)

RG – Alex Boone (49es): Ich hab keine Ahnung, wo dieser Boone plötzlich hergekommen ist. Aber er spielt, als hätte er nie etwas anderes getan als in einer sehr komplexen Laufoffense erfahrene Profis vom Kaliber eines Vince Wilfork oder 400kg-Typen wie B.J. Raji aus dem Weg zu räumen.

RT – Sebastian Vollmer (Patriots): Vollmer ist hier nicht, weil er Deutscher ist, sondern weil er tatsächlich der beste Right Tackle der Saison 2012. Er ist auch einer der wenigen Offensive Tackles, die sowohl im pass- als auch im run blocking überragend sind. Vollmer ist in diesem Sommer Free Agent und wird sich ein Konto suchen müssen, daß auch achtstellige Beträge zuläßt.

TE – Rob Gronkowski (Patriots): Über Gronkowski muß man nicht viel sagen. Er hat Tight End zur neuen „in“-Position gemacht. Nur werden die anderen Mannschaften merken, daß 2,00m-Typen, die blocken können wie ein Offensive Lineman und Pässe fangen können wie ein WR, nicht mal eben im Supermarkt zu kaufen sind.

WR – Calvin Johnson (Lions): No brainer. Mit Abstand das Beste, was man in Sachen Receiving im Football bewundern darf.

WR – Vincent Jackson (Buccaneers): Jackson hat in seiner ersten Saison in Tampa gezeigt, daß er einer der wenigen WRs, die mit jedem QB gut aussehen.

WR – Reggie Wayne (Colts): Reggie Wayne ist das Beste, was Andrew Luck jemals passieren konnte. Beeindrucken an Waynes Leistung 2012 war vor allem, daß er mit Mitte 30 nochmal eine ganz neue Rolle gelernt hat. Unter Peyton Manning war er immer an der Seitenlinie angekettet, nun wurde er von OC Bruce Arians über das gesamte Feld geschickt und sah rechts, links, im Slot und auch überall anders aus wie neugeboren.

Defense

DE – Cameron Wake (Dolphins): Wake ist ein wenig untergangen, weil Miami keine großen Spiele hatte und auch keine Storylines produzierte. Aber Cameron Wake, der 2009 aus der CFL kam, muß sich spätestens nach dieser Saison vor keinem anderen Defensive End mehr verstecken.

DT – J.J. Watt (Texans): Spätestens wenn Watt, wie zu erwarten steht, nicht MVP der Saison 2012 wird, ist dieser MVP-Titel absolut wertlos. Watt hat eine dermaßen einzigartige Saison in einer unglaublichen Konstanz gespielt, daß er nicht nur DPOY und MVP werden sollte, sondern Sportler des Jahres. Weltweit. Ich habe noch nie einen Verteidiger in der NFL so dominieren sehen wie Watt 2012.

DT – Geno Atkins (Bengals): In den meisten anderen Spielzeiten wäre Atkins klarer Favorit auf den Title DPOY. Dieses Jahr reicht es nur für einen Platz im All-Pro Team. Atkins sieht aus wie ein typischer Defensive Tackle, hat aber eine quickness in den Füßen (und im Kopf), die sonst eher Slot Receivers an den Tag legen.

DE – Calais Campbell (Cardinals): Arizonas Campbell wird manchmal als J.J. Watt für Arme bezeichnet. Das ist Quatsch. Richtiger wär es zu sagen, Watt ist unbezahlbar und Campbell der Watt für die Warren Buffets. Oder so ähnlich. Was Campbell in dieser Saison mit seinen Mitleid verdienenden Gegenspielern gemacht hat, erinnerte an Puppentheater, wobei er die Fäden zog. Der Anker der Cardinals-Linie ist der Spieler, der mit seiner Kombination aus purer Kraft, tänzermäßigen Füßen und perfekter Technik am ehesten an Watt heranreicht.

