Notre Dame Fighting Irish Preview 2019

Die Notre Dame Fighting Irish sind eines der ikonischen Teams im College Football – Michael Weinreb beschreibt das Footballprogramm in seinem Buch „Season of Saturdays“ sogar als das wesentlichste in der landesweiten Entwicklung des College Football. Weiterlesen

Notre Dame Fighting Irish 2018 Preview

Die Notre Dame University genießt in der Welt des College Football eine ganz besondere Stellung. Sie ist die große Katholiken-Universität in den USA und galt als solche über viele Jahrzehnte nicht bloß als Vorreiterin im landesweiten Recruiting, sondern auch als meistgehasste Mannschaft der NCAA-Sportwelt.

Schließlich wusste das mächtige Notre Dame aus South Bend in Indiana die großen Zeitungen aus der US-Medienhauptstadt New York hinter sich – und jene Medien kürten Notre Dame nicht bloß einmal zu einem zweifelhaften Landesmeister. Doch Notre Dame ist nicht nur eine der unbeliebtesten Unis – sie ist auch eine der beliebtesten, die mitunter die meisten Fans in die Stadien und vor die Fernseher bringt.

Sie ist neben Michigan und Alabama – vielleicht sogar vor Michigan und Alabama – die Footballuniversität mit der größten Strahlkraft. Weiterlesen

The Countdown, T-minus 13: Notre Dame Fighting Irish

The Countdown

#13 Notre Dame Fighting Irish.
Independent.
2012: 12-1.

Der letzte Eindruck ist oft ein bleibender, was im Falle der Notre Dame Fighting Irish ein ziemlich negativer ist: So bitterböse, wie man von Alabama im BCS-Endspiel niedergemacht wurde (und, really, die 28pts-Niederlage war noch Gnadenbrot), tat man sich im Nachhinein schwer, die erste ungeschlagene Regular Season seit vielen, vielen Jahren schön zu reden.

Notre Dame ist keine gewöhnliche Uni. Notre Dame, die größte und strahlkräftigste Katholiken-Uni der Staaten, schleppt viele Jahrzehnte Football-Tradition und etliche Mythen mit, sodass sie auch ohne direkten sportlichen Erfolg stets relevant in der Wahrnehmung der US-Massen bleibt. Klassischer Fall von man liebt sie oder man hasst sie. Insofern war es schon überraschend gewesen, wie schwer Notre Dame letztes Jahr unterschätzt worden war, nachdem es vor der Saison klare Anzeichen einer exzellenten Saison 2012 gegeben hatte (viele knappe Niederlagen 2011, sehr gutes SRS, viel Turnover-Pech…). Einzig der Schedule hatte mich nervös gemacht, aber einen schweren Schedule spielt Notre Dame fast immer. Und wie es im Football oft so läuft, war Notre Dame kein viel besseres Team als vorher gewesen, allein, sie hatten die Würfel diesmal auf ihrer Seite: Sie gewannen Freakspiele gegen Pitt und Stanford mit Hilfe vom Heiligen Petrus und den Zebras (Slang: Refs) und wurstelten sich irgendwie ins BCS-Endspiel durch. Das ist ein Erfolg, den man nicht kleinreden muss, denn viele Teams, die ins BCS-Endspiel kommen, brauchen solches Glück, selbst Alabama, das ein viel besseres Team stellt, aber in den beiden letzten Jahren trotzdem jedes Mal auf fremde Hilfe angewiesen war, um das Endspiel überhaupt zu erreichen.

Dass die Fighting Irish im Endspiel so platt gemacht wurden, trimmt die Erwartungen für dieses Jahr und sorgt auch für eine gesündere Einordnung der Erwartungen: Yup, das Team ist immer gut für neun oder zehn Saisonsiege, aber ein Verpassen des BCS-Finals als Enttäuschung zu werten, ist vermessen.

