Sofa-Quarterbacks, 49ers zum Sieg, Playoff-Bild, Kaepernick

Guten Morgen. Vor der Tür liegt ein halber Meter Schnee, was sich prächtig macht, denn eines der Themen in diesem Blogeintrag ist das Playoff-Bild in AFC und NFC. Playoffs! Der Winter ist nicht mehr weit.

Während gestern die ersten Flocken gefallen sind, habe ich mich mit den Kollegen bei Sportradio360 ins die kuschelige Couch gesetzt und über die NFL gesprochen: Sofa-Quarterbacks mit der Nachbesprechung von NFL-Woche 10 – gemeinsam mit Jan Weckwerth (Triple Option Blog) und Franz Büchner (SPORT1), moderiert von Nicolas Martin (GFL TV):

Es war eine intensive, ca. 90-minütige Diskussion über die Situation in fast allen Mannschaften. Eine der Themen, die mich dabei am meisten beschäftigt haben, war das Game-Management der 49ers in der Overtime im Monday Night Game gegen Seattle. Weiterlesen

AFC-Championship Game 2012/13 live: New England Patriots – Baltimore Ravens

Previews

[03h52] Endstand New England Patriots 13, Baltimore Ravens 28.

Das Bruderduell ist perfekt. Baltimores Sieg heute ist fast noch die größere Sensation als jener von letzter Woche, auch in der Art und Weise: Die Ravens verdienten sich den Sieg heute mit einer richtig guten zweiten Halbzeit; QB Flacco orchestrierte zwei, drei lange Drives gegen eine immer passivere Patriots-Defense, die so aussah wie zu schlimmsten Zeiten in den letzten Jahren.

Bedenklich auf Patriots-Seite war die grottige Patriots-Offense, die heute nur selten in der gefürchteten No Huddle-Version auflief und entsprechend auch null Schwung aufnehmen konnte. QB Brady mit einer Serie an schlechten Pässen plus eine Receiver-Gruppe mit vielen Drops.

New England hat sich zum Teil selbst geschlagen: Drops, Turnovers (wenn auch unglückliche) und ein paar knapp nicht gemachte kritische Plays (3rd downs); zu den aufgezählten Dingen gesellte sich schließlich noch ein Angsthasen-Management von HC Belichick, der viele Punts tief in der gegnerischen Platzhälfte schießen ließ. Aber insgesamt war es vor allem wegen der zweiten Halbzeit mit sehr beständigem Spiel ein verdienter Ravens-Sieg und das erste Mal seit vielen Wochen, dass man bei Baltimore das Gefühl hatte, sie würde aus eigener Kraft einen Gegner pulverisieren.

Damit lasse man die Hype-Maschinerie losgehen: „Harbaugh Bowl“ oder „Harbowl“, ein Bruderduell auf Head Coach – eigentlich ist das schon unglaublich. Damit wird der Hype weniger künstlich als sonst wirken. Die zweite Storyline wird Ray Lewis sein. Eine dritte potenzielle das aufregende Leben des Colin Kaepernick. Vielleicht findet Randy Moss’ letztes Halali Beachtung.

[03h46] Und jezz ist er eingeschlagen: INT Carey Williams in der EndZone.

[03h40] Suboptimaler Punt für die Ravens. 2:05 verbleiben.

[03h36] Die Ravens verwerten 3rd down auf 3rd down und haben die Uhr gleich an der 2min-Warning.

[03h29] Wenn du die Scheiße hast… Langer Pass Bradys für Welker, der aber nicht den Speed hat um durchzulaufen. Ein Play später wird der Pass an der Line of Scrimmage abgefälscht und fällt dem dahinter wartenden LB #59 Ellerbe in den Schoß. Riecht nach Sargnagel.

[03h25] Die Patriots-Defense gibt ein Lebenszeichen, entsendet Blitzes und erzwingt Incompletions. 7:25 kriegt New England den Ball zurück.

[03h21] 4th down in der RedZone. Brady wirft den Ball ins Leere, und in Foxboro setzt der Massenexodus ein.

[03h15] Gerade nochmal gesehen. Der Tackler war, ja, unser Freund #31 Pollard. Der Hit ging allerdings eher von RB Ridley aus. Und es war eher ein Fumble.

[03h12] New England 13, Baltimore 28/Q4 11:13. TD Boldin. Hier bahnt sich tatsächlich eine große Sensation an. 15 Punkte und diese eigene Defense… naja.

[03h08] Haarige Szene: RB Ridley fumbelt nach einem massiven Hit den Ball weg und muss dann benommen vom Feld genommen werden. Die Refs geben den Fumble, obwohl die TV-Bilder down by contact vermuten hatten lassen. Die Ravens dürften gegen eine mittlerweile drei Meter unter der Erde liegende Patriots-Defense gleich wieder scoren.

[03h02] New England 13, Baltimore 21/Q4 14:56. Play-Action, WR Boldin pflückt das Ei zum 2yds-TD herunter.

Drittes Viertel

[02h59] Die Ravens stehen nach einer weiteren sauberen Angriffsserie kurz vor dem nächsten Touchdown gegen eine sehr zahnlos aussehende Patriots-Defense. Es war ein drittes Viertel, das die Ravens klarer dominiert haben als es der Spielstand ausdrücken will.

[02h50] Keine gute Serie der Patriots, bei denen QB Brady mittlerweile wirklich schlecht aussieht und selbst einfache Pässe daneben feuert. Und das, obwohl er Zeit hätte.