OLB – Von Miller (Broncos): Miller wäre wie auch Campbell und Atkins locker DPOY geworden, wenn nicht Watt seine Saison von einem anderen Stern gespielt hätte (und natürlich Atkins und Campbell selber nicht so überragend gewesen wären). Was Miller neben der spielerischen Stärke an sich auszeichnet, ist seine Vielseitigkeit. Er gibt einen erstklassigen 43-OLB in Denvers Base-D und er gibt einen ebenso erstklassigen Pass Rusher als DE in Nickel- und Dime-Formationen.

MLB – Daryl Washington (Cardinals): Während anderswo noch darüber diskutiert wird, ob Bowman oder Willis der beste Linebacker der NFL ist, hat Arizonas 34-ILB Daryl Washington gespielt, als würde er vor jedem Spiel zwei Kilo Koks ziehen und meistens trotzdem kühlen Kopf bewahren. Falls das möglich ist. Zeitweise sieht er mit seiner Explosivität und seiner Aggressivität aus wie Ray Lewis zu seinen besten Zeiten. Manchmal sieht er auch einfach aus wie ein Irrer und rennt mit 200km/h in das falsche Loch. Aber wenn er wie in 95% aller Plays den richtigen Riecher hat, dann: Hals- und Beinbruch!

LB – NaVorro Bowman/Patrick Willis (49ers): Sie sind beide überragend. Ich könnte mich nicht für einen entscheiden, wenn ich es müßte. Was Bowman und Willis vor allem auszeichnet, sind ihre Fähigkeiten in pass coverage. Sie sind zwei der wenigen Verteidiger, die es auch mit den „neuen“ Tight Ends aufnehmen können.

CB – Antonio Cromartie (Jets): Der großmäulige Störenfried Antonio Cromartie stand fürchterlich unter Druck nachdem Darelle Revis auf IR gewandert ist. Zur großen Überraschung hat er dann aber tatsächlich gespielt wie ein waschechter franchise corner. Er ist auch ein Grund dafür, daß Trottelgesicht Owner Woody Johnson gerne Revis traden würde.

CB – Richard Sherman (Seahawks): Aus dem Nichts kam letztes Jahr der 5th-rd pick auf die Bühne und hat die etablierten WRs respektlos gegängelt.Der größte Trash Talker, den Stanford je hervorgebracht hat, ist mit seinem großen massigen Körper und seinem extrem physischen Stil ein Unikat in der NFL. Seit dieser Saison kann er es mit Jedem aufnehmen und auch sein selbst gewählter Spitzname Optimus Prime paßt wie die Faust aufs Auge, nachdem er Megatron bei drei Catches halten konnte.

S – Earl Thomas (Seahawks): Während Sherman und sein Gegenüber Brandon Browner immer eng am Mann sind und Verfolgungsarbeiten übernehmen, zieht Thomas in der Tiefe des Feldes seine Kreise und schlägt blitzschnell und instinktsicher zu, wenn mal ein Ball tief geworfen wird. Ein echter Seeadler eben. Wenn Thomas sich so weiter entwickelt, könnte er der legitime Erbe der aktuellen großen Safety-Generation sein. Er sollte sich dann aber bitte weniger häufig verletzen als Ed Reed, Troy Polamalu und Bob Sanders.

S – Ryan Clark (Steelers): Während Troy Polamalu mal wieder ständig verletzt war, hat sein Nebenmann Clark die Führung der secondary übernommen. Der unscheinbare Safety macht Sonntag für Sonntag das, was ein Safety eben so machen sollte: für Sicherheit sorgen. Die Pass-D Pittsburgh war nach NY/A die Nr. 2 im Land und ein großer Grund dafür war Clark.

Es sind sicherlich einige Spieler rausgefallen, einfach weil ich sie nicht oft genug gesehen hab. Es kann durchaus sein, daß beispielsweise Clevelands CB Joe Haden, Buffalos Safety Jairus Byrd oder irgendwer von Kansas City auch herausragend gespielt hat. Das hab ich aber leider nicht oft genug gesehen, weil – wer guckt schon Spiele von Cleveland, Kansas City oder Buffalo?

