AFC Divisional Playoffs 2014/15: Denver Broncos – Indianapolis Colts live

[01h50] Endstand Denver Broncos 13, Indianapolis 24.

Größte Überraschung des Wochenendes, und ein verdienter Sieg für die Indianapolis Colts, die nun mit ihrem famosen QB Andrew Luck nach Foxboro reisen. Luck trotz zweier langer Interceptions heute wieder der absolute Dreh- und Angelpunkt der Colts-Offense, ist sicher eine Klasse reifer als noch vor einem Jahr.

Bei den Denver Broncos muss man sich fragen, ob es das Ende einer Ära ist. Bei Peyton Manning könnte die Diskussion ein bisschen verfrüht sein, aber sie könnte auch real sein: Möglicherweise war es sein letztes Spiel. Mannings Leistungsabfall in den letzten 12 Monaten ist frappierend, selbst von der ersten Saisonhälfte zu heute war es ein krasser Abfall. 3.9 NY/A für eine Manning-Offense war bis vor zwei Stunden undenkbar – es wurde Realität, selbst mit einigen Gratis-Yards in der Garbage-Time. So schlecht war er zuletzt als Rookie. Nie sah Manning so fertig aus wie heute.

Sollte Manning zurücktreten – und ich wette nicht mehr dagegen – wird Denver ohne Superbowl-Sieg bleiben. 2014/15 hätte das Jahr werden sollen. So wie 2012 und 2013. Vor zwei Jahren schmiss man die allerbeste Chance weg. Letztes Jahr hatte man einen Horrortag im Endspiel. Heuer ein guter Start ins Jahr, aber dann wurde es immer zäher, und heute ein lebloses Aus gegen eine alles andere als vorzügliche Colts-Verteidigung.

Wird Head Coach John Fox bleiben dürfen? DefCoord Del Rio gilt als heißer Headcoach-Kandidat in Oakland und könnte schon morgen den Vertrag unterschreiben.

Indianapolis geht durch. Erstaunlich für eine so limitierte Mannschaft, aber sie haben ein in lichten Momenten grandioses Pass-Spiel, das oft nur von Eigenfehlern wie Drops zurückgehalten wird. Wenn New England nächste Woche genauso „viel“ Pass Rush macht wie gestern gegen Flacco, kann man bei Luck für nichts garantieren.

[01h36] 4th/8 um 2cm zu kurz. Game Over. Im Spielzug davor rannte der CB #21 Davis die Pass-Route besser als der angespielte Receiver – hätte fast eine Interception gegeben.

[01h27] Denver 13, Indianapolis 24 | Q4 4:07. Vinatieri aus 30yds. Ein nahezu perfekter Drive aus Colts-Sicht: Nur 54yds Raumgewinn, aber 14 Plays und sage und schreibe über 8min von der Uhr genommen! Die Broncos-Defense sah vor allem auch gegen die kurzen Läufe schlecht aus, und brauchte einen Abseits-verdächtigen Spielzug über #94 Ware, um überhaupt den Drive zum Erliegen zu bringen.

[01h17] Punt Denver | Q4 13:30. Kein 1st-Down auch für Denver. Zwei Incompletions Manning, der aussieht als hätte er morgen seinen 50ten Geburtstag.

[01h13] Punt Indianapolis | Q4 13:31. Sagenhafter 19sek-Drive der Colts mit drei Incompletions. Jetzt schlägt durch, dass die Colts kein Laufspiel haben um die Uhr etwas zu kontrollieren. Denver mit nur 3 Passrushern, aber exzellenter Deckungsarbeit u.a. von CB #21 Talib, SS #43 und CB #25 Harris, die hauteng decken und jeweils eine Pass-Defense machen.

[01h08] Denver 13, Indianapolis 21 | Q4 13:50. 41yds-FG Barth. Broncos machen 53yds Raumgewinn in diesem Drive, brauchen dafür aber 14 Plays -> sagt alles aus. Spielen am Ende das 4th/4 nicht aus, sondern gehen auf Fieldgoal.

Drittes Viertel

[01h03] Ende Q3 in Denver. Großartige Szene zum Abschluss des Viertels für die Bronco-Offense: Nach zu kurzem Pass für WR Thomas und einem Gerangel wollen die Broncos bei 4th/1 an der IND 36 ausspielen, aber die PlayClock tickert herunter. Manning bringt seine Offense gerade noch in Position, übergibt an RB #22 CJ Anderson, der im Backfield niedermacht wird.

… oder nein: Erster Spin-Move.

… Zweiter Spin-Move.

… Dritter Spin-Move, und Anderson hat aus einem sicheren 4yds-Raumverlust ein lebenswichtiges neues 1st-Down gemacht. Anderson, der Sekunden zuvor noch den 1m größeren und 80cm breiteren OT #74 Orlando Franklin aus dem Gerangel ziehen musste.

[00h55] Interception #26 Rahim Moore | Q3 5:13. Wieder tiefer Ball Luck, und weil es sich nicht um Flacco handelt, kommt Rahim Moore diesmal mit der INT herunter. Ein unmotivierter Ball: Drei Verteidiger waren in der Zone, der Pass dann auch noch gut 3m zu kurz.

[00h47] Punt Denver | Q3 7:10. Broncos-Offense liegt drei Meter unter der Erde. #16 Cribbs riskiert mit seinen konsequent verweigerten Fair-Catches nun endgültig einen Fumble, kam zum zweiten Mal knapp davon. Die einzige Konstante: Wird Mike Carey dazu geschaltet, ist seine Einschätzung immer falsch. Naturgesetz.

[00h41] Denver 10, Indianapolis 21 | Q3 8:21. 15yds-Pass Luck für WR #14 Nicks. Colts kommen ohne Runnnigback auf das Feld. Denvers Passrush kommt erneut mit nur vier Leuten, aber es entsteht nie Gefahr. Luck hat alle Zeit der Welt, sucht und findet seinen Receiver. Der ganze Drive war sowas von souverän heruntergespielt: 8/3 Pass/Lauf Quote.

[00h28] Punt Denver | Q3 13:37. Manning geht in die Mitteldistanz, aber WR #10 Sanders bekommt die Zehen des zweiten Fußes knapp nicht ins Feld. Damit Punt. Manning hätte selbst mit einem Fuß die 5yds zum 1st-Down laufen können. Habe nicht erkennen können, ob CB #21 Davis wieder im Spiel ist. [Update dazu]

Zweites Viertel

[00h15] Halbzeit Denver Broncos 10, Indianapolis Colts 14.

Drittes Mal ein 14-10 zur Pause. Der Außenseiter führt, und er führt trotz einer Latte an Strafen (7/43 gegen Indianapolis vs nur 2/8 für Denver). Die Colts machen gefühlt zu wenig aus dem Moment. Nach einem ganz schwachen Beginn mit zu vielen nutzlosen Screen-Pässen schaltete man in einen Pass-Only Modus, der die Offense in Gang bekam. Andrew Luck mit angezogenem Tempo zu 16/24 für 137yds, TD + INT, aber wichtiger: Er kühlte damit den Passrush ab.

Indianapolis wurde allerdings vor der Pause viel zu konservativ, viel zu viele Läufe ins Nichts. Dass man am Ende sogar eine Interception bei einem „quasi-Punt“ werfen musste, muss dem Coaching-stab angekreidet werden.

Denver mit einem bizarren GamePlan, lässt Peyton Manning einen tiefen Wurf nach dem anderen versuchen, und alle gehen viel zu weit. Manning ist 7/18 für 71yds, ein Sack! 3.3 NY/A ist unter Tebow-Zone. Mindestens zwei Drops von Demariyus Thomas, der bei CB #21 Davis recht gut abgemeldet ist. Davis verabschiedete sich allerdings kurz vor der Pause verletzt in die Kabine.

Das Laufspiel über RB Anderson funktionierte eine zeitlang ganz ordentlich (12/66), wurde aber auch eingestellt als man Manning einen Pass ins Leere nach dem anderen versuchen ließ. Kein gutes Zeugnis für OffCoord Adam Gase, der ja Headcoach-Kandidat sein soll. Aber noch gibt es Zeit zum Umstellen.

Insgesamt ein taktisch ganz interessantes Spiel: Die Broncos stellten CB Talib anfangs gegen WR Hilton auf, zogen ihn später davon ab und schoben CB Harris drauf. Passrush der Broncos wurde mit Lucks schnellerem Tempo abgemeldet. Beide Teams mit unter 5.5yds/Offensivspielzug.


[00h10] Denver 10, Indianapolis 14 |Q2 0:02. 45yds-FG Barth.

[00h05] Interception #29 Bradley Roby | Q2 1:28. Luck geht tief, und Interception von CB #29 Roby.

[23h55] Punt Denver | Q2 2:32. Tiefe „Lochpässe“ von Peyton Manning. Nur, dass Lochpässe im Football weniger einbringen als im Fußball.

[23h47] Verkicktes Fieldgoal Indianapolis | Q2 4:33. Vinatieri verschießt in einem kickerfreundlichen Stadion aus 44yds. Der Drive der Colts zuvor war nicht wirklich berauschend: Ein Luck-Scramble und 20yds, ansonsten wenig ansehnliches, was auch dran liegen kann, dass SS #43 Ward schon über der Grenze deckt, was Körperkontakt angeht.

[23h41] Punt Denver | Q2 6:26. Die Broncos machen es spannend: #10 Sanders wird gegen CB #28 Toler gematcht – ein eigentlich gutes Matchup für Sanders. Aber dann schickt man Sanders ein ums andere Mal tief, und Manning überwirft sie alle. Zu viel hopp/topp der Broncos in diesen Minuten.

[23h37] Denver 7, Indianapolis 14 | Q2 7:23. Und auch in diesem Spiel geht der Außenseiter in Führung: Luck für TE #83 Allen, 3yds TD.

[23h27] Fumble #18 Peyton Manning | Q2 11:04. Von hinten rauscht Rookie-DE #91 Johnathan Newsome heran und provoziert den Fumble. LB #50 Jerell Freeman fällt auf den Ball. Indy übernimmt an der DEN 40.

[23h18] Denver 7, Indianapolis 7 | Q2 14:14. 6yds-Run Herron. Guter Drive der Colts, die die Geschwindigkeit erhöhen und die sinnlosen Screen-Pässe aus dem Repertoire streichen. Luck mischt nun schön die Routen durch und findet in jedem Snap einen Abnehmer. Laufspiel wird bestenfalls als Alibi zwischendurch eingestreut.

Erstes Viertel

[23h13] Ende Q1 in Denver. Von einem anderen Feld: Gerüchteweise soll Cowboys-DefCoord Marinelli neuer DefCoord in Tampa werden.

[23h07] Punt Denver | Q1 4:28.

[23h01] Punt Indianapolis| Q1 5:47. Starker Druck auf Andrew Lucks Pocket. Luck antwortet im zunehmendem Drive-Verauf immer mehr mit nicht ungefährlichen Screen-Pässen, die nichts einbringen außer INT-Gefahr.

[22h52] Denver 7, Indianapolis 0 | Q1 10:00. Colts bremsen Denver zu einem 3/out, ehe DT #97 Jones heranrauscht und wie eben Matthews einen „van Oelhoffen“ macht. Diesmal wird die Flagge geworfen – roughing the passer, und Manning groovt sich in die Partie, nutzt die Gratis-Plays für #88 Thomas und #80 Thomas. #88 Demariyus Thomas mit dem 1yds-TD. Bizarrerweise wird kein Cornerback gegen Thomas angesetzt, sondern S #30 Laron Landry. Resultat = nicht verwunderlich.

[22h43] Punt Indianapolis | Q1 13:44. Zu viel Druck auf die Pocket Andrew Lucks. #94 Ware bricht von hinten heran und bringt Luck zu Fall. Kein 1st-Down für Indianapolis.


[22h38] Seit Wochen ist klar, dass mit Broncos-QB Peyton Manning etwas nicht stimmt. Was nicht klar wurde: Ist er tatsächlich verletzt, oder wird er von den Broncos so stark eingedämmt, damit er sich nicht verletzt? Die Broncos wurden in den letzten Wochen ein lauflastigeres Team, aber es könnte auch an jenem einen verheerenden Spiel gegen die Rams hängen, als Mannings Protection zerbröselt wurde und die Eindimensionalität der Broncos offen gelegt wurde. Seither gibt es immer stärkere Einbindung von Laufspiel und RB C.J. Anderson. Heute trifft man auf eine bestenfalls unterdurchschnittliche Run-Defense.

Anderes Problem der Colts: Denvers Ball-Fänger sind so fit wie seit Wochen nicht. Indianapolis kann dem einen CB Davis entgegenwerfen, und ansonsten relativ wenig.

[22h33] Next Up: Broncos – Colts.

NFC Divisional Playoffs 2014/15: Green Bay Packers – Dallas Cowboys live

[22h29] Garrett in der Pressekonferenz: Ich dachte, wir müssen ausspielen. Für mich war das schon ein klarer Catch. Aber keine Schuld an die Refs. Wir haben viele andere Plays nicht gemacht, die notwendig gewesen wären. […] Am Anfang dachten wir, sie wollen nur laufen, aber dann haben sie ihren Style geändert. Ich glaube, wir haben es nicht schlecht gemacht, aber er (Aaron Rodgers) war fantastisch. […] Vor der Pause haben wir versagt, statt 17-7 nur 14-10, das hat uns zurückgeworfen. […] Ich möchte nicht weiter über die Refs reden. Für mich war es ein Catch, aber gegen das Juristen-Deutsch der Refs sind schon andere nicht angekommen. Dez Bryant hat einen super Play gemacht. Romo einen tollen Wurf. […] Wir hatten Empty-Backfield, wir hatten viele verschiedene Optionen in diesem Play. Wir haben eben tief geworfen. Jason Garrett ist mit Ende des Spiels ein Free-Agent. Sein Vertrag ist ausgelaufen.

[22h13] Endstand Green Bay Packers 26, Dallas Cowboys 21.

… und das nächste Spiel, das mit lauten Kontroversen endet (und die Verschwörungstheoretiker endgültig zum Schweigen bringen sollte). Green Bay gewinnt eine mit Haken und Ösen geführte, dramatische Partie mit 26-21 und qualifiziert sich für das NFC-Finale nächsten Sonntag, 21h in Seattle.

Es war eine exzellente Vorstellung von Aaron Rodgers ab Mitte des dritten Viertels, nachdem man zuvor schon durchaus über einen QB-Wechsel nachdenken hatte können. Rodgers mit kaputtem Sprunggelenk zu einem letztlich überzeugenden Tag: 24/35 für 317yds, 3 TD, 8.5 NY/A gegen eine erwartet schwache Cowboys-Verteidigung, die darüber hinaus 19/101 von Lacy kassierte. Nur ein Sack gegen Rodgers. Aber nächste Woche gegen Seattle in dieser körperlichen Verfassung… abwarten.

Dallas verabschiedet sich eine Woche nach einer glücklichen Schiedsrichterentscheidung mit einer diesmal… weniger glücklichen. Aber wie schon geschrieben: Angesichts der zumindest von mir oft durchlebten Calvin-Johnson Regelung eine verständliche Referee-Entscheidung in einem Paragraphen im Regelbuch, der seit vielen Jahren dringender Klärung bedarf. Vielleicht hilft es, wenn anstelle des Provinzteams Detroit der landesweite Gigant Dallas dadurch aus den Playoffs fliegt.

Dallas‘ Romo mit einer seinerseits mutigen Vorstellung: 15/19 für 191yds, 2 TD. Vier Sacks gegen Romo, obwohl die Packers-Defense nur mäßig überzeugte. Aber Romo wurde mit zunehmendem Spielverlauf immer kaputter, konnte zum Schluss fast nicht mehr aufrecht gehen.


[22h10] Rodgers-Pass und ein Monster-Catch nun auf der anderen Seite: #18 Randall Cobb mit dem Catch, der das Spiel entscheidet. Dallas hat seine Timeouts nicht sorgsam genug aufgespart. Game over, Green Bay fährt nach Seattle, dorthin, wo die Saison im September wenig vielversprechend begann.

[22h08] Massive Reaktionen auf den Dez-Bryant Call auf Twitter. Wenn wir die Calls gegen Calvin Johnson als Grundlage nehmen, ist der Call nachvollziehbar. Natürlich, wenn wir von der Logik argumentieren wollen…

[21h59] Turnover on Downs Dallas | Q4 4:42. Aaaaalso. 4th/2 an der 32yds Line der Cowboys. Jason Garrett entscheidet richtigerweise auszuspielen. Troy „three Super Bowl rings“ Aikman widerspricht massiv, würde ein Fieldgoal kicken, weil man einen Super-Kicker habe (wie wir in Halbzeit eins sehen konnten).

Cowboys kommen zum wiederholten Male ohne Runningbacks aufs Feld. Bullshit. Romo wirft tieeeeeeffffff und der WR-Freak #88 Dez Bryant mit einem famosen Catch, den vielleicht noch ein Calvin Johnson hinkriegt. Bryant fällt dann aber der Calvin-Johnson Regel zum Opfer – in den Challenge wird der Spielzug zurückgenommen. Turnover on Downs.

[21h45] Green Bay 26, Dallas 21 | Q4 9:10. 13yds-TD Pass für TE #89 Rodgers. Fantastischer Wurf von Rodgers in gute Deckung. Ein Monster-Drive der Packers, 8 Plays, 80yds, und fast alles waren quicke Rodgers-Pässe oder Hand-Offs für Playmaker wie #18 Cobb.

Rodgers sah in diesem Drive eine Klasse besser aus als im bisherigen Spielverlauf. Noch immer nicht gut genug, dass es ansatzweise für Seattle reichen könnte, aber gut genug, dass es für Dallas reichen kann.

2pts-Conversion: Fail. Packers werfen entgegen der Wahrscheinlichkeiten, incomplete.

[21h38] Punt Dallas | Q4 13:29. Romo ist auch nicht mehr gerade der Mobilste, wird in schöner Regelmäßigkeit in den Boden gerammt. Die Seahawks lecken Blut. Wenn das so weiter geht, wird einer der beiden QBs nächste Woche zermalmt.

Drittes Viertel

[21h30] Green Bay 20, Dallas 21 | Q3 1:43. 46yds-Catch/Run von #17 Adams in einem 3rd/15! Adams mit dem Cut nach innen, d-i-l-e-t-t-a-n-t-i-s-c-h verteidigt von DB #26 Sterling Moore – der ewige Sterling Moore – und Adams kann eintraben. Moore versuchte nur, den Ball zu Boden zu schlagen. Schon davor einige gute Pässe von Rodgers, auch in enge Deckung.

Der Horror-Call kommt im Anschluss: Mike McCarthy lässt ein Fieldgoal schießen, als wäre es das Logischste der Welt, dass diese halb kaputte Offense der Packers in diesem Spiel noch oft in Scoring-Reichweite kommen wird.

