AFC Divisional Playoffs 2011/12 – Vorschau Broncos/Patriots

Denver Broncos (9-8) @ New England Patriots (13-3)

[Samstag/Sonntag 02.00Uhr auf ESPN America, Sport1+ und PULS4; kommentiert (über CBS) von Jim Nantz und Phil Simms]

Am 20. Januar 2008 haben die New England Patriots das letzte Mal ein Playoffspiel gewonnen. Das ist jetzt fast vier Jahre her. Wenn man sich vor Augen führt, daß die Pats das Team des letzten Jahrzehnts waren, drei Super Bowls gewannen, seit 2002 jedes Jahr mindestens 10 Siege in der Regular Season aufzuweisen haben, sogar mit Matt Cassel 11 Spiele gewannen und in Täglich-grüßt-das-Murmeltier-esker Weise jedes Jahr zu den Favoriten auf die Lombardi Trophy gehören, kann man das kaum glauben – Playoff-Bilanz in den letzten 1455 Tagen: Brady/Belichick/Patriots 0-3; Tebow 1-0. Weil es Aufeinandertreffen der Patriots der Broncos vor kurzem schon einmal gab (in Woche 15), verweisen wir hier faulerweise einfach auf diese Preview und geben im Anschluß noch kurz aktuelle Wasserstandsmeldungen über verletzte beziehungsweise wieder fitte Spieler wider.

In dem Spiel hat Denver die ersten 1,5 Viertel dominiert. Nicht nur geführt und ´n bißchen besser gepielt, sondern dominiert. Die Broncos haben allein im ersten Viertel fast 200 Yards gemacht und ihr Laufspiel war unstoppable. Dummerweise haben sie dann im zweiten Viertel drei Fumbles hergeschenkt, die New England allesamt in Punkte umwandeln konnte. Von dem 27-16 Halbzeit-Rückstand hat sich Denver nie mehr erholt, weil sie nicht dafür gebaut sind, Rückstände aufzuholen.

Im Gegensatz zum letzten Spiel ist auf New Englands Seite Safety Pat Chung wieder dabei. Chungs Rückkehr bringt HC Bill Belichick und DC Matt Patricia in die komfortable Lage, nicht wieder einen WR (Matt Slater) auf die Safety-Position stellen zu müssen. Ich gehe mal davon aus, daß neben Chung Devin McCourty den zweiten Safety geben wird, wie auch im letzten Regular Season Spiel. Außen spielen dann CB Kyle Arrington, der sich ordentlich gemacht und in dieser Saison schon sieben Interceptions eingesammelt hat, und Antwaun Molden. Der bis vor kurzem noch arbeitlose Nate Jones und WR/PR/QB/DB Julian Edelman werden sich als Nickelbacks abwechseln. Es fehlt dagegen DE Andre Carter, der beste Verteidiger, den die Pats in diesem Jahr hatten. Nicht nur war er ein erstklassiger Pass Rusher, er hat auch hervorragend gegen den Lauf gespielt. Diesen Ausfall wird nun eine Kombination aus Mark Anderson, Shaun Ellis und Brandon Deaderick versuchen aufzuwiegen. Gegenüber fehlt mit RG Chris Kuper der beste Offensive Lineman der Broncos. [Edit: Nach seiner Verletzung letzte Woche gegen Pittsburgh wird WR Eric Decker nicht spielen können.]

Auf der anderen Seite wird wahrscheinlich RT Sebastian Vollmer wieder spielen können. Je nachdem, wie fit er tatsächlich ist und wie viel Vertrauen ihm der Coaching Staff schenkt, wird er auch in der Startformation stehen. Rookie Nate Solder wird auf jeden Fall seine Spielzeit bekommen, wie schon die ganze Saison über als TE/extra-OT. Auf Denvers Seite wird Rookie DE/OLB Von Miller nicht mehr so gehandicapped spielen wie in Woche 15. Damals war seine Handverletzung noch frisch und er mußte mit Gips spielen, was ihn deutlich behindert hat. Am Samstag sollte deutlich mehr von ihm kommen und Brady unter mehr Druck stehen.

Hier geht´s noch mal zu der Vorschau von Woche 15.

NFC Divisional Playoffs 2010/11: Chicago Bears – Seattle Seahawks

[22h22] Endstand Chicago 35, Seattle 24. Chicago wird abknien. Gibt nicht viel zu sagen: Chicago war in allen Belangen überlegen.

Besser und ausbalancierter in der Offense – erst mit dem überlegenen TE Olsen, dann mit dem immer besser eingestreuten Laufspiel.

Besser in der Defense – wie oft ist da die Pocket kollabiert? Wie viel Laufspiel haben die Seahawks gehabt?

Besser in den Special Teams – Hester wurde irgendwann einfach gemieden. Dazu waren die Punts der Seahawks nicht wirklich prall.

Seattle dagegen so, wie man sie letzte Woche erwartet hatte. QB Hasselbeck war nicht schlecht aufgelegt. Aber wenn deine Receivers gar nichts fangen bzw. erst, wenns nur mehr um Geschmacksverstärker geht, kannstdugegenkeinenGegnerbestehen.

Trotz allem: Restlos überzeugend war Chicago nicht. Die Drives hatten nicht konstant Zug drin. Green Bay wird schon ein anderes Kaliber und dürfte als leichter Favorit in das Spiel gehen. Das älteste Spiel der NFL. Erst zum zweiten Mal in den Playoffs.

Das erste Mal haben nur die Älteren unter uns erlebt. Es war 1941.

[22h12] Chicago 35, Seattle 17. 3yds-Pass auf WR Mike Williams. Spektakulärer TD. Um ein Haar die INTs für CB Charlie Tillman – den Ball fängt diesmal Williams. Der hatte seine Drops schon. Garbage Time Touchdowns zum Aufpolieren der Stats, aber Seattle kann die Eindrücke nicht mehr schönen.

[22h03] Chicago 35, Seattle 10. 39yds-Pass auf TE Kellen Davis. 3rd and 1 für die Bears. Play-Action, und Cutler kann den ganz normal geradeaus gelaufenen Davis bedienen. Im letzten Moment springt noch Safety #29 Thomas rein, kommt nicht mehr an den Ball. Chicago hat damit Uhr runtergelaufen UND sogar noch einen Touchdown draufgelegt.

[21h45] Chicago 28, Seattle 10. Angesichts des Drucks, den QB Hasselbeck mal über die Mitte, mal über die blinde linke Seite kriegt, ist das ein Wunder. Der völlig unmotivierte HB-Pass von Forte somit bestraft. 9 Spielzüge, 33yds. Nicht mal 4yds/Play. An der Goal Line werden haufenweise Receivers aufgestellt. Im dritten Versuch ist WR Mike Williams frei. „Nur“ noch 18 Punkte.