Wildcard Weekend 2013 am Samstag: Green Bay Packers – Minnesota Vikings Preview

HOU-CIN

Preview.

Das Wildcard-Nachtspiel (02h LIVE bei ESPN America und SPORT1+) ist wie Houston-Cincinnati eine „Neuauflage“, allerdings nicht von letzter Woche: Die Green Bay Packers (11-5) und Minnesota Vikings (10-6) treffen als Divisionskonkurrenten in der NFC North alljährlich zweimal aufeinander, zuletzt am letzten Sonntag, einem Playoff Play-in für die Vikings, das sie dann auch prompt gewannen.

Es war eines der besten, dramatischsten Spiele der Regular Season 2012/13 mit einer beherzten Vorstellung vom Underdog Minnesota, und er macht vielen Hoffnung, dass es auch heute Nacht im Lambeau Field (soll kalt werden, aber kein Schneegestöber in Sicht) eng zugehen könnte. Weiterlesen

NFL 2012, Week 17 um 22h30: Minnesota Vikings – Green Bay Packers

NFC Playoff-Picture

#1 Atlanta        (13-3)
#2 San Francisco  (11-4-1)
#3 Green Bay      (11-5)
#4 WAS/DAL
#5 Seattle        (11-5)
#6 Minnesota      (10-6)

NFC Wildcard-Playoffs

#3 GB  - #6 MIN
#4 W/D - #5 SEA

[02h03] WAS/DAL waren letztes Jahr beide nicht in den Playoffs. Im Vergleich zu 2011/12 haben wir heuer nur vier „neue“ Playoffteams: Seattle, Minnesota, Indianapolis und WAS oder DAL. Für gewöhnlich war da mit fünf zu rechnen.

[01h59] Zum Phänomen „regression zur Mitte“: Vikings 2011 mit 2-9 Bilanz in engen Spielen. Vikings 2012 mit 5-1 Bilanz. Sehr beständig, die engen Spiele, ich weiß.

[01h45] Endstand Minnesota Vikings 37, Green Bay Packers 34.

Die Vikes sind in den Playoffs. Ein beeindruckender letzter Drive mit zwei Pässen, die ich QB Ponder nicht zugetraut hätte. In den letzten Sekunden trägt RB Peterson die Vikes in Field Goal-Reichweite, aber es fehlen 9 Yards zum ewigen Rekord. Die Vikes nehmen kein Timeout, um den Rekord brechen zu können, sondern kicken mit auslaufender Uhr das Field Goal. K Blair Walsh schießt das Playoffticket, das uns nächste Woche ein Rematch im Lambeau Field beschert.

Ja, war ein Superspiel, eines meiner Top-3 dieser Saison, keine Frage. Große Leistung der Vikings, die aber in der zweiten Halbzeit kein Land mehr gegen Green Bay sahen und ohne a) den Fumble und b) Tramon Williams diese Partie nicht gewinnen und nicht in die Playoffs einziehen. Ändert nix dran, dass es die beste Saisonleistung der Vikes (vor allem auch QB Ponder) war von den Spielen, die ich gesehen habe.

[01h33] Schwierig für die Vikings: Sie können per Field Goal das Spiel gewinnen, müssen aber aufpassen, den Packers im Zweifelsfall nicht zu viel Zeit zu lassen (bsp. durch three’n’out).

[01h28] MIN 34, MIN 34/Q4 2:52. Mutiges 4th down der Packers, dann folgt besagter fragwürdiger Call, und nach ein paar rattenscharfen Rodgers-Pässen fängt WR #87 Nelson einen kaum zu verteidigenden 2yds-Pass zum Ausgleich. Dramatisches Spiel.

[01h23] Sehr, sehr sehr zweifelhafte nicht gegebene Intentional Grounding, als Rodgers ins Niemandsland wirft und der einzige, 10m daneben stehende Receiver in eine andere Richtung guckt.

