College Football 2019 Preview: Pac-12 Conference

Die Pac-12 Conference ist die am meisten übersehene Power-5 Conference im College Football: Weder versprüht sie den Glanz der SEC, noch kann sie mit Schwergewichten wie Clemson (ACC), Ohio State (Big Ten) oder Oklahoma (Big 12) aufwarten. Erschwerend kommt hinzu, dass die US-Westküste generell an der späten Zeitzone zu knabbern hat: Wenn am Pazifik Primetime ist, schlummert Max Mustermann im Osten schon längst in seinem Bett. Weiterlesen

Die ersten Eier fliegen in Australien

Inmitten aller Previews für die College-Football Saison findet heute Nacht schon still, heimlich und leise deren Auftakt statt – und zwar im fernen Sydney: California Golden Bears gegen Hawaii Rainbow Warriors, ab 4h in der Nacht auf morgen live im ESPN Player. Weiterlesen

The Countdown, T-minus 95: California Golden Bears

Paul Myerberg ist in seinem College Football Countdown bei der #95 angelangt, und es sind die California Golden Bears aus der Pac-12 Conference. Dieses Ranking mag niedrig erscheinen für eines der traditionsreichsten Sportprogramme von einer der besten staatlichen Universitäten des Landes, aber es gibt gute Gründe dafür: Cal ist in massivem Umbruch.

Im letzten Herbst soff die Mannschaft, von der man eigentlich einiges erwartet hatte, gnadenlos ab und kassierte eine 3-9 Bilanz. Der alte Coach wurde abgesägt und mit Sonny Dykes von Louisiana Tech wurde einer der am heißesten gehandelten Leute auf dem Trainermarkt geholt.

Dykes steht voll in der Tradition der „Air Raid“-Offense und gehörte im letzten Jahrzehnt zu den innovativsten Trainerköpfen im Footballgeschäft. Seine Philosophie besteht aus Spread-Offense und extrem guter Balance zwischen Lauf- und Passspiel. Dykes ist der beste Freund eines Quarterbacks, aber es gibt für den kommenden Herbst einen Knackpunkt: Die Installation der Offense brauchte bei Dykes in den letzten Jahren meistens mehr als eine Spielzeit, weswegen man in diesem Jahr viele growing pains befürchtet.

Das Spielermaterial ist allerdings relativ unerfahren: In der Offense kehren nur vier Starter zurück, darunter zwei Offense Liner und fast keine Skill-Player. Dykes pflegt, großgewachsene, massive Blocker ins System zu bauen; das Material dafür ist im Kader, aber es sind fast nur Jungs im ersten und zweiten Jahr.

Der Quarterback könnte mit Jared Goff ein kompletter Grünschnabel frisch aus der Highschool werden, bei den Running Backs gibt es nur den Weltklassesprinter Brendan Bigelow, den wir letztes Jahr einmal live bei ESPN America bewundern durften:

4 Carries, 160yds, Baby. Und dieser grandiose erste Touchdown. Hinter Bigelow wird es leider bedenklich dünn im Depth-Chart und es sind ausschließlich Freshmen oder Verletzungsfragezeichen, und keine Power-Backs, die in der Dykes-schen Version der Air Raid-Offense eine so zentrale Rolle spielen.

Alle sind sich sicher, dass Dykes es schaffen wird, spätestens in zwei Jahren eine ausgefeilte Offense zu orchestrieren; die Frage ist nur, was schon in diesem Herbst drin ist, mit so vielen unerfahrenen Spielern und einem neuen Spielsystem. Man mische eine Umstellung in der Defense von 3-4 auf 4-3 mit rein und sehe zu, wie die Mannschaft in einer 4-8 Saison den Kinderschuhen entwächst.

Pac-12 Conference vor der Saison 2012/13: Die Northern Division

Nach dem sonnigen Süden nun in den nasskalten Norden der Pac-12 Conference, an die Bucht um San Francisco, und in die regnerischen Wälder Oregons und Washingtons. Es ist die Division des Nordwestens der Vereinigten Staaten, dort, wo die Stadien zwar keine 100.000 fassen, aber das Publikum in den zumeist schnuckeligen Arenen frenetisch wie in nicht jeder SEC-Arena aufgeigt.

Den Divisionsfavoriten kennen wird bereits: Oregon hatte ich einen eigenen Eintrag spendiert. Wenden wir uns der Konkurrenz zu. Den Stanford Cardinal zum Beispiel, die nach dem Abgang von QB Andrew Luck kein Trübsal blasen, weil man – ungewöhnlich für diese akademische Elite-Uni – plötzlich gut aufgestellt ist: Head Coach David Shaw hat für Stanford-Verhältnisse (exzellente Athleten sind schwer zu bekommen, weil Stanford noch Wert auf den „Student“ in Student Athlete legt) sensationell rekrutiert und die landesweit fünftbeste Klasse 2012 eingefahren. Shaw wirbt mit der Herausforderung: Spielen und pauken – nur die absolut Besten kommen da durch und sind gemacht fürs Leben.