Er hätte die 2pts-Conversion ausspielen sollen, wenn die Offense eine 23%-Chance hatte. 2pts-Conversions werden in 48% der Fälle verwertet, bei Laufspiel öfters, und Dallas-Defense ist eine der schwächsten der Liga.

[21h19] Fumble des Kickreturners #18 Cobb, aber selbst wieder erobert. Es kommt wieder zu Rangeleien und ersten Frustfouls. Drei Sekunden nach Spielzugende rauscht ein Pärchen weiß/gelbgrün ins Bild, und der Packers-Verteidiger rammt den Cowboy in den Boden. Andere Teams/Spieler werden dafür auf Jahre mit dem Label „dirty“ gebrandmarkt.

[21h15] Green Bay 13, Dallas 21 | Q3 4:12. 1yds-Run #29 Murray. Murray belohnt sich selbst für seinen wuchtigen 26yds-Lauf auf einer Art Counter rechts das Spielfeld runter. Zuvor ein fantastischer Pass von Romo für TE #82 Witten im Fallen, mit der Klette #33 Hyde am Körper. Romo bezahlt die Completion mit einem neuen blauen Fleck.

Dallas marschiert 80yds in nur 6 Plays gegen eine in diesem Drive sehr kaputt aussehende Packers-Defense. Für die Offense wird eine schnelle Antwort nun zwingend.

[21h09] Green Bay 13, Dallas 14 | Q3 7:46. Nach dem Personal-Foul gegen #70 Lang müssen sich die Packers mit dem Fieldgoal begnügen. Dumme Strafe gegen Lang. Es gab kein Offsetting, weil – wie Mike Pereira letzte Nacht schon erklärte – die Refs angehalten sind, bei Schlägereien nur noch den Auslöser zu bestrafen. Daher keine Flaggen gegen Dallas.

Green Bay kam überhaupt erst in Fieldgoal-Range, weil RB #27 Lacy sich über 29yds durchpowerte. Lacy wartet schön auf seine Lücke und explodiert dann direkt in die Lücke hinein – ein Spielzug, der ein ganzes Stadion in Wallung bringen kann… bis der Offense Liner mit selbst initiierten Schlägereien die Emotion wieder rausnimmt.

[21h05] Fünf Cowboys gegen WR #17 Adams… und plötzlich geht es rund. Ndamukong Suh stürmt auf das Feld und sorgt für eine zünftige Schlägerei. ESPN fordert bereits die nächste Vierspielesperre für dirty Suh.

[21h01] Big Play! Fumble #29 Murray | Q3 11:04. Der Oldie #56 Julius Peppers greift nach Murrays Eiern, erwischt aber nur das eine Ei. Turnover.

[20h57] Faceguarding-DPI gegen CB #38 Williams. Wäre es Hitchens, würden die Refs die Flagge aufheben. Ist aber nicht Hitchens.

[20h53] Punt Green Bay | Q3 12:27. Rodgers mit einer Accuracy, da würde ein Ryan Lindley den Kopf schütteln. Überfeuert Nelson um 3m. Überfeuert Cobb um 2m. „Immerhin“ aus Packers-Sicht ist RB Lacy zurück. Er soll lt. Erin Andrews/FOX nicht verletzt gewesen sein. Es waren vielmehr die „wenigen Drives der Packers“, die ihm Einsatzzeit nahmen (O-Ton McCarthy). In anderen Worten: Der Coaching-Staff vergaß im Trouble um Rodgers, dass es auch Lacy gibt.

Zweites Viertel

[20h34] Halbzeit Green Bay Packers 10, Dallas Cowboys 14.

Die Halbzeit ist geprägt von einer schlecht in die Gänge kommenden Packers-Offense, die unter dem verletzten Rodgers mehr leidet als angenommen. Rodgers humpelte noch Sekunden vor der Pause schwer angeknockt zwischen den Snaps das Spielfeld hinunter. Er hat keine Mobilität, kann dem durchaus nicht überzeugenden Passrush der Cowboys nicht entweichen.

Rodgers ist 9/15 für 90yds mit zwei Sacks. 5.0 NY/A. Nach dem ersten guten Drive wurde zudem das Laufspiel eingestellt, RB Lacy ward seither nicht mehr gesehen (verletzt?).

Dallas mit einer anfangs harzigen Offense, bekam mit zunehmendem Verlauf besseren Punch hin. Romo 9/12 für 114yds, ein Sack, 8.4 NY/A gegen eine teilweise zu softe Packers-Defense, die nur bei late hits gegen den Quarterback ihre Härte zeigt. Dallas hat auch kein gutes Laufspiel über RB Murray (3.1yds/Carry), hat die Läufe aber im Gegenzug zu den Packers nie aufgegeben.

Ansonsten breite Ausgeglichenheit:

FACT         GB    DAL
1st Downs    12    11
3rd-Downs    4/6   4/6
Plays        31    31
Yards        169   144
Yds/Play     5.5   4.6

[20h31] Green Bay 10, Dallas 14 | Q2 0:00. Clutchiger kurzer Drive der Packers vor der Pause: Erster Pass, tief, aber gefangen. Mike Pereira fordert incomplete, aber der angeblich von den Cowboys bezahlte Ref Gene Steratore gibt den Catch. Dann Sack gegen den immobilen Rodgers. Dann tiefer Ball für #18 Cobb, der ihn sensationell an der Seitenlinie fängt. Mit auslaufender Uhr versenkt Crosby und sorgt laut FOX für ein change of momentum.

[20h25] Verkicktes Fieldgoal Dallas | Q2 0:29. Ein gut zwei Meter zu positiver Spot für die Cowboy-Offense wird von einem Video-Review zurückgenommen und Dallas muss ein 3rd/1 ausspielen, da nützt Jason Garrett alles höhnische Grinsen an der Seitenlinie nichts. Snap rutscht Romo durch die Finger, und aus der Not geboren muss Romo tief gehen. Incomplete, 45yds FG Bailey geht rechts vorbei, aber zweite Chance wegen False-Start gegen die Offense. Zweiter Versuch aus 50yds, und Bailey nagelt ihn noch weiter rechts vorbei. #95 Datone Jones war wohl mit den Fingerspitzen dran.

[20h05] Punt Green Bay | Q2 5:37. Viele lange dritte Downs für die Packers, bei denen es aktuell überhaupt nicht gut aussieht: Laufspiel wird aus unerfindlichen Gründen gar nicht mehr versucht, und an Pässen spielt sich alles im Bereich von 3yds um die Anspiellinie herum ab. Dann geht Rodgers einmal notgedrungen doch tief – ein schöner Pass für Nelson, der wieder von der alten Fliegenfängerkrankheit befallen wird und den Ball durch die Finger flutschen lässt.

[19h56] Green Bay 7, Dallas 14 | Q2 8:19. 38yds-TD für WR #83 Terrance Williams, der seinen Gegenspieler CB #38 Tramon Williams auf einer völlig simplen Hitch-Route verlädt, den Nachbrenner zündet und über den Acker von Spielfeld in der Spielfeldmitte durchläuft – kein Safety weit und breit zu sehen.

Der Außenseiter geht in Führung – besseres hätte der Partie kaum passieren können, zumal die Packers-Offense mit einem schwer angeschlagenen Rodgers nicht so haushoch überlegen aussieht wie angenommen.

[19h51] Fumble Packers | Q2 11:27. C Linsley mit einem Snap auf den Rodgers nicht gefasst war. Rodgers nimmt das Ei auf, aber dann zaudert der Unfehlbare zu lange und DE #92 Mincey schlägt ihm das Ei aus der Hand. Fumble, Turnover. Auffällig an dem Play auch, dass Rodgers wirklich stark limitiert in seiner Beweglichkeit ist. In fittem Zustand wäre er aus der Gefahrentone gescrambelt.

Erstes Viertel

[19h41] Ende Q1 in Green Bay. Spiel der langen Drives im ersten Viertel: Erst der insgesamt vierte Ballbesitz der Packers gerade am Laufen, und schon werden die ersten Bullshit-Calls der Referees diskutiert. Also: Playoffs. Rodgers operiert stark in der Pistol-Formation und sorgt mit seinem klar hörbaren Audible New York Bozo („New York Dummkopf“) für Aufregung auf Twitter, lässt Mannings Omaha vergessen.

Die Cowboys können sich am ersten Viertel für meinen Geschmack hochziehen, weil sie ihre Offense ansatzweise in Gang bekommen haben. Strafen halfen, aber auch beherzte Scrambles und Läufe über die Ecken.

[19h34] Green Bay 7, Dallas 7 | Q1 1:09. Harziger Drive der Cowboys zum Touchdown: 12 Plyas, 62yds. 7 Läufe über RB #29 Murray, 1 Romo-Scramble und 4 kurze Pässe. Abgeschlossen durch einen 1yds-TD für FB #44 Clutts, der auf der Flat-Route völlig allein gelassen wird.

Direkt vor dem TD eine kontrovers diskutierte DPI gegen CB #38 Tramon Williams, der WR #83 Williams umklammerte. Williams hakt ein und lässt sich „haxeln“, wir man auf gut Südtirolerisch sagen würde. Schiri wirft die Flagge.

Beim TD-Pass macht #56 Matthews fast einen Kimo von Oelhoffen gegen Romo. Flagge wegen roughing the passer wurde zwingend.

[19h16] Green Bay 7, Dallas 0 | Q1 8:30. 4yds-TD für #81 Quarless. Sieht fast exakt so aus wie eingangs unten geschrieben: Rodgers beginnt mit Pistol und teilweise Shotgun, RB Lacy fräst sich ohne Gegenwehr in 7 Läufen über 45yds durch eine butterweiche Defense, die erst kurz vor der Endzone Anzeichen von Punch zeigt. Dann ist es aber zu spät, Rodgers mit zwei Tippelschritten und dann abgelegt für den ungedeckten Quarless.

[19h09] Punt Dallas | Q1 12:52. Kein guter Start für Dallas. #56 Peppers schlägt Romo im 3rd Down den Ball aus der Hand. Romo behält zwar letztlich den Ball, aber natürlich Punt ohne ein einziges 1st-Down erzielt zu haben.


[18h43] Wenige Partien schreien mehr nach National Football League als ein Playoffspiel Green Bay Packers – Dallas Cowboys aus einem kalten Lambeau Field. Zu prägend war die mythische Ice Bowl vor über 45 Jahren zwischen eben jenen Franchises. Heute die Neuauflage an gleichem Ort. Die detaillierte Vorschau hat Herrmann schon geschrieben.

Die Packers bangen etwas um die Gesundheit ihres Superstar-QBs Aaron Rodgers, der sich seit drei Wochen mit einer hartnäckigen Wadenverletzung plagt und sich zuletzt gegen Detroit auch noch am Knöchel verstauchte. Es gibt Beweismaterial aus dem Lions-Spiel, dass der harte Knochen Rodgers auch ohne seine Mobilität auskommt und die Wunderwürfe aus dem Armgelenk schnackeln kann, aber topfit ist er nicht. Zur Not soll es heute erhöhte Spurenelemente von Pistol-Aufstellungen geben, die Rodgers mehr Flexibilität geben soll in der Handhabe der Snaps: Ballübergaben an den Runningback werden einfacher, und für Würfe muss er weniger Schritte setzen. Man geht davon aus, dass Rodgers heute kaum „under center“ spielen wird.

Bei den Cowboys bangt man um LB Rolando McClain, einstiger Draft-Bust bei den Raiders, der sich heuer in der Defense gut entwickelt haben soll und zu einem der Schlüsselspieler aufgestiegen ist. McClain ist extremt wichtig, weil auch DE Mincey ausfallen könnte, und über kurz oder lang den Cowboys die Optionen ausgehen, das Laufspiel zu stoppen: Sollte Dallas gegen eben jenes heute Schwierigkeiten haben, ist man verdammt unterzugehen, denn wenn ein RB #27 Eddie Lacy konstant seine 5-6yds machen kann, müssen die Packers noch nicht einmal die volle Orgie an Rodgers auffahren.

Ein Punkt, der oft diskutiert wird: Die Heimstärke der Packers. Sie resultiert vor allem aus einem totenstillen Lambeau Field, wenn die Offense auf dem Feld ist. Angeblich können Rodgers und seine wichtigsten Vorblocker fast flüsternd miteinander kommunizieren – ein Riesenvorteil, wenn du noch an der Anspiellinie Plays umstellen möchtest. Dieser Vorteil wird als essenziell betrachtet.

Persönlich befürchte ich heute ein Gemetzel, sollte Rodgers halbwegs gesund auflaufen können. Ich sehe nicht, wie die Cowboys den Packers-Angriff eindämmen wollen. Für Dallas muss alles 100%ig perfekt laufen, will man in dieser Partie eine ernsthafte Chance haben.

NFC Divisional Playoffs 2014/15: Seattle Seahawks – Carolina Panthers live

[05h22] Endstand Seattle Seahawks 31, Carolina Panthers 17.

Und damit geht der zweite Top-Seed durch. Die Partie in Seattle hat sich komplett überraschungsfrei gestaltet und ihr Skrip so diszipliniert eingehalten wie wenige Spiele. Carolina hielt relativ lange mit und bändigte Seattle mit den erwarteten Mitteln, aber letztlich hat man weder die Qualität noch die Quantität im Kader um mit dem wohl noch immer besten Kader in der NFL über 60 Minute auf Augenhöhe mitzugehen.

Für Carolina geht eine Achterbahnsaison zu Ende, aber ich glaube, man ist letztlich nicht unzufrieden. Problematisch bleibt natürlich die Secondary und auch die beiden Offense-Sollbruchstellen Offense Tackle und Wide Receiver, aber im Angriff hat man mit Cameron Newton zumindest den Spieler, um den herum man alles bauen kann. Newton ist nicht fehlerfrei und manchmal frustrierend, aber heute machte er angesichts der (mangelnden) Unterstützung und angesichts des Gegners erneut ein gutes Spiel.

Auf Seattle wartet der richtige Test sowieso erst nächste Woche: Dallas oder Green Bay. Eine richtig gute Offense.

[05h13] Seattle 31, Carolina 17 | Q4 2:34. 15yds-TD Catch #13 Benjamin – ein TD der Sorte, den Calvin Johnson liebend gerne zumindest einmal in seinem Leben zugestanden bekommen hätte… ist für diese Partie aber eh wurscht. Carolina mit einem ganz netten Ehren-Drive gegen eine eigenartige Defense: Seattle spielte keine Prevent-Defense im ursprünglichen Sinn, aber im Passrush kamen trotzdem nur drei Männer.

[05h03] Seattle 31, Carolina 10 | Q4 5:55. 89yds-INT Return #31 Kam Chancellor (Lynch mal wieder mit einem unnötigen Superlativ: Chancellor war heuer der beste Safety der Liga). Kein ungewöhnlicher Spielzug in solchen Momenten: Newton einen Moment zu spät mit dem Wurf in die Flat-Zone für TE #84 Dickson, Chancellor springt einfach dazwischen – diese Plays sind zu minimum 50% ein Pick-Six, wenn sie abgefangen werden.

Davor aber ein letztes Aufbäumen von Cam Newton und seinen Panthers, u.a. eine Rakete von Dime-Pass zu TE #88 Olsen in die RedZone hinein.

[04h54] Seattle 24, Carolina 10 | Q4 10:26. 25yds-Catch/Run #82 Luke Willson. Die Entscheidung. Bei Carolina macht sich nun schlechtes Tackling bemerkbar, die große Geschichte in diesem Scoring-Drive.

[04h45] Punt Carolina | Q4 13:44. Strafe gegen RT Remmers. Dann Drop im 3rd-Down von #35 Tolbert. Erneut Punt, und nun könnte ein Fieldgoal für die Seahawks schon ausreichen…

[04h37] Seattle 17, Carolina 10 | Q4 14:55. Werbung mit acht Sekunden auf der Uhr in Q3. Werbung in der Drittelpause. Jetzt Werbung nach dem Fieldgoal. 13 Spielsekunden, fast zehn Minuten echte Lebens- bzw. Schlafzeit.

Drittes Viertel

[04h33] Ende Q3 in Seattle. Drittes Viertel geht mit einem Sack gegen Wilson zu Ende; Seattle wird gleich ein Fieldgoal kicken müssen. Nur 27 Plays in diesem Viertel: 17 für Seattle, 9 für Carolina. Seattle weiterhin viel effizienter, u.a. dank des jetzt aufgewachten RB #24 Lynch, der das Publikum mit seinen beherzten Läufen auf Touren bringt.

Seattle mit 6.4yds/Play, Carolina macht mit 4.2yds/Play auch weiter wie gehabt. Weil den Panthers nun mit DT Cole ein weitere Tackle abhanden kommt, ist er im Prinzip nur noch eine Frage der Zeit, bis Seattles optische Überlegenheit noch stärker durchschlägt. Carolina kann sich vor allem noch durch Turnovers retten.

[04h21] Punt Carolina | Q3 6:27. Angesichts der Umstände kein schlechter Drive der Panthers, die 1-2 First Downs machen und damit zumindest die ärgsten Kalamitäten in Sachen Feldposition vermeiden.

[04h11] Punt Seattle | Q3 11:35. Nur 21yds für Seattle, das sich weiterhin abmüht seine Offense in Gang zu bekommen und sogar Glück hat, einen Lynch-Fumble nicht in der eigenen Hälfte zu verlieren. 3rd-Down, verzögerter Stunt von DT #97 Addison und Wilson wird unter Addison begraben.

Zweites Viertel

[03h55] Halbzeit Seattle Seahawks 14, Carolina Panthers 10.

Die Partie hat sich in etwa im Rahmen des Erwarteten entwickelt. Carolina beißt sich mit seiner überwältigenden Front-Seven in die Partie und kann selbst den Ausfall des eminent wichtigen DT Lotulelei gut kompensieren. Seattle bringt auf den Mitteldistanzen und selbst im Laufspiel nur wenig zustande, nutzte aber bereits zwei Coverage-Breakdowns für große Raumgewinne.

Die Panthers mit gewohnt variantenreichem Laufspiel, und sie gehen sporadisch sogar tief. WR Benjamin mit einem  TD und fast einem zweiten. Aber Seattles Secondary bleibt eine ständige Bedrohung, Interceptions zu fangen gegen einen manchmal unvorsichtigen Newton.

Die rohen Zahlen sagen auch vieles aus: CAR 169 Yards Offense, aber 40 Plays dafür gebraucht (4.2yds/Play). Seattle 170 Yards Offense, aber nur 22 Plays (7.7yds/Play), also fast doppelt so effizient. Carolina dafür mit 20min Ballbesitz. Seattle mit zwei Turnovers, einen davon zum TD genutzt, ein zweiter ein quasi-Punt Newtons.

