Sonntagsvorschauer – Spieltag 6

Spieltag 6. Weiterlesen

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Date am Donnerstag, #3: San Francisco 49ers – Los Angeles Rams

Thursday  Night Football heute Nacht, 2h30: San Francisco 49ers (0-2) vs Los Angeles Rams (1-1), ein Duell zweier alter Rivalen, die seit der Rückkehr der Rams nach Los Angeles wieder an der Westküste in inniger Abneigung vereint sind. Es ist auch ein Duell, das noch letzte Saison schlimmsten Graupenfootball hätte befürchten lassen. Weiterlesen

Die furchtlose NFL-Vorschau 2017/18 | Das Niemandsland

Teil 2 der großen, furchtlosen NFL-Vorschau 2017/18 mit den Mannschaften, die sich zwischen den Bodensatztruppen von gestern und den starken Playoffkandidaten von morgen befinden. Erfahrungsgemäß schießen immer ein bis zwei Mannschaften aus dieser Gruppe letztlich hoch in die Playoffs – in einer auf Parität getrimmten Liga wie der NFL ist das per Design gegeben. Weiterlesen

Los Angeles Rams 2017: Sleeper?

Die Los Angeles Rams beendeten die Saison 2016 mit 4-12 Record, aber das war nur die halbe Geschichte. #32 nach Power Ranking, #30 nach DVOA, #32 nach Pythagorean, #31 nach SRS, #32 nach ESPN FPI. Die schlechteste Offense der Liga, die neuntmeisten kassierten Punkte in der Defense.

Trotzdem gibt es Anzeichen dafür, dass die Rams als ein dark horse in die neue Saison 2017 gehen könnten. Weiterlesen

NFL in Twickenham: Los Angeles Rams – New York Giants live

[18h40] Endstand Los Angeles 10, New York Giants 17.

Hier noch einmal die entscheidende Interception:

Giants erzwingen gleich 4 Interceptions gegen Case Keenum und gewinnen eine in der zweiten Halbzeit überwiegend unansehnliche Partie. Giants sind damit 4-3, aber das war kein Ruhmesblatt.

Die Offense der Giants mit ganzen 232 Yards, 4.1yds/Play. Einziger Gefahrenherd der Offense: WR Beckham, der in 9 Anspielen 5 Catches für 49yds machte – vier davon für 1st Downs oder größeren Raumgewinn. QB Manning angesichts des Dauerdrucks noch gut bedient, dass er keine größere Böcke geschossen hat; LT Flowers ist eine krasse Sollbruchstelle. Ich glaube, Flowers war 1st Rounder 2015.

Die Rams-Offense mit etwas Leben im ersten Viertel, danach zwei Viertel mausetot, ehe es im letzten Viertel wieder etwas lebendiger wurde, aber QB Keenum ist schlicht zu unpräzise um als veritabler Starting-QB durchzugehen. Zwei der vier INT waren angetippt und nicht wirklich seine Schuld. Die letzte wirkte auch eher wie WR-Schuld. Aber trotzdem war das keine Mut schöpfende Vorstellung der Offense.

Angesichts der miserablen Offensive Line verstehe ich aber sogar noch, dass die Rams ihren 1st-Round QB Goff weiterhin auf der Bank lassen. Das Investment willst du nicht nach einer Saison unter Dauerdruck verbrannt haben.

Rams damit 3-4 und auf dem besten Weg zur gewohnten 7-9 Saison. Weiterlesen

NFL 2016 – Sonntagsvorschauer Woche 2

Letzte Woche hat jede Mannschaft von den Footballgöttern ein weißes Blatt Papier bekommen, auf denen sie nun ihre Saison 2016 verewigen können. Erkennen kann man darauf bis jetzt nur undefinierte Formen und vereinzelte Farbkleckse. Diese Woche wird freudig weitergemalt. Noch gibt es viel weiß. Weiterlesen

Die furchtlose NFL-Vorschau 2016/17 | Die Kellerkinder

Vier Tage bis NFL-Start, und damit Zeit für die alljährliche NFL-Vorschau, die wie in den letzten Jahren als Vierteiler kommt. Diskutiert werden wie immer alle Mannschaften auf Basis ihrer Kader, der Spielpläne sowie einiger Advanced-Stats, die man im verlinkten Kasten nachvollziehen kann.

Zu jedem Team gibt es eine kleine Infobox mit Division, Headcoach, dem erwarteten Strength of Schedule (nacverlinkter Kalkulation von Warren Sharp), Siegbilanz 2015 und meinem Tipp für 2016.

