College Football 2019 Preview: Big Ten Conference Mailbag

Nächste Mailbag-Runde – heute mit der Big Ten Conference. Rede und Antwort gestanden sind wieder Christian Schimmel(@Chris5Sh / DerDraft) und Jan Weckwerth (@giannivanzetti / Triple Option Blog).

Bevor der verpflichtende Klick auf „Weiterlesen“ erfolgt, sei auf die Preview von Jan auf die Big Ten Conference auf seinem Blog hingewiesen: Eastern Division und Western Division. Vorwarnung: „Detailliert“ ist noch eine Untertreibung.

Und damit weiter zum Mailbag. Weiterlesen

Akademische Viertelstunde – Woche 10: Nach der Vorentscheidung ist vor der Entscheidung

Rückschau auf Spieltag 10 im College Football. November hat bereits zugeschlagen… aber das war eh klar. Weiterlesen

College Football Preview 2017: Big Ten Conference

Die Big Ten Conference erlebt in den letzten Jahren einen ziemlichen Aufschwung, vor allem, seit in Ohio State (Urban Meyer), Michigan (John Harbaugh) und Penn State (James Franklin) neue Headcoaches am Werk sind, die der vor Jahren so banalen „Großen Conference“ wieder Leben und nationale Relevant eingehaucht haben. Weiterlesen

Akademische Viertelstunde im November: Alles und nichts hat sich geändert

Ich hätte es wissen müssen: College Football und November, das sorgt in Kombination nicht zum ersten Mal für Chaos. So fühlten sich bereits die samstags eingangs formulierten Zeilen vom „eher mauen Spieltag“ gefährlich nach Jinxen an – und so ist es gekommen. Drei der Top-4 im Playoff-Ranking haben am Samstag als hohe Favoriten verloren, mit dem Ergebnis, dass sich im Prinzip… doch nicht so viel verändert hat. Weiterlesen

Penn State Nittany Lions | 2016/17 Vorschau

Es mag an mir liegen, aber meine Erinnerung an den grausigen Sandusky/Paterno-Skandal ist noch sehr frisch. Sind wir wirklich schon fünf Jahre drüber? Ist Penn State – das Happy Valley des College Football – wirklich schon wieder so nah an der Normalität? Wenn ich sowohl den lokalen Foren als auch den mir bekannten Penn-State Studenten folge, sind wir schon wieder nahe Normalität. Weiterlesen

Nebraska Cornhuskers | 2016/17 Vorschau

Die Nebraska Cornhuskers sind eines der ganz großen Footballprogramme in den Vereinigten Staaten, das seit vielen Jahren verzweifelt auf der Suche nach dem Zauber der Vergangenheit ist. Wo in den 70ern und 90ern insgesamt fünf Landesmeistertitel eingeheimst wurden, wo man in den 80ern einen den prägenden Momente der College-Footballgeschichte lieferte, da ist man heute im Selbstfindungsmodus angekommen. Weiterlesen

Michigan Wolverines | 2016/17 Vorschau

Bei den Michigan Wolverines ist es wie mit allen Großmächten im College Football: Sie können jahrelang dahinsiechen, aber wehe, es gibt einmal eine gute Saison, und schon ist der HYPE TRAIN (in Großbuchstaben!) zurück. Michigan hatte diese gute Saison übrigens rein zufällig letztes Jahr: Man schrieb eine 10-3 Bilanz mit Option auf mehr an. Weiterlesen

Samstagsvorschauer, Week 12

Wichtige Partien zwischen hoch gerankten Teams heute in den Conferences Big Ten und Big 12. Und das beste: Fast alles ist bei SPORT1 US zu sehen. Weiterlesen

Big Ten Conference | College Football 2015/16 Preview

Die Big Ten Conference wähnt sich nach dem Landesmeistertitel der Ohio State Buckeyes sowie der Verpflichtung von Jim Harbaugh als neuem Head Coach in Michigan im Aufwind, doch bei genauem Hinsehen ist die älteste und stolzeste Conference im College-Football noch immer einige Schritte entfernt von den großen Ligen im US-Süden (SEC) und Westen (Pac-12).

