Die zweite Reihe – Jim Zorn

[In der Serie „Die zweite Reihe“ werden Spieler, Trainer und Taktiken vorgestellt, die für den Erfolg einer Mannschaft essentiell sind, aber nicht im Rampenlicht stehen. Die ersten drei Folgen der Serie – Jimmy Leonhard, Kevin Gilbride und Jeff Saturday – gibt es hier. Für Teil 4 tritt heute Jim Zorn, Quarterbacks-Coach der Kansas City Chiefs, aus der zweiten Reihe ins erste Glied.]

Es gibt nicht viele gute Spieler, die später erfolgreiche Cheftrainer auf dem NFL-Level wurden. Herm Edwards und Mike Ditka fallen in dieser Kategorie sofort ein, aber das war es dann auch schon fast. Jim Harbaugh könen wir nach nur einer Saison ein wenig voreilig vielleicht auch schon mit dazu zählen. Jim Zorn, den wir heute aus der zweite Reihe ins Rampenlicht zerren wollen, hatte vor wenigen Jahren auch mal die Chance dazu – leider in Washington unter der Fuchtel des verrückten Besitzers Dan Snyder. Die zwei Spielzeiten 2008 und ´09 gingen – nach einem kurzen erfolgversprechenden Start- fürchterlich in die Hose.

Wenn man an die (Coaching-)Karriere Zors von einer anderen Seite her angeht, ist sein Aufstieg nicht sonderlich selten. In der Zeit nach seiner aktiven Karriere wurde er ligaweit hoch geschätzt als hervorragender Quarterbacks-Coach. Von dieser Position aus sind schon viele mehr oder weniger erfolgreiche Head Coaches hervorgegangen. Man denke nur an Mike Holmgren, Jon Gruden, Sean Payton, Josh McDaniels und nicht zuletzt Mike McCarthy.

Mit dem wohl erfolgreichsten – Mike Holmgren – begann dann auch sein Coaching-Stern am NFL-Himmel aufzugehen.

Quarterbacking in Seattle

2001, Zorn war zu diesem Zeitpunkt schon 47 Jahre alt, verpflichtete Seattles Head Coach Jim Zorn als Quarterbacks Coach um den neuen Starting QB Matt Hasselbeck unter seine Fittiche zu nehmen. Mit Quarterbacking in Seattle kannte sich Zorn ziemlich gut aus, schließlich war er selbst 13 Jahre lang der Signal Caller der Hawks.

Verpflichtet wurde er im 1976 von der Expansion Franchise im Nordwesten der USA. Schnell wurde der Linkshänder ein Publikumsliebling, auch wenn er nie zur Elite der NFL-QBs gehören sollte. Er wurde zwar zum NFC Offensive Rookie of the Year gewählt (ja, damals gehörten die `Hawks noch der NFC an), aber das geschah hauptsächlich mangels Konkurrenz. In den 14 Spielen seiner Rookie Saison warf er 27 Interceptions, vervollständigte gerade mal 47% seiner Pässe und sein QB-Rating betrug weniger als 50. Von den 14 Spielen gingen 12 verloren.

Er blieb dann immerhin noch sieben Jahre lang Starter und war neben der Legende WR Steve Largent das Aushängeschild der jungen Franchise; aber die Stats wurden nicht viel besser. Seine beste Saison hatte er 1979 mit 3661 erworfenen Yards bei einer Completion Percentage von 56,4. Kombiniert mit 20 Touchdowns und 18 Interceptions reichte das für ein QB-Rating von 77,7.

Bis zu seinem Abstieg zum Backup im Jahre 1983 errangen die Seahawks in keiner Spielzeit mehr als 9 Siege und schafften es nicht ein einziges Mal in die Playoffs. Das sollte sich erst mit dem neuen Helden at the helm Dave Krieg ändern. Nichtsdestotrotz war er bei den Fans so beliebt, daß er heute einer von zehn ehemaligen Spielern ist, die einen Platz im Ring of Honor haben.

Zorn blieb bis Ende der Saison 1984 Backup und tingelte dann zum Abschluß seiner aktiven Karriere noch ein bißchen über die Dörfer. Über die Packers und die Winnipeg Blue Bombers der kanadischen CFL landete er zu seiner endgültig letzten Saison 1987 bei den Tampa Bay Buccaneers.

Direkt im Anschluß begann der seine Coaching Karriere im College Bereich als Quarterbacks Coach bei den Boise State Broncos. Nach vier Jahren wurde ihm bereits der Posten des Offensive Coordinators bei Utah State angetragen, wo er in einem Staff mit Gary Patterson und Dick Bumpas arbeitete. Als der Staff um Head Coach Charlie Weatherbie nach der Saison 1994 umgebaut wurde, kam Zorn als QB-Coach in der Big Ten bei Minnesota unter, bevor er zwei Jahre später von Cheftrainer Dennis Erickson zurück in die NFL an seine alte Wirkungsstätte Seattle geholt wurde.