Die Fragezeichen gibt es in der Offense, wo der RB Stepfan Taylor (kein Schreibfehler) den jungen QB Brett Nottingham (edit: Luck-Nachfolger scheint Josh Nunes geworden zu sein) tragen muss. Die Defense baut auf Physis und ihre herausragende Front-Seven, die zu den druckvollsten gehört, was Sacks angeht und Laufspiel meist komplett abwürgt. Könnte trotzdem eine happige Saison werden, mit USC, @Notre Dame und @Oregon im Spielplan.

Die Chance für die California Golden Bears (auch: Cal)? Nach Jahren der Stagnation ist in Berkeley plötzlich so was wie Euphorie zu spüren, was an der Combo QB Zac Maynard/WR Keenan Allen liegen mag. Oder am sanierten Heimstadion. Oder am sehr, sehr starken Defensive Backfield. Man hält sogar 9-3 für nicht ausgeschlossen.

Auch die Washington Huskies sind recht enthusiastisch, trotz der verheerenden Defense. Head Coach Steve Sarkisian hat nach Jahren am Boden (u.a. 0-12 im Jahr 2008) ansehnliche Aufbauarbeit geleistet und kann auf eine starke Offense vertrauen: QB Keith Price besitzt einen NFL-kompatiblen Arm, besser als es Jake Locker je war, und obwohl mit RB Polk und WR Kearse die besten Skill Player in die NFL gegangen sind, gibt es dahinter gute Nachrücker. Sehr gespannt bin ich auf die Defense, die kaum Druck zustande bringt (welch Wunder, wenn ein Defensive End wie Shirley keine 100kg auf die Waage bringt!), aber in der Secondary große Talente besitzt. Der Safety Shaq Thompson ist z.B. ein unglaublich gehypter Freshman. Washington wird sich dennoch schwer tun, in den Top-25 zu bleiben, weil der Schedule sich gewaschen hat: @LSU (8.9.), Stanford (27.9.), @Oregon (6.10.), USC (13.10.) in der ersten Saisonhälfte!

Die Huskies sind aber weiter als der innerstaatliche Rivale Washington State. Die Coogs kommen dafür mit viel Boohay um ihren neuen Head Coach Mike Leach daher, der vor zweieinhalb Jahren unter mysteriösen Umständen bei Texas Tech gefeuert worden war. Mike Leach, das ist nicht irgendwer. Mike Leach, das ist der vielleicht wichtigste Vordenker der unglaublich passlastigen „Air Raid“-Offense – die Texas-Tech-QBs pulverisierten unter Leach die Passrekorde gleich serienweise.

Die Zauberformel lautet: Creating space, using space. Die zirka einhundertdreiundfünfzig Wide Receivers an der Anspiellinie kreuzen sofort ihre Routen, und innerhalb von nullkommasieben Sekunden (oder so) muss der Quarterback geworfen haben. Es braucht keinen QB mit Staffords Raketenarm. Es braucht nur einen kurzentschlossenen, blassen Werfer. Einen wie QB Connor Halliday, der bei Washington State heuer starten soll. Es braucht aber auch eine halbwegs vorzeigbare Offensive Line – und genau daran wird der Angriff in Leachs erstem Jahr scheitern. Von der Defense ist nicht viel zu erwarten, höchstens, dass die erneuerte Front Seven ein bisschen Terz machen kann.

Bleibt das Mauerblümchen, die Oregon State Beavers vom beliebten, aber langsam unter Druck geratenden Head Coach Mike Riley. Oregon State war zu Beginn „meiner“ College-Football-Zeit (iss nicht soooo lange her) ein mit Ehrfurcht vernommenes Programm, kommt aber seit drei Jahren nicht mehr aus dem Loch. Verletzungsprobleme. Auswärtsschwäche. Ein QB Sean Mannion, der hinter einer wackeligen Protection immer wieder kurz vor dem Durchbruch ein Spiel mit 4 INTs einstreut. 2011 verlor man glatt auch noch gegen ein Team aus der FCS, was heuer nicht passieren darf, außer Riley will unbedingt in Rente gehen.

Summa summarum: Eine durchaus bärenstarke Division, die die Pac-12 da im Norden mittlerweile aufgestellt hat. Kein Vergleich zu dem, was wir heute Vormittag aus dem Süden kennen gelernt haben. Durchaus nicht ausgeschlossen, dass fünf Teams aus dem Norden die Bowl Season erreichen.

11 Spieler v 1000 Fans: Touchdown statt Spielabbruch

[Aus den Tiefen des Archivs ein kleines Football-Schmankerl anläßlich des Fußball-Relegationsspiels Fortuna v Hertha BSC letzte Woche Dienstag.]

Am 20. November 1982 kommt es im Memorial Stadium zu Berkely zur 85ten Auflage des Big Game: Stanford – Cal. Es ist eine der ältesten Rivalries im traditionsbewußten College Football. Das erste Mal treffen Golden Bears und Cardinal 1892 aufeinander.