[02h40] New England 13, Baltimore 14/Q3 6:14. Aus dem Nichts kommt – wie schon beim ersten TD-Drive – eine ganz lange Serie für Baltimore: 10 Plays, 87yds. Abgeschlossen per TD-Catch für TE Pitta, zwei Plays nachdem Pitta einen harten Hit gegen Mayo einstecken musste.

[02h32] Jetzt wieder Versuche eines tiefen Passspiels der Patriots – einmal fing Hernandez, einmal nicht. Im dritten Down Welker mit einem simplen Drop (superbowl-like), und New England muss schon wieder an der BAL 34 punten.

[02h24] Weiterhin keine Konstanz im Ravens-Angriff. Flacco im dritten Versuch mit einem schwachen Wurf, der Boldin meterweit überwirft.

Zweites Viertel

[02h10] Über die SAT.1-Übertragung kann man nicht klagen. Vom Marktgeschrei der ersten Halbzeit der letztjährigen Superbowl sind Buschmann/Stecker meilenweit entfernt, und die Erklärungen Steckers sind kurz und knackig und haben größtenteils Hand und Fuß. Kann man insgesamt nicht drüber klagen.

[02h05] Halbzeit New England 13, Baltimore 7.

Streckenweise ist das eine etwas zähe Veranstaltung mit zwei Angriffen, die nicht richtig auf Touren kommen wollen. New England sieht nicht besonders konzentriert aus, ist den Ravens aber immer noch um Längen überlegen. Was den Patriots aber komplett abgeht: Ein Element wie ein Pass, der mal mehr als 10yds fliegt. Ansonsten ein Spiel im Rahmen des Erwarteten. Es sind nur sechs Punkte, aber man hat nicht das Gefühl, dass die Ravens da plötzlich ein Offensivfeuerwerk anzünden könnten.

[02h02] New England 13, Baltimore 7/Q2 0:00. Mäßiges Zeitmanagement der Patriots vor der Pause, inklusive eines unmotivierten Brady-Scrambles inklusive Tritt in die Eierregion bei einem Verteidiger (Ed Reed?).

[01h58] Die Patriots spielen einen schönen 4th-and-1 an der BAL 30 aus: Während Brady noch Kommunikationsschwierigkeiten mit der Seitenlinie antäuscht, kriegt RB Woodhead dahinter den direkten Snap und bricht locker 10yds durch.

[01h51] Jetzt wieder schneller Sack gegen Flacco. Die Patriots müssen immer noch ohne Talib auskommen.

[01h45] New England 10, Baltimore 7/Q2 4:18. 11 Plays, 79 Yards und viel Klein-Klein für die Patriots-Offense. Jetzt war WR Welker wieder mehr eingebunden, und schon funktionierte der Angriff reibungslos, Baltimore bekam kaum Zugriff.

[01h33] New England 3, Baltimore 7/Q2 9:28. Jetzt mal ein schöner Drive der Ravens (13 Plays, 90yds), mit relativ vielen kurzen Flacco-Pässen (5/6 für 74yds). Größter Spielzug war der tiefe Ball für WR Torrey Smith gegen CB Arrington. Vielleicht nicht unwichtig: CB Aqib Talib ist seit drei oder vier Drives nicht mehr einsatzfähig.

[01h24] Oh Mann, Aikman endlich abgeschaltet, und dann kommt Stecker mit momentum.

Erstes Viertel

[01h22] Überschaubare Qualität, das was Patriots und Ravens da bisher zeigen. Das ist schon der insgesamt achte (!) Drive, den Baltimore eben begonnen hat. Die Patriots sind „optisch“ überlegen und spielen die etwas längeren Drives; Baltimores längste Serie waren ganz 4 Plays. Beide gemeinsam mit 21 Passversuchen; combined 9 Completions (Flacco 1/6 complete).

[01h20] Groundhog. Ravens beginnen an der eigenen 10.

[01h17] Keine zwei Minuten vergehen und die Ravens müssen wieder punten. Was New England in diesem Spiel dadurch bisher dominiert: Feldposition. Sie beginnen nun schon wieder in Mittellinien-Nähe.

[01h14] Bei den Patriots läuft lange nicht alles geschmiert: Eher einfache Pässe werden leichter überworfen, und, obwohl dann immer noch fangbar, fallen gelassen. An der 35yds Line der Ravens wird ohne mit der Wimper zu zucken gepuntet.

[01h07] Der erste lange Ball der Ravens gerät fünf Meter zu lang. Als Konsequenz müssen die Ravens zwei Plays später punten.

[00h59] New England 3, Baltimore 0/Q1 6:21. Baltimore mit erwartet wenig Druck an der Anspiellinie, aber die Patriots kommen trotzdem noch nicht richtig in Schwung. Noch nicht richtig, aber es reicht für einen mit vielen kurzen Pässen und Läufen in die RedZone zu kommen. Beim 4th und 3 schießen sie nur ein Field Goal.

[00h51] Punt auch auf der Gegenseite. Noch etwas unterkühlter Kick in Foxboro.

[00h48] Erster Patriots-Drive ist nach einem nicht gefangenen Ball Welkers downfield schnell gestoppt. Die Patriots schaffen mit einem billigen Trick (Backup-QB Mallett in die Aufstellung), den Ravens ein Timeout abzuluchsen, punten danach.

[00h39] Football mit deutscher Kommentierung, da werden bei mir immer Erinnerungen an die Glanzzeiten im ORF wach. SAT.1 kupfert heute auch deren Ideen von eMail-Anfragen ab.

[00h35] CBS hat übrigens mit Steve Tasker einen Sideline Reporter ohne Titten.