[21h37] Ich habe angesichts des dahinplätscherndes Spiels in Chicago schon mal den Thread für das AFC-East-Duell New England – N.Y. Jets aufgemacht.

[21h32] Weil es zur Verletzung von eben (CB Trufant) passt: ESPN.coms Chris Mortensen hat erst heute Nachmittag über die Ausrüstung geschrieben.

[21h25] Chicago 28, Seattle 3. Nach abgefälschten Bällen in der Endzone nimmt Pete Carroll in der RedZone das Field Goal. Damit ist der/das Shutout verhindert. Anderen Sinn sehe ich nicht darin, bei 0-28 Ende des dritten Viertels Field Goals zu schießen.

[21h18] Chicago 28, Seattle 0. Wieder läuft Cutler selbst durch. Jetzt sind die Ersatz-Sargnägel gleich auch noch eingeschlagen. Ein unrhythmischer Drive mit einem Schlüsselspielzug: Langer Ball auf einen weit offenen WR #13 Johnnie Knox. Der Rest ist klein-klein und Chicagos Skill Player haben stets alle Räume und Zeiten dieser Welt. Wieder sieben Minuten von der Uhr genommen, noch 4:19 im dritten Viertel. Cutler macht noch was, um Sympathiepunkte zu sammeln – hätte man nach unten verlinktem Artikel nicht glauben können.

[21h11] Die Minuten sind grad wieder bange. Diesmal liegt CB Marcus Trufant seit Minuten regungslos am Boden. Auf dem ganzen Feld verstreut schicken Freund und Feind ihre Stoßgebete ein paar Etagen höher.

[21h01] Oh my gosh. Wie alt ist Mike Tice geworden?

[20h57] Ich meine, ich schätze ja schnelle und präzise ausgeführte Arbeit. Aber ein Footballfeld effizient vom Schnee räumen? Nicht gerne sehen.

[20h41] Halbzeit Chicago 21, Seattle 0. Chicago braucht noch nicht mal eine gute Vorstellung. Seattle ist in Offense und Defense einem 7-9 bzw. 8-9 Team angemessen. Viele offene Räume und inkonsequentes Tackling in der Defense. Die Offense hatte bisher 7 Drives. Resultat: 7 Punts. Und es sind Drives, die über nicht mehr als 3-4 Plays gehen. Seattles Receiver mit Zitterfingern, aber auch das Playcalling finde ich suboptimal: Da wird mit jedem Wurf das 1st down gesucht und Laufspiel wird merkwürdigerweise gemieden wie die Pest: 8 Rushes, darunter 1x Option.

Hasselbeck hat 10 Completions für 84yds. Cutler nur 8. Für 177yds. Chicago setzt Laufspiel immer mal wieder ein und macht 4,4yds/Lauf.

Genickbruch für Seattle sind aber die 3rd downs: 1-von-8. Ich gebe Seattle keine Chance auf ein Comeback in diesem Spiel.

[20h34] Das Spiel gibt nicht viel her, daher eine ziemlich faszinierende Geschichte: QB Matt Hasselbeck erlebt heute schwere Zeiten auf dem Feld. Aber das ist nix im Vergleich zu dem, was der Mann schon alles gesehen hat: Matt Hasselbeck hat einen Blitzschlag überlebt. So did seine Ehefrau Sarah. Noch krasser: In einer Leprakolonie im Kifferparadies Jamaika rettete Hasselbeck einst ein Kind vor dem Ertrinken in einer Jauchegrube! Der Dank: Hasselbeck bekam Hepatitis. Für die Interessierten: Hier ist die ganze, faszinierende Geschichte.

[20h26] Es geht einfach nicht. QB Hasselbeck wirft phasenweise ganz anständige Bälle, aber da wird einfach zu wenig gefangen. Nicht jeder Pass ist ein Muss zum Fangen, aber: Die schiere Masse an fallengelassenen Bällen ist Wahnsinn. Und auch der Punt ist zum zweiten Mal sehr wackelig – und diesmal tut’s richtig weh: 150 Sekunden und Chicago darf in der gegnerischen Platzhälfte beginnen.

[20h18] Die Seahawks hatten heuer viele Probleme. Eins davon: Sie haben sich immer wieder ohne Gegenwehr abschlachten lassen. Nach 21 Minuten und 21 Punkten Rückstand mal wieder eine Lebenszeichen: Die Bears nach einem runden Drive samt Laufspiel doch noch vor Scoring Range abgewürgt.

[20h01] Chicago 21, Seattle 0. 6yds Lauf Cutler. Schwarzer Tag für Seattles Defense. Null Pass-Rush, null Zugriff auf TE Olsen, ausrutschende Verteidiger überall und schwache Deckung. Das Spiel erkläre ich im Prinzip für entschieden. 10:07min noch im zweiten Viertel.

[19h45] Chicago 14, Seattle 0. 1yds-Run RB Chester Taylor. Keine 14 Minuten gespielt, aber schon 14 Punkte Vorsprung für die Bears im Schneegestöber von Chicago. PR Devin Hester leitet den TD mit einem langen Return ein. TE Greg Olsen ist mächtig im Game Plan drinnen und ist auch für Linebackers nicht zu decken. Die Goal Line-Bastion fällt im fünften oder sechsten Versuch – unter anderem nach einer Anfallvonhirntot-Aktion Cutlers, der einen Ball direkt in die Hände eines Verteidigers wirft. Aber der fängt auch nicht besser als die Hawks-Receivers.

[19h36] Ich mache keinen Hehl daraus, dass eingangs erwähntes „Schnee, der soll erst in der Nacht kommen“ Schmarrn war. Der Schneefall wird intensiver. Playoff-Wetter. Und Seattles Receivers haben heute die Butterfinger mitgenommen. Schon zwei Drops bei 3rd downs und damit zum dritten Mal ein Drive mit Punt beendet.

[19h31] Ich habe QB Jay Cutler bisher stets verabscheut wie die Pest. Bis ich diesen Artikel bei ESPN gelesen habe. Zugegeben, kein Meisterwerk und auch kein positives Bild von Cutler zeichnend. Strange, aber das Ausmaß der Verabscheuung ist seitdem etwas kleiner.

[19h21] Weil Seattles TE Carlson nach einem bösen Aufprall mit dem Kopf auf der harten Seitenlinie minutenlang behandelt werden muss, ist drüben money making angesagt. Gnadenlos wird eine Werbepause nach der anderen eingepflaumt. Carlson macht auch beim Abtransport keinen Zucker.