90 Jahre später benötigt Stanford, zu diesem Zeitpunkt mit einer 5-5-Bilanz, unbedingt einen Sieg im Hause des Erzrivalen um eine Bowl-Einladung zu bekommen. Angeführt von John Elway, mutmaßlich der beste College Quarterback aller Zeiten, treffen sie auf die 6-4 Golden Bears. Cal führt Mitte des vierten Viertels mit 19-14 als Elway seine Cardinal in FG-Position bringt und Kicker Mark Harmon den Anschluß zum 19-17 macht.

Die Defense Stanfords läßt keine Punkte mehr zu und mit 1:27 Minuten auf der Uhr bekommt Elway mit seiner Offense den Ball an der eigenen 20-Yard-Linie mit der Chance, seinem Ruf als Comeback King ein weiteres Kapitel hinzuzufügen. 30 Sekunden später ist es 4th&17 – Elway mit Laserball zum 1st Down. Nach zwei weiteren First Downs nimmt Elway auf Geheiß von Head Coach Paul Wiggin mit acht verbleibenden Sekunden eine Auszeit. Wiggin will die Uhr nicht noch weiter runterlaufen lassen, um im Falle eines vertrottelten Snaps oder einer Strafe noch einen zweiten Field-Goal-Versuch machen zu können. Mit vier Sekunden auf der Uhr verwandelt Harmon zur 20-19-Führung; Stanfords Mannschaft, Fans und Marching Band flippen völlig aus; der Hall of Fame Bowl wartet. Das Ende eigentlich nur noch Formsache. Der anschließende Kickoff ist ein Squib Kick, ein Golden Bear nimmt ihn auf, ein Lateral, jemand stürzt, es sieht aus wie down by contact. Ein ziemliches Durcheinander auf dem Spielfeld und daneben; Stanfords Marching Band macht sich auf den Weg runter von der Tribüne, raus aufs Spielfeld zum feiern. Aber so richtig zu Ende war das Spiel gar nicht.

College Football 2011/12, Week #12 TV-Guideline: Sturmfreie Gewässer, oder?

Ruhe vor dem Sturm? College Football hat eine Woche vor dem großen „Rivalry Weekend“ erstmals seit Start der Törggelesaison kein herausragendes Einzelspiel und auch bei ESPN America gibt es „nur“ Big Ten und Pac-12. Die einzelnen Partien haben es aber allesamt in sich.

ESPN America

Sa, 10h30 Tape: Iowa State – Oklahoma State
Sa, 15h00 LIVE: ESPN GameDay (aus Houston!)
Sa, 18h00 LIVE: Michigan – Nebraska
Sa, 21h30 LIVE: Ohio State – Penn State
Sa/So, 02h LIVE: Oregon – USC (So/12h Tape)
So, 7h00 Tape: Illinois – Wisconsin
So, 9h30 Tape: Arkansas – Mississippi State
Mi, 9h00 Tape: Baylor – Oklahoma
Do, 12h00 Tape: NC State – Clemson
Do, 14h30 Tape: Stanford – Cal

In wenigen Minuten beginnt die Aufzeichnung von Iowa State gegen #2 Oklahoma State und damit die Antwort auf die Frage, ob die Cowboys mit ihrer wunderbaren Offense, aber fragilen Defense nicht doch noch stolpern wollen. Die nächste (und dann letzte) Chance würde es in zwei Wochen gegen die Oklahoma Sooners geben.

Am Nachmittag wie gewohnt um 15h ESPNs College GameDay, diesmal vor dem Robertson Stadium in Houston (!), womit man den kleinen Cougars (an #11 gerankt) an einem ansonsten brennpunktarmen Tag Tribut zollt. Gespannt bin ich auf die Stimmung um den GameDay, gilt Houston ja nicht gerade als fruchtbares Terrain für College Football, trotz Ungeschlagenheit und aller Rekorde von QB Case Keenum.

Die Livespiele bieten großartige Kulisse: Das Michigan Stadium („Big House“, 114.000 Plätze) in Ann Arbor bei Michigan – Nebraska um 18h, das Ohio Stadium („The Horseshoe“, 102.000 Plätze) zu Columbus bei Ohio State – Penn State um 21h30 und das Autzen Stadium (55.000 Plätze) von Eugene/Oregon, wo sich bei discoreifem Lärmpegel die Oregon Ducks und die USC Trojans im „wahren“ Pac-12 Finale matchen werden. „Wahr“, weil die Süddivision der Pac-12 heuer riskiert, ein Team mit 6-6 oder schlechter in das erste Conference-Finale zu schicken, da die Trojans, einzig nennenswertes Kaliber dort, noch gesperrt sind.

Bei #18 Michigan – #16 Nebraska ist die Tie-Breaker-Situation interessant: Wolverines und Huskers rangieren jeweils bei 4-2 ein Spiel hinter Michigan State (5-1), wobei Michigan gegen Michigan State verloren, Nebraska gegen Michigan State aber gewonnen haben. Michigan State spielt heute daheim gegen die unterirdischen Indiana Hoosiers. Heißt wohl: Gewinnen die Wolverines dieses Spiel, stehen die Michigan State Spartans als Sieger der Legends Division fest.

