Kansas City Chiefs in der Sezierstunde

Die Saison 2013/14 ist für die Kansas City Chiefs in der Geschmacksrichtung best case scenario abgelaufen, es gibt kein Drumherum-Reden: Die Debütsaison des Head Coaches Andy Reid führte ein Jahr nach dem Absturz an den Bodensatz sofort in die Playoffs, wo man allerdings einen schon sicher geglaubten Sieg gegen die Colts noch aus der Hand gab. Die Chiefs hatten als dark horse gegolten, und sie wurden diesem Status mit 11-5 Siegen gerecht. Können sie das noch einmal so hinbiegen?

Kansas City ist ein Paradebeispiel für die Wichtigkeit, aber auch die Zufälligkeit von Turnovers: 2012 war man -24 nach Ballverlusten und holte nur zwei Saisonsiege. Man war Bodensatz nach Turnovers Ein Jahr später hatte man eine Turnover-Ratio von +18, eine der besten der Liga, und holte entsprechend 11 Siege. Die Defense kreierte 36 Stück, die risikoscheue Offense verlor den Ball nur marginale 18 Mal. Turnovers verhalten sich sehr zufällig, deswegen bin ich skeptisch, was einen erneuten Durchmarsch der Chiefs durch die Regular Season angeht.

Überblick 2013

Record        11-5    WC
Enge Spiele    3-3
Pythagorean   11.2     5
Power Ranking  0.484  19
Pass-Offense   5.8    21
Pass-Defense   6.4    18
Turnovers      +18

Management

Salary Cap 2014.

Es waren aber nicht bloß die Turnovers: Die Chiefs hatten zudem einen recht außergewöhnlichen Lauf in der ersten Saisonhälfte, in dem sie auf eine ganze Latte an Backup-QBs trafen, eindimensionale Offenses, gegen die sie nicht viel ausrichten mussten; der Schedule der Chiefs war auch nicht so besonders schwierig, und trotzdem beendete man das Jahr „nur“ mit 6.4 NY/A gegen den Pass in der Defense – ein leicht unterdurchschnittlicher Wert. Nichts nervös zu werden, aber auch wenn man Luck, Manning, Rivers und Romo sah: Gegen den 16-Spiele Schedule hätte man da eigentlich mehr erwartet, zumindest verglichen mit dem, wie die großen Medien die Chiefs-Defense 2013 wahr nahmen.

Im Angriff ist man so banal wie erwartet. Ein QB Alex Smith wird nicht mehr der große Gunslinger vor dem Herrn, sondern bringt dir genau das Erwartete: 5.7 NY/A und zehn oder weniger Interceptions übers Jahr. Er schmeißt dir die Partie nicht aus dem Fenster, aber wenn es kritisch wird, bitte erwarte von Smith keine Wunderdinge und großen Comebacks. Eigentlich wären die Chiefs ja reif, schön langsam an Smiths Nachfolger zu denken um das „Ceiling“ der Mannschaft zu heben, aber es sprechen mehrere Dinge dagegen: Die Investition, die man erst letztes Jahr in Smith tätigte (2nd-Round Pick) und die himmelschreienden Lücken auf Wide Receiver und in der Offense Line.

Letztere Löcher könnten Kansas hinunter reißen: LT Albert wurde wie lange erwartet nach Miami ziehen gelassen, der OG Asamoah ging nach Atlanta, der G Geoff Schwartz nach New York. Übrig bleibt ein grünschnäbeliger Kern an ungeprüften Vorblockern.

Als neuer Left Tackle wird Eric Fisher eingestellt, letztes Jahr der Top-Pick im Draft. Fishers Rookie-Saison enttäuschte die Erwartungen. Angeblich war er weder im Laufspiel noch im Passspiel gebräuchlich, und das auf der rechten Seite, die im Vergleich zur linken Seite als die einfachere gilt. Es ist aber zu früh, Fisher abzuschreiben: Viele junge Offense Liner haben anfangs Probleme, sich auf das Tempo und die komplexeren Schemen in der NFL einzustellen, zumal wenn man wie Fisher von einem sehr kleinen College in die NFL kam. Und dann ist Andy Reid ja auch noch ein Zauberer wenn es darum geht, Offense Liner aufzubauen.