Dort wurde der Staff allerdings nach einem Jahre ausgemistet und auch bei seiner nächsten Station in Detroit wurde Zorn schon bald Opfer einer großen Umstrukturierung, nachdem HC Bobby Ross während der Saison 2000 hingeschmissen hatte. 1998 war Rookie-QB Charlie Batch unter Zorn ein ganz passabler Starter und 1999 führte er sie das letzte Mal in die Playoffs, bevor die gesamte Franchise den Bach runterging.

Von Washington nach Washington

Seine Leistungen aber hatte Holmgren überzeugt und von 2001 bis 2007 saugte Zorn die West Coast Offense, die Holmgren selbst als QBs-Coach bei Bill Walsh himself studiert hat, in sich auf und machte Matt Hasselbeck zu einem der besten QBs der Liga. Die Seahawks hatten in dieser Zeit nur eine losing season, erreichten aber fünf Mal die Playoffs und standen nach der Saison 2005 im Super Bowl. Zorn war zu dieser Zeit schon sehr kreativ in seinen Trainingsmethoden. In einem seiner berühmtesten Drills bewirft er den Quarterback mit Bällen, denen dieser ausweichen muß, dabei aber immer seine Augen downfield hat und seine Receiver anvisiert.

2008 hatte Zorn schon einen hervorragenden Ruf in der Liga und mehrere Teams boten ihm den Posten als Offensive Coordinator an. Er entschied sich für die Washington Redskins – was, seit Dan Snyder als deren Besitzer zeichnet, selten eine gute Idee für Spieler oder Trainer ist. Nachdem die Hauptstadtlegende Joe Gibbs, dreimaliger Super Bowl Champion mit den ´Skins, nach der Saison 2007 endgültig in Ruhestand ging, war Snyder auf der Suche nach einem neuen Cheftrainer. Weil aber Snyder mit Zorn und Defensive Coordinator Greg Blache die beiden wichtigsten Assistentenposten schon mal freihändig vergeben hatte, war der heiße Stuhl nicht allzu beliebt. Nachdem Steve Mariucci und Favorit Steve Spagnuolo abgewunken hatten, machte Synder – in einer Mischung aus ein wenig Geniestreich und viel Verzweiflungstat – kurzerhand Jim Zorn zum Head Coach.

Über diese Zeit kann man getrost den Mantel des Schweigens legen. Zorn verband das übriggebliebene Laufspiel-Konzept mit seiner Version der West Coast Offense und hinter QB Jason Campbell und RB Clinton Portis gewannen die `Skins sechs der ersten acht Spiele. Danach hatten sie allerdings erhebliche Probleme, Punkte auf die Anzeigetafel zu bringen. Nur zweimal gelangen noch mehr als 13 Punkte und so beendete man die Saison mit einer 8-8-Bilanz.

Die nächste Saison wurde nicht gerade mit hohen Erwartungen angegangen, aber selbst die wurden enttäuscht. Clinton Portis mit seinen 28 Jahren war nur noch ein Schatten seiner selbst und Jason Campbell ist einfach kein Quarterback, der eine Offense tragen kann. In den ersten sechs Spielen machte Washingtons Angriff nur 79 Punkte und GM Vinny Cerrato entriß Zorn kurzerhand die Macht, die Plays zu callen. Ein Vorgang, den man außerhalb Washingtons nur sehr selten in der NFL sieht. Mit Sherman Lewis hat Cerrato, der mit Zorn von Anfang an nicht auf einen grünen Zweig kam, einen neuen OC vorgesetzt und von da an ging es richtig abwärts. Im Dezember kündigte Cerrato überraschend, nachdem er über viele Jahre Snyders rechte Hand gewesen war. Nach der letzten Niederlage in Woche 17, der zwölften, hatte Snyder mal wieder den Besen rausgeholt und zum Großreinemachen angesetzt. Vater und Sohn Shanahan übernahmen den Coaching Staff und haben bis heute auch nicht mehr auf die Beine gestellt als Zorn. Zumindest sieht die Zukunft jetzt wieder ein bißchen besser aus.

Zurück zu den Quarterbacks

Für Zorn persönlich gab es gleich eine neue Chance. Die Baltimore Ravens suchten für ihren jungen talentierten, aber strauchelnden QB Joe Flacco einen guten Lehrmeister und stellten ihn sofort ein. Flaccos Saison 2010 war dann auch prompt die beste seiner bis heute vierjährigen Karriere. Aus nicht ganz geklärten Gründen wollten HC John Harbaugh und OC Cam Cameron nicht meht weiterarbeiten. Wahrscheinlich hatte es mit den unterschiedlichen Vorstellungen im Playdesign zu tun: Cameron hat seine Ausbildung bei Norv Turner gemacht und liebt das vertikale Spiel, während Zorn aus der alten Bill-Walsh-Schule kommt und mehr Wert auf Timing-Routes legt und darauf, daß Spielfeld eher in seiner ganzen Breite als in ganzer Länge zu nutzen. Flacco machte seinen Ärger über Zorns Rauswurf sogar laut und deutlich öffentlich, konnte seinen Abgang aber nicht verhindern. Seine Zahlen 2011 gingen steil nach unten: 5 Prozentpunkte bei der Completion percentage (58% statt 63%); 6,7Y/Paßversuch statt 7,4Y/P und ein Rating von 80,9, das 2010 noch 93,6 betragen hatte.

