AFC-Championship Game 2013/14: Denver Broncos – New England Patriots live

[00h14] Wie gut die Broncos-Offense heute war, zeigen die Drive-Stats:

START QTR POSS. YARD PLAYS YARDS RESULT
13:25 1 03:55 DEN 15 7 37 Punt
07:50 1 04:07 DEN 18 10 73 Field Goal
14:51 2 07:01 DEN 7 15 93 Touchdown
02:54 2 02:29 DEN 20 8 63 Field Goal
15:00 3 07:08 DEN 20 13 80 Touchdown
02:25 3 05:23 DEN 39 9 60 Field Goal
09:26 4 02:26 DEN 25 6 39 Field Goal
03:07 4 03:07 DEN 49 7 38 End of Game

Ein Punt in zwei Playoff-Spielen, Baby.

[00h10] Endstand Denver Broncos 26, New England Patriots 16

Letztlich unangefochtener Sieg für Peyton Manning und seine Denver Broncos gegen eine heute enttäuschende Patriots-Mannschaft. Dritte Superbowl-Qualifikation für Manning. Für Brady geht der „Manning-Fluch“ weiter (letzte vier Spiele gegen Manning-QBs verloren).

Die Leistung der Broncos-Offense habe ich schon diskutiert. Es war eine nach einem wackeligen ersten Spielviertel praktisch fehlerlose Vorstellung Peyton Mannings (32/43 für 400yds, 2 TD). Eine interessante, vielfältige Pass-Offense der Broncos gegen überforderte Patriots.

Auf der anderen Seite bin ich mir nicht sicher, wie gut Denvers GamePlan gegen Tom Brady war. Man konnte über weite Strecken vermuten, dass John Fox und DefCoord Jack Del Rio vor allem die Mitteldistanz und das Laufspiel weg nehmen wollten. Das gelang größtenteils, aber wenn Brady bei den zwei langen Bällen zu meterweit offenen Wide Receivers nicht plötzlich Mark-Sanchez-Form auspackt…

Die Patriots hatten ihre Chancen. Sie haben sie bloß nicht ausreichend genutzt. Es war gewiss eine fantastische Leistung vor allem vom Denver-DT #74 Knighton, der mehrere Key-Plays hatte inkl. der entscheidenden Aktion bei einem Sack gegen Brady plus in der 2pts-Conversion. Ich bin mir bloß nicht sicher, dass Denvers Defense so großartig aufgestellt war. Brady hatte – aus Spannungs-Sicht – „leider“ einen relativ typischen Brady-2013 Tag: Mehrere einfache Bälle überworfen, tiefes Spiel inexistent.

Gratulation, Denver Broncos. Broncos sollten nun beten, dass San Francisco das Endspiel erreicht, denn das Matchup gegen Seattle dürfte kein besonders gutes sein…

[00h03] 4th-und-2, und überraschenderweise lässt John Fox Peyton Manning genau das Richtige machen und ausspielen. Montee Ball macht die paar Yards und Denver qualifiziert sich erstmals nach 15 Jahren wieder für die Super Bowl.

[23h56] Erster Pass des Drives, TE Tamme kann viele Meter downfield laufen. Bleibt im Spielfeld. Keine Regung bei den Pats. Erst nach 7 verschenkten Sekunden wird das Timeout genommen. Schwartz-mäßiges Timeout-Management von Belichick in dieser Situation. Das kostet New England letztlich im Kontext minimum 40sek, weil Denver nun minimum einen Spielzug nach der 2min-Warning ausspielen kann.

[23h54] Onside-Kick geht genau in die Arme des WR #87 Decker. Zu 99.9% ist das Spiel over.

[23h52] Denver 26, New England 16/Q4 3:07. 5yds-Scramble Tom Brady. Aber viel wichtiger: Vereen wird bei der 2pts-Conversion gestoppt.

Ein methodischer Patriots-Drive, der gut aussah, aber man beachte den Kontext: Denver konnte den Drive „verlängern“ durch grundsolides Tackling und Halten der Plays im Spielfeld. So brauchte New England fast vier Minuten und 10 Plays, um die 80yds zurückzulegen.

[23h43] Denver 26, New England 10/Q4 7:00. 54yds-FG für Prater. Interessante Entscheidung der Broncos im 3rd-und-8 von der NE 36yds Line. Man lässt Prater kicken, und ich habe Sympathie für diese Entscheidung: Das Risiko eines Fehlkicks ist gefühlt kleiner (vor allem in Denver) als der Gewinn, von +13 auf +16 zu erhöhen.

Ein Schlüsselspielzug war in dem Drive, als TE #80 Thomas von LB #91 Collins gedeckt wurde – ohne Safety-Hilfe. Linebacker gegen Julius Thomas ohne Safety-Unterstützung klingt nicht nach Belichick, war aber so.

[23h39] Kein Onside-Kick, sondern ein völlig sinnloser, saftloser Kickoff downfield, das Denver 5yds Feldposition schenkt im Vergleich zum obligatorischen Touchback.

[23h36] Denver 23, New England 10/Q4 9:26. 7yds-TD Pass für Edelman. 9 Plays, 80yds, 2:36min langer Drive. Anflüge von Prevent-Defense bei den Broncos in den ersten Plays, und dann schlagen die Verletzungen zu: Rodgers-Cromartie und Carter müssen für Momente aus dem Spiel. Brady ist nicht perfekt, verpasst im 3rd-Down via grottenschlechtem Pass einen freien RB Vereen, aber das 4th-Down wird danach gemacht. Edelman wird erst in der EndZone meterweit überworfen, aber ein Play später der TD.

Jetzt ist eigentlich ein Zeitpunkt für einen Onside-Kick, wenn man die Hilflosigkeit der Patriots-Defense betrachtet.

[23h23] Denver 23, New England 3/Q4 12:02. 19yds-FG Prater. Die aggressive Mentalität der Broncos nach dem 4th-Down Stop der Defense ließ vermuten, dass hier Peyton Manning das Sagen hat. Aber das kurze Fieldgoal zeigt: John Fox lässt sich nicht immer drein reden.

Ansonsten: Wieder ein massiver Drive: 9 Plays, 60yds, 5:23min. Es ist schlicht beeindruckend, mit welcher Leichtigkeit die Broncos-Offense über New England drüber fährt. Manning war 1-2 Drives lang nicht 100%ig perfekt, aber seither ist das nahe dran an der Perfektion.

Drittes Viertel

[23h18] Ende Q3. Manning erneut mit einer Kurzpass-Serie, steht schon wieder kurz vor der Patriots-EndZone und wird das Spiel wohl gleich eintüten. Oder?

[23h11] 4th-and-2, und einer der besten Spieler auf dem Feld, der unglaublich fette DT #74 Terrance Knighton, bricht pfeilschnell durch und reißt Brady zum Sack und Turnover on Downs im Backfield um. Das hat schon was von Sargnagel.

[23h09] Vereen droppt einen Ball in enger Deckung im 3rd-und-2 von der DEN 29. Simms möchte natürlich den Fieldgoal-Kick sehen, aber Belichick schickt erwartungsgemäß erstmal seine Offense auf das Feld. Das verwirrt seinen Gegenüber Harbaugh Fox genug, um sein zweites Timeout zu verbrennen.

[23h05] Nächster gut 8-10m überworfener tiefer Ball Bradys.

[22h55] Denver 20, New England 3/Q3 7:52. 3yds-Pass für WR #88 Thomas auf einer quicken Slant-Route gegen einen hoffnungslos verlorenen CB #37 Dennard.

Ein weiterer fast perfekter Broncos-Drive: 13 Plays, 80yds, 7:08min. Alle 3rd-Downs mit exzellent exekutierten Plays verwertet. Dazu häufig weit offene Receiver in der umtriebenen Spielfeldmitte. Die Patriots brauchen nun wohl schon einen TD, ansonsten können wir die Partie schön langsam abhaken.

[22h49] Kaepernick Manning bastelt zu lange an seinem Spielzug an der Anspiellinie herum und muss nach fünf Minuten im dritten Viertel ein Timeout verbrennen. Das hat den Zusatzeffekt, dass die nervösen Hampelmänner in der Patriots-Defense auswechseln können.

[22h45] CB #31 Talib soll Rippen- und Knieprobleme haben. Er ist noch immer „questionable“, also Rückkehr nicht komplett ausgeschlossen.

Zweites Viertel

[22h36] Denver hatte nur vier Drives. Sie machten alle gute Yardage, aber wenn du im Schnitt an der eigenen 15yds-Line beginnst, sind eben auch mit 214 Pass-Yards nur 13 Punkte drin.

START QTR POSS. YARD PLAYS YARDS RESULT
13:25 1 03:55 DEN 15 7 37 Punt
07:50 1 04:07 DEN 18 10 73 Field Goal
14:51 2 07:01 DEN 7 15 93 Touchdown
02:54 2 02:29 DEN 20 8 63 Field Goal

[22h29] Halbzeit Denver Broncos 13, New England Patriots 3

Keine gute Halbzeit für die Patriots, für die das positivste am Spiel der noch relativ akzeptable Rückstand von „nur“ 10 Punkten ist. Peyton Manning dominiert mit seiner Pass-Armada die Partie: 18/25 Completions für bereits 214yds (8.6 NY/A), aber nur 13 Punkte, weil Denver heute die Drives nicht zu Ende gespielt bekam bzw. auch aufgrund der schlechten Feldpositionen für Denver (vier Drives, die innerhalb der eigenen 20yds Line begannen).

