NFL Vorschau 2014 – Atlanta Falcons

2008 haben die Atlanta Falcons nach vielen Jahren Mittelmäßigkeit einen radikalen Schnitt gemacht. Owner Arthur Blank holte sich einen neuen GM (Thomas Dimitroff), einen neuen Head Coach (Mike Smith) und einen neuen Quarterback (Matt Ryan). Selten läuft in der NFL ein Neuanfang vom Start weg so rund wie in Atlanta: in den ersten fünf Jahren gewannen sie 56 Spiele in der regular season und erreichten vier Mal die Playoffs.

 

Man wähnte sich nur einen difference maker vom großen splash entfernt – und dieser sollte WR Julio Jones werden. Das nahm sich auch ganz gut aus, schließlich endete die Saison 2012 nur einen 4th down vom Super Bowl entfernt. Unter der Oberfläche wurde das Eis aber immer dünner. Nicht nur hatte Atlanta in den Drafts 2011 und 2012 nur insgesamt vier picks in den jeweils ersten vier Runden; sondern diese picks und die späteren wurden auch noch reihenweise in den Sand gesetzt.

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Forza Mike Smith

Ich war und bin nicht immer der größte Fan von dem, was die Atlanta Falcons in ihrer Personalpolitik veranstalten, aber der Head Coach Mike Smith, der ehemalige Defensive Coordinator der Jacksonville Jaguars, gehört zu meinen Favoriten, auch und vor allem wegen solcher Schilderungen:

Mike Smith fielded a bunch of softball questions before some jerk (me) asked him if his fourth-down strategies were going to change. Smith said that he will remain aggressive. He said that going for it on fourth-and-short is a good strategy „statistically.“ Yay. I asked if he planned on putting in some special packages for fourth-and-short, and he said that he does critical analysis during every offseason, and „fourth down and one is at the top of my list.“ Go, coach, go!

(Quelle: Mike Tanier/2012 Combine Report: Day Three)

Atlanta Falcons in der Sezierstunde

Die Atlanta Falcons 2010 holten 13-3 Siege in der Regular Season, jene von 2011 holten 10-6 Siege. Beide Saisons endeten ähnlich: Mit einem Debakel in den Playoffs. Trotzdem gibt es aus Georgia einen Fortschritt zu vermelden. Schauen wir uns eine größere und damit aussagenkräftigere Datenmenge an: Die Spielzüge.

Offense                2010       2011
Yards per Play          5.0        5.6
Netto-Yards pro Pass    5.9        6.8
Yards pro Lauf          3.8        4.0
INT-Rate                1.6%       2.2%
Defense                2010       2011
Yards per Play          5.6        5.5
Netto-Yards pro Pass    6.1        6.4
Yards pro Lauf          4.6        4.2
INT-Rate                3.9%       3.4%

Die jeweils ersten drei Stats korrellieren historisch gesehen mit den jeweiligen Vorsaisonen. Die Turnover-Statistik jedoch hat historisch gesehen vor allem auf Seiten der Defense eine Korrelation von fast null, tendiert also dazu, sich „zufällig“ zu verhalten. Wir sehen: Bis auf die Pass-Defense haben sich die Falcons in allen Kategorien gegenüber 2010/11 verbessert. Zwei schnell aussm Ärmel geschüttelte Hauptgründe für die trotzdem schwächere Saisonbilanz:

  • Turnovers: Die erstaunliche INT-Rate von 1.6 pro 100 Pässen (Ligadurchschnitt ist 3.0%) konnte natürlich nicht aufrecht erhalten werden. Resultat: Statt 9 INTs waren es heuer 13. In der Defense war man heuer deutlich näher am Ligaschnitt dran. Resultat: Nur noch 19 anstelle von 22 INTs. Macht in Summe eine Differenz von sieben Turnovers – ein massiver Wert in einer Kategorie, die historisch stark zu schwanken tendiert.
  • Knappe Spiele: 2010 holte Atlanta teilweise bizarrste Siege (z.B. INT-Return der 49ers, die knapp abgewürgten Comebacks von Ravens und Buccs, das verschossene FG der Saints) und war 7-2 in Spielen mit einem Score Differenz. 2011 hatte man das Glück seltener auf seiner Seite, gewann nur mehr 5 von 8 knappen Spielen und sah sich beispielweise beim 4th down in der Overtime gegen New Orleans schwer im Pech.

Alles klar?

Das bedeutet freilich nicht, dass sich die Falcons nach dem erneuten Scheitern damit entschuldigen dürfen: Die eigenartig sterile Mannschaft löst nirgendwo Entzücken aus und braucht Impulse.

Eine Baustelle seit Jahren ist die Offensive Line, die keine Dominanz durchgedrückt bekommt. Die Tackles gelten als bestenfalls mittelmäßig, aber mit welchen Mitteln sollen sie ersetzt werden? Dahinter eröffnet sich ein weiterer Brennpunkt in RB Michael Turner, dessen unexplosive Spielweise immer weniger zur eingeschlagenen Richtung der Falcons-Offense passt. Ein quicker Back sollte dieser Mannschaft besser zu Gesicht stehen, um wenigstens verschiedenen Rhythmen einschalten zu können.