Mit Matt Cassel in Kansas City bekam aber gleich der nächste strauchelnde Quarterback den Tutor Zorn. Leider verlief die Saison dann etwas anders, als sich die Chiefs das vorgestellt hatten. Cassel konnte aufgrund von Verletzungen nur neun Spiele machen und Zorn mußte daher die Herren Tyler Palko und Kyle Orton auf Todd Haleys Offense einschwören. Haley wurde schließlich entlassen und für die nächste Saison hat der neue Chef Romeo Crennel seinen alten Patriots-Buddy Brian Daboll als OC installiert – und nicht Zorn. Daß er bis zuletzt ein heißer Kandidat auf den Posten war, zeigt, daß er trotz des Debakels in Washington noch Chancen hat, bei einem Team das Playcalling zu übernehmen. Jetzt hat er erstmal alle Hände damit zu tun, „seinen“ Cassel in einer Division mit Philip Rivers und Payton Manning nicht allzu alt aussehen zu lassen.

Die zweite Reihe: Jeff Saturday

[In der Serie „Die zweite Reihe“ werden Spieler, Trainer und Taktiken vorgestellt, die für den Erfolg einer Mannschaft essentiell sind, aber nicht im Rampenlicht stehen. In Teil 1 war Jets´ Safety Jim Leonhard dran, in Teil 2 New York Giants´ Offensive Coordinator Kevin Gilbride. Für Teil 3 tritt heute Jeff Saturday, Center der Indianapolis Colts, aus der zweiten Reihe ins erste Glied.]

Jeff Saturday ist so etwas wie der Poster Boy für die Stars aus der zweiten Reihe. Kaum jemand wird von Spielern anderer Mannschaften, Liga-Offiziellen und sogar Management-Verantwortlichen anderer Teams derart respektiert wie der Vorzeigeprofi der Indianapolis Colts. Immer mal wieder wird er kurz ins Rampenlicht gezerrt; entweder, wenn es um die einzigartige Karriere von Peyton Manning geht oder wenn es um die Rolle geht, die er im Verhandlungsmarathon zur Beendigung des letztjährigen Lockouts gespielt hat.

Elektriker statt NFL

Jeff Saturday stammt aus einem der amerikanischen Football-Zentren: Georgia. In Atlanta wurde er 1975 geboren, in Atlanta besuchte er auch die High School. Im benachbarten North Carolina besuchter er das College und war drei Jahre lang Starting Center der Tar Heels. Obwohl er in mehrere All-ACC-Teams gewählt wurde, blieb er bei der NFL Draft 1998 unberücksichtigt. Wie so oft beim Übergang guter College-Spieler zu den Profis machen die physischen Voraussetzungen den spielerischen Qualitäten einen Strich durch die Rechnung – zumindest in den Augen vieler Scouts -; Saturday war einfach zu klein mit seinen 1,87m. Die Baltimore Ravens gaben ihm eine Chance, aber nach nur sieben Wochen im Frühling war er schon wieder raus aus der NFL. Das nächste halbe Jahr, bis zum Januar 1999, verdingte er sich in Raleigh, North Carolina, in einem Elektronikfachmarkt.

Saturday wurde während seiner College-Zeit von den Colts gescoutet. Was sie mochten waren seine Intangibles und Technik, was sie nicht mochten – seine Physis. Anfang 1999 aber gab Indys legendärer Offensive Line Coach Howard Mudd Saturday eine Chance und er sollte sie nutzen. Nach zwei Starts in seiner ersten Colts-Saison 1999 wurde er zu Beginn der Saison 2000 Starting Center und blieb dies bis heute. Schnell hat sich zwischen ihm und Peyton Manning eine Beziehung entwickelt wie zwischen Golfer und Caddy. Sie stehen auf dem Spielfeld hintereinander, im Huddle nebeneinander, in der Umkleide sitzen sie nebeneinander und im Flugzeug auch. Sie haben sich gesucht und gefunden.

Jeff und Peyton

Auf dem Feld sind sie so eingespielt wie Michael Jordan und Scottie Pippen. Während Peyton seine Rumhampeleien veranstaltet, die Defense ausguckt und seinen potentiellen Paßempfängern erklärt, was sie zu tun haben, macht Saturday die Protection Calls. Er koordiniert die Offensive Line, bestimmt, wer wen blockt und wer für was verantwortlich ist, damit sein QB sich in Ruhe um seine Dinge kümmern kann.