Krasse Spread-Offense von Manning, der teilweise Plays spielt, die du am College bei Baylor siehst, mit Dutzenden Shallow-Crosses und Routen über die Spielfeldmitte.

Bei den Patriots eine zahnlose Defense. Die Secondary kriegt mit ihren Manndeckungs-Konzepten keinen Zugriff auf die Broncos-WRs (TE Thomas ist noch nicht mal besonders involviert). Es hilft natürlich nicht, dass im Passrush die einzige Waffe DE #95 Chandler Jones neutralisiert wird und CB #31 Talib mit Verletzung großteils draußen saß.

In der Defense scheint Denver zu versuchen, New Englands Laufspiel aggressiv abzuwürgen, und vor allem: Das Mitteldistanz-Passspiel der Patriots weg zu nehmen. Brady bei einem tiefen Pass horrend. Darüber hinaus verhindert Denvers Secondary die Yards nach dem Catch.

Denver kriegt nun als erstes den Ball nach der Pause.

[22h23] Denver 13, New England 3/Q2 0:25. 35yds-FG Prater. Eigenartige Entscheidung von John Fox, bei einem 4th-und-1 nahe der RedZone erst eine Auszeit zu ziehen und dann das Fieldgoal zu schießen. Damit schenkst du den Patriots im Prinzip eine halbe Minute Zeit.

Aber vorher: Ein famoser Drive der Broncos: Erstes Play, ein Holding gegen die Offense. Aber danach groovt sich Manning rein, findet zweimal en suite einen WR #88 Thomas downfield und schon ist Denver in Punktereichweite. Ein sehr guter Tackle des S #32 McCourty rettet New England vor dem drohenden TD.

[22h15] So köstlich und so wahr:

[22h11] Denver 10, New England 3/Q2 2:54. 47yds-FG Gostkowski. Brady ließ sich im 3rd-Down von DE #91 Ayers für 11yds Raumverlust sacken, aber Gostkowski nagelte das lange Fieldgoal rein. Es ist mühsamer bei den Patriots: 9 plays, 51 yds, 4:56min, aber es wird von Drive zu Drive besser.

Was auffällig ist: Die Anspielstationen von Brady sind durchaus offen, aber Denver lässt zwar Catches zu, aber quasi keine Yards nach dem Catch (außer für RB Vereen auf kurzen Passrouten).

[22h04] Greg Bedard von Sports Illustrated hat diese „Pick-Plays“ wie von Welker weiter unten beschrieben, schon unter der Woche unter die Lupe genommen und beschrieben, welche legal sind und welche nicht: Aye, There’s the Rub. Gute Lektüre, um zu verstehen, was heute auf dem Spielfeld in fast jedem Offense-Spielzug beider Seiten vorgeht.

[21h57] Denver 10, New England 0/Q2 7:50. 1yds-Pass für den selten angespielten TE #84 Tamme. Ein langer, 15 Plays, 93yds, 7:01min Drive für die Broncos, die nun weniger krasse Spread-Formationen spielen.

Manning ist nicht völlig kritikfrei, verpasst auch einige Pässe. Dazu komisches PlayCalling in einem 3rd-Down und 1 mit einer „Empty Backfield Formation“, aber Denver wurde gerettet von einem windelweichen Flaggenwurf eines Refs gegen CB Ryan.

Der wichtigste Spielzug war der 28yds-Lauf für Moreno. Man konnte in der Wiederholung sehen, dass Denvers Offense Line hier für einmal einen superben Job machte, aber auch Moreno war stark, ließ die hilflosen Safetys gekonnt aussteigen.

[21h54] Manning hat heute einen „Montana“-Audible im Köcher, und just im Moment danach zündet RB #27 Moreno den Brenner und lässt mehrere Patriots-Safetys aussteigen für einen 28yds-Lauf. McCourty greift ins Nichts.

[21h50] Drei Plays später kriegt Patriots-CB #26 Ryan ein Holding gepfiffen für nicht die Hälfte an Körperkontakt. Nicht ein Zehntel.

[21h46] Wieder so eine Crossing-Route des WR #88 Thomas, und Welker nimmt CB Talib per Bodycheck aus dem Spiel. Keine Flagge gegen Welker.

[21h43] Sie punten, und Denver muss tief hinten drin an der eigenen 6 beginnen.

Erstes Viertel

[21h40] Ende Q1. Ein ansatzweise guter Drive der Patriots zum Ende des ersten Viertels. Brady mit einem rattenscharfen Pass links raus für RB #34 Vereen, der haarscharf am „Pick-Six“ vorbeischrammt, aber Brady rasiert den Ball durch. Dann ein übler tiefer Ball für Edelman, der meterweit überworfen war (siehe vorigen Post). Kurz danach eine PI gegen die Pats, die im 3rd-und-20 einen merkwürdigen Kurzpass spielen, der überhaupt nichts bringt. Er resultiert in einem 4th-und-16, und es sah vor dem Gang in die Werbung aus als wollten die Pats es ausspielen.

[21h32] Tiefer Ball Bradys für einen meterweit offenen WR Edelman und Brady überwirft um locker 5m. Ein furchtbarer Ball. Phil Simms dazu:

„Sometimes you throw it so well, you overthrow your receiver by a few yards.“

[21h27] Denver 3, New England 0/Q1 3:43. 27yds-FG Prater. Der Drive: 10 Plays, 73yds, 4:07min. Angesichts der Leichtigkeit, mit der Denver hier die Eier bewegt, muss das Fieldgoal als Gewinn für die Patriots angesehen werden.

Denver spielt eine etwas untypische Offense heute, mit fast ausschließlich 4 WR bzw. einem TE #80 Thomas, der als Wideout aufgestellt ist. Man nutzt den mäßigen Passrush der Patriots und die tief stehenden Safetys. Das Matchup WR #88 Thomas gegen CB #31 Talib ist ein Alptraum für Talib ab dem Moment, ab dem er Thomas nicht an der Anspiellinie killen kann.

In der Pats-Defense schaut LB #91 Collins hellwach aus, aber der Rest ist nicht gut. #95 Jones scheint teilweise dreifach gedeckt zu werden. Die Lauf-Defense funktioniert, weil die Schotten dicht gemacht werden, aber es geht auf Kosten des Pass Rush. Resultat: Eine zahnlos Defense bisher.

[21h19] Nächstes 3’n’out für die Patriots. Im dritten Down geht Brady tief für #18 Slater, aber Slater kriegt gegen gute Deckung vom S #32 Tony Carter nicht beide Hände hoch. Sieht mir ein bissl aus, als würde Denvers Defense hier versuchen, New England zum Werfen (sic!) zu zwingen – mit Erfolg (für die Defense…).

Immerhin funktioniert der Punter: Punts für 60 und 55yds bisher.

[21h15] Ein guter erster Drive der Denver Broncos, die aber letztendlich nix gewinnen, denn New England startet nach dem Punt erneut an der eigenen 20.

Manning hatte 4/5 Completions für 39yds, aber das Laufspiel der Broncos wurde im Backfield abgewürgt. Die Pässe schauten aber smooth aus. Manning mit viel Tempo und extremer Spread-Offense gegen eine Pats-Defense, die bei Cross-Routen sehr verwundbar aussah, weil die Safetys tief standen.

[21h09] Sehr gebremster Start der Patriots. Brady eröffnet mit einem eher unpräzisen Kurzpass für #11 Edelman (Catch für 3yds). Dann Lauf und Incompletion bei einer schnellen In-Route für #10 Slater. Kein guter Beginn für die Pats und Punt.

[21h03] Sonnenschein und fast wolkenlos in Denver, aber wenn ich die Rauchschwaden des Feuerwerks im gleißenden Sonnenschein plus das Wehen der Fahnen richtig interpretiere, ist es ziemlich windig.

[20h30] In einer halben Stunde geht es los. Die Vorschau-Texte zum ersten Conference Finale des Tages, Denver Broncos vs New England Patriots, haben wir schon geliefert:

Gibt also genügend Lesestoff. Kickoff ist ca. 21h MEZ, live übertragen wird das Spiel bei SPORT1 US, im Gamepass und im ran.de-Stream, sowie für Österreich auch noch bei PULS 4.

Vor dem AFC-Conference Finale 2013/14: Denver Broncos – New England Patriots

Es mag der eine oder andere Wind davon bekommen haben, dass morgen, Sonntag, 19.1. die beiden Conference-Finals der NFL ausgespielt werden. Übrig geblieben sind dieses Jahr erstmals seit mehrere Jahren tatsächlich die „Big-Four“, die vier Teams, die nach Common-Sense als beste des Jahres galten. Aber das ist nichtmal der große Punkt. Es sind mehr die Ansetzungen. Zuerst zum AFC-Endspiel Denver Broncos (14-3, Sieger AFC West) vs New England Patriots (13-4, Sieger AFC East). John Fox gegen Bill Belichick. Peyton Manning gegen Tom Brady. HypeHypeHypeHypeHype.