Ärgerlich ist, dass ESPNA Arkansas/Mississippi State aus dem Programm für 21h30 gekickt hat. Ohio State (3-3) vs. #21 Penn State (5-1) ist zu 95% uninteressant, da die Buckeyes praktisch aussichtslos auf das Conference-Finale sind, während bei den skandalgeschüttelten Nittany Lions wohl eh alles vom Auswärtsspiel nächste Woche bei den Wisconsin Badgers (4-2) abhängt. Wisconsin spielt bei Illinois, kein Selbstläufer, aber ein fest eingeplanter Sieg. Wisconsin @ Illinois gibt es morgen in aller Herrgottsfrüh um 7h als Tape.

Die #4 Oregon Ducks treffen gegen USC auf den zweiten großen Pac-12-Quarterback in Serie: QB Matt Barkley, ein Traum für Schwiegermütter und aktuell als Junior vor der schweren Entscheidung „NFL oder nicht NFL?“. Barkley und USC wären 2012/13 wieder teilnahmeberechtigt in BCS und Bowls und wären BCS-Titelanwärter. Andererseits wäre Barkley nach dieser Saison Top-10 Anwärter im Draft. Paul Myerberg hat sich mit Barkleys Situation auseinandergesetzt.

The Big Game

Heute, 04h15 findet auch The Big Game statt (live im ESPN-Player), das Lokalderby an der Bucht, #8 Stanford gegen die California Golden Bears. Ein Spiel zweier superreicher Universitäten mit gigantischen Stiftungsvermögen, und beide im Football nicht wirklich die großen Player. Trotzdem hat das Spiel ein paar Jahrtausende Tradition vorzuweisen, unter anderem den wohl berühmtesten letzten Spielzug der Footballgeschichte.

Gespielt wird neben Ruhm, Ehre und einem Jahr Verhöhnungslizenz um eine Holzfälleraxt – die Stanford Axe – und für Andrew Luck und seine Cardinal geht es bei Ungeschlagenheit noch um die potenzielle Einladung auf die große Bühne: Eine BCS-Bowl ist noch drin, im Bestfall sogar die Rose Bowl (wenn Oregon doch noch ins BCS-Finale durchrutschen sollte).

Bei ESPN America wird das Spiel am Donnerstag, 24. November um 14h30 aufgezeichnet. Wenn nicht wieder der Sendeplan bis dahin durchgeschüttelt wird.

Eurosport 2

Sa, 22h LIVE: Notre Dame – Boston College (Wh. Mi, 11h30)
So, 10h Tape: Purdue – Iowa (Wh. Di, 10h/Mi, 14h)

Notre Dame – Boston College ist ein Religionskampf der zwei katholischen Unis in der FBS und in den letzten Jahrzehnten zu einem regelmäßigen Kräftemessen geworden.

Das andere Spiel ist aus der Big Ten Conference: Iowa hat seine Saison letzte Woche zu Grabe getragen, indem man gegen Michigan State verlor und von „hat es selbst in der Hand“ zu „praktisch ausgeschieden“ mutierte.

College Football 2011/12, TV-Guideline für Woche 7: Die Conference-Saison nimmt Fahrt auf

College Football geht schön langsam in die heiße Phase der Conference-Spiele, die nun in immer hemmungsloseren Ansetzungen resultieren wird, nachdem dieses Wochenende die ersten BCS-Standings veröffentlicht werden. Das Programm dieser Woche ist unter diesem Gesichtspunkt interessant, aber auch als „Aufwärmprogramm“ für das, was danach folgen wird, zu betrachten ist.

California Golden Bears – USC Trojans

Freitag, 15h30 Tape bei ESPN America

Zweimal Pac-12, und zweimal Teams, die im Rennen um den Pac-12 Titel keine Rolle spielen werden: Cal, weil die Golden Bears sportlich wohl eine Nummer zu klein sind, USC aufgrund seiner Sperre vom Pac-12 Endspiel. So wird der Thrill primär aus dem Faktor „Rivalität“ gezogen werden, und Cal dürfte eine besondere Motivation besitzen, wurde es doch seit 2003 jedes Jahr von den Trojans abgeschlachtet.

Allerdings dürfte die Erinnerung an die letzte Saison eher schmerzen. Damals stürmte USC zu einem 42-0 zur Pause, mit 372yds Offense in der ersten Hälfte (QB Matt Barkley dabei fünf TD). Dieses Jahr ist USC im Angriff ziemlich passlastig, wobei vor allem WR Rashaun Woods unglaubliche 44% der Passyards fängt, während der tiefreligiöse Sunnyboy Barkley ein Muster an Unbeständigkeit ist. Gegen Cal dürfte es trotzdem reichen, da die Bears über kaum Pass Rush verfügen, weil sie in der Defense dafür gebaut sind, den Lauf zu stoppen.