Dieses Zusammenspiel haben die beiden bis zur Perfektion getrieben. Jahr für Jahr geben die Colts mit die wenigsten Sacks aller NFL-Teams ab. Zwischen 2004 und ´06 sogar die allerwenigsten. Das hat kaum mit der Qualität der vier Nebenleute von Saturday zu tun, denn bis auf den hochkarätigen Left Tacke Tarik Glenn haben dort nur Lückenfüller gespielt. Ein Erfolgsfaktor ist die herausragende Pocket Awareness von Manning und der andere die lehrbuchmäßige Arbeit, die Saturday Sonntag für Sonntag abgeliefert hat. Dabei stand er kaum je im Spotlight, sondern immer im riesigen Schatten Mannings und auch im typischen Center-Schatten – wer interessiert sich schon für Center?

Den Auguren und Experten war er immer schon ein Begriff. Bei ProFootballFocus (die sich auch und gerade für OLiner interessieren) ist er seit jeher eine Hausnummer. Nach PFF war er 2011 der fünfbeste Center der Liga. Auch in den Jahren zuvor wurde er immer als Vorbild für gutes Center-Spiel angepriesen. Gregg Easterbrook, der die immer noch lesenswerte Tuesday-Morning-Quarterback-Kolumne auf ESPN´s Page 2 schreibt, hat ihn 2006 zu seinem MVP ernannt. Und das vor dem wohl legendärsten Spiel in der Geschichte der Indianapolis Colts – dem 2006 AFC Championship Game.

An diesem 21. Januar konnten Peyton Manning, Jeff Saturday, Head Coach Tony Dungy und der Rest der Colts ihr Brady/Belichick/Patriots-Trauma überwinden, nachdem sie in den Playoffs 2003 und 2004 sowie einige Male in der Regular Season gegen die Mannschaft verloren haben, mit der zusammen sie die großartigste NFL-Rivalität des neuen Jahrtausend begründeten. Saturday spielte dabei – wie immer – eine wichtige Rolle, aber dieses mal konnte man sie sogar auf dem Spielberichtsbogen sehen. In diesem AFC Championship Game 2006, bei 21-28-Rückstand zu Beginn der vierten Viertels fumblet Running Back Dominic Rhodes den Ball an New Englands 1-Yard-Linie, aber Saturday erobert den Ball in der Endzone zum Ausgleich. Dann im letzten Drive, Indy liegt mit drei Punkten hinten, schleudert Saturday Patriots Nose Tackle Vince Wilfork dermaßen zu Boden, daß RB Joseph Addai problemlos zum siegbringenden Touchdown in die Endzone spazieren kann. Manning wird diese Aktion später als „The Block“ bezeichnen und ihn damit in eine Reihe mit The Drive und The Catch stellen. Am Ende der Saison 2006 steht Saturdays erster und einziger Super Bowl Triumph.

Die späten Jahre und NFLPA

Auch in den Jahren 2007 bis 2010 gehören die Colts auch dank Saturday mit zum Besten, was die Liga zu bieten hat. 2009 hat man nach 14 Siegen zu Saisonbeginn sogar die Chance auf eine Perfect Season, die den neuen Head Coach Jim Caldwell aber nicht im Geringsten interessiert. So verliert man mit der B-Mannschaft in Woche 16 gegen die Jets unter deren neuen HC Rex Ryan. Ebenjene Jets schlägt man dann zwar im kommenden AFC Championship Game, aber die New Orleans Saints verwehren den Colts den zweiten Ring. 2010 hat Rex Ryan dann in den Playoffs das erste Mal in seinem Leben ein Mittel gegen Peyton gefunden, nachdem dieser ihm während seiner Jahre in Baltimore und dann auch in New York so große Kopfzerbrechen bereitete, daß Ryan ein ums andere Mal für ihn völlig uncharakteristisch jemanden voller Respekt in den Himmel hob. Dieses Spiel in der Wild-Card-Runde, eine 16-17-Niederlage, war bis zum heutigen Tage das letzte, daß Peyton Manning und Jeff Saturday zusammen beschritten.

Auch außerhalb des Platzes hat Saturday in den letzten Jahren von sich reden gemacht. Seit 2008 ist Saturday gewähltes Mitglied des Executive Committees der Spielergewerkschaft NFLPA. Im Frühjahr und Sommer 2011, als ob des Lockouts in der NFL der Ausnahmezustand herrschte, hat Saturday bei den Verhandlungen eine herausragendende Stellung eingenommen. Wie wichtig er dabei war, zeigte sich vor allem nach der Einigung, als er mit – ausgerechnet – Patriots-Owner Robert Kraft vor die Kameras trat und die beiden sich gegenseitig für ihren Anteil an dem neuen CBA lobten. Nur wenige Tage vorher verstarb Krafts langjährige Ehefrau Myra und der tiefgläubige Saturday fand dabei die richtigen Worten, woraufhin dieses berühmte Photo entstand.