[19h12] Chicago 7, Seattle 0. Das ging schnell. Erster Drive, dritter Spielzug. QB Cutler mit dem langen Ball auf TE Greg Olsen, der einen Defensive Back mal eben locker abhängt und geradeaus 58yds in die Endzone durchläuft.

[18h23] Beide Mannschaften haben alle fraglichen Spieler fit gekriegt. MLB Lofa Tatupu, das Herz der Seahawks-Verteidigung, spielt trotz Gehirnerschütterung am letzten Samstag mit.

[17h48] N’Abend allerseits. Chicago Bears vs. Seattle Seahawks steht an – das gefühlt einseitigste Duell an diesem Wochenende. Ich verweise auf meine Vorschau. Für Seattle spricht eigentlich kaum etwas.

Gestern wurden die ersten beiden Vögel gerupft – Raben und Falken. Und das Vogelsterben wird heute weitergehen, wenn nicht eine noch größere Sensation als am letzten Wochenende passiert. 2010/11 ist keine Saison für die Raubvögel. Auch wenn Oasjs da nicht ganz so überzeugt davon ist.

Throw-Away-Fact: Dank beutelbaerchen wissen wir, dass Chicago zum ersten Mal seit Superbowl XLI ein Playoffspiel bestreiten wird. Superbowl XLI war vor vier Jahren in Miami das Gewürge im strömenden Regen, ein Duell zwischen zwei fehlerträchtigen Mannschaften ohne würdigen Sieger. Nach Jahren im Niemandsland nun also die Rückkehr der Bears. Es wird einige Grad unter Null haben, aber der Schnee, der soll erst in der Nacht kommen. Für den vollen Football-Genuss leider ein paar Stunden zu spät.

NFC Divisional Playoffs 2010/11: Atlanta Falcons – Green Bay Packers

Der F5-Ersatzlinkfürsliveblogging.

[09h28] Der Vollständigkeit halber: Endstand Atlanta Falcons 21, Green Bay Packers 48. Beutelbaerchen weißt in den Kommentaren auf darauf hin, dass KR Eric Weems mit 195yds genau einen Yard mehr Raumgewinn gemacht hat als Atlantas komplette Offense. Ein gutes Schlusswort, wie ich finde.

[05h00] Slapstick zum Abschied. QB Matt Ryan fumbelt beim Versuch zu sneaken den Snap. Während QB Rodgers immer noch wirft, verabschiede ich mich. Was nehme ich mit?

Green Bay ist gefährlich. QB Aaron Rodgers jedes bisschen Hype wert, mit dem auch ich ihn gehypt habe. Aber man sollte nicht vergessen, mit welcher Secondary und mit wie wenig Druck er es heute zu tun hatte. Chicago wird ein anderes Pflaster.

Atlanta war auf allen Ebenen eine einzige Enttäuschung. QB Matt Ryan beim angekündigten Outcoming mit einer schwachen Performance. Die INT kurz vor der Pause hat das Spiel letztlich entschieden. Auch wenn Green Bay ansonsten trotzdem Drive für Drive Punkte zwischen sich und Atlanta gelegt hätte.

Verdienter Kantersieg, keine Frage. Aber bitte die Verfassung des Gegners im Auge halten, ehe man Green Bay schon jetzt zum Superbowl-Champ hochjazzt. Good night.

[04h53] Ah ja. Frank Reich.

[04h48] Atlanta 21, Green Bay 42. FOXes Joe Buck spricht gerade von Falcons take it over, looking for a miracle here at home. Hach ja, Green Bay hat grad ein Field Goal verschossen. 21 Punkte für 12:55 Minuten. Jo. Ist schon mal aufgeholt worden. Und ich brauche Gründe, wach zu bleiben.

[04h40] Atlanta 21, Green Bay 42. Die Packer-Defense spielt mit halber Kraft. TD Roddy White. Kommt jetzt ein Onside Kick? Oder QB Matt Flynn, der Mann von der Robert Lee High School?

[04h26] Atlanta 14, Green Bay 42. Ich glaube nicht, dass eine #6 jemals eine #1 in den Playoffs so in Grund und Boden gespielt hat. Atlantas Vorstellung ist nur noch absurd. Was haben die zwei Wochen lang gemacht?

Das lange U steht für Kuhn. Die Fans haben nicht mal mehr die Kraft, es zum Booo zu machen.

Fünfter TD in Serie. Wäre der Kickreturn nicht gewesen, es wäre der sechste.

[04h16] Irgendwann zu Beginn des Spiels wurden mal 99dB im Georgia Dome gemessen und man fieberte, ob die 100 geknackt würden. Jetzt ist man gespannter, wann die Reihen beginnen, sich zu lichten. Die Falcons hatten trotz der starken Regular Season auch heuer Probleme, den Dome zu füllen. Und die Fans werden heute nicht grad animiert, zu bleiben.

[04h09] Atlanta 14, Green Bay 35. Es wird Zeit, die Abgesänge auf Atlanta anzustimmen. DE John Abrahams Energieanfall verpufft wirkungslos, weil Rodgers’ Armada weitermacht wie gehabt. Achja, und jetzt funktioniert sogar der Lauf wie am Schnürchen, weil Atlantas Defense grad die glitschigen Handschuhe angezogen hat.

Die Secondary war eine augenscheinliche Schwäche, ja. Aber dass die gesamte Defense in Kombination mit schwachem Pass Rush ein so derart jämmerliches Bild abgeben würde… Nope, das war dann nicht zu erwarten.

QB Aaron Rodgers mit einer fantastischen Performance. Green Bay spielt wie der NFC-Superbowltipp, als den ich Green Bay im Sommer gesehen hatte und den ich zwischendurch schon geneigt war, abzuschreiben. Das wäre damit zurückgenommen.

[03h51] Vier Touchdowns für Green Bay im zweiten Viertel. Und CB #38 Tramon Williams erlebt grad saubere Zeiten: Letzte Woche Vicks Pass zum Sieg abgefangen. Heute zwei INTs. Einmal den TD verhindert. Und einmal den TD gleich selbst gemacht.

[03h41] Halbzeit Atlanta 14, Green Bay 28. Wird Zeit, die Superlative auszupacken. 10 Sekunden auf der Uhr, Atlanta ohne Timeouts. Versucht, das Field Goal kürzer zu machen. Ryan mit dem Pass links raus und CB Williams springt rein, INT und zum TOUCHDOWN returniert. Atlanta schmeißt sein Spiel und seine Saison weg.