2015 wird die Big Ten aber immerhin ein Elite-Team (eben Ohio State), ein sehr starkes Team (Michigan State) und eine Handvoll respektabler Mannschaften (Minnesota, Penn State, Michigan, Wisconsin, Nebraska) stellen. Das Problem sind eher die Hinterbänkler: Zu viel Mittelmaß. Weiterlesen

Big Ten Conference | Vorschau 2014/15

Die Big Ten Conference – bestehend aus nunmehr 14 Footballmannschaften – sieht sich als älteste und traditionsreichste Conference als etwas Besonderes in der Landschaft des College-Sports. Selbst- und Fremdbild klaffen bei dieser Liga aber schon seit einigen Jahren etwas auseinander, und so wurde die einst unbestritten wichtigste Liga in den letzten Jahren doch recht deutlich von SEC, Pac-12 und vielleicht auch von der Big 12 Conference überholt. Eine Vorschau auf das, was 2014/15 passieren wird. Weiterlesen

College Football 2014/15 – Die Conferences

Wie aus den vergangenen Jahren gewohnt, wird auch die anstehende Saison im College-Football nicht ohne veränderte Zusammenstellung der Conferences über die Bühne gehen. Die letzten Auswirkungen der großen Conference-Umwälzungen der Jahre 2010-2013 werden nun offiziell, mit erneut über zehn Mitgliedswechseln zur anstehenden Saison. Eine Übersicht. Weiterlesen

The Countdown, T-minus 3: Ohio State Buckeyes

The Countdown

#3 Ohio State Buckeyes.
Big Ten Conference.
2012: 12-0.

Wenn man die die fünf größten Football-Programme im College-Sport aufzählen soll, wird in 95% der Fälle die Ohio State University mit dabei sein. Gründe sind die lange Historie von Football in der Hauptstadt von Ohio (Columbus), die wiederZufalleswill außer einer Eishockey-Franchise kein Team in den Big-4 der US-Sportligen beheimatet, viele Erfolge, legendäre Trainerköpfe wie Woody Hayes oder Jim Tressel, und auch das 105.000 Zuschauer fassadene Ohio Stadium, genannt aufgrund seiner Bauform „The Horseshoe“, das zweitgrößte Stadion in den USA, dürfte mit in das Bild passen.

In den letzten beiden Jahren lief Ohio State außer Konkurrenz mit, weil man wegen eines (kleineren) Recruiting-Skandals, der auch Tressel den Kopf kostete, von der NCAA gesperrt war. Wer also College-Football erst seit kurzem verfolgt, wird vielleicht überrascht sein vom Terz, der in den US-Medien um die Buckeyes („Kastanien“) gemacht wird. Aber Ohio State ist schon eine gewaltige Hausnummer. Der letzte BCS-Titel liegt zwar mittlerweile zehn Jahre zurück und wurde auch nur dank einer Schiedsrichterfehlentscheidung gewonnen, aber 2006 und 2007 stand man jeweils im BCS-Finale und gewann auch hernach mehrmals die Big Ten Conference.

2012/13 schloss man eine perfect season mit 12-0 ab. Weil man aber wie besagt a.K. dabei war, wurde davon kaum Notiz genommen. Dafür gilt Ohio State vor dieser Saison als einer der Topfavoriten auf das Erreichen des BCS-Endspiels.

Urban Meyer (l.) als Headcoach in Florida. Wer den Typen halbrechts übrigens nicht kennt: Ab ins Bett. - Bild: Wikipedia.

Urban Meyer (l.) als Headcoach in Florida. Wer den Typen halbrechts übrigens nicht kennt: Ab ins Bett. – Bild: Wikipedia.

Einer der meist genannten Hauptgründe dafür ist der Head Coach Urban Meyer, der seit Januar 2012 das Zepter übernommen hat und zu den aktuell drei begehrtesten Trainern gilt. Meyer hat in Utah und Florida große Erfolge gefeiert und ist bekannt geworden durch seine innovative Auslegung der „Spread-Option-Offense“ mit guter Balance zwischen Pass und Lauf. Damit unterscheidet sich Meyer diametral von seinem „Vorgänger“ Tressel, dessen erzkonservative Spielweise eher auf Fehlerminimierung basierte. Meyer dagegen steht für Spektakel.