Abseits davon sind mit dem exzellenten jungen QB Matt Ryan und dem Ballfängertrio White/Jones/Gonzalez (sofern Gonzalez seinen Level halten kann) einige Bausteine da, wobei der Receiving-Corp nicht wie ein fertiges Paket aussieht. Deswegen schaut der immer noch schwer zu begreifende Jones-Deal im Draft 2011 immer noch eher schlecht aus, auch wenn sich Jones immer besser in den Angriff integriert zu haben scheint.

Um noch etwas Positives über den Angriff zu verzapfen: Der OffCoord Mike Mularkey verabschiedete sich nach Jacksonville. Mularkey hatte bei mir nach seiner Zeit in Pittsburgh einen exzellenten Ruf genossen; die immer steifer gewordenen Vorstellungen der Falcons in den letzten Monaten haben bei mir die Erkenntnis reifen lassen, dass Frischwind für die Falcon-Offense die übelste Sache der Welt nicht sein kann, selbst wenn der Neue – Dirk Koetter – eine Unbekannte darstellt.

Solide Grundlage, aber keinen Wow-Effekt gibt es aus der Defense zu vermelden. Mit DE John Abraham und dem situativ eingesetzten Kroy Biermann riskiert man, die beiden besten Pass Rusher zu verlieren. Abraham ist mit bald Mitte 30 nicht mehr der jüngste und war in der jüngeren Vergangenheit häufig entweder verletzt oder nicht mehr durchhaltevermögend genug. Dem DE Ray Edwards sagte man ein eher ernüchterndes erstes Jahr bei den Falcons nach und auch der ehemals hoch gedraftete DT Peria Jerry verliert so langsam seine Unterstützer.

Hinter der Defensive Line, die man insgesamt als nicht physisch genug betrachten könnte, sind mit den jungen Sean Witherspoon und Stephen Nicholas zwei aufstrebende Talente da. Sollte allerdings MLB Lofton abwandern, reißt sich eine Lücke auf, die nur noch vom drohenden Abgang des besten Cornerbacks Brent Grimes in den Schatten gestellt würde. Und selbst wenn Grimes bleibt, gibt es nur wenig aufregende Safetys und den zu unverlässigen CB Dunta Robinson.

Auch hier ein neuer Coordinator – und diesmal kein Unbekannter: Der stets elegant gekleidete Mike Nolan, ein verbrannter Name als Cheftrainer, aber mit sehr, sehr vorzeigbarer Vergangenheit als DefCoord. Nolan passt wie Arsch auf Eimer auf Atlantas Defensive: Wenig Spektakel, aber grundsolide exekutierte Basics, und alle Defenses Nolans tendierten zu rascher Vebesserung.

Trotzdem: Das Unangenehme an den Atlanta Falcons ist alles in allem der fehlende eine Anhaltspunkt, wo man denn nun auf die Schnelle ansetzen sollte, noch dazu ohne die vielen für Jones eingetauschten Draftpicks. Alle Mannschaftsteile sind gut besetzt, aber überall mangelt es an dem Mann, an dem man sich aufrichten kann.

Die Offensive Line, die den Anstürmen nur bedingt standhalten kann. Das träge Laufspiel. Das unvollständige Passspiel. Der solide Pass Rush. Die unspektakuläre Pass-Defense. Einerseits ist Atlanta so schlecht nicht aufgestellt, andererseits fehlen die Mittel (Draftpicks), um im Sprinttempo den Level von „gut“ auf „großartig“ zu heben. Und so muss man fürchten, dass im Herzen des bible belt das Fenster des Erfolgs ungenutzt verstreichen wird, weil man nicht alle notwendigen Bausteine zugleich an Ort und Stelle hat.

NFC-Wildcards 2012: New York Giants – Atlanta Falcons

[21h59] Endstand New York Giants 24, Atlanta Falcons 2.

[21h52] Bei den Atlanta Falcons werden die nächsten Tage vielleicht noch interessant: Sie sind nur einen kleinen Schritt weiter als nach der vergangenen Saison, haben Fragezeichen hinsichtlich RB Michael Turner (heute keine 3yds/Carry) und TE Tony Gonzalez, die beide nicht jünger werden, eine wackelige Offensive Line und ihren höchsten Draftpick 2012 bereits an die Cleveland Browns abgegeben. Die Offense ist immer noch im Umbruch und gemessen an den vergangenen beiden Jahren möchte man nicht unbedingt das Spiel allein in QB Matt Ryans Hände drücken, wenn das Laufspiel um Turner mal nicht klappt. Und dann darf man immer noch ein Wort über das PlayCalling am heutigen Tag verlieren…

Die Defense dagegen ist grundsolide: Pass Rush ist okay, es gibt einige Fragezeichen im Defensive Backfield. Ein oder zwei richtige „Playmaker“ stünden der Mannschaft gut zu Gesicht, um der Unit das Prädikat „dominant“ zu verleihen, aber die Defense ist nicht der Grund, dass die Falcons einfach nicht aus dem Mittelmaß emporsteigen können.