Heute der Start mit den acht Mannschaften, die in der anstehenden Saison keine Chance auf den Gewinn der Lombardi-Trophy haben. Weiterlesen

Meine Definition von Geschichte

„Los Angeles Rams“ – Ich werde mich noch etwas daran gewöhnen müssen. Der Umzugswahn der 90er war vor meiner Zeit. Die NFL war für mich, seit ich sie bewusster verfolge, ein fix festgefahrenes Konstrukt: 2 Conferences à 4 Divisionen macht 8 Divisionen, 16 Spiele pro Team, 32 Mannschaften, 256 Mal Regular Season. Weiterlesen

NFL in Los Angeles: W-Fragen und Aha-Antworten

„Die Entscheidung“ ist durch. Ein detaillierter Review auf den Prozess und die Folgen. Am Ende habe ich noch eine Expertenmeinung von Andrew Brandt (Business Experte, Sports Illustrated) mit reingepackt. Weiterlesen

NFL-Franchises im Kurzporträt, #6: St Louis Rams

Vom Norden in den Südwesten in die goldene Mitte – die Rams haben schon viel gesehen. Auch viele große Spieler. Der Beste von allen sorgte vor rund einem Jahrzehnt für die ultimative Aschenputtel-Geschichte und wird auch in meinem Haus dafür immer noch verehrt.

Cleveland

1936 gegründet, seit 1937 NFL-Mitglied – die Rams wurden in Cleveland aus der Taufe gehoben. 1945 wurde der erste NFL-Titel geholt. Trotzdem wanderte man direkt im Anschluss aus, gen Los Angeles, da man die heimische Konkurrenz der Browns fürchtete.

Los Angeles

Als Exot an der Westküste waren die Rams schnell sehr erfolgreich, vor allem dank einer bärenstarken Offense rund um den WR mit dem geilen Namen, Elroy Hirsch. Die Rams waren so attraktiv, dass man sie als erste Profimannschaft im Fernsehen zeigte. 1951 wurde man wieder NFL-Champ.

Trotz sportlichem Abstiegs bliebt man ein Publikumsrenner und schleuste häufig über 100.000 Zuschauer ins L.A. Coliseum (Olympiastadion), auch dank einer fassungslos dominanten Defensive Line, genannt Fearsome Foursome (Die Gefürchteten Vier) rund um den alle überstrahlenden Deacon Jones. Es dauerte aber bis 1979, bis man zum ersten Mal in die Superbowl kam – und da waren die Fearsome Foursome schon längst Geschichte – Superbowl XIV wurde nach hartem Kampf 19-31 gegen Pittsburgh verloren.

O.C., California

Okay, man schimpfte sich weiterhin „Los Angeles Rams“, aber ab 1980 spielte man in Anaheim. Erstens, aufgrund der Blackout Regel (man bekam das Coliseum nicht mehr regelmäßig voll), zweitens, aufgrund des Bevölkerungswachstums in Orange County. Weil aber zugleich auch die Raiders nach Los Angeles kamen und Lakers und Dodgers grad Titel um Titel abstaubten, schrumpfte die Anhängerschaft der Rams innerhalb weniger Jahre rapide.

Und das, obwohl RB-Sensation Eric Dickerson alle Laufrekorde sprengte und die Mannschaft bis zu einer verheerenden Schlappe Ende der 80er gegen die 49ers sogar recht erfolgreich blieb.

Danach wurde es hässlich. Sportlicher Niedergang und Streitereien um einen Stadionneubau sorgten dafür, dass die Besitzerin Georgia Frontiere, eine ehemalige Bachtänzerin, 1995 eiskalt nach St Louis auszog.

St. Louis

Auch in der neuen Heimat dümpelten die Rams am Bodensatz der NFL. Der neu geholte Coach Dick Vermeil hatte vor Urzeiten mal die Eagles in die Super Bowl gecoacht, stand aber nach zwei verheerenden Spielzeiten und extremem Trainingspensum kurz vor einer Meuterei im eigenen Team. Bis in der Preseason 1999 der Hoffnungsträger, QB Trent Green, mit Verletzung für die Saison ausfiel.

The Greatest Show On Turf

kurt warner qb rams

Kurt Warner - ©Wikipedia

Das war der Moment, als Kurt Warner das Spielfeld betrat. Warner, ein ehemaliger Regaljunge in einem Supermarkt irgendwo im Nirgendwo von Iowa, schon 27 und mit nur einer Handvoll geworfenen Pässen in der NFL.