Eine furchtbare Halbzeit für die Falcons. Die Defense lässt sich nach Strich und Faden vorführen. Green Bay mit langen, langen Drives über 81 und 92yds, bei denen Laufspiel höchstens Alibi-Funktion hatte. Die Secondary wird VERBRANNT. Und zwar Spielzug für Spielzug.

Auf der Gegenseite reicht den Packers pro Drive ein Energieanfall von OLB Clay Matthews auf einer Blitz-Route, um den Drive zu beenden. Und beide INTs nicht wirklich notwendig. Oder besser: Völlig sinnlos. Vor allem die letztere ein Anfall von „hirnamputiert“.

Wenn Atlanta nicht schnell Adjustments hinkriegt, ist die Saison fürn Popo.

[03h33] Atlanta 14, Green Bay 21. Und es schaut ja alles so spielerisch aus. QB Rodgers kriegt Zeit, scrambelt notfalls ein bisschen durch die Halle und findet einfach JEDES Mal einen Abnehmer. 42sek vor Halbzeit überspringt WR James Jones (1,85m) mal eben CB Brent Grimes (1,78m) um 10-15cm und pflückt die Kirschen aus der Luft. Das wird noch bitter für Atlanta heute. Nein: Das ist schon bitter.

[03h19] Eigentlich ein Spiel ohne Secondarys und Pass Rush. Ehe Green Bay nahe der RedZone beginnt, Defensive-Backs-Blitzes einzusetzen. Ergebnis #1: Sack gegen QB Ryan. Und einen Spielzug später hat Ryan zwar dank 3-Mann-Rush viel Zeit, lupft dann einen Ball, der nach „Verhungere, Verhungere!“ schreit, in die Endzone. INT für DB Williams und drei verschenkte Punkte der Falcons. 2:22min in Halbzeit 1 to go.

[03h09] Atlanta 14, Green Bay 14. Während die einen einfach durchlaufen, müssen die anderen arbeiten und schwitzen. Resultat ist dasselbe: Touchdown. Rodgers mit einem PASSFEUERWERK. At his best. Ob schnell oder im Lauf aus der Pocket: Rodgers mit einer einzigen Incompletion und einer Orgie an präzisen Bällen, und die WRs mit teils spektakulären Catches.

Atlantas Pass-Defense schaut ziemlich hoffnungslos aus. Schlampige Deckung bzw. Strafen prägen das Bild. Besorgnis erregend.

Am Ende verwertet RB Kuhn. Hinter dem Teilzeit-FB B.J. Raji.

[02h56] Atlanta 14, Green Bay 7. #14 Eric Weems. Ein spektakulärer Kickoff-Return. Drei, vier Fakes per Tippelschritte und ohne Berührung 102yds durchgelaufen. Wie schrieb ich? Die Special-Teams-Coverage der Falcons als Schwäche? Dass die Falcons auch mit einem Pro-Bowl-Returner aufwarten, stand da nicht. Jetzt wissen wir das auch. Und schon hat sich das Wachbleiben gelohnt.

[02h53] Atlanta 7, Green Bay 7. Unendlich langer Drive der Packers. 13 Plays, 81 Yards. Rodgers bringt jeden Ball an den Ball, großteils kurze, schnelle Pässe. Erst gar nicht zulassen, dass irgendetwas Rot-Schwarzes vor Rodgers auftaucht. Keine spektakulären Würfe für QB Rodgers, aber im Mix mit Laufspiel ist die Effizienz die Maxime. Touchdown macht WR Jordy Nelson, der schon mit 3rd-down-Catches den Drive am Leben erhielt.

[02h47] Deutschland schläft nicht. Live-Ticker bei Beutelbär.

[02h44] Dem langen UUUUUUUUUUUUUUUUUUUUH für RB Kuhn nach zu urteilen, sind wieder einige Packers-Fans im auswärtigen Stadion. War in Philly auch schon so gewesen.

[02h37] Atlanta 7, Green Bay 0. Nach dem Matthews-Sack gegen QB Ryan sah es schon nach gestopptem Drive aus. Am Ende wird RB Michael Turner nach 7 Plays, 48yds in die Endzone gedrückt.

[02h28] BIG PLAYS auch hier. 3rd and 13, QB Aaron Rodgers findet den offenen WR James Jones Greg Jennings, der durchläuft. Bis ihm auf einmal der Ball aus der Hand geschlagen wird. CB #20 Grimes mit einem wilden Return. Turnover #1 und es dauerte kein halbes Viertel.

[02h23] Green Bay deutet schon an, wie sie Atlanta bremsen wollen: Viel, viel Hitze in die Fresse von QB Matt Ryan schicken. Atlantas Gegenrezept: Warten, warten, warten. Um im letzten Moment auf WR Roddy White zu werfen.

[02h14] Die Fähnchen-Choreografie im Georgia Dome erinnert ja schon mal an Parteitage bei Kim Jong Il.

[02h08] Zweites Spiel. Falcons – Packers. Vorschau gibt es an dieser Stelle. Und vorerst weiterhin mit dem innovativen KLICK-DEN-LINK-Link direkt unter dem Header.

AFC Divisional Playoffs 2010/11: Pittsburgh Steelers – Baltimore Ravens

Der F5-Ersatzlinkfürsliveblogging.

[02h01] Endstand Pittsburgh Steelers 31, Baltimore Ravens 24. Jo. Völlig verrücktes Spiel gewesen – und nach einem unnötigen Drop von T.J. Houshmanzadeh beim 4th down zu Ende. Die Steelers mit heftigem Druck durch Blitzes beim letzten „Drive“. Flacco unter Druck bekam nix mehr gebacken.

Ich denke, ich muss meine Top-10 NFL-Spiele umschreiben. DIESES Spiel gehört da rein. Baltimore im Selbstzerstörungsmodus im dritten Viertel, fing sich im Schlussviertel einigermaßen.

Das Spiel haben sich die Steelers aber verdient mit dem, nein: DEM Call. Beim laaaaaaaaaaaaaangen 3rd down zwei Minuten vor Schluss eine tiefe Bombe werfen, genau in die Arme, samt fassungslosem Catch von WR Emanuel Sanders – ein Rookie. Verwegen. Und daher verdient.

Baltimore hatte immer dann Zugriff auf Roethlisberger und das Pass-Spiel, als man zusätzliche Rusher losschickte. Drei-Mann-Druck und dichte Coverages dagegen eher ineffizient. Und am Ende tödlich, trotz der minutenlangen Verteidigung der Goal Line.

Ein Spiel mit 55 Punkten. Bei INSGESAMT 389 Offensiv-Yards. Richtich, beide Teams zusammengerechnet. Dazu kommen 167 Yards durch Strafen – auch die Summe beider Teams.