[00h32] Sat.1.

[00h19] Paar Minuten Pause, dann geht es weiter.

Playoffbild 2012/13 vor Woche 17

Update: Das PULS4-Spiel ist nun auch bekannt.


Das Playoff-Bild hat sich nach dem 16ten Spieltag merklich gelichtet. Um nichts weiteres zu spoilern, gibt es die wichtigsten Infos und den aktualisierten Spielplan für Woche 17 nach dem Sprung.

American Football Conference

Die Playoff-Teams stehen bereits fest: Houston (12-3), Denver (12-3), New England (11-4) und Baltimore (10-5) haben ihre Divisionen schon gewonnen, Indianapolis (10-5) und Cincinnati (9-6) sind die Wildcard-Teams. Das Seeding in der Spitze kann sich noch ändern:

  • Die Texans haben es zuhause gegen Indy in der Hand, können per Sieg den Top-Seed fixieren; bei einer Niederlage ist man darauf angewiesen, dass Denver und New Englnad verlieren. Im schlimmsten Fall kann Houston sogar noch an #3 zurückfallen, nämlich bei eigener Niederlage und Siegen von Denver und New England.
  • Denver kann mit Sieg über Kansas City und einer Houston-Niederlage noch an #1 vorrücken, aber bei eigener Niederlage und Patriots-Sieg auch noch an #3 zurückfallen.
  • New England hat noch vieles drin: Top-Seed, wenn Denver und Houston verlieren und man selbst gegen Miami gewinnt, #2-Seed mit eigenem Sieg und Niederlage von Denver oder Houston, aber auch bei eigener Niederlage und Ravens-Sieg noch ein Zurückfallen auf #4 (wegen des kontroversen Ravens-Fieldgoals in Woche 3).
  • Baltimore ist #4 und nur in letztgenanntem Falle noch mit Chancen auf den dritten Seed.

Der vierte Seed könnte aber fürs Erste sogar der attraktivere sein, da man dann „nur“ gegen Indianapolis spielen müsste und eine Runde weiter wohl nach Houston (und nicht zu den gewaltigen Denver Broncos, Stand heute).

Die Seeds #5 und #6 sind fix vergeben: Indianapolis hält selbst bei einer Niederlage den tie-Breaker „record in common games“ gegen Cincinnati.

National Football Conference

Der Kantersieg der Seahawks gegen San Francisco hat große Auswirkungen auf das Playoffbild: Top-Seed ist und bleibt Atlanta (13-2), das von Green Bay (11-4) nicht mehr eingeholt werden kann; Green Bay kann aber den #2-Seed und somit Freilos in Runde eins mit einem Sieg in Minnesota freischalten.

Dahinter wird es „murky“. San Francisco (10-4-1) ist aktuell an #3, muss aber daheim gegen Arizona gewinnen, um den Divisionssieg in der bockstarken NFC West klarzumachen. Nur mit eigenem Sieg und Packers-Niederlage kann man noch an #2 vorrücken. Ein Rückfall auf #4 ist ausgeschlossen.

Seattle ist mit 10-5 Siegen fix für die Playoffs qualifiziert; das Seeding ist noch in der Schwebe: Bei entsprechendem Ausgang (Sieg über STL, SF-Niederlage) springt man noch an #3 oder – wenn auch noch zusätzlich Green Bay in Minnesota verlieren würde – sogar an #2! Fix ist aber auf alle Fälle mindestens der fünfte Seed, weil man die direkten Duelle gegen Dallas, Minnesota und Chicago gewonnen hat und von den Giants (maximal 9-7) nicht mehr eingeholt werden kann.

Der vierte Seed geht an den Sieger der NFC East. Da führt aktuell Washington (9-6) vor Dallas (8-7) und den Giants (8-7). Das letzte Spiel der Regular Season 2012/13 wird am Sonntag Washington-Dallas sein; der Sieger gewinnt die NFC East und den #4-Seed.

Der sechste Seed ist der am schwierigsten zu erklärende. Vier Teams kommen dafür in Frage: Minnesota (9-6), Chicago (9-6), New York Giants (8-7) und Washington (9-6), sofern sie ihr Heimspiel gegen Dallas verlieren sollten (Dallas ist mit Sieg an #4, mit Niederlage aber komplett aus dem Playoffrennen).

  • Die Vikings haben es in der Hand: Mit Heimsieg gegen Green Bay (schwierig genug) ist man durch. Bei einer Niederlage ist man darauf angewiesen, dass Dallas und NY Giants und Chicago jeweils verlieren!
  • Chicago wäre der nächste an der Reihe: Wenn die Vikes verlieren, sind die Bears mit einem Auswärtssieg in Detroit durch.
  • Dann käme Washington, das mit einer Heimniederlage gegen Dallas zwar die Division verlieren würde, aber noch den #6-Seed fixieren könnte, und zwar, wenn Minnesota und Chicago verlieren.
  • Die geringsten Playoffchancen hat Titelverteidiger New York Giants, die auf alle Fälle mal selbst zuhause gegen Philadelphia gewinnen müssen. Und dann ist man darauf angewiesen, dass Washington die Dallas Cowboys schlägt, und dass Minnesota und Chicago jeweils verlieren.

Dallas wie erklärt kann den sechsten Seed aufgrund der verlorenen tie-Breaker Situationen gegen sämtliche anderen Kandidaten nicht mehr einfahren, hat es aber in der Hand, mit einem Auswärtssieg in Washington seine Division und den #4-Seed zu holen (weil man den common games record dann 8-4 vs 7-5 gewinnen würde).