[21h44] Die Giants werden also nach Green Bay fahren (Sonntag, 15.1. um 22h30), zum Re-Match des Klassikers vor vier Jahren im NFC-Finale (OT-Sieg bei minus 20°C) – diesmal kommt die Mannschaft in einer ähnlichen Position daher: Gerade mitten in einem Lauf, mit starkem Pass Rush und der Fähigkeit auf Big Plays im Angriff. Dazu hat man im Dezember gezeigt, dass man mit den Packers mithalten kann, verlor nur knapp in der letzten Spielsekunde. Sieht auf alle Fälle hoffnungsvoller hinsichtlich „Upset“ aus als man vor 2-3 Wochen angenommen hätte.

[21h25] NY Giants 24, Atlanta 2/Q4 9:55. Langer 27yds TD-Pass für WR #82 Manningham – sauberer Pass. Unabhängig davon sieht die Suppe schon seit ein paar Minuten sehr gegessen aus, weil die Giants hier Atlanta physisch und mental zermürbt haben.

Drittes Viertel

[21h10] NY Giants 17, Atlanta 2/Q3 2:43. Da ist das richtig große Big Play. Manning findet Nicks in der Spielfeldmitte offen zwischen drei Mann. #88 Nicks dreht ab, zündet den Turbo und sprintet 72yds zum Touchdown durch. Für Atlanta wird das Brett nicht dünner.

[21h08] Halbwegs solider Falcons-Drive bevorzugt über WR #84 Roddy White und mit Abstrichen WR #11 Julio Jones, ehe Smith an der 21 erneut einen QB-Sneak zum 4th down und 1 ausspielen lässt. Diesmal gibt es keine Diskussion: Die Defensive Line war zu mächtig, Ryan hatte keine Chance.

[20h54] NY Giants 10, Atlanta 2/Q3 7:51. Gemessen an dem heute bisher Gezeigten ein recht beeindruckender Drive der Giants. Respektive: Eli Mannings. Manning macht das mittlerweile exzellent, kauft sich gegen die durch Linebackers verstärkte Passrush-Formation der Falcons mit seiner Beweglichkeit die Zeit und serviert immer mal wieder einen rattenscharfen Ball in die enge Deckung hinein. An der GoalLine bekommen die Giants eine eigentlich fällige Pass Interference nicht, und so sind die drei Punnkte kombiniert mit dem verschenkten TD-Fang #85 Ballards eher zu wenig.

[20h44] Atlanta bleibt seinem Laufspiel treu, obwohl es nicht wirklich in die Gänge kommt (1x 10yds, 1x 0yds, 1x Raumverlust). So muss man beim dritten Versuch werfen, wo WR White den Ball dank guter Abwehrarbeit nicht festhalten kann.

[20h36] Man hängt sich an der nicht gestatteten Nachmessung im letzten Giants-Drive auf, dabei sollte man IMHO mehr über die beiden 4th downs reden, wo zumindest beim ersten – jenem der Falcons – ein eigenartiger Spot gegeben wurde.

Zweites Viertel

[20h23] Halbzeit New York Giants 7, Atlanta Falcons 2.

Über weite Strecken ein unansehnliches Spiel, weil beide Offenses nur einen langen Drive zustande brachten und ansonsten mit diversen Problemchen zu kämpfen haben: Beide Defensive Lines kriegen immer wieder Druck auf die Pocket zustande und beide Angriffe opfern trotz Erfolglosigkeit immer wieder einen Laufspielzug für 0yds. Bei den Giants funktionierte RB Jacobs etwas besser als RB Turner bei Atlanta. Dazu fürchterliches Handling der Auszeiten bei den Falcons kurz vor der Pause. Erfreulich ist allerdings, dass beide HeadCoaches in oder an der gegnerischen RedZone ein 4th down ausspielten – nur die Giants hatten Erfolg und machten prompt auch den Touchdown.

[20h18] Nach dutzenden Werbepausen wird wieder Football gespielt: Die Giants probieren es 1:48 mit einem tiefen Ball für #82 Manningham, der großartig abgewehrt wird. 1:03 kriegt Atlanta noch eine Chance zum Punkten.

[20h03] NY Giants 7, Atlanta 2/Q2 2:55. Die Giants spielen endlich mit der nötigen Intensität und – oh Wunder – schon klappt es ein stückweit besser: Manning per Scramble, die Running Backs mit viel Wucht und zwischendurch ein paar kurze Pässe an die Seitenlinie, da die Falcons aggressiv gegen die Playmakers Cruz/Nicks gehen. Am Ende nach 13 Spielzügen und 85yds ein schwer mit viel Blut erarbeiteter Touchdown für WR Nicks.

