Date am Donnerstag, Woche 8: Minnesota Vikings – Washington Redskins

Relativ einseitig anmutendes Thursday Night Game in der Nacht auf morgen: Minnesota Vikings (5-2) vs. Washington Redskins (1-6). Die zwischen diesen beiden Teams klaffende Lücke ist in etwa so groß wie die beiden Records andeuten. Weiterlesen

Hoffnungsschimmer für die Minnesota Vikings 2019

Die Minnesota Vikings wurden in den vergangenen Monaten wegen der Wunsch-Philosophie ihres Headcoaches Mike Zimmer („Pound the Football!“) auf diesem Blog recht skeptisch betrachtet. Doch es gibt Grund für Hoffnung. Weiterlesen

Minnesota Vikings in der Sezierstunde

Die Minnesota Vikings galten als vielleicht die größte Enttäuschung der abgelaufenen Saison: Von 13-3 und Superbowl-Favoritenstatus komplett aus den Playoffs gefallen. Head Coach Mike Zimmer durfte zwar bleiben, ist nun aber angezählt: Seine Wette darauf, dass das Passspiel an der Misere Schuld war und nun mit Rushing-basierter Angriffsstrategie alles besser wird, hat nur mäßige Erfolgschancen. Weiterlesen

Vorschau Wild Card Playoffs 2015/16: Green Bay Packers @ Washington Redskins

Abschluß der Wild Card Runde: Green Bay Packers (10-6, #5 Seed) @ Washington Redskins (9-7, NFC East Champions, #4 Seed) um 22.40Uhr bei den üblichen Verdächtigen: FOX (Joe Buck & Toy Aikman); Sat.1/ran.de mit Buschi & Co.; hinter den Bergen bei PULS4 mit den Herren Reiterer und Eschlbröck (und Shuan Fatah im Studio, wenn ich das gestern richtig mitbekommen haben).

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Montagsvorschauer, Week 13: Washington Redskins – Dallas Cowboys

Achtung, Spoiler durch Erwähnung des Punktestands in der NFC East!


Monday Night Game aus der NFC East mit dem Duell Cowboy vs Indianer: Ab 2h30 Washington Redskins (5-6) vs Dallas Cowboys (3-8) aus dem Redskins-Stadion in Landover. Weiterlesen

Date am Donnerstag, Week 4: Washington Redskins – New York Giants

Thursday Night Football fabrizierte bisher zwei eher unansehnliche Spiele. Heute ab 2h30 (live SPORT1 US) geht es weiter mit dem Divisionsduell aus der NFC East, Washington Redskins vs New York Giants. Weiterlesen

NFL Notizblock Woche 14 – Pats-D, Shanaclan, Cameron, Jets, Cards-O

Im Monday Night Game war für Houstons Laufspiel vor allem DT Vince Wilfork unüberwindlich. Der dicke Klotz, der schon lange kaum noch Nose Tackle spielt, sondern neben dem mehr als soliden DT Kyle Love die Mitte dicht macht, schien immer genau zu wissen, wo er seine 150kg plazieren muß. Bei diesem Spiel hat sich wieder einmal gezeigt, daß Bill Belichicks Front-7, wie schon seit Jahren, immer noch eine der diszipliniertesten der NFL ist. Es mögen nicht die besten oder athletischsten Spieler, aber ein Jeder macht seinen Job. Gegen zone blocking schemes und auch gegen diese wilden Laufspielzüge á la Washington Redskins haben solche disziplinierte Einheiten viel weniger Probleme als so ungeduldige Typen wie die DEs der Giants zum Beispiel. Nächste Woche kann New England das gleich wieder beweisen, wenn sie das das kreativste Laufspiel der Liga, das der San Francisco 49ers, aufhalten sollen.