Und dieses Spiel, Washington-Dallas, ist dann auch wie prognostiziert das Sunday Night Game am Sonntag und wird die Regular Season 2012/13 beenden. Da werden wir dann auch vor dem Kickoff dieser Partie wissen, ob Washington sich auch eventuell eine Niederlage würde leisten können, oder ob es ein „richtiges“ vorgezogenes Playoffspiel sein wird: Dass nämlich beide gewinnen müssen, um überhaupt die Playoffs zu erreichen.

Weil es keine tie-Breaker Situationen gibt, in denen SOV oder SOS benötigt werden, sind viele Spiele am letzten Wochenende wertlos oder nur noch für die Draftreihenfolge 2013 interessant.

Draft 2013

Kansas City kann mit einer Pleite in Denver den Top-Pick 2013 „gewinnen“; bei einem Sieg würden die Jacksonville Jaguars plötzlich „vorrücken“, es sei denn, sie gewännen in Tennessee.

Schedule für den Sonntag

NB: Alle 22h-Spiele beginnen diesmal zeitgleich um 22h25.

19h-Spiele

  • Atlanta – Tampa Bay (wertlos)
  • Buffalo – NY Jets (wertlos)
  • Cincinnati – Baltimore (fast wertlos)
  • Detroit – Chicago (u.U. wichtig)
  • Tennessee – Jacksonville (praktisch wertlos)
  • Indianapolis – Houston (Top-Seed HOU)
  • New Orleans – Carolina (wertlos)
  • NY Giants – Philadelphia (u.U. für NYG wichtig)
  • Pittsburgh – Cleveland (wertlos)

ESPN America zeigt davon: Detroit-Chicago. SPORT1+? Mir noch nicht bekannt.

Die 22h25-Spiele

  • San Diego – Oakland (wertlos)
  • San Francisco – Arizona (für SF wichtig)
  • Seattle – St Louis (von SF-ARI abhängig)
  • Minnesota – Green Bay (für beide extrem wichtig)
  • New England – Miami (für NE möglicherweise wichtig)
  • Denver – Kansas City (für DEN möglicherweise wichtig)

ESPN America zeigt davon: Minnesota-Green Bay. SPORT1+ ebenso noch unbekannt, wie auch PULS4.

[Update] PULS4 zeigt, wie in den Kommentaren erwähnt wurde, MIN-GB.[/Update]

Sunday Night Game, 02h20

  • Washington – Dallas (defacto Playoff play-in)

Live bei ESPN America und SPORT1+.

Kann man getrost erst ab 22h einschalten…

Müsste ich jetzt schon tippen…

…sähe das wohl so aus:

AFC – Freilos HOU/DEN; Wildcards NE-CIN, BAL-IND.

NFC – Freilos ATL/GB; Wildcards SF-CHI, WAS-SEA.

Monday Night Football, #14: New England Patriots – Houston Texans Preview

Die Saison war reich an fragwürdigen Matchups zu Monday Night, aber heute Nacht (02h30 LIVE bei ESPNA und SPORT1+) gibt es eines der vielleicht wichtigsten Spiele der Regular Season 2012: New England Patriots (9-3) vs. Houston Texans (11-1), eine Partie, die in drei Wochen mitentscheidend gewesen sein könnte im Kampf um den #1-Seed in der AFC.

Houston führt dabei auch mit Niederlage in Foxboro weiterhin die AFC an, kann sich aber in dem Falle wohl keine Niederlage mehr erlauben. New England kann sich mit einem Sieg in Stellung bringen: Man hätte dann nur mehr ein Spiel Rückstand auf Houston, hätte die direkten Duelle mit Houston und Denver (10-3) gewonnen, hätte einen machbaren restlichen Schedule (der Brocken SF kommt nach Foxboro), während das einzige Team, gegen das man den Tie-Breaker verloren hätte, Baltimore (9-4), noch einen brutalen Restspielplan absolvieren muss.

So oder so ist das heute ein sehr geiles Matchup zwischen zwei der besten und best-balancierten NFL-Teams. Zwei wunderbare Offensive Lines. Zwei Roboter auf Quarterback. Ein Hall of Fame-Coach (Belichick) gegen einen Coach mit sieben Leben, den ich vor zwei Jahren noch ohne mit der Wimper zu zucken in die Hall of Shame gewählt hätte (Kubiak) – sozusagen der lebendige Beweis, dass die Herren Rivera und Shurmur noch nicht völlig hoffnungslose Fälle sind.

Ein Deutscher könnte durchaus im Brennpunkt stehen: RT Sebastian Vollmer, der nicht ganz fit ist, aber wohl wenigstens einen Teil der Partie gegen den sensationellen DE J.J. Watt aus Wisconsin spielen muss – Watt wird in der Defensive Line immer wieder als „Left End“ eingesetzt.

Weil die Texans im Backfield ein paar Verletzungssorgen haben, wird man wohl versuchen, in den Schützengräben n’paar kreative Packages rund um Watt einzubauen. Und QB Tom Brady braucht bei aller Klasse etwas Zeit, um sein Kurzpassgewichse aufziehen zu können.

Ein nicht zu unterschätzender Faktor wird die Kondition werden: Houstons Defense wackelte in den letzten Wochen mehrmals bedenklich: Tennessee war kein Test, aber gegen Jacksonville und Detroit sah die Abwehr zeitweise schon sehr schlaff aus und war abhängig von ein paar Einzelaktionen Watts. Wenn es eine Offense in der NFL gibt, die solche Vorzeichen auf die Grausigste auszunützen weiß, dann ist es das Dreigestirn Belichick/McDaniels/Brady.