[19h44] NY Giants 0, Atlanta 2/Q2 13:44. SAFETY und passenderweise die ersten Punkte hier durch die Defense erzielt: QB Eli Manning lässt sich 10-12yds in die eigene Endzone treiben und muss den Ball wegwerfen, was per Regelwerk einem Safety gleichkommt.

[19h41] Nach fünf Punts und nur einem 1st down endlich ein g’scheiter Drive der Atlanta Falcons. Viele schnelle Pässe, kaum große Raumgewinne, aber mehr als zehn Plays. In der gegnerischen RedZone entscheidet man sich, bei 4th-and-1 nicht in den Wind zu kicken, sondern per Sneak auszuspielen. Die Giants bleiben diszipliniert, lassen sich nicht ins Offside verarschen und der Ball liegt 5cm zu kurz.

Erstes Viertel

[19h33] Jetzt ist auch dogfood von Allesaussersport wieder ins Liveblogging eingestiegen.

[19h27] Und die nächsten beiden Three’n’outs, weil die Defensive Lines sehr aggressiv zu Werke gehen.

[19h13] Je einmal Three’n’out für beide Offenses, weil die Defensive Lines sehr aggressiv zu Werke gehen und die Quarterbacks und Running Backs sehr physisch attackierten.

[19h06] Unter den Klängen von AC/DC wird der Kick Returner der Giants bei windigen Verhältnissen und Temperaturen um 5°C schnell gestoppt.

[18h40] Zweiter Tag der Wildcard-Playoffs in der NFL mit dem vermutlich am schwersen zu tippenden Spiel des Wochenendes: Giants – Falcons, wo eine Wundertüte (New York) auf ein Muster an Konstanz (Atlanta) trifft. Die Vorschau-Texte dieses Blogs gibt es hier:

Vorschau NFL Wild Card Playoffs 2011/12: Falcons/Giants, Steelers/Broncos

Atlanta Falcons (10-6) @ New York Giants (9-7)

[Sonntag 19.00Uhr, kommentiert auf FOX von Joe Buck und Troy Aikman]

Die New York Giants haben es mal wieder geschafft, nach achterbahnmäßigen Auf und Ab dann doch wieder in die Playoffs zu kommen. Es gab ein paar tolle Siege (vs New England, Philadelphia), einige Einbrüche (z.B. gegen New Orleans), großartige Comebacks (vs Dallas), völlig unerklärliche Niederlagen (vs Seattle) und abgerundet wurde die ganze Saison durch fünf aufeinanderfolgende Niederlagen im November und Dezember. Mit drei Siegen in den letzten vier Spielen kommt man jetzt aber heiß und mit momentum in die Playoffs. Bei den Giants ist das Auf und Ab und andere Aufregung mittlerweile schon zur Tradition unter Head Coach Tom Coughlin geworden. Mal schießt sich der Nr. 1 WR in den Fuß, dann will der RB einen Fan verprügeln oder er beleidigt Rex Ryan mitten im Stadion; Eli wird mal auf eine Stufe mit Peyton gehoben nur um dann zwei Wochen später nicht mal der beste QB in New York zu sein und Coughlin wird jede Seaison mehr als einmal von Fans und Medien symbolisch gefeuert. Um es kurz zu machen: dieser Zirkus ist das genaue Gegenteil der Atlanta Falcons, die weder auf noch ab oder sonst etwas Extremes sind, sondern einfach – naja, so mittel.

Atlanta ist ein durch und durch gutes Team. Das ist einerseits ein Kompliment, andererseits beschreibt es auch ihre Grenzen. Gut heißt einerseits, daß sie zum dritten Mal in den vier Jahren unter HC Mike Smith ( OC Mike Mularkey & DC Brian Van Gorder) mit Quarterback Matt Ryan verdient in die Playoffs gekommen sind. Die Falcons haben sich in diesen vier Jahren auch nicht verändert. Sie haben ein ziemlich gutes Laufspiel, ein solides Paßspiel und eine ganz anständige Defense.

Aber “gut” heißt eben auch “nicht sehr gut”. Ryan ist kein Rodgers, die WRs Roddy White und Julio Jones sind keine Playmaker vom Format Larry Fitzgerald oder Calvin Johnson, RB Michael Turner ist kein Adrian Peterson und DE John Abraham ist kein Terrell Suggs.

Falcons Offense / Giants Defense

So wird das Spiel dann wohl auch taktisch recht “normal” ablaufen: Turner wird seine 20 Carries bekommen, Ryan wird einige gute Würfe machen und Jones/White einige gute fangen (aber auch droppen) und TE Gony Gonzalez wird die Linebackers der Giants öfter Mal alt aussehen lassen. Aber: das Entscheidende wird der Kampf an der Line of Scrimmage sein und hier ist Atlanta klar im Nachteil.