Die Steelers haben das zurecht gewonnen. Aber sie haben es nur gewonnen, weil Baltimore es weggeschmissen hat.

[01h54] Ich meine… Squib? Baltimore hat 87 Sekunden, und beginnt an der PIT 48.

[01h52] Pittsburgh 31, Baltimore 24. Das dritte Mal hält die Defense nicht. Das dritte Mal im dritten Down. RB Mendenhall powert sich durch. Ganz großer Sport von Offensive und Defensive Line.

1:33min to go. Baltimore hat ein Timeout. Und kriegt eine 15yds-Strafe nach einem Personal Foul der Steelers.

[01h50] Ziemlich verwegen. Pittsburgh WIRFT an der Goal Line. Baltimores Defense fängt sich ein tödliches Holding ein. Und die Lines geben sich die Kante. Kein Durchkommen über die Mitte…

…und an der Seitenlinie rastet John Harbaugh jetzt ganz aus. 3rd and goal. 1:39 to go. Ravens mit einem Timeout und wir sind an der 2yds Line.

[01h44] Two-Minute-Warning. PIT mit einem 3rd down in der gegnerischen Platzhälfte. Was tun? Big Ben Roethlisberger mit einem fassungslosen tiefen Ball genau in die Arme von WR Sanders! PIT kann schon in die Endzone greifen. 2-3yds noch.

Und wieder nur Rush mit 3 Leuten. 8 Mann in der Deckung. Und Sanders kann zwischen zwei DBs durchlaufen. Ziemlich… beschissen für die Ravens.

[01h34] Ich verspüre grad kein Bedürfnis, meinen Koffeinspiegel weiter zu dopen. Und am Horizont dämmert schon die Overtime…

[01h31] Pittsburgh 24, Baltimore 24. Jo. Die Ravens hätten nicht laufen sollen. Da ging nämlich nix. 3:54min to go.

[01h27] 55yds Punt Return der Ravens zum Touchdown durch ein Holding zurückgepfiffen. Schade. Hätte nicht besser ins Bild passen können.            

[01h22] Langweiliger Ravens-Drive. Null Punkte. Null Fumbles. Noch 7:34min.

[01h11] Pittsburgh 24, Baltimore 21. Ähh. Field Goal-Versuch der Steelers – UND ALLES LÄUFT NACH PLAN?

Pittsburgh spielte in der gegnerischen RedZone ein 4th down aus, aber drei Plays später kollabierte die Pocket und OLB Suggs mit dem nächsten Sack. Baltimore bleibt damit im Spiel, dank Defense, die noch randvoll mit Testosteron ist.

[01h07] Ende drittes Viertel, 21-21. Baltimore wird grad ziemlich überwältigt. Ein Viertel, das sich in Zahlen so liest:

Offense Yards: BAL -4, PIT 78
Turnovers: BAL 3, PIT 0
Ballbesitz: BAL 3:47min, PIT 11:13min

[01h03] Ich bin enttäuscht. Baltimore zeigt den Fumble. Aber wo bleibt die Touchdown-Recovery? Pittsburgh recovered an der BAL 24. Das Spiel ist KRANK.

[01h00] So, meine Herren. Ich wünsche mir einen Fumble, den ein Offense Liner zum Touchdown recovered. Machbar?

[00h58] Pittsburgh 21, Baltimore 21. Diesmal kein Sprung von der Schippe. Baltimores Defense eigentlich mit keiner schwachen Leistung, spielt aggressiv. Um bei 3rd down mit nur drei Leuten zu kommen. Roethlisberger hat ewig Zeit, findet WR Hines Ward in der Mitte. Ausgleich, 1:21 im dritten Viertel noch.

[00h53] Was machen die Ravens? Gehen raus, QB Flacco wirft einen Ball vertikal das Spielfeld runter. Der Ball hängt… und hängt… und hängt… und hängt… und hängt… und hängt… stundenlang in der Luft, und fällt FS Ryan Clark butterweich in die Arme. Da war der Receiver weit, weit weg. Return und PIT schon wieder in der RedZone.

Damit ist offiziell: Keiner will eine schnelle Entscheidung in dem Spiel.

[00h46] Baltimore von der Schippe gesprungen – gemessen an der Leichtigkeit, mit der Pittsburgh das Feld runtermarschierte. Erst eine großartige Pass-Abwehr bei einem langen Ball zwei Meilen das Spielfeld runter, dann werden die Steelers übermütig und fehlerhaft: Missglückter End Around (warum eigentlich ein end around?) und Fehlstart. Im eigenen Stadion.

[00h43] Grade bei dogfood gefunden: Der Throw-Away-Fact des Monats.

Wie lautet der Gesamtscore der letzten 17 Begegnungen der Steelers gegen Ravens? 302 zu 302.

[00h39] „Publikum ist wach“. Hellwach sogar. Plötzlich ist Baltimores Offense wie kastriert. Und wird überrollt.

[00h33] Pittsburgh 14, Baltimore 21. Momentum ist ein Unwort. Aber eines mit wahrem Kern. Zwei Plays, ein Lauf über die Mitte plus 9yds-Pass auf einen weit, weit offenen TE Heath Miller in die Endzone. Das Spiel ist offen, das Publikum wach. Eiskalt schmarotzt von den Steelers.

[00h28] Jetzt sind die Ravens dran, das Spiel wegzuschmeißen. Langer dritter Versuch. Keine Chance für Rice, das 1st down zu machen. Also?

FUMBLE! Und OLB Woodley ging noch nicht mal auf den Ball. PIT an der BAL 24. Smells like Punkte.

[00h25] Pittsburghs Offense kommt nicht weit – weil Baltimores Defense mit dem Safety-Blitz arbeitet. FS #43 Nakamura kommt gänzlich ungeblockt durch und fällt Roethlisberger. Der Mann ist bedauernswert. Baltimore mit zwei Männern über die rechte Seite der Offense Line. Also nix mit Blind Side.

[00h19] Die versprochenen Stats.

Offense Yards: Baltimore 98, Pittsburgh 114
Sacks: Baltimore 3, Pittsburgh 1
Strafen: Baltimore 3 für 52yds, Pittsburgh 6 für 68yds. Pittsburgh hatte bis wenige Spielzüge vor der Halbzeit mehr Yards an Strafen kassiert, als die Offense Yards gutgemacht hatte. Unfassbar.
Baltimores Laufspiel ist ziemlich abgewürgt: 2,3yds/Lauf. Überraschend, das Tackling wirkte schwach.
Turnovers: Baltimore 0, Pittsburgh 2. Das war entscheidend. Baltimores Offense musste nach beiden Turnovers INSGESAMT 16yds machen. Für 14 Punkte.