An der Übertragung fällt die skurrile Farbkombination von FOX auf, deren gelb/blau Kombination aus einer anderen Zeit wirkt, bzw. Kinderprogramm im deutschen Fernsehen vor 15 Jahren. Der Color-Commentator John Lynch glänzt mit einer Orgie an Phrasen und scheint Carolina – obwohl er sie heuer oft kommentiert hat – noch nie gesehen zu haben, anders kann man sich sein Erstaunen über eine Shotgun-Aufstellung beim wichtigen 4th/1 der Panthers nicht erklären.

[03h47] Seattle 14, Carolina 10 | Q2 0:00. Wichtige drei Punkte für die Panthers mit auslaufender Uhr – im dritten Versuch. Flaggenfestival am Ende, als SS #31 Chancellor offenbar den Snap-Count der Panthers kannte und immer wieder über die Blocker sprang um den Fieldgoal-Versuch zu blocken.

Rivera spielte ein 4th-Down aus, bekam einen sehr großzügigen Spot und ein neues 1st-Down. Danach eine gedroppte Interception von FS #29 Earl Thomas. Carolina mit einem schönen Pass in die Endzone für #13 Benjamin, der knapp nicht beide Füße ins Spielfeld brachte.

[03h30] Wenn ich FOX heuer im Sommer richtig verstanden habe, dürfte das heute der letzte Tag der Pam Oliver als Sideline-Reporterin sein. Die FOX-Crew wird damit… endgültig homogen.

[03h26] Nicht die einzige bizarre Einschätzung von John Lynch dieses Jahr („Sherman und Peterson sind neben Keenan Lewis in New Orleans die besten Cornerbacks der NFL / Max Unger ist einen Touchdown pro Spiel wert / …“):

[03h23] Seattle 14, Carolina 7 | Q2 4:54. 63yds-Pass für WR #15 Jermaine Kearse. Kearse in Manndeckung gegen CB #25 Benwikere, setzt sich trotz Haltens durch und rennt zum TD. Kein Safety in der Nähe.

[03h13] Seattle 7, Carolina 7 | Q2 7:44. 6yds-TD Pass für #13 Benjamin. Wir haben ein Spiel! Carolina mit einem 14-Plays, 79yds Drive, der nicht „schön“ oder „effizient“ ist, aber man schlingelt sich mit abwechslungsreichen Laufspielzügen und kurzen Pässen durch und macht die notwendigen 3rd-Down zum nicht für möglich gehaltenen Touchdown.

Zwischendurch profitierte man von einem Drop des CBs Sherman, der seine zweite INT hätte machen müssen. Ein auffälliger Spielzug auch deswegen, weil Sherman überhaupt nie die Möglichkeit in Betracht zog, dass Carolina tief gehen könnte, sondern von Anfang an genau in die Route sprang, in die Newton Sekunden später werfen würde.

Erstes Viertel

[02h59] Seattle 7, Carolina 0 | Q1 0:56. 16yds-TD für #89 Baldwin gegen einen dilettantischen Safety #33 Tre Boston. Boston schaut sich wie ein verirrtes Huhn um und bis er verstanden hat, dass ihn Baldwin gleich überrennen wird, hat ihn Baldwin den TD schon gefangen. Riecht nach Vorentscheidung, wenn man den Kollegen im Raum Glauben schenken will.

[02h55] Fumble RB #28 Stewart! Verunglückte Ballübergabe, und #72 Michael Bennett schlägt den Ball frei, Seattle übernimmt an der CAR 30. Zuvor tatsächlich ein 1st-Down der Panthers, als der zirka 250kg schwere FB #35 Mike Tolbert angespielt wird und durch die Defense stapft. Tolbert wird am Ende der Helm vom Kopf gerissen, aber erstaunlicherweise keine Flagge wegen Facemask gegen die Abwehr.

[02h49] Punt Seattle | Q1 4:34. Zweites Personal-Foul der Seahawks in dieser Anfangsphase, und diesmal mit quantitativen Auswirkungen: Es schießt Seattle im 3rd-Down aus der Scoring-Reichweite hinaus. Weiterhin gute Arbeit der Front-Seven Carolinas, die aber immer weiter unter Druck gerät, je weiter Seattle an Feldposition vorrückt. Bislang sind es Undiszipliniertheiten der Seahawks, die noch für ein 0-0 garantieren.

#83 Lockett mit dem zweiten oder dritten Personal-Foul in den Seahawks-Spielen, die ich dieses Jahr gesehen habe. Damit zweimal oder dreimal so viele Personal-Fouls wie z.B. Suh. Seattle ist nebenbei das meistbestrafte Team der Liga.

[02h42] Interception #25 Richard Sherman | Q1 7:50. Der Schaden hält sich insofern in Grenzen, als dass Carolina bei einem unvollständigen Pass sowieso hätte punten müssen und der „Netto-Raumgewinn“ durch die INT auch so um die 40yds war, also quasi ein Punt.

[02h38] Punt Seattle | Q1 8:32. Spiel läuft nach Skript: Dominante Front-Seven auf beiden Seiten. Vielbeschäftigte Punter. Ein Panthers-Returner #11 Bersin mit problematischen Ballannahmen.

[02h32] Punt Carolina | Q1 9:50. Seahawks fallen wie die Aasgeier über Newton und seine Pocket her und nageln die Panthers erneut hinten fest. Newton kann den Ball gerade noch wegwerfen, aber es wird erneut gute Feldposition für die Seahawks geben.

Das war einer der Knackpunkte vor der Partie: Dass Carolina nicht viele Punkte machen wird, geschenkt. Das wussten wir. Aber die Panthers müssen zumindest einige 1st-Downs zustande bringen um Seattle ein langes Feld zu geben und so lange wie möglich in einem Feldpositionskampf im Spiel zu bleiben. Bislang passiert das nicht: Null 1st-Downs.

[02h29] Punt Seattle | Q1 11:05.

[02h26] Gewagte Aussage von FOX-Cokommentator John Lynch: Seahawks are a touchdown better with C Max Unger in the lineup. Das entspräche mindestens 1.5 NY/A im Passspiel – zirka der Wert von Aaron Rodgers…

[02h24] Punt Carolina | Q1 13:47. Kein guter Start für die Panthers: Fumble RB #28 Stewart im ersten Down. Im 3rd/1 wird entgegen der Wahrscheinlichkeiten geworfen. Newton wirft den Ball zu spät und zu hoch, und der abgefälschte Ball wird fast abgefangen.

[02h21] FOX hat sein Alptraum-Duo nach Green Bay geschickt, weswegen wir heute mit der #2-Combo beglückt werden. Dreckswetter in Seattle, Regen und Sturm.

[02h16] Next Up: Seattle – Carolina. Vorschau hier.

AFC Divisional Playoffs 2014/15: New England Patriots – Baltimore Ravens live

[02h11] Endstand New England Patriots 35, Baltimore Ravens 31.

Kein absolut hochklassiges Spiel, aber ein sehr gutes und vor allem: Sehr spannendes. New England ist anm Ende ein glücklicher Sieger in einer Partie, in der man eindimensionaler war als gedacht (nur sieben Laufspielzüge bis zu den Kneel-Downs, 14yds) und erst fünfeinhalb Minuten vor Schluss erstmals in Führung ging – und die Führung nicht mehr hergab.

Kurzpassgewichse gewann den Patriots diese Partie: Brady 31/50 für 367yds, 3 TD, 1 INT. Die Interception war verheerend, aber davon ab war Brady überwiegend gut aufgelegt, mit den charakteristischen scharfen Kurzpässen, das ganze Arsenal ausnutzend… und natürlich der 51yds-Trick TD von Edelman.

Die Ravens erleben ein deja-vu drei Jahre nach dem verheerenden 2012er-AFC Finale: Flacco sucht ohne Not den Weg in die Endzone, Interception, Game over. Das war unnötig.

Schade um den großartigen Ravens-Headcoach Harbaugh, der sämtliche wichtigen 4th-Downs ausspielen ließ. Harbaugh verlor trotzdem, was Simms und Konsorten als Beweis auffassen dürften, dass du keine 4th Downs ausspielen solltest bevor du es unbedingt musst.

Die Patriots-Defense bekam nie Druck auf Flacco zustande, aber die Deckung schien sich im Spielverlauf extrem zu steigern. CB Revis mit zwei auffälligen Strafen, eliminierte aber WR Steve Smith nach dessen vielversprechender Anfangsphase komplett und ist einer der Matchwinner. Sehr gute Arbeit der Back-Seven der Patriots, aber gegen Denver/Indy muss besserer Passrush her.


[02h06] Letzte Hail Mary. Gleich drei Patriots am Netz, blocken den Volley. Incomplete. New England gewinnt 35-31 und qualifiziert sich für das Conference-Finale, nächsten Sonntag 00h30 nachts gegen Denver oder Indianapolis.

[02h05] #12 Jacoby Jones verschwendet minimum fünf Sekunden mit einem sinnlosen Punt Return. BAL an der eigenen 48, vier Sekunden.

[02h03] Belichick mit der IMHO schlechten Entscheidung, alles abzuknien. Baltimore kann mit 14sek auf der Uhr sein letztes Timeout ziehen. Hätten die Patriots ein paar Negativ-Läufe ohne Risiko genommen, oder Quer-Läufe, sie hätten viel mehr Zeit von der Uhr gebracht und hätten im letzten Snap einen Safety nehmen können.

So muss ein Punt herhalten, mit vielleicht finaler Hail Mary.

[02h00] Interception #30 Duane Harmon! Desaströse Interception gegen den besten Playoff-QB seit Erfindung der Weißwurst, Flacco. 1:46min vor Schluss, tiefer Ball in die Endzone, und Harmon hat ein leichtes, den überworfenen Ball abzufangen.

Desaströs auf allen Ebenen. Schlechter Wurf, schlimme Entscheidung. Es gibt keinen Grund für Baltimore, in dieser Situation schnell zu scoren.

2011/12 Reload. Nur ohne Sterling Morre, Lee Evans und ohne Cundiff.

[01h56] 2min Warning. 17yds-Pass für TE #81 Daniels über die Mitte. Drittes verwertetes 4th Down der Ravens. Offense ist damit an der NE 40 angelangt, muss nun aber zwingend den TD scoren.

[01h53] 2:14min to go, Baltimore mit einem 4th/3. Die Offense zieht ihr zweites Timeout und erhöht damit den Druck auf Flacco und Co. um ein Vielfaches. Dann zieht New England ein Timeout.

[01h44] New England 35, Baltimore 31 | Q4 5:13. 23yds-TD #19 LaFell. Wunderschön von Brady in den Lauf von LaFell gelegt, und schon wieder den CB #38 Melvin angespielt. Die Patriots gehen damit erstmals heute in Führung – gibt schlechtere Momente als fünf Minuten vor Schluss.

New England mit einem 10-Play, 74yds Drive, und alles, wirklich alles besteht nur noch aus Kurzpassgewichse. Laufspiel ist seit Stunden komplett abgestellt, aber man scheint mit dem extrem schnellen Drop-Backs und nach maximal zwei Schritten dem Wurf dem Ravens-Passrush/Blitzing den Zahn zu ziehen. Amendola, Edelman, Hoomanawanui, Vereen, Gronkowski, jetzt auch LaFell: Alle Skill-Player machen Plays.

[01h37] Nächste knappe Fumble-Situation in der Patriots-Offense: RB #34 Vereen lässt den Ball aus, aber das Knie war mit 99%iger Sicherheit schon am Boden. Somit wird New England in Ballbesitz bleiben.

[01h24] New England 28, Baltimore 31 | Q4 10:17. 25yds-FG der Ravens. Huh? Harbaugh wird nahe der GoalLine etwas konservativ und lässt das Fieldgoal kicken. 4-5 Plays zuvor hatte Harbaugh noch ein weiteres 4th/1 ausspielen lassen, mit Erfolg: Play-Action Pass für RB Forsett. 16 Plays, 73yds, 7:52min verbrannt, aber letztlich „nur“ drei Punkte.

Für die Ravens ist es mittlerweile schwieriger, die Yards zu machen, aber Flacco kriegt noch immer viel Zeit für NFL-Standard. #95 Jones und #50 Ninkovich können sich gegen die Offense Tackles noch nicht so recht durchsetzen, aber „hinten“ hält die Deckung besser.

Ich lese zudem gerade, dass beim Patriots-Trick TD OG #62 Wendell wohl ein illegal man downfield gewesen ist. Spielzug konnte per Instant-Replay zwar überprüft werden, aber offensichtlich nicht die Situation.

Drittes Viertel

[01h19] Ende Q3 in Foxboro. Wichtiger Call gegen New Englands CB Revis, dessen kurzes Holding gegen WR #89 Smith gepfiffen wird in einem Spielzug, in dem Bruchteile später Flacco fumbelt und New England an der 2yds Line an den Ball gekommen wäre. Patriots-Fans im Raum fluchen, aber sieh es mal anders: Ohne das Holding wäre Smith wohl freier gewesen und hätte Flacco gar nicht erst fumbeln müssen.

Nach der Strafe arbeiten sich die Ravens mit methodischem Laufspiel das Feld hinunter, sind mittlerweile in der Nähe der Mittellinie.

[01h14] Punt New England | Q3 3:15. Dreimal Incompletion und Punt. Brady im dritten Down wieder mit so einem eher einfach verpassten Ball für TE Gronkowski. Eine Completion wäre wohl kein 1st-Down geworden, wohl aber hätte sie die Möglichkeit auf ein Fieldgoal gebracht. Momentum Changer einhunderzwölzigst.

Patriots nun erstmal ohne CB #39 Browner, der sich mit Zipperlein in die Umkleidekabine verzogen hat.

[01h12] Interception #32 Devon McCourty! Flacco ohne Druck in der Pocket, wirft einen zu weiten Pass für TE #81 Daniels, und #32 McCourty hat wie vorhin der Kollege Daryl Smith ein leichtes, den Ball abzufangen. Wäre Phil Simms in dem Spiel am Mikro, wäre das der einhundertelfzigste Momentum Changer des Spiels.

[01h06] New England 28, Baltimore 28 | Q3 4:20. Fortsetzung des Katz-und-Maus Spiels im Gillette Stadium: Brady Querpass für #11 Edelman, und Edelman, der einstige College-QB bei Kent State, wirft plötzlich tief für den mutterseelenallein in die Endzone laufenden #80 Danny Amendola. Touchdown, Ausgleich.

[01h02] Punt Baltimore | Q3 5:39. Diesmal exzellente Deckungsarbeit der Patriots. Nach dem Punt beginnt New England an der eigenen 30.

[01h00] Jetzt muss Belichick ein Timeout ziehen, weil seine Defense im 3rd-Down nicht bereit ist.

[00h57] NBC in der Wiederholung mit einem Play, der auf Twitter seit Minuten diskutiert wird: New England stellte sich bei einem der Hoomanawanui-Catches mit bloß vier Offense Linern auf PLUS einem RB #34 Vereen, der als „technischer Offensive Lineman“ agierte, sprich uneligible einen Ball zu fangen, aber ein paar Meter weiter draußen im Slot. Patriots nutzten die Konfusion in der Defense, Hoomanawanui war deswegen meterweit offen.

[00h52] New England 21, Baltimore 28 | Q3 6:48. Typische Patriots-Antwort: 9-Play, 80yds und kaum dreieinhalb Minuten verbraucht. Kurzpass-Orgie und wenige Huddles. Baltimores Defense macht zum Zeitpunkt des Snaps nun wieder eher unorganisierten Eindruck, und in jenen Momenten, in denen sich alles auf Gronkowski konzentriert, spielt Brady einfach den auf der anderen Spielfeldseite eine Seam-Route laufenden TE #47 Hoomanawanui an, der die 1st-Downs gleich reihenweise macht. Auch Gronkowski mit 2-3 Catches in dem Drive, und dem TD über 4yds.

[00h41] New England 14, Baltimore 28 | Q3 10:22. Bizarro TD für die Ravens: Die rechte Offense-Seite wird von New Englands Defense komplett entblößt und RB #29 Forsett kann einen Swing-Pass unbedrängt in die Endzone tragen. Auf der gegenüber liegenden Spielfeldseite fragt sich CB #39 Browner, ob den nicht doch irgendwann ein Gegenspieler zum Verteidigen auftaucht. Not gonna happen.

Verdienter TD der Ravens aus Sicht von mutigem Coaching: John Harbaugh lässt an der NE 36 ein 4th/6 ausspielen, in dem Flacco tief geht. CB #39 Browner mit einem Stoß gegen WR #82 Torrey Smith, Smith macht den Catch trotzdem. Wegen einer 15yds-Strafe muss Smith dann an die 16 zurück, aber im nächsten Play der TD. Allerdings verbrannten die Ravens bei der 4th-Down Entscheidung ein Fieldgoal.

Im Scheming ging New England in diesem Drive wieder Richtung: CB #24 Revis gegen WR #89 Smith. CB #39 Browner soweit es ging gegen WR #82 Smith.

[00h30] Punt New England | Q3 14:06. Auch die zweite Scoring-Chance nicht genutzt. Brady kommt schnell unter Druck, wirft den Ball weg. Dann kurzer Pass. Im 3rd-Down wird Gronkowski von #57 Mosley klar gehalten, aber keine Flaggen. Damit ausgleichende Gerechtigkeit für die nicht geworfene Flagge vorhin gegen McCourty.

Zweites Viertel

[00h13] Halbzeit New England Patriots 14, Baltimore Ravens 21.

Halbzeitanalyse von Herrmann in den Kommentaren. Ausgeglichenes Spiel. Beide Teams mit je 6 Drives, BAL mit 34 Plays, New England mit 35. Baltimore macht 6.6yds/Play, New England 6.0yds/Play. Patriots mit zwei selbst aufgenommenen Fumbles, aber einer Interception.

New England mit mehr Strafen (5/50) vs Baltimore 2/20. Beide Teams scorten in allen ihren insgesamt fünf RedZone-Auftritten Touchdowns. New England ließ sich einmal aus vager FG-Reichweite hinaus sacken – aus 54yds kickst du bei kaltem Wetter keine Fieldgoals.

[00h10] New England 14, Baltimore 21 | Q2 0:10. 11yds-Catch #81 Daniels. Ravens marschieren 57yds in weniger als einer Minute – und eben noch gesprochen von doppelter Scoring-Chance für die Patriots: Plötzlich führt Baltimore. Brady vergräbt an der Seitenlinie sein Gesicht tief in seinen Händen. Helfend zur Seite stand den Ravens eine DPI gegen CB #24 Revis, die laut Mike Pereira als DPI eingestuft werden musste:

[00h04] Interception #51 Daryl Smith! Das war also Baltimores Plan: Vertraue auf Bradys tiefen Ball. Brady mit einem verheerenden zu kurzen Ball für TE #87 Gronkowski, der in der Mitte durch gebrochen gewesen wäre. Smith droppte als klassischer „Tampa 2“ Middle-Linebacker in die Zone zurück und fängt eine einfache Interception. Knapp eine Minute verbleibt für die Ravens.

