Date am Donnerstag, #6: Cleveland Browns – Buffalo Bills Preview

Es ist Oktober um Oktober ist der Monat des Brustkrebs-Gedenkens. Ab heute wird es also wieder für mehrere Spieltag eine sehr rosarot angehauchte NFL geben. Los geht es heute Nacht ab 02h30 bei SPORT1 US mit einem Spiel zweier Außenseiter. Übertragender Sender ist das NFL Network mit seinen Star-Kommentatoren Brad Nessler und Mike Mayock. Weiterlesen

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Date am Donnerstag, #2: New England Patriots – New York Jets Preview

Diese Saison gibt es das Thursday Night Game in der NFL schon ab Woche 2, übertragen vom ligaeigenen NFL Network (NBC bekommt dafür zu Thanksgiving das Nachtspiel). Die Ansetzung heute Nacht, 02h live bei SPORT1 US, ist eine altbekannte Rivalität aus der AFC East, New England PatriotsNew York Jets. Die Partie ist schon traditionell aufgeladen mit einiger Spannung, Stichwort Boston gegen New York, Pats gegen Jets, Belichick gegen Rex Ryan… und diesmal mischt sich auch eine wilde Auftaktwoche in der NFL-Saison mit rein, in der die Patriots um ein Haar eine sensationelle Pleite kassiert hätten, die Jets dagegen sensationell eine chancenlos geglaubte Partie holten. Weiterlesen

Recap: Titans – Steelers

Es war ein sehr spannendes Spiel im feuerwerkerleuchteten Coliseum zu Nashville, und ein farbenfrohes auch hinter den Mikros bei NFL-Network, wo Brad Nessler und Mike Mayock mit ihren pinken Käppies ein Bild für die Götter abgaben.

Zum Spiel. Für die Titans war es ein relativ glücklicher Sieg gegen verletzungsgeplagte Pittsburgh Steelers, denen neben Polamalu in der Defense eine ganze Reihe an Offensivspielern während der Partie flöten gingen, von RB Mendenhall über RB Redman hin zu den Offensive Linemen Pouncey und Gilbert.

Tennessee konnte überraschenderweise sogar so was wie Laufspiel implementieren, wobei vor allem der viel gescholtene RB Chris Johnson mehrfach über die Mitte (!) acht bis zehn Yards hinlegte. Über die Mitte. Gegen Pittsburgh. CHRIS JOHNSON.

Der wahre Star in der Titans-Offense dürfte allerdings die Offensive Line gewesen sein, die die Pocket für den QB Matt Hasselbeck erstaunlich ruhig halten konnte gegen einen dezent lahmen Druck der Steelers, deren notwendigerweise verjüngte Defense tatsächlich nicht mehr an die Qualität früherer Tage heranreicht.

Hasselbeck selbst darf sich starke Drives zu Spielbeginn, zum Ende der ersten Halbzeit und zweimal im Schlussviertel auf die Stirn heften, aber da waren auch eine ganz üble Interception und eine fast noch üblere gedroppte Interception gegen ihn dabei. Auf der anderen Seite erlebten die WRs #13 Kendall Wright und #18 Kenny Britt wechselhafte Tage, wobei vor allem Britts Drops bzw. fast gedroppter und im zweiten Nachfassen erfolgreicher Touchdown sinnbildlich für das Spiel standen.

Pittsburgh sollte im Angriff nur noch auf QB Ben Roethlisberger setzen: Was Roethlisberger wieder in die Lüfte zauberte, war schon stark, diesmal sogar ohne allzu viele Scrambles, dafür fast ohne Laufspielunterstützung und mit prinzipiell nicht wirklich gut aufgelegten Wide Receivers #84 Brown und #17 Wallace (trotzdem 8.9yds/Passversuch für Big Ben).

Unglücklich für die Steelers waren ein schlecht aufgelegter CB #24 Ike Taylor, ein geblockter Punt, der an die 1yds-Line returniert wurde und schließlich ein gescheitertes 54yds-Fieldgoal in der Crunch Time… okay, so überraschend kommt ein FG-Fehlversuch von K Shaun Suisham nun auch nicht.