San José State Spartans – Hawaii Warriors

Samstag, 9h Tape bei ESPN America

Ein Duell aus der WAC, wobei Hawaii (1-0 WAC) favorisiert sein dürfte, aber auch San José State zu den bisher recht positiven Erscheinungen der Saison zählt, trotz 2-4 Bilanz. Hawaii verlässt sich im Angriff fast ausschließlich auf den Rastaman QB Bryant Moniz (1578yds, 15 TD, 1 INT, 4 Lauf-TD), während die Spartans einen deutlich ausgeglicheneren Angriff besitzen, der vor allem weniger Turnovers als die Warriors begeht.

Michigan State Spartans – Michigan Wolverines

Samstag, 18h LIVE bei ESPN America

Das Derby der beiden wichtigsten Football-Universitäten im Staate Michigan, und es liest sich wie ein interessantes Matchup. Die immer noch ungeschlagenen #11 Michigan Wolverines verfügen in dieser Saison nach Jahren endlich mal wieder über eine annehmbare Defense, die zwar viele Yards über den Luftweg zulässt, aber hart genug spielt, um zwei, drei Turnovers/Spiel zu provozieren. Dem werfen die #23 Michigan State Spartans einen eher blassen Angriff entgegen, wo QB Kirk Cousins immer gut ist für die eine oder anderen INT, aber Cousins ist einer der QBs, die einen Angriff mit hoher Completions Rate (68%) immer am Leben halten können. Die Spartans glänzen sowieso primär in der Defense, die ganze 173yds/Spiel zulässt, nur 64yds davon im Laufspiel. Michigans Offense wirft dem allein QB Denard Robinson entgegen, einen fürchterlich unpräzisen Werfer, der immer für 3 INTs/Halbzeit zu haben ist, aber solange er noch auf zwei Beinen laufen kann, auch 200yds Laufspiel machen wird. Robinson wird stets als Heisman-Trophykandidat gehandelt, was IMHO ein Hochjazzen ohne Aussicht auf Erfolg ist, solange Robinson nicht wenigstens halbwegs adäquate Bedrohung als Werfer wird. Vielleicht hilft, wenn Robinson die Wolverines nach drei Jahren Sieglosigkeit über Michigan State mal wieder zu einem vollen Erfolg gegen die Spartans führt.

Texas Longhorns – Oklahoma State Cowboys

Samstag, 21h30 LIVE bei ESPN America

#22 Texas leckt nach der verheerenden Niederlage gegen Oklahoma noch seine Wunden, wurde in allen erdenklichen Matchups einfach niedergemacht. Größter Knackpunkt der Longhorns ist aber das offene Scheunentor in der Secondary mit all seinen blutjungen Spielern. Nun kommt mit #6 Oklahoma State rein zufällig der vielleicht beste Pass-Angriff im College Football daher. Das Zusammenspiel zwischen QB Brandon Weeden und WR Justin Blackmon ist fassungslos, was man an Blackmons Zahlen ablesen kann, die da lauten: Im Schnitt 9 Catches für 107yds und 1,2 TD/Spiel. OSU spielt eine meiner Lieblings-Offenses, setzt auch noch hoch erfolgreich RB John Randle in homöopathischen Dosen ein und wird nur in Hischscoring-Spielen zu bremsen sein.

Es dürfte interessant sein, was Texas mit DefCoord Manny Diaz dem entgegenzuwerfen gedenkt, nachdem Diaz am Samstag in der Red River Rivalry ziemlich pulverisiert wurde. Weil die texanische Abwehr zwar talentiert, aber jung und nicht sondernlich „tief“ besetzt ist, kann man davon ausgehen, dass auch Oklahoma State mit seinen Dutzenden Ballfängern Yards und Punkte aufs Tablett legen wird, wahrscheinlich mehr, als die Longhorns-Offense zustande bringen wird. Für diese dürfte das Motto gelten: RB Malcolm Brown laufen, laufen, laufen lassen, Zeit von der Uhr nehmen und wenn immer möglich in der RedZone Touchdowns scoren, bloß keinen Punkt zuviel liegen lassen.

Ich glaube an einen klaren Sieg für Oklahoma State, selbst im Stadion von Texas.

Pittsburgh Panthers – Utah Utes

Sonntag, 7h30 Tape bei ESPN America

Das Duell der Enttäuschten. Pitt (3-3) war in den letzten Wochen bis auf den klaren Heimsieg gegen die USF Bulls sehr mau unterwegs, wurde zuletzt sogar von den langjährigen Underdogs Rutgers 10-34 niedergemacht und kommt in der Offense trotz des großartigen RB Ray Graham nicht wirklich in die Gänge, dafür wirft QB Tino Sunseri einfach zu wenig kontinuierlich gefährlich. Utah (2-3) dagegen wartet nach seinem überfälligen Wechsel in eine BCS-Conference immer noch auf einen Erfolg in der Pac-12, wurde nacheinander von USC, Washington und zuletzt Arizona State geschlagen, respektive: Hat sich selbst geschlagen. Zehn Turnovers in den letzten beiden Spielen? Meine Fresse, das war man von Utah lange nicht mehr gewohnt. Die Probleme gehen aber darüber hinaus: QB Jordan Wynn ist im Krankenstand, Backup Jon Hays hat sich mit haufenweise Interceptions nicht gerade aufgedrängt. Riecht alles nach einem nicht so schönen Spiel…