Das Spiel selbst betrachte ich immer noch als offen. Die Steelers werden beginnen, die Köpfe sollten abgekühlt sein – und die Fans sollten schnell zurückkommen. So gelichtet wie die Reihen grad sind.

[00h09] Halbzeitstand Pittsburgh Steelers 7, Baltimore Ravens 21.

Was jetzt stählern sein muss: Die Nerven der Steelers. Nach dem unglaublichen Fumble-Return-TD durch DT Redding fielen die Steelers in sich zusammen. Zu viele Löcher in der Offense Line, zu viele Fehler in der Offense, zu viele Strafen. Würden die Steelers so tackeln, wie sie die Ravens nach Snap-Ende angehen, die Defense hätte zumindestens einen Touchdown verhindert.

Grad als die PIT-Offense sich ins Spiel zurückgrooven zu schien (jo. Ganz l…a…n…g…s…a…m), schlug der Ketchup-Fluch zu: Heinz Field für Kicker. K Shaun „Shame“ Suisham aus 43yds links daneben. -14, und niemand ist glücklicher über den Halbzeitpfiff als Pittsburghs komplettes Team samt Anhängerschaft. Pittsburgh wird im dritten Viertel nach dem deferren den Ball kriegen.

Gleich ein paar Statistiken – da fällt einiges ins Auge.

[23h47] Pittsburgh 7, Baltimore 21. Pittsburghs Offense ist vonderRolle. Baltimores Offense macht das methodisch und kommt mit Klein-Klein und Broken-Play-Fähigkeiten von QB Joe Flacco (!) zum Touchdown. TE Todd Heap darf die Punkte sammeln.

[23h42] Mitte zweites Viertel. Pittsburghs Offense ist völlig aus dem Tritt. Roethlisberger hat grad keine ruhige Sekunde nach dem Snap, abgefälschte Bälle und viele Strafen. Konsequenz: RB Rashard Mendenhall darf ran. Fumbelt! Und die Ravens beginnen an der 16. Zweiter Turnover Pittsburghs.

[23h29] Baltimores Pass Rush zerkrümelt Pittsburghs Offense eingangs zweites Viertel gerade gewaltig. QB Roethlisberger kriegt mächtig auf die Fresse.

[23h20] Pittsburgh 7, Baltimore 14. Stichwort „schmutzig“. Nicht die feine englische, was DE/OLB Terrell Suggs da veranstaltet. Fieser Tackle gegen QB Roethlisberger, der danach durch die Gegend humpelt. Um einen Spielzug später erneut von Suggs angegangen zu werden, diesmal den Ball zu verlieren.

Es wird kurios. MLB Ray Lewis steht in der Gegend herum. DT Redding klaubt den Ball auf und trottet mutterseelenallein die paar Yards in die Endzone, während die komplette Steelers-Offense sich schon zum nächsten Spielzug sortiert. Die Replays verneinen tatsächlich Tuck Rule. Touchdown, PIT hat im ersten Viertel alle Challenges verloren und ein böser Fehler der Steelers. Das wird für Häme sorgen.

[23h12] Pittsburgh 7, Baltimore 7. Kaum schrieb ich von Strafen „nur gegen Baltimore“ kassieren diesmal die Steelers bei 3rd and 15 in der eigenen RedZone die PI. Dann vollendet RB Ray Rice mit einem wuchtigen Lauf samt gebrochener Tackles. 7-7, und noch sind wir im ersten Viertel. Ach ja: Der Drive war ähnlich aufgebaut wie der Steelers-Drive von eben. Nur, weil wir von auch optischer Ausgeglichenheit gesprochen hatten.

[23h09] T.J. Houshmanzadeh ist zwar Neo-Raven, aber durch seine lange Bengals-Zeit schon Steelers-geschädigt. Houshmanzadeh wird erst der Schulterschutz herausgerissen, dank per Kopfstoß angegangen. Erwartungsgemäß sind sich viele dort drunten nicht grün. Aber die Strafen werden bisher gegen Baltimore gepfiffen.

[23h02] Und noch ein Live-Ticker. Diesmal dran: Beutelbaer.

[22h56] Pittsburgh 7, Baltimore 0. Die Steelers beginnen ganz tief in der eigenen Hälfte mit massiv Receivers. Der Ravens-Rush kommt nicht schnell genug durch und gibt damit Räume frei, die QB Roethlisberger eiskalt ausnutzt. Dank gütiger Mithilfe der Refs (Stichwort: Pass Interference für 37yds, die locker auch hätte in die andere Richtung gehen). In der RedZone schalten die Steelers auf Boden-Angriff um und RB Mendenhall wuchtet sich im zweiten Versuch durch die Mitte.

[22h44] Baltimore beim ersten Drive: Sie lassen den Pass Rush kommen und werfen dann drüber. Aber Pittsburgh deckt alles ab und „hauteng“ kriegt dabei bildliche Beschreibung. Punt.

[22h28] Auch bei Allesaussersport gibt es Live-Blogging zum Spiel, und es wird vermutlich weniger neutral sein. dogfood ist Steelers-Fan.

[22h11] Interessante Analyse des Matchups Steelers-Blitz vs. Ravens-Blocking von Matt Bowen, einem ehemaligen NFL-Wandervogel und Safety. Schlüssel für Baltimore wird Ray Rice als Blocker gegen den Blitz sein – damit TE Heap auf Balljagd gehen kann.

[22h01] Das Wunder ist nicht passiert: DE Aaron Smith kann für Pittsburgh nicht spielen. Die Wade, die schon das ganze Jahr zwickt, macht nicht mit. Das Safety-Duell wird dagegen stattfinden: Troy Polamalu ist fit, Ed Reed rechtzeitig von der Suche nach dem Bruder rechtzeitig zurück.

[21h43] Ich möchte an der Stelle mal an das AFC-Finale vor zwei Jahren erinnern, als Pittsburgh die Partie komplett dominierte und 23-14 gewann. Das war lange Zeit ein brutal enges Spiel, trotz Pittsburghs optischer drückender Überlegenheit. Vor allem, weil die Ravens immer wieder in der Defense hielten und den einen oder anderen Turnover machten.

[21h20] Der Mann mit dem Schlüssel hat passendes Wetter geschickt. Temperaturen um den Gefrierpunkt, Windböen, Chance auf leichten Schneefall. Gepaart mit den physischen Teams steigert das die Vorfreude bis zur Ekstase.