Pittsburgh mit 2-3 erstaunlich durchwachsen in die Saison gekommen, und einen Vick-Fumble von einer halben Katastrophe entfernt. Tennessee wie aus dem Computer gespuckt mit dem Heimsieg bei 2-4, aber irgendwo auch keine Bäume ausreißend. Wohltuend ist das Ergebnis für die Divisionen der beiden Teams, die dadurch umso mehr an Thrill gewinnen.

Vor Tennessee – Pittsburgh: Wer trügt denn nun?

Erstes Faktum, wenn ich auf das Donnerstagnachtspiel (Nacht von heute auf morgen, 02h30 live bei ESPN America und SPORT1+) gucke: Mein Ranking-System favorisiert die Tennessee Titans daheim gegen die Pittsburgh Steelers! Und zwar mit 52:48 Prozent Siegchance. Wie das?

Antwort: Schedule und Heimvorteil. Die Steelers haben zwar die bisher leicht bessere Pass-Offense (6.4 NY/A vs. 6.1 NY/A) auf die Beine gestellt und die klar bessere Pass-Defense (5.9 NY/A vs. 7.4 NY/A), bei etwas besseren Turnoverwerten und praktisch identischem Laufspiel auf beiden Seiten. Aber nachdem Tennessee bisher gegen den schwersten Schedule der NFL spielen musste (NE, SD, DET, HOU, MIN) und in dieser Partie den Heimvorteil besitzt, rückt Tennessee für den Algorithmus völlig überraschend in die Favoritenrolle.

(memo to me: yup, ich habe noch nix weiteres Erklärendes dazu geschrieben, aber ich habe fertig gewerkelt)

Klassischer Fall, in dem mein Bauchgefühl den harten Fakten klar widerspricht: Ich halte Pittsburgh in der heutigen Partie für recht klar favorisiert. Das liegt nicht nur an der sehr wechselhaften Offense der Titans, wo RB Chris Johnson nur noch eine Nebenrolle eingeräumt wird und der für den verletzten Stamm-QB Locker einspringende QB Matt Hasselbeck am letzten Wochenende einen extrem unvorbereiteten Eindruck gemacht hat.

Auch die Defense der Titans kommt völlig identitätslos daher. In der Line soll es mächtig Stunk geben, weil der junge DT Karl Klug trotz Forderungen von Pundits und Fans kaum mehr zum Einsatz kommt, und dahinter macht niemand den Eindruck, mal ein „Zeichen“ setzen zu können. Ein Team wie die Minnesota Vikings konnte zuletzt genüsslich und im Halbschlaf gegen Tennessee seine Yards und Punkte produzieren.

Pittsburgh mit seinem furiosen QB Ben Roethlisberger ist da ein Kaliber, das dieser Secondary 300yds wie nichts einschenken dürfte, ohne sich die Hände schmutzig zu machen.

Einziges ganz großes Problem der Steelers im ersten Saisonviertel: Die enorme Anfälligkeit gegen Strafen. Es sind nichtmal so sehr die großen Personal Fouls, sondern False Starts, Holdings und die eine oder andere Pass Interference, die den Steelers mächtig zusetzen und mehrere Drives pro Spiel im Angriff abwürgen und in der Defense verlängern.

Ich sehe aber trotzdem nicht, wie Tennessee in dieser Partie die Steelers schlagen möchte. Außer natürlich, QB Hasselbeck erinnert sich an die Superbowl-Niederlage einst gegen Pittsburgh und zaubert einen ganz großen Tag aus dem Zylinder.

NFL-Draft 2012 – 1. Runde LIVE

[05h15] Ende einer sehr schnell durchgelaufenen ersten Runde NFL-Draft 2012 (knapp 3h). Eine erste Runde ohne viel Drama und Dominoeffekte abseits der allgemein erwarteten vielen Trades zu Beginn und am Ende. Keine Spieler, die stundenlang senkrecht durch die Boards fielen. Nur 1-2 wirkliche Sensationen. Interessante Nuancierung: Schnelles Agieren in den War Rooms. Kaum ein Team nutzte bei so vielen Trades seine 10min Bedenkzeit aus.