Tennessee Volunteers – LSU Tigers

Sonntag, 10h Tape bei ESPN America

Ich hatte es schonmal verlinkt, aber weil es so – mit Verlaub – geil war, hier noch einmal das Video von der Mutter aller dramatischen Spielenden:

Das war vor einem Jahr bei LSU – Tennessee. Dieses Wochenende das 2011er-Match in der Heimat der anderen Mannschaft: Neyland Stadium/Knoxville, wobei die Vorzeichen diesmal andere sind. Im Gegensatz zu 2010 ist LSU nicht mehr “upstart”, sondern als #1 der AP Polls ein allgemein anerkannter Titelanwärter, vor allem aufgrund der bekannt groß aufspielenden Defense mit ihrem phänomenalen CB Tyranne Mathieu, aber in den letzten Wochen kam auch der Angriff besser in Schwung, was nicht nur an der Rückkehr von Kneipenschläger-QB Jordan Jefferson liegt, der in Trickspiel- und Options-Situationen eingewechselt wird.

Tennessee dagegen verfügt eigentlich auch über einen soliden Angriff, musste am Wochenende aber einen Rückschlag hinnehmen, als bekannt wurde, dass mit QB Tyler Bray der große Hoffnungsträger für rund einen Monat verletzt zuschauen wird müssen. Bei mir dominiert irgendwie der Grundgedanke, dass die Vols im Vergleich zum Vorjahr auf der Stelle treten, insgesamt nur eine leicht verbesserte Mannschaft sind.

LSU dürfte einen lockeren Erfolg einfahren, also diesmal kein „Wunder“ zum Erfolg.

Tapes nächste Woche

Iowa Hawkeyes – Northwestern Wildcats, Mo/20h Tape Eurosport 2. Das Duell zweier Enttäuschter in der Big Ten. Iowa ist extrem unbeständig in dieser Saison, verliert mal ein Offensivfeuerwerk gegen Iowa State, gewinnt ein rundum solides Spiel gegen Pitt und verliert dann eine Defensivschlacht gegen Penn State. Die Northwestern vergeigte zuletzt vor „eigenem“ Publikum (Michigans Fans schienen deutlich in der Überzahl) eine klare Führung, ist jedoch deutlich selbstbewusster, seit es wieder auf QB Dan Persa bauen kann. Ich halte es für ein offenes Spiel, da beide Teams enorm viele Gesichter zu haben scheinen.

#24 Auburn Tigers – Florida Gators, Di/11h30 ESPN America. Beide haben in dieser Saison so ihre Probleme aufgrund vieler Spieler- oder Trainerwechsel, mussten streckenweise mit Backup-QBs spielen und werden eher nicht zu den Titelanwärtern in ihren SEC-Divisionen gezählt. Die Gators haben allerdings die Chance, nach zwei K.O.-Schlägen gegen Alabama (10-38) und LSU (11-41) wenigstens teilweise Selbstvertrauen zurückzuholen – dafür muss aber die Lauf-Defense etwas besser funktionieren, nachdem die letzten beiden Wochen diesbezüglich grausam waren.

Ole Miss – #2 Alabama Crimson Tide, Mi/13h30 ESPN America. Ole Miss wird mit seiner lendenlahmen Offense überhaupt kein Land sehen, nicht mal im eigenen Stadion. Für Alabama geht es seit Wochen nur darum, wenigstens halbwegs den Fokus auf die jeweiligen Gegner zu halten, da alles vom vorgezogenen „Endspiel“ um SEC- und Landesmeistertitel spricht: Am 5. November geht es gegen LSU um alles.

#9 Oregon Ducks – #18 Arizona State Sun Devils, Do/16h ESPN America. Wichtiges Spiel im Autzen Stadium, da hier die Divisionsfavoriten im Norden und Süden aufeinander treffen. Für die Ducks könnte ein Sieg essenzieller sein, nachdem die Sun Devils im Süden konkurrenzlos sein dürften: Colorado, Utah und Arizona sind alle noch sieglos in den Conference-Spielen, USC spielt außer Konkurrenz, UCLA… UCLA? Keine Zeit zum Scherzen. Oregon muss allerdings wohl auf RB LaMichael James verzichten, der seit Wochen nur 200yds-Spiele verzeichnet, aber seinen Arm ganz böse ausgerenkt hat, sodass ich mir einen Einsatz angesichts der TV-Bilder kaum vorstellen kann. Oregon hat zwar gute Ersatzleute (RB Barner, RB Thomas), aber James ist gerade für diesen Topspeed-Angriff essenziell.