Denver Broncos – New England Patriots

  • Kickoff: Sonntag, 21h MEZ
  • Live bei SPORT1 US, PULS 4, im NFL-Gamepass sowie im ran.de Stream.
  • Live-Einstieg ab 0h05 bei SAT.1
  • US-Kommentatoren: Jim Nantz/Phil Simms
  • Vorschau Herrmann: Broncos vs Patriots.

Ich halte mich für überwiegend hype-resistent. Minimum drei Viertel der Mainstream-Storylines in NFL, im Fußball, im Sport generell, über den Sport hinaus, gehen an mir für gewöhnlich relativ untangiert vorbei. Die Rivalität zwischen Peyton Manning und Tom Brady gehört nicht dazu. Sie wird von mir höchstens etwas „anders“ gefühlt als im Mainstream.

Peyton Manning und Brady waren die beiden dominierenden Spielerfiguren, als ich vor gut einem Jahrzehnt damit begann, mich mit dieser Liga und diesem Sport zu beschäftigen. Sie waren die dominierenden Gestalten vor sieben Jahren. Zwei der dominierenden vor drei Jahren. Zwei der dominierenden heute. Peyton Manning (NFL MVP 2003, 2004, 2008, 2009 und wohl 2013) und Brady (NFL MVP 2007, 2010) sind keine direkten Gegenspieler, aber sie werden für immer miteinander verglichen werden als die beiden prägenden Franchise-Spieler der beiden Standout-Franchises in der NFL (als Manning noch in Indianapolis spielte).

Sie haben unzählige Male gegeneinander gespielt. Fast immer waren es enge oder wichtige Spiele – ich habe schon vor drei Jahren darüber geschrieben, und der instant classic vom November 2013 war da noch Jahre entfernt. Man kann nicht alle Resultate an diesen beiden Spielern aufhängen, aber man kann die Geschichten doch in gewisser Form auf diese beiden reduzieren. Es ist keine Rivalität der bösen Worte, der feindlichen Vibes, der lauten Sprüche. Es sind zwei Spieler, die sich in all ihren Statements fast immer und fast ausschließlich auf den Sport beschränkt haben.

Beide haben so grundverschiedene und doch ähnliche Geschichten. Manning ist der Sohn eines NFL-QB, schon als kleiner Zögling von seinem Daddy Archie zum Quarterback herangezüchtet. Manning war der unumstrittene Superstar-QB am großen College Tennessee. Manning war der Top-Draftpick und designierte künftige Star-QB der Indianapolis Colts. Manning holte statistische Rekorde und MVPs, aber brauchte lange um seinen ersten Titel zu holen. Manning ist trotz seines eher trockenen Charakters ein bekanntes Werbegesicht in den Staaten. Manning ist mit seinem College-Sweetheart verheiratet.

Tom Brady kommt aus der Familie von Otto Normalverbraucher. Seine wahre Leidenschaft als Bub war Baseball. Er war auch ein Quarterback an einem großen College, bei Michigan. Aber dort versuchte man, ihn trotz guter Leistungen stets abzusägen. Er rutschte im NFL-Draft erst kurz vor Schluss in der sechsten Runde noch zu den Patriots. Er kämpfte sich vom unteren Ende des Depth-Charts hoch und kam erst durch Zufall in die Starter-Rolle. Er holte erst die Superbowls, und holte seine Statistik-Rekorde erst in späteren Jahren. Er ist trotz Werbegesicht nur begrenzt in TV-Ads präsent. Brady schleppte die Schnitten reihenweise ab. Verheiratet ist er heute mit Supermodel Gisele Bündchen.

Manning ist der Quarterback, der in der Post Season stets daran erinnert wird, dass er nicht der größte „Gewinner“ unter der Sonne ist. Das mag in Ergebnissen stimmen (Manning verlor 11 seiner 21 Playoffspieel), aber rein leistungstechnisch schmiert Brady größer ab. Aber Brady ist der „Gewinner“. Brady ist der QB, dessen Conference-Finalqualifikation sich heute genau „angemessen“ anfühlt: Es ist eine durchschnittliche Saison. Das ist richtig: Brady, 12te Saison als Starter: 3x Superbowl-Champ, 2x Superbowl-Verlierer, 2x Halbfinalverlierer, 2x Divisional-Verlierer, 1x Wildcard-Verlierer, 1x an der Playoff-Qualifikation gescheitert, und jetzt wieder fürs Halbfinale qualifiziert. Brady erreicht im Schnitt in seiner Karriere das Conference-Finale!

Manning gegen Brady ist so großartig, weil es die beiden größten Stars des heutigen American Football sind. Weil sie Hormonschwangerschaft auskommen. Weil sie… schlicht die besten waren, und das für extrem lange Zeit, und sie noch heute zwei der besten sind.


Auch 2013/14 sind Manning und Brady noch die treibenden Kräfte hinter ihren Offenses. Bei Manning ist das offensichtlich. Brady hatte heuer das wackeligste Jahr seit langem, aber er hatte auch lange nicht mehr einen so banalen Support-Cast:

  • WR #11 Julian Edelman, 111 Catches in 160 Anspielen, 1140yds, 6 TD und nur 21% tief angespielt.
  • WR #80 Danny Amendola, 57 Catches in 88 Anspielen, 2 TD und nur 16% tiefe Anspiele
  • TE #47 Michael Hoomanawanui, 13 Catches in 20 Anspielen, 4 TD, 5% tiefe Anspiele
  • „RB“ #34 Shane Vereen, 49 Catches, 443yds, 3 TD
  • RB #38 Bolden, 21 Catches, 152yds.

Gronkowski (33% tiefe Anspiele), Dobson (36% tiefe Anspiele) und Thompkins (27% tiefe Anspiele) sind längst aus diversen Gründen nur mehr Randerscheinungen. Das Laufspiel war in New England eh fast immer effizient, wobei man „effizient“ nicht zwingend mit „gut“ gleichsetzen sollte.

„Effizient“ kann auch sein „bringt Output bei guten Rahmenbedingungen“. „Gut“ wäre eher „bringt Output die Rahmenbedingungen nicht beachtend“. Die Herrschaften RB #29 Blount (177 Carries, 938yds, 11 TD, 47% Success-Rate) und RB #22 Ridley (192 Carries, 825yds, 9 TD, 44% Success-Rate) liefern meistens so, wie dem Durchschnitt nahe Running Backs in der NFL so liefern: Gut, wenn es die Rahmenbedingungen erlauben, teilweise in der Lage, selbst ein Yard aus dem Nichts zu generieren, aber keine klassischen Arbeitstiere. Ein als sehr exzellent wahrgenommenes Patriots-Laufspiel, aber kein Back mit mehr als 1000yds: Mehr „Patriots-Way“ geht nicht.

Einen Punkt, den man nicht vernachlässigen sollte: Die Patriots können werfen. Sie hatten eine ganz üble Phase zu Saisonbeginn, aber seit ziemlich genau Mitte Oktober ist das eine der besten Pass-Offenses in der Liga. Selbst nach Gronkowskis erneutem Verletzungsausfall büßte Brady kein Jota an Effizienz ein; es bleibt allerdings die Sorge, ob die Patriots imstande sind, ihren Stiefel auch dann runterzuspielen, wenn der Gegner es schafft, das Kurzpassspiel etwas einzudämmen – ein schwieriges Unterfangen, aber kein unmögliches, selbst wenn der Gegner wie Denver auf den meilenweit besten Passrusher Von Miller sowie einen der besten Deckungs-CB Chris Harris (beide Kreuzbandriss) verzichten muss. Eine Offense, der ein tiefes Element abgeht, bricht leichter ein als eine, die eins hat. Das haben die Patriots in den letzten Jahren häufig schmerzvoll im Jänner erlebt. Und John Fox und sein DefCoord Del Rio sind Abwehrfüchse, die, wenn sie eines perfektioniert haben, dann wissen, wie man ein gefährliches Laufspiel einbremst.


Patriots-Offense und Broncos-Offense sind vom Style her gewiss verschieden, aber der gesamte Output ist bei beiden frappierend ähnlich:

  • Denver spielte heuer 192 Offense-Drives, New England 191.
  • Denver mit nur 16% three’n’out (#2 ligaweit), New England mit 19% (#3 ligaweit).
  • Denver mit 38.2yds/Drive (#2 ligaweit), New England 33.7yds/Drive (#7 ligaweit).
  • New England kaschiert dies mit der um 2yds besseren Starting Field Position.
  • Beide mit 6.1 Plays/Drive.
  • Sekunden pro Play: Beide mit im Schnitt 24.7sek zwischen den Snaps.

Beide punten wenig (Denver nur in jedem dritten Drive). Der große Unterschied kommt in den Punkten zustande (Denver erzielte einen neuen Punkterekord mit 606 über die Regular Season), aber der Unterschied ist letzten Endes: Denver beendet mehr Drives mit Touchdowns. New England schließt jeden fünften Drive mit Field Goals ab, Denver beendet 37 von 100 Drives mit TD. Beide Werte sind in ihren Kategorien Spitzenwerte. Rate mal, wer glücklicher damit ist.


