Vikings – Steelers: NFL-Date der Enttäuschten

Duell der einzigen Detroit-Lions-Nichtbesieger heute Nacht beim NFL Thursday Night Game Minnesota Vikings (5-7) – Pittsburgh Steelers (6-5-1). Es hat schon ein bisschen was von Spiel der letzten Playoffchance für beide.

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All-32: Minnesota Vikings 2021 Vorschau

Wen es interessiert: Heute um 19h20 fliegen die ersten US-Footbälle im Wettkampfmodus. Die College-Football-Saison beginnt mit Nebraska – Illinois. Das Spiel ist nicht im ESPN-Player. Ich werde hoffentlich nächste Woche noch ein bissl was zur Saison schreiben, wenn es dann für die meisten Teams losgeht.

Insgesamt finden heute fünf Spiele mit FBS-Beteiligung statt. AFAIK ist nur UCLA – Hawaii ab 21h30 im ESPN-Player zu sehen.

Und damit weiter im Programm der 32 NFL-Team-Previews.

Für wenige Teams gilt die langfristige Aussicht auf „stuck in the middle“ so deutlich wie für die Minnesota Vikings. Eigentlich sollte man deshalb gar nicht zu viel Zeit verschwenden, dieses Team zu analysieren. Aber tatsächlich ist es in sehr vielen Facetten spannend.

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Date am Donnerstag, Woche 8: Minnesota Vikings – Washington Redskins

Relativ einseitig anmutendes Thursday Night Game in der Nacht auf morgen: Minnesota Vikings (5-2) vs. Washington Redskins (1-6). Die zwischen diesen beiden Teams klaffende Lücke ist in etwa so groß wie die beiden Records andeuten. Weiterlesen

Hoffnungsschimmer für die Minnesota Vikings 2019

Die Minnesota Vikings wurden in den vergangenen Monaten wegen der Wunsch-Philosophie ihres Headcoaches Mike Zimmer („Pound the Football!“) auf diesem Blog recht skeptisch betrachtet. Doch es gibt Grund für Hoffnung. Weiterlesen

Minnesota Vikings in der Sezierstunde

Die Minnesota Vikings galten als vielleicht die größte Enttäuschung der abgelaufenen Saison: Von 13-3 und Superbowl-Favoritenstatus komplett aus den Playoffs gefallen. Head Coach Mike Zimmer durfte zwar bleiben, ist nun aber angezählt: Seine Wette darauf, dass das Passspiel an der Misere Schuld war und nun mit Rushing-basierter Angriffsstrategie alles besser wird, hat nur mäßige Erfolgschancen. Weiterlesen

Vorschau Wild Card Playoffs 2015/16: Green Bay Packers @ Washington Redskins

Abschluß der Wild Card Runde: Green Bay Packers (10-6, #5 Seed) @ Washington Redskins (9-7, NFC East Champions, #4 Seed) um 22.40Uhr bei den üblichen Verdächtigen: FOX (Joe Buck & Toy Aikman); Sat.1/ran.de mit Buschi & Co.; hinter den Bergen bei PULS4 mit den Herren Reiterer und Eschlbröck (und Shuan Fatah im Studio, wenn ich das gestern richtig mitbekommen haben).

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Montagsvorschauer, Week 13: Washington Redskins – Dallas Cowboys

Achtung, Spoiler durch Erwähnung des Punktestands in der NFC East!


Monday Night Game aus der NFC East mit dem Duell Cowboy vs Indianer: Ab 2h30 Washington Redskins (5-6) vs Dallas Cowboys (3-8) aus dem Redskins-Stadion in Landover. Weiterlesen

Date am Donnerstag, Week 4: Washington Redskins – New York Giants

Thursday Night Football fabrizierte bisher zwei eher unansehnliche Spiele. Heute ab 2h30 (live SPORT1 US) geht es weiter mit dem Divisionsduell aus der NFC East, Washington Redskins vs New York Giants. Weiterlesen

NFL Notizblock Woche 14 – Pats-D, Shanaclan, Cameron, Jets, Cards-O

Im Monday Night Game war für Houstons Laufspiel vor allem DT Vince Wilfork unüberwindlich. Der dicke Klotz, der schon lange kaum noch Nose Tackle spielt, sondern neben dem mehr als soliden DT Kyle Love die Mitte dicht macht, schien immer genau zu wissen, wo er seine 150kg plazieren muß. Bei diesem Spiel hat sich wieder einmal gezeigt, daß Bill Belichicks Front-7, wie schon seit Jahren, immer noch eine der diszipliniertesten der NFL ist. Es mögen nicht die besten oder athletischsten Spieler, aber ein Jeder macht seinen Job. Gegen zone blocking schemes und auch gegen diese wilden Laufspielzüge á la Washington Redskins haben solche disziplinierte Einheiten viel weniger Probleme als so ungeduldige Typen wie die DEs der Giants zum Beispiel. Nächste Woche kann New England das gleich wieder beweisen, wenn sie das das kreativste Laufspiel der Liga, das der San Francisco 49ers, aufhalten sollen.