[23h53] Punt Baltimore. Baltimore mit einem kurzen 3rd-Down. OffCoord Kubiak mit einem End-Around, das natürlich platt gemacht wird. Damit unter zwei Minuten und die Patriots wahrscheinlich mit zwei Scoring-Chancen en suite – die Patriots bekommen nach der Pause zuerst den Ball.

[23h48] New England 14, Baltimore 14 | Q2 3:37. Querpass für Amendola, der den übermotiviert hinein springenden CB/S #26 Elam aussteigen lässt und Meter später zum Ausgleich in die Endzone taucht. Ein wichtiger 10-Play, 67yds-Drive der Patriots zum Ausgleich, mit mehreren wichtigen Faktoren.

Kleinigkeiten: Fumble Edelman bei einem Lauf zum 1st-Down. Edelman ist umzingelt von drei Ravens und kriegt den frei geschlagenen Ball erstmal zwischen die Beine. Irgendwie recovert Edelman in einer unmöglichen Situation den Ball. New England damit 2/2 bei recoverten Fumbles in dieser Partie, und beide Male gegen eine Überzahl an Verteidigern.

Danach groovt man sich vor allem über TE Gronkowski durch. QB Brady kriegt mächtig auf die Fresse und steckt in jedem Spielzug einen massiven Hit eines heranrauschenden D-Liners ein. Aber die Pässe kommen gerade rechtzeitig raus.

[23h37] Punt Baltimore | Q2 7:22. Besserer Druck nun auf die Pocket von QB Flacco. Aus einem Querpass für RB #29 Forsett resultiert Raumverlust und ein 3rd/12. Flacco erkauft sich die Zeit und chippt den Ball für TE #81 Daniels, der eng gedeckt von FS #32 McCourty den Ball fallen lässt. Die Wiederholung lässt einen wohl getimten Stoß von McCourty erkennen – hätte zwingend DPI geben müssen.

[23h30] Punt New England | Q2 9:46. Patriots schalten einen Gang hoch und kommen dank No-Huddle in guten Rhythmus, hinein in Punkte-Reichweite. Dann lässt sich Brady zweimal en suite von DT #97 Jernigan und DT #90 McPhee sacken und die Patriots fliegen aus FG-Reichweite! Rangeleien nach jedem Spielzug. Erst geht Brady McPhee an, dann nach dem Punt eine 15yds-Strafe gegen die Patriots wegen Verarsche des Gegners.

Zurück zum Spiel: DT Jernigan war schon letztes Jahr im BCS-Finale der entscheidende Mann. Jernigan heuer als Rookie die Option 1B für die Ravens, soll in Abwesenheit von NT Ngata die Ravens im Alleingang getragen haben. Letzte Woche fehlte er. Heute ist er zurück und verlädt einen überrumpelten RG #62 Wendell zu einem Sack gegen Brady.

[23h24] Punt Baltimore. Die ersten Plays im zweiten Viertel erweisen sich als fatal für die Ravens, die erst Flacco erhöhtem Druck aussetzen, und dann sorgt WR #82 Torrey Smith mit einem Schlag in das Gesichtsgitter von CB #39 Browner für den endgültigen KO – Personal Foul und ein hoffnungsloses 3rd-Down.

Erstes Viertel

[23h20] Ende Q1 in Foxboro. Das erste Quarter endet mit den Bildern eines am Boden sitzenden Steve Smith, der offensichtlich medizinischer Behandlung bedarf. Ansonsten ein sehr gutes erstes Viertel für die Ravens in der Offense. Man buttert die softe Patriots-Defense in Grund und Boden, wurscht ob Lauf oder Pass. Wenn New England nicht bald Zugriff via Pass Rush bekommt, wird das ein sehr langer Tag für die Patriots.

Auf der anderen Seite hat sich Brady im zweiten Drive einige Zeit mit Tippelschritten nach vorn erkauft, nutzte die Extra-Sekunde um in der Secondary die Schwachstellen um CB Melvin und Slot-CB/Safety Elam auszutesten – mit guten Ergebnissen für New England. Aber die übermannte Offense Line sollte den Patriots erstmal zu denken geben.

[23h11] New England 7, Baltimore 14 | Q1 0:48. Der alte Mann macht es selber: Tom Brady im 3rd-Down mit einem 4yds-Scramble in die Endzone, bringt das Publikum in Foxboro zurück ins Spiel. Ein wichtiger Drive für New England, das bislang keine Anzeichen seiner berüchtigten „No Huddle“-Offense erkennen lässt, häufig die Play-Clock auf die letzte Sekunde hinunterticken lässt.

Brady und sein Ein-Mann Support-Cast TE #87 Gronkowski mit den entscheidenden Plays: Erst eine 3rd-Down Conversion bei 8yds to go und Gronkowski meterweit allein gelassen. Ein Play später „cannot throw deep“ Brady mit einem scharfen 46yds-Pass für Gronkowski und der TE schleift einen Defensive Back meterweit mit sich in die RedZone hinein.

Was überhaupt nicht klappt bei den Patriots: Laufspiel. Die Offense Line wird meistens schon im Backfield auseinander genommen, RB Blount kommt überhaupt nicht zu einer Chance auf positive Yards.

[23h01] New England 0, Baltimore 14 | Q1 4:44. 9yds-TD Catch #89 Steve Smith. Smith im direkten Duell gegen Revis, plötzlich mit dem Cut nach innen und im Nachfassen mit dem Touchdown. Neuerlich ein lockerer 11-Play, 79yds Drive der Ravens, der 6:00min frisst und eine überrumpelte Patriots-Defense hinterlässt.

New England bringt so gut wie keinen Druck auf QB Flacco zustande. Flacco nutzt die Zeit um so ziemlich jedem Angreifer schon zumindest einen Catch zu geben – selbst WR #14 Brown kam schon gegen CB Revis zum Zug. Baltimore nutzt crossende Routen, die zwischen die Zonen gehen. Baltimore mit einem guten Laufspiel über den sehr geduldigen RB #29 Forsett bislang. Schon erhöhte Nervosität aus dem Stadion in Foxboro zu spüren.

[22h52] Erster Patriots-Drive: QB Brady mit klar erkennbaren Versuchen, die Spielfeldmitte zu meiden, geht Richtung Seitenlinien für RB #38 Bolden, TE #87 Gronkowski und WR #80 Amendola. Amendola fängt den Ball, streccccckkkkkkkt die Arme aus und der Ball berührt den Boden im 3rd-Down. New England versucht in der Offense, anschließend schnell zu snappen, aber John Harbaugh rechtzeitig mit der Challenge, die den Spielzug zurücknimmt. Eine Entscheidung, die sich eher richtig anfühlt: Der Ball zwischen Amendolas Fingern berührte den Boden. Kein optimaler Wurf von Brady.

Die Regel erlaubt offensichtlich seit einer jüngsten Modifikation auch theoretisch ein Berühren des Balls am Boden. In Fact: Mike Pereira hätte eher vermuten lassen, dass die Refs den Catch hätten geben können:

[22h42] New England 0, Baltimore 7 | Q1 12:20. 19yds-TD #11 Aiken. Belichick veschiebt sein Ballrecht auf nach der Pause. Baltimores Offense kommt wie von der Tarantel gestochen aus der Kabine und QB Flacco mit einer Latte an quicken Pässen über die Mitte, dann beim TD flach auf eine entblößte rechte Seite hinaus für Aiken – sorgt für erhöhte Angstschweißproduktion in der Region Neuengland.

New England in der Defense noch ohne Punch. CB Revis wurde erst im vierten oder fünften Play auf WR #89 Steve Smith angesetzt. CB #39 Browner im ersten Play auf #12 Jones angesetzt, später auf #82 Torrey Smith, jeweils ohne Zugriff.


[22h35]

[22h15] Guten Abend zu einer hoffentlich langen Playoff-Nacht: New England Patriots (12-4) vs Baltimore Ravens (11-6) macht den Auftakt. Viele Patriots-Fans scheinen nach zuletzt drei hart umkämpften Playoff-Partien gegen diesen Gegner Schiss vor den Ravens zu haben, die teilweise dominant geführten Spiele in der Regular Season missachtend. Baltimore ist seit dem Superbowl-Run vor zwei Jahren ein interessanter Case-Study in Sachen „Psychologie“: Hatte jeder vor dem Titel den Ravens und Headcoach Harbaugh weiche Eier nachgesagt, gelten sie seither als mittelmäßiges Team, das in den Playoff jederzeit zu explodieren droht.

Zusätzlich zu Herrmanns wirklich exzellenter Vorschau ist mir im Vorfeld ein sehr, sehr aufmerksamer Gedanke von Mike Tanier über den Schirm geflimmert. Tanier hat eine Interception der Ravens gegen Pittsburgh analysiert und festgestellt, wie und warum Baltimores DefCoord seine freakigen Abwehr-Aufstellungen durchziehen konnte: Es war Pittsburgh eklatante Eindimensionalität, die Pees ohne Risiko auf volles Risiko gehen lassen konnte.

The thing to keep in mind is that the Ravens ran this blitz on 3rd-and-4, not 3rd-and-20 or something. Baltimore completely abandoned the middle of the field in a situation where a routine draw play or other inside run could net a first down. Once the nose tackle drops into zone coverage, with Suggs and two others stunting and blitzing on the offensive left, there are no defenders at all between the tackles.

Defensive coordinator Dean Pees knew Haley had abandoned even the pretense of the run, so he could do whatever he wanted. Pees called a great game, but Haley and Mike Tomlin made it easy. You can’t spend an entire game bluffing about your running backs. And you can’t enter the playoffs with no trust whatsoever in your second string.

Quelle: Michael Tanier / Bleacher Report.

Das wird gegen New England nicht passieren. Wenn die Patriots eines sind, dann unberechenbar in ihrer Spielgestaltung.

NFL Divisional Playoffs 2014/15 – Ausblick

In den USA gab ESPN seine Ratings für die College- und NFL-Spiele der letzten Woche bekannt. Laut Allesaussersport erzielte ESPN für Rose Bowl und Sugar Bowl am Neujahrstag Rekord-Einschaltquoten, und selbst die, naja, lauwarme NFL-Playoffpartie Arizona vs Carolina fuhr mit 21.8 Mio. Zuschauern im Schnitt den achtbesten Wert ever ein.

Jetzt Divisional-Playoffs – ohne ESPN, aber dafür steigt in Deutschland SAT.1 ein. Der Spielplan steht auch schon: Weiterlesen

Sofa-QBs und das Divisional-Wochenende 2013/14

Gestern Abend haben wir wieder den Sofa-QB Podcast aufgenommen, mit Fokus auf dem vergangenen Wochenende plus Preview auf die NFC-Endspiele. Mit dabei waren Andreas Renner/SKY, Pete Fink/Motorvision TV und meine Wenigkeit. Moderiert hat Nicolas Martin/GFL TV und Radio. Die Themen en detail:

  • NFC: Die Nickligkeiten in Carolina und Seattle. Wie ist die Saints-Offense in Seattle zu bewerten? Was kann die Seahawks-Offense, wenn sie mal in Rückstand liegt? Wie stark ist die Seahawks-Defense? Wohin geht die Reise für die Saints? Panthers-Defense? Panthers-Offense? Panthers-Aussichten über 2013 hinaus? Wie neidisch darf Kaepernick auf Cam Newton sein? Plus: Ausblick und Tipps für das Conference-Finale der blauen Flecken, Seattle vs San Francisco.
  • AFC: Old-School Patriots. Wie hoch sollte man Bill Belichick einschätzen? Luck? Luck, Luck! Wie souverän waren die Broncos? Wie enttäuschend die Chargers? Plus: Ein Ausblick auf das AFC-Finale, Denver vs New England.

Auch wenn ich teilweise technische Probleme hatte, Pete Fink zu verstehen: Hat Spaß gemacht.

 

 

AFC-Divisional Playoffs 2013/14: Denver Broncos – San Diego Chargers live

[01h59] Endstand Denver Broncos 24, San Diego Chargers 17.

Enttäuschendes Spiel, vor allem, weil die San Diego Chargers einen idiotischen GamePlan mit ihrer Offense verfolgten, und zwar nicht nur zwei Drives lang, sondern dreieinhalb Viertel. Du kannst mal in die Grütze greifen und dich falsch vorbereitet haben, aber du hast immer eine Chance, es noch zu korrigieren. Aber McCoy/Whisenhunt blieben dreieinhalb Viertel bei Marty Ball und gehören dafür mit dem Ausscheiden bestraft.

Whisenhunt sollte ab morgen in seinen Headcoach-Vorstellungsgesprächen Fragen diesbezüglich beantworten müssen. Hoffentlich auch in Detroit.

Denver war heute nicht überragend, aber in einem Spiel der wenigen Drives mussten sie nie punten, sondern spielten die Drives aus. Turnovers, Drops in der EndZone und verschossene Field Goals hielten das Spiel länger knapp als es sein musste.

San Diego hatte eine sehr gute Saison, viel besser als erwartet. Man rettete sich über eine lange Zeit horrende Defense hinweg und schaffte es verdientermaßen in die Playoffs, aber heute war ein Offenbarungseid vom Trainerstab. Als man Rivers endlich machen ließ, hätte man das Spiel fast noch gedreht. Vor allem der sensationelle Rookie #13 Keenan Allen glänzte mit 6 Catches für 142yds und 2 TD, fast alles davon im letzten Viertel (ein 19yds-Catch hatte er glaube ich noch im dritten).

Updoming: AFC Finale Denver vs New England (nächsten Sonntag, 21h MEZ).

Manning gegen Brady. Da ist viel Geschichte dabei. 2003/04 die Interceptions von Ty Law im Schneegestöber von Foxboro. 2004/05 die Patriots mit der Backup-Defense gegen die Rekord-Offense Mannings: 3 Punkte für Peyton. 2006/07 das epische AFC-Finale im RCA Dome.

[01h53] Moreno macht das notwendige 1st-Down, und das Spiel ist over. Denver zieht ins AFC-Finale ein und trifft am Sonntag um 21h auf die New England Patriots.

[01h47] Nächste Serie: Wieder eine 3rd-Down Completion für Thomas. McCoy macht danach überraschenderweise das Richtige und zieht sein letztes Timeout noch vor der 2min-Warning.

[01h45] Die Denver-Angriffsserie:

  1. Down: False Start und -2yds Lauf.
  2. Down und 17: Incomplete.
  3. Down: TE Thomas holt ihn für 19yds runter und geht aus dem Spielfeld.

Im dritten und extrem lang. Die Safetys ziehen in die Mitte, Thomas nach außen. Ist völlig offen.

[01h41] Um 0h34 haben die Chargers übrigens ein Timeout gezogen, das man jetzt durchaus gebrauchen könnte…

[01h39] Denver 24, San Diego 17/Q4 3:53. 30yds-FG Novak. Ich hätte zwar ausgespielt, aber okay. Dann wäre McCoy dafür gegrillt worden, nicht für sein katastrophales Offense-Management in den ersten 3.5 Vierteln.

[01h32] Onside-Kick, und San Diego recovert.

[01h27] Denver 24, San Diego 14/Q4 5:43. Nächster 16yds-TD für #13 Keenan Allen. And again: Warum nicht früher?

Jetzt muss ein Onside-Kick her.

[01h22]

[01h17] Denver 24, San Diego 7/Q4 8:12. 3yds-Run für #27 Moreno. 9 Plays, 81yds, 4:47min Drive. Zahnlose Chargers-Defense, und die Entscheidung.

Manning mit viel Passspiel um nahe der SD 30 zu kommen (ergo in FG-Reichweite), danach wurden nur noch die relativ risiklosen Läufe angesagt um an der Uhr zu schrauben und im schlimmsten Fall relativ sichere 3 Punkte mitzunehmen.

[01h10] Refs bekleckern sich bei einer undurchsichtigen Penalty-Situation gegen die Chargers-Defense nicht unbedingt mit Ruhm. Nach zirka drei Minuten Rätselraten ist klar, wohin die Reise geht: DPI, 23yds-Strafe gegen San Diego, auch wenn keine Einstellung irgendwo eine DPI hergegeben hätte.

[00h58] Denver 17, San Diego 7/Q4 12:59. 16yds-Catch für #13 Keenan Allen, der sich gegen CB Jammer durchsetzt. Drive: 6 plays, 63yds, 3:08min.

Die Chargers setzen verstärkt auf das Passspiel, und Überraschung, Überraschung: Schon sind die ersten Punkte da. Muss man da wirklich studiert haben, um das zu überreißen? Muss man wirklich über drei Viertel warten, bis man die Granate Allen erstmals wirklich in Szene setzt?

Drittes Viertel

[00h51] Ende Q3. San Diego mal wieder mit einem 3rd-und-4 vor der Brust. Scheitert man, wird McCoy punten, da kannst du Gift drauf nehmen.

[00h47] Prater nagelt ihn aus 47yds links daneben, wobei ab ca. Hälfte der Distanz der Wind den Ball merklich seitwärts trieb. Mike McCoy feiert den Fehlkick als hätten die Chargers das Spiel schon gewonnen.

[00h45] Omaha-Counter: 4.

[00h42] Offside-Counter der Chargers gegen den „Omaha“-Audible: 3. (ein vierter kam gegen einen anderen Audible)

[00h39] 19yds-Pass für #13 Keenan Allen. Dann ein verwertetes 3rd-Down wegen OPI zurückgepfiffen. Dann ein fangbarer Ball durch die Finger von TE #89 Green geflutscht – Resultat: Punt. Der Punt geht 50cm in die EndZone und hüpft wieder raus, aber das Regelwerk ist gnadenlos und sagt: Touchback.

[00h34] Timeout San Diego vor dem 3rd-Down und 4. Eh klar.

[00h32] Letzter ernsthafter Offense-Spielzug der Chargers war um 23h45.

[00h28] Denver 17, San Diego 0/Q3 9:35. 45yds-FG für Prater.Tiefer Ball Manning, und Welker droppt den Ball. Ich weiß nicht, ob ich nun eine Reaktion von den Chargers erwarten soll. Ich erhoffe mir aber zumindest noch etwas.

[00h14] Mike McCoy im Halbzeitinterview: Wir müssen uns in 3rd-und-lang verbessern. Wie wäre es, die vielen Run Plays aus dem Playbook zu streichen, um die 3rd-und-langs zu verhindern?

Ansonsten: Te’o out. Hoffnung auf Besserung bei den Chargers: Minimal.

Zweites Viertel

[00h05] Halbzeit Denver 14, San Diego 0.