Das Team von Head Coach Brian Kelly muss diesmal zusätzlich im Vorfeld der anstehenden Saison auf den einen oder anderen Eckpfeiler verzichten. LB Manti Te’o zum Beispiel ist weg. Te’os Einfluss auf die Defense wird im Nachhinein durch den bizarren Kekua-Hoax vielleicht etwas unterschätzt: Einen so dynamischen Spieler musst du erstmal ersetzen. Gut für das Team, dass die Defense Line um die künftigen Erstrundenpicks DT Louis Nix und DT Stephon Tuitt weiterhin erstklassig bleibt. Auch auf OLB Prince Shembo wird eine extrem wichtige Rolle zukommen, denn der Passrush der Front-Seven muss zünden, um eine ausgedünnte Secondary zu entlasten. DefCoord Bob Diaco ist nicht unbedingt bekannt dafür, viel zu blitzen.

In der Offense wurde der Quarterback der letzten Saison, Everett Golson (damals ein Freshman) von der Uni geschmissen. Das führt dazu, dass Kelly dieses Jahr wieder auf den alten QB, Tommy Rees, zurückgreifen wird, was im Umkehrschluss bedeutet: Wir sind nur zwei Interceptions von einer QB-Controversy entfernt. Auch beim Rest der Offense wird man abwarten müssen: Die Running Backs sind samt und sonders suspekt, aus der Crew der Ballfänger ist mit TE Tyler Eifert der meilenweit beste Mann in die NFL gegangen. Wie Eifert ersetzt werden soll, steht noch in den Sternen.

Notre Dame wird nicht einbrechen, dafür sieht die Front-Seven zu dominant aus. Aber es ist anzunehmen, dass die Mannschaft im Vergleich zur letzten Saison an Qualität eingebüßt hat, und vor allen Dingen im Zweifelsfall keine 5-0 Bilanz in engen Spielen mehr einfahren wird. Es wird wohl auf eine 8-4 oder 9-3 Regular Season hinauslaufen.

Notre Dame Fighting Irish 2012/13 Preview

Nach über 15 Jahren werden die Notre Dame Fighting Irish am 1. September 2012 wieder in Europa spielen: In Dublin im neuen Aviva Stadium, wo das alljährliche Spiel gegen die Navy ausgetragen wird. Um die Floskel zu bedienen: Die Fighting Irish sind in US-Sportkreisen eine Kultmannschaft. Die University of Notre Dame ist nicht irgendeine: Sie gehört zu den größten, renommiertesten Privatuniversitäten in den Vereinigten Staaten, sie gründet, wie der Name („Notre Dame“ = „unsere Frau“) vermuten lässt, auf katholischen Wurzeln und ist dank etlicher Charakterköpfe und vieler Titel und Heisman Trophys ein Mythos, ein absoluter Fixstern im College Football.

Die Aura, die die Notre Dame Fighting Irish mit ihren goldenen Helmen umgibt, sorgt auch für eine ganz spezielle Erwartungshaltung der riesigen, und quer über alle Bundesstaaten verstreuten, Anhängerschaft. Von Notre Dame wird erwartet, jedes Jahr oben mitzuspielen. Die Mannschaft antwortet seit Jahrzehnten darauf mit… Enttäuschungen. Notre Dame genießt einen BCS-Ausnahmestatus, konnte den aber nur dreimal nutzen. Über die ganz speziellen Rahmenbedingungen, unter denen Notre Dames Footballprogramm nur alle paar Jahrzehnte aufblüht, aber dann mit Hochblüte, hat der Journalist Michael Weinreb einen lesenswerten Artikel geschrieben.

Diese Erwartungshaltung, dass 10-2 Saisons nicht genügen, führte bis heute nicht dazu, dass die Notre Dame Fighting Irish sich ihrem schweren Schedule als Independent entziehen und in eine Conference eingliedern. Man hat einen millionenschweren TV-Vertrag mit NBC, man spielt alljährliche Rivalitäten mit bekannten Programmen wie USC, Michigan, Michigan State, Boston College, Purdue, Stanford oder der Navy. Kurzum: Die sportliche Leitung muss um die Schwierigkeit eines derart attraktiven, aber gutklassigen Schedules herumdoktern, will sie um den National Title mitspielen.

So auch der aktuelle Head Coach Brian Kelly, dessen Stuhl nach zwei 8-5 Saisons schon vorgewärmt ist. Kelly kam, wie so viele Coaches vor ihm, mit viel Boohay und einer Reputation als genialer Offensivkopf nach South Bend/IN, hat bisher aber seine atemberaubend schnelle Offense trotz zuletzt etwas mehr Esprit noch nicht implementieren können.