Die Frage wird also sein, wie die Texans-Offense mit den vorgelegten Punkten der Pats-Offense mithalten wird können. Houston besitzt ein grundsolides Laufspiel um RB Arian Foster und eine anerkannt gute Offense Line, aber der Schlüssel wird der Luftweg sein.

Es gibt mit Matt Schaub einen intelligenten Quarterback, und mit WR Andre Johnson einen wunderbaren, großgewachsenen Ballfänger, um den sich eine Passorgie aufziehen ließe, und da wird es interessant, wie New Englands über weite Strecken waidwunde Secondary reagiert: Seit dem Einkauf von CB Aqib Talib zu Saisonmitte ist nämlich ein merklicher Aufwärtstrend erkennbar; Beobachter schreiben dies vor allem Talibs Manndeckerqualitäten zu.

Die Leute aus der zweiten und dritten Reihe dürften sich in Offense und Defense in etwa auf Augenhöhe begegnen, also gebe ich den bend but don’t break-Pats hier durchaus eine Chance, die Texans auf ein paar Scores zu reduzieren.

Ich sehe durchaus leichte Vorteile auf Patriots-Seite. Es ist nicht bloß der Heimvorteil. Es ist vor allem diese in den letzten Wochen gezeigte Eindimensionalität der Texans-Defense, und niemand ist besser im Offenlegen von Eindimensionalität von Gegners Schwächen als Bill Belichick. Wenn New England drei, vier Touchdowns und ein paar Field Goals einschenkt, muss Houston mit passlastigem Spiel antworten – und ich bin mir nicht sicher, ob das dann reicht.

Vorteil Patriots.

Spiel wird morgen, Dienstag bei ESPNA um 18h30 aufgezeichnet. SPORT1+ bringt das Tape morgen schon um 17h45.

NFL 2011/12, #14: Tennessee Titans – New Orleans Saints

Kleine technische Anmerkung: „Aktualisieren“ kann man per Klick auf den Button mit dem Datum, links neben der Überschrift.

[22h18] Endstand Tennessee Titans 17, New Orleans Saints 22.

Trotz allem: Verdienter Sieg der Saints, die das insgesamt deutlich rundere Paket anboten und sich „nur“ lange Zeit mit Strafen und Eigenfehlern einen einfacheren Sieg kaputt machten. QB Brees am Ende wieder mit 337 Pass-yds und vor allem diesen zwei ästhetisch so wunderschönen Touchdown-Pässen. Die Titans-Defense brachte nicht oft genug – aber doch etliche Male – genug Druck zustande, tackelte stark, war aber ab dem dritten Viertel lange Zeit hoffnungslos im Abdecken von Receivern. Dazu ein grundsolides Laufspiel der Saints über die wuseligen Running Backs #29 Ivory, #43 Sproles und #23 Thomas.

Tennessees Offense bestand aus teilweise irren Big Plays, als einmal WR Williams einem schlechten Tackle ausweichen konnte und 54yds  das Spielfeld runterlaufen konnte, und später dieser tolle TD-Pass auf den in die endZone fliegenden Washington (der eben noch einen dritten Big Play machte). Letzten Endes ist Locker vielleicht ein bisschen zu unpräzise als Werfer, aber heute war das auf alle Fälle ein verheißungsvolles Spiel, und vor allem: Der Mann hat Mut.

[22h17] Locker wird aufgescheucht und hält den Ball einen Tick zu lange. Sack und Game over.

[22h16] Fassungslos! Fassungslos! Saints gestoppt. Locker mit einer weiteren tiefen Bombe auf WR Washington, spikt 7sek vor Schluss den Ball an der 5yds Line.

[22h07] Die Titans werfen bei 3rd-und-1 tief, WR Washington wird überworfen.

4th down: Locker per Sneak kriegt den spot zu kurz, wird gestoppt. Suboptimal von den Titans gelöst und damit wohl das Spiel verloren.

[22h03] Es wird „incomplete pass“ gegeben. Tennessee lebt noch. Locker steht wieder, aber nun ist Hasselbeck mit seiner kaputten Wade zurück im Spiel.

[22h00] Meine Fresse, QB Locker wird böse, böse von DB Porter (?) abgeschossen und liegt schwer angeschlagen am Boden. Locker mit der „Tuck Rule“, Ball wurde in der Rückwärtsbewegung rausgeschlagen, aber als Locker in der Vorwärtsbewegung war, hatte er noch zwei Finger am Ball. Eine 50/50-Entscheidung der Refs. Reine Auslegungssache (Pereira scheint sich auch nicht sicher zu sein).

[21h53] DT Karl Klug mit einem wuchtigen Sack gegen QB Brees, hält die Titans am Leben. Klug ist meiner Erinnerung nach ein Rookie und einer der Lieblinge bei Pro Football Focus.