Die Offensive Line der Falcons ist Durchschnitt. Fünf große dicke Jungs, die ihre Stärken vor allem im Running Game haben. Und in den letzten fünf Wochen (vor dem Spiel gegen die Reste der Tampa Bay Buccaneers) hat selbst das nicht mehr besonders gut funktioniert: 89, 70, 86, 97 und 35 Laufyards gegen Minnesota, Houston, Carolina, Jacksonville, New Orleans. Über die gesamte Saison gesehen waren es am Ende nur 4,0 Yards per Carry, schlechter als zum Beispiel Indy.

Im Paßspiel kann sich QB Ryan schon mal auf einige blaue Flecken gefaßt machen. In guter alter Giants-Tradition hat die Verteidigung um Defensive Coordinator Perry Fewell eine tief besetzte Defensive Line mit drei hervorragenden Pass Rushern in Jason Pierre-Paul, Justin Tuck und Osi Umenyiora (auch wenn Umenyiora und manchmal auch Tuck zeitweise in einer Mischung aus leicht verletzt und lustlos aufgelaufen sind). Auch die anderen D-Liner Chris Canty, Linval Joseph und Dave Tollefson sollten in diesem Spiel ihre Plays machen. Das müssen sie auch, um das mittelmäßige, von Verletzungen geplagte LBs-Corps rauszuhauen.

Atlanta hat nur eine Chance auf mehr als 20 Punkte, wenn sie es schaffen, mit White und Jones mehrere Big Plays zu kreieren. Weil das aus der normalen Offense gegen diesen Pass Rush nur schwer möglich sein wird, werden wir wahrscheinlich viel No-Huddle-Offense von Matt Ryan sehen, was er in den letzten Wochen auch schon ausgiebig ausprobiert hat. Das macht den Pass Rush müde, verhindert das Auswechseln von Spielern, Wechsel zwischen Base-, Nickel- und Dime-Defense und hält den Druck auf die Verteidiger hoch.

Giants Offense / Falcons Defense

Der Gameplan der Giants-Offense ist ziemlich simpel: Eli Manning muß das Spiel irgendwie gewinnen. Das Laufspiel ist statistisch das schlechteste der NFL gewesen mit nur 89,2 Yards pro Spiel und 3,5 Yards pro Carry. Nichtsdestotrotz können sie mit einem fitten Ahmad Bradshaw und einem motivierten Brandon Jacobs mehr als 100 Yards machen und ihren Teil beitragen. In den letzten fünf Spielen waren sie, bis auf die Partie gegen Washington, auch immer dreistellig.

Trotzdem muß das Paßspiel die Hauptarbeit leisten. Mit einem teilweise überragend spielenden Eli Manning und einem der besten Receiving Corps der NFL mit Hakeem Nicks, Mario Manningham und Victor Cruz haben die Giants den klaren Vorteil gegen die mäßige Paßverteidigung Atlantas.

Fazit

Am Ende muß irgendwer der Falcons über sich hinauswachsen, um das Spiel zu gewinnen. Die Giants haben mit Eli, Victor Cruz und JPP/Tuck Spieler, die das regelmäßig machen. Bei Atlanta fehlt der ganz große Spieler, der MVP, der game changer, der auch mal das ganze Team auf seinem Rücken zum Sieg trägt. Matt Ryan hat dieses Jahr nicht gezeigt, daß er gegen eine ganz starke Defense ganz stark spielen kann; WR Roddy White hat immer wieder Killer-Drops; WR Julio Jones ist ein Rookie und wartet noch auf seine breakout performance; RB Michael Turner ist immer noch grundsolide, aber nicht der Homerun-Hitter und auch in der Defense gibt es viele überdurchschnittliche Spieler wie CB Brent Grimes, die LBs Lofton und Weatherspoon oder DE John Abraham. Die genannten haben alle durchaus das Talent, ein Spiel zu entscheiden, aber bis jetzt haben sie es noch nicht gezeigt. (In ihren letzten beiden Playoff-Spielen übrigens auch nicht: 2008 L 24-30 @Arizona und 2010 L 21-48 vs Green Bay.) Hinzu kommt noch, daß Dome-Teams in den letzten 40 Jahren nur 9 von 41 Playoffspielen in kalten Stadien gewonnen haben. Die Giants gehen als klarer Favorit in das Spiel.

Pittsburgh Steelers (12-4) @ Denver Broncos (8-8)

[Sonntag 22.30Uhr, kommentiert auf CBS von Jim Nantz und Phil Simms]

Im Mile High Stadium treffen zum Abschluß der Wild-Card-Playoffs zwei der nur drei Playoff-Teams aufeinander, die ein negatives Turnover-Rating haben (Denver -12, Pittsburgh -13). Über Tim Tebow und seine Broncos ist eigentlich alles gesagt, daß muß hier nicht nochmal wiederholt werden. Pittsburgh läuft komischerweise etwas “under the radar”. Die Defense hat unter vielen Verletzungen gelitten und hat die Regular Season völlig unbemerkt als Nr.1 nach Punkten als auch Yards abgeschlossen. In der Offense redet man meistens über die miese O-Line, den verletzten Big Ben und das miese Laufspiel. Aber an guten Tagen ist Pittsburghs Angriff einer der explosivsten der NFL und immer für mehrere Big Plays gut.