Darüber hinaus kam über den NFLN-Stream im GamePass nur wenig Stimmung rüber, nachdem sogar die Buhrufe der New Yorker für die Patriots-Picks enttäuschend zurückhaltend waren.

Die interessantesten Moves

  • Acht Trades. Die ersten waren erwartet. Am Ende kaufte sich der NFL-Bodensatz zurück in die erste Runde ein (MIN/TB).
  • Haufenweise Underclassmen zu Beginn des Drafts.
  • Die Trades nach oben der Patriots für DE Jones/LB Hightower.
  • Das Verhalten der Browns: 4/13 Draftpicks aufgegeben für einen Spot und einen Running Back und später einen 28jährigen QB einberufen. Sideline Reporter-Leser und Browns-Fan alexander wird kotzen.
  • Pass Rusher/Abwehrspieler für Bears und Texans.
  • Die NFC East mit drei Trades nach oben: WAS für Griffin, DAL für Claiborne, PHI für Cox. Nur die Giants blieben erneut cool.
  • Das lange Warten der Defensive Ends, die erst ab #15 ins Spiel kamen. Der Run auf die Tackles blieb aus.
  • 15x Offense zu 17x Defense: 4 QB, 3 RB, 4 WR, 2 OT, 2 OG, 7 DE/OLB, 3 DT, 2 MLB, 3 CB, 2 S. Keine Tight Ends.

Überblick – die erste Runde

#1  QB Andrew Luck       Indianapolis
#2  QB RG3               Washington
#3  RB Trent Richardson  Cleveland
#4  OT Matt Kalil        USC
#5  WR Justin Blackmon   Jacksonville
#6  CB Morris Claiborne  Dallas
#7  S  Mark Barron       Tampa Bay
#8  QB Ryan Tannehill    Miami
#9  LB Luke Kuechly      Carolina
#10 CB Stephon Gilmore   Buffalo
#11 DT Dontari Poe       Kansas City
#12 DT Fletcher Cox      Philadelphia
#13 WR Michael Floyd     Arizona
#14 DT Michael Brockers  St Louis
#15 DE Bruce Irvin       Seattle
#16 DL Quinton Coples    N.Y. Jets
#17 CB Dre Kirkpatrick   Cincinnati
#18 DE Melvin Ingram     San Diego
#19 DE Shea McClellin    Chicago
#20 WR Kendall Wright    Tennessee
#21 DE Chandler Jones    New England
#22 QB Brandon Weeden    Cleveland
#23 OT Riley Reiff       Detroit
#24 OG David DeCastro    Pittsburgh
#25 LB Dont’a Hightower  New England
#26 DE Whitney Mercilus  Houston
#27 OG Kevin Zeitler     Cincinnati
#28 LB Nick Perry        Green Bay
#29 S  Harrison Smith    Minnesota
#30 WR A.J. Jenkins      San Francisco
#31 RB Doug Martin       Tampa Bay
#32 RB David Wilson      N.Y. Giants

[05h05] Letzter Pick der heutigen Nacht: RB David Wilson an #32 zu den Giants. Die Kamera schwingt in die Ränge, da stehen zwei Mittzwanziger im Giants-Shirt, gucken sich an, wissen nicht recht wie reagieren, ehe mit high-five der Pick doch abgenickt wird.

[04h56] Wenig Überraschendes dagegen an #31 nach dem Trade: Tampa Bay mit RB Doug Martin von Boise State. Das kalte Messer in den Rücken für LeGarrette Blount, der drei Jahre nach der rechten Gerade zu Boise einen Bronco zum Teamkollegen und Konkurrenten bekommt. In Doug Martin sieht der NFLN-Tisch einen neuen Ray Rice – darauf wäre ich in drei Jahren Boise-Watching allerdings nie gekommen. Gilt als kompletter Back, brachial, kräftig gebaut, niedriger Körperschwerpunkt.