Hauptgrund ist das immer noch ungelöste Quarterback-Problem, an dem Kelly selbst auch nicht ganz unschuldig zu sein scheint. Das gegenseitige Ausspielen von Dayne Crist und Tommy Kelly Rees ging letztes Jahr katastrophal in die Hosen und blieb auch darüber hinaus nicht konsequenzlos. Crist wechselte entnervt die Universität (zu Kansas, wo Kellys Vorgänger Charlie Weis neuer Headcoach wurde), Kelly benahm sich in seiner Freizeit daneben, attackierte in der Offseason einen Polizisten tätlich und dürfte ebenso erstmal außen vor sein (ich habe die Information, dass Kelly für das erste Spiel gesperrt sein wird).

Es bleiben jedoch Optionen: QB Everett Golston, QB Andrew Hendrix, oder doch Kelly? Oder gibt es die ganz große Sensation und der Wendehals-Freshman QB Gunner Kiel? Die korrekte Beantwortung dieser Fragen wird wieder von entscheidender Bedeutung sein, denn obwohl Notre Dame zuletzt deutlich runder am Boden war, so will Kelly doch eine Pass-Offense installieren. Und dafür gibt es auch nach WR Malcolm Floyds Abgang in die NFL noch wichtige Bausteine, wie zum Beispiel TE Tyler Eifert, einer der allerbesten seines Fachs.

Das zweite große Problem des Angriffs waren letztes Jahr katastrophale Turnovers. Bei den Niederlagen gegen Michigan, gegen USC, gegen die Florida State University in der Bowl Season waren jeweils Orgien an Ballverlusten hauptverantwortlich für die Pleiten. Ditto gegen USF zum Saisonauftakt, als sich INTs und Fumbles mit Zeitmanagement zum Fremdschämen verbündeten zu einer blamablen Heimniederlage. Das ist alles schlecht, aber das gute daran: Turnovers lassen sich relativ leicht abstellen, und man muss dank „Regression zur Mitte“ nicht mal allzu viele Kräfte dafür aufwenden. Und weiter: Diese vier Niederlage waren allesamt sauknapp. Notre Dame war gar nicht weit von einem, sagen wir, 11-2 oder 12-1 entfernt.

Dafür hätte die Defense Bürge geleistet, die absolute Stärke (und das in einem Kelly-Team!). Knackige 3-4 Defense, unter DefCoord Bob Diaco von Jahr zu Jahr stärker geworden, nicht überaggressiv, nicht allzu viel blitzen müssend, und daher auch kaum Big Plays aufgebend. Aber eine Unit, die die Gegner einzubremsen vermag. Herz, Leib, Seele, Kopf und Lunge ist dabei der spektakuläre ILB Manti Te’o, der Mann mit der #5, der noch ein Jahr an der Universität dranhängt, bevor er 2013 in den NFL-Draft wechseln wird (und relativ sicher 1st round pick wird). Ein schmerzhafter Abgang dürfte der von Top-Recruit 2012, S Aaron Lynch, sein. Lynch kommt aus dem sonnigen Florida und kam nach intensiven Recruiting-Kämpfen mit Florida State; nun hat der Mann schon nach einer Saison Heimweh und kehrt zurück (geht zu USF).

Knackpunkt für die Defense: Sie schlug in den letzten beiden Jahren auffällig wenige Fumbles frei (jeweils ganze acht pro Saison, und das sind nur die forced fumbles). 8-5, dabei vier Niederlagen durchaus nur einen oder zwei Plays vom Sieg entfernt, viele Turnovers der eigenen Offense, kaum erzwungene Turnovers der eigenen Defense – klingelt’s? Das sind alles Gründe, weswegen ich Notre Dame an #24 im USA-Today-Poll für unterschätzt halte.

Gegen eine Mitsprache Notre Dames im BCS-Meisterschaftsrennen von 2012/13 spricht dagegen vor allem ein Fakt: Der Schedule. Zusätzlich zu den oben genannten traditionellen Rivalitäten kommt steht mit den #4 Oklahoma Sooners noch eine weitere ganz, ganz große Mannschaft im Spielplan. Massiv. Da mit 10-2 durchzukommen wäre schon aller Ehren wert.