Broncos Offense / Steelers Defense

Das wird ein ganz langer Tag für Tim Tebow und seine Offense. Denver hat zwar das beste Laufspiel der Liga, aber Pittsburgh immer noch eine der besten Verteidigungsreihen ligaweit – sowohl gegen den Lauf als auch den Paß. Die Statistiken lassen Pittsburgh nicht ganz so gut aussehen, was aber vor allem daher rührt, daß die LBs alle längere Zeit verletzt oder gesperrt gefehlt haben. Jetzt sind alle wieder fit.

Pittsburgh wird das Spiel sehr aggressiv angehen und Tebow sehr früh Bekanntschaft machen mit Safety Troy Polamalu, der wohl meistens “in the box” spielen wird, um das Laufspiel von Anfang an zu unterbinden. Es sollte auch nicht allzu riskant sein, immer acht Mann in der Nähe der Line of Scrimmage zu haben, denn passen ist nicht gerade die Stärke Tebows.

In den letzten drei Spielen, die allesamt verlorengingen, wurde Tebow entzaubert. Vor allem die Bills und Chiefs haben in der Defense eine sehr aggressive Man-Coverage gegen die WR gespielt und Tebow damit die einfachen “Reads” genommen. Zusätzlich haben die DEs beziehungsweise OLBs sehr diszipliniert gespielt und Tebow nicht Richtung Seitenlinien ausbrechen lassen. Aggressiv und diszipliniert sind dummerweise die Hauptcharakteristika der Steelers-D.

Die Zahlen für Denvers Quarterbacks waren ernüchternd in den Wochen 15, 16, und 17: 30/73, 439 Yards, 1TD, 4 Interceptions, 3 Fumbles. Die Broncos haben nur eine Chance, wenn sie sich von ihren überkonservativen Gameplans verabschieden und ihr Heil in einigen tiefen Bällen suchen. Die Chance dafür sollte zumindest da sein, denn Polamalu wird sich hauptsächlich an der Line of Scrimmage rumtreiben, der zweite etatmäßige Safety Ryan Clark ist verletzt und mit Ike Taylor haben sie auch nur einen starken CB.

Steelers Offense / Broncos Defense

Auf dieser Seite des Balles wird alles von Roethlisbergers linkem Knöchel abhängen. Erstmals hat er ihn sich Anfang Dezember verletzt, humpelte dann in San Francisco nur rum bevor er sich in Woche 16 schonen durfte. Letzte Woche mußte er wieder ran und ist im dritten Viertel gegen Cleveland erneut mit dem Fuß umgeknickt. Nun humpelt er schlimmer als zuvor und ist damit seiner wohl größten Stärke beraubt: der Fähigkeit, immer wieder sicher geglaubten Sacks zu entkommen.

Hinter seiner dezimierten Offensive Line, die schlecht wie eh und je spielt, sollte er am Sonntag immer wieder große böse Jungs auf sich zukommen sehen. Elvis Dumervil und Rookie Von Miller sind das wohl beste Pass-Rushing-Duo der AFC. Miller hat zwar in den letzten Wochen, in denen er angeschlagen war, leicht nachgelassen, aber ein wenig fitter und mit der Motivation eines Playoffspiels vor eigenem Publikum sollte er zur Höchstform auflaufen. Pittsburgh hat in dieser Saison auswärts 25 Sacks zugelassen.

Noch schwieriger wird es für Pittsburghs Offense, weil sich Running Back Rashard Mendenhall mit Kreuzbandriß ins Krankenhaus verabschiedet hat. Nun muß Isaac “Redzone” Redman das Workhorse geben. Ob er dazu fähig ist, muß er erst noch beweisen. Helfen sollte den Steelers die bestenfalls durchschnittliche Secondary der Broncos. CB Champ Bailey ist immer noch gut, aber nicht großartig. Der andere Starting-CB Andre Goodman hat seine besten Tage auch hinter sich und nach der Verletzung von Safety-Legende Brian Dawkins bewachen mit Rookie Quinton Carter und dem 24-jährigen David Bruton zwei Grünschnäbel den tiefen Teil des Feldes.

Das sollte den beiden Deep Threats Mike Wallace und Antonio Brown viel Freude bereiten. Beide haben in dieser Saison mehr als 1000 Yards erfangen und machen pro Catch fast 17 Yards. Wenn Big Ben mal Zeit in der Pocket bekommt, sollten Wallace und Brown die wichtigen Catches und Punkte machen, auch wenn es wohl nicht allzu viele werden dürften. Letztendlich sollten die Steelers aber auch gar nicht so viele Punkte brauchen um eine Woche später zu ihren guten Freunden aus Baltimore oder New England fahren zu dürfen.

He should have

(Achtung, Spoiler der wichtigsten Szene bei Atlanta/New Orleans)

Scharfsinnige Analyse bei Pat Yasinskas zur spielentscheidenden Spielzugauswahl beim Spiel Atlanta – New Orleans.

