NFL an Allerheiligen 2015 – Die Vorschau

Vorausgeschickt: Ab heute die ganze Geschichte wieder mit dem bekannten sechsstündigen Zeitunterschied zwischen Europa und den USA.


1. November ist Allerheiligen und aus Footballsicht jedes Jahr der Start in den Monat der Wahrheit. Im November geht es im College Football mit zahllosen Rivalry-Games und der Schlussphase im Conference-Rennen richtig zur Sache, und in der NFL fährt man an Thanksgiving wieder einen Tripleheader auf. Weiterlesen

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Grantland: Über die erste Runde der Cleveland Browns

Leseempfehlung: Chris Brown (Smart Football) analysiert für Grantland die beiden Erstrundenpicks der Cleveland Browns im NFL-Draft 2012. Trifft ziemlich genau meine Meinung über eine kontroverse Vorgehensweise einer sportlichen Leitung, die mit eigenartigen Entscheidungen bisher nicht gegeizt hat.

Tebow

Ich glaube weiterhin nicht, dass sich die Broncos mit Tebow eine rosige Zukunft angelacht haben. Tebows größter Wert liegt auf einer anderen Ebene. Zwei Lesetipps.


Okay, „Lesetipp“ dürfte hier nicht ironiefreie Zone sein. Es wird ernsthaft mit Sätzen wie diesem argumentiert:

As a father who has watched coaches try to teach his tall son the perfect long-range jumpshot when he just wants to bang around under the basket, get rebounds, putbacks and play like Dennis Rodman, well, it’s nice to see someone win with a style that doesn’t come from a cookie-cutter.

Trotzdem. Lesen von Greg Coachs (FOX Sports) Artikel ist erlaubt. Man mache sich ein Bild. Aber das Ding mit der Hautcréme im Hinterkopf behalten.


Am anderen Ende der Argumentationsskala kommt Grantlands Chuck Klosterman mit dem bisher besten Text über das Phänomen „Tebow“: The People Who Hate Tim Tebow. Klosterman begibt sich auf der Suche danach, warum Tebow die Massen spaltet. Viel mehr noch: Warum Tebow überhaupt die Massen bewegt. Wer die Schlussfolgerung gelesen hat, wir sich denken „Mönsch. Watt it daran nu‘ neu?” Bei Klosterman gilt jedoch die Devise: Der Weg ist das Ziel. Und es ist ein gutes Ziel. Klosterman at his best. Eine spannende Lektüre, nicht nur aufgrund solcher Gedankengänge:

It’s difficult to take an „anti-faith“ position. There’s no pejorative connotation of the word faithful. The only time „faith“ seems negative is when it’s prefaced by the word „blind.“ But blind faith is the only kind of faith there is. In order for someone’s faith to be meaningful, it has to be blind. Anyone can believe a hard fact that everyone already accepts. That’s easy. If you can see something, you don’t need faith. Faith in the seeable is meaningless. But meaningful faith is dangerous. It simplifies things that aren’t simple.

[…]

How do you refute the non-argument of meaningful faith?

You (usually) don’t. You (usually) lose.

Since Tebow was installed as the Broncos‘ starter, they are 6-1.

Trust the insane?