Zur Zeit wird allerorten darüber spekuliert, ob Peyton Manning WR Reggie Wayne im Schlepptau haben wird, wenn seinen nächsten Arbeitsplatz antreten wird. Komischerweise wird kaum darüber gemunkelt, ob er nicht auch den wichtigsten Mann aus seiner Offensive Line mitnehmen wird, zumindest für ein oder zwei Jahre. Dem Vernehmen nach trainiert Saturday, der Free Agent ist, derzeit irgendwo und trifft seine Entscheidung, ob er sich aus dem aktiven Sport zurückzieht oder ob er auf seine 197 NFL-Spiele noch einige draufpackt. Die Chancen stehen wohl 50/50. Fest steht aber, daß sich einige Teams, allen voran die Colts, sehr gut vorstellen können, Saturday einen Job in ihrem Front Office zu geben. So oder so wird er der NFL auf jeden Fall erhalten bleiben.

Die zweite Reihe: Kevin Gilbride

Jerry Reese, Steve Spagnuolo, Kevin Gilbride &...

Image via Wikipedia - Gilbride mit weißem Haar und weißem Shirt

[In der Serie „Die zweite Reihe“ werden Spieler, Trainer und Taktiken vorgestellt, die für den Erfolg einer Mannschaft essentiell sind, aber nicht im Rampenlicht stehen. In Teil 1 war Jets´ Safety Jim Leonhard dran. Für Teil 2 tritt heute Kevin Gilbride, Offensive Coordinator der New York Giants, aus der zweiten Reihe ins erste Glied.]

Coordinators stehen ja in der Regel ohnehin nicht in der ersten Reihe. Aber wenn sie erfolgreich oder einigermaßen spektakulär spielen, stehen sie schnell im Rampenlicht und werden für alle möglichen Cheftrainerposten gehandelt. Die Patriots-Offense bricht 2007 alle Rekorde? Sofort wird Offensive Coordinator Josh McDaniels das Schild „wunderkind“ umgehängt. Die Giants brechen dieser Offense im Super Bowl die Beine? Schon ist Defensive Coordinator Steve Spagnuolo das heißeste Dinge seit Erfindung des Forward-Passes und bekommt eine eigene Mannschaft als Head Coach. Es gibt aber auch viele Gameplan- und Taktik-Gurus, die immer im Hintergrund bleiben. Unser heutiger Kandidat aus der zweiten Reihe steht sogar in seiner Heimat New York im Schatten des anderen New Yorker OCs. Seltsam, aber wahr: Brian Trottelheimer Schottenheimer, ab nächster Saison bei den Rams, weil für die Jets zu schlecht, ist bekannter und gefragter als Kevin Gilbride, Offensive Coordinator der New York Giants.

Komischerweise ist Gilbride sogar bei vielen Fans der Giants nicht gerade wohlgelitten, wie Spitznamen à la „Kevin Killdrive“ und die alljährlichen Rufe nach seinem Kopf beweisen. Dabei war New Yorks Offense in den letzten vier Jahren jeweils unter den Top-9 und bis jetzt sind zwei Super Bowl Ringe dabei herausgesprungen. Und nicht zuletzt Gilbride hat aus Eli Manning gemacht, was er heute ist. Komischerweise auch hat der Giants-Angriff einen ziemlich lahmen Ruf, was vor allem daher rührt, daß Gilbride mit aller Macht versucht, möglichst nahe an eine 50/50 Run-Paß-Balance zu kommen. Dabei kommt der typisch ostküstenmännisch aussehende Mann mit den weißen Haaren aus einer der aufregendsten Offensiv-Schulen aller Zeiten: der Run-and-Shoot Offense.

Die Run-and-Shoot Wurzeln

Die Run-and-Shoot Offense, die von Tiger Ellison und Mouse Davis erfunden wurde, war in den 60er und 70er Jahren an High Schools und in den 80er Jahren in der College-Welt die alle Rekorde zerschmetternde Revolution. Bei den Houston Gamblers der kurzlebigen USFL hat Mouse Davis die Offense dem Head Coach Jack Pardee und Offensive Assistant John Jenkins näher gebracht (Quarterback übrigens Jim Kelly). Nachdem die USFL 1986 den Bach runtergegangen ist, hat Pardee, ehemaliger NFL-Linebacker, Jenkins und die Run-and-Shoot-Idee mitgenommen und wurde 1987 Head Coach der Houston Cougars. Pardee und Jenkins waren mit den Cougars 1988 und 1989 dermaßen aufregend und erfolgreich, daß Pardee Head Coach der Houston Oilers wurde und Jenkins sein Nachfolger als HC der Cougars.