Und Warner spielte, dass es ein Genuss war. Gemeinsam mit RB Marshall Faulk und den WRs Isaac Bruce und Torry Holt zerlegte die Rams-Offense die gegnerischen Abwehrreihen, dass quer durch die Lande die Leute Rückenschmerzen bekamen, so oft mussten sie sich bücken, um die Augäpfel am Boden aufzuklauben. Offensiv-Football vom Allerfeinsten – The Greatest Show On Turf. Endresultat: Superbowl-Sieg für die Rams, NFL und Superbowl MVP für Warner. Damit hatten die Rams in allen drei Standorten (Cleveland, L.A., St Louis) einen Titel abgestaubt.

Zwei Jahre später stand man als noch dominanteres Team erneut im Endspiel, und verlor sensationell gegen New England. Anstatt Dynastie in St Louis folgte eine Dynastie in New England.

Die Rams zerfleischten sich in den kommenden Jahren, Warner wurde vorschnell vom Hof gejagt und in den letzten Jahren dümpelte man mit 1-15 und 2-14 Saisons am unteren Ende der Skala. Seit einem Jahr spielt mit QB Sam Bradford ein neuer Hoffnungsträger in St Louis – mal schauen.

Die Halle

Edward Jones Dome St Louis Rams

Edward Jones Dome - ©Wikipedia

Der Edward Jones Dome (65.000 Plätze) ist ein Kuriosum: Gebaut 1995 – und schon als völlig veraltet geltend. In dieser Halle auf Kunstrasen haben Warner und Co. Ihre spektakuläre Offense gespielt. Heute gilt sie als viel zu eng auf den Tribünen und überhaupt als völlig seelenlos und nicht zu St Louis passend. Tolle Planung.

Rivalitäten

Heutige Haupt-Rivalität sind die San Francisco 49ers, weil es ein Divisionsduell ist. Geschichtlich könnte man noch die Raiders nennen, weil Rams und Raiders eine zeitlang gemeinsam um die Gunst des Publikums im Großraum Los Angeles kämpften. Ansonsten sind die Rams wohl auch aufgrund mehrerer Umzüge eher keimfrei.

Gesichter der Franchise

Deacon Jones – DE. Gilt noch heute als einer der besten Pass Rusher aller Zeiten, und vor allem: als einer der bösartigsten. Kein Tackle war brutal genug und erst wenn der Quarterback mit 150mph und Kopf voraus in den Boden gerammt war, spürte Deacon Jones Befriedigung. Da weiß man dann auch, warum die Front Four „Fearsome Foursome“ hieß.

Eric Dickerson – RB. Dickerson war einige wenige Jahre ein sensationeller Back, der noch heute den Rekord für die meisten Laufyards in einer einzigen Saison hält: 2105yds. Ging dann im Streit zu den Colts.

Kurt Warner – QB. Warner stieg aus dem blanken Nichts auf und wurde 1999/2000 zum unumstrittenen NFL-Superstar und holte gleich im ersten Jahr die Superbowl. Leider danach zu früh abgeschossen, denn wie gut Warner war, zeigen seine späten Jahre in Arizona. War zweimal NFL MVP und Superbowl MVP als Rams-QB.

Marshall Faulk – RB, für eine Bagatelle nach St Louis gekommen und dort integraler Bestandteil einer phänomenalen Offense, inklusive Superbowl-Titel 1999/2000. Faulk war dreimal in Folge Offensivspieler des Jahres und 2000 NFL MVP und war in der Blütezeit gleichermaßen Läufer und Ballempfänger.

korsakoffs Highlight

Super Bowl XXXVI – Die Rams wurden (tape-bedingt?) outcoacht von den kleinen Patriots. Trotzdem: Wie diese Offense in den Schlussminuten plötzlich „klick“ machte, war schon sehr eindrucksvoll. Obwohl underdog-affin, taten mir die Rams nach dem Spiel richtiggehend leid.

Eckdaten

Gegründet: 1936 als Cleveland Rams, 1946-1994 Los Angeles Rams
Besitzer: Stan Kroenke (Immobilien)
Division: NFC West
Erfolge: Superbowl-Champ 1999, Superbowl-Verlierer 1979, 2001, NFL-Champ 1945, 1951, 27x Playoffs (19-24)

(NFL-Teamserie gibt es auch hier.)