College Football 2019 Preview: Big 12 Conference

Die Big 12 Conference ist die große Redneck-Conference des College Football, mit den Flagship-Unis der Bundestaaten Texas und Oklahoma im Zentrum. Weiterlesen

College Football 2019 Preview: Big 12 Conference Mailbag

Weiter mit der College-Football Preview 2019, heute mit einem Mailbag voll an Fragen an Jan Weckwerth (@giannivanzetti) und an einen neuen Gast: Peter Schindler vom Blog „The Sports Observer“. Ich habe ihmihnen die 14 entscheidenden Fragen im Vorfeld der Big-12 Saison gestellt: Wie schlecht sind die Defenses denn nun wirklich? Wie wird sich Oklahoma nach Baker und Kyler Murray schlagen? Wer sind die ärgsten Verfolger? Was ist mit den Mauerblümchen? Wer gewinnt die Conference?

Neben einen Ausflug auf Peter Schindlers Blog (hier der Verweis auf seine Mega-Preview zur Footballsaison) und natürlich auf Triple Option von Jan Weckwerth empfehle ich also, jetzt auf „Weiterlesen“ zu klicken. Weiterlesen

College Football Preview 2017: Big 12 Conference

Die Big 12 Conference ist die große Liga der US-Rednecks entlang des Mississippi. Sie gilt seit Jahren als die offensivgewaltigste Liga. 2016 war ein schwaches Jahr für die Big 12 – jetzt gilt es, sich wieder in der Spitzenklasse des College Footballs zu etablieren. Weiterlesen

Texas Longhorns | 2016/17 Vorschau

Die Texas Longhorns aus der texanischen Hauptstadt Austin verfügen über das landesweit vielleicht beste Ressourcen-Paket aus Finanzen, Recruiting, Tradition und Standort. Angesichts der schier unbegrenzten Möglichkeiten dieses Giganten lesen sich die Ergebnisse der letzten sechs, sieben Jahre wie die größte Verschwendung von Talent im College Football: Seitdem Texas 2009/10 das BCS-Endspiel verlor, lautet die Siegbilanz 41-35. Weiterlesen

Oklahoma Sooners | 2016/17 Vorschau

Die Oklahoma Sooners stellen das erfolgreichste Big-12 Programm der letzten 20 Jahre. Mit den vielen Erfolgen – ein Landesmeistertitel, 9 Conference-Gewinne – ist ein Name untrennbar verbunden: Bob Stoops, Head Coach. Und trotzdem kann sich der gemeine Beobachter nicht des Eindrucks erwehren, dass prinzipiell noch mehr möglich gewesen wäre. Weiterlesen

TCU Horned Frogs | 2016/17 Vorschau

Breaking News: Die TCU Horned Frogs von der kleinen Texas Christian University in Fort Worth vor den Toren von Dallas sind eines der sportlich größten Teams der letzten Dekade im College Football. Über den Architekt hinter dem Erfolg habe ich bereits oft geschrieben: Head Coach Gary Patterson, der Mann hinter der fantastischen 4-2-5 Defense, dem Abwehr-Gegenstück zu all den wunderschönen Spread-Offenses dieser Tage. Weiterlesen

Baylor Bears | 2016/17 Vorschau

Das Internet ist voll mit Zusammenfassungen über die Sexskandale an der Baylor-University, die im Mai zur Entlassung von Head Coach Art Briles geführt haben. Eine Entlassung wegen „fehlender institutioneller Kontrolle“ über einen Vergewaltigungsring, der auch den Spielerkader der Baylor Bears berührte. Eine Analyse. Weiterlesen

Big 10, Big 12, Big 14?

SI.com schreibt in einem Artikel über die Gerüchte um die anstehende Expansion der Big 12 Conference. Die Big 12, die große Conference der Midlands mit den Epizentren Texas und Oklahoma, war die große Verliererin der letzten Re-Alignment Phase zwischen 2010 und 2013, als man die Aushängeschilder Colorado, Nebraska und Texas A&M sowie das kleine Missouri an Big Ten und SEC verlor. Weiterlesen

Samstagsvorschauer, Week 12

Wichtige Partien zwischen hoch gerankten Teams heute in den Conferences Big Ten und Big 12. Und das beste: Fast alles ist bei SPORT1 US zu sehen. Weiterlesen

Big 12 Conference | 2015/16 Preview

Die Big 12 Conference wähnte sich letztes Jahr schwer verarscht, als sie am letzten Spieltag ihres sicher geglaubten Platzes im ersten College Football Playoff beraubt wurde. TCU und Baylor, beide nur mit einer Niederlage, wurden in der Abstimmung des Playoff-Komitees außen vor gelassen, wurden hinter Ohio State eingereiht.