Ganz koscher ist Meyer vielen Leuten zwar nicht, Stichwort extrem laxe Handhabe bei disziplinären Problemen seiner Spieler sowie Bewegen am Rande des Regelwerks, was Recruiting und Trainingsvolumen angeht, aber es gilt als unbestritten, dass Meyer imstande ist, alles aus seinem Spielermaterial herauszuholen, was möglich ist, und dass eventuelle Misserfolge nur selten auf seinen Mist gewachsen sind.

Das zweite Grund ist das Spielermaterial. Die Toptalente laufen Ohio State quasi die Tür ein, und seit Meyer die sportliche Leitung über hat, gibt es auch Zufluss an Talenten aus dem US-Süden, wo sich die NFL-Kaliber auf den Füßen stehen. Nicht jeder kann bei Alabama oder Florida spielen, also gehen sie halt zu Meyer in den Norden. Einen glänzenden Ruf dort hat Meyer nach wie vor. QB Braxton Miller z.B. wird hinter vorgehaltener Hand bereits für einen möglichen Gewinn der Heisman-Trophy gehalten.

Dritter und dieses Jahr vielleicht wichtigster Grund: Der Spielplan. Der ist so wachsweich, dass für viele alles andere als die erneute perfect season zum Ende der Regular Season einer riesigen Enttäuschung gleich kommt. Die Big Ten Conference gilt als sportlich dieses Jahr ausgesprochen dürftig bzw. ohne echte Stolpersteine. Out of conference bestreitet OSU nur bessere Trainingsspiele. Eine 13-0 Saison wäre das quasi sichere Ticket ins BCS-Endspiel.

Soweit die Theorie. Die Geschichte zeigt aber, dass man im College-Football niemals von einer Perfect-Season ausgehen sollte. Zu viele Fehler passieren in diesem Sport. Selbst die besten Mannschaften haben viele nur durchschnittliche Spieler, denen Dummheiten passieren. Zu oft reicht ein einziger schwarzer Nachmittag für eine scheinbar unnötige Pleite. Selbst Meyers bärenstarke Mannschaften bei Florida oder die letzten beiden überirdischen Ausgaben von Alabama schafften es nicht ohne Niederlage durch die Saison. Und bei aller Liebe: Ohio State war im letzten Herbst zwar 12-0, aber das recht aussagekräftige Simple Rating System führte die Buckeyes nur an #13 (14pts über dem durchschnittlichen Team). Echte Dominanz sieht anders aus.

The Countdown, T-minus 11: Nebraska Cornhuskers

The Countdown

#11 Nebraska Cornhuskers.
Big Ten Conference.
2012: 10-4.

Die Nebraska Cornhuskers zählen zu den größten Schwergewichten des College Football, dank einer stolzen Tradition an Option-Offenses, die schon in der Urzeit des Sports begann. Nebraska ist ein weites Land, draußen in den Rednecks, entfernt von uns bekannten urbanen Gesellschaftsformen, und entsprechend zerstückelt sind die Dörfer und Kleinstädte. Die Universität Nebraska-Lincoln ist das große Identifikationspunkt des Staates, und sie kann über ein zwar nicht sonderlich bevölkerungsreiches, dafür aber unendlich weites Gebiet die Recruiting-Hohheit beanspruchen und gliedert schon seit vielen Jahrzehnten ihre Talente in immergleiche Spielsysteme.

Bis nach einer langen und erfolgreichen Zeit mit einigen der besten Mannschaften aller Zeiten der leichte Abstieg begann, und als reaktive Gegenmaßnahme ab Mitte der 2000er der ehemalige Head Coach der Oakland Raiders, Bill Callahan, als neuer Chef eingestellt wurde. Callahan riss alle Konventionen nieder und installierte einen quicken West-Coast-Style, mit dem sich die Menschen nicht identifizieren konnten. Callahan bekam nach der ersten historischen Pleite (vs Kansas wurden 2007 76 Punkte aufgegeben!) die Revolte zu spüren und wurde zugunsten con Bo Pelini abgesägt. Man hatte keine Geduld mit ihm. Man hatte Angst, dass nun alles anders wird.