Ganz üble Halbzeit aus Chargers-Sicht. San Diego wird in Grund und Boden gespielt, sieht seine softe Defense-Front 6 überlaufen und könnte durchaus schon mit 3 oder 4 TD zurückliegen.

Einige Probleme sind auch hausgemacht, so z.B. das Offense-PlayCalling, ein reines Marty-Ball Gekicke, mit schrecklichem Output: 12 Rushes für 44yds, Rivers ist 5/8 für 20yds. Mit Sacks 1 NY für San Diego. Nicht 1 NY/A. Sondern 1 NY. In NY/A ist das ein Elftel Yards pro Versuch. Kein einziger Catch für einen Wide Receiver. Nur zwei Anspiele für WR. Sogar im 3rd-und-17 wurde gelaufen. Was für eine Blamage.

Denver mit 4 Drives: TD, Fumble, TD, Interception. 86, 13, 57 und 26yds für die Broncos-Drives.

Denver kriegt nun als erstes den Ball und kann den Gegner mit einem TD-Drive begraben.

[00h00] Pass Manning in die EndZone, DB Stuckey fälscht den Ball ab und LB #56 Victor Butler mit der mitternächtlichen Tanzeinlage, fängt den Ball ab.

… und dann knien die Chargers mit einer halben Minute auf der Uhr ab! Fuck. Versuchts wenigstens.

[23h53] CBS at his best: Punt Return. Decker haxelt sich selbst. Werbepause. Schalte zurück ins Stadion. Punter Scifres liegt verletzt am Boden. Werbepause. Schalte zurück ins Stadion. Ein Charger hüpft mal wieder Offside. Schiri-Erklärung. Und dann tickert die Uhr auf 2:00 runter. Werbepause. Sechs Minuten Realzeit. Plays: 0.

[23h48] Eben flog ein Stoffsack mit 180 Sachen durchs Bild, und San Diego muss in diesen Wind hinein werfen, aber ist das eine Entschuldigung für das PlayCalling der Chargers? RRPP in seiner reinsten Sorte. Das ist natürlich eine logische Vorgehensweise mit einem der besten Quarterbacks der Liga…

Punt, und PR #87 Decker könnte durchlaufen, stellt sich aber selbst das Bein. Denver in sehr guter Feldposition, mal wieder. Und Denver kriegt nach der Pause auch als erstes den Ball.

[23h40] Denver 14, San Diego 0/Q2 6:00. 3yds-TD #83 Wes Welker. Drive: 9 plays, 57 yds, 5:13min. Nächster lockerer Broncos-Drive gegen eine zahnlose Chargers-Defense.

Auffällig bei San Diego: Sie lassen sich vom „Omaha“-Audible Mannings verarschen. Schon zweimal „Enchroachment“ gegen San Diego bei diesem Audible, plus ein weiteres Mal haarscharf dran, als die Refs keine Flagge warfen.

[23h28] Rivers lässt sich im 3rd-Down an der DEN 35 sacken. San Diego versucht trotzdem in den Winden von Mile-High den 53yds-Kick, aber Novak rutscht weg und der Ball fällt harmlos 10m zu kurz zu Boden.

[23h23] Ein haariger Call der Referees: TE #80 Julius Thomas fängt einen Ball im 3rd-Down und fumbelt ihn weg. Alle Replays hätten eher vermuten lassen, dass es ein Incomplete-Pass war, es die Beweislage war wohl zu schwach. San Diego übernimmt an der SD 44.

Erstes Viertel

[23h12] Fortsetzung der „Marty Ball Offense“ bei den Chargers in allerbester Manier: 1yds Run, 1yds Run, 5yds Strafe, Incompletion, Punt.

[23h03] Denver 7, San Diego 0/Q1 2:25. 2yds-Pass für WR #88 Thomas in engster Deckung vom S #32 Weddle.

Auch die Broncos mit einem zeit- und ressourcenraubenden Drive, 14 Plays, 86yds, 7:00min, aber im Unterschied zu den Chargers ist man ergebnisorientierter, und dank einer 6/8 Serie von Manning (68yds) für teilweise erschreckend offene Receiver gibt es den ersten TD.

Allerdings fällt bei Manning erneut der schwache tiefe Ball auf. Ein tiefer Pass in die EndZone hätte mit einem Minimum an Glück auch von einem Chargers-DB abgefangen werden können (bzw. „werden sollen“).

[22h58] Manning hat einen Audible, der sich „Heidi“ nennt, und der verwirrt San Diego so sehr, dass die Chargers erstmal ihr zweites (!) Timeout in den ersten zehn Minuten ziehen.

[22h50] Uninspirierter Start der Chargers, die sich extremst lange Zeit lassen, mit sechs Offense-Plays über 5min von der Uhr nehmen. Es wird viel gelaufen. Es wird sogar im 3rd-und-17 gelaufen, und dann schenken die Broncos ihnen via Facemask ein neues 1st-Down. Eine erste Sollbruchstelle in der Offense Line hat sich auch schon aufgemacht: Zwischen RT #76 Fluker und dem Right Guard brechen in schöner Regelmäßigkeit die Denver-Passrusher durch – schon zwei Sacks (in 5 Pass-Plays!) gegen Rivers. Punt.

[22h42] Die Winde in Denver sollen heftig sein: Die Rede ist von 23mph (Meilen pro Stunde). Das wird Passspiel nicht einfach machen. Quelle: PFT.

[22h26] Heute am frühen Abend schneite eine Meldung herein, die Peyton Mannings NFL-Zukunft mal wieder in Frage stellt. Körperteil des Schreckens: Der Nacken.

[22h18] Das Divisional-Wochenende ist bisher überraschungsfrei: Alle drei Spiele wurden vom Favoriten nach Wettbüros gewonnen. Sollten nun die Broncos gewinnen, werden wir im Conference-Finale die vier Teams sehen, die im Sommer nach Wettbüros die vier Topfavoriten auf das Endspiel waren.

Broncos (13-3) gegen Chargers (10-7) ist aber eine reizvolle Ansetzung, die durchaus Upset-Potenzial besitzt. Die Vorschau-Serie:

Kurz nach halb elf geht es los.

NFC-Divisional Playoffs 2013/14: Carolina Panthers – San Francisco 49ers live

[22h19] Das noch nicht aktualisierte Power-Ranking empfiehlt für Seattle nächste Woche eine 68%ige Siegchance für die Seahawks. Das würde einem Spread von SEA -6 entsprechen.

[22h01] Endstand Carolina Panthers 10, San Francisco 49ers 23.

Am Ende eine souveräne zweite Halbzeit der San Francisco 49ers. Sie wird vieles vergessen machen, was Carolina in der ersten Halbzeit gut machte. San Francisco mit wuchtigem Laufspiel nach der Pause. Kaepernick nur mit 3 Pässen nach der Pause, aber die gingen alle tief für 75yds.

Das war heute ein Thema: Die Front-Seven der Panthers war nicht so dominant. Dafür wurde die Front-Seven der 49ers im zunehmenden Spielverlauf immer überlegener, zerbröselte die OL der Panthers nach der Pause. Newton im letzten Verzweiflungsdrive mit sehr wenig Zeit, wurde mehrfach niedergeschlagen, und somit war die INT so was wie „logische Folge“.

Ein Thema, das man nicht vergessen sollte: Die Refs waren wenigstens in der ersten Halbzeit schwach. Die Combo aus Refs, ein paar unglücklichen Aktionen wie der ersten Newton-INT plus die üble 19yds-FG Entscheidung von Rivera kostete die Panthers eine eigentlich „logische“ Halbzeitführung. Danach ein langer 8:20min-Drive in Q3, der ohne Punkte blieb, weil Newton zwei Sacks kassierte. Schon war die Partie in Gefahr. Dann ließ man – wie schon das ganze Jahr – jegliche Dringlichkeit vermissen, und somit bringst du am Ende noch dein Publikum gegen dich auf und die Niederlage sieht viel schlechter aus als sie am Ende war.

Also: Ein sehr gutes Spiel in der ersten Hälfte. Eines, das immer lahmer wurde mit zunehmendem Spielverlauf. Den Panthers wurde nach und nach ganz still und leise der Zahn gezogen. Für die Offseason bleibt den Panthers eine Hauptaufgabe: Drafte Wide Receivers, Tight Ends, Skill-Players, so lange es geht. Cam Newton braucht Unterstützung, dann bleibt dieses Team trotz der schlechten Salary Cap-Situation ein Titelanwärter.

Damit haben wir nächsten Sonntag, 00h30 in der Nacht auf Montag: Seattle Seahawks vs San Francisco 49ers, das Spiel mit den meisten Schlägereien und Personal-Fouls in der Playoffgeschichte?

[21h53] Ein Personal-Foul gegen DB #22 Thomas (Panthers) beendet de facto die Partie.

[21h49] Dann kommt der Sargnagel: Newton geht tief, S #31 Whitner fängt den Ball ab.

[21h47] Ich weiß nicht, ob die Personal-Foul Strafe gegen die SF #51 (Hit gegen Newton) eine korrekte Entscheidung war, aber eines ist sicher falsch: Aikmans Einschätzung, dass Newton in der Situation ein „Runner“ war. Was für ein Dünnpfiff.

[21h40] Carolina 10, San Francisco 23/Q4 7:41. 34yds-FG für Dawson. Ein wichtiger Stand der Panthers-Defense, weil das Spiel innerhalb von 2 TD bleibem aber das große Problem: 13 plays, 73yds, 7:52min Drive. Das ist zeitfressend. Jetzt kann sich Carolina keinen 8:20min-Drive ohne Punkte mehr erlauben.

Carolinas Defense ist heute auch nicht so überzeugend: Die Front-Seven dominiert längst nicht so stark wie im „Hinspiel“, und mit dem Augenblick an Extrazeit kann Kaepernick die Pässe anbringen. Die Lauf-Defense der Panthers sieht mittlerweile auch recht müde aus.

[21h37] Jetzt verbrennt Carolina ein Timeout – und für die Panthers ist das angesichts der Ausgangslage noch viel schlimmer. San Francsico klopft erneut an: 3rd-und-4 nun nahe der Goal Line.

[21h34] San Francisco hatte beim TD übrigens auch während des Spielzugs 12 men on the field:

[21h33] Kaepernick nimmt ein Timeout in einem potenziell engen Spiel, weil er den Spielzug nicht rechtzeitig durchgesagt bekommt, die Zweite: Check.

Resultat der Auszeit-Besprechung: Ein QB-Sneak. Eh klar…

[21h32] Aikman sinngemäß: „Boldin spielt das Spiel wie ein Offense Liner: Tough und physical.“

[21h27] Kaepernick nimmt ein Timeout in einem potenziell engen Spiel, weil er den Spielzug nicht rechtzeitig durchgesagt bekommt: Check.

Drittes Viertel

[21h19] Ein langer, zeitintensiver Drive der Carolina Panthers, der letztlich nach über 8:20min in einem Punt endet – ohne Punkte. Also:

  • Carolina ist das Gegenteil von „Stress haben“. Fast jeder Snap läuft bis auf 1sek der Play-Clock runter.
  • Dreimal eine 3rd-und-1 Conversion für Carolina. Jedes Mal auf eine andere Art, aber allein die physische Art und Weise zeigt nochmals rückblickend, dass Rivera hätte an der GoalLine ein weiteres Mal ausspielen sollen.
  • Die Pass-Protection der Panthers kriegt Probleme, weil die Routen tiefer werden und die Fullbacks für das „Blitz-Pickup“ gebraucht werden, d.h. keine Checkdown-Optionen mehr verfügbar.
  • Einige coole Spielzüge der Panthers, u.a. ein echter „Veer“-Spielzug (Veer = Option-Offense in ihrer reinsten Form) bei einem Spielzug, der allerdings wegen „illegal formation“ zurück gepfiffen wurde.

[21h02] Carolina 10, San Francisco 20/Q3 8:53. 4yds-Scramble für Kaepernick. CB #29 Drayton Florence ließ sich von Kaepernick verarschen, hätte den Lauf im Backfield wenn nicht abwürgen, dann zumindest einbremsen können. Der Drive: 8 plays, 77yds, 4:32min.

Schlüssel war ein 45yds-Pass downfield für einen plötzlich meterweit offenen Boldin. Kaepernick warf den Pass vielleicht sogar zu kurz, ansonsten hätte Boldin geschwind durchlaufen können. So brauchten die 49ers noch zwei Plays hernach: Der erste war ein Fumble bei der Ballübergabe von Kaepernick für Gore, der zweite der TD.

Auf des Messers Schneide, das Ganze, wie gehabt.

[20h56] 3’n’out gegen Carolina zum Start der zweiten Halbzeit. Wird interessant zu beobachten, wie lange die 49ers brauchen, um sich auf die überraschende Panthers-Offense einzustellen.

Und in der 49ers-Offense: Wann wird OffCoord Greg Roman RB #21 Frank Gore wiederentdecken? (Gore bisher 7 Carries für 17yds).

Zweites Viertel

[20h52] Der Davis-TD erregt weiterhin die Gemüter: Keine Strafe gegen San Francisco wegen „12 men in the huddle“. Dann soll Davis vor dem Catch bereits aus dem Spielfeld gewesen sein. Dann regt sich die Meute über das Rumpelstilzchen Jim Harbaugh auf…

[20h44] Halbzeitstand Carolina 10, San Francisco 13.

Ein spannendes, intensives Spiel. Es ist nicht hochklassig, aber dramatisch. Die Carolina Panthers waren eigentlich die klar bessere Mannschaft, mit effizienterer Offense (26 Plays, 195yds vs San Francisco mit 36 Plays für 139yds), aber San Francisco führt! Die Gründe:

  • Angetippte INT gegen Newton, während die beiden angetippten Bälle Kaepernicks nicht in INTs resultierten.
  • Schiedsrichterei, die bisher Carolina relativ klar benachteiligte (u.a. 1x ein Drive zu Punkten zugunsten von SF verlängert, plus die nicht gegebene 15yds-Strafe gegen Boldin). Das kann sich bei der schwer ersichtlichen Linie der Refs aber schnell ändern…
  • Goal Line Stands: Carolina hatte 7 Plays an der GoalLine der 49ers, aber man kam mit ganzen drei Punkten davon. Ron Rivera sagte beim zweiten Mal von der 2 ein FG an – eine Fehlentscheidung, die sich aktuell im Zwischenstand mit auswirkt.

Newton mit 8/10 für 136yds (13.6 NY/A). Kaepernick mit 11/25 für 121yds, 1 Sack (4.6 NY/A).

Ansonsten aber: Tolles Spiel. Carolina mit einer interessanten, lange nicht mehr gezeigten Offense. San Francisco beißt und kratzt und groovte sich ins Spiel zurück. Die 49ers sind zwar „unwatchable“, weil sie nach jedem Spielzug Nickligkeiten begehen, aber gut. So ist diese Mannschaft gestrickt.

Die Referees werden morgen aufgrund ihrer wankelmütigen Linie ordentlich – und nicht zu Unrecht – auf die Fresse bekommen.

[20h36] Carolina 10, San Francisco 13/Q2 0:05. 1yds-Pass für TE #85 Davis. Der TD wurde zurecht gegeben. Ein fast perfekter Drive für die 49ers: 12 plays, 80yds, 3:36min von der Uhr genommen, Carolina ohne Chance zu antworten.

Einige gute Würfe Kaepernicks, starke Catches vor allem von Crabtree. Die Refs hatten neben dem Kopfstoß von Boldin auch eine zweifelhafte Aktion gegen die 49ers, als sie ihnen mehrere Sekunden von der Uhr stahlen – aber es war am Ende nicht entscheidend.

[20h26] Boldin mit einem Kopfstoß gegen S Mitchell direkt vor den Augen eines Referees. Dafür hatte Michell oder Munnerlyn gleich zu Spielbeginn eine 15yds-Strafe kassiert.

[20h21] Es ist 2min-Warning, San Francisco hatte gerade ein paar gute Offense-Plays, aber viel einzigartiger: Sie haben tatsächlich noch alle 3 Timeouts zur Verfügung.

[20h12] Carolina 10, San Francisco 6/Q2 3:41. 24yds-FG von Gano. Rivera wird konservativ, lässt von der 2yds-Line kicken (bzw. nach dem False Start von der 7yds Line). Warum? Carolina hat Probleme, seine GoalLine Stands durchzukriegen, keine Frage, aber hier muss man trotzdem ausspielen. Das wird saublöd ausschauen, wenn die Panthers in diesem Spiel am Ende knapp scheitern sollten.

Ansonsten: Sehr schöne Offense, die die Panthers bis zur GoalLine spielten. So viel Option-Stuff wie lange nicht mehr, dazu ein tiefer 35yds-Pass für TE Olson, der sich zwischen die Zonen von CB und S Reid gemogelt hatte. San Francisco ist noch auf der Suche nach dem richtigen Gegenmittel gegen diese Offense.

[19h59] Die Panthers-Defense quillt weiterhin über vor Überschwang. Es werden Blitzes aus der zweiten Reihe angesagt, die jeden Passversuch der 49ers im Keim ersticken. Schneller Punt to come.

[19h53] Carolina 7, San Francisco 6/Q1 13:41. 31yds-Pass für WR #89 Steve Smith. Sensationeller Pass von Cam Newton für Smith, der in der EndZone eigentlich gut von #25 Brown gedeckt war, aber Smith macht den Catch.

Oft geschrieben, aber noch nicht oft genug: Ich liebe den Spieler Steve Smith. Einer der besten, meistunterschätzten NFL-WR aller Zeiten. Einen ähnlichen TD wie diesen fing Smith schon vor ca. 10 Jahren in der Superbowl gegen die Patriots (gegen CB Tyron Poole).

Und noch einer:

[19h49] Ausspielen an der 1 ist immer richtig, und sei es nur, weil man im Fall des Scheiterns den Gegner an der GoalLine festnagelt. Carolinas Defense gegen San Francisco danach:

  • 2yds-Lauf.
  • Incompletion.
  • Fast eine INT.

Dann Punt und guter 24yds-Return von #19 Ted Ginn. Carolina beginnt an der SF 31.

[19h46] Rivera macht das Richtige und spielt aus: Ein QB-Sneak über #1 Cam Newton, aber LB #55 Brooks mit dem Stand. Keine Punkte. Aber beruhigend ist: Ron hatte keine Schmetterlinge.

Ansonsten hervorragender Drive der Panthers-Offense. Konzeptionell sieht das ein bisschen wie Auburn aus, was Cam Newton (kam ja rein zufällig von Auburn in die NFL) da macht: Viel inside zone read mit gelegentlich eingestreuten Optionen wie Bubble-Screens und Bootlegs. Carolina machte das hervorragend, und ein gut aufgelegter WR #89 Steve Smith half mit. 8 Play, 65yds Drive, der knapp keine Punkte brachte.