Die Broncos-Offense macht mir Angst. Manning fährt mit 7.8 NY/A über den Gegner drüber. Er hat vier Anspielstationen, die praktisch die gesamte Workload tragen: Die beiden Thomasse, Decker und ex-Patriot Welker sind verantwortlich für 77% der Yards. Mannings Präzision und vier gutklassige Anspielstationen? Dieses Quartett allein ist fast nicht aus dem Spiel zu nehmen. Dazu gesellt sich dieses Jahr aber auch ein starkes Laufspiel, das die Patriots schon im ersten Spiel komplett mit über 200yds überlief. RB Moreno spielt die Saison seines Lebens, RB Montee Ball macht eigentlich immer einen recht flotten Eindruck, wurde aber teilweise arg wenig eingesetzt.

New England hat dank zahlreicher Verletzungen eine der wackeligsten Lauf-Defenses. Ohne zusätzliche Verstärkung der „Box“ dürfte es für die Herrschaften wie DT Jones oder DT Siliga eine Herkulesaufgabe werden, Morenos eingestreute Carries zu stoppen. Aber dann fehlen diese Jungs hinten in der Deckung.

Was tust du als Defense dagegen? Laufspiel kannst du dem Gegner eigentlich nicht ohne weiteres anbieten, da es der risikoloseste Weg ist, zum Erfolg zu kommen. Aber verstärkst du die Front-Seven mit einem Safety, öffnest du einem WR #88 Demariyus Thomas „hinten“ alle Scheunen für 25yds-Catches. Es hat was von Jänner 2005, als eine ähnlich dezimierte Pats-Defense gegen eine ähnlich rekordträchtige Manning-Offense (damals 49 Pass-TD für Manning) antrat – und diese dann auf drei Punkte hielt. Das ist bis heute eines der herausragenden Abwehrspiele seit ich Football verfolge. ES war allerdings im Schneegestöber von Foxboro, und morgen soll es in Denver vergleichsweise gesittete Witterungsverhältnisse geben.

Es wird einen erneuten sensationellen GamePlan von Belichick und seinem Defense-Coachingstaff brauchen, um Denver in deren Stadion einzubremsen. Ich bin mir nicht sicher, ob sie ausreichend Personal und Tiefe dafür haben. Ich bin allerdings sicher, dass Belichick noch ein Karnickel im Ärmel hat.


Die Broncos sind zu favorisieren. Es spricht so vieles für sie: Sie haben die bessere Offense, sie eine Defense, die zumindest trotz allem noch eine Spur besser aufgestellt ist um den Stärken des Gegners zu begegnen. In beiden Mannschaftsteilen sind sie trotz einiger wichtiger Ausfälle (Miller, Harris) gesünder, tiefer besetzt. Sie haben den Heimvorteil. Die Wettbüros sehen Denver mit 4-5 Punkten vorn, mein Power-Ranking sah einen 7pts-Vorteil für die Broncos und empfiehlt entsprechend, auch gegen den Spread auf den Favoriten zu setzen.

Ein Patriots-Sieg würde niemanden vom Hocker reißen, aber das Gesamtpaket und die Ausgangslage vor dieser Partie sollten pro Denver sprechen und damit für die siebte Superbowl-Qualifikation für die Broncos.

NFL-Power Ranking 2013/14 nach den Divisional-Playoffs

Das Divisional-Playoffwochenende hat spielerisch die Erwartungen nicht erfüllen können, aber das soll uns den Spaß am Zahlendrehen nicht nehmen. Bemerkenswert an den vier Halbfinalteilnehmern ist, dass sie im Sommer die vier Teams mit den schlechtesten Superbowl-Quoten waren, d.h. es sind genau die vier Topfavoriten, die sich am Sonntag untereinander die beiden Superbowl-Teilnehmer ausspielen werden.

Persönlich hatte ich einen fünften in der Verlosung: Green Bay. Aus den Packers ist knapp nichts geworden. Aber meine ersten fünf Superbowl-Anwärter waren im September gewesen:

#1 Denver
#2 Green Bay
#3 Seattle
#4 San Francisco
#5 New England

Vier der fünf stehen im Halbfinale. Aber, okay: Dieses Quartett hätte im Prinzip auch ein Neuling voraussagen können, denn es kommt in etwa so überraschend wie der tägliche Sonnenuntergang. Allein: Es ist bemerkenswert, dass ausgerechnet in einer Saison, die so viele Überraschung geboten hatte wie 2013/14, am Ende die vier Top-Favoriten übrig bleiben. Das hat was von FIFA-WM 2002, als nach dem großen Zwergenaufstand ausgerechnet bei jener WM zum einzigen Mal die beiden größten Fußball-Nationen der Welt, Brasilien und Deutschland, im Endspiel übrig blieben.

Nach dem Sprung das aktualisierte Power-Ranking nach einer Viertelfinalrunde, der es am allerletzten Zacken Drama natürlich gemangelt hat.

NFL-Power Ranking 2013/14, Divisional Playoffs

NFL-Power Ranking 2013/14, Divisional Playoffs

WP entspricht der Siegchance der jeweiligen Franchise gegen eine standardisierte, durchschnittliche NFL-Franchise, (LW) ist das Ranking von letzter Woche, E16 ist WP hochgerechnet auf 16 Spiele (WP*16 = E16), SOS ist der bisherige Strength of Schedule, den dieses Modell für die jeweilige Franchise errechnet, Rs die Platzierung des Schedules, W-L die tatsächliche Sieg-Niederlagen-Bilanz jeder Franchise zum Ende der Divisional-Playoffs.


Wir können uns vor dem Championship Sunday schon vorab die Effizienz-Stats der vier verbliebenen Superbowl-Anwärter miteinander vergleichen (grün gefärbte Stats sind mindestens eine Standardabweichung besser als Ligaschnitt, orange gefärbte minimum eine Standardabweichung schlechter als der Durchschnitt), mit Klick auf das Bild zu vergrößern:

Effizienz-Stats Divisionals, 2013

Effizienz-Stats Divisionals, 2013

Als Vorwarnung sei geschrieben, dass diese Stats „non-adjusted“ sind, d.h. sie sind nicht für ihren Schedule angepasst. Denver hatte bekanntlich den einfachsten Schedule der Liga, während New England den 22t-schwersten Schedule sah, Seattle den 19t-schwersten, und allein San Francisco mit dem 15t-schwersten Schedule einen minimal überdurchschnittlichen (.504).

Dass die besten Teams tendenziell „einfachere“ Schedules spielen, sollte man nicht überbewerten; sie können ja schlecht „gegen sich selbst“ spielen, während zum Beispiel St Louis oder Tampa Bay natürlich tendenziell schwierigere Spielpläne haben, weil sie nicht gegen St Louis bzw. Tampa Bay spielen „dürfen“.

Auf der anderen Seite: Ein einfacherer Schedule gibt dir eben auch bessere Chance auf viele Siege, ergo mehr Playoff-Heimspiele und ergo in der Folge bessere Siegchance in den „Clutch“-Spielen. Aber okay. SOS ist ein Thema für sich; die Gedanken sollte man sich nur einmal gemacht haben.

Eine Erkenntnis aus den un-adjustierten Schedules: Außer Denver stehen keine „Juggernaut“-Pass-Offenses im Semifinale. Allerdings haben alle Teams eine überdurchschnittliche Pass-Offense. Die Broncos sind gar 2.3 Standardabweichungen über dem NFL-Durchschnitt, was ihre Pass-Offense angeht.

Drei von vier Lauf-Offenses sind in den Top-5 der effizientesten Lauf-Offenses. „Effizienz“ bedeutet hierbei wie immer nicht Yards/Carry, sondern die Success-Rate in Prozentangabe, d.h. wie viele Run-Plays von 100 Versuchen zum Erfolg führen. „Erfolg“ ist dabei definiert mit „du hast nach Spielzugende eine höhere Punkteerwartung als vor dem Snap“. Damit ist ein 2yds-Run im 3rd-und-1 mehr wert als ein 11yds-Lauf im 3rd-und-17.

Die Seahawks sind übrigens in Lauf und Pass nicht gefärbt, aber sie sind extremst nahe dran: 0.98 Standardabweichungen über Liga-Schnitt im Pass, 0.99 Standardabweichungen drüber im Laufspiel. Knapper geht nicht, aber wir sind wie ein 2cm verschossenes 59yds-FG in der letzten Sekunde: Knapp daneben wir mit Nicht-Färbung bestraft. Aber die Advanced-Stats bestätigen hier das Gefühl bei den Hawks: Das ist eine auf breiter Basis sehr gute Offense, die dich aber nicht baff hinterlässt, weil sie eben nirgendwo „absolut überragend“.

San Franciscos Lauf-Offense wird oft gelobt, aber sie ist tatsächlich eher unterdurchschnittlich erfolgreich!