[20h42] N’Abend. Die Nacht war kürzer als Bayerns Jubel über Müllers 2:1 und feuchter als Dortmunds Meisterträume, aber zumindest Spiel #1 der Divisional Playoffs wird es im Liveblog geben (und viiiieleicht auch die Nachtpartie – noch ist Kaffeepulver vorhanden). Pittsburgh gegen Baltimore – ein Pflichtprogramm für jeden Football-Fan. Begründung: Bitte die Vorschau lesen.

22h30 geht’s los.

NFL Divisional Playoffs 2010/11: This ass[beeeeep]. F*ck him!

Der Playoff-Auftakt am Wochenende war sehr verheißungsvoll. Zwei sehr schöne Spiele und eine sehr große Überraschung. Dieses Wochenende geht es weiter mit den Divisional Playoffs – und es sind zumindest in der AFC Intradivisional Playoffs mit zwei divisionsinternen Spielen. Hat es das schon mal gegeben?

Chicago Bears – Seattle Seahawks

So., 19h live bei ESPN America und Sport 1+
Aufzeichnung am Mo., 12h bei ESPN America

Für die Chicago Bears ist der NFC North Titelgewinn eine kleine Überraschung. Die Bears waren seit Jahren im Begriff des schleichenden Niedergangs und Head Coach Lovie Smith galt als kurz vor dem Abschuss. Seit zwei Jahren hat man aber wieder begonnen, seine Puzzleteile zusammenzustellen. 2009 wurde QB Jay Cutler aus Denver losgeeist, 2010 nahm man in Chicago die Spendierhosen mit und ging auf Einkaufstour: DE Julius Peppers, RB Chester Taylor, TE Brandon Manumaleuna wurden eingekauft – und der wichtigste Mann: OffCoord Mike Martz.

Ich hatte ehrlich nicht gedacht, dass Martz’ Offense in Chicago funktionieren würde. Ein ungenau werfender Gunslinger wie Cutler hinter einer löchrigen Offensive Line – für die langen Routen eines Mike Martz und den damit verbundenen zeitlichen Aufwand in der Spielzugentwicklung sah das eher trüb aus. Aber die Bears haben das mit der Zeit immer besser in den Griff gekriegt, und zugegeben auch einiges Glück gehabt: Immer wieder auf Gegner mit Backup-QBs getroffen, die grad einen Tiefschlag nach dem anderen hinnehmen mussten.

Dieses Glück haben die Bears offenbar gepachtet: Jetzt kommen die Seattle Seahawks ins Soldier Field. Die Seahawks, die trotz des Sensationssieges gegen New Orleans immer noch eine 8-9 Bilanz aufweisen und damit eine negative Bilanz haben!

Ich möchte die Seahawks nicht weiter madig machen: Diese Performance am letzten Samstag war inspirierend, die Stimmung elektrisierend und das begann beim aufgeheizten Publikum, weiter über den emotionalisierten Head Coach Pete Carroll bis hinunter auf das Spielfeld, wo testosterongeschwängerte Verteidiger die Saints-Offense verprügelten, dass den Saints Hören und Sehen verging. Der Sensationslauf von RB Marshawn Lynch nur als Höhepunkt eines fassungslosen Spiels.

Trotzdem: Seattle ist auswärts zwei Nummern kleiner als es eh schon ist. Die Bears sind daheim schwer zu schlagen und dass die Seahawks erneut eine solche Energieleistung bringen können, glaube ich nicht.

Klarer Sieg für Chicago.

New England Patriots – New York Jets

So. 22h30 live bei ESPN America, Sport 1+ und Puls 4
Aufzeichnungen am Di., 12h und am Fr., 17h bei ESPN America

Gillette Stadium in Foxboro

Gillette Stadium - ©Flickr

Ein Spiel, das man unendlich aufladen kann mit dem ganzen Thrill zwischen den Pats und den Jets. Die beiden Franchises sind beide AFL-Gründungsmitglieder und verbindet in den letzten Jahre heiße Geschichte.

Executive summary:

Die Rivalität zwischen den Jets und den Patriots ist seit einigen Jahren eine der schärferen der NFL. Es ist eine Rivalität, die historisch begründet ist (beide Gründungsmitglieder der AFL und seither Divisionsrivalen), kulturell (die Rivalität zwischen dem spektakulären, weltoffenen Big Apple und dem langweiligen, elitären Boston ist legendär), aber auch sportlich und in den letzten Jahren vor allem durch eine Reihe von direkten Wechseln von Charakterköpfen zwischen den beiden Teams.

Als da wäre Bill Parcells, der 1993 vom mehrfachen Superbowl-Champ New York Giants (*pling*) nach Boston kam. Parcells brachte die Patriots im Jänner 1997 in die Superbowl, um anschließend trotz gültigem Vertrag bei den Pats zu den Jets abzuhauen. Die Pats fochten den Wechsel an, bekamen aber nur einen Draftpick, und keinen Parcells zurück. 1998 mussten die Pats auch ihren Franchise-RB Curtis Martin zu den Jets abwandern lassen.

Parcells blieb drei durchwachsene Jahre Head Coach bei den Jets, ehe kam, was immer geschieht, wenn Bill Parcells irgendwo den Head Coach gibt: Er trat vor Vertragsende zurück, machte sich zum General Manager und Bill Belichick zum Nachfolger.

Nun erlebte die NFL ein Déjà-vu, aber in die andere Richtung: Belichick trat auf der Pressekonferenz, auf der er als neuer Jets-Head Coach vorgestellt werden sollte, zurück und wechselte ein paar Tage später nach New England. Kompensation, nach wenig freundlichen Worten: Draftpick in der 1. Runde.

23. September 2001 im Foxboro Stadium: Patriots QB Drew Bledsoe wird von Jets LB Mo Lewis schwer verletzt, fällt wochenlang aus. Bledsoes Ersatzmann kommt rein: QB Tom Brady, mit dessen Einwechslung die Pats vom Mitläufer- zum Siegerteam mutieren und drei der nächsten vier Superbowls gewinnen, während sich die Jets bei ihren wenigen Playoffauftritten meist selbst ins Knie schossen.

2006 wurde dann Belichicks Assistent Eric Mangini neuer Jets-Coach und schaffte sich einen Feind fürs Leben, als er dem allmächtigen Pats-Coach dessen Assistenten vom Trainingsplatz wegschnappen wollte – was teils gelang. Belichick verweigerte Mangini nach einer Niederlage den Handschlag, und ein Jahr später ließ Mangini zum Saisonauftakt Belichicks Spionageaffäre auffliegen.