Letzte Woche hab ich hier den Shanaclan abgefeiert, weil er so mutige und für den gewöhnlichen NFL-Coach untypische Entscheidungen trifft. Unkonventionelle Entscheidungen erhöhen die Varianz: die Wahrscheinlichkeit des Erfolgs ist höher; aber auch die Wahrscheinlichkeit eines Katastrophenplays. Der QB-Draw mit Kirk Cousins für die erfolgreiche 2Pt-Conversion war wieder so ein Fall. Ein „gewöhnlicher“ Paß- oder Laufspielzug hätte mit dem Rookie, der kaum gespielt hat, weniger Aussicht auf Erfolg gehabt. Niemand hat damit gerechnet, daß ein typischer „RG-III-Spielzug“ folgt. Andererseits hätten alle auf die Shanahans eingeprügelt, wie man den so blöde sein kann, einen „RG-III-Spielzug“ für einen Kirk Cousins zu callen. Nice. Ich mag die Shanahans immer mehr.

You can fool some people sometime, but you can´t fool all the people all the time. Nun hat auch Baltimore HCs John Harbaugh das mäßige Spiel von Offensive Coordinator Cam Cameron durchschaut und ihn gefeuert. Angeblich freut das QB Joe Flacco. Noch mehr freuen sollte das aber RB Ray Rice, der unter Cameron weniger Läufe bekommen hat als ein Ben-Jarvus Green-Ellis oder ein Shonn Greene. Neuer OC wird nun Quarterbacks Coach Jim Caldwell.

Caldwell hat 2010, als HC der Indianapolis Colts, mit einer 14-0-Bilanz seine erste Mannschaft in Woche 16 gegen die 7-7-Jets geschont. Mit einem Sieg damals (und eine Woche später gegen die Bengals) sind die eigentlich schon sicher ausgeschieden geglaubten Jets unter Rex Ryan dann noch in die Playoffs gerutscht und dort bis ins AFC Championship Game vorgestoßen. Dieses Jahr scheint Gang Green (6-7) noch weiter von den Playoffs entfernt zu sein. Aber nach drei Siegen in den letzten fünf Spielen sind sie nur einen Sieg hinter den Bengals und den Steelers. New York muß seine letzten drei Spiele gewinnen, aber das sind nur matchups mit den Titans, Chargers und Bills, während Steelers und Bengals ein schwierigeres Restprogramm haben. Wie wärs mit einem Wildcard-Game zwischen Peyton Mannings Denver Broncos und Tim Tebows New York Jets?

Tebows Vorgesetzter, Mark Sanchez, kann es bei aller Graupenhaftigkeit sogar schaffen, nicht der schlechteste QB zu werden, der es in die Playoffs schafft. Diese Ehre würde Minnesotas Christian Ponder gebühren. Auch am vergangenen Wochenende hat der letztjährige 1st-rd pick wieder eine unterirdische Leistung abgeliefert: 11/17 für 91 Yards mit einer katastrophal schlechten Interception. Das war das dritte Mal in den letzten sieben Spielen, in denen er unter 100 Passing Yards blieb. Gegen Arizona in Woche 7 schaffte er mit 8/17, 58 Yards, 1TD und 2Int sogar einen negativen (!) Adjusted Yards/Attempt-Wert.

Das alles ist aber noch gar nichts im Vergleich zur sogenannten Offense der Cardinals. Bei 0-58 gegen Seattle haben sie den Hawks ein ums andere Mal die Punkte auf dem Silbertablett serviert oder gleich fast selber gemacht: INT-Return for TD, Fumble Return for TD; drei Sacks; vier verlorene Fumbles und vier Interceptions. Arizonas Angriff ist auf dem absoluten Tiefpunkt angelangt. Sie brauchen im Grunde eine völlig neue Mannschaft: OLine furchtbar, RBs immer angeschlagen und die Quarterbacks wären für die meisten Collegeteams zu schlecht.

