Über den neuen TV-Deal der NFL

Die NFL hat gestern mit ihren Partnern die neuen TV-Verträge bekannt gegeben. Ein Blick auf den fetten Deal.

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Wandel dank Mandel: Fox Sports kauft sich eine Star-Truppe zusammen

Über die Sommerpause hat sich in der Netzlandschaft des College-Football wieder einiges getan: Fox Sports baut seine Präsenz im Web und im TV aus. Fox kaufte sich mit Bruce Feldman von CBS und vor allem dem bekannten Stewart Mandel von Sports Illustrated zwei Ikonen der Online-Journaille ein. Vor allem der Wechsel von Mandel dürfte ein kleines Beben auslösen: Hier wechselt einer der profiliertesten Kolumnisten des Landes von der berühmtesten Sportzeitschrift der Vereinigten Staaten die Seiten. Weiterlesen

Ausgegust

Gus Johnson hat CBS verlassen. 

Ohne an der Stelle längere Ausführungen zu machen: Gus Johnson war einer der – Achtung, schamlose Untertreibung – unterhaltsamen US-Kommentatoren. Während sich Nantz/Simms u…n…e…n…d…l…i…c…h träge durch die Spiele schleppten, wurde bei Gus Johnson Rabatz gemacht. Fans von College Basketball können davon mit einem breiten Smile ein Liedchen vor sich hin summen, Sprichwort March Madness. Auch beim Football wurde es hin und wieder etwas lauter:

Wie viel Gas Gus geben konnte: Vor ein paar Wochen gab es bei Vier Viertel mal ein kleines Special über den Mann, der die um sich gegriffene Schnarchnasigkeit im US-TV aufgebrochen hat und trotzdem nie mehr als #4 oder#5 von CBS war.

Johnson soll angeblich zu FOX Sports wechseln, was eher für Einsätze im College-Sport (v.a. Football) sprechen würde. Auf alle Fälle nicht zum NFL Network, das mit dem ESPN-Mann Brad Nessler am heutigen Donnerstag einen Vertrag unterzeichnet hat. Nesslers Co-Kommenator soll angeblich Draft-Guru Mike Mayock werden, dessen tolle Kommentierung vom Wildcard-Spiel Saints vs. Seahawks noch in Erinnerung ist.

Superbowl-Countdown T-minus 5: Amerikas Werbemaschine

Bei uns ein Punkt, der fast völlig untergeht, weil nicht ausgestrahlt: Die Werbeblöcke während der Super Bowl. ESPN America bringt meiner Erinnerung nach seine eigenen Breaks, die ARD hat eigene Schalten, der ORF beantwortete seinerzeit E-Mails oder brachte alte Werbe-Spots.

Dabei ist der Super Bowl Sunday in den USA nur noch zum Teil „Football-Finale“. Für die großen Networks ist der Superbowl-Sonntag zur Geldmaschine geworden. Vor ein paar Jahren wurde die Superbowl fix in den Februar verlegt – aus Gründen des Messens der TV-Ratings.

Dann bringen 30-Sekunden-Werbespots dem übertragenden Sender (sei es nun Fox, CBS oder NBC) Einnahmen in Millionenhöhe. Vor einem Jahr waren es rund 2,5 bis 2,8 Mio. Dollars PRO 30-Sekunden-Spot. Und das trotz Wirtschaftskrise und leichtem Rückgangs gegenüber der Superbowl XLIII von 2009! Für dieses Jahr wird erwartet, dass Fox ungefähr gleich viel für eine halbe Minute Werbung einsäckeln wird.

Die Networks haben dazu noch einen anderen Trumpf im Ärmel: Dank der gewaltigen Zuschauerresonanz (im Schnitt schauen 105 Millionen Amerikaner zu, in der Spitze über 150 Mio., was unfassbar ist) platzieren sie im Anschluss an die Superbowl-Übertragung ganz professionell neue Sendeformate oder Sendeformate, bei denen man an Top-Potenzial glaubt: Serien, Talkshows, was auch immer das Herz begehrt. Hier eine Liste der Programme, die auf die Superbowl-Übertragung folgten. Die Zuschauerzahlen sind teilweise immer noch frappierend. In diesem Jahr auf Fox dran: Glee.

Back to Werbespots. Es hat in den letzten Jahren einen sehr kontrovers diskutierten Werbespot gegeben (von „Focus on the Family“ mit Tim Tebow und seiner Mutter)…

…und viele weitere, exzellente. Mein persönlicher Favorit ist dieser von Super Bowl XXXVII (Buccs-Raiders): Schottische Pferde auf dem Weg nach Manhattan. Ein Tribut an 9/11 – okay, pathethisches Thema, aber ein sehr gut gemachter Spot, sehr düster – und Bierwerbung.