Seit Pelini in Lincoln am Werk ist, ist die Meute wieder zufrieden: Ein schreihalsiger Defensivkünstler, dem in der Offense alles recht ist, solange nicht mehr als zehn Pässe pro Spiel geworfen werden. Das ist dann auch alles im Sinne von Athletic-Director und Nebraska-Legende Tom Osborne, den wir ja bereits kennen. Nebraska spielt mittlerweile nicht mehr wie zuvor seit Äonen in der Big 8 oder Big 12 Conference, sondern in der Big Ten Conference, in die man kulturell – Hand aufs Herz – auch etwas besser passt. Dort stehen keine Passfeuerwerke an. Dort wird noch überwiegend traditionell RRPP (run-run-pass-punt) gespielt.

Bloß: Es hat noch nie einer dran gedacht, dass man mit diesen Vorstellungen im heutigen College-Football kaum mehr 11-1 Saison en suite zustande kriegt, sondern sich eben mit reihenweise 9-4 Jahren zufrieden geben muss. Zumal Nebraskas Highschool-System nicht die Wunderspieler wie in Texas oder Florida hergibt. Und so sprechen wir hier über eine Großmacht, die verzweifelt versucht, wieder alten Glanz zu versprühen ohne von ihren uralten Werten loslassen zu wollen.

Dem Publikum isses wurscht: Die Leute kommen eh. Kein Spiel seit über 50 Jahren, das nicht ausverkauft war. Kaum ein Spiel, bei dem sich nicht noch vor dem Stadion 20.000 Verzweifelte ohne Karten tummeln. Cornhuskers-Heimspiele haben Kultstatus in einem bodenständigen Staat, dem es abseits von Football und der Bibel an echter Unterhaltung mangelt.

Was soll ich sonst noch schreiben: Dass QB Taylor Martinez mobil wie eh und je ist, und mittlerweile sogar sowas wie ein echter Werfer? Dass die Defense, die bisher gebaut war, die wurfgewaltigen Big12-Konkurrenten zu stoppen, noch immer nicht ganz soweit ist, die laufspielorientierte Big Ten einzubremsen? Alles schon oft gesagt. Es wird so „laufen“ wie immer: Nebraska putzt den Bodensatz im Schedule, gewinnt gegen 1 oder 2 der 4 „echten“ Gegner, weil es nicht die Qualität hat, sie alle – UCLA, Michigan (auswärts), Michigan State, Penn State (auswärts) – hintereinander zu übertölpeln, und am Ende wird man mit acht bis zehn Siegen in der Regular Season in ein Bowl Typus „Capital One“ eingeladen (um diese dann zu gewinnen oder zu verlieren, je nachdem um mit 9-4 oder 10-4 abzuschließen).

Und am 1. Jänner werde ich wieder die gleiche Story erzählen. Wie schon immer und immer wieder. Weil sie immer wieder sympathisch ist. Weil sie so… Nebraska ist.

The Countdown, T-minus 18: Michigan Wolverines

The Countdown

#18 Michigan Wolverines.
Big Ten Conference.
2012: 8-5.

Die Michigan Wolverines zählen zu den größten und einflussreichsten Sportprogrammen im College-Sport, und die Footballmannschaft ist dafür hauptverantwortlich: Als zweites großes Programm neben Ohio State ist man eine Fixgröße in der Big Ten Conference, und dank des größten Stadions im College-Football, dem Michigan Stadium (genannt „Big House“, 112.000 Zuschauer an Spitzentagen), gehört man auch zu den reichsten Unis, was Generieren von Umsatz angeht. Ach, und man schickt fast jedes Jahr eine Handvoll Talente in die NFL.