Lassen wir Fisher mal Fisher werden. Center ist mit dem jungen Rod Hudson (ehemals FSU) auch noch eine Position, die mit viel Gutdünken durchgewunken werden kann, aber dann wird es dünn. Ein jahrelanger Backup und OL-Springer wie Stephenson könnte temporär einen der Guard-Positionen übernehmen, aber dann braucht es immer noch wenigstens einen Tackle und einen Guard im Draft.

Reid liebt es, junge Offense Liner zu draften, bloß war seine Erfolgsbilanz dort in den letzten Jahren ziemlich unterirdisch. Nicht ausgeschlossen, dass Reid darauf vertraut, sich dieser Positionen erst in späteren Runden zu bedienen um da ein paar unbekannte Leute hoch zu ziehen.

Wo auch nachgebessert werden muss: Wide Receiver. Dort spielt Dwayne Bowe seit vielen Jahren den Alleinunterhalter, so auch 2013 mit 116 Anspielen (20% der Pässe der Mannschaf). Bowe fing davon nur etwas mehr als die Hälfte für 822yds und 6 TD, aber was willst du schon machen, wenn deine komplette Pass-Offense auf einen Mann zugeschnitten ist. OK, du hast noch deinen RB Jamaal Charles, der alles macht, von fangen, laufen und vorblocken, aber dann verheizt du Charles endgültig…

Fakt ist: Hinter Bowe muss dringend neues Spielermaterial her. Wenn man sich so durch die Chiefs-Foren klickt, fordern alle ohne Umschweife wenigstens einen „schnellen“ Wide Receiver, sprich einen Sprintertypen, der eine Defense auseinander ziehen kann. Wie das mit einem notorisch wurfschwachen Quarterback wie Smith gut gehen soll, ist mir schleiferhaft, aber wenn die Ausschreibung ein Sprinter ist, dann könnte durchaus ein Mann wie Oregon States Brandin Cooks gemeint sein, der überall eingesetzt werden kann: Innen, außen, im Slot. Cooks oder ähnlich als Ergänzung zu einem Bowe läse sich nicht übel.

Zumal die Chiefs kaum mehr auf den Durchbruch des als Bust abgeschriebenen A.J. Jenkins warten wollen; Jenkins, erst vor zwei Jahren ein Erstrundenpick in San Francisco, hatte erneut nur wieder 9 Catches und dürfte maximal als dritte oder vierte Option im Kader verbleiben.

In der Defense beschränken sich die größeren Lücken auf die Secondary: SS Eric Berry hat seinen Durchbruch mittlerweile geschafft, der Slot-CB Brandon Flowers gilt als verlässliche Fachkraft, aber alle anderen Besetzungen sind upgrade-würdig. Der junge CB Marcus Cooper, letztes Jahr wochenlang als Sensation gefeiert bis eben nach all den Backup-QBs die ersten ernsthaften NFL-QBs kamen, wurde von Peyton Manning und Co. Spielzug für Spielzug in seine Einzelteile zerlegt und wurde hernach heulend auf die Bank gesetzt; Coopers Selbstvertrauen gilt erstmal als angeknackst genug, dass die Chiefs ihn wohl nicht mehr so schnell die Stamm-Position überlassen.

In der Front-Seven tummeln sich dagegen die hochklassigen Talente: Der NT Dontari Poe, 2012 als Workout Warrior verspottet und mit einem schlechten Einstand als Rookie, hatte 2013 sein Coming-Out und wurde verdientermaßen in der Nähe des All-Pro Teams verortet; Poe ist ein Monster und neben einem Dareus und Wilfork so ziemlich der prototypische Nose Tackle der Gegenwart: Beschäftigt permanent zwei Gegenspieler, und kommt zwischendurch immer mal wieder durch zum Quarterback um ihm einen Schlag zu verpassen oder ihn gar zu sacken. Poes Bilanz liest sich wie J.J. Watt für Arme: 5 Sacks, 7 QB-Hits, 4 Pass-Deflections, 5 Run-Tackles für Raumverlust – und nicht vergessen: Ein Watt sieht häufiger Einzel-Deckung, während Poe fast immer gedoppelt wird.