Was sehen wir weiters? Zum Beispiel, dass die Offenses der Halbfinalisten INTs vermeiden. INTs vermeidest du am besten, wenn du kein Risiko eingehst. Aber um 6.5 NY/A oder mehr (um mal eine Hausnummer rauszuschießen) zu erzielen, musst du üblicherweise schon recht viel riskieren. Insofern sind diese INT-Raten bemerkenswert. Vor allem Peyton Manning ist eine Sensation, die man nicht hoch genug einschätzen kann.

Was auch auffällt: Alle vier Semifinalisten haben schlechte Fumble-Raten in ihrer Offense. Man denke dran, wenn die Pundits das nächste Mal behaupten „good teams do not fumble“.

Bei den Pass-Defenses fällt auf, dass keine Graupen-Units dabei sind; vor zwei Jahren z.B. hatte sich New England mit einer der übelsten Pass-Defenses der Liga bis durch in die Superbowl gemogelt. Diesmal sind alle zumindest durchschnittlich, wobei Seattle eine der besten Pass-Defenses aller Zeiten auffährt.

 Und alle Semifinalisten fangen leicht überdurchschnittlich viele Bälle ab. Remember? Alle hatten auch überdurchschnittliche INT-Werte in der Offense.

Bei den Strafen ist mit New England eine der diszipliniertesten Mannschaften vorne dabei, aber ausgerechnet mit Denver und Seattle stehen hier zwei Mannschaften im Halbfinale, die zu den undiszipliniertesten bzw. unfairsten der Liga gehören. Strafen als Mittel, den Gegner einzuschüchtern? Keine Ahnung, aber wenn ich aus dem Bauch heraus behauptete, das NFC-Endspiel Seattle – San Francisco habe Potenzial für die meisten Strafen / Personal-Fouls, so scheint uns doch im Endspiel möglicherweise etwas deutlich Schlimmeres zu blühen. Denn: Seattle und Denver sind beide favorisiert, ihre Semifinals zu gewinnen, wie wir sehen werden…

Sieg-Wahrscheinlichkeiten für die Conference-Championships

3-1 Bilanz für das Power-Ranking im Viertelfinale, wo nur die minimalst favorisierten Panthers (52%) verloren. Das Power-Ranking ist damit 126-73 (63.3%) in korrekten Tipps. Eine Spread-Analyse über das Jahr wird im Februar noch folgen…

Die Wahrscheinlichkeiten für die Conference-Finals lauten:

HOME                 %   AWAY                  %
Seattle             68   San Francisco        32
Denver              71   New England          29

Rechnen wir diese Wahrscheinlichkeiten in Spreads um, so ist Seattle nach diesem Ranking ein 6pts-Favorit. Die Wettbüros geben den Seahawks durchschnittlich nur 3.5 Punkte in den Opening-Lines, ein für meine Begriffe erstaunlich niedrigerer Spread. Ich würde damit Seattle auch gegen den Spread nehmen, und erwarte eigentlich, dass sich die Line bis zum Sonntag noch weiter gen Seahawks bewegen wird.

Denver ist sogar ein 7pts-Favorit nach diesem Ranking. Die Wettbüros geben den Broncos 4.5 Punkte. Damit auch hier: Ich würde den Favoriten auch gegen den Spread nehmen.

AFC-Divisional Playoffs 2013/14: Denver Broncos – San Diego Chargers live

[01h59] Endstand Denver Broncos 24, San Diego Chargers 17.

Enttäuschendes Spiel, vor allem, weil die San Diego Chargers einen idiotischen GamePlan mit ihrer Offense verfolgten, und zwar nicht nur zwei Drives lang, sondern dreieinhalb Viertel. Du kannst mal in die Grütze greifen und dich falsch vorbereitet haben, aber du hast immer eine Chance, es noch zu korrigieren. Aber McCoy/Whisenhunt blieben dreieinhalb Viertel bei Marty Ball und gehören dafür mit dem Ausscheiden bestraft.

Whisenhunt sollte ab morgen in seinen Headcoach-Vorstellungsgesprächen Fragen diesbezüglich beantworten müssen. Hoffentlich auch in Detroit.

Denver war heute nicht überragend, aber in einem Spiel der wenigen Drives mussten sie nie punten, sondern spielten die Drives aus. Turnovers, Drops in der EndZone und verschossene Field Goals hielten das Spiel länger knapp als es sein musste.

San Diego hatte eine sehr gute Saison, viel besser als erwartet. Man rettete sich über eine lange Zeit horrende Defense hinweg und schaffte es verdientermaßen in die Playoffs, aber heute war ein Offenbarungseid vom Trainerstab. Als man Rivers endlich machen ließ, hätte man das Spiel fast noch gedreht. Vor allem der sensationelle Rookie #13 Keenan Allen glänzte mit 6 Catches für 142yds und 2 TD, fast alles davon im letzten Viertel (ein 19yds-Catch hatte er glaube ich noch im dritten).

Updoming: AFC Finale Denver vs New England (nächsten Sonntag, 21h MEZ).

Manning gegen Brady. Da ist viel Geschichte dabei. 2003/04 die Interceptions von Ty Law im Schneegestöber von Foxboro. 2004/05 die Patriots mit der Backup-Defense gegen die Rekord-Offense Mannings: 3 Punkte für Peyton. 2006/07 das epische AFC-Finale im RCA Dome.

[01h53] Moreno macht das notwendige 1st-Down, und das Spiel ist over. Denver zieht ins AFC-Finale ein und trifft am Sonntag um 21h auf die New England Patriots.

[01h47] Nächste Serie: Wieder eine 3rd-Down Completion für Thomas. McCoy macht danach überraschenderweise das Richtige und zieht sein letztes Timeout noch vor der 2min-Warning.

[01h45] Die Denver-Angriffsserie:

  1. Down: False Start und -2yds Lauf.
  2. Down und 17: Incomplete.
  3. Down: TE Thomas holt ihn für 19yds runter und geht aus dem Spielfeld.

Im dritten und extrem lang. Die Safetys ziehen in die Mitte, Thomas nach außen. Ist völlig offen.

[01h41] Um 0h34 haben die Chargers übrigens ein Timeout gezogen, das man jetzt durchaus gebrauchen könnte…

[01h39] Denver 24, San Diego 17/Q4 3:53. 30yds-FG Novak. Ich hätte zwar ausgespielt, aber okay. Dann wäre McCoy dafür gegrillt worden, nicht für sein katastrophales Offense-Management in den ersten 3.5 Vierteln.

[01h32] Onside-Kick, und San Diego recovert.

[01h27] Denver 24, San Diego 14/Q4 5:43. Nächster 16yds-TD für #13 Keenan Allen. And again: Warum nicht früher?

Jetzt muss ein Onside-Kick her.

[01h22]

[01h17] Denver 24, San Diego 7/Q4 8:12. 3yds-Run für #27 Moreno. 9 Plays, 81yds, 4:47min Drive. Zahnlose Chargers-Defense, und die Entscheidung.

Manning mit viel Passspiel um nahe der SD 30 zu kommen (ergo in FG-Reichweite), danach wurden nur noch die relativ risiklosen Läufe angesagt um an der Uhr zu schrauben und im schlimmsten Fall relativ sichere 3 Punkte mitzunehmen.

[01h10] Refs bekleckern sich bei einer undurchsichtigen Penalty-Situation gegen die Chargers-Defense nicht unbedingt mit Ruhm. Nach zirka drei Minuten Rätselraten ist klar, wohin die Reise geht: DPI, 23yds-Strafe gegen San Diego, auch wenn keine Einstellung irgendwo eine DPI hergegeben hätte.

[00h58] Denver 17, San Diego 7/Q4 12:59. 16yds-Catch für #13 Keenan Allen, der sich gegen CB Jammer durchsetzt. Drive: 6 plays, 63yds, 3:08min.

Die Chargers setzen verstärkt auf das Passspiel, und Überraschung, Überraschung: Schon sind die ersten Punkte da. Muss man da wirklich studiert haben, um das zu überreißen? Muss man wirklich über drei Viertel warten, bis man die Granate Allen erstmals wirklich in Szene setzt?

Drittes Viertel

[00h51] Ende Q3. San Diego mal wieder mit einem 3rd-und-4 vor der Brust. Scheitert man, wird McCoy punten, da kannst du Gift drauf nehmen.

[00h47] Prater nagelt ihn aus 47yds links daneben, wobei ab ca. Hälfte der Distanz der Wind den Ball merklich seitwärts trieb. Mike McCoy feiert den Fehlkick als hätten die Chargers das Spiel schon gewonnen.

[00h45] Omaha-Counter: 4.

[00h42] Offside-Counter der Chargers gegen den „Omaha“-Audible: 3. (ein vierter kam gegen einen anderen Audible)

[00h39] 19yds-Pass für #13 Keenan Allen. Dann ein verwertetes 3rd-Down wegen OPI zurückgepfiffen. Dann ein fangbarer Ball durch die Finger von TE #89 Green geflutscht – Resultat: Punt. Der Punt geht 50cm in die EndZone und hüpft wieder raus, aber das Regelwerk ist gnadenlos und sagt: Touchback.