Das Livespiel unter dem Sonnengürtel

ESPN America zeigt in der Nacht von Dienstag/18.10. auf Mittwoch/19.10. ein Livespiel Arkansas State – Florida International aus der Sunbelt Conference (Wdh. Mi/16h), das allerdings bereits zur Woche 8 gehört. Es ist ein Spiel mit unerwarteten Vorzeichen, nachdem ASU die bessere Saisonbilanz besitzt, FIU jedoch bis vor kurzem eine ungeschlagene Saison zugetraut wurde, ehe die überraschenden Niederlagen gegen ULL (!) und Duke (!!!) folgten. FIU muss gewinnen, will es das Mindestziel „Sunnbelt-Champion“ weiterhin verfolgen. Außerdem dürfte es eine Chance geben, WR T.Y. Hilton (FIU) zu sehen, über den sich im September sämtliche Experten das Maul fusselig redeten, der stets für einen 70yds-Catch’n’Run gut ist.

College Football 2011/12, Woche 6 TV-Guideline: Der Knaller steigt in Dallas

Die vergangenen Wochen musste ich College Football etwas vernachlässigen, da der Herbst in diesen Wochen eiskalt zum Wochenendstart Fr/Sa zuschlägt. Auch die nächsten drei, vielleicht vier Wochenenden werden hier gezwungenermaßen etwas nebenher laufen müssen – obwohl einiges Kracher auf dem Programm stehen. Topspiel an diesem Wochenende findet in der uralten Cotton Bowl zu Dallas statt, dort wo einst die deutsche Nationalmannschaft bei der WM 1994 in der sengenden Gluthitze ihre schaumgebremsten Auftritte hatte. Am Samstag matchen sich vor 92.000 Zuschauern die Oklahoma Sooners und die Texas Longhorns in der Red River Rivalry.

Nicht vergessen: Am Samstag, 18h, also parallel zur Red River Rivalry, findet in Deutschland das Endspiel der GFL zwischen Kiel Baltic Hurricanes und den Schwäbisch Hall Unicorns statt. Eurosport und Eurosport 2 übertragen jeweils LIVE. Eurosport 2 verlängert den Footballabend ab 21h30 um das Notre Dame-Spiel.

Zum Programm in Kurzfassung. Und bitte beachten: „Ohne Gewähr“. ESPN America bastelt momentan täglich am Sendeplan, sodass ich insbesondere bei den Sonntags-Aufzeichnungen nicht einen Finger ins Feuer legen würde – der Stand von Mittwoch, 19h30, muss nicht Stand Sonntag, 8h sein.

Freitag, 7. Oktober 2011

Oregon Ducks – Cal Golden Bears (17h, ESPN America/auch Sa/So 5h30)
Im ESPNPlayer gibt es die Partie LIVE bereits Do/Fr (heute Nacht!) um 02h MESZ.

#9 Oregon kommt in diesen Wochen immer besser in Fahrt, auch wenn die verheerende Offensivvorstellung im Opener gegen LSU noch nachwirkt. Der sehr flinke, wendige RB LaMichael James wirkt auch wieder fitter und schmiegte sich gegen Arizona zuletzt zu 288yds rushing, während Oregon streckenweise auch mehr Passspiel aus gewohnt einsetzt. California/Berkeley ist in dem Spiel krasser Außenseiter, auch, weil es auswärts gerne deutlich verschreckter zu Werke geht als daheim. Allerdings kann man sich diesmal daran hochziehen, dass man vor einem Jahr die effizienteste Abwehrleistung gegen Oregon geliefert hat: Die Ducks gewannen damals nur dank eines Punt Returns 15-13 gegen Cal.

Samstag, 8. Oktober 2011

Fresno State – Boise State (9h30, ESPN America)
College GameDay (15h LIVE, ESPN America)
Texas – Oklahoma (18h LIVE, ESPN America)
Louisiana State – Florida (21h30 LIVE, ESPN America)
Notre Dame Fighting Irish – Air Force Falcons (21h30 LIVE, Eurosport 2/Tape So, 19h30 und diverse Termine KW 41)

Fresno State – #5 Boise State sollte keine allzu spannende Geschichte werden, nachdem die Broncos am vergangenen Samstag Nevada locker putzten und dabei die schlechteste Karriereleistung von QB Kellen Moore (142yds Passspiel, 2 TD, 2 INT) locker verschmerzen konnten. Die Fresno State Bulldogs leben im Angriff hauptsächlich von einem konsequenten, harten Laufspiel, treffen dummerweise auf eine ebenso dichte Defense. Alles andere als ein hoher Sieg der Broncos wäre eine Überraschung.

Um 18h aus der alten Cotton Bowl zu Dallas die Red River Rivalry (ehemals „Red River Shootout“), dem klassischen „Derby“ zwischen den #11 Texas Longhorns und den #3 Oklahoma Sooners am texanischen Nationalfeiertag. Zu diesem Spiel wird am Samstag ein gesonderter Blogeintrag erscheinen, aber man sollte es sich schon mal vormerken: Das zweigeteilte Stadion in Dallas ist immer ein Hingucker (eine Hälfte wird komplett von rot/weiß dominiert, die andere komplett von dunkelorange/weiß).