Als Pardee seinen neuen Posten bei den Oilers 1990 antrat, fand er dort einen Quarterbacks Coach vor, der ihm so sehr imponierte, daß er ihn prompt zum Offensive Coordinator machte. Der damals 39 Jahre alte Gilbride hatte gerade sein erstes Jahr in der NFL hinter sich. Vorher hatte er sich lange Zeit als Assistant an Colleges wie Tufts, American International und East Carolina durchgeschlagen; zwei Jahre verbrachte er in der CFL bei den Ottawa Rough Riders und fünf Jahre lange, von 1980 bis 84, war er Head Coach seiner Alma Mater: Southern Connecticut State.

Bei den Houston Oilers

In den folgenden vier Spielzeiten gewannen die Oilers 42 Spiele und hatten jede Saison eine Top-3-Offense. Die Offense um Quarterback Warren Moon, der hinter zwei der besten Offensive Lineman aller Zeiten spielte, Bruce Matthews und Mike Munchack (jetzt HC der Titans) war Super-Bowl-würdig. Spätestens als Houston dann aber in den 92er Wild-Card-Playoffs auf der falschen Seite des größten Comebacks aller Zeiten stand, mußte sich dringend etwas ändern. Also holte man sich eines der besten Defensive Minds und einen der härtesten Trainer als Zeiten für den Posten des Defensive Coordinators: Buddy Ryan. Ryan hatte in den 80ern die legendäre Bears-Defense gebaut, Head Coach Mike Ditka hatte ihm auf dieser Seite des Balles freie Hand gelassen. Die Verteidigung der 85er Bears gilt bis heute als beste aller Zeiten. Ryan war aber schon immer ein eigenwilliger Kopf und hatte keine Lust mehr, die zweite Geige hinter Ditka zu spielen, also war er ganz glücklich, 1986 Cheftrainer der Philadelphia Eagles werden zu dürfen. Er hat in Philly zwar kein Playoffspiel gewonnen, aber eine erstklassige Defense hat er aus den mäßigen Eagles fast aus dem Stand gemacht. Dessen erinnerten sich also die Oilers 1993 und verpflichteten ihn als DC.

An was sich die Verantwortlichen in Houston augenscheinlich nicht erinnerten, war die Tatsache, daß Ryan als Mensch einen noch viel größeren Dachschaden hatte als seine beiden Söhne Rex und Rob und außerdem Offensivspieler und -trainer generell für Idioten und Weicheier hielt. So war es ihm ziemlich egal, daß Houstons Angriff unter Gilbride auch 1993 wieder die drittbeste Offense der Liga hatte. Ryan hielt es für unverantwortlich, „seine“ Spieler ständig wieder aufs Feld schicken zu müssen, weil die Offense zu schnell und aggressiv spielte. Im letzten Spiel der regulären Saison – die Oilers hatten die letzten zehn Spiele in Folge gewonnen – war es dann so weit: Ryan platzte der Kragen und er reichte Gilbride an der Seitenlinie Eine durch – sauber an die Schläfe, vor aller Augen bei einem Monday Night Game. Eine der verrücktesten Dinge, die je in der NFL passiert sind.

Mit elf aufeinanderfolgenden Siegen ging man nichtsdestotrotz mit einem Freilos im Rücken in die Playoffs und verlor mal wieder das erste Spiel, dieses Mal gegen Joe Montana und die Kansas City Chiefs. In der 94er Saison war Gilbride zwar noch in Houston, aber Moon und Ryan nicht mehr; nach dem 1-9-Start trat Pardee zurück und der junge DC Jeff Fisher, der sein Handwerk unter Buddy Ryan in Philadelphia erlernt hatte, nahm auf dem Cheftrainerstuhl Platz.

Über Coughlin zum Head Coach ins Niemandsland

Das folgende allgemeine Ausmisten ging auch an Gilbride nicht vorbei. Weil er aber als großartiger Offensive Coordinator galt, holte Tom Coughlin, Head Coach des Expansion Teams Jacksonville Jaguars, Gilbride als OC mit an Board.Nach anfänglichen Schwierigkeiten hatte Gilbride den blutjungen QB Mark Brunell soweit, bereits in seiner zweiten Saison als Starter für fast 4400 Yards zu werfen und die Jags ins AFC Championship Game zu führen.

Mit sieben derart erfolgreichen Jahren im Resumée wurde es Zeit, selber eine Mannschaft zu übernehmen – leider waren es die 97er San Diego Chargers. Das größte Problem war der fehlende Franchise Quarterback. 1997 waren Craig Whelihan, Stan Humphries, Jim Everett und Todd Philcox under center. Mit diesem Personal war kein Blumentopf zu gewinnen. Also nutzte man den zweiten Pick in der NFL Draft 1998 um ein riesiges Quarterback Talent zu draften, das die Zukunft der Franchise werden sollte, sein Name: Ryan Leaf. Alles weitere ist bekannt. Nach sechs Spielen ´98 mußte Gilbride gehen.