[00h34] Timeout San Diego vor dem 3rd-Down und 4. Eh klar.

[00h32] Letzter ernsthafter Offense-Spielzug der Chargers war um 23h45.

[00h28] Denver 17, San Diego 0/Q3 9:35. 45yds-FG für Prater.Tiefer Ball Manning, und Welker droppt den Ball. Ich weiß nicht, ob ich nun eine Reaktion von den Chargers erwarten soll. Ich erhoffe mir aber zumindest noch etwas.

[00h14] Mike McCoy im Halbzeitinterview: Wir müssen uns in 3rd-und-lang verbessern. Wie wäre es, die vielen Run Plays aus dem Playbook zu streichen, um die 3rd-und-langs zu verhindern?

Ansonsten: Te’o out. Hoffnung auf Besserung bei den Chargers: Minimal.

Zweites Viertel

[00h05] Halbzeit Denver 14, San Diego 0.

Ganz üble Halbzeit aus Chargers-Sicht. San Diego wird in Grund und Boden gespielt, sieht seine softe Defense-Front 6 überlaufen und könnte durchaus schon mit 3 oder 4 TD zurückliegen.

Einige Probleme sind auch hausgemacht, so z.B. das Offense-PlayCalling, ein reines Marty-Ball Gekicke, mit schrecklichem Output: 12 Rushes für 44yds, Rivers ist 5/8 für 20yds. Mit Sacks 1 NY für San Diego. Nicht 1 NY/A. Sondern 1 NY. In NY/A ist das ein Elftel Yards pro Versuch. Kein einziger Catch für einen Wide Receiver. Nur zwei Anspiele für WR. Sogar im 3rd-und-17 wurde gelaufen. Was für eine Blamage.

Denver mit 4 Drives: TD, Fumble, TD, Interception. 86, 13, 57 und 26yds für die Broncos-Drives.

Denver kriegt nun als erstes den Ball und kann den Gegner mit einem TD-Drive begraben.

[00h00] Pass Manning in die EndZone, DB Stuckey fälscht den Ball ab und LB #56 Victor Butler mit der mitternächtlichen Tanzeinlage, fängt den Ball ab.

… und dann knien die Chargers mit einer halben Minute auf der Uhr ab! Fuck. Versuchts wenigstens.

[23h53] CBS at his best: Punt Return. Decker haxelt sich selbst. Werbepause. Schalte zurück ins Stadion. Punter Scifres liegt verletzt am Boden. Werbepause. Schalte zurück ins Stadion. Ein Charger hüpft mal wieder Offside. Schiri-Erklärung. Und dann tickert die Uhr auf 2:00 runter. Werbepause. Sechs Minuten Realzeit. Plays: 0.

[23h48] Eben flog ein Stoffsack mit 180 Sachen durchs Bild, und San Diego muss in diesen Wind hinein werfen, aber ist das eine Entschuldigung für das PlayCalling der Chargers? RRPP in seiner reinsten Sorte. Das ist natürlich eine logische Vorgehensweise mit einem der besten Quarterbacks der Liga…

Punt, und PR #87 Decker könnte durchlaufen, stellt sich aber selbst das Bein. Denver in sehr guter Feldposition, mal wieder. Und Denver kriegt nach der Pause auch als erstes den Ball.

[23h40] Denver 14, San Diego 0/Q2 6:00. 3yds-TD #83 Wes Welker. Drive: 9 plays, 57 yds, 5:13min. Nächster lockerer Broncos-Drive gegen eine zahnlose Chargers-Defense.

Auffällig bei San Diego: Sie lassen sich vom „Omaha“-Audible Mannings verarschen. Schon zweimal „Enchroachment“ gegen San Diego bei diesem Audible, plus ein weiteres Mal haarscharf dran, als die Refs keine Flagge warfen.

[23h28] Rivers lässt sich im 3rd-Down an der DEN 35 sacken. San Diego versucht trotzdem in den Winden von Mile-High den 53yds-Kick, aber Novak rutscht weg und der Ball fällt harmlos 10m zu kurz zu Boden.

[23h23] Ein haariger Call der Referees: TE #80 Julius Thomas fängt einen Ball im 3rd-Down und fumbelt ihn weg. Alle Replays hätten eher vermuten lassen, dass es ein Incomplete-Pass war, es die Beweislage war wohl zu schwach. San Diego übernimmt an der SD 44.

Erstes Viertel

[23h12] Fortsetzung der „Marty Ball Offense“ bei den Chargers in allerbester Manier: 1yds Run, 1yds Run, 5yds Strafe, Incompletion, Punt.

[23h03] Denver 7, San Diego 0/Q1 2:25. 2yds-Pass für WR #88 Thomas in engster Deckung vom S #32 Weddle.

Auch die Broncos mit einem zeit- und ressourcenraubenden Drive, 14 Plays, 86yds, 7:00min, aber im Unterschied zu den Chargers ist man ergebnisorientierter, und dank einer 6/8 Serie von Manning (68yds) für teilweise erschreckend offene Receiver gibt es den ersten TD.

Allerdings fällt bei Manning erneut der schwache tiefe Ball auf. Ein tiefer Pass in die EndZone hätte mit einem Minimum an Glück auch von einem Chargers-DB abgefangen werden können (bzw. „werden sollen“).

[22h58] Manning hat einen Audible, der sich „Heidi“ nennt, und der verwirrt San Diego so sehr, dass die Chargers erstmal ihr zweites (!) Timeout in den ersten zehn Minuten ziehen.

[22h50] Uninspirierter Start der Chargers, die sich extremst lange Zeit lassen, mit sechs Offense-Plays über 5min von der Uhr nehmen. Es wird viel gelaufen. Es wird sogar im 3rd-und-17 gelaufen, und dann schenken die Broncos ihnen via Facemask ein neues 1st-Down. Eine erste Sollbruchstelle in der Offense Line hat sich auch schon aufgemacht: Zwischen RT #76 Fluker und dem Right Guard brechen in schöner Regelmäßigkeit die Denver-Passrusher durch – schon zwei Sacks (in 5 Pass-Plays!) gegen Rivers. Punt.

[22h42] Die Winde in Denver sollen heftig sein: Die Rede ist von 23mph (Meilen pro Stunde). Das wird Passspiel nicht einfach machen. Quelle: PFT.

[22h26] Heute am frühen Abend schneite eine Meldung herein, die Peyton Mannings NFL-Zukunft mal wieder in Frage stellt. Körperteil des Schreckens: Der Nacken.

[22h18] Das Divisional-Wochenende ist bisher überraschungsfrei: Alle drei Spiele wurden vom Favoriten nach Wettbüros gewonnen. Sollten nun die Broncos gewinnen, werden wir im Conference-Finale die vier Teams sehen, die im Sommer nach Wettbüros die vier Topfavoriten auf das Endspiel waren.

Broncos (13-3) gegen Chargers (10-7) ist aber eine reizvolle Ansetzung, die durchaus Upset-Potenzial besitzt. Die Vorschau-Serie:

Kurz nach halb elf geht es los.

NFC-Divisional Playoffs 2013/14: Carolina Panthers – San Francisco 49ers live

[22h19] Das noch nicht aktualisierte Power-Ranking empfiehlt für Seattle nächste Woche eine 68%ige Siegchance für die Seahawks. Das würde einem Spread von SEA -6 entsprechen.

[22h01] Endstand Carolina Panthers 10, San Francisco 49ers 23.

Am Ende eine souveräne zweite Halbzeit der San Francisco 49ers. Sie wird vieles vergessen machen, was Carolina in der ersten Halbzeit gut machte. San Francisco mit wuchtigem Laufspiel nach der Pause. Kaepernick nur mit 3 Pässen nach der Pause, aber die gingen alle tief für 75yds.

Das war heute ein Thema: Die Front-Seven der Panthers war nicht so dominant. Dafür wurde die Front-Seven der 49ers im zunehmenden Spielverlauf immer überlegener, zerbröselte die OL der Panthers nach der Pause. Newton im letzten Verzweiflungsdrive mit sehr wenig Zeit, wurde mehrfach niedergeschlagen, und somit war die INT so was wie „logische Folge“.

Ein Thema, das man nicht vergessen sollte: Die Refs waren wenigstens in der ersten Halbzeit schwach. Die Combo aus Refs, ein paar unglücklichen Aktionen wie der ersten Newton-INT plus die üble 19yds-FG Entscheidung von Rivera kostete die Panthers eine eigentlich „logische“ Halbzeitführung. Danach ein langer 8:20min-Drive in Q3, der ohne Punkte blieb, weil Newton zwei Sacks kassierte. Schon war die Partie in Gefahr. Dann ließ man – wie schon das ganze Jahr – jegliche Dringlichkeit vermissen, und somit bringst du am Ende noch dein Publikum gegen dich auf und die Niederlage sieht viel schlechter aus als sie am Ende war.

Also: Ein sehr gutes Spiel in der ersten Hälfte. Eines, das immer lahmer wurde mit zunehmendem Spielverlauf. Den Panthers wurde nach und nach ganz still und leise der Zahn gezogen. Für die Offseason bleibt den Panthers eine Hauptaufgabe: Drafte Wide Receivers, Tight Ends, Skill-Players, so lange es geht. Cam Newton braucht Unterstützung, dann bleibt dieses Team trotz der schlechten Salary Cap-Situation ein Titelanwärter.