Letzte Woche hab ich hier den Shanaclan abgefeiert, weil er so mutige und für den gewöhnlichen NFL-Coach untypische Entscheidungen trifft. Unkonventionelle Entscheidungen erhöhen die Varianz: die Wahrscheinlichkeit des Erfolgs ist höher; aber auch die Wahrscheinlichkeit eines Katastrophenplays. Der QB-Draw mit Kirk Cousins für die erfolgreiche 2Pt-Conversion war wieder so ein Fall. Ein „gewöhnlicher“ Paß- oder Laufspielzug hätte mit dem Rookie, der kaum gespielt hat, weniger Aussicht auf Erfolg gehabt. Niemand hat damit gerechnet, daß ein typischer „RG-III-Spielzug“ folgt. Andererseits hätten alle auf die Shanahans eingeprügelt, wie man den so blöde sein kann, einen „RG-III-Spielzug“ für einen Kirk Cousins zu callen. Nice. Ich mag die Shanahans immer mehr.

You can fool some people sometime, but you can´t fool all the people all the time. Nun hat auch Baltimore HCs John Harbaugh das mäßige Spiel von Offensive Coordinator Cam Cameron durchschaut und ihn gefeuert. Angeblich freut das QB Joe Flacco. Noch mehr freuen sollte das aber RB Ray Rice, der unter Cameron weniger Läufe bekommen hat als ein Ben-Jarvus Green-Ellis oder ein Shonn Greene. Neuer OC wird nun Quarterbacks Coach Jim Caldwell.

Caldwell hat 2010, als HC der Indianapolis Colts, mit einer 14-0-Bilanz seine erste Mannschaft in Woche 16 gegen die 7-7-Jets geschont. Mit einem Sieg damals (und eine Woche später gegen die Bengals) sind die eigentlich schon sicher ausgeschieden geglaubten Jets unter Rex Ryan dann noch in die Playoffs gerutscht und dort bis ins AFC Championship Game vorgestoßen. Dieses Jahr scheint Gang Green (6-7) noch weiter von den Playoffs entfernt zu sein. Aber nach drei Siegen in den letzten fünf Spielen sind sie nur einen Sieg hinter den Bengals und den Steelers. New York muß seine letzten drei Spiele gewinnen, aber das sind nur matchups mit den Titans, Chargers und Bills, während Steelers und Bengals ein schwierigeres Restprogramm haben. Wie wärs mit einem Wildcard-Game zwischen Peyton Mannings Denver Broncos und Tim Tebows New York Jets?

Tebows Vorgesetzter, Mark Sanchez, kann es bei aller Graupenhaftigkeit sogar schaffen, nicht der schlechteste QB zu werden, der es in die Playoffs schafft. Diese Ehre würde Minnesotas Christian Ponder gebühren. Auch am vergangenen Wochenende hat der letztjährige 1st-rd pick wieder eine unterirdische Leistung abgeliefert: 11/17 für 91 Yards mit einer katastrophal schlechten Interception. Das war das dritte Mal in den letzten sieben Spielen, in denen er unter 100 Passing Yards blieb. Gegen Arizona in Woche 7 schaffte er mit 8/17, 58 Yards, 1TD und 2Int sogar einen negativen (!) Adjusted Yards/Attempt-Wert.

Das alles ist aber noch gar nichts im Vergleich zur sogenannten Offense der Cardinals. Bei 0-58 gegen Seattle haben sie den Hawks ein ums andere Mal die Punkte auf dem Silbertablett serviert oder gleich fast selber gemacht: INT-Return for TD, Fumble Return for TD; drei Sacks; vier verlorene Fumbles und vier Interceptions. Arizonas Angriff ist auf dem absoluten Tiefpunkt angelangt. Sie brauchen im Grunde eine völlig neue Mannschaft: OLine furchtbar, RBs immer angeschlagen und die Quarterbacks wären für die meisten Collegeteams zu schlecht.