[04h50] San Francisco an #30: WR A.J. Jenkins. Habe ich jetzt nie gehört und im kompletten Vorfeld des Drafts überlesen. Einer von den 15 nächstbesten nach dem goldenen Trio Blackmon/Floyd/Wright. Und ein Pick der Marke: Gib Smith jede erdenkliche Hilfe, damit wir halbwegs akzeptable QB-Zahlen kriegen.

[04h45] Kein Upshaw, dafür S Harrison Smith für die Vikings an #29. Nach Mayock ein idealer Typus Spieler für die Vikings-Defense. NEED.

[04h40] Während die Vikings (#35/#98 für den Ravens-Pick #29 und damit wahrscheinlich Courtney Upshaw) sich in die erste Runde hochtauschen, draften die Green Bay Packers an #28 den OLB Nick Perry/USC, der ganz tief durchschluckt und dann mit Tränen in den Augen den angenehmen Marsch auf die Bühne angehen kann. Green Bay ist für Footballer immer ein gutes Los in diesen Jahren. Die Packers damit mit dem Trojan-Du0 Matthews/Perry auf den OLBs.

[04h35] Pick #27: G Kevin Zeitler/Wisconsin (Wisconsin!). Mayock: Wisconsin offensive linemen are always extremely well-coached. Ach ja: Wisconsins Offensive Liner geht zu den Cincinnati Bengals. Zwei erwartete Picks der Bengals: CB und G. Und ein zusätzlicher Draftpick dank Trade. Neue Zeiten in Cincinnati.

[04h28] Pick #26: DE/LB Whitney Mercilus für die Houston Texans und der NFLN-Tisch ist überrascht. Mayock fragt sich: one-year wonder?, während die private Draft-Party bei Mercilus im Wohnzimmer explodiert. Unerwarteter Pick, weil man davon ausgehen hatte können, dass Houston WR oder TE draften würde.

[04h23] Jackpot für Alabamas LB Dont’a Hightower, der an #25 zu den New England Patriots geht. Hightower, ich hab’s oft geschrieben, war der auffälligste Abwehrspieler im College Football in den letzten Jahren: Brutal schnell, explosiv und ein aggressiver Tackler. Soll allerdings zu viel Instinktfootballer für die NFL sein – aber von Saban zu Belichick zu gehen, kann einem solchen Athleten nicht schaden. New England hat nur mehr zwei Draftpicks morgen und am Samstag frei.

[04h20] Zweimal Offensive Line. Der Madden-Boy Calvin Johnson darf den Lions-Pick (#23) verkünden. Es ist OT Reilly Reiff/Iowa. Ich bin etwas überrascht, da Schwartz‘ bisherige Historie nicht im Entfernten einen Blocker hatte erwarten lassen. Vermutlich ein Pick mit Blick in die Zukunft: LT Backus ist 35, RT Cherilus hat auslaufenden Vertrag.

An #24 geht der Mann mit dem aggressiven Gesicht, G David DeCastro, nach Pittsburgh (#24).

[04h17] New England hat erneut nach oben getradet: An #25 mit den Broncos.

[04h13] D’oh! D’oh! D’oh! D’oh! D’oh! D’oh! D’oh! D’oh! D’oh! D’oh! D’oh! D’oh! D’oh! D’oh! D’oh! D’oh! D’oh! D’oh! D’oh! D’oh! D’oh! D’oh! D’oh! D’oh! D’oh! D’oh! D’oh! D’oh!

Die Cleveland Browns an #22 unter Einmarsch der Army mit QB Brandon Weeden! Größte Sensation des Drafts bisher und ein Schlag in die Fresse von Colt McCoy. Ganz ehrlich: Damit hatte niemand gerechnet.

[04h10] Mike Mayock bekommt seinen Wunsch erfüllt und sieht die Patriots an #21 Syracuses DE Chandler Jones draften. Der Mann mit den Krakenarmen und von der Statur viel besser in eine 4-3 Defense zu passen – aber Belichick hat mit Sicherheit bereits eigene Vorstellungen. (Derweil sind bereits die Steelers dran)

[04h08] Während bereits die Lions (#23) dran sind, verkündet Goodell den etwas überraschenden Draftpick der Titans/#20: Kraftpaket WR Kendall Wright, den Slot-WR mit angeflanschter Speed-Option. Und dazu ein mobiler QB in Locker, ähnlich Griffin in Baylor.