Erstes Viertel

[19h43] Das erste Viertel geht genau mit dem Moment zu Ende, auf den alle gehofft haben: Carolina mit einem 4th-Down an der SF 1yds Line. Was wird „Riverboat“ Ron Rivera machen?

[19h34] Carolina 0, San Francisco 6/Q1 4:33. 33yds-FG für Dawson.

Hallo, hallo: Die feindlichen Vibes auf dem Feld lassen meinen Laptop erzittern. Kein Play ohne Nickligkeiten. Hitzige Diskussionen „Gesichtsgitter an Gesichtsgitter“. Schon zwei Personal Foul-Strafen gegen Carolina, auch wenn es gleich viele hätten gegen San Francisco sein können. Die Refs sind momentan dabei, sich die Bauernopfer herauszusuchen um ja nicht frühzeitig die Kontrolle über ein nicht intensiv, sondern überhitzt geführtes Spiel zu verlieren.

Vor allem S #41 Captain Munnerlyn liefert sich Wortgefechte mit Crabtree und Kaepernick, aber auch CB #29 Florence scheut nicht vor Schubsereien gegen Crabtree zurück.

[19h28] Newton mit einem leicht unterworfenen Ball für WR #11 LaFell, der nur mehr eine Hand dran bekommt. Abgefälschter Ball, der vom dahinter hechtenden LB #52 Willis zur Interception abgefangen wird.

[19h19] Carolina 0, San Francisco 3/Q1 9:12. 49yds-FG für Dawson. Ein klassischer 49ers-Drive: 13 Plays, 49yds, 5:48min von der Uhr genommen. 7 Passversuche, 4 Läufe (für nur 7yds).

Unterstützt wurde der Drive von einer late hit-Strafe gegen den S #21 Mitchell gegen Boldin – ein umstrittener Call. Regeltechnisch war er wohl richtig, aber viel Fingerspitzengefühl war da nicht dabei: 3rd-Down wäre gestoppt gewesen, und es war nicht gegen den Helm, war maximal einen Sekundenbruchteil nach Aufschlagen des Balls.

[19h07]

[19h01] Allesaussersport ist auch wieder live dabei: Hier entlang zum Liveblog.

[18h45] Es ist eh jede verbliebene Mannschaft ein „Titelkandidat“, insofern muss man heute Carolina vs San Francisco nicht noch mehr hypen als eh schon passiert. Die Vorschau-Serien von heute:

Wohl bekomm’s.

Divisional-Playoffs 2013/14 am Sonntag

Den Abschluss machen heute Abend zwei Spiele, die wir schon am 10. November 2013 hatten. Für beide Spiele habe ich schon damals eine detailliertere Vorschau geschrieben. Beide sind heute immer noch ähnlich gepolte Matchups, aber es gibt kleinere Unterschiede von damals zu heute.

Carolina Panthers – San Francisco 49ers

  • Kickoff 19h05
  • Live bei SPORT1 US und im NFL-Gamepass, Zusammenfassung bei SAT.1 und im ran.de-Stream ab 0h05
  • US-Kommentatoren: Joe Buck/Troy Aikman
  • Vorschau Herrmann: Panthers vs 49ers.

Langjährige Leser kennen die folgende Leier: Die Carolina Panthers gehören auf diesem Blog zu den Mannschaften, die am öftesten thematisiert wurden. Das liegt daran, dass sie seit Beginn der Saison 2012 (!) quasi ohne Unterbrechung im NFL-Power Ranking in den Top-8 stehen, trotz Zeiten in denen ihre Siegbilanz bei 2-8 lang und sie eher um den Top-Draftpick spielten als um die Superbowl: Sie waren Down für Down so effizient, dass sie eher um letzteres hätten spielen sollen. Aber sie hatten ein Problem: Den Head Coach Ron Rivera.

Rivera ist allerdings auch der Mann, der in dieser Saison eine der erstaunlichsten Wendungen genommen hat, die ein Mann in seiner Position nehmen kann: Er wurde vom konservativsten PlayCaller zu einem der aggressivsten, spielte plötzlich 4th-Downs en masse aus anstelle zu punten – und die Panthers begannen mit dem Gewinnen. Nach einem unglücklichen 1-3 Start zu Beginn der Saison antworteten die Panthers mit einer 11-1 Serie zum „Abschluss“. Resultat: Gewinn der NFC South, Seed #2 in der NFC.

Die Ironie der Geschichte in Carolina: Während letztes Jahr die Offense um QB Cameron Newton die Pace vorgab, ist es dieses Jahr die Defense, die in der Offseason um haargenau die richtigen Spieler ergänzt wurde: DT #98 Lotulelei und DT #99 Short, beide hohe Draftpicks, die die große Lücke in der Defensive Line stopften. Carolina 2013 führt folgende Spieler in der Front-Seven auf:

  • DE #76 Greg Hardy
  • DT #98 Star Lotulelei
  • DT #91 Colin Cole / #99 Kawann Short
  • DE #95 Charles Johnson
  • OLB #93 Chase Blackburn
  • ILB #59 Luke Kuechly
  • OLB #58 Thomas Davis

Eine Front-Seven, die 48 der 60 Panthers-Sacks fabriziert hat; allein die Ends Hardy (15 Stück) und Johnson (11) machten zusammen 26. Lotulelei gilt als einer der besten Rookies des Jahrgangs. Kuechly, ein Mann im zweiten Jahr, gilt als legitimert Anwärter auf den Titel des „Abwehrspielers des Jahres“.

Diese Front-Seven allein reicht aus, um trotz eines suspekten Defensive Backfields eine der besten Pass-Defenses im Lande zu stellen: 5.5 NY/A (#5 der Liga) bei 59% Success-Rate (#16) gegen das Laufspiel, und eine weit überdurchschnittliche INT-Quote von 3.6%. Eine Sack-Quote von 9.6%, beste der Liga. Carolina gibt zwar 66.7% Completion-Rate im Passspiel auf, aber für wenige Yards: nur 10.3yds/Completion, viertbester Wert der Liga. Wie man es drehen und wenden will: Diese Defense ist fassungslos gut geworden, und sie ist philosophisch ein Ebenbild des heutigen Gegners San Francisco: Auch dort hat man eine dominante Front-Seven gebaut, und versucht damit, eine suspekte Secondary zu kaschieren. Allerdings spielt Carolina vornehmlich 4-3, San Francisco eher ein verkapptes 3-4. Wuchtig sieht beides aus.

Sogar die Offenses sind ähnlich gepolt: Viele Ressourcen, die in die Running Back-Position gesteckt wurden. Zwei junge, schwarze, mobile Quarterbacks. Ein Ballfänger-Corp, der in erster Linie aus einem guten Wide Receiver und einem guten Tight End besteht. Eine Offense Line, in die Geld investiert wurde, die aber eher unkonstante Leistungen bringt. Alles mit Zusatz „jeweils“. Der Absatz gilt für beide Teams.

Bei den Panthers ist aber ausgerechnet der Teufel im Detail bei Cameron Newton begraben. Die landläufige Meinung sah in Newton nun zwei Jahre lang eine Lusche in den engen Spielen, ohne Eier, die Mannschaft Tebow-like rein per Willenskraft zum Sieg im engen Spiel zu preschen. Newton verlor fast alle der knappen Spiele der ersten Jahre, aber seine Offense brachte mit ihm stets um die 7.0 NY/A Passspiel zusammen – trotz eines abseits von WR-Legende #89 Steve Smith unterirdischen WR-Corps.

2013? Nun, Newton wurde über Nacht Eli-Manning-like zum „Close-Game“ Star und führte spektakuläre „Game Winning / Comeback Drives“ gegen Patriots, 49ers oder Saints das Feld runter. Allerdings leidet die Panthers-Offense dieses Jahr unter der geringeren Effizienz: Nur noch 5.9 NY/A für Newton sind nur noch der 20t-beste Wert der NFL. Nicht alles davon ist schlecht: Carolina spielt dieses Jahr einen Tick zurückhaltender in der Offense: Es wird kürzer geworfen, es wird weniger tief geworfen:

2011   25.7%
2012   23.3%
2013   19.9%

Das sind die Prozentwerte der Newton-Pässe, die in den letzten Jahren mehr als 15yds in der Luft downfield gingen (also keine 2yds-Pässe, die von Runninbacks zu 15yds-Raumgewinnen getragen wurden). Die Completion-Rate der Newton-Pässe stieg leicht an, von zuletzt 57.7% auf nunmehr 61.7%. Aber die Pass-Success Rate, also die Rate an Pässen, die verbesserte Punkteerwartung („EPA“) brachte, ist bei Newton seit Karrierebeginn dieselbe: 47%. Er ist also der fast identische Spieler seit Jahren.  Heute wird er allerdings mal wieder mit einem bestenfalls angeschlagenen (Knieverletzung) Steve Smith antreten können – Smith ist wohl active, aber er selbst ist sich noch nicht sicher, wie fit er sein wird.

Kaepernick kommt aus derselben Draftklasse wie Cam Newton, wurde aber erst Mitte 2012 zum Stammspieler. Er hat einen etwas besseren Support-Cast in Leuten wie Boldin, Davis oder Crabtree, aber er erlebt dieses Jahr erstmals Kritik, weil die Pass-Offense der Niners nur allzu oft so aussah: 13/25 Pässen für 174 yds, 1 TD, 1 INT, 3 Sacks, 4 gecallte Timeouts zur Verhinderung von False-Starts. Im „Hinspiel“ gegen Carolina, jenem berühmten 10-9 Sieg der Panthers, waren Kaepernick und seine Jungs noch schwächer: 11/22, 91yds, 1 INT. Allerdings fehlten damals noch Crabtree und in der zweiten Halbzeit Davis wegen Knieproblemen.

Ein weiterer Faktor in diesem Spiel: Das Coaching. Rivera ist völlig ohne Vorwarnung über Nacht zum Vorreiter der neuen Coach-Generation „Go fo it on 4th Down“ mutiert, und schwupps gewinnen die Panthers nun diese Spielen, die sie zuvor verloren haben (u.a. dank 5 Siegen in den letzten 5 knappen Spielen!). Nicht alles davon ist Rivera, aber ein Teil sicherlich. Der Coach, der in den letzten Jahren so viele Spiele wegschmiss, weil er Schiss hatte, gewinnt nun umso mehr davon. Auch gegen San Francisco?

Nicht alle sind sich sicher, dass Rivera auch in der Crunchtime in seinem ersten Playoff-Spiel die Eier zum Ausspielen zeigen wird. Einen Vorteil gegenüber seinem Gegenüber Jim Harbaugh hat Rivera aber auf alle Fälle: Er verbrennt nicht so viele sinnlose Timeouts, bevor es gen Spielende geht. Was sich Harbaugh/Kaepernick zuletzt wieder in Green Bay leisteten, spottete jeder sittlichen Beschreibung (2 verbrannte Timeouts in den ersten Minuten im dritten Viertel, davon eines vor dem ersten Spielzug des dritten Viertels!).


Für Newton und sein Bild in der US-Öffentlichkeit ist es ein enorm wichtiges Spiel: Er kann mit diesem Spiel vom leicht freakigen Unsympathen in der Provinz von Carolina („da drunten“) zur landesweiten Marke als neuester „Elite-QB“ mutieren – so unfair die eine oder andere Darstellung von ihm sein möge. Gelingt ihm kein Sieg, sollte man ihn aber auch nicht verdammen, denn die Ansetzung gleicht einem Münzwurf. Das Power-Ranking sieht einen 52/48-Vorteil pro Carolina. Das Hinspiel hatte einen 10-9 Endstand, und seither haben die 49ers Crabtree und einen fitten Davis dazu bekommen.

Es ist die klassische Ansetzung, in der die sprichwörtlichen Kleinigkeiten entscheiden könnten: Der Fumble, der in die richtigen Arme fällt. Der Puntreturn, der einen Tackle bricht und für 27 statt -2yds geht. Die eine Pass-Interference, die wahllos gegeben wird, weil sich die Refs nicht noch stärker dem Vorwurf der „Playoff-Softies“ aussetzen wollen.

Oder aber, es entscheidet der Quarterback, der sein Pass-Spiel gegen die jeweilige Monster-Defense besser in Gang kriegt. Und da würde ich heute aufgrund des besseren Supporting-Cast tendenziell mit Kaepernick gehen. Ergo: Ich sehe San Francisco trotz Harbaughs Auszeiten-Fetisch minimal vorn.

Denver Broncos – San Diego Chargers

  • Kickoff 22h40
  • Live bei SPORT1 US, im ran.de-Stream und im NFL-Gamepass, Zusammenfassung und Live-Einstieg bei SAT.1 ab 0h05
  • US-Kommentatoren: Jim Nantz/Phil Simms

Diese Ansetzung ist eine der einfachsten intuitiv innerhalb von Momentenbruchteilen zu erfassen, aber sie ist extremst schwierig, in eine strukturierte Preview zu fassen. Der Grund ist, dass beide Mannschaften konzeptionell sehr ähnlich gebaut sind, aber beide sind schwierig, in Worte zu fassen. Sie sind Wundertüten. Wundertüte ist dabei ein Synonym für „ich weiß es nicht“.

Die Chargers sind potenziell großartig. Gleichzeitig sind sie unkontrollierbar – für sich und für den Gegner. Das macht dieses Spiel so attraktiv.

Beide Teams sind um ihre Quarterbacks gebaut, wobei bei den Broncos der QB Peyton Manning „das System“ darstellt in Form von einem immergleichen Runterwichsen der Plays: 3 WR, 1 TE, 1 RB in der Aufstellung, und je nachdem was die Defense anbietet, lässt der Stratege Manning laufen oder er wirft selbst. Das funktioniert, solange er zumindest zwei großartige Wide Receivers hat; die Broncos haben deren vier: #88 Demaryius Thomas, #87 Eric Decker, #83 Wes Welker, #80 TE Julius Thomas. Manning selbst ist der ganz große Wurfkünstler nicht mehr, aber das muss er auch nimmer sein. Sein Wissen genügt.

Bei den Chargers geht es mehr um die Wurfkünste des Philip Rivers, wobei die Offense durchaus vielseitig ist: Alles, was die Offense Line wirklich drauf hat, ist das Lauf-Blocking. Damit kommt das Laufspiel um RB #24 Mathews und den weißen Zauberer #39 Woodhead ganz gut über die Runden. Dazu streut Rivers eine Menge an Kurzpässen und Checkdowns für die konstanten kurzen Raumgewinne ein, aber der wahre Star ist das Mitteldistanz-Spiel: Rivers bringt mit seiner Präzision auch die schwierigsten Pässe an den Mann, und keiner seiner Receiver ist dabei instrumenteller als der Rookie mit der #13, Keenan Allen.

Vom Konzept her ist das also ähnlich bei beiden. Liegt es daran, dass Chargers-Headcoach Mike McCoy letztes Jahr OffCoord in Denver war, und sich so einiges bei Manning abschauen konnte? Oder liegt es am QB-Flüsterer Ken Whisenhunt, jetzt OffCoord in San Diego? Auf alle Fälle sind die Ergebnisse bei den beiden Teams ähnliche: Denver als #1-Passoffense mit 7.8 NY/A, San Diego als #2 mit 7.5 NY/A. Denver mit 44% Success-Rate im Laufspiel, San Diego mit 43%.

Die Fragezeichen sind die Defenses, die beide problematisch sind – aber beide hatten im Verlauf der Saison auch genügend gute Momente, sodass man sie nicht ohne weiteres verdammen könnte. Die Chargers zum Beispiel: Mit 7.0 NY/A gibt man die meisten Yards im Passspiel auf, mit 46% Success-Rate hat man die zahnloseste Lauf-Defense der Liga. Allein: Die letzten Wochen der Chargers waren besser – viel besser.

Vielleicht ist es die Genesung von OLB Melvin Ingram, vielleicht war es der CB Marshall, der das Backfield verbesserte. Vielleicht auch nicht: Auch nach Ingrams Rückkehr stieg die Sack-Rate der Chargers nicht an. Auf alle Fälle aber „klickt“ die Pass-Defense der letzten Wochen besser. Wurde man in den ersten Wochen des Jahres noch regelmäßig in Grund und Boden geworfen, sind die Chargers des Dezember/Jänner eine relativ durchschnittliche Defense – ein Kompliment. Man schaltete in Woche 15 sogar Denver in Denver aus (allerdings ein damals Welker-loses Denver). Man stellte auch Cincinnati kalt. Es waren keine Rabauken-Vorstellungen, aber man war fleißig, legte sich wie Mehltau auf den Gegner und würgte den ohne Aufsehen langsam ab.

Bei den Broncos ähnliches: Erste Saisonhälfte war eine Katastrophe, aber mittlerweile ist man runter auf sehr passable 6.2 NY/A gegen den Pass. Allein: OLB #58 Miller ist mittlerweile auf der IR. DT Wolfe mit epilepsieanfälligen Symptomen noch immer inactive. Hinten drin Probleme bei CB Bailey… es ist eine Defense, die unter DefCoord Del Rio mal richtig gut ist, mal richtig banal.

Das sind die Mannschafts-Gerüste. Es gibt aber viele verdeckte Stats, die eine Rolle spielen könnten. So sind beide Offenses gigantisch in den 1st-Downs. „Gigantisch“ in 1st-Downs ist auch das Feld bereitet für „gigantisch in 3rd-Downs“: Broncos mit 49% Conversions die #1, Chargers mit 47% die #2.

Die Chargers sind der Underdog, d.h. für sie könnte es interessant sein, wie schon in Week 15 eine ballkontrollierte Offense zu spielen, um möglichst wenige Drives für beide Teams zu sehen. Wenige Drives = mehr Varianz = bessere Siegchance für den Außenseiter. Und laufen können die Chargers. Sie haben sogar die Chance, über ihren RT Fluker zu laufen – die Seite, auf der das Laufspiel exzellent ist. Es ist auch die Seite, auf der Denver etwas ausrichten muss, da die LE-Seite als Schwachpunkt gilt.

Okay.

Die Broncos sind insgesamt besser besetzt, tiefer, haben Heimvorteil und somit zu favorisieren. Aber die Chargers sind mit ihrer Offense in jedem Spiel ein Kandidat. Alles, was es braucht, ist eine erneute unangenehme Defense-Leistung, die gerade genügend Plays macht um mit der Offense das Spiel zu gewinnen. So geschehen in Week 15. Das Gute an den Chargers: Dank der jüngsten Verbesserung der Defense sind sie unberechenbar – und somit sollte auch dieses Spiel Augenschmaus-Potenzial haben.

AFC-Divisional Playoffs 2013/14: New England Patriots – Indianapolis Colts live

[05h31] Drittes AFC-Finale für die Patriots en suite. Die letzten, die drei Conference-Finals hintereinander hatten, hab ich auch noch mit erlebt: Die Philadelphia Eagles, die es von 2001-2004 gleich viermal hintereinander geschafft haben.