Miami Dolphins in der Frischzellenkur 2012

  • #8 (1) QB Ryan Tannehill Texas A&M
  • #42 (2) OT Jonathan Martin Stanford
  • #72 (3) DE Olivier Vernon Miami (Fl.)
  • #78 (3) TE Michael Egnew Missouri
  • #97 (4) RB Lamar Miller Miami (Fl.)
  • #155 (5) LB Josh Kaddu Oregon
  • #183 (6) WR B.J. Cunningham Michigan State
  • #215 (7) DT Kheeston Randall Texas
  • #227 (7) WR Rishard Matthews Nevada

Diese Draftklasse steht und fällt mit QB Ryan Tannehill. Der neue Coaching Staff um Mike Sherman hat offensichtlich kein großes Vertrauen in Matt Moore, der zum Ende der letzten Saison – mal wieder – wie ein richtig fähiger NFL-Quarterback aussah. Es scheint, als wären alle Mannschaften ohne einen Aaron Rodgers oder Drew Brees bereit, einen Top-10 Pick für jemanden zu riskieren, der bis vor wenigen Jahren noch als prospect in den Runden zwei bis vier gedraftet worden wäre (siehe auch Ponder/Locker/Gabbert 2011). Nun gut. Immerhin kennen sich Tannehill und Sherman aus ihrer gemeinsamen Zeit bei Texas A&M, daher sollte das Playbook für den jungen Signal Caller kein Buch mit sieben Siegeln sein.

Dazu steht er hinter einer soliden Offensive Line, die dieses Jahr um Jonathan Martin verstärkt wurde. Martin hat während seiner Zeit in Stanford die blindside von Andrew Luck geschützt. Mit LT Jake Long und C Mike Puncey könnte Martin eine der besten jungen Linien der Liga bilden.

DE/OLB Olivier Vernon war in den Neven-Shapiro-Skandal verwickelt und daher letztes Jahr sechs Spiele gesperrt. Er soll ein explosiver Edge Rusher sein, ähnlich Cameron Wake. Die Defense war nicht die große Schwäche der Dolphins und wird so punktuell verstärkt. Da sub-packages eine immer größere Rolle spielen, sollte er von Anfang an viel Spielzeit bekommen. Neben Vernon hat man in den späteren Runden für die Kadertiefe noch einen athletischen LB, Oregons Josh Kaddu, und einen Big Body mit dem Longhorn Kheeston Randall verpflichtet.

Michael Egnew soll irgendwann mal das werden, was Jimmy Graham oder Jermichael Finley sind. Egnew ist ein 2-Meter-Typ, für seine Größe aber ziemlich schlaksig und technisch ungeschliffen. Das waren Graham und Finley aber auch. Mit dem Rookie-QB sind die Dolphins im Aufbau- und nicht im win-now-Modus; Egnew wird Zeit für seine Entwicklung bekommen und könnte mit seinen körperlichen Voraussetzungen ein echter difference maker werden, daher ein gut investierter 3rd-rd pick.

Mit Lamar Miller haben die Dolphins einen weiteren Local Hero gedraftet, der in Kombination mit Reggie Bush und dem letztjährigen 2nd-rd pick Daniel Thomas ein durchaus sehenswsertes Backfield bilden kann. Miller ist ein sehr explosiver Back, der noch viel früher vom Board gegangen wäre, wenn viele Teams nicht ob seiner operierten Schultern und einer Knieverletzung abgeschreckt worden wären.

Überraschend ist, daß man für Tannehill nicht mehr Waffen gedraftet hat, nachdem man den besten WR, Brandon Marshall, abgegeben hat. Die beiden Starter auf der WR-Position wären zu diesem Zeitpunkt Brian Hartline und Davone Bess. Darüber lachen sogar die Nachbarn weiter nördlich in Jacksonville. In der sechsten Runde erst hat man mit B.J. Cunningham einen Receiver gedraftet, der aber immerhin die Rekorde für die meisten Catches und Yards der Michigan State Spartans hält. In 51 Spielen fing er 218 Pässe für 3086 Yards. 2011 wurde er von der Mannschaft zum MVP der Saison gewählt – und nicht QB Kirk Cousins. Vielleicht ein Steal. In der siebten Runde kam noch der kräftige WR Rishard Matthews von Nevada und als ungedrafteter Free Agent Tannehills alter Teamkollegen WR Jeff Fuller hinzu.