Die zweiten zehn dauerten ein paar Minuten länger (68min) und wären da:

#11 DE Dontari Poe       Kansas City
#12 DT Fletcher Cox      Philadelphia
#13 WR Michael Floyd     Arizona
#14 DT Michael Brockers  St Louis
#15 DE Bruce Irvin       Seattle
#16 DL Quinton Coples    N.Y. Jets
#17 CB Dre Kirkpatrick   Cincinnati
#18 DE Melvin Ingram     San Diego
#19 DE Shea McClellin    Chicago
#20 WR Kendall Wright    Tennessee

[04h01] Cincinnati (#21) hat mit New England (#27) getradet für einen zusätzlichen Drittrundenpick (#93), Sekunden nach dem noch unbekannten Titans-Pick. Man merke sich: NEW ENGLAND hat nach oben getradet.

[04h00] Hui. DE/OLB Shea McClellin geht an der #19 an die Chicago Bears. Keine Offense für die Bears! McClellin galt als bessere Option für eine 3-4 Defense (Bears spielen 4-3), soll aber ein kompletter Spieler sein. Etwas befremdliche Wahl: McClellin von den schreienden Boise State Broncos zu den konservativen Bears. Dürfte Boises höchster Draftpick ever sein.

[03h53] DE/OLB Melvin Ingram, überraschend weit an #18 runtergefallen, wird von den San Diego Chargers aufgenommen. Kein Offensive Tackle für San Diego. Ingram soll Freeney-ähnlich spielen, womit wir den geforderten „Playmaker“ für die normalerweise sterile Chargers-Defense bekommen hätten.

[03h46] Dritter Crimson-Tide an #17 für die Cincinnati Bengals: CB Dre Kirkpatrick. Die beiden besten Bama-Verteidiger am College, Hightower und Upshaw, sind noch erhältlich. Die Bengals werden indes in wenigen Minuten erneut draften und Mayock geht davon aus, dass es ein Guard (DeCastro) sein wird.

[03h42] Zur Hälfte der ersten Runde ist Mayocks Tipp-Bilanz besser bei den Trades denn bei den Spielern. Die Gehaltsbegrenzung für Rookies könnte bei so vielen Trades für künftige Mock-Drafts überhaupt bedeuten, dass sie noch sinnloser werden (falls datt möglich ist).

[03h41] Kleine Überraschung von den New York Jets, die den als besonderes Risiko geltenden DL Quinton Coples nehmen. Selbst jetzt ist die Halle eher ruhig. Coples ist erst der zweite Pass Rusher, die zum Großteil noch auf dem Tablett sind.

[03h30] Da ist die Sensation: DE Bruce Irvin/West Virginia ist Seattles Wahl an #15! Ein reiner Pass Rusher mit seinen 111kg, der eher ein Partylöwe sein soll. Irvin war bei den meisten Teams für die zweite oder dritte Runde gelistet.

[03h27] DT Michael Brockers mit seinem Flaum am Kinn ist die Wahl der St Louis Rams an #14. Brockers schaut glücklich aus.

[03h18] Er bekommt ihn: WR Michael Floyd von Notre Dame für die Arizona Cardinals an #13. Womit QB Kolb die Entschuldigungen damit ausgehen. Floyd soll zudem enorm physisch sein und gerne blocken. Und für ein allzu akives Nachtleben ist Phoenix dann auch nicht bekannt…

[03h13] DT Fletcher Cox für die wuchtige Defensive Line („Wide 9“) der Eagles: Babin/Cole/Jenkins/Cox. Die nächsten sind die Arizona Cardinals. Mal schauen, ob Larry Fitzgerald seinen Wunsch erfüllt bekommt.

