Preview NFC Championship Game 2019

Es ist das dritte NFC Championship Game in sechs Jahren für die Green Bay Packers. Ziemlich gut für eine Mannschaft, die zwischendurch den Coach gefeuert hat und über Jahre eine Frage befeuert hat, die auf der anderen Seite des Ozeans berühmter ist als hierzulande “Was erlauben Strunz?!?”.

Freundschaften gingen zu Bruch, Ehen wurden geschieden, Kinder enterbt – und das alles nur, weil immer noch jemand die Frage stellen mußte: What’s wrong with Aaron Rodgers?

Diese Frage wird für immer zu Aaron Rodgers’ Karriere gehören. Aber heute sollte im Vordergrund stehen, daß dies sein viertes Championship Game ist. In den letzten 20 Jahren gab es nur vier Quarterbacks mit mehr Teilnahmen an Championship Games. Weiterlesen

NFL 2016: Championship Games Previews

MVP-Kandidat 1 gegen MVP-Kandidat 2 in einem wilden Shootout. Danach ein harter Klassiker im kalten Foxboro, wobei beide Mannschaften die Möglichkeit haben, mit ihrer jeweils neunten Super-Bowl-Teilnahme einen neuen Rekord aufzustellen. Ohne weitere Vorrede gleich hinein: Weiterlesen

Der Championship-Sunday-Kopfweh am Tag danach

Pittsburgh gegen Green Bay: Superbowl XLV wird also die Title Bowl. Die Spiele selbst waren nicht berauschend, aber auf ihre Weise unterhaltsam. Zweimal eine leblose Mannschaft, die sich nach und nach ins Spiel reinbiss, um am Ende den Rückstand doch nicht mehr aufholen zu können. Aber Bears und Jets hatten beide Chancen genug, das Finale zu erreichen.

Die Bears

In Chicago ist nach dem Ausscheiden von QB Jay Cutler die leidige toughness-Frage entbrannt. Cutler wird vorgeworfen, ein Weichei zu sein, weil er mit Knieverletzung ausgeschieden ist. Das ging so weit, dass MLB Urlacher Cutler öffentlich mit einem EristhartwiedieHölle den Rücken stärken musste. Bei der Chicago Tribune hängten 50% der Fans dem QB das Andy-Möller-Schildchen um, immerhin 19% warten noch bis zur Untersuchung ab.

Die Presse hat unterdessen drei Hauptschuldige ausgemacht: OffCoord Mike Martz, HC Lovie Smith und – wen überrascht’s – Jay Cutler himself. Generell gilt: Unter Cutler und danach kurzfristig QB Collins spielte Chicago so schwach, dass das 140-Zeichen-Kästchen bei Twitter mehr Unterhaltung bot, als das NFC-Finale.

Am Ende wäre fast Third Stringer Caleb Hanie zum Hero geworden. Eine INT in der RedZone der Packers beendete alle Träume.

Die Jets

Die Jets wandeln auf den Spuren der Philadelphia Eagles und haben nun schon zwei AFC-Finals in Serie verloren. Eine bittere Pleite, weil sich Pittsburgh als durchaus nicht unschlagbar herausstellte – sondern nur als wacher. Die New Yorker Presse zeigt sich bisher nicht allzu hart mit den Jets, obwohl im Prinzip eine traumhafte Chance liegen gelassen wurde.

Als Knackpunkte werden drei Dinge angesehen: Der Dornröschenschlaf in Halbzeit #1, der Goal Line Stand der Steelers und der Hechtsprung in den Punter, der Pittsburghs Drive verlängerte (später gab es dann die INT in diesem Drive) und als symbolisch für die Vorstellung der Jets über weite Strecken der Partie gilt. Allgemeiner Tenor: Enttäuschung ja, Weltuntergang nein.

Im Prinzip wirkte es lange so, als würden die Jets genau die eine Befürchtung hemmen: Der mentale Drop-Off nach dem massiv gehypten Patriots-Spiel von vergangener Woche. Die Jets entschieden sich anfangs zu deferren. Pittsburgh ging also raus und legte einen Kraftakt-Drive hin, der Sanchez über einie halbe Stunde an der Seitenlinie frieren ließ. Die Jets brauchten bis Sekunden vor der Pause, um halbwegs in Schwung zu kommen. Eingerostet, wie man es ansonsten nur von Teams kennt, die zwei Wochen Regular Season plus Bye Week abschenken und in den Divisionals einsteigen.

QB Mark Sanchez kommt mit guten Kritiken davon. Sanchez war nicht der Grund für das Aus, aber im Prinzip passt Sanchez nicht so recht in diese Mannschaft: Die Jets waren dafür zusammengestellt, JETZT den Titel zu holen. Die Einkaufstour, die Sprüche, die Star-Ansammlung. Da wirkt ein so junger und mitten in der Entwicklung steckender QB-Jungspund etwas Fehl am Platze in meiner bescheidenen Meinung.

Wie auch immer, der Kern der Jets ist bei näherem Hinsehen jünger als ich erwartet hatte. Für die nächsten 1-2 Jahre muss Feintuning betrieben werden. Vielleicht ein neuer Running Back (Tomlinson wird auch nicht jünger und Greene ist womöglich nicht dafür gebaut, alleine die ganze Last zu tragen) und ein dominanter Safety sind im Prinzip alles, was der Mannschaft noch fehlt. Und Sanchez, der ruhig noch mehr Verantwortung übernehmen sollte und wegkommen muss vom Image des Play-Action-QBs, der nur mit funktionierendem Laufspiel effizient ist.