Poes grundsolide Nebenleute in der Dreimann-DL der Chiefs haben ein vergleichsweise einfaches Leben. Die Passrusher an den Flanken, OLB Justin Houston und OLB Tamba Hali, nutzten das zu gemeinsam 25 Sacks (13 in 15 Einsätzen für Hali, 12 in 11 Einsätzen für Houston) und konstantem Dampf. Hali ist eher die eindimensionale Variante vom Outside Linebacker, aber der junge Houston ist mehr, ein kompletter Spieler, der den Chiefs noch große Freude bereiten wird, sofern er sich nicht wieder dem brennenden Gras zuwendet. Und Inside-Linebacker Derrick Johnson ist mittlerweile eh über jeden Zweifel erhaben.

Merkwürdiges Konstrukt, die Chiefs. Die Schwachstellen sind klar identifizierbar:

  1. Wide Receiver
  2. Offensive Tackle
  3. Offensive Guard
  4. Cornerback

Quarterback ist zwar keine “Schwachstelle” im Sinne, dass Smith das Team in die Scheiße reitet, aber er hindert die Chiefs in ihrer mittelfristigen Entwicklung. Allein, Reid machte immer deutlich, dass er an Smith glaubt und ihn nicht zu ersetzen gedenkt.

Trotz dieser klar ersichtlichen Schwachstellen und der deutlich erkennbaren Stärken muss man aufpassen, Kansas erneut wieder per Knopfdruck in die Playoffs zu wählen. Die AFC ist keine starke Conference, und so viele andere Alternativen drängen sich momentan nicht auf, aber aufgepasst: Vieles in unserer Wahrnehmung der Chiefs hängt an dem dramatischen Schwingen der Turnover-Werte, und dass die Defense nächstes Jahr statt 36 nur noch – sagen wir – 24 Ballverluste erzwingt, ist gut möglich. Dann hast du anstatt 11 Siegen schnell nur noch 8 übrig, wenn dein Passspiel weiterhin so leblos bleibt.

Ein Wechsel wird nicht passieren, aber prinzipiell führt uns jede Chiefs-Analyse immer wieder zur Spielmacher-Frage zurück…

AFC West in der Frischzellenkur 2012 (I)

Denver Broncos

  • #36 (2) DT Derek Wolfe (Cincinnati)
  • #57 (2) QB Brock Osweiler (Arizona State)
  • #67 (3) RB Ronnie Hillman (San Diego State)
  • #101 (4) CB Omar Bolden (Arizona State)
  • #108 (4) C Philip Blake (Baylor)
  • #137 (5) DT Malik Jackson (Tennessee)
  • #188 (6) LB Danny Trevathan (Kentucky)

Es sieht auf den ersten Blick sehr vernünftig aus, was die Denver Broncos um John Elway und John Fox diese Jahr zusammengedraftet haben. Nach vielen Trades – nur der 57. pick war ursprünglich der eigene – haben die wilden Pferde für Breite und Tiefe in einem Kader gesorgt, der tatsächlich so gut aufgestellt ist, wie man es von einem Divisionssieger erwartet.

Diesen 57. Pick hat der ehemalige Broncos-QB John Elway sogleich genutzt, um für den neuen Broncos-QB Peyton Manning einen Erben zu draften. Die Krake Brock Osweiler, seines Zeichens 203cm groß und alles mögliche, nur niemand, dem man sofort ein NFL Team anvertrauen sollte. Die Legende Manning soll dem hochtalentierten Osweiler in den nächsten Jahren intensivst beibringen, wie man das so macht als Quarterback in der NFL. Im Grunde ein super Idee, zumal The Sheriff ja auch keineswegs sorgenlos in die Zukunft schaut angesichts seines mehrmals operierten Nackens und der damit zusammenhängenden Nervenprobleme im Wurfarm. Auf der anderen Seite hat ein Jim Sorgi beispielsweise jahrelang unter Manning gelernt. Oder auch nicht gelernt. Was aber auch an Manning selbst liegen kann, der bekanntermaßen alles selbst macht und niemandem sonst irgendeine Verantwortung läßt.