Champ Sports Bowl 2011 live: Florida State Seminoles – Notre Dame Fighting Irish

[03h04] Für diejenigen mit Koffeinüberschuss gibt es jetzt noch den Gewinner der Heisman Trophy, Robert Griffin III („RG3“). Ich werde noch ein paar Drives zuschauen, aber kein Liveblogging mehr machen.

[03h00] Endstand Florida State 18, Notre Dame 14.

Glanzloser Sieg der Seminoles in einem Spiel, das über weite Strecken enttäuschte. Florida State brauchte bis tief ins dritte Viertel hinein, um ein Rezept gegen Te’o und Konsorten zu finden. Als es gefunden war und QB Manuel den Moment zum Gucken bekam, war es um Notre Dame geschehen. Jo, es halfen tiefe Bomben mit. Aber Notre Dame war auch erstaunlich mittellos gegen einen ruhigeren Manuel hinter halbwegs solider Protection.

Freilich halfen auch die drei INTs kräftig mit, zwei davon in der EndZone (beide gegen Rees), einmal eine sinnlose INT direkt auf den LB Bradham (gegen Hendrix), die den Stimmungsumschwung in dieser Partie brachte.

Lobeshymnen für die Seminoles wären fehl am Platz. Es ist ein Sieg, aber nichts, auf dem aufbauend man eine Mannschaft für nächste Saison in die Top-10 hypen sollte.

As for Notre Dame: Wenn ich mir den Schedule anschaue, wird 2012/13 auch recht heftig für die Irish. Michigan State, Michigan, Oklahoma, Stanford, USC als Gegner. Möglicherweise wird die Saisonbilanz nächstes Jahr erneut nicht viel besser ausschauen, selbst wenn Kelly die QB-Frage lösen kann.

[02h48] Rees riskiert, gleich einen Kopf kürzer gemacht zu werden. Notre Dame startet an der FSU28, hat fünf Minuten, und Rees wirft einen langsamen Ball in Doppeldeckung in die EndZone. Völlig überraschend ist das Resultat die dritte INT, 2:48 vor Schluss. Kelly dreht sich an der Seitenlinie resigniert ab, überlegt noch einen Moment, ob er sich zum Wutausbruch noch abdrehen soll.

[02h39] Brian Kelly staucht QB Rees nicht zum ersten Mal zusammen, nachdem Rees beim langen 3rd down nicht den Killerschlag sucht. Notre Dame spielt weiterhin ohne WR Michael Floyd und sieht in diesem Kontext seinen gefährlichsten verbliebenen Mann, TE Tyler Eifert, von einem Cornerback (#1 Mike Harris) bewacht. Eifert macht Plays, aber ohne Floyd sind die Optionen für Rees doch recht beschränkt. Positiv für Kelly: Der Punt wurde an der 0,1yds Line der Seminoles niedergelegt.

[02h31] Florida State 18, Notre Dame 14/Q4 8:05. Das emotionale Hoch nicht zum TD verwandeln können, weil Manuel beim 3rd down mit zwei Defensive Ends im Gesicht einen Ball in die EndZone 2m überwirft. Gemessen an den letzten Minuten muss Notre Dame sich nun aus einem ganz tiefen mentalen Loch hochziehen.

[02h26] Notre Dames Defense kriegt nun keinen Zugriff mehr auf QB Manuel. Wie vermutet sieht Manuel mit dem Funzen mehr Zeit plötzlich Land und traut sich beim 3rd-and-6 einen ganz tiefen Ball zu. Wieder fängt WR #80 Rashard Greene, diesmal im Nachfassen am Boden liegend, 2cm vor der Auslinie. Aber Respekt, wie locker nun der lange so starke Druck der Fighting Irish im Keim erstickt wird.

[02h11] Florida State 15, Notre Dame 14/Q4 13:18. Nun wirft auch Hendrix eine eher hanebüchene Interception, weil Hendrix den in der Zonendeckung hängenden LB Bradham übersieht und Bradham den Ball direkt auf die Brust serviert. Bradham wälzt sich ein paar Yards beim Return durch, ehe im nächsten Spielzug QB Manuel den WR #80 Greene in einer nicht hautengen Dreifachdeckung zum Touchdown findet. Jimbo Fishers Entscheidung, vorhin auf 2pts Conversion zu gehen, schlägt nun zurück, FSU scheitert zum zweiten Mal und führt nur +1 anstelle der durchaus möglichen +3.