Überblick

Mit fünf Picks in den Top-100 könnten die Dolphins einen weiteren Schritt Richtung Top-Team gemacht haben. Die `Fins waren letzte Jahr keine schlechte Mannschaft, man muß nicht bei 0 anfangen. Vor allem die Defense war stark. In zwei Jahren könnten sich RB Miller und TE Egnew als echte Impact Player entpuppen und Jonathan Martin das passende Gegenstück zu Jake Long sein. Sollte Tannehill sich allerdings nicht zu dem Franchise Player entwickeln, der endlich, endlich in die Fußstapfen von Dan Marino tritt (oder wenigstens in seine Badelatschen), dann war auch das alles für die Katz´.

Instant Classic: Michigan State Spartans – Wisconsin Badgers 2011

Eine Spoilerwarnung voraus für den, der das Spiel noch sehen und genießen will (Mittwoch, 16h ESPN America). Michigan State vs Wisconsin war wieder eines dieser Spiele, über die man sagen könnte „Wahnsinn! Geil! Einfach verrückt!“. Oder man sagt: „College Football eben“.

Für Wisconsin lief eigentlich alles recht souverän. Erstes Viertel, die Offense rollte, RB Montee Ball mit vielen Läufen über 4yds, 5yds, und Wisconsin schien über die Spartans drüberzufahren. Bis QB Russell Wilson gegen Ende des Viertels einen Ball direkt in die Hände von S Trenton Richardson warf. Ein Spielzug, der nach einem Missverständnis mit WR Nick Toon aussah. Von da an spürte man, dass sich die Stimmungslage in East Lansing zu drehen begann.

Freilich konnte man nicht vorausahnen, was für ein zweites Viertel folgen würde. Wisconsin zückte die Pistole und schoss sich Drive für Drive mit einem lauten Knall in die eigenen Knie. Erst wurde Wilson unter Druck in der EndZone zu einem absichtlichen Wegwerfen („Intentional Grounding“) gezwungen – Safety. Direkt im Anschluss ein EndAround über WR Keyshawn Martin durch die bereits waidwunde Badgers-Defense, 14-9.

Die letzten Minuten der ersten Halbzeit. Erst blockte Michigan State ein reichlich kurzes Field Goal Wisconsins (30yds), dann packte Head Coach Mark Dantonio die dicken Eier aus, ließ 1:27 vor Ende ein 4th and 2 in Fieldgoal-Reichweite (35yds-Linie) ausspielen, QB Kirk Cousins auf WR B.J. Cunningham, der von vier Mann umgeben mit einer Drehung sämtliche Verteidiger ins Leere laufen ließ, den Turbo zündete und zum 16-14 einschenkte.

45 Sekunden vor Halbzeit, Wisconsin beim Punten. Plötzlich stürmen fünf Grüne daher, der Punt wird geblockt, kullert in die EndZone, wo sich fünf Spartans um das Ei prügeln und schließlich irgendwie jemand doch noch unter Kontrolle bringt, 23-14 zur Pause.

Im dritten Viertel beruhigte sich die Szenerie zwischenzeitlich, Michigan State scheute plötzlich das Risiko, während Wisconsin merklich unter dem phasenweisen Ausfall von RB Montee Ball litt, ohne den sie die Offense nicht mehr in die Gänge bekamen, nur ein Field Goal machten.

Michigan State packte erst gegen Viertelende wieder einen langen Drive aus, setzte primär auf den kräftigen RB La’Veon Bell, ehe in der RedZone bei 3rd und 11 erneut WR Martin angespielt wurde. Wisconsins schon seit Wochen schlampiges Tackling schien wieder durch, Martin zwar nicht auf der Direttissima, aber auf Umwegen in die EndZone, 31-17 und ein frenetisches Publikum.