Damit haben wir nächsten Sonntag, 00h30 in der Nacht auf Montag: Seattle Seahawks vs San Francisco 49ers, das Spiel mit den meisten Schlägereien und Personal-Fouls in der Playoffgeschichte?

[21h53] Ein Personal-Foul gegen DB #22 Thomas (Panthers) beendet de facto die Partie.

[21h49] Dann kommt der Sargnagel: Newton geht tief, S #31 Whitner fängt den Ball ab.

[21h47] Ich weiß nicht, ob die Personal-Foul Strafe gegen die SF #51 (Hit gegen Newton) eine korrekte Entscheidung war, aber eines ist sicher falsch: Aikmans Einschätzung, dass Newton in der Situation ein „Runner“ war. Was für ein Dünnpfiff.

[21h40] Carolina 10, San Francisco 23/Q4 7:41. 34yds-FG für Dawson. Ein wichtiger Stand der Panthers-Defense, weil das Spiel innerhalb von 2 TD bleibem aber das große Problem: 13 plays, 73yds, 7:52min Drive. Das ist zeitfressend. Jetzt kann sich Carolina keinen 8:20min-Drive ohne Punkte mehr erlauben.

Carolinas Defense ist heute auch nicht so überzeugend: Die Front-Seven dominiert längst nicht so stark wie im „Hinspiel“, und mit dem Augenblick an Extrazeit kann Kaepernick die Pässe anbringen. Die Lauf-Defense der Panthers sieht mittlerweile auch recht müde aus.

[21h37] Jetzt verbrennt Carolina ein Timeout – und für die Panthers ist das angesichts der Ausgangslage noch viel schlimmer. San Francsico klopft erneut an: 3rd-und-4 nun nahe der Goal Line.

[21h34] San Francisco hatte beim TD übrigens auch während des Spielzugs 12 men on the field:

[21h33] Kaepernick nimmt ein Timeout in einem potenziell engen Spiel, weil er den Spielzug nicht rechtzeitig durchgesagt bekommt, die Zweite: Check.

Resultat der Auszeit-Besprechung: Ein QB-Sneak. Eh klar…

[21h32] Aikman sinngemäß: „Boldin spielt das Spiel wie ein Offense Liner: Tough und physical.“

[21h27] Kaepernick nimmt ein Timeout in einem potenziell engen Spiel, weil er den Spielzug nicht rechtzeitig durchgesagt bekommt: Check.

Drittes Viertel

[21h19] Ein langer, zeitintensiver Drive der Carolina Panthers, der letztlich nach über 8:20min in einem Punt endet – ohne Punkte. Also:

  • Carolina ist das Gegenteil von „Stress haben“. Fast jeder Snap läuft bis auf 1sek der Play-Clock runter.
  • Dreimal eine 3rd-und-1 Conversion für Carolina. Jedes Mal auf eine andere Art, aber allein die physische Art und Weise zeigt nochmals rückblickend, dass Rivera hätte an der GoalLine ein weiteres Mal ausspielen sollen.
  • Die Pass-Protection der Panthers kriegt Probleme, weil die Routen tiefer werden und die Fullbacks für das „Blitz-Pickup“ gebraucht werden, d.h. keine Checkdown-Optionen mehr verfügbar.
  • Einige coole Spielzüge der Panthers, u.a. ein echter „Veer“-Spielzug (Veer = Option-Offense in ihrer reinsten Form) bei einem Spielzug, der allerdings wegen „illegal formation“ zurück gepfiffen wurde.

[21h02] Carolina 10, San Francisco 20/Q3 8:53. 4yds-Scramble für Kaepernick. CB #29 Drayton Florence ließ sich von Kaepernick verarschen, hätte den Lauf im Backfield wenn nicht abwürgen, dann zumindest einbremsen können. Der Drive: 8 plays, 77yds, 4:32min.

Schlüssel war ein 45yds-Pass downfield für einen plötzlich meterweit offenen Boldin. Kaepernick warf den Pass vielleicht sogar zu kurz, ansonsten hätte Boldin geschwind durchlaufen können. So brauchten die 49ers noch zwei Plays hernach: Der erste war ein Fumble bei der Ballübergabe von Kaepernick für Gore, der zweite der TD.

Auf des Messers Schneide, das Ganze, wie gehabt.

[20h56] 3’n’out gegen Carolina zum Start der zweiten Halbzeit. Wird interessant zu beobachten, wie lange die 49ers brauchen, um sich auf die überraschende Panthers-Offense einzustellen.

Und in der 49ers-Offense: Wann wird OffCoord Greg Roman RB #21 Frank Gore wiederentdecken? (Gore bisher 7 Carries für 17yds).

Zweites Viertel

[20h52] Der Davis-TD erregt weiterhin die Gemüter: Keine Strafe gegen San Francisco wegen „12 men in the huddle“. Dann soll Davis vor dem Catch bereits aus dem Spielfeld gewesen sein. Dann regt sich die Meute über das Rumpelstilzchen Jim Harbaugh auf…

[20h44] Halbzeitstand Carolina 10, San Francisco 13.

Ein spannendes, intensives Spiel. Es ist nicht hochklassig, aber dramatisch. Die Carolina Panthers waren eigentlich die klar bessere Mannschaft, mit effizienterer Offense (26 Plays, 195yds vs San Francisco mit 36 Plays für 139yds), aber San Francisco führt! Die Gründe:

  • Angetippte INT gegen Newton, während die beiden angetippten Bälle Kaepernicks nicht in INTs resultierten.
  • Schiedsrichterei, die bisher Carolina relativ klar benachteiligte (u.a. 1x ein Drive zu Punkten zugunsten von SF verlängert, plus die nicht gegebene 15yds-Strafe gegen Boldin). Das kann sich bei der schwer ersichtlichen Linie der Refs aber schnell ändern…
  • Goal Line Stands: Carolina hatte 7 Plays an der GoalLine der 49ers, aber man kam mit ganzen drei Punkten davon. Ron Rivera sagte beim zweiten Mal von der 2 ein FG an – eine Fehlentscheidung, die sich aktuell im Zwischenstand mit auswirkt.

Newton mit 8/10 für 136yds (13.6 NY/A). Kaepernick mit 11/25 für 121yds, 1 Sack (4.6 NY/A).

Ansonsten aber: Tolles Spiel. Carolina mit einer interessanten, lange nicht mehr gezeigten Offense. San Francisco beißt und kratzt und groovte sich ins Spiel zurück. Die 49ers sind zwar „unwatchable“, weil sie nach jedem Spielzug Nickligkeiten begehen, aber gut. So ist diese Mannschaft gestrickt.

Die Referees werden morgen aufgrund ihrer wankelmütigen Linie ordentlich – und nicht zu Unrecht – auf die Fresse bekommen.

[20h36] Carolina 10, San Francisco 13/Q2 0:05. 1yds-Pass für TE #85 Davis. Der TD wurde zurecht gegeben. Ein fast perfekter Drive für die 49ers: 12 plays, 80yds, 3:36min von der Uhr genommen, Carolina ohne Chance zu antworten.

Einige gute Würfe Kaepernicks, starke Catches vor allem von Crabtree. Die Refs hatten neben dem Kopfstoß von Boldin auch eine zweifelhafte Aktion gegen die 49ers, als sie ihnen mehrere Sekunden von der Uhr stahlen – aber es war am Ende nicht entscheidend.

[20h26] Boldin mit einem Kopfstoß gegen S Mitchell direkt vor den Augen eines Referees. Dafür hatte Michell oder Munnerlyn gleich zu Spielbeginn eine 15yds-Strafe kassiert.

[20h21] Es ist 2min-Warning, San Francisco hatte gerade ein paar gute Offense-Plays, aber viel einzigartiger: Sie haben tatsächlich noch alle 3 Timeouts zur Verfügung.

[20h12] Carolina 10, San Francisco 6/Q2 3:41. 24yds-FG von Gano. Rivera wird konservativ, lässt von der 2yds-Line kicken (bzw. nach dem False Start von der 7yds Line). Warum? Carolina hat Probleme, seine GoalLine Stands durchzukriegen, keine Frage, aber hier muss man trotzdem ausspielen. Das wird saublöd ausschauen, wenn die Panthers in diesem Spiel am Ende knapp scheitern sollten.

Ansonsten: Sehr schöne Offense, die die Panthers bis zur GoalLine spielten. So viel Option-Stuff wie lange nicht mehr, dazu ein tiefer 35yds-Pass für TE Olson, der sich zwischen die Zonen von CB und S Reid gemogelt hatte. San Francisco ist noch auf der Suche nach dem richtigen Gegenmittel gegen diese Offense.

[19h59] Die Panthers-Defense quillt weiterhin über vor Überschwang. Es werden Blitzes aus der zweiten Reihe angesagt, die jeden Passversuch der 49ers im Keim ersticken. Schneller Punt to come.