[02h03] Florida State 9, Notre Dame 14/Q4 14:54. Erster Spielzug ist ein Manuel-Ball, der genau zweieinhalb Minuten in der Luft hing, ehe ihn WR Bert Reed runterpflückte zum ersten „Sechser“ für die Seminoles. Plötzlich ist Leben in der Bude.

[01h57] Das dritte Viertel geht in diesen Sekunde zu Ende und die Seminoles zeigen zum ersten Mal etwas Leben in ihrer Offense: Manuel komplettierte dank fantastischem Catch von WR Rashard Greene einen ganz tiefen Ball, kann dann mit etwas Zeit Screen-Pässe komplettieren, scrambeln und sogar erfolgreich die Bälle an die Running Backs übergeben. Man ist an der RedZone, ein zäher Marsch vorwärts, aber die Körpersprache bei den Seminoles ist plötzlich eine ganz andere.

[01h39] Florida State 3, Notre Dame 14/Q3 9:03. Ein langer Kickoff-Return vom flinken FS Joyner, eine gebremste Offense, eine Strafe gegen die Defense = 42yds Field Goal für K Hopkins. Joyner ist für einen Safety erstaunlich schnell, dabei muss man wissen: Joyner wurde als Sprinter für die Cornerbacks rekrutiert, aber aufgrund des schieren Überangebots an athletischen CBs auf Safety umgeschult, da man ihn als zu schade ansah, um draußen zu sitzen. Joyner, ein big hitter bei zirka 1,20m Körpergröße, als Instinktfootballer einer meiner Lieblingsspieler im College Football.

[01h30] Florida State 0, Notre Dame 14/Q3 11:24. Wilder, wilder TD-Spielzug, als QB Rees einen Ball in die EndZone lupft, wo WR Michael Floyd dem Gegenspieler CB Greg Reid überlegen ist, und im sechsten oder siebten Nachfassen einen spektakulären Touchdown fängt, während Reid böse mit dem Helm voraus auf dem Boden aufschlägt, sich aber wie durch ein Wunder nicht Hals und Genick bricht, sondern „nur“ gestützt rausgetragen werden muss. Scary, scary shit.

Notre Dame machte es nun interessant: Nutzte FSUs Undiszipliniertheit aus, wechselte zwischendurch als Tempowechsel den Scrambler QB Hendrix ein und schlug gleich nach dem verletzungsbedingten Ausfall von Floyd-Bewacher #27 Xavier Rhoades eiskalt zu. Zweifellos gut gemacht von Brian Kelly – nun könnten die Seminoles ohne die beiden besten Deckungsspieler auskommen müssen (Rhoades/Reid).

[01h16] Habe ich das richtig mitgekriegt oder gibt es im College Basketball gerade ein Spiel mit Halbzeitstand „14-9“? In diesem Falle danken wir dem Herrn für diese sieben Punkte in Orlando.

[01h04] Halbzeit Florida State 0, Notre Dame 7.

Fürchterliches Spiel in der ersten Halbzeit. Keine der Offenses kriegt irgendwas auf die Reihe. Notre Dame sieht für meine Verhältnisse fast noch trauriger aus, die Quarterbacks kriegen trotz Zeit ganze 4.3yds/Passversuch zustande. Vierkommadrei, obwohl die Seminoles überhaupt nichts besonderes entgegenwerfen. Björn Werner hatte übrigens einen Sack und um ein Haar einen erzwungenen Fumble.

Florida State sieht nicht ungefährlich aus in den Momenten, in denen QB Manuel einen Moment zum Werfen kriegt. Weil Manuel hinter der taufrischen Offensive Line (angeblich vier Freshmen?) aber zumeist null Zeit zum Schnaufen bekommt und schon im Zurückstapfen unter Druck steht, werden fast alle Drives im Ansatz niedergemacht, Manuel niedergeschlagen. Florida State 0/7 bei 3rd downs, was alles sagt. Dazu ein Laufspiel mit 9yds in 14 Versuchen (vier davon waren allerdings Sacks).