[21h47] Tennessee 17, New Orleans 22/Q4 5:58. „Quick-Strike“-Locker, oder so. Locker per 17yds-Scramble. Und dann, als ich gerade schreien will „Scramble doch!“ (Feld völlig offen dafür), dann „Johnson iss frei!“ (Johnson 10yds weiter 30m offen), wirft Locker tiiiiiiief in die Secondary, auf WR #85 Washington, der vor dem heranfliegenden Safety in die EndZone fällt. Die Titans zucken also doch noch. Ich würde jetzt über einen onside kick nachdenken. Brees‘ Offense legt Yards nach Belieben zurück-

[21h40] Tennessee 10, New Orleans 22/Q4 7:01. Geiler, geiler TD-Pass von Brees auf WR Colston. Brees weicht unter Druck mit einem Schritt nach vorne aus und wirft einen unglaublich butterweichen Ball genau in den Lauf eines zugegeben nicht gut gedeckten WR Colston. Die Titans-Defense sieht geschlagen aus (zuckte bei der 2pts-Conversion nochmal auf), lässt nur noch Completions zu und hat in „Power-Run“-Situationen nichts entgegenzusetzen. Ach, und Brees hat im Yardage-Kampf mit Brady blitzschnell nachgezogen.

[21h29] Tennessee 10, New Orleans 16/Q4 12:39. Brees macht seinen obligatorischen TD-Pass, eine Rakete von einem Wurf auf einen völlig ungedeckten WR #12 Colston in der Spielfeldmitte. Was an der Titans-Defense auffällt: Sie stellt ihre Cornerbacks nicht aggressiv an die Anspiellinie, vertraut auf die Zonendeckung in der Secondary. Wenn der Lauf kommt, wird kaum ein Tackle verpasst. Aber wenn geworfen wird, sind die WRs nun fast immer offen. Interessant ist auch das Selbstvertrauen, das Payton ausstrahlt, indem nach dem TD nicht die 2pts-Conversion ausgespielt wird.

[21h22] Ende drittes Viertel. (Wer einen Blick auf die Freak-Zahlen Bradys in Washington werfen wolle, der sehe, dass Brees riskiert, im Passallzeitrekord-Rennen wieder an #2 zurückzufallen).

[21h15] Tennessee 10, New Orleans 9/Q3 2:19. QB Locker segelt per Scramble über den „Pylon“.

Drive-entscheidender Spielzug war ein Play vorher: Die Saints mit einem massiven Blitz, standen hinten völlig blank, darauf vertrauend, den Rookie Locker per Druck aus dem Konzept bringen zu können. Locker mit dem quicken Ball für WR #17 Damien Williams, der einem Tackle auswich und freie Bahn in die RedZone hatte (54yds), nur von „dirty“ Roman Harper (Facemask, zweites Personal Foul Harpers heute) mit einem Griff ins Gesichtsgitter gebremst werden konnte. Das ist mal ein Pendel-Umschwung!

[21h08] Tennessee 3, New Orleans 9/Q3 4:33. Das Passspiel um QB Brees sieht nun exzellent aus, macht 1st down um 1st down, mal zu einem Receiver, mal auf RB Sproles, der sich durchirrwischt. New Orleans gibt zwischendurch immer wieder einen Laufspielzug auf, hält die Titans damit von allzu aggressiver Defense ab, aber ich frage mich, ob das wirklich notwendig ist: Brees verbrennt nun wieder Blitzes wie gewohnt. In der RedZone decken die Titans TE Graham mit einem Safety (#33 Griffin) ab. Graham scheint den Catch in der EndZone zu machen, berührt aber womöglich mit einer Stolle ein weiß angemaltes Stück Gras. Die Refs schmettern die Challenge Paytons ab, was mir ein ungutes Gefühl gibt. (Pereira sah die Entscheidung genau so kommen. Interessant)

[20h48] Die Titans geben das Laufspiel noch nicht auf, lassen Chris Johnson immer noch die Bälle tragen, wodurch die Saints gezwungen sind, ihren Safety #41 Harper an der Anspiellinie zu halten. Allerdings nutzt QB Locker die Räume beim Werfen nur ungenügend aus, ist ungenau, wenn er nicht gerade über die Mitte wirft. Scheint, als wäre ein 1st/Drive für die Titans heute das Höchste aller Gefühle. Dabei sähe auch das Defensive Backfield der Saints hinreichend chaotisch aus, um etwas konsequenter getestet zu werden.

[20h41] Wer gerade auf Romanze steht: Angeblich hat der verkleidete „Santa Claus“ im Titans-Stadium eben seiner Freundin in der Cheerleader-Truppe einen Heiratsantrag gemacht. Sie hat ja gesagt.

[20h33] Halbzeit Tennessee Titans 3, New Orleans Saints 6

Ob die Funkverbindungsprobleme hier ein Omen für dieses Spiel sind? Unglaublich viele Strafen in dieser Partie, immer und immer wieder zerstören sich die Saints viel versprechende Angriffsserien. Und da wurden noch nicht mal alle möglichen Flaggen auch geworfen. RB Sproles könnte heute bereits massive Zahlen vorweisen (Puntreturn-TD, 3-4 Big Plays als Receiver), aber da wurde vieles zurückgepfiffen. Tennessee macht viel Druck, ohne allzu viele Verteidiger zu schicken und New Orleans‘ Pass-Armada kommt einfach nicht in Gang. Kurz vor Halbzeit sah es nochmal kurz so aus, als wäre endlich sowas wie „Rhythmus“ drin, aber in der RedZone wurde Brees gesackt und der Drive war gestoppt.

Die Titans ihrerseits haben null, wirklich null Laufspiel (Johnson 5 für 1yd), und kommen kaum dazu, tief zu werfen. Das meiste, was in der Offense geht, sind schnelle Pässe für RB Johnson. Nun ist QB Hasselbeck wohl mit Wadenverletzung draußen, der blutjunge QB Locker könnte die zweite Halbzeit bestreiten.

[20h26] Tennessee 3, New Orleans 6/Q2 0:15. Kurzzeitig kam die Offense in Gang. In der RedZone ging wieder nichts.

