NFL Draftvorschauer 2017 – Defensive Backs

Teil 4 der Draftvorschau 2017 mit den Defensive Backs, die sich klassischerweise aus Cornerbacks und Safetys zusammensetzen. Gestern schrieb ich bereits über die Überschneidung von Safetys mit Linebackern. Safetys sind eine der merkwürdigen Positionen der NFL: Man sieht sie im TV-Livebild fast nie, denn sie patroullieren 10-20 Meter hinter der Anspiellinie und greifen recht selten „aktiv“ in den Spielzug ein. Weiterlesen

NFL Draft 2011 Countdown T-minus 2 – Das Defensive Backfield

Nur noch zwei Tage?

Heute dran: Safetys und Cornerbacks, das „Rückgrat“ einer jeden Defense. Wir leben in einer Zeit, in der vereinzelte Teams damit beginnen, Defenses „von hinten“ aufzubauen, sprich: Nicht klassisch eine mächtige Defensive Line und zwei Pass Rusher einzubauen, sondern zuerst nach flexiblen Safetys suchen, dem Beispiel in Pittsburgh und Baltimore folgend. Immer wieder sind in den vergangenen Jahren Safetys ganz hoch gedraftet worden – früher eine Seltenheit.

Die Safetys

Der Jahrgang 2011 gilt als nicht hochkarätig besetzt. Aber: Häufig, sehr häufig lassen sich Safetys in den mittleren Runden finden und nach 1-2 Jahren Schulung zu Top-Kräften entwickeln. Häufig müssen Coaches einen Safety zwischen Free Safety, Strong Safety und Hilfs-Cornerback hin- und herschieben, bis die „richtige“ Position gefunden ist.

Der einzige höher eingeschätzte Mann ist Rahim Moore von der UCLA, der noch als etwas ungeschliffen gilt und kein guter Abwehrspieler gegen den Lauf ist. In anderen Worten: Moore wird vorerst Free Safety spielen.

Oklahomas Quinton Carter dagegen ist eher der brachiale Typ, der Mitspieler zusammenstaucht und Gegner gerne mal eine übers Ohr haut. Mangelhafte Noten in Sachen Intelligenz.

Clemsons DeAndre McDaniel verdient sich dagegen Lob bezüglich persönlicher Entwicklung: Frisch von der Highschool machte man sich Sorgen um den geistigen Zustand des jungen Mannes. Als Senior war er Team Captain.

Ahmad Black von der University of Florida sollte in der SEC gelernt haben, wie man gegen gute Gegner spielt. Problem beim Blick auf die Körpermaße: 83kg schwer? Tight Ends dürften angesichts dessen schon mal in der Kabine den Sekt kaltstellen.

North Carolina Tar Heel des Tages: Deunta Williams, als Abschreiber am College ein Weilchen gesperrt, dafür sehr erfahren und gierig nach Interceptions. Aber nicht die härtesten Knochen und Bänder im Draft. Sprich: Anfällig gegen jede Art von Verletzungen.

Cornerbacks

Über allen steht in der öffentlichen Meinung Lousiana States CB Patrick Peterson, in dem man nicht nur einen höchst athletischen und pfeilschnellen Deckungsspieler sieht, sondern auch eine Waffe als Returner. Peterson soll irgendwo zwischen #2 (Denver) und #7 (San Francisco) weggehen und wird von nicht wenigen als der beste Spieler des Jahrgangs angesehen, wobei mir die Herren McShay und Konsorten seit Jahren die Erklärung schuldig sind, wie man Quarterbacks mit Defensive Ends und Offensive Guards mit Cornerbacks vergleichen will, aber: Watt soll’s. Es muss ja was geschrieben werden.

#2 bei den CBs ist Prince Amukamara von den Nebraska Cornhuskers. Nach Ndamukong Suh also wieder so ein unorthodoxer Name aus dem Land der Getreideeintreiber. Amukamara gilt als kompletter Spieler, dem nur der allerletzte Zapfen Geschwindigkeit abgeht. Ihm wird auch zugetraut, irgendwann in Zukunft mal Safety zu spielen. Beim fröhlichen NFL@Spox-Mock ist mir Amukamara direkt in den Detroit-Lions-Schoß gefallen. Kein unerwünschtes Szenario auch in realiter, aber eher unwahrscheinlich, da spätestens Dallas nach Amukamara greifen sollte.

Danach ist man sich nicht mehr einig. Colorados Jimmy Smith ist ein kräftiger Bursche, der aber gerne mal einen über den Durst trinkt und schon wegen Grasrauchen im Bau übernachtete. Er soll jetzt clean sein – mal schauen. Wenn es als Cornerback nicht klappt, soll er auch Safety spielen können.

Der ehemalige Texas Longhorn Aaron Williams ist ein laxer Vogel und soll trainingsfauler als Mario Basler in seiner Blütezeit sein. Riecht irgendwie… nicht nach 1. Runde. New Mexicos States Davon House gilt als ungestüm, kann aber mit dem Rücken zum Ball riechen, wohin das Ei gleich fliegen wird.

Brandon Harris von der großen U (Miami) ist sehr wendig, aber gemessen an NFL-Verhältnissen ein Winzling und gilt als Weichei, der unangenehmen Tacklings ausweicht. Ist in der Sun Bowl von Michael Floyd ganz schwer verbraten worden. Es dürfen aber aufgrund der Reputation der Uni und seiner Athletik Wetten angenommen werden, dass er trotzdem in der 1. Runde geht.

Chimdi Chewka verfügt über den besten Namen und über die Erfahrung an einer großen Uni (Ohio State). Nur – die Wide Receivers in der Big Ten sind jetzt auch nicht die ganz großen Prüfsteine. Chekwa gilt als mutiger Junge, der sich auch mal einem bulligen Running Back entgegenwirft.