[05h28] Endstand New England Patriots 43, Indianapolis Colts 22.

Am Ende ein diskussionsloser Sieg für die Patriots. Er fiel ein paar Scores zu hoch aus, aber okay: Die Colts-Defense war irgendwann shot und hatte im Schlussviertel nicht mehr viele Mittel. Dazu kamen dauernd schlechte Feldpositionen für die Colts-Defense aufgrund der vielen Turnovers.

Ein paar der knappen Plays, die anders ausgehen, und wir haben ein sehr, sehr viel engeres Spiel.

Die Colts scheiden aus, aber sie scheiden nach einer starken Saison erhobenen Hauptes aus. Sie waren besser als befürchtet. Sie sind alles in allem kein Team von 11-5 Qualität, aber sie hatten heuer Momente, in denen sie richtig großartig waren und mit den Allerbesten mithalten konnten. Sie hatten auch furchtbare Spiele. Sie haben einen jungen Franchise-QB Luck mit exzellenter Zukunft. Lass dich nicht von 7 INTs in zwei Playoffspielen blenden. Luck muss mit seiner Mannschaft im Rücken riskanter spielen als andere.

Die Colts haben einige Bausteine in Offense und Defense, aber insgesamt dürfte es noch eine Zeit dauern, bis diese Mannschaft ein ernsthafter Contender ist. Der verschenkte Richardson-Pick dürfte mehr schmerzen denn je. Aber auch die vielen sinnlosen Verträge für Durchschnittsspieler wie Toler, Cherilus oder Walden werden irgendwann auf die Colts zurückfallen.

Großes Spiel heute von LB #91 Jamie Collins. Wenn das Play-Sheet, das ich in der Hand halte, korrekt ist, hat Collins heute 1 Sack, 2 TFL (Tackles for Loss), 3 QB-Hits und eine INT. Collins galt letztes Jahr als Riesen-Granate bei der Combine, aber als ebenso ungeschliffen. Hatte heute einige famose Plays. Seine INT war schon exzellent für einen so großen, schweren Spieler.

Ein Wort zu SAT.1: Das Momentum-Gefasel wird man nicht rausbringen. Wer in Football hineinwächst, wird in dieses Wort hineingeboren. Man hört es überall, auch wenn es Schwachsinn ist. Vielleicht ist man dort – und bei einigen anderen Phrasen – mittlerweile zu hellhörig. Ich fand die SAT.1 Sendung okay. Die Kommentierung fand ich okay. Ich hab mich nicht daran gestört, und das ist schon viel wert.

Patriots fahren nun nach Denver oder spielen zuhause das Re-Match des AFC-Finals 2007/08 gegen die Chargers.

[05h13] Gerade hält Dan Dierdorf bei CBS seine Abschiedsrede:

„Wenn I was a player, the St Louis Cardinals were on CBS. Everything I saw the booth. All I wanted to do was to join the booth. It was my dream.“

Und Belichick macht den Jungs den Gefallen und puntet von der IND 26 (!) den Ball für 6 Nettoyards. Etwas Training für den Backup-Punter Gostkowski. Gumbel/Dierdorf fällt das nicht weiter auf. Sie reden schlicht von „pin them inside the 10„.

[05h02] 4th-Down und 1 mit 10 Minuten auf der Uhr für die Colts, und Chuck Pagano entscheidet sich natürlich für den Punt. #wasfüreineScheiße

[04h57] Laut Stecker sollte Luck jetzt mehr riskieren.

[04h55] New England 43, Indianapolis 22/Q4 11:12. 1yds-Run #22 Ridley. 5 Plays, 18yds. Der eine wirft die INT, des anderen INT wird gedroppt. Luck mit 3 TD in den letzten 11 Minuten? No Problem!

[04h52] Zwei Plays später wirft Brady einen ebenso gefährlichen Pass in die EndZone, die vom Defensive Back #41 Bethea gedroppt wird. Brady = Brady.

[04h50] Dritte INT gegen Luck. Collins springt in einen gefährlichen Pass über die Mitte. Wie schonmal geschrieben: Luck = Romo.

[04h45] New England 36, Indianapolis 22/Q4 12:55. 73yds-Run #29 Blount. Blount lässt den unmotiviert ins Bild segelnden S #30 Landry aussteigen und hat danach gegen eine safety-lose „Deep Zone“ der Colts leichtes Spiel. 73yds für den Schläger von Boise. Und Brady als Backup-Holder beim PAT.

[04h42] Punt Colts mit 13:21 to go.

[04h40]

Drittes Viertel

[04h37] Ende Q3. SAT.1 sollte den Momentum-Unsinn nun abstellen. Andererseits: Wenn ich zu CBS wechsle, wartet ein Kommentatorenduo, das beim Safety ernsthaft meinte: You have to give your defense a chance. Sprich: Du hättest dich an der 2 tackeln lassen sollen.

[04h35] Punt der Patriots.

[04h31] Erstes Play: Ein Lauf. Natürlich… Grande, Pep Hamilton. Dann Sack, dann Incompletio und Punt.

LB #91 Jamie Collins von Southern Miss macht heute ein auffälliges Spiel. Machte eben den Sack und hatte mindestens einen weiteren Tackle für Raumverlust. Dazu besagte Spielzüge in der Deckung gegen Tight Ends. Ein Play-Maker. (ob er abseits der Kameras Böcke schießt, weiß ich nicht)

[04h28] Wieder schneller Punt der Patriots. Wenn die Colts jetzt weitermachen, wo sie eben aufgehört haben, sehen wir gleich den Ausgleich: Laufspiel abstellen, Passen, Passen, Passen.

[04h23] New England 29, New England 22/Q3 5:01. 35yds-TD Catch für #15 Brazill. Slapstick-Coverage bei den Pats: Erst flutscht #13 Hilton zum wiederholten Male für einen Riesen-Raumgewinn durch (46yds). Dann ist Brazill in der EndZone dem Gegenspieler #32 McCourty zwei Schritte voraus, und ein Luck lässt sich solch schlampige Deckungen nicht entgehen. Sensationell:

[04h13] New England 29, Indianapolis 15/Q3 . 2yds-Lauf #29 Blount. Vierter TD für Blount #22 Ridley. Gewaltiger 9 plays, 88 yds, 3:45min Drive für Brady und die Patriots, inklusive eines 53yds-Catches für Amendola. Nahe der EndZone eine – gemessen am Playoff-Kontext und was sonst so gepfiffen wird – hinterfragenswerte PI gegen CB #27 Gordy – aber Gordy hatte letzte Woche mehrmals Glück, dass haarige Calls in seine Richtung gepfiffen wurden.

Danach geht Belichick auf 2pts. #22 Ridley verwertet. Belichick trifft nicht immer die günstigsten Entscheidungen, aber er ist allen anderen Coaches trotzdem meilenweit voraus. Minimum 28 andere Coaches hätten hier den PAT gekickt.

[04h05] Jan Stecker: „Das Momentum ist gerade beim Football wichtig, weil dann glaubst du, du bist besser. Allerdings kann sich das blitzschnell ändern. Dann haben die Patriots das Momentum…“ Zu viel Aikman gehört. … „als größter QB aller Zeiten musst du mehr als 1 Super Bowl gewonnen haben… wenn Peyton jetzt noch einen Superbowl gewinnt, gehört er zu den Top 5… “ zu viel Phil Simms.

[04h02] New England 21, Indianapolis 15/Q3 10:03. 21yds-FG Vinatieri. 8 Plays, 60yds, 3:27min. Eh klar, dass Pagano von der 3yds Line das Fieldgoal schießen lässt. Damit haben wir unseren Talking-Point, wenn es am Ende hart-auf-hart geht.

Der Drive selbst sah eigentlich super aus: Luck 40yds für Hilton, der sich ordentlich streckte und einen spektakulären Catch fing. Danach kurze Pässe, aber an der GoalLine wird ineffizient gelaufen (über #31 Brown und #34 Richardson). Dann eine Incompletion. Dann – natürlich – das Fieldgoal.

[03h58] Schneller Punt der Patriots.

Zweites Viertel

[03h45] Halbzeit New England 21, Indianapolis 12.

Ja, Buschmann, um 8h muss ich auch wieder arbeiten… Seufz. Es ist eine recht offensiv geführte erste Halbzeit in Foxboro im strömenden Regen.

Die Patriots sind für meine Begriffe relativ lauflastig: Nur 11 Pässe für Brady (7 complete für 96yds), aber 25 Läufe. Die meisten sind quicke Handoffs. Das Passspiel fand bisher auch ausschließlich über Checkdowns und Mitteldistanz für Welker und Amendola statt. Die Colts kriegen darauf nur wenig Zugriff. Patriots sind effizienter im Passspiel, aber die mixen das eher umgekehrt proportional durch.

Die Colts haben unterirdisches Laufspiel: 2.8yds/Carry ist schlecht, aber gegen die Front-Seven der Pats wären auch 4.5yds/Carry schon schlimm. Das ist nix. Luck hat gute Momente, hat weniger gute Momente, lebt ein nur bedingt ruhiges Leben in seiner Pocket. Er  machte 11/21 für 155yds, hatte aber zwei INT: Eine war seine Schuld, eine andere ging in erster Linie auf die Kappe des Fullbacks – auch wenn Lucks Pass nicht optimal war.

Dazu die kuriose Safety/non-TD Aktion: Die Patriots führen 21-12, aber es ist doch näher an „auf Messers Schneide“ denn an einem sich abzeichnenden Blowout.

[03h40] #34 Vereen dropt den Ball auf einer Wheel-Route und kurz danach ist Halbzeit.

[03h33] Nächste INT gegen Luck mit 1:14 auf der Uhr: Luck für FB #41 Havili, Pass etwas unterworfen, und Havili fälscht den Ball direkt in die Arme des LBs #54 Hightower ab. Eine fast identische INT sah „Unluck“ letzte Woche gegen die Chiefs gegen sich.

[03h22] New England 21, Indianapolis 12/Q2 2:42. Safety.

4th-Down, Konfusion bei den Pats. Nach einer Strafe kommen sie wieder raus, aber dann gerät der Snap bei den Punts zirka 3m zu hoch und segelt über den Punter #6 Allen hinweg gen EndZone. Allen schmeißt sich an der 2yds-Line auf den Ball und kann von Glück sprechen, dass ihm ein Colt den Ball aus der Hand schlägt und der Ball irgendwie den Weg zum Safety findet.

„Nur“ zwei Punkte für die Colts, die hier durchaus auch hätten an der 2yds-Line den Ball bekommen können, weil der Punter nicht gecheckt hat, dass er den Ball ins Aus hätte stoßen müssen.

[03h15] New England 21, Indianapolis 10/Q2 5:35. 36yds-FG Vinatieri. Auch die Colts mit einem längeren Drive: 11 plays, 62yds, 5:19min. Allerdings wird dann nahe der GoalLine der WR Hilton ganz gut abgewehrt, fällt aus dem Spielfeld und hält sich danach erstmal den Arm.

Die Frage ist halt, ob Field Goals heute helfen.

[03h02] New England 21, Indianapolis 7/Q2 10:54. 2yds-TD Lauf #29 Blount; Blounts dritter TD. Der nächste fette Drive: 14 Plays, 75yds, 6:28min.

Teilweise waren die Patriots wieder in dem Hochgeschwindigkeits-Modus, der für sie so charakteristisch wurde. #11 Edelman mit vielen Anspielen heute: Schon 3 Catches für 65yds. Edelman ist dann auch flink genug um sich zwischen den Tacklern noch für sieben Extrayards durchzuwringen.

Solange die Patriots heute die Pässe anbringen, werden sie auch bei den gelegentlich eingestreuten Laufspielzügen Erfolg haben. Mit solchen Drives ziehst du den Colts den Zahn – aber die Patriots-Offense ist nicht dafür bekannt, so konstant in jedem Drive diese Pace durchziehen zu können.

Erstes Viertel

[02h56] Ende Q1. Bisher gute Vorstellungen der Offenses im strömenden Regen von Foxboro. Brady mit 4/5 complete, und er hat nicht wirklich Schwierigkeiten, seine Leute zu finden. Zwischendurch streuen die Patriots viele kurze Handoffs zur die Backs ein, was nach SR% effizient ist, aber nicht viele Yards macht. Bei den Colts ist Andrew Luck mit vielen Incompletions, weil der Passrush oft durchkommt (OT Castonzo als Mega-Bruchstelle), aber wenn Luck den Pass wirft, ist der Pass gefährlich; der TD-Pass war ein brillanter Wurf.

[02h51] Je einmal Punt für Patriots und Colts. Beobachtungen:

  • Patriots-RT Cannon ließ sich vom viel kritisierten OLB Walden überrumpeln. Ist Cannon damit die neue Sollbruchstelle in der OL?
  • Bessere Patriots-Deckung jetzt wieder, und man hat die Traute, den unerfahrenen LB #91 Collins gegen den TE #80 Fleener abzustellen. Collins gilt ja eher als druckvoller Linebacker denn als Deckungsspieler.

[02h41] New England 14, Indianapolis 7/Q1 4:35. 38yds-Pass Luck für #15 Brazill. Buschmann: „Was für ein Comeback-Kid!“ Naja… Drive: 7 plays, 80yds, 2:42min. Die Zahlen sind so astrein wie der TD-Pass für Brazill, aber ganz ohne Holperer ist es noch nicht: #91 Collins und der Passrush kamen am Anfang des Drives mehrmals gefährlich durch, aber nach einem gelupften 3rd-Down für Fleener (?) Whalen hatten die Colts die matte Pats-Defense liegen.

[02h33] New England 14, Indianapolis 0/Q1 7:17. 2yds-Lauf #29 Blount. 10-Play, 74yds Drive für die Patriots. Es geht alles recht einfach: Brady, Checkdown für den neuen Hernandez (spielerisch zumindest), #34 Vereen. Brady, Pass für Edelman auf einer Crossing-Route. Lauf. Brady-Rakete für #80 Amendola. Und so on.

Gegen die „gute Lauf-Verteidigung der Colts“ (O-Ton Stecker) hat Blount leichtes Spiel. Lauf-Defense Colts nach Power-Ranking: #24 der Liga, 55% Success-Rate.

Damit ist das halbe Vorsprung für die Pats schonmal geschaffen.

[02h25] Fortschritte bei den Colts: Jetzt sind wir schon bei 3’n’out. Kurzer Lauf in die DL hinein. Dann Incompletion Lucks, mit einem DE #95 Chandler Jones im Schlepptau. Dann verunglückter Kurzpass für WR #13 Hilton. Hilton wird in dieser Partie bislang vom CB-Riesen #31 Talib gedeckt.

[02h21] Ich bin jetzt eine Viertelstunde drauf, und zum ersten Mal fällt das Wort „Björn Werner“ und „Deutscher“ bei SAT.1. Respekt.

[02h18] New England 7, Indianapolis 0/Q1 13:41. 1yds-Run #29 Blount. Ein Geschenk des Andrew Luck, der quasi „blind“ eine Interception für CB #37 Dennard warf: Sekundenlang den WR #15 Brazill angestarrt, doch geworfen, und Dennard springt in die Route und fängt das Ei ab und returniert an die 1. Blount versenkt ihn im nächsten Play.

[02h02] Die Nachtpartie. Patriots gegen Colts. Brady gegen Luck. Die Vorschau-Texte:

Ich pfeif erstmal auf Dierdorf. Erstmal ist TV und SAT.1 angesagt.

NFC-Divisional Playoffs 2013/14: Seattle Seahawks – New Orleans Saints live

[01h55] Gleich geht es mit dem Abschiedsspiel von Dan Dierdorf und Patriots vs Colts weiter. Ich gehe nur schnell in den unteren Stock schauen, ob der Fernseher mittlerweile frei geworden ist…

[01h50] Endstand Seattle Seahawks 23, New Orleans Saints 15.

Die Seahawks erweisen sich als Sieger, aber eine rundum überzeugende Vorstellung war es nicht. Die Hawks brachten über weite Strecken der Partie keine gescheite Offense auf das Feld (Lynch mit 28/140yds und 5.0 Schnitt war noch das beste). Die Offense Line konnte nur Teile des Drucks absorbieren und DL #94 Jordan machte ein famoses Spiel.

Die Hawks wurden von ihrer Defense gerettet, die immer wieder Stops der Saints erzwang und ihr gewohntes Level spielte.

Über Sean Payton wird zu reden sein: Payton hatte 3 Timeouts in der zweiten Halbzeit. Er (bzw. Brees) brauchten sie für zwei Offense-Snaps und eine verlorene Challenge. Und weiter: Zwar wurden richtigerweise zwei 4th-Downs in Mittelfeld- bzw. entfernter FG-Reichweite ausgespielt, aber dann, 4min vor Ende, ein Fieldgoal-Versuch aus 49yds in den Wind? Really? Warum schaltet man da nicht schon im dritten Down gedanklich in einen four down-Modus?

So geht die Saints-Saison letztendlich etwas seelenlos zu Ende. Es war kein großes Spiel. Es war zeitweise intensiv, aber der ganz große Thrill fehlte, obwohl eigentlich viele Ingredienzien da gewesen wären.

Seattle damit nächsten Sonntag in der Nacht (00h30 MEZ) gegen Carolina oder San Francisco in einem Spiel, das die Seahawks alles andere als schon vor Kickoff gewonnen haben und in dem das Over/Under für Punkte bei 14 liegen dürfte…

[01h45] Einigermaßen bizarre letzte Aktion: Brees findet Colston downfield offen. Colston könnte den einen Schritt aus dem Spielfeld machen und die letzte Hail-Mary vorbereiten (ein ca. 30yds Hailmary), aber Colston macht aus mir nicht nachvollziehbaren Gründen einen Vorwärtspass. Strafe, 1osek Run-Off, Spiel over. Seahawks gewinnen.

[01h42] Onside Kick. Ein Seahawk (#19 Tate?) wird angeschossen und Colston kassiert den „Rebound“. 59yds. 26sek. 0 Timeouts.

[01h39] Seattle 23, New Orleans 15/Q4 0:26. 9yds-Catch Colston. Ein ruppiger Seahawks-Drive gegen eine bend but don’t break Defense der Seahawks. Weil Lynch vorhin nicht abgekniet hat, gibt es noch eine Mini-Chance für die Saints. Miniminiminiminimini.

[01h27] Seattle 23, New Orleans 8/Q4 2:40. 31yds-Lauf Lynch. Payton verliert die Challenge, und im nächsten Play rennt Lynch durch. Er hätte auch an der 1 abknien können. Spiel ist damit zu 99% durch.