[20h16] Buck wird sarkastisch: „Unbelievable there were no flags“ bei einem 10yds-Punt Return von Sproles. 3:06 vor Halbzeit können die Saints einen quicken Angriff runterspielen.

[20h13] Wieder etwas beruhigt und sehe, dass bisher 14 (!) Strafen begangen wurden. Als ob die Hellblauen Detroit und die Goldenen Pittsburgh wären.

[20h11] (Meine Leute müssen grad einen Wutanfall meinerseits überstehen, da WordPress rumzickt. 3:32 to go in Halbzeit eins)

[19h58] Tennessee 3, New Orleans 3/Q2. Hui, wie ich mit einem Auge sehe, musste gerade Backup-QB Jake Locker für Hasselbeck eingewechselt werden. Locker wird per massivem Druck zum Scrambeln gezwungen und feuer einen fulminanten Pass in die Endzone, der zu Boden fällt. Das Field Goal bringt den Ausgleich.

[19h31] Damit habe das Schachspiel begonnen. Tennessee bringt recht viel Druck an der Anspiellinie, New Orleans kontert gerne mit schnellen „Swing-Pässen“, um die fassungslose Agilität des RB #43 Sproles zu nutzen. TE Graham soll zwar Buckelschmerzen haben, kommt aber immer wieder auf das Feld und macht die Catches für die kurzen Yards zum 1st down. Interessanterweise wird Graham von den Titans-Verteidigern recht schonend angegangen.

Was noch auffällt: Brees ließ sich nun schon zweimal vom Pass Rush nervös machen. 1x fast eine INT, 1x Graham meterweit überworfen.

(Ich klinke mich damit für kurze Zeit aus)

[19h22] Tennessee wird recht schnell gestoppt. Was auffällt: New Orleans mit einer aggressiven Defensiv-Aufstellung, zieht SS Harper (?) gegen das Laufspiel an die Anspiellinie. Tennessee kontert mit quicken Pässen auf RB Chris Johnson. Die Angriffsserie wird nach einer zu Unrecht nicht gepfiffenen Pass Interference gegen die Saints gestoppt, der TD-Return von #43 Sproles wird wegen Strafe zurückgepfiffen. Die Strafe ging gegen einen Spieler, der nichtmal auf dem Spielfeld stand!

[19h14] Tennessee 0, New Orleans 3/Q1, 9:54. Eben angesprochener Graham ist, wie Kommentator „He Hate Me“ richtig anmerkte, nicht fit, wird nur dosiert eingesetzt und kann nicht voll durchziehen. Die Saints laufen aber ohnehin mehr, als man erwartet hätte, und blocken sich dafür erstaunliche Löcher frei. Alle drei einsetzbaren Running Backs, Ivory/Thomas/Sproles, können sich kontaktlos durchpflügen. In der RedZone hält die Titans-Defense, auch dank einer Strafe gegen die Saints.

[19h01] Kleine spieltechnische Anmerkung noch: Die Tennessee Titans sollen sich so lange es geht eine „Base-Defense“ (4-3) verschrieben haben. Da die Linebackers als eher hüftsteif gelten, könnte das Matchup gegen den TE Jimmy Graham ein eklatantes „Mismatch“ sein. Jerry Gray ist zwar als „Schemer“ bekannt, jedoch gilt Graham als durchaus gut genug, um einen Defensive Back als Abdeckung zu benötigen. Ich würde auf diese Duelle ein Auge werfen, da diese Saison so krass wie noch nie gezeigt hat, wie essenziell ein dominanter Tight End für eine NFL-Offense sein kann (bzw. „ist“).

[18h56] Im Parallelspiel wird für die Houston Texans heute QB Jake Delhomme den Backup geben. Der noch ältere von den beiden jüngst aus dem Ruhestand Geholten, QB Jeff Garcia, noch inactive.

[18h38] Guten Abend. Die Titans mit einem weiteren Ausfall, der an keiner ungünstigeren Position passieren konnte: Cornerback. McCourty wird ausfallen (Nachwirkungen einer Gehirnerschütterung), was gegen die 4WR-Sets der Saints zu spüren sein dürfte. Namhafteste Ausfälle bei den Saints: DT Sedrick Ellis, RB Mark Ingram.

Die Vorschau auf den heutigen Abend habe ich bereits am Freitag geschrieben.

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NFL Playoffs 2010/11: Die letzten Geheimnisse von Woche 17

Nicht nur dank des strahlenden Wetters hat sich das Playoff-Bild deutlich aufgehellt. Noch ein Spieltag, dann geht der Spaß richtig los! Als erste Einstimmung auf den Sonntag mal kurz deine Aufschlüsselung der Positionen für die NFL Playoffs.

Vorab schon mal bemerkt: Der Schachzug der NFL, möglichst viele Divisionsspiele an den letzten beiden Spieltagen auszutragen, ist voll aufgegangen. So viel Spannung war lange nicht mehr drin im Rennen um die 12 Plätze.

AFC

Fünf von sechs Teams stehen fest: New England, Pittsburgh, Kansas City, N.Y. Jets und Baltimore. Das sechste Team wird aus der AFC South kommen – Indianapolis und Jacksonville streiten sich um den Platz. Bezüglich der Seeds steht bislang nur New England als #1 fest.

#1 New England Patriots (13-2). Steht fest.