Auch wenn Ohio State hinterher als erster Champion des Playoff-Systems seinen Platz sportlich rechtfertigen konnte, bleibt die Entscheidung von damals eine mit fadem Nachgeschmack. Die Big 12 reagierte mit der Idee, ihr Conference-Endspiel zu reanimieren, doch der viel gewichtigere Grund des Ausscheidens von TCU und Baylor dürfte schlicht der zu kleine Name der beiden Universitäten gewesen sein. Weiterlesen

Big 12 Conference | Vorschau 2014/15

College-Football ist in den Rednecks, in Texas, Oklahoma und in Kansas, die ganz große Nummer, und die Big 12 Conference ist die größte regionale Conference. Sie ist nicht wirklich eine „klassische Liga“. Gegründet wurde sie erst in den 1990er Jahren als Zusammenschluss der durch zahlreiche Skandale aufgelösten Southwest Conference (mit de großen texanischen Universitäten) sowie der Big 8 Conference (mit Oklahoma, Nebraska usw.). Wirklich stabil ist die Big 12 Conference seit ihrer Gründung nicht. Zu viele Reibereien gibt es zwischen den Mannschaften mit unterschiedlichen Interessensgemeinschaften, und so wanderten in den letzten fünf Jahren mehrere Leuchttürme ab: Nebraska ging in die Big Ten, Colorado in die Pac-12, Texas A&M und Missouri wechselten in die SEC.

Was bleibt, ist eine zehn Mannschaften starke, nicht immer gleich gepolt wirkende Liga. Dabei wäre das sportliche Produkt eigentlich sehenswert: Man wirft der Big 12 zwar immer wieder vor, ihre Rankings durch inzestuöse Passfeuerwerke zu schönen, aber es sind dann doch immer jedes Jahr zwei, drei Teams dabei, die zumindest in den Sphären des National-Titles mitspielen. Weiterlesen

Akademische Vierstelstunde 2013, #15: Die Bowl Season steht

Letzer Recap der College-Football Regular Season 2013 vor den Prüfungssessionen („Bowl Season“), und es war noch einmal ein würdiges Wochenende. Talking-Points heute sind die letzten Entscheidungen, kurzer Heisman-Ausblick, BCS-Buster, letztes BCS-Ranking und der Spielplan für die Bowl-Season 2013/14. Der Reihe nach. Weiterlesen

The Countdown, T-minus 12: Texas Longhorns

The Countdown

#12 Texas Longhorns.
Big 12 Conference.
2012: 9-4.

Um mal einen schrägen Vergleich zu bemühen: Die University of Texas aus der texanischen Hauptstadt Austin ist sowas wie der FC Barcelona (pre-2005) oder das Real Madrid (post-2002) im College-Football: Die finanziellen Möglichkeiten übersteigen alles, was die Konkurrenz zu bieten hat, man liegt mitten im Herzen vom footballverrückten Texas mit seinen Abertausenden an Super-Athleten, man ist ständig im Mittelpunkt des Medieninteresses… und man hat das Image des underachievers: Ganze zwei National Championships hat man in über 100 Jahren Bestehen holen können!

2009/10 erreichte man das BCS-Finale, das man unter eher unglücklichen Umständen verlor. Seither kämpfen die Longhorns um den Anschluss an die Spitze – mit äußerst wechselhaftem Erfolg. Das führte dazu, dass Head Coach Mack Brown nach jeder nicht vollends überzeugenden Leistung ins Fadenkreuz gerät.

Brown ist beileibe kein innovativer Coach, der durch besonders geniale GamePlans auffällt. Was Brown auszeichnet, ist seine ausgleichende Persönlichkeit: Bei Texas musst du 24/7 die Mutti für alles geben, die sich um alles und jeden kümmert. Du musst dich gegen den ständigen Gegenwind aus allen Richtungen wehren. Du brauchst viel Leim für deinen angesägten Stuhl. Es ist angesichts der Umstände bemerkenswert, wie lange sich Brown nun schon in Austin schon halten kann; 100%ig wären andere Trainerstäbe längst in die Luft geflogen.

Das gesagt, sind die Texas Longhorns von 2013 potenziell scary: In Sachen Talente aus den Highschools gibt es keinen hochwertigeren Kader im College-Football, und nun ist es auch das erste Mal seit Jahren, dass sich dazu ein gesunder, erfahrener Mannschaftskern gesellt (19 Starter bleiben im Kader!). Talent + Erfahrung ist eine der sichersten Erfolgsformeln im College-Football.