[03h05] Der für Risiko-Picks gefürchtete Scott Pioli schnappt sich an #11 für Kansas City den durchaus nicht von allen angepriesenen DT Dontari Poe für die seit Jahren vakante Position des Nose Tackles. Im Hintergrund bereiten die Eagles einen Trade vor, wohl um an den DT Cox heranzukommen: #15 plus vierte (#114) und sechste (#172) Runde für Seattle gegen den Pick #12 der Seattle Seahawks. New England, von denen man heute Abend noch einen Trade nach oben (sic!) erwartet hatte, bleiben bisher inaktiv.

[03h01] Überhaupt scheint die Stimmung in der Radio City Music Hall bisher eher mau zu sein. Die Jets dürften dann in ca. einer halben Stunde dran sein…

[03h00] Pick #10 für Buffalo: CB Stephon Gilmore. In Gilmores „Green Room“ sieht es eher nach Beerdigung denn nach Feierlichkeiten aus. Gequältes Lächeln beim Halten des Trikots. Für die Bills ist es derweil kein unlogischer Pick in einer Division, in der Brady noch ein paar Jahre spielen wird. Die Top-10 sehen demnach wie folgt aus:

#1 QB Andrew Luck       Indianapolis
#2 QB RG3               Washington
#3 RB Trent Richardson  Cleveland
#4 OT Matt Kalil        USC
#5 WR Justin Blackmon   Jacksonville
#6 CB Morris Claiborne  Dallas
#7 S  Mark Barron       Tampa Bay
#8 QB Ryan Tannehill    Miami
#9 LB Luke Kuechly      Carolina
10 CB Stephon Gilmore   Buffalo

Flotte erste zehn Picks: 59 Minuten.

[02h55] Nada. LB Luke Kuechly ist die Wahl. Das bringt uns zum Schluss, dass das NFL Network doch etwas schneller als andere erfährt, wer die Wahl sein wird, nachdem Mayock just vor Verkündigung des Picks noch schnell von dessen „fixer“ Einberufung auf Kuechly geswitcht war.

[02h51] Pick #8 ist QB Ryan Tannehill von Texas A&M. Keine allzu große Überraschung, nachdem Dolphins-OffCoord Mike Sherman Tannehills ehemaliger Head Coach in College Station war. Man geht bei Tannehill nicht davon aus, dass er von Beginn an spielen wird. Scheint ein Pick zu sein, der „von oben“ herab kommandiert wurde, nachdem Owner Stephen Ross seit Jahren eine Identifikationsfigur für die Franchise sucht. Dahinter gilt als hausgemacht, dass Carolina DT Fletcher Cox an #9 draften wird.

[02h44] „RG1“ (O-Ton Eisen) verkündet den Bucs-Pick an #7: S Mark Barron von Alabama. Die Halle erstummt. Nach Mayock ein großartiger Pick. O-Ton Mayock: His upside is Pro Bowl safety. His downside: Pro Bowl safety. Könnte das Aussterben der Pro Bowl dazwischen kommen.

[02h38] Dallas draftet den LSU-CB Morris Claiborne, nach Mayock ein größer „Interceptor“. Das ist eine eher zweifelhafte Eigenschaft, nachdem wir wissen, wie zufällig sich Interceptions in der Defense verhalten. Nominell aber könnten die Cowboys mit CB Brandon Carr und Claiborne nun ein annehmbares Defensive Backfield haben.

[02h32] Jacksonville kauft WR Justin Blackmon von der Oklahoma State University. Der physische Blackmon für QB Gabbert nach dessen fürchterlichem Rookie-Jahr. Im selbem Moment wird bekannt, dass die Dallas Cowboys sich an #6 hochgekauft haben und dafür ihren Pick #14 und jenen in der zweiten Runde aufgeben.

[02h27] Der vierte Draftpick für Minnesota ist OT Matt Kalil von der University of Southern California. Mayock prognostiziert die nächsten beiden Draftpicks: Blackmon nach Jacksonville, Claiborne nach St Louis.