Head Coach John Fox hat seine Handschrift mit dem Draften zweier Defensive Tackles deutlich gemacht. Als erster Pick kam zu Beginn der zweiten Runde Cincinnatis Derek Wolfe und in der fünften Runde Tennessees Malik Jackson. Wolfe war in der zweiten Runde für die meisten Beobachter eine riesige Überraschung. Aber John Fox für sein Evaluieren von Defensive Linemen zu kritisieren, trauen sich dann doch die Wenigsten. Vor allem der Abgang von Broderick Bunkley soll mit diesen beiden kompensiert werden.

Für das zweimalige Runtertraden von Position 25 bis an 36, an welcher man schließlich Wolfe gezogen hat, gabs zwei 4th-rd picks. Mit einem dieser Picks wurde in Runde drei nach oben getradet um RB Ronnie Hillman zu draften. Erstmal wird er sich hinter den RBs Willis McGahee und Knowshown Moreno einreihen; er soll aber durchaus das Talent haben, im Laufe der Saison an den beiden vorbeizuziehen und das meiste Spotlight in diesem Running Back Committee abbekommen. Neben Hillman hat Elway nur noch Center Philip Blake für die Offensive aus dem Hut gezogen. Der Kanadier, der in der letzten Saison die Bälle zu RGIII gesnapped hat, hat eine lange Odyssee hinter sich, bis er nun als 26jähriger in der NFL angekommen ist. Er wird wohl als Back-up Center in die Saison gehen und daneben um eine Starterrolle als Guard kämpfen. (Warum Denver keine WRs für den neuen QB gedraftet hat, haben wir hier schonmal erklärt.)

CB Omar Bolden aus der vierten Runde galt vielen Beobachtern als erstrundentauglich. Allerdings hat er sich während seiner Collegezeit schon mehrmals die Kreuzbänder verletzt, was immer eine riesige red flag ist. Er wird ebenso wie 6th-rd pick LB Danny Trevathan erstmal Special Teams Luft schnuppern-

Wenn RB Hillman und einer der beiden Defensive Tackles sofort einsteigen und weiterhelfen können, dann hat sich die Draft schon gelohnt. Denn für Tiefe und innermannschaftlichen Wettbewerb wurde genügend getan. Beim Osweiler-pick können die Broncos nur hoffen, daß Manning zumindest die folgende Saison sorgenfrei durchspielen kann und daß die talentierte Krake aber auch viel von Manning lernt und nicht am Ende aussieht wie Sorgi oder Curtis Painter, wenn er mal aufs Feld muß.

Kansas City Chiefs

  • #11 (1) DT Dontari Poe (Memphis)
  • #44 (2) G Jeff Allen (Illinois)
  • #74 (3) OT Donald Stephenson (Oklahoma)
  • #107 (4) WR Devon Wylie (Fresno State)
  • #146 (5) CB DeQuan Menzie (Alabama)
  • #182 (6) RB Cyrus Gray (Texas A&M)
  • #218 (7) DT Jerome Long (San Diego State)
  • #238 (7) WR Junior Hemingway (Michigan)

Old School Draft, was die Chiefs gemacht haben. Ohne nachzugucken würde ich behaupten, daß die Draftklassen von Leuten wie Bill Parcells oder der gesamten NFC East der 80er Jahre ungefähr so aussahen: drei Linienspieler in den ersten drei Runden; in der Mitte zwei Athleten, die erstmal kleine Aufgaben als Spezialist für den Slot ausfüllen und ansonsten in den Special Teams ihre Sporen verdienen; Rest: hart arbeitende JAGs, die im besten Fall verletzte Spieler ersetzen können und im schlechtesten Fall wenigstens ein bißchen Feuer in die Positionskämpfe während der Saisonvorbereitung bringen.