Problematisch war letztes Jahr die Defense, die nach der Verletzung von LB Jordan Hicks komplett auseinander brach. 61 kassierte Punkte gegen den größten Rivalen Oklahoma hat man DefCoord Manny Diaz noch nicht verziehen. Aber es gab auch bessere Phasen, in denen die Abwehr tolle Ansätze zeigte. Das Spielermaterial ist da; allein die beiden besten Spieler müssen ersetzt werden: S Vaccaro und DE Okafor, die in die NFL gingen. Gut ist, dass die Backups sich bereits auf den Füßen stehen.

Die Offense hat Potenzial für eine der besten im Lande, und das, obwohl es eine nie endende QB-Controversy gibt: Da ist zum einen David Ash, der immer für ein Gurkenspiel gut ist, und zum anderen Case McCoy, dessen Vorstellungen kaum blasser sein könnten, aber der politisch viel Einfluss hat („Mein Bruder Colt ist eine Legende auf dem Campus, also verdiene ich mir den Starter-Spot“).

Alles abseits der Quarterbacks ist sensationell besetzt, aber genannte beiden QB-Optionen haben so viele Flauseln, dass die OffCoords seit Jahren wie wild drum herum doktern müssen, um Konstanz in den Laden zu bringen. Letzten Herbst scheiterte der geniale OffCoord Bryan Harsin an dieser Monsteraufgabe, und Harsin gehörte nun wirklich zur heißesten Ware, was Offensivgeister angeht (Harsin ist nun weg, wird Head Coach bei Arkansas State).

So ist das Gesamtbild der Texas Longhorns ein recht frustrierendes: Die Möglichkeiten und Ressourcen sind schier unbegrenzt, aber die nicht aufhörenden Kleinkriege bei so vielen Interessensgruppen und die erfolglose Suche nach einem wirklich beständigen Quarterback verhinderten in den letzten drei Jahren den Durchbruch. Die Longhorns stecken ein bissl in der Zwickmühle, auch wenn es dank Talent+Erfahrung jederzeit den Breakout geben kann. Über ein 11-1 wäre ich alles andere als überrascht, auch wenn die drei schwersten Conference-Spiele auswärts oder auf neutralem Feld fern des heimischen Memorial Stadiums (100.000 Zuschauer) sind.

Wahrscheinlicher ist aber sowas wie ein erneutes 9-4 oder 10-3, mit aufflammenden Diskussionen um die Zukunft von Mack Brown.

The Countdown, T-minus 15: Oklahoma Sooners

The Countdown

#15 Oklahoma Sooners.
Big 12 Conference.
2012: 10-3.

Bei den Oklahoma Sooners wusste man in den letzten Jahren, was man bekommen wird: Eine sehr gute Mannschaft, die zehn, elf Siege in der hochwertigen Big 12 Conference einfahren wird, die zu den BCS-Anwärtern gehört, aber nur bis Ende Oktober, da spätestens dann ein, zwei überflüssige Stolperer eingestreut werden. Das ist das Stigma des Head Coaches Bob Stoops, der in seiner mittlerweile 14jährigen Amtszeit „nur“ einen BCS-Titel holen konnte (zu wenig an der vielleicht erfolgreichsten Football-Uni der letzten 50 Jahre).

Diesmal hat Oklahoma (das große Oklahoma!) etwas von dark horse: Die vergangene Saison war eigenartig steril mit einer windelweichen Defensive-Front-7, und in QB Landry Jones und OT Lane Johnson sind die besten Offensivspieler in die NFL gegangen. Stoops tauschte den halben Trainerstab aus und sieht sich vor einem Herbst, vor dem die Erwartungen für seine Sooners untypisch niedrig sind.

Es liegt vieles im Dunkeln. Wer wird zum Beispiel der Quarterback? Es gibt mit Blake Bell einen zirka zweieinhalb Meter großen und eineinhalb Meter breiten Schrank, der die letzten Jahre unter dem Decknamen „Belldozer“ als short yardage back eingesetzt wurde und dabei brillierte, der aber ganze 20 Passversuche in seiner Vita aufweist. Die Jungs hinter Bell sind noch grüner. Fix ist nur, dass der neue Quarterback sofort von der Leine gelassen werden wird: Stoops schenkt seinen Spielmachern von Beginn an volles Vertrauen und erwartet als Gegenleistung minimum 4000yds und 30 Touchdowns.

