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Ich weiß leider nicht, woher ich die Zeit nehmen soll, daher beschränke ich mich auf drei Verlinkungen im schlichtweg bizarren Fall des Notre-Dame-Linebackers Manti Te’o, dessen emotional monatelang so gepushte Story mit seiner gestorbenen Freundin sich als gigantischer Schwindel herausstellte. Zwei Todesfälle innerhalb von Stunden von engsten Familienmitgliedern sind prinzipiell sehr krass; ich hatte die Sache aber unter Wyatt Earp Effect eingeordnet. Zur Sache selbst. Deadspin.com hat Recherche-Arbeit vom Feinsten geleistet und am 16.1. 22h MEZ pünktlich zum Einschlummern einen der besten Artikel der letzten Jahre gebracht: Manti Te’o’s Dead Girlfriend, The Most Heartbreaking And Inspirational Story Of The College Football Season, Is A Hoax.

Weitere Gedanken und Links zum Thema hat dogfood bei Allesaussersport auffn Schirm gebracht.

Ein paar Storystreams am heutigen Tag dazu: Notre Dame ist seit 26.12. informiert und hatte die Informationen per Privatermittlungen schon am 4.1. raus. Aus dem Mannschaftskreis dringen nun (noch anonyme) Stimmen durch, die Te’o gutes Schauspieltalent und Ausschlachten der „emotionalen“ Lennay-Kekua-Story vorwerfen. Ein Fullback der Arizona Cardinals will die imaginäre Freundin schon gekannt haben, bevor Te’o mit ihr zusammen war. Diverse polynesische Spielerkollegen distanzieren sich schonmal sachte von der Geschichte. Bei Twitter wird bereits hinter vorgehaltener Hand über noch privatere Dinge bei Te’o spekuliert. Ein angedachtes Interview Te’os mit ESPN wird wohl aufgrund des berüchtigten, weil extrem aggressiven Journalisten Jeremy Schaab verschoben oder abgesagt. Die Story ist momentan so heiß, dass sie selbst in den großen Medien der Armstrong-Beichte Konkurrenz macht bzw. sie sogar in den Schatten stellt. Wie heftig muss der Druck auf Te’o sein? Bei Deadspin wird unter diesem Tag weiter gestrickt.

Te’o war einer der exponiertesten Spieler im College Football. Er gilt (galt?) als Erstrundendraftpick. Die Interviews im Zuge der NFL-Combine Ende Februar gewinnen damit an Thrill.

Ein Sketch zu Midnight in Brook’Lynn

Wir hatten jüngst eine Taufe auf AALIYAH in unserem Dorf auf 1000m zwischen den Bergen der Dolomiten. Ich habe bis heute nicht verstanden, ob es sich bei dem (oder der) Armen um Bub oder Mädel handelt. Das Ende der Fahnenstange ist noch nicht erreicht. Zumindestens wenn die Amerikaner auch auf diesem Gebiet die Trendsetter geben sollten.

Drew Magary von Deadspin/Gawker ist von der Entwicklung ähnlich begeistert.