1999 und 2000 hat Gilbride dann wieder mal eine neue Erfahrung mitgemacht, als er unter Bill Cowher OC der Pittsburgh Steelers war. Dort hat er gemäß der alten Steelers-Tradition lauflastige Game Plans zusammengebastelt und eine Top-10 Rushing Attack auf die Beine gestellt. 2001 wollte Cowher dann lieber Mike Mularkey als OC und es wurde etwas stiller um Gilbride. 2001 nahm er eine Auszeit, bevor er 2002 und 03 im NFL-Niemandsland Buffalo den Angriff übernahm. Als Bills-HC Gregg Williams vor der Saison 2004 von Mike Mularkey abgelöst wurde und dieser selber die Offense übernahm, erinnerte sich Tom Coughlin, der gerade die New York Giants übernommen hatte, an seinen alten Buddy und übertrug ihm die Aufgabe, sich als Quarterbacks-Coach um den Rookie Eli Manning zu kümmern.

Mit Eli in New York

Das hat er ziemlich gut gemacht. Aus dem jungen Eil wurde langsam, aber sicher (aber vor allem langsam) zuerst ein richtiger Quarterback und später dann einer der besten QBs der Liga. Ab 2007 hatte Gilbride endlich wieder den Posten, der ihm am meisten behagt – Offensive Coordinator. Während dieser Zeit war die einzige Konstante Eli. Irgendwann war es dann auch egal, ob die Ballempfänger Plaxico Burress, Amani Toomer, Jermey Shockey, Sinorice Moss, Domenik Hixon, Steve Smith, Kevin Boss, Hakeem Nicks, Victor Cruz, Jake Ballard oder Mario Manningham hießen – seit 2008 war es immer eine Top-10-Offense. Es ist nicht zuletzt ein großes Verdienst Gilbrides,  alle diese WRs entdeckt oder/und so eingesetzt zu haben, daß sie ligaweit ein Begriff sind.

Es fällt heute ziemlich schwer, Kevin Gilbrides Offense in irgendeine Schublade zu stecken. Es steckt auf jeden Fall noch ein großes Stück Run-and-Shoot drin, aber ohne Rücksicht auf Verluste setzt Gilbride jedes Spiel über auch auf das Running-Game. Das hat er zum Teil sicherlich auch aus der Run-and-Shoot, denn dort war jeder Spielzug so angelegt, daß ein Laufspielzug immer so aussieht wie ein Paßspielzug und umgekehrt. Aber seine Laufspielzüge sind dann doch andere als die alten Läufe aus 4-WR-Sets. In diesem Sinne wird Gilbride sicher einiges aus Pittsburgh mitgenommen haben und, noch viel sicherer, wird er eine ordentliche Dosis von Coughlin eingehämmert bekommen haben. Schließlich kommt Coughlin aus der alten 80er-Jahre Bill-Parcells-Schule. Leider steht Gilbride nicht so im Rampenlicht, daß es viel Literatur über ihn gäbe oder daß er ständig von Kameras und Mikrofonen umzingelt wäre. Charakteristisch ist vor allem, daß die G-Men unter Gilbride eine der wenigen Mannschaften sind, die eine große Portion vertikales Paßspiel (à la Mike Martz´ Rams) in ihrem Arsenal haben, während die meisten Mannschaften hauptsächlich auf kurze Timing-Routen setzen, was alles mehr oder weniger eine Weiterentwicklung der Bill-Walsh-/West-Coast-Offense ist.

Trotz seiner Erfolge und seiner vielfältigen Erfahrungen in den verschiedensten Umfeldern mit den verschiedensten Trainern hat sich auch nach dem letzten Super Bowl Sieg über die New England Patriots keine trainerlose Mannschaft bei ihm gemeldet, er hatte nicht mal eine Anfrage für einen Head-Coaching-Job. (Sein Sohn dagegen, Kevin Gilbride, Jr. wurde gerade vom Quality Control Assistant zum Wide Receivers Coach befördert, nachdem die Giants anderen Teams untersagt haben, mit ihm in Kontakt zu treten.) Am Ende werden alle Beteiligten von Coughlin bis Manning froh sein, daß Kevin Gilbride weiterhin im Big Apple bleibt – wenn auch nur in der zweiten Reihe.

Die zweite Reihe: Jim Leonhard

[In der Serie „Die zweite Reihe“ wollen wir Spieler, Assistant Coaches und auch Spielzüge vorstellen, die für den Erfolg einer Mannschaft essentiell sind, aber nicht im Rampenlicht stehen. Sondern in der zweiten Reihe. Den Anfang macht heute Jim Leonhard, Safety der New York Jets. 29 Jahre alt; 1,72m; 85kg. College: Wisconsin. Draft: 2005, nicht gedraftet; NFL-Erfahrung: 7 Saisons.]