[01h21] Im etwas Schwung reinzubringen: Kansas City hält nach dem 3-38 in Denver den Top-Pick 2013, und darf nun entscheiden, ob ihnen QB Geno Smith nach gestern den Pick wert ist.

[01h16] MIN 34, GB 27/Q4. Langer Ball für WR #17 Wright, und nach vielen sinnlosen Vikes-Strafen begeht CB #38 Tramon Williams von den Packers eine hirntote, als er im sicher gestoppten 3rd down einem Vike ins Gesichtsgitter greift. Zweite Chance, dritte Chance… und QB Ponder feuert einen gefährlichen Ball in die EndZone, den WR #84 Michael Jenkins gerade so vor einem DB fängt. TD.

[01h11] In der Vikes-Radiospur läuft nun grad wieder Paul Allen („THIS IS THE SUPERBOWL“) zur Hochform auf.

[01h07] SF wird zuhause gegen ARI gewinnen (2:50 to go, 27-6 Führung), ergo braucht GB hier definitiv einen Sieg zum #2-Seed und Freilos in Runde eins.

[01h04] MIN 27, GB 27/Q4. 12min vor Schluss gleicht K Crosby aus 41yds aus.

[00h56] Ende Q3. Die eigentlich disziplinierten Vikings begehen grad eine Serie an kleinen, schmerzhaften Strafen, die sich zu summerieren beginnen. Punt.

[00h47] MIN 27, GB 24/Q3. Aufregende Szenen: WR #87 Nelson wird mit einem wunderschönen Pass tief geschickt, aber an der MIN 9 getackelt. Dann läuft WR James durch, aber Jones (im ersten Moment!) scheint zu fumbeln. Referee Mike Carey gibt Fumble und Touchback. HC McCarthy macht den Schwartz und der daneben stehende Jordy Nelson steckt entsetzt die brach liegende rote Flagge in den Sack.

Im Gegenteil zu Schwartz wird Green Bay „nur“ mit 15yds bestraft, aber der Call wird zum TD gewandelt.

Tja, Schwartz. Solche Sachen passieren selbst SUPERBOWL-Coaches. McCarthy hatte aber reinstes Glück, weil angeblich der Video-Ref zu schnell den Review ausgelöst hatte als dass McCarthy hätte Schwartz-like bestraft werden können. McCarthy kommt mit seinem Fehler durch; Schwartz war es nicht. Und morgen wird wieder über „Schwartz Rule“ gefaselt.

[00h40] MIN 27, GB 17/Q3. Sehr intelligentes Spielzugdesign der Vikings, die im zweiten Down auf Aikmans Ratschläge pfeifen und nicht mehr Peterson gegen fuffzich Mann über die Mitte schicken, sondern QB Ponder per Bootleg auf einen weit offenen RB Peterson werfen lassen. 2yds-TD, enorm wichtiger Vikes-TD, in dieser Phase, nach dem Turnover.

AFC Playoff-Picture

#1 Denver       (13-3)
#2 New England  (12-4)
#3 Houston      (12-4)
#4 Baltimore    (10-6)
#5 Indianapolis (11-5)
#6 Cincinnati   (10-6)

AFC Wildcard-Playoffs

#3 HOU - #6 CIN
#4 BAL - #5 IND

[00h29] Rechts habe ich nun das wohl definitive (die Spielstände sind mittlerweile DEN +32, NE +21) Playoff-Bild in der AFC dieses Jahr. Re-Match Houston-Cincinnati in der ersten Playoffrunde (letztes Jahr hatte Watt dort sein Breakout beim 31-10, als Cincinnatis Abhängigkeit von AJ Green offensichtlich wurde).

BAL-IND, da haben die Colts tatsächlich eine richtig realistische Chance, weiterzukommen!

[00h22] Massives Play seitens DE Brian Robinson, der dem scrambelnden Rodgers das Ei aus der Hand schlägt; DB Sanford nimmt im wilden Getümmel den Ball auf und die Vikes kriegen den Ball – Verschnaufpause für eine Defense, die im dritten Viertel bisher keinen guten Eindruck mehr gemacht hatte.