Miami Dolphins in der Frischzellenkur 2012

  • #8 (1) QB Ryan Tannehill Texas A&M
  • #42 (2) OT Jonathan Martin Stanford
  • #72 (3) DE Olivier Vernon Miami (Fl.)
  • #78 (3) TE Michael Egnew Missouri
  • #97 (4) RB Lamar Miller Miami (Fl.)
  • #155 (5) LB Josh Kaddu Oregon
  • #183 (6) WR B.J. Cunningham Michigan State
  • #215 (7) DT Kheeston Randall Texas
  • #227 (7) WR Rishard Matthews Nevada

Diese Draftklasse steht und fällt mit QB Ryan Tannehill. Der neue Coaching Staff um Mike Sherman hat offensichtlich kein großes Vertrauen in Matt Moore, der zum Ende der letzten Saison – mal wieder – wie ein richtig fähiger NFL-Quarterback aussah. Es scheint, als wären alle Mannschaften ohne einen Aaron Rodgers oder Drew Brees bereit, einen Top-10 Pick für jemanden zu riskieren, der bis vor wenigen Jahren noch als prospect in den Runden zwei bis vier gedraftet worden wäre (siehe auch Ponder/Locker/Gabbert 2011). Nun gut. Immerhin kennen sich Tannehill und Sherman aus ihrer gemeinsamen Zeit bei Texas A&M, daher sollte das Playbook für den jungen Signal Caller kein Buch mit sieben Siegeln sein.

Dazu steht er hinter einer soliden Offensive Line, die dieses Jahr um Jonathan Martin verstärkt wurde. Martin hat während seiner Zeit in Stanford die blindside von Andrew Luck geschützt. Mit LT Jake Long und C Mike Puncey könnte Martin eine der besten jungen Linien der Liga bilden.

DE/OLB Olivier Vernon war in den Neven-Shapiro-Skandal verwickelt und daher letztes Jahr sechs Spiele gesperrt. Er soll ein explosiver Edge Rusher sein, ähnlich Cameron Wake. Die Defense war nicht die große Schwäche der Dolphins und wird so punktuell verstärkt. Da sub-packages eine immer größere Rolle spielen, sollte er von Anfang an viel Spielzeit bekommen. Neben Vernon hat man in den späteren Runden für die Kadertiefe noch einen athletischen LB, Oregons Josh Kaddu, und einen Big Body mit dem Longhorn Kheeston Randall verpflichtet.

Michael Egnew soll irgendwann mal das werden, was Jimmy Graham oder Jermichael Finley sind. Egnew ist ein 2-Meter-Typ, für seine Größe aber ziemlich schlaksig und technisch ungeschliffen. Das waren Graham und Finley aber auch. Mit dem Rookie-QB sind die Dolphins im Aufbau- und nicht im win-now-Modus; Egnew wird Zeit für seine Entwicklung bekommen und könnte mit seinen körperlichen Voraussetzungen ein echter difference maker werden, daher ein gut investierter 3rd-rd pick.

Mit Lamar Miller haben die Dolphins einen weiteren Local Hero gedraftet, der in Kombination mit Reggie Bush und dem letztjährigen 2nd-rd pick Daniel Thomas ein durchaus sehenswsertes Backfield bilden kann. Miller ist ein sehr explosiver Back, der noch viel früher vom Board gegangen wäre, wenn viele Teams nicht ob seiner operierten Schultern und einer Knieverletzung abgeschreckt worden wären.

Überraschend ist, daß man für Tannehill nicht mehr Waffen gedraftet hat, nachdem man den besten WR, Brandon Marshall, abgegeben hat. Die beiden Starter auf der WR-Position wären zu diesem Zeitpunkt Brian Hartline und Davone Bess. Darüber lachen sogar die Nachbarn weiter nördlich in Jacksonville. In der sechsten Runde erst hat man mit B.J. Cunningham einen Receiver gedraftet, der aber immerhin die Rekorde für die meisten Catches und Yards der Michigan State Spartans hält. In 51 Spielen fing er 218 Pässe für 3086 Yards. 2011 wurde er von der Mannschaft zum MVP der Saison gewählt – und nicht QB Kirk Cousins. Vielleicht ein Steal. In der siebten Runde kam noch der kräftige WR Rishard Matthews von Nevada und als ungedrafteter Free Agent Tannehills alter Teamkollegen WR Jeff Fuller hinzu.

Überblick

Mit fünf Picks in den Top-100 könnten die Dolphins einen weiteren Schritt Richtung Top-Team gemacht haben. Die `Fins waren letzte Jahr keine schlechte Mannschaft, man muß nicht bei 0 anfangen. Vor allem die Defense war stark. In zwei Jahren könnten sich RB Miller und TE Egnew als echte Impact Player entpuppen und Jonathan Martin das passende Gegenstück zu Jake Long sein. Sollte Tannehill sich allerdings nicht zu dem Franchise Player entwickeln, der endlich, endlich in die Fußstapfen von Dan Marino tritt (oder wenigstens in seine Badelatschen), dann war auch das alles für die Katz´.