[02h20] Die Jacksonville Jaguars scheinen panisch geworden zu sein und haben sich von #7 an #5 nach vorne getradet! Spricht dafür, dass die Jaguars den WR Blackmon haben wollen und die Vikings sich zwischen CB Claiborne und OT Kalil entschieden haben. Die prognostizierten vielen Trades sind under way. Und der NFLN-Tisch schreibt es – wohl nicht zu Unrecht – den gedeckelten Rookie-Gehältern zu.

[02h18] Der Liveblog im „41 Sport“-Blog ist hier zu finden.

[02h16] Robert Griffin III könnte ein Volksheld oder zumindest eine Kultfigur in Washington werden, bevor er zum ersten Mal spielt. Da laufen Redskins-Fans in Griffin-Trikots mit #10 rum oder Fans, die RG3 mit Obama vergleichen. Wie bereits mehrfach geschrieben: Diese Rollout-lastigen Offenses Shanahans dürften für Griffins schnellen Einstieg in die Liga hilfreich sein. Derweil haben die Browns bereits ihren Pick getätigt und niemand zweifelt daran, dass die Wahl auf RB Trent Richardson fallen wird. Ein double threat für die leblose Browns-Offense. Die große Frage wird in den nächsten Minuten sein, was die Vikings machen. Alles geht von einem weiteren Trade aus, doch gerüchteweise will Minnesota gleichzeitig nicht unter #5 (Tampa Bay) fallen.

[02h08] QB Andrew Luck stapft bedächtig – und rasiert! – auf die Bühne und stellt unter RG3! RG!3-Sprechchören auch bereits das Colts-Trikot mit der #12 vor. Was wir noch nicht mit Sicherheit wissen: Welches System wird man Luck in Indianapolis zimmern? OffCoord Arians war in Pittsburgh zuletzt für seine passlastigen Offenses bekannt. Indianapolis‘ Offensive Line schaut aktuell keinen Deut sicherer aus als jene in Pittsburgh und Luck ist kaum weniger mobil denn Roethlisberger… trotzdem zwei unterschiedliche QB-Typen.

[02h05] Eisen: Die NFL will diesmal sichergehen, dass tatsächlich niemand vor Commissioner Goodell erfährt, wer der nächste Pick sein wird.

[01h59] Die ersten drei Picks sind damit mehr oder weniger bereits fix:

#1 QB Andrew Luck       Indianapolis
#2 QB RG3               Washington
#3 RB Trent Richardson  Cleveland

Minnesota mit seinem GM Spielman hat schon drei Extra-Picks ohne Verlust eingefahren und sind an #4 immer noch in Position, weitere Draftpicks mit Trades einzufahren. Mayock und seine Konsorten am NFLN-Tisch gehen von weiteren Trades aus. Die Browns haben von ihren ca. dreihundertfuffzich Picks (waren 12 oder 13) auch „nur“ drei verloren, aber für einen Running Back?

[01h51] Moang. Die Minnesota Vikings sind die ersten Punktsieger vor Draft-Start, haben mit den Browns einen Trade eingefädelt: Pick #3 gegen Pick #4 und Picks in den Runden 4, 5 und 7 (#118, #139, #211) getauscht und nur eine einzige Position runtergerutscht. Fraziers

Im Übrigen ist der Livestream bei NFL.com tatsächlich nicht gratis, sondern nur über den Gamepass erhältlich. Michael Lombardi/La Canfora gehen von weiteren Trades aus – möglicherweise Vikes und Jaguars!

NFL Combine Checklist

Am Donnerstag, 24. Februar 2011, startet in Indianapolis derdiedas NFL Combine 2011, eine sechstägige Veranstaltung, bei dem rund 300 ausgewählte College-Footballspieler auf Herz, Nieren und Hirn getestet werden. Für die NFL-Mannschaften ist das insofern interessant, als dass sie körperliche und geistige Fähigkeiten möglicher Draftpicks getestet bekommen und auch schon mal auf persönliche Tuchfühlung mit den Draft-Anwärtern gehen können.

Wie läuft das ab?