Aber Wisconsin war noch nicht ausgeknockt, Wilson riss das Team am Riemen, scrambelte und pumpfakte sich zum Anschluss-TD, ließ sich von einer weiteren sinnlosen INT nicht aus dem Konzept bringen, die Special Teams plötzlich mit langen Returns, während Michigan State mit einem Mal NICHTS mehr zustande brachte, serienweise Three’n’Outs produzierten.

1:26 vor Schluss, nach einem wilden tiefen Ball auf Toon, zwei Plays später der Ausgleich, 31-31, mit kurzem Chip zum zurückgekehrten RB Ball.

Michigan State bewies Eier, während Wisconsins Head Coach Bret Bielema sich den Zorn der eigenen Anhängerschaft mit einem sinnlosen Timeout zugezogen haben dürfte (mir wäre nicht bekannt, dass Bielema mal Schottenheimers Assistent war). Die Spartans an die WIS44, 4sek zu spielen.

QB Cousins nimmt den Snap auf, wartet, als der PassRush durchkommt mit dem Wurf auf einem Bein, die Hail Mary fliegt in hohem Bogen in die EndZone durch die Hände von Wisconsins Safety Aaron Henry, wird drei Yards tief in der EndZone abgefälscht, springt heraus, direkt in die Arme von WR Keith Nichol. Henry mit der geistesgegenwärtigen Reaktion, reißt Nichol zu Boden. Nach dem Video-Replay wird der Touchdown gegeben, eine haarige, aber IMHO korrekte Entscheidung. 37-31, die hochgejazzten Wisconsin Badgers geschlagen und wohl aus dem BCS-Rennen.

Meine Fresse, Nichol, was für eine Geschichte: War vor fünf Jahren ein gehypter QB auf der Highschool, wollte nach Michigan State, ehe dort der neue Coach Mark Dantonio eingestellt wurde. Nichol ging nach Oklahoma, sah dort gegen Sam Bradford kein Land, wechselte zurück zu Michigan State, verlor den teaminternen Wettstreit mit Kirk Cousins. Ließ den Kopf nicht hängen, schulte auf Wide Receiver um und macht nun den Touchdown, über den man in East Lansing noch 30 Jahre sprechen wird.

Oder Kirk Cousins: Seit Highschool-Zeiten stets auf Umwegen über die Ersatzmannschaften und Scout-Teams den Weg zum Starter geschafft, ein staubtrockener Typ von einem Charakter, furzlos bis in die Knochen, aber was eine coole Leistung und was ein Wurf 4sek vor Schluss.

Oder Mark Dantonio. Letztes Jahr nach einem ultraengen Heimsieg über Notre Dame zusammengeklappt und mit Herzinfarkt ins Krankenhaus eingeliefert. Am Samstag der noch wüstere Krimi, wie dem Mann an dem Abend wohl war?

Ins Rennen um den BCS-Titel werden die beiden Teams heuer wohl nicht mehr eingreifen können, was jedoch den Titel in der Big Ten Conference angeht, ist ein Re-Match im Conference-Endspiel Anfang Dezember in Indianapolis nicht ausgeschlossen. Beide dürften gute Chancen besitzen, ihre jeweiligen Divisionen zu gewinnen.

Wenn Michigan State weiterhin so diszipliniert (Strafen in diesem Spiel: null, nach sechs Personal Fouls letzte Woche gegen Michigan) und fehlerlos (nur ein verlorener Fumble gleich zu Spielbeginn) auftritt, traue ich es ihnen durchaus zu. Seit Dantonio dort Coach ist, haben die Spartans auch nicht mehr den Ruf, auf große emotionale Momente sinnlose Niederlagen gegen scheinbar unterlegene Gurkentruppen einzufangen.

Capital One Bowl 2011: Alabama Crimson Tide – Michigan State Spartans

[22h20] Endstand in Orlando: Alabama 49, Michigan State 7. Ganz böse Pleite für Michigan State. Es dürfte nun keine Rede mehr davon sein, dass die Spartans unter Umständen in eine BCS Bowl gehört hätten.

So. Die Rose Bowl erwartet uns. Ich mache dann mal den entsprechenden Thread auf.