[00h47] Während sich Notre Dame noch an den paar erzielten Punkten hochziehen kann, herrscht an der Seitenlinie der Seminoles blanke Frustration angesichts der schieren Unfähigkeit, den Pass Rush zu stoppen. Und es wäre nicht so, dass Notre Dames Front Seven da aus allen Rohren schießen würde…

[00h38] Während sich Co-Kommentator Gilmore wundert, warum QB Manuel kein Vertrauen in die Protection habe (warum bloß?), probieren die Seminoles einen Punt-Fake, der ein paar Zentimeter zu früh gestoppt wird. Angesichts der Aussichtslosigkeit, auf die traditionelle Weise was zustande zu bekommen, eine gute Entscheidung Fishers.

[00h28] Erstes 1st down der Seminoles durch eine Strafe (late hit gegen #55 Prince Shembo/“dirty“?), aber ansonsten dasselbe Lied: Florida States QB E.J. Manuel kriegt überhaupt keine Luft zum Atmen und wird andauernd niedergeschlagen und gesackt, konnte nur einmal per genialem Scramble dem massiven Druck entweichen. Überhaupt ein schwer anzusehendes, unrhythmisches Spiel mit einigen Strafen und vielen Auszeiten, um Strafen zu verhindern. Wenn ich da an Toledo-Air Force gestern denke…

[00h14] Kelly wechselt für einen Drive den jungen QB Andrew Hendrix ein, der gleich mal eine Auszeit verbrennt. Dann kommt Hendrix aber langsam ins Rollen, u.a. mit einigen NFL-reifen Pässen, deutet auch seine Beweglichkeit an, aber zum Ausklang des ersten Viertels setzt Notre Dames Kicker ein 48yds Field Goal rechts vorbei.

Florida State kommt wieder auf das Feld. Die Versuche, die Protection zu stabilisieren, sind interessant: Mal wird ein Spreading mit 5 WR versucht, dann kommt ein zusätzlicher Tight End, aber so richtig effizient war datt ganze bis dato nicht.

[23h54] Die Offensive Line der Seminoles gibt QB E.J. Manuel in dieser Anfangsphase zum Abschuss frei. Sind es die beiden unerfahrenen Guards? Manuel wird bei jedem Spielzug entweder gesackt oder niedergeschlagen, FSU kommt überhaupt nicht in Tritt und hat noch kein 1st down erzielt. Dagegen fällt bei Notre Dame auf, dass der Pass Rush gezielt durch wohl getimte Blitzes verstärkt wird, wobei sich vor allem #5 Te’o hervortut. Dass Te’o 2012 am College bleibt, sollte Notre Dame nächstes Jahr helfen.

[23h47] Florida State 0, Notre Dame 7/Q1 9:04. Der super-athletische LB #5 Te’o schlägt dem Backup/Backup-RB #8 Devonta Freeman den Ball nach einem Screen-Pass aus der Hand, der Ball wird straight zum Touchdown returniert. Zwei Spielzüge, zwei Turnovers. Geht ja mal gut los.

[23h42] QB Tommy Rees bestätigt gleich mal seinen Ruf, wirft bei 3rd down in die EndZone hinein eine INT: Ball von LB Jones Bradham direkt in die Arme von FS #20 LaMarcus Joyner abgefälscht und Joyner mit einem wilden 25yds-Return mit zig gebrochenen Tackles.

[23h31] Florida State vor dem Spiel: Die Verletzungsprobleme schlagen ziemlich arg durch, sodass in der Offensive Line heute beide Rookies ihren allerersten Einsatz in der Startformation haben werden. Was für das Laufspiel suboptimal ist, zumal dort der gefährlichste Running Back wegen zu schlechter Noten gesperrt ist.

[23h25] Im Vorfeld des Spiels wird der deutsche DE Björn Werner außerordentlich gelobt und als möglicher „high round draftpick“ (O-Ton) bezeichnet. Werner ist heuer Sophomore, wäre frühestens im April 2013 „draft-eligible“.

[22h43] In ca. einer Dreiviertelstunde wird das Reminiszenzenduell FSU – Notre Dame angepfiffen. Ich mache schonmal den Thread fürs Liveblogging auf.