[00h19] LB #54 Brinkley kriegt die Vandenbosch-Strafe: Ein von seiner Seite vermeidbares, aber seitens der Refs überhartes Roughing the Passer.

[00h15] Der 2000er für Peterson wird beiläufig zur Kenntnis genommen (bissl Szeneapplaus von den Rängen), ganz so, als ob sich im Metrodome schon alles auf den NFL-Rekord (2105yds) konzentrieren würde.

[00h13] MIN 20, GB 17/Q3. Ein eindrucksvoller Drive, 6 Plays, 80yds mit sehr viel Yards after Catch für die Herren Jones und Jennings. Vor allem Jennings scheint physisch nach all seinen Verletzungen auf der Höhe zu sein.

Szenario Update
(Stand 22h30)

NFC

GB mit Sieg über MIN NFC #2.

CHI lebt noch; kommt weiter,
wenn MIN ab 22h25 verliert

NYG ist raus.

WAS-DAL wird zum Playoff.

AFC

DEN kann mit Sieg über KC
den #1-Seed in der AFC fixieren.

NE kriegt mit Sieg über MIA
den #2 Seed.

BAL durch die Niederlage
nun fix an AFC #4 gerankt.

AFC-Wildcards (I): BAL-IND.

[23h55] Halbzeitstände andernorts:

  • DEN 21, KC 3
  • NE 21, MIA 0
  • SD 17, OAK 7
  • SF 7, ARI 6
  • SEA 3, STL 7

[23h54] Halbzeit Minnesota Vikings 20, Green Bay Packers 10.

Dramatische Schlussphase mit einigen einfachen Pässen für Green Bay, einem massiven Sack, dann einem 51-yds Field Goal mit auslaufender Uhr vom angeblichen Katastrophenkicker Mason Crosby. Das Spiel bleibt in Reichweite. Die Leistung der Vikes ist aber beeindruckend: Ponder hatte ich schon angesprochen, aber was sowohl die Front-Four als auch die Secondary in der Defense veranstalten, ist noch größer und der Hauptgrund für eine Packers-Offense, die erst ganz spät in Schwung kam.

Im dritten Viertel wird RB Peterson nun gleich den 2000er brechen (Peterson fehlen noch 11yds), aber für die Vikes sollte die Playoffqualifikation deutliche Priorität haben.

[23h44] MIN 20, GB 7/Q2 1:13. Nach dem gefährlichen Ball war es ein blitzsauberer Drive der Vikes, die von einem weiteren Superlauf des RB Peterson über 18yds profitierten, aber mich erstaunt noch mehr, wie lange man heute bei QB Ponder die Leine lässt, und wie gut Ponder darauf reagiert (bis auf den besagten Freak-Ball ein blitzsauberes Spiel von Ponder bisher).

[23h38] Krasser Spielzug: QB Ponder wird in der Pocket gnadenlos abgeschossen, feuert im letzten Moment einen gefährlichen Ball downfield. Ball wird in einem Bulk von 3-4 Leuten abgefälscht und fällt dem ca. 5yds dahinter stehenden WR #17 Jarius Wright in die Arme, bzw. nicht in die Arme. Aber McCarthy hatte ja eine Challenge schon sinnlos verbrannt – diese hätte er auch gewonnen, und sie wäre deutlich mehr wert gewesen. (edit: er hätte eh kein Timeout mehr gehabt!)

[23h34] MIN 13, GB 7/Q2. Die Packers versuchen, das Tempo in der Offense anzuziehen und entweder a) Rodgers sehr schnelle Würfe zu ermöglichen oder b) Rodgers aus der Pocket rausrollen zu lassen, um den Receivern mehr Zeit zum Freilaufen zu geben. An der GoalLine ist es eine zähe Geschichte mit etlichen Versuchen und einfachsten Drops (WR Greg „Fummler“ Jennings!),  aber Jennings macht seinen Fehler vergessen und scort den TD.