[22h12] Weil im Parallelspiel ein paar Kilometer weiter westlich gerade die Florida Gators spielen: Es wird gemunkelt, dass Charlie Weis (Chiefs-Offense Coordinator) der neue OffCoord in Gainesville werden soll.

Der mögliche Nachfolger für Weis in Kansas City: Josh McDaniels. Nach dieser Vorgeschichte wäre das eine Sensation. Die Info stammt vom stets gut informierten Adam Schefter.

[22h05] TOUCHDOWN MICHIGAN STATE. Die Grünen auf den Rängen jubeln. WR Fowler kann zum Ehren-Touchdown durchlaufen. Nur noch 49-7.

[22h00] Nick Saban ist an der Seitenlinie ratlos und er macht aus seinem schlechten Gewissen keinen Hehl. Saban will seine Ex-Uni nicht in Grund und Boden spielen – aber RB Lacy kann ganz locker durch die Defense pflügen: 62yds-Run, 49-0. Was will Saban machen, wenn der Gegner so miserabel verteidigt?

[21h47] Zurück zu Greg McElroy. Der Mann ist Senior. Ich habe McElroy gerne kritisiert, aber der Mann sollte durchaus Chancen haben, gedraftet zu werden. Meine Vorbehalte bzgl. „Souveränität“ und „Leadership“ haben sich im Lauf der Saison immer wieder als falsch herausgestellt.

Bei McElroy sehe ich aber das Problem, dass die langen Bälle oft fürchterlich ungenau sind und die Bälle ganz allgemein eine merkwürdige Flugkurve nehmen. Das schmeckt NFL-Scouts gar nicht.

McElroy hat in der Senior Bowl die Chance, sich noch einmal zu präsentieren.

[21h34] Das ist nur noch lächerlich. Alabama spielt ohne QB McElroy und RB Mark Ingram. Verzichtet mit QB McCarron praktisch gänzlich auf Passspiel. Trotzdem ein leichter Touchdown. RB Lacy läuft durch. 42-0. Gegen ein „Top-10“-Team.

[21h23] Den Spartans geht nach und nach die Offense aus. WR Mark Bell ist schon ausgeknockt. Jetzt verletzten sich QB Kirk Cousins und WR Keith Nichol innerhalb von zwei Plays. Angesichts des deprimierenden Spielstands eh wurscht.

[21h14] Gleich wird Alabama seinen siebten Drive beginnen. Bisherige sechs Drives: TD, TD, TD, TD, Halbzeit, TD. Der fünfte Drive war kurz vor der Pause, als man die Zeit runterticken ließ.

Jetzt spielt schon der Backup-QB. Greg McElroy hat bei einem der TDs für Julio Jones einen fantastischen Block gesetzt. McElroy beendet seine College-Karriere nach diesem Spiel.

[21h00] Erster Drive nach der Pause und die Crimson Tide zerlegen die Defense mit einfachsten Spielzügen: Pässe nach links und nach rechts und durch die Mitte. Vier Plays, 79yds, und ein ganz einfacher Touchdown-Pass durch die Mitte – über 37yds und WR Maze muss nicht mal einen Move zeigen, um seinen Manndecker drei Meter abzuhängen. 35-0 Alabama.

[20h43] Es grenzt an Zeitverschwendung, die Capital One Bowl anzuschauen. Alabama – Michigan State, #16 gegen #9. Ich hab es in meiner Preview geschrieben: Alabama kommt mir mit #16 zu schlecht weg.

Resultat zur Halbzeit in Orlando: Alabama 28, Michigan State 0. Die Offense überrennt die Spartans und QB McElroy bringt alles an den Mann. Die Spartans bringen kein Bein in den Boden, das Laufspiel findet nicht statt und beim Drop-Back steht der QB meist schon nach 0,2sek unter Hochdruck. QB Kirk Cousins 3x gesackt und eine INT. In Zahlen liest sich das so: 264 zu 71yds Offense pro Alabama.