What I didn’t like: When Mike Smith first decided to go for it on fourth-and-inches in overtime, I liked the call. I thought it was gutsy and ambitious. After watching Michael Turner get stuffed, I changed my mind. Smith should have punted and taken his chances with his defense.

Äh, ja.

Atlanta Falcons in der Frischzellenkur

ÜBERBLICK

#6 WR Julio Jones (Alabama)
#91 LB Akeem Dent (Georgia)
#145 RB Jaquizz Rodgers (Oregon State)
#192 P Matt Bosher (Miami)
#210 OG Andrew Jackson (Fresno State)
#230 DE Cliff Matthews (South Carolina)

Der Trade der Falcons für WR Julio Jones wird einer derjenigen sein, über die man noch in Jahren diskutieren wird, wer denn nun besser aus der Affäre gestiegen ist. Atlanta gab die Picks #27, #59, #124 von 2011 und die Picks in Runde 1 (!) und 4 von 2012 her. Fünf Picks, zweimal 1. Runde.

Um dann eine Wide Receiver zu draften. Der Blick in die Geschichte zeigt: Der Wert eines überragenden Wide Receivers ist gnadenlos überschätzt. Die drei besten WRs spielen aktuell in Teams, die hoffnungslos unter Wert geschlagen werden, weil die wirklich wichtigen Positionen (QB, Pass Rush, Pass-Deckung) ungeklärt sind. Ich spreche von Johnson/Fitzgerald/Johnson.

Die Einberufung von Julio Jones schaut also aktuell in der Gesamtbetrachtung wie Idiotie aus.

Sportlich kann Jones den Falcons vielleicht eine zusätzliche Dimension in der Offense geben – noch mehr Variabilität und etwas mehr Explosivität. Ob das allerdings genug ist, um einen Gratis-Pick in der ersten Runde zu verhökern?

Man hat offenbar sehr stark darauf geschielt, die schwachen Secondarys von Carolina und Tampa Bay bloßzustellen, um in der Division vorne zu bleiben. Ein „Bayern-Problem“? Das große Ganze aufzugeben, um widerstandslos das Mittlere (a.k.a. Bundesliga) zu gewinnen?

Cooler als der Jones-Pick ist die Wahl auf RB Jaquizz Rodgers. Ich hatte a) für Atlanta einen wendigen Komplementär-Back zum brachialen Michael Turner gefordert und b) für Rodgers als Idealsituation einen brachialen #1-Back als Nebenmann ausgemacht. Looks like Optimalsituation für beide. Und für die wirkliche neue Dimension in der Offense. Gefällt mir gut, der Pick.

LB Akeem Dent und DE Cliff Matthews schauen aus wie eine Art need-Picks. „Need“ in dem Sinne, dass hier junge Spieler an die Startformation herangeführt werden, aber nicht bereits 2011/12 herangeführt werden müssen. Punter Matt Bosher kenne ich nicht, aber Atlantas Punt-Spiel war vor allem im Playoffspiel gegen Green Bay horrend.

Summa summarum

Atlantawill den Home Run. Atlanta will in die Super Bowl – und zwar sofort. Ich bin kein Fan von „Dieser und kein anderer Spieler gegen fünf Draftpicks“ und besonders nicht wenn „dieser und kein anderer“ ein Wide Receiver ist. Atlanta hat eklatante Probleme in der Secondary und erlebt zudem einen Alterungsprozess in der Abteilung Pass Rush.

Von daher gefällt die Strategie, quasi einen kompletten Draft für Julio Jones abzuschenken, nur sehr bedingt.

Was uns der Draft aber zeigt: Dimitroff/Smith sind tatsächlich für Überraschungsmomente zu haben. Das hatten bislang weder Spielphilosophie, noch Personalpolitik erwarten lassen.

Atlanta Falcons in der Sezierstunde

2010/11 in der NFL ist geschlagen. Kein Mensch (oder, „Good“ell?) weiß, ob und wann die NFL-Saison 2011/12 weitergehen wird. Die CBA-Verhandlungen werden uns im Lauf der Zeit aufklären. Fürs Erste ist nur mehr der NFL Draft abzuhalten. Trades und Free Agency wird es vorerst keine geben.

Zeit für mich, mal den Entwicklungshelfer für die NFL-Teams zu geben. Beginnend mit den Atlanta Falcons.

Atlanta Falcons, NFL Football

©Flickr

2010/11 hat eine Falcons-Truppe gesehen, die ich einigermaßen beeindruckend fand. Diese Scheißt-mich-nicht-was-ihr-uns-entgegenwerft-Einstellung der Falcons war über Wochen und Monate ein prägendes Element der Footballsaison. Wir durften das oft genug im TV bestaunen. Eine in der Offense erbarmungslos auf hartes Laufspiel, Fehlerminimierung und effizientes Kurzpassspiel setzende Truppe, der eines abging: Explosivität. In der Defense nicht mehr als solide. Es deutete sich schon seit Mitte Oktober an, aber erst die Packers haben das Problem so krass wie es ist zutage gebracht: Die Scheune „Secondary“ steht sperrangelweit offen. Dazu kommen IMHO unzuverlässige Special Teams.