[01h25] Zum Hindsight-Bias:

Das Baldwin-Catch ist nun im Video-Review. Payton hat dafür seine letzte aufgeparte Auszeit aufs Spiel gesetzt – aber er hat eine Chance, die Challenge zu gewinnen.

[01h21] 3rd-und-15, kurzer Checkdown (WTF?) fällt incomplete.

4th-und-15, Payton mit dem Versuch im Regen ein 49yds-FG (WTF?) gegen den Wind (WTF?) auszuspielen. Kick geht natürlich zehn Meter links daneben.

3:51 verbleiben. Dank sensationell strategischem Game-Management noch ein Timeout für Payton und die Saints.

[01h18] Brees geht tief, und schon wieder ein unterworfener Ball. Einer der beiden Defensive Backs hätte den Ball eigentlich abfangen müssen, aber er wird bloß abgefälscht und der dahinter wartender WR #17 Meachem kommt mit einem einfachen 52yds-Catch davon.

Dann: Delay-of Game gegen Brees. Incomplete. Brees muss erneut ein Timeout verbrennen. TD-Zugzwang jetzt: Extremst hoch. 2nd-und-15 fällt auch incomplete. Für New Orleans wird es jetzt eng… 4:00 to go.

[01h13] Zur Abwechslung mal wieder ein schneller Stop gegen Seattles Offense. 5:31 verbleiben. Jetzt sollten die Saints dringend, aber nicht zu schnell den TD scoren… Saints starten an der eigenen 28.

[01h08] Holding gegen die Saints-Offense, dann zweimal fast eine INT gegen Brees: Erst lässt #31 Chancellor eine 100%ige durch die Finger gleiten, dann hätte S #29 Thomas in bester Polamalu-Manier einen anfangen können. Trostpreis: Saints müssen immer noch punten, und sie haben sogar ein Timeout verbrannt.

Groß auch, welche Emotionen der FOX-Kommentator Burkhardt auf einmal zeigt: Er rastete beim Thomas/Polamalu-Sprung fast aus. Ein sehr angenehmes Kommentatorenduo: Lynch scheut zwar auch nicht vor establishing the run und momentum zurück, aber die beiden sind das Gegenteil von selbstgefällig und machen einen extrem sympathischen Eindruck.

[01h03] He did it: Brees muss 9:14 vor Schluss ein Timeout ziehen, weil seine Offense den Spielzug nicht rechtzeitig durchtelegraphiert bekam. Enges Spiel. Neun Minuten. Du kannst erstmal maximal ausgleichen.

[00h58] 3’n’out gegen die Saints-Offense! Wilson im 3rd-Down mit einem Scramble, aber S #41 Harper reißt ihn gerade noch vor dem 1st-Down nieder. An Hawks-Stelle hätte ich über ein Ausspielen nachgedacht, aber Carroll lässt punten. 10:32 to go.

[00h55] Mittlerweile ist die Saints-Offense übrigens sogar effizienter als Seattle: 47 zu 46 Plays, aber 215 zu 199 Yards. Brees mit mehr NY/A als Wilson. Den Unterschied machten der Fumble, das verkickte FieldGoal, die gescheiterten 4th-Downs… Kleinigkeiten.

[00h54] Kickoff Saints, ein schnell und auf spektakuläre Weise gestoppter Kickreturner, aber dann meint ein Saint, rohe Gewalt ist gute Gewalt, und schenkt den Seahawks per Personal-Foul 15yds. SEA an der SEA 31.

[00h50] Seattle 16, New Orleans 8/Q4 13:11. 1yds-Lauf RB #29 Kyrie Robinson. Ein sehr guter Drive: 9-Play, 74yds, 4:27min. Ingram verwertet die 2pts-Conversion.

Viel zack-zack und schnelle Pässe von Brees. TE #89 Hill mit der bestmöglichen Jimmy-Graham-Impersonalisierung und einem famosen Catch in guter Deckung. Colston mit zwei gefangenen Pässen. #16 Moore mit einem. Das ganze Arsenal – das war die gewohnte Saints-Offense. Jetzt ist es plötzlich ein one score game (OK, 8 Punkte…).

Drittes Viertel

[00h46] Ende von Q3. Ein 12:30min lang emotionsloses drittes Viertel von beiden Mannschaften, aber jetzt zucken die Saints plötzlich auf, und wenn man die eingeblendeten Fahnen richtig deutet, hat der Wind nachgelassen (Regen soll wieder etwas stärker geworden sein). Prompt beginnt Brees, eine Serie an schnellen Pässen anzubringen, und New Orleans klopft nun vor der Seahawks-EndZone an.

[00h40] Punt Seahawks. Diesmal durfte Wilson im 3rd-und-6 werfen, aber incomplete.

[00h36] Nächstes gescheitertes 4th-Down der Saints in Mittelfeldnähe: Keine offene Station für Brees, dessen verzweifelter Pass zu Boden fällt. Das war schon der erste Sargnagel, denn Seattle kommt nun an der eigenen 44 an den Ball und es sind nur noch ca. 19 Minuten zu spielen.

[00h34] Für John Lynch:

[00h28] Zweimal lange 3rd-Downs für Seattle (9yds, 6yds). Beide Male geben die Seahawks den Ball an den RB #24 Lynch, nicht an QB Wilson! Zufall oder traut man Wilson immer noch nicht (war schon in den letzten Wochen mehrmals so)? Beim zweiten Mal wird Lynch von der weiterhin aggressiven und disziplinierten Saints-Defense im Backfield platt gemacht. Täuscht der Eindruck, oder läuft Seattle nun in erster Linie von DL #94 Cameron Jordan weg?

NO kann nun an der NO 49 beginnen – zweitbeste Starting Position heute.

[00h22] Naja. Zwei, drei okaye Brees-Pässe, die nach mehr hoffen ließen. Dann wird der obligatorische Ingram-Lauf für 1yds eingestreut, ein kurzer Checkdown für TE #82 Ben Watson für 2yds, und im dritten-und-lang wird Brees von den beiden von seiner rechten Seite heranstürmenden DE #56 Avril und DE Bennett in die Mangel genommen. Sack, Fumble, Punt. Aber wenigstens Lebenszeichen.

[00h16] Die Saints-Defense mit einem schnellen Three’n’Out gegen die Seahawks-Offense. Jetzt schauen, was Sean Payton so an Adjustments aus dem Zylinder ziehen wird.

Zweites Viertel

[00h00] Halbzeitstand Seattle 16, New Orleans 0.

Ein deutlicher Halbzeitstand. Die Saints machten die Fehler zuerst: Punt für 16yds. Personal-Foul gegen den Safety. Verkicktes Field Goal. Fumble. Und ehe man sich versah, war man schon 0-13 in Rückstand. Das kann passieren. Was aber nicht passieren darf: Eine Saints-Offense, in der QB Brees bis wenige Sekunden vor der Pause 3/8 für 19yds (!) war. Das ist katastrophal. Der 78sek-Drill vor der Pause erinnerte von der Dringlichkeit her an Andy Reid in der Superbowl gegen die Pats.

Die Saints benutzen bisher viele Power-Formationen und wenig „Spread“. TE #80 Jimmy Graham ist bisher kein Element der Saints-Offense. #12 Colston bei #28 Thurmond abgemeldet. #25 Sherman weiß nicht, wen er verteidigen soll. Selbst Brees ist heute für seine Verhältnisse richtig, richtig schwach.

Es ist komisch das zu schreiben, aber New Orleans schaut heute noch hilfloser aus als im ersten Spiel im Dezember – und das sagt einiges.

Die Seahawks lebten anfangs von den exzellenten Feldpositionen und ihrer famosen Defense, aber mittlerweile machen sie auch mit der Offense ihre Yards. Wilson ist 7/9 für 69yds. Das meiste ist risikoloses Kurzpassspiel, das man sich dank der Abwehrleistung und des Vorsprungs leisten kann.

Alles in allem eine schwer enttäuschende Vorstellung der Saints. Das Spiel schaut halb gegessen aus, wenn Brees nicht doch noch die „Hot Hand“ bekommt.

[23h50] Seattle 16, New Orleans 0/Q2 1:18. 26yds-FG Hauschka. 12 Plays, 63yds, 4:44min Drive.

Das Laufspiel der Seahawks kommt nun über Lynch und #30 Turbin in Gang. Auch Wilson beginnt, sich ins Spiel einzugrooven und bringt einige smoothe Pässe an. WR #15 Kearse macht einen auf Pro Bowl Lineman, nimmt LB Hawthorne mit einem sehenswerten Block aus dem Spiel. Aber auch Glück für Seattle: Flagge gegen CB #28 Lewis in der EndZone für eine Aktion, die du vom Seahawks-CB #25 Sherman zirka 50x/Saison siehst: Ein Holding. Am Ende ein FG für Seattle, und weil Wilson aus dem Spielfeld geht, muss Payton nicht einmal ein Timeout verbrennen.

[23h39] Completely useless fact: Brees und Russell Wilson ergeben zusammen das kürzeste QB-Matchup seit 1964.

[23h34] Saints scheitern an einem 4th-Down und 3 an der SEA 30. Da merkte man auch den Unterschied zum heutigen FOX-Duo Burkhardt/Lynch, die sehr schnell (korrekterweise) pro Ausspielen waren, während im anderen FOX-Duo Aikman 100%ig dafür gewesen wäre, ein 50yds Fieldgoal zu versuchen um Momentum zu erobern.

Brees fand einen offenen Mann, aber LB #54 Wagner bekam eine Hand dran. Es läuft fast alles für die Saints bisher.

[23h31] Gnade vom Seahawks-Punter: P Ryan für nur 24yds. Saints beginnen an der eigenen 48.

[23h29] FOX-Cokommentator John Lynch war übrigens früher ein harter Hitter als Free Safety (bis ca. 2005 oder 2006 bei Tampa Bay und später Denver). Von daher ist Lynchs oft geäußerte Begeisterung für „physicality“ nicht überraschend.

[23h26] Erin Andrews berichtet vom Training der Seahawks, die sich auf Regen eingestellt haben, weil sie ihre Handschuhe gewechselt haben. Die könnten sich Brees mal ausleihen.

[23h20] Weiterhin viel 2 TE/2 RB-Stuff von den Saints, aber sie streuen nun wenigstens erste Pässe ein: Brees im ersten Versuch, Ball flutscht für einen overthrow durch den Handschuh. Nächster Spielzug, kurzer Checkdown für TE #89 Hill, und wieder ein überworfener Ball von Brees. Dann drittes Down: Brees für #12 Colston, der von CB #28 Thurmond bewacht wird. Thurmond geht so eng dran, dass es stets Körperkontakt gibt (aber sicher keine PI), und schlägt den erneut wobbelig geworfenen Ball weg. Punt.

[23h15] Seattle 13, New Orleans 0/Q2 14:17. 14yds-Lauf für RB #24 Marshawn Lynch. Die rechte Seite Offense Line macht einen großen Job und räumt Lynch ein großes Loch frei, durch das er nicht anders kann als zum TD durchzutraben. Zuvor ein End-Around für Harvin für 13yds. Zwei Plays, 27yds, TD. Geht so einfach.

Mal schauen, wie lange die Saints mit ihrer „no deep pass“-Offense nun noch weitermachen können.

[23h12] Ähh ja. Saints sehen besser aus im Laufspiel. RB #22 Ingramm über die Mitte, fumbelt den Ball weg, und Seattle beginnt an der NO 27.

Erstes Viertel

[23h11] Ende des ersten Viertels in klassischer US-TV Manier: FG, Werbung, Kickoff, Werbung, Laufspielzug, Werbung. Die Seahawks führen 6-0, aber es ist momentan noch ein Abtasten mit viel Scheu vor der gegnerischen Defense. Beide noch ohne ernsthaftes Passspiel, aber dafür mit dem Versuch des wuchtigen Laufspiels (Saints sahen dabei bisher besser aus). Seahawks profitierten in erster Linie von ihrer besseren Feldposition aus schwachem Saints-Punt und verkicktem Saints-Fieldgoal.

[23h04] Seattle 6, New Orleans 0/Q1 0:37. 49yds-FG Hauschka. 9-Play, 34yds Drive, 4:26min. Hauschka nagelt einen flachen Kick mit Rückenwind-Unterstützung rein.

Ein gewürgter Drive der Seahawks, die wie die Saints noch nicht den Ansatz von tiefem Passspiel aufzuziehen imstande sind. Dann 3rd-Down, und Russell Wilson unterwirft einen völlig offenen WR Tate auf einer Slant-Route um locker mehrere Meter –> FG. Schlechter Wurf Wilsons.

[22h55] 45yds-FG des „Shame“ Graham geht ein paar Zentimeter links daneben. Aber interessanter Drive der Saints: Sie spielen fast ausschließlich mit einer eigenartigen Formation mit nur 1 WR. Dafür viel Fullback und zwei Tight Ends. CB #25 Sherman wundert sich auf seiner Spielfeldseite, wo denn die Gegenspieler bleiben (auf der gegenüber liegenden Seite!); Sherman verteidigt gerade einen blockenden TE.

Das Spiel der Saints besteht dann erstmal auch nur aus Power-Läufen und Kurzpässen (Drive: 11 Plays, und kein Pass kreuzte die Line of Scrimmage). Das geht eine Weile gut, aber ein -3yds Pass würgt den Drive ab und beschwört das lange Fieldgoal herauf. Missed.

Percy Harvin hat übrigens nun seinen Helm auf und dürfte gleich wieder spielen.

[22h50] Aus dem College-Football: Penn State hat den Vanderbilt-Headcoach James Franklin als neuen Headcoach eingestellt. Sechsjahresvertrag, 4.5M/Jahr [Quelle: CBS].

[22h45] Seattle 3, New Orleans 0/Q1 10:19. 33yds-FG für Hauschka. Aggressive Abwehr-Formationen von den Saints, und das bekommt den Seahawks noch nicht wirklich. Die Läufe vom brachialen RB Lynch werden schon im Backfield niedergemacht, aber dank eines Personal-Foul gegen S #25 Rafael Bush (Helmet-to-Helmet gegen #11 Percy Harvin) kommt man immerhin in Fieldgoal-Reichweite.

Harvin ist sichtlich benommen. Harvin, der Spieler, der eine Historie hat, Stichwort Migräne.

[22h40] Dreckiger Start für die Saints: 3rd-Down, RB Ingram droppt den Kurzpass, und dann flutscht P Moorstead der Ball durch die Finger. Moorstead kann sich aus der Situation retten, aber das Resultat ist trotzdem mies: 16yds-Punt, der an der eigenen (!) 40yds Line aus dem Spielfeld geht.

[22h36] Es sieht ziemlich stürmisch aus in Seattle. Der Wind pfeift vom Nordende ins Stadion herein. Vor 90 Minuten soll es einen Wolkenbruch gegeben haben, dann etwas Sonnenschein. Jetzt regnet es. Nicht mehr, nicht weniger. New Orleans bringt seine Offense zuerst auf das Feld.

[22h29] Es ist das Spiel, in dem dogfood von Allesaussersport livebloggend in die Playoffs 2013/14 einstiegt: Hier entlang.

[22h19] Guten Abend. Seattle vs New Orleans als Auftaktpartie des Divisional-Playoff Wochenendes, und gleichzeitig als verkappte „Superbowl 2013/14, die es so nie geben kann“. Die Vorschau-Texte, die man sich noch geben könnte:

Leichter Regen und ungemütliche Temperaturen in Seattle. Die ersten Schlägereien zwischen den Spielern soll es schon beim Aufwärmen gegeben haben. Ein neues FOX-Kommentatorenduo. Ein großartiges, extrem geladenen Stadion in Seattle. Was will man mehr?

SAT.1 und die NFL-Playoffs 2013/14

SAT.1 überträgt am kommenden Wochenende im deutschen Fernsehen einiges von den NFL-Playoffs. Zuerst die Ansetzungen mit Kickoff-Zeiten in MEZ:

    11.1.14   22h35   Seattle Seahawks - New Orleans Saints
11./12.1.14   02h10   New England Patriots - Indianapolis Colts
    12.1.14   19h05   Carolina Panthers - San Francisco 49ers
    12.1.14   22h40   Denver Broncos - San Diego Chargers

SAT.1 wird in der Nach von Samstag, 11.1. auf Sonntag, 12.1. ab 0h20 eine Zusammenfassung mit Live-Einstieg des Seahawks-Colts Saints Spiels zeigen. Ab 2h10 gibt es live das AFC-Spiel New England vs Indianapolis Colts, mit drinking game-Alarm auf „Björn Werner“ und „ein Deutscher! Ein Deutscher!“ (aus dem SAT.1 Programm „der deutsche Durchstarter Björn Werner“). Nachdem Pats-Colts im Gamepass von Greg Gumbel und Dan Dierdorf kommentiert wird, dürfte es einige Zuschauer zu SAT.1 treiben.

In der Nacht von Sonntag, 12.1. auf Montag 13.1. ist SAT.1 auch aktiv: Ab 0h05 gibt es eine Zusammenfassung von Panthers vs 49ers. Im Anschluss wird eine Kurz-Zusammenfassung von Broncos vs Chargers gezeigt, mit Live-Einstieg in die Entscheidung. Allzu lang dürften diese Zusammenfassungen also nicht werden.

Die Partien werden auch im ran.de Stream angeboten, wenn ich den Artikel richtig deute.


Alles live hat wie immer der Gamepass. Die Kommentatoren sind:

  • Seahawks vs Saints: Kevin Burkhardt / John Lynch (FOX)
  • Patriots vs Colts: Greg Gumbel / Dan Dierdorf (CBS)
  • Panthers vs 49ers: Joe Buck / Troy Aikman (FOX)
  • Broncos vs Chargers: Jim Nantz / Phil Simms (CBS)

Burkhardt/Lynch sind eine Sensation. Das nominelle #2-Duo bei FOX ist Albert/Johnston, aber die beiden wurden schon letztes in den Playoffs übergangen. Damals kommentierten Thom Brennaman und Brian Billick, aber Billick schoss damals mehrere krasse Böcke. Kevin Burkhardt kommentiert 2013/14 seine erste NFL-Saison im landesweiten TV. Er bekam exzellente Kritiken.

Für Dan Dierdorf ist das Pats-Colts Spiel der Abschied vom Kommentieren. Der Oldie Dierdorf ist bei vielen aufgrund seiner banalen und oft falschen Einschätzungen und Allgemeinplätzchen verhasst. Ich finde Dierdorf ulkig. Wenn man sich vorstellt, dass der Mann seinen Quatsch absichtlich verbreitet, dann kann man sich mit seinen Kommentaren gut unterhalten.


PULS 4 überträgt am Sonntag live das Spiel Broncos vs Chargers ab 22h25.


Update: Habe ich nicht explizit erwähnt, aber da es in den Kommentaren genannt wurde: Natürlich bringt SPORT1 US alle vier Spiele live.