Der Trainerstab in Oklahoma verfügt über fassungsloses Wissen im Offense-Bereich, deswegen kann man davon ausgehen, dass die Sooners auch mit unbekanntem Spielermaterial Punkte aufs Scoreboard bringen werden. Wo größere Zweifel angebracht sind, da reden wir vom Gebiet der Verteidigung. Dort muss DefCoord Mike Stoops, Bobs Bruder, nach einem gewaltigen personellen Aderlass in den letzten Jahren mit einem mehr als suspekten Personal arbeiten. Waren bislang zumindest Passrush und Defense Line stets gut genug gewesen, um gemeinsam mit der starken Offense eine wechselhafte „Back-7“ im Sooners-patentierten 4-2-5 System zu kaschieren, so galten letztes Jahr ausgerechnet Lauf-Abwehr und Passrush als riesige Schwachstellen.

Für Stoops wäre es schon ein Erfolg, wenn die Unit nach erneut vielen Abgängen nicht noch weiter auseinander fällt, aber um im BCS- und Conference-Rennen weiter vorne dabei zu bleiben, müsste die Defense sich eigentlich sofort verbessern.

Merkwürdiger Status quo vor diesem Herbst: Oklahoma ist nicht der Big 12-Favorit, und wird selten genannt, wenn es um mögliche BCS-Sieger geht. Die Granden in den Staaten sagen, ein unterschätzter Bob Stoops ist ein gefährlicher Bob Stoops und immer gut genug, um die Footballwelt zu übertölpeln, aber: Nein. Diese Mannschaft kommt nicht ungeschlagen durch. Die Kombination aus Schedule (z.B. out of conference-Spiel gegen Notre Dame), Ausgeglichenheit an der Conference-Spitze und unerfahrenem Spielermaterial ist zu viel „Uphill“ für eine Perfect Season.

The Countdown, T-minus 20: Oklahoma State Cowboys

The Countdown

#20 Oklahoma State Cowboys.
Big 12 Conference.
2012: 8-5.

Wenn ich über die Oklahoma State Cowboys schreibe, komme ich an Head Coach Mike Gundy nicht vorbei. Okay, im College-Football kommst du fast nie am Head Coach vorbei, aber Mike Gundy hat sich mittlerweile einen selbst für seine Gilde außerordentlichen Status erarbeitet: Er ist schon nach einem halben Jahrzehnt der erfolgreichste Coach der Universitätsgeschichte, und er schaffte dies trotz ständigem Kommen und Gehen in seinem Trainerstab und immer noch großen Nachteilen im Recruiting.

Gundys Mannschaften stehen für rücksichtslose Spread-Offense und Luftweg, Luftweg, Luftweg. Studenten kommen und gehen, Assistenztrainer kommen und gehen, aber die Ästhetik der Offense bleibt dieselbe. Letztes Jahr musste Gundy den kompletten Kern seiner Offense ersetzten (QB Brandon Weeden, WR Justin Blackmon), musste im Laufe der Saison nach vielen Verletzungen runter zu seinem dritten (!) Quarterback im Roster, es spielten Freshmen ohne Ende, aber nichtsdestotrotz gehörte der Angriff zu den fünf besten im Lande.

Gundy ist kein Kind von Traurigkeit, legt sich schonmal mit der Journallie an, und hat auch keine Scheu, den Unsympathen zu geben. In Stillwater (Heimat der Uni) ist er unantastbar, auch wenn er im Winter mal offen mit anderen potenziellen Arbeitgebern flirtet. Gundy feuert schonmal einen DefCoord trotz guter Zahlen, weil der ganz einfach zu alt wird. Gundy hat auch keine Scheu, unbekannte Coaches aus der Div-II anzustellen. Und das alles in einer einzigen Offseason – der diesjährigen.

Oklahoma State fuhr letztes Jahr „nur“ acht Saisonsiege ein (8-5 Bilanz), aber zumindest drei Niederlagen waren verhinderbar (plus eine 1-3 Bilanz in engen Spielen). Das Gerüst für die kommende Saison steht. Der Schedule ist bis in den November hinein machbar (TCU z.B. kriegt man zuhause), ehe die großen Brocken in den letzten drei Wochen warten. Weil man aber dank Spielplan lange Zeit heil durchkommen sollte, ist es nicht ausgeschlossen, dass die Cowboys viele Wochen im BCS- und Conference-Rennen diskutiert werden. Viel mehr als 2-3 Niederlagen erwarte ich eigentlich nicht. Insofern ist das Countdown-Ranking von #20 für meinen Geschmack eher konservativ gewählt.