Dontari Poe ist augenscheinlich nur aufgrund seines Körpers in der ersten Runde gedraftet wurden. Für ihn gilt die „Planet Theory“ von Parcells: es gibt nur eine Handvoll Menschen mit so einem Körper auf diesem Planeten – wir sollten ihn nehmen, damit ihn keine andere Mannschaft bekommt. Darum, daß er gar nicht Football spielen kann, kümmern wir uns dann später. Dontari Poe verteilt auf seinen 190cm stattliche 157kg. Auf dem College in Memphis ist er den Scouts gar nicht weiter aufgefallen. Bei der Combine allerdings hat er allen anderen die Show gestohlen: unter fünf Sekunden für den 40-Yard-Lauf und 44 Wiederholungen im Bankdrücken, dazu Beweglichkeit in den Drills wie ein Linebacker. Den Beschreibungen nach wäre der ähnlichste Spieler in der NFL Haloti Ngata. Um Poe spielerisch aber auch nur in die Nähe eines Ngata zu bekommen, mus HC Romeo Crennel  alles aufbieten, was er in den letzten 30 Jahren Profifootball gelernt hat. Immerhin ist Nose Tackle ein wirklich dringender Need für die Chiefs.

In Runden zwo und drei haben Pioli und Crennel zwei physisch fast genauso beeindruckende Talente für die Offensive Line gedraftet. Jeff Allen könnte schon im Trainings Camp einen Platz als Guard erkämpfen. Angeblich liegt Allens Stärke in pass protection, womit QB Matt Cassel, nach der Verpflichtung von Free Agent RT Eric Winston, 2/5 seiner Linie in verbesserter Form vorfinden könnte. Donald Stephenson, 2,00m-Mann für die Tackle-Positionen, soll enormes Potential haben. Um das irgendwie abrufen zu können, benötigt er aber viel Arbeit und Liebe vom Coaching Staff. Glücklicherweise hat KC mit Branden Albert und Winston zwei Starter und kann in Stephenson viel Zeit und Arbeit investieren.

WR Devon Wylie ist ein kleiner Slot-Guy, wendig und quick wie eine Katze. Genau der Typ Spieler, den Wes Welker definiert hat. Wenn er sich als NFL-tauglich herausstellt, haben die Chiefs mit TE Toni Moeaki und Wylie eine Kombination für die kurze Mitte, wie sie jede Mannschaft gerne hätte. In der 7ten Runde kam für das Receiving Corps noch ein 100kg schwerer Brocken von den Wolverines. Junior Hemingway ist erstmal für die Special Teams da – wenn er es denn in den Kader schafft.

Change of pace back ist das Label, das man Spielern wir Cyrus Gray in Ermangelung eigener Kreativität regelmäßig umhängt. Was eigentlich nichts anderes heißt als: der kann ´n bißchen was, aber wenn unser Nr.1-RB selber ´n bißchen mehr könnte, bräuchten wir den gar nicht. Da KC´s Nr.1, der spektakuläre, aber kleine und zerbrechliche Jamaal Charles ist, kann so ein zusätzlicher RB nie schaden.

Für die Verteidigung kam neben Poe noch ein CB in der fünften und ein weiterer DT in der siebenten Runde. Für CB DeQuan Menzie ist neben Arbeit in den Special Teams maximal ein Platz in Nickel- und Dime-packages drin; für DT Junior Hemingway ein gratis Trainings Camp und vielleicht ein Platz in der Practice Squad.

Auch auf den zweiten Blick ist diese Draftklasse mehr als solide. GM Pioli hat in den letzten Jahren schon einen guten Kader zusammengestellt. Allein die Rückkehr der drei Langzeitverletzten Charles, Moeaki und Safety Eric Berry sollte der Mannschaft einen großen Schub geben. Auch QB Cassel war verletzt und sollte in der kommenden Saison besser geschützt werden. Bringt man dann noch dem freak of nature Poe richtiges Footballspielen bei, kann KC sich mit Denver und San Diego ein spannendes Rennen um die Divisionkrone liefern.