Um 21h30 dann aus dem „Death Valley“ von Baton Rouge/Louisiana das SEC-Spiel #1 Louisiana State Tigers vs. #17 Florida Gators. Die Gators sind am vergangenen Wochenende ziemlich übel von Alabama abgewürgt worden, brachten nach einem Big Play zu Beginn praktisch NICHTS mehr zustande (vor allem kein Laufspiel) und müssen nun auch auf QB John Brantley verzichten, der nach einer ziemlich übel aussehenden Verletzung ein Weilchen ausfallen dürfte. Ich kann mir eigentlich nicht vorstellen, woraus man sich den Thrill ziehen sollte, nachdem ich LSUs Defense für mindestens ebenso dominant wie jene der Crimson Tide halte. Ach, ja: Wir dürften in der Offense den zurückgekehrten Tigers-QB Jordan Jefferson wenigstens in seichten Dosierungen erleben.

Notre DameAir Force ist das Duell einer bärenstarken Lauf-Defense (Fighting Irish) gegen eine fast rein laufende Option-Offense (Falcons). Ich sehe nicht wirklich, wie die Air Force hier gewinnen will, ABER: Auch die Abwehr der Falcons ist solide und wenn Tommy Rees wieder den Flatterarm bekommt…

Sonntag 9. Oktober 2011

North Carolina – Louisville (8h, ESPN America)
Kansas State – Missouri (10h30, ESPN America)
Arkansas – Auburn (13h, ESPN America)

Mizzou sorgt wieder mal mit Abgangsgedanken für Schlagzeilen, hat vorgestern intern beschlossen, über einen Austritt aus der Big 12 Conference abzustimmen. Gegner #20 Kansas State wird aufgehorcht haben – die Wildcats brauchen die Big 12 händeringend, um nicht in der Bedeutungslosigkeit zu versinken. Sportlich ist Kansas State nach zwei Statement-Siegen vor allem mit seinem brillanten Laufspiel oben auf: 28-24 über Miami und zuletzt die gehypten Baylor Bears 36-35 in der Overtime weggeräumt und sogar in den Top-25 gerankt. Die Wildcats müssen eigentlich gewinnen, wenn sie noch ein paar Wochen im Gespräch bleiben wollen: Im November warten eine brutale Spanne von vier Spielen: Oklahoma, @Oklahoma State, Texas A&M, @Texas.

UNC gegen Louisville ist kein Conference-Spiel. Louisville spielt smashmouth-Football, in keinem Spiel mit Cardinals-Beteiligung fielen bislang mehr als 41 Punkte. Das dürfte Head Coach Charlie Strong gefallen. Allerdings sind die Niederlagen gegen FIU und Marshall Schläge in die Fresse, weswegen Strong schon in der Kritik steht. UNC versucht, nach all den internen Bestechungsskandalen und der verheerenden Niederlage gegen Georgia Tech, wenigstens nicht noch weiter Reputation zu verlieren.

#10 Arkansas Razorbacks vs #15 Auburn Tigers ist das Duell zweier sehr unbeständiger Teams aus der SEC West, Teams mit neuen Quarterbacks (Tyler Wilson/Hogs, Barrett Trotter/War Eagles) und wackeligen Abwehrreihen, die aber jeweils ihre Momente bereits hatten. Vor einem Jahr gab es einen richtigen Shootout samt verheerenden Fehlentscheidungen der Referees selbst nach Instant Replay, Endergebnis 65-43 Auburn, in dem Spiel, in dem sich der Hogs-QB verletzte und Wilson reinkam und Touchdown um Touchdown produzierte. Nun ist Wilson Starter und gilt nach der Gunslinger-Performance gegen Texas A&M als Hoffnungsträger der Hogs, die trotz der brutalen Niederlage bei Alabama schon wieder an #10 gerankt sind.

Weitere Tapes

Nebraska – Ohio State (Do, 13.10. 12h, ESPN America)
B.Y.U. – San Jose State (Do, 13.10. 14h30, ESPN America)

Bei #14 NebraskaOhio State treffen zwei sehr traditionsaufgeladene Footballprogramme aufeinander, deren Saisons am Scheideweg stehen: Bei den Cornhuskers machte sich letzte Woche auch auf dem Ergebnisschein bemerkbar, dass deren Defense über Jahre dafür gebaut wurde, die Spread Offenses der Big 12 zu stoppen. In der Big Ten Conference dagegen wird bevorzugt kraftvoll gelaufen, was Nebraska wie beobachtet über Wochen schon in Nöte gebracht hatte, aber erst in Wisconsin zu einer (überfälligen) hohen Niederlage führte. Ohio State dagegen muss schauen, nicht zu brutal durchgereicht zu werden, zudem gilt als sicher, dass Interimscoach Luke Fickell keine Zukunft mehr in Columbus hat.