Das Saisonergebnis kann sich trotzdem sehen lassen: 13-3. In den Playoffs flogen die Falken wie alle anderen NFL-Vögel dann schnell heim. Es passiert häufig bei Mannschaften mit einem eher jungen Nukleus und fehlender Explosivität, dass Unerfahrenheit in den Playoffs zu einem Problem wird. Dieses Problem zeigte sich insbesondere nach der überflüssigen Interception kurz vor der Pause. Den Falcons wurden danach sämtliche Federn ausgerissen und sie fielen in sich zusammen.

Trotzdem ist man in Atlanta offenbar zufrieden mit dem Job von Head Coach Mike Smith, der die Chaos-Franchise nach Vick und Petrino auf einen soliden Kurs gebracht hat. Sein Vertrag wurde finanziell ordentlich aufgestockt und verlängert. Smith ist einer meiner Favoriten: Kein Lautsprecher, sondern ein hemdsärmeliger Typ mit klarer Handschrift. Ein Typ, wie es jeder andere der vermutlich 1,7 Mio. anderen Mike Smiths in den Staaten sein könnte. Die Falcons sind spielerisch eines der markantesten Teams. Auch der Rest der Trainercrew bleibt zusammen. Philosophiewechsel wird es unter dem brillanten GM Thomas Dimitroff also erstmal keinen geben.

Vor dem Abflug

Eine ganze Reihe an Verträgen läuft nun allerdings in Atlanta aus. Angefangen beim TE Tony Gonzalez, der noch eine Saison dranhängen wird. Gonzalez ist ein integraler Bestandteil der Offense, ein Klammerhaken für QB Matt Ryan, genauso wie WR Roddy White. Ich glaube nicht, dass sie Gonzalez ziehen lassen werden.

Auf der RB-Position werden zwei Spieler Free Agents: Jason Snelling und Jerious Norwood. Sie werden nicht beide halten. Norwood ist der, der eine Change of Pace zu RB Michael Turner bringen kann, war aber schwer verletzt. Snelling ist mehr ein Turner für Arme, hat sich aber erstaunlich gut mit Turner ergänzt.

Dazu sind drei Offense Liner vertragslos: RT Tyson Clabo und die Guards Justin Blalock & Harvey Dahl. Alles Starter. 3/5 der Offense Line. Im Sinne der Kontinuität – und die Line war absolut okay – sehe ich Atlanta gezwungen, alle drei zu behalten. Denn die Probleme liegen in der Defense.

Der erfahrene, aber alte MLB Mike Petersen ist ein alter Weggefährte von Smith aus Jaguars-Tagen, könnte aber gehen müssen. Mit CB Brent Grimes ist ein junger Mann in der Secondary vertragslos.

Wo den Hebel ansetzen?

Keine Frage: Atlantas Offense wird nicht primär im Fokus liegen, auch wenn Turner und White schön langsam ihre Vorwahl wechseln werden. Die augenscheinlichsten Probleme liegen in zwei Bereichen: Pass Rush und Pass-Deckung.

Im Prinzip fehlt Atlanta in Defensive Line und Secondary ein Anker, ein Playmaker. Einer, auf den der Gegner aufpassen muss. Der Pass Rush ist wenig erbaulich, es sei denn, sie schicken Blitzes und entblößen sich noch mehr. Die Draftklasse 2011 ist voll von guten Defensive Linern. Im Übrigen hätten die Falcons noch einen hoch Gedrafteten im Kader: DT Jeria Perry, der in zwei Jahren ganze 1-2x gespielt hat und den Rest in der Reha verbrachte.

In der Secondary spielt mit CB Dunta Robinson ein extrem teurer Mann. Aber Robinson ist ein Unsicherheitsfaktor, mehr denn ein großer Anführer. Die Safeties der Falcons sind ein Schwachpunkt. Atlanta wird in der ersten Runde unter Garantie sein Augenmerk auf die Defenisve Backs legen. Auf jeden Fall eher, denn noch einmal einen 60 Mio.-Vertrag (Robinson) für einen Free Agent auszustellen.

Die Aussichten

Atlanta hat alle Ingredienzien, auf längere Sicht vorne dabei zu bleiben. Das Management ist so weitsichtig und ruhig wie die Spielweise der Offense. Das Team wird von der Erfahrung „Green Bay“ zehren, mehr als dass es daran zerbrechen wird. Aufstrebende Mannschaften müssen Rückschläge einstecken. Gut möglich, dass Mike Smith an einem kommenden Superbowl-Champ bastelt. Noch fehlen aber 2-3 größere Baustellen.

Es gibt auch andere Mannschaften in der Rubrik „Sezierstunde“ – hier zu finden. Oder unter dem Tag Sezierstunde.