[23h20] Beide Defenses haben die Anspiellinien weiterhin unter Kontrolle, deswegen war eben ein 32yds-Puntreturn eines Packers-Backups ein massives Play. Green Bay beginnt nun in der Platzhälfte der Vikings.

[23h15] Ein Szenario, das ich vorhin unterschlagen hatte: NE kann daheim gegen MIA den #2-Seed in der AFC klarmachen, und wir hätten ein „Rematch“ HOU-CIN aus der letztjährigen Wildcardrunde. Sollte DEN sensationell daheim gegen KC verlieren, wäre NE mit Sieg über MIA sogar AFC-Topseed.

[23h10] MIN 13, GB 0/Q2.

[23h04] Ende Q1. Eindrucksvolle Mannschaftsvorstellung der Vikings bisher und eine verdiente Führung.

[23h00] Les Frazier scheißt auf Aikmans Dünnpfiff und lässt ein 4th down und inches ausspielen. RB Peterson verwertet. Ich meine, wenn man mit dem besten NFL-Back der letzten 10-15 Jahre sowas nicht ausspielt, wann dann?

[22h55] Auch nach der zweiten Serie ist Green Bay noch ohne 1st down und sucht noch nach genügend Zeit für Rodgers.

[22h50] MIN 10, GB 0/Q1. RB Gerhart (Kurzpass für großem Raumgewinn) und RB Peterson (per viele gute Läufe und TD) pfeifen auf die Challenge, Minnesota führt überraschend schnell 10-0. Vikings-Führung ist gut für die Playoffchancen und die peterson-Rekordjagd.

[22h44] Ponder wird im ersten Viertel gesackt, aber die Schiedsrichter geben incomplete pass. McCarthy wirft die rote Flagge und ich bin mir ziemlich sicher, dass morgen Herr Barnwell/Grantland was dazu in seiner Kolumne über schlechtes Coaching zu schreiben hat…

Klar, McCarthy wirf die Challenge gewinnen, aber wir sind im ersten Viertel, es geht um 5 Yards (!) und wir hatten 1st down. Und wir wissen, dass die Crunch Time viel wertvoller ist als die ersten Minuten des ersten Viertels.

[22h41] Viel Druck auch gegen QB Rodgers, der im dritten Down einen gefährlichen Pass auf einen ausgerutschten Receiver wirft, den CB Cook aber nicht abfangen kann (wäre ein Return-TD geworden). Punt, guter Return Vikes.

[22h39] Nicht unwitzig ist übrigens, dass die Packers ihrem größten Erzfeind Chicago nun zu einer Playoffqualifikation verhelfen können und womöglich müssen, wenn sie selbst den #2-Seed halten wollen (SF ist gegen ARI haushoch favorisiert).

[22h35] MIN 3, GB 0/Q1. Wunderkicker Walsh versenkt aus 54yds. Die Vikes haben zu kämpfen mit dem Pass Rush der Packers, der massiver ist als erwartet; RB Peterson bereits mit einem ordentlichen Lauf, aber ansonsten ließ man 6x QB Ponder antreten (2 Completions, 1 Scramble).

[22h25] Für die Vikings ist die Situation fast die gleiche geblieben: Sie müssen gewinnen und sind durch. Das kleine Hintertürchen „eigene Niederlage und alle anderen verlieren auch“ entfällt nun natürlich. Bei Vikes-Niederlage kriegen die Bears den #6-Seed. Ich baue auch gleich den geupdateten Szenario-Block ein.

Minnesota Vikings in der Sezierstunde

Seuchensaison für die Vikings – und trotzdem blieb es nach den turbulenten Jahren um egomanische und autistische Charaktere erstaunlich ruhig in den Twin Cities – selbst die sich hinziehenden und immer zäher werdenden Stadionverhandlungen erregten nur wenige Gemüter. Der HeadCoach-Debütant Les Frazier stand dann auch trotz einer Bilanz von 3-13 nie ernsthaft zur Diskussion.

Die statistische Analyse gibt uns einen Ansatz, warum. Weiterlesen