#2 Pittsburgh Steelers (11-4). Die Steelers sind AFC North-Champ und behalten den #2-Seed, wenn sie ihr letztes Spiel in Cleveland gewinnen oder wenn Baltimore daheim gegen Cincinnati verliert. Es gilt: Bei gleicher Bilanz steht Pittsburgh vor Baltimore. Ein erheblicher Unterschied: Sollte Pittsburgh verlieren, können sie unter Umständen (BAL gewinn und NYJ gewinnen) auf #6 abfallen.

#3 Kansas City Chiefs (10-5). Faustdicke Überraschung, aber der #3-Seed noch nicht ganz fix: Wenn Kansas City das Heimspiel gegen Oakland verliert und Indianapolis sein letztes Spiel gegen Tennessee gewinnt, fallen die Chiefs auf Seed #4. Die Playoffteilnahme haben die Chiefs aber in der Tasche –

#4 Indianapolis Colts (9-6). Mit einem Sieg in der eigenen Halle gegen Tennessee sind die Colts durch und bei entsprechendem Ausgang sogar mit Chancen auf die #3, weil Kansas City besiegt wurde. Mit einer Niederlage und einem Jaguars-Sieg in Houston rutschen die Colts aber durch das Sieb.

#5 Baltimore Ravens (11-4). Baltimore kann bei entsprechendem Ausgang noch die AFC North gewinnen und #2 werden. Die Ravens sind aber mindestens #5, weil sie im ersten Saisonspiel die Jets geputzt haben.

#6 N.Y. Jets (10-5). Für die Jets gibt es nur Seed #6, außer bei einem Szenario: Pittsburgh verliert, Baltimore gewinnt und die Jets gewinnen selbst auch. Dann würden sie dank gewonnenem direkten Duell an den Steelers an #5 vorbeirutschen.

Noch mit Playoff-Chancen: Die Jacksonville Jaguars. Bei eigenem Sieg in Houston und Colts-Niederlage gegen Tennessee kriegen die Jags die AFC South-Krone und Seed #4.

NFC

Wesentlich komplizierter ist das Bild in der NFC. Vier Teams stehen fest (Atlanta, Chicago, Philadelphia, New Orleans), aber einzig und allein der #3-Seed der Eagles ist unverrückbar. Und in Seattle steigt gar ein direktes Endspiel um den #4-Seed – als Sunday Night Game. Wer hätte das gedacht?

#1 Atlanta Falcons (12-3). Das Spiel gegen die Saints wird vermutlich ohne Schaden bleiben: Am Sonntag wartet Carolina und der Sieg darf als sicher eingebucht werden. Mit Sieg die #1 der NFC. Bei einer Niederlage wird es komplizierter: New Orleans und Chicago hätten dann bei entsprechendem Ausgang die Chance auf die #1.

#2 Chicago Bears (11-4). Dank der Eagles-Niederlage ist Chicago sicher an #2, mit der angesprochenen kleinen Gelegenheit auf die #1. Wichtig ist Woche 17 trotzdem: Man kann Green Bay rausschießen.

#3 Philadelphia Eagles (10-5). Saudumme Pleite gegen Minnesota. Jetzt kommt noch Dallas. Die Eagles haben den Seed #3 in der Tasche und werden weder runter-, noch raufrutschen.

#4 St Louis Rams (7-8). Die Rams müssen nach Seattle fahren und sie dürfen dort nicht verlieren. Bei einer Niederlage ist St Louis raus, bei einem Sieg oder einem unwahrscheinlichen Remis durch.

#5 New Orleans Saints (11-4). Haben den Fahrschein abgestempelt – wohl gen Westen. Aber noch gibt es die kleine Chance auf Seed #1. Dafür braucht es Atlantas Heimniederlage gegen Carolina. Die eigene Aufgabe ist auch nicht ohne: Es kommt Tampa Bay in den Superdome.

#6 Green Bay Packers (9-6). Die Packers empfangen Chicago. Ein Sieg reicht zur Playoff-Teilnahme, aber Seed #6 ist das Maximum. In den Wild Cards ginge es nach Philadelphia – wo die Packers am ersten Spieltag Michael Vicks Karriere wiederbelebt haben…

Es sind noch drei weitere Teams in der Lostrommel.

Seed #4: Wenn die Seahawks das Heimspiel gegen St Louis gewinnen, schreiben sie Geschichte – als erstes Team seit der Streiksaison 1982 mit negativer Bilanz in den Playoffs. Als Belohnung würde wohl Titelverteidiger New Orleans im Qwest Field aufwarten.

Seed #6: Green Bay hat das Schicksal in der Hand. Sollten die Packers aber patzen, lauert ein Duo an 9-6 Teams. Die Schicksalsreihenfolge sieht so aus:

Die N.Y. Giants fallen doch noch rein, wenn sie in Washington gewinnen und Green Bay sein Spiel verliert.

Tampa Bay hat eine sehr ordentliche Saison gespielt. Die Buccs brauchen aber Schützenhilfe von Chicago (gegen Green Bay) und Washington (gegen die Giants). Und müssen dann immer noch in New Orleans gewinnen – ich denke, die Playoffs für Tampa kann man damit getrost abhaken.

Der Vollständigkeit halber die NFL-Übertragungen bei ESPN America an diesem letzten Regular-Season-Wochenende. Genauere Vorschau sollte noch folgen.

Sonntag, 2.1.2011: Live-Übertragugen
19h00 New Orleans Saints – Tampa Bay Buccs
22h15 Green Bay Packers – Chicago Bears
02h20 Seattle Seahawks – St Louis Rams

Montag, 3.1.2011: Tapes
15h30 Cleveland Browns – Pittsburgh Steelers
17h30 Indianapolis Colts – Tennessee Titans