Leonhard with the Ravens.
Der kleine Jimmy Leonhard – Image via Wikipedia

Man mag ja von Rex Ryan halten, was man will. Aber von Defenses in der NFL versteht er mehr als die meisten anderen. Umso aufmerksamer hätte man aufhorchen müssen, als Ryan und sein Defensive Coordinator Mike Pettine immer und immer wieder wiederholt haben, was für ein schwerwiegender Verlust die Verletzung von Jimmy Leonhard für die Jets-D bedeutet. Und Verletzungen haben leider die beiden vergangenen Spielzeiten für den mit einem extrem hohen “Football-IQ” ausgestatteten Safety jeweils im Dezember beendet.

Leonhard spielt auch nicht zufällig bei den New York Jets. Als Ryan seinen Posten als DC in Baltimore nach der Saison 2008 für die Stelle des Head Coaches der Jets aufgegeben hat, wollte er zwei Spieler unbedingt mitnehmen: Linebacker Bart Scott und eben Safety Jimmy Leonhard. Das spricht Bände für die Wertschätzung, die der große Lautsprecher für beide hat.

In der öffentlichen Wahrnehmung geht der kleine Safety oftmals unter, weil einerseits Ryan und andererseits Stars wie Darrelle Revis und “Typen” à la Antonio Cromartie die ganze Aufmerksamkeit auf sich ziehen. Dabei ist Leonhard der Quarterback der Jets-D, eine Rolle die in den meisten anderen Teams ein Linebacker übernimmt. Er macht alle Calls, er darf auch “audiblen” (den Spielzug/Coverage ändern) und ist verantwortlich für die Kommunikation untereinander und dass jeder weiß, was er zu tun hat und wo seine Verantwortlichkeiten liegen.

Aber mangelnde Wertschätzung ist für Leonhard nichts neues, sie begleitet ihn seit Beginn seiner Karriere. Nach seinem Abgang von der High School hat er von keinem Division-I-Colleges ein Stipendium angeboten bekommen. Er schrieb sich in Wisconsin ein und schaffte dort sogleich als walk-on den Sprung ins Team. Schon in seiner zweiten Saison war er Stammspieler als Safety und einer der erfolgreichsten Punt Returner in der Geschichte der Big Ten. Seine Qualitäten als Safety wurden duch drei Nominierungen ins All-Big-Ten-Team unterstrichen.

Vor allem wegen seiner football-untypischen physischen Voraussetzungen – 1,72m, 85kg – wurde er auch nach seiner College-Karriere 2005 übergangen und nicht gedraftet. Die Buffalo Bills erbarmten sich schließlich und gaben ihm einen Roster Spot. Im Trainings Camp 2006 war seine Karriere fast schon wieder vorbei. Aber eine Woche nach seiner Entlassung verletzte sich Troy Vincent und die Bills erinnerten sich seiner und er bekam eine neue Chance und machte in den folgenden zwei Saison 28 Spiele, von denen er sieben startete.

Den großen Durchbruch schaffte Leonhard mit seinem Wechsel zu den Baltimore Ravens vor der Saison 2008. Hier war er von Anfang an Stammspieler und bildete zusammen mit Ed Reed eines der besten Safety-Duos der letzten Jahre. Seine Leistung steigerte er dann sogar noch in den Playoffs, als er mit Sacks, erzwungenen Fumbles und Interceptions großen Anteil daran hatte, daß die Ravens in ihren drei Playoff-Spielen gegen Miami, Tennessee und Pittsburgh nur 41 Punkte zuließen. Damit hatte Ryan genug gesehen und überredete ihn, den er erst ein Jahr lang kannte und trainierte, den Weg nach New York gemeinsam anzutreten und ein entscheidendes Puzzleteil seiner neuen Mannschaft zu werden.

Das wurde er dann auch und spielte heuer besser denn je. Bis er am 11. Dezember einen Paß von Kansas Citys Quarterback Tyler Palko abfing und sich beim Return die Patellarsehne verletzte. Da die Verletzung eine Operation erzwang, landete er erneut auf IR. Damit fehlte Gang Green das Hirn der Defense. Neben seiner Spielintelligenz zeichnen Leonhard seine Qualität als Tackler, seine Quickness und Beweglichkeit sowie seine sicheren Instinkte aus – da wo der Ball ist, ist auch Leonhard nicht weit.

Leonhard ist derzeit Free Agent. Seine Verbindung mit Rex Ryan im Hinterkopf, ist es kaum vorstellbar, daß die Jets ihn ziehen lassen werden. Falls doch, wird er sich unter vielen Interessenten seinen nächsten Arbeitgeber aussuchen können.