Es gibt allgemeine, positionsunabhängige athletische Tests wie den 40yds dash (Sprint), Vertical Jump (Hochsprung aus dem Stand), Broad Jump (Weitsprung aus dem Stand), Bench press reps (Bankdrücken) oder den Cone Drill (Explosivität und Richtungsänderung beim Laufen). Natürlich haben die Tests für diverse Positionen mehr Bedeutung als für andere. Die Bankdrücker sind für die Line-Spieler am interessantesten, die Sprints für die Running Backs, Receivers und Cornerbacks usw.

Weiters gibt es Drills für einzelne Positionen, wie z.B. für Quarterbacks, die zeigen müssen, dass sie verschiedenste Würfe präzise hinkriegen.

Nebenher werden die Spieler auf Drogen getestet, von Teams zu Interviews eingeladen, abgemessen und gewogen, sowie medizinisch durchgecheckt und stellen sich dem berühmt-berüchtigten Wonderlic-Test (Stichwort im Voraus: Vince Young).

Die Mär vom Workout Warrior – eine Mär?

Die Spieler trainieren sich wochenlang extra auf die Combine fit – klar, entscheidet sich doch einiges für Draft-Position und somit Kohle und Karriere. Manche kriegen das besonders eindrucksvoll hin. Das sind die sogenannten Workout Warriors oder Workout Wonders, Spieler, deren Status sich im Verhältnis zu ihren Football-Leistungen dank großartiger Combine überproportional verbessert.

Mir fällt bei dem Term Workout Warrior stets TE Vernon Davis ein, der unglaubliche Statur hatte und gewaltige Ergebnisse beim Combine erzielte und letztendlich an #6 gedraftet wurde. Davis brauchte danach jahrelang, um ein solider NFL-Spieler zu werden. Letztes Jahr war Davis Pro Bowler.

Um einiges krasser ist der Fall Matt Jones, ein QB an der University of Arkansas. Jones war ein Riese von einem Mann – und er war unfassbar schnell. Aufgrund seines Körperbaus und seiner Athletik sah man in ihm einen Wide Receiver oder Tight End in der NFL. Jones legte eine sensationelle Combine hin und wurde an #21 gedraftet. In der NFL aber floppte der Mann, spielte nie besser als mittelmäßig und wurde am Ende für Koksereien eingeknastet.

Was gibt es sonst noch?

Die Combine ist nicht die einzige Veranstaltung, bei der die Draft-Anwärter zeigen wollen, dass sie möglichst hoch gedraftet werden sollten. Jedes Jahr gibt es Athleten, die leicht angeschlagen sind oder aus anderen Gründen nicht an der Combine teilnehmen, um nicht ihre Reputation leichtsinnig zu verspielen. Teilweise werden dann (oder auch zusätzlich zum Combine) sogenannte Pro Days auf dem Uni-Campus der Athleten veranstaltet, oder private Workouts.

Einen solchen privaten Workout hat z.B. Cameron Newton schon hinter sich. Mitte Februar hat er ausschließlich für Medienvertreter (!) ein Sichtungstraining absolviert. Eine merkwürdige Strategie.

Wo kann ich gucken?

Die Combine wird in den USA exklusiv von NFL Network gezeigt ist insgesamt etwas bizarr, weil sie in einem leeren Lucas Oil Stadium stattfindet, also unter Ausschluss von Zuschauerpublikum.

NFL.com berichtet stets sehr ausführlich vom Combine, ob in Wort oder Video. Mir ist zu Ohren gekommen, dass es auf NFL.com zum Teil auch Livestreams for free geben wird. Vermutlich wird die Combine auch über einschlägige andere Streamportale im Internet laufen.

ESPN America bringt keine Live-Coverage, aber im Sports Center wird mit Sicherheit auch über die Veranstaltung berichtet.

Was macht Sideline Reporter?

Zunächst mal bin ich froh, nach sechs Wochen des puren Stresses mal ein paar Tage zum Verschnaufen zu kriegen. Von daher: Ein paar Minuten mehr Zeit für NFL-Berichterstattung. Ich werde einzelne athletische Tests und den Wonderlic-Test vorstellen.

Eintrag #2: Athletische Tests.

Eintrag #3: Wonderlic Test und was sonst noch wichtig ist.