Die Pats antworteten auf ihre Weise, mit einer fulminanten 16-0 Saison, verloren aber die Superbowl – gegen den Jets-Stadtrivalen Giants…

Rex maledicendi

Mangini ist weg. Der neue Mann am Ruder in New York: Rex Ryan. Ryan hat seit seinem Amtsantritt und noch mehr seit dem glücklichen Playoff-Run vor einem Jahr eine dicke Lippe nach der anderen riskiert und mit seinem großen Mundwerk die Jets in eine Liebe-sie-oder-hasse-sie-Ecke getrieben. Große Einkaufstour, TV-Show imm Trainingslager, Beleidigung von gegnerischen Spielern und Coaches und ein angekündigter Sturm auf den AFC-East-Thron haben den netten Jungs von nebenan, den Jets, ein spaltendes Image verliehen.

Sportliches Ergebnis: Bilanz 11-5, und kein Divisionssieg. Schuld daran war der Knackpunkt in der Jets-Saison: Eine verheerende 45-3 Schlappe bei den Patriots Anfang Dezember, trotz 11 Tagen Vorbereitungszeit. Eingegangen wie ein Wollpullover, der mit 30 Grad zu viel gewaschen wird. Oder noch schlimmer.

Nun haben die Jets auch in dieser Woche viel über den Gegner geredet. Entweder dem QB Brady das Schildchen mit der Aufschrift „überschätzt“ anhängen oder dem QB Brady mangelnde Klasse nachsagen wollen. Auf Nachfrage konnten die Herren DE Ellis und Co. dann kein Beispiel nennen. Höhepunkt der Saga ist CB Antonio Cromarties nicht druckreifes Interview. Debakel, ick hör dir trapsen… Wenn jemand aus solchen Provokationen Motivation wie Zucker aus dem Honig herauszuziehen vermag, dann sind es die Patriots und Tom Brady.

Die Kampfgnome

Die Jets haben am vergangenen Wochenende ein starkes Spiel gegen die WR der Colts gemacht. CB Darelle Revis schaltete mit Reggie Wayne die große Waffe der Colts aus und um Mannings Armada war es geschehen. Nun kommt allerdings New England daher, mit seinen WR-Winzlingen Wes Welker (1,75m, 86 Catches, 848yds, 7 TDs) und Deion Branch (1,75m, 74 Catches, 705yds, 5 TDs) sowie Allzweckwaffe Danny Woodhead (1,70m, insgesamt 826yds, 6 TDs) – Spieler, die andernorts nicht gewollt waren, im Patriots-System aber essentiell sind. Problem für die Jets, für Cromartie und Revis: Du weißt nicht, wen von den Jungs du covern musst. Klare #1 gibt es seit dem Rausschmiss von Randy Moss keine mehr. Dafür werden die Bälle auf dieses Trio, auf die Rookie-TE Aaron Hernandez (45 Catches, 563yds, 6 TDs) und Ron Gronkowski (42 Catches, 542yds, 10 TDs) und Rookie-Returner Brandon Tate verteilt.

Stichwort Danny Woodhead. Ein kleiner, flinker, untersetzter Mann, beweglich und schwer zu tackeln. Aus einem Division-II College (!) gekommen und vor der Saison von seinem NFL-Team vor die Tür gesetzt. Die New England Patriots klaubten Woodhead von der Straße auf, schmissen ihn nach der Moss-Saga ins kalte Wasser. Resultat: Woodhead entwickelte sich zum Welker-Double und Publikumsliebling. Nun trifft Woodhead auf das Team, das ihn vor ein paar Monaten rausgeschmissen hatte: Die Jets. ESPN über Woodheads Geschichte – vom kleinen Dorf am verlängerten Rücken der Welt in die NFL.

Anfang Dezember kam die Jets-Offense einfach nicht in Gang. Und das, obwohl New Englands Passverteidigung durchaus Yards zulässt. Viele sogar, die drittmeisten der NFL. Dafür machen sie auch viele INTs. Die Jets kamen aber auch auf dem Laufweg nicht voran und ein Drive nach dem anderen wurde abgewürgt. Die guten Ansätze zu Spielbeginn, als man zwischen den Plays nicht viel Zeit ließ, haben die Jets unverständlich schnell aufgegeben und ab Beginn zweites Viertel nichts mehr zustande gebracht.

Die Ruhe weg
Tom Brady

Tom Brady - ©Flickr

Die Patriots dagegen scheißen sich um nix, gehen raus und werfen einen Pass nach dem anderen. QB Tom Brady genießt hinter der sensationellen Offense Line alle Zeit der Welt, wirft mit den Bällen nur so um sich. Keine langen Bälle zwei Kilometer vertikal das Spielfeld runter, sondern über die kurzen Distanzen, links, rechts, über die Mitte. Und es ist nie berechenbar. Dazu zwischendurch immer mal wieder ein, zwei Laufspielzüge eingestreut, um die Balance zu halten. Die Laufarbeit übernehmen mit Woodhead und RB Benjarvus Green-Ellis zwei Leute, die nicht mal gedraftet worden sind und die in keiner anderen NFL-Mannschaften starten würden. In New England sieht das dann so aus: Das Duo mit 326 Läufen für 1555yds (4,8yds im Schnitt) und 7 Touchdowns.

Brady selbst mit einer traumwandlerischen Saison: 3900yds, 36 Touchdowns, 4 (VIER!) Interceptions. Keine spektakulären Spiele, aber spektakuläre Zahlen. So fehlerlos hat noch kein Quarterback in der NFL-Geschichte gespielt. Es ist das Rezept der großen Patriots-Mannschaften von 2003/2004: Sich nicht um den Gegner scheren, eigene Fehler vermeiden und parasitär jeden kleinen Schnitzer der anderen Mannschaft ausnutzen. Die Drives sind nicht spektakulär, aber sie werden häufig mit Touchdowns und Field Goals abgeschlossen.

Nun ist die Jets-Defense an sich auch keine schlechte. #6 gegen den Lauf, #3 gegen den Pass, #3 insgesamt. Aber gegen die Pats im Dezember war sie so derart neben der Spur, da fror dir die Spucke ein – und das nicht nur, weil es bitterkalt war.

Die Patriots sind die Favoriten. Ich traue den Jets zwar zu, in dem Spiel lange drin zu bleiben. Aber Trash Talk ist etwas, mit dem du Belichick nicht beikommen kannst. Ich traue Bill Belichick zu, dass er ein paar nette Überraschungen vorbereiten wird und früh im Spiel 4th downs ausspielen lässt, mit neuen Kreationen verwertet und schnell Punkte zwischen sich und Jets legt, um QB Mark Sanchez dazu zu zwingen zu werfen. Und dann ist es um die Jets geschehen.