Michigan Stadium (The Big House)

Michigan Stadium (The Big House)

Trotzdem kommt sportlich insgesamt eher wenig bei rum. Das hat auch damit zu tun, dass man sich in den letzten sieben, acht Jahren intern uneins war, welche Spielphilosophie man eigentlich verfolgen wollte. Michigan ist die Uni, an der der legendäre Head Coach Bo Schembechler einst propagierte „three yards and a cloud of dust“ (Spielzug mit 3yds und aufgewirbeltem Staub ist das, was wir anstreben). Im Athletic-Department und unter den Beat-Writers in den Lokalmedien laufen etliche Grauhaarige ehemalige Kumpels von Schembechler durch die Gänge, und sie alle wollen den traditionellen „Michigan-Way“, hartes, trockenes Laufspiel und furzknackige Defense sehen.

Diese Traditionen wurden in der kurzen Ära unter Head Coach Rich Rodriguez (2008-2010) völlig über Bord geworfen, denn Rodriguez war berühmt geworden für seine weit offene Spread-Offense und ihr spektakuläres Spiel. Michigan gewann plötzlich 67-65 statt 14-10, und man jagte Rodriguez zum Teufel, bevor dieser sein Werk vollenden konnte. Zugegeben, Rodriguez spielte auch ziemlich das Arschloch, das du gerne rauswirfst, wenn mal zwei Spiele lang die Erfolge ausbleiben.

Installiert ist seit zwei Jahren Head Coach Brady Hoke als Rodriguez‘ Nachfolger. Hoke ist ein Ehemaliger der Universität und kennt den „Michigan-Way“. Seine Qualitäten als Coach sind umstritten; manche halten ihn für überschätzt und uninspirierend. Andere trauen ihm zu, Michigan zumindest wieder an die Spitze der Big Ten führen zu können. Was unbestritten ist: Hoke ist ein guter „Politiker“. Er brachte Ruhe in den aufgewühlten Laden. Hoke schafft es, Mannschaft, Trainerstab, Medien und Publikum zu einen und aufkommende Streitereien im Keim zu ersticken. Das ist an einer Uni mit so vielen Interessensgruppen nicht unwichtig.

Hokes Deütsaison 2011 endete überraschend in der Sugar Bowl. Aber wie so oft bei Teams, die schnell aufsteigen, ihre Siegbilanzen durch leichte Schedules, Turnover-Glück und knappe Siege aufmotzen, gab es letztes Jahr einen leichten Einbruch auf 8-5. Gegen sämtliche guten Gegner im Schedule wurde verloren. Man hatte Turnover-Pech, Verletzungssorgen und brauchte wochenlang, bis man sich im Klaren war, in welche Richtung die Offense gehen sollte.

OffCoord Al Borges bevorzugt schnelles Spiel mit kurzen Pässen, und vermehrtem Laufspiel. Explosivität ist sein Ding nicht. Insofern dürfte der Wechsel von QB Denard Robinson auf QB Devin Gardner, der schon letztes Jahr vonstatten ging, der Mannschaft helfen. Gardner ist wie Robinson ein Athlet, wurde einst vom QB zum WR geschult, und nun wieder zurück, aber Gardner hat gegenüber Robinson einen Vorteil: Er wirft besser und genauer. Er ist nicht so elektrisierend, aber mobil genug um auch eine Waffe als Scrambler zu sein. Hinter einer der besten Offensive Lines (u.a. mit LT Lewan, der als Top-10 Draftpick gilt) sollte Gardner ein guter Anführer der Offense sein.

Die Defense bereitet Kopfzerbrechen, weil sie zwar gut aufgestellt ist für das Stoppen von Laufspiel, aber kein Land gegen den Pass sieht. Der Passrush ist windelweich und die Secondary ist vom DefCoord Greg Mattison angehalten, nur ja nicht zu aggressiv zu Werke zu gehen, sondern lieber softes bend but don’t break zu spielen. Gegen die meisten Unis in der Big Ten reicht das, aber Michigan will eigentlich mehr, will wieder im Rennen um den Landesmeistertitel eingreifen.

Ich wage die Prognose: Das wird heuer nix. Nicht ausgeschlossen, dass Michigan Division und Conference gewinnt, aber eine Saison mit 11, 12 oder 13 Siegen käme schon einer schweren Überraschung gleich. Ich glaube nicht dran.