[19h53] Carolina 7, San Francisco 6/Q1 13:41. 31yds-Pass für WR #89 Steve Smith. Sensationeller Pass von Cam Newton für Smith, der in der EndZone eigentlich gut von #25 Brown gedeckt war, aber Smith macht den Catch.

Oft geschrieben, aber noch nicht oft genug: Ich liebe den Spieler Steve Smith. Einer der besten, meistunterschätzten NFL-WR aller Zeiten. Einen ähnlichen TD wie diesen fing Smith schon vor ca. 10 Jahren in der Superbowl gegen die Patriots (gegen CB Tyron Poole).

Und noch einer:

[19h49] Ausspielen an der 1 ist immer richtig, und sei es nur, weil man im Fall des Scheiterns den Gegner an der GoalLine festnagelt. Carolinas Defense gegen San Francisco danach:

  • 2yds-Lauf.
  • Incompletion.
  • Fast eine INT.

Dann Punt und guter 24yds-Return von #19 Ted Ginn. Carolina beginnt an der SF 31.

[19h46] Rivera macht das Richtige und spielt aus: Ein QB-Sneak über #1 Cam Newton, aber LB #55 Brooks mit dem Stand. Keine Punkte. Aber beruhigend ist: Ron hatte keine Schmetterlinge.

Ansonsten hervorragender Drive der Panthers-Offense. Konzeptionell sieht das ein bisschen wie Auburn aus, was Cam Newton (kam ja rein zufällig von Auburn in die NFL) da macht: Viel inside zone read mit gelegentlich eingestreuten Optionen wie Bubble-Screens und Bootlegs. Carolina machte das hervorragend, und ein gut aufgelegter WR #89 Steve Smith half mit. 8 Play, 65yds Drive, der knapp keine Punkte brachte.

Erstes Viertel

[19h43] Das erste Viertel geht genau mit dem Moment zu Ende, auf den alle gehofft haben: Carolina mit einem 4th-Down an der SF 1yds Line. Was wird „Riverboat“ Ron Rivera machen?

[19h34] Carolina 0, San Francisco 6/Q1 4:33. 33yds-FG für Dawson.

Hallo, hallo: Die feindlichen Vibes auf dem Feld lassen meinen Laptop erzittern. Kein Play ohne Nickligkeiten. Hitzige Diskussionen „Gesichtsgitter an Gesichtsgitter“. Schon zwei Personal Foul-Strafen gegen Carolina, auch wenn es gleich viele hätten gegen San Francisco sein können. Die Refs sind momentan dabei, sich die Bauernopfer herauszusuchen um ja nicht frühzeitig die Kontrolle über ein nicht intensiv, sondern überhitzt geführtes Spiel zu verlieren.

Vor allem S #41 Captain Munnerlyn liefert sich Wortgefechte mit Crabtree und Kaepernick, aber auch CB #29 Florence scheut nicht vor Schubsereien gegen Crabtree zurück.

[19h28] Newton mit einem leicht unterworfenen Ball für WR #11 LaFell, der nur mehr eine Hand dran bekommt. Abgefälschter Ball, der vom dahinter hechtenden LB #52 Willis zur Interception abgefangen wird.

[19h19] Carolina 0, San Francisco 3/Q1 9:12. 49yds-FG für Dawson. Ein klassischer 49ers-Drive: 13 Plays, 49yds, 5:48min von der Uhr genommen. 7 Passversuche, 4 Läufe (für nur 7yds).

Unterstützt wurde der Drive von einer late hit-Strafe gegen den S #21 Mitchell gegen Boldin – ein umstrittener Call. Regeltechnisch war er wohl richtig, aber viel Fingerspitzengefühl war da nicht dabei: 3rd-Down wäre gestoppt gewesen, und es war nicht gegen den Helm, war maximal einen Sekundenbruchteil nach Aufschlagen des Balls.

[19h07]

[19h01] Allesaussersport ist auch wieder live dabei: Hier entlang zum Liveblog.

[18h45] Es ist eh jede verbliebene Mannschaft ein „Titelkandidat“, insofern muss man heute Carolina vs San Francisco nicht noch mehr hypen als eh schon passiert. Die Vorschau-Serien von heute:

Wohl bekomm’s.

AFC-Divisional Playoffs 2013/14: New England Patriots – Indianapolis Colts live

[05h31] Drittes AFC-Finale für die Patriots en suite. Die letzten, die drei Conference-Finals hintereinander hatten, hab ich auch noch mit erlebt: Die Philadelphia Eagles, die es von 2001-2004 gleich viermal hintereinander geschafft haben.

[05h28] Endstand New England Patriots 43, Indianapolis Colts 22.

Am Ende ein diskussionsloser Sieg für die Patriots. Er fiel ein paar Scores zu hoch aus, aber okay: Die Colts-Defense war irgendwann shot und hatte im Schlussviertel nicht mehr viele Mittel. Dazu kamen dauernd schlechte Feldpositionen für die Colts-Defense aufgrund der vielen Turnovers.

Ein paar der knappen Plays, die anders ausgehen, und wir haben ein sehr, sehr viel engeres Spiel.

Die Colts scheiden aus, aber sie scheiden nach einer starken Saison erhobenen Hauptes aus. Sie waren besser als befürchtet. Sie sind alles in allem kein Team von 11-5 Qualität, aber sie hatten heuer Momente, in denen sie richtig großartig waren und mit den Allerbesten mithalten konnten. Sie hatten auch furchtbare Spiele. Sie haben einen jungen Franchise-QB Luck mit exzellenter Zukunft. Lass dich nicht von 7 INTs in zwei Playoffspielen blenden. Luck muss mit seiner Mannschaft im Rücken riskanter spielen als andere.

Die Colts haben einige Bausteine in Offense und Defense, aber insgesamt dürfte es noch eine Zeit dauern, bis diese Mannschaft ein ernsthafter Contender ist. Der verschenkte Richardson-Pick dürfte mehr schmerzen denn je. Aber auch die vielen sinnlosen Verträge für Durchschnittsspieler wie Toler, Cherilus oder Walden werden irgendwann auf die Colts zurückfallen.

Großes Spiel heute von LB #91 Jamie Collins. Wenn das Play-Sheet, das ich in der Hand halte, korrekt ist, hat Collins heute 1 Sack, 2 TFL (Tackles for Loss), 3 QB-Hits und eine INT. Collins galt letztes Jahr als Riesen-Granate bei der Combine, aber als ebenso ungeschliffen. Hatte heute einige famose Plays. Seine INT war schon exzellent für einen so großen, schweren Spieler.

Ein Wort zu SAT.1: Das Momentum-Gefasel wird man nicht rausbringen. Wer in Football hineinwächst, wird in dieses Wort hineingeboren. Man hört es überall, auch wenn es Schwachsinn ist. Vielleicht ist man dort – und bei einigen anderen Phrasen – mittlerweile zu hellhörig. Ich fand die SAT.1 Sendung okay. Die Kommentierung fand ich okay. Ich hab mich nicht daran gestört, und das ist schon viel wert.

Patriots fahren nun nach Denver oder spielen zuhause das Re-Match des AFC-Finals 2007/08 gegen die Chargers.

[05h13] Gerade hält Dan Dierdorf bei CBS seine Abschiedsrede:

„Wenn I was a player, the St Louis Cardinals were on CBS. Everything I saw the booth. All I wanted to do was to join the booth. It was my dream.“

Und Belichick macht den Jungs den Gefallen und puntet von der IND 26 (!) den Ball für 6 Nettoyards. Etwas Training für den Backup-Punter Gostkowski. Gumbel/Dierdorf fällt das nicht weiter auf. Sie reden schlicht von „pin them inside the 10„.

[05h02] 4th-Down und 1 mit 10 Minuten auf der Uhr für die Colts, und Chuck Pagano entscheidet sich natürlich für den Punt. #wasfüreineScheiße

[04h57] Laut Stecker sollte Luck jetzt mehr riskieren.

[04h55] New England 43, Indianapolis 22/Q4 11:12. 1yds-Run #22 Ridley. 5 Plays, 18yds. Der eine wirft die INT, des anderen INT wird gedroppt. Luck mit 3 TD in den letzten 11 Minuten? No Problem!

[04h52] Zwei Plays später wirft Brady einen ebenso gefährlichen Pass in die EndZone, die vom Defensive Back #41 Bethea gedroppt wird. Brady = Brady.

[04h50] Dritte INT gegen Luck. Collins springt in einen gefährlichen Pass über die Mitte. Wie schonmal geschrieben: Luck = Romo.

[04h45] New England 36, Indianapolis 22/Q4 12:55. 73yds-Run #29 Blount. Blount lässt den unmotiviert ins Bild segelnden S #30 Landry aussteigen und hat danach gegen eine safety-lose „Deep Zone“ der Colts leichtes Spiel. 73yds für den Schläger von Boise. Und Brady als Backup-Holder beim PAT.

[04h42] Punt Colts mit 13:21 to go.

[04h40]

Drittes Viertel

[04h37] Ende Q3. SAT.1 sollte den Momentum-Unsinn nun abstellen. Andererseits: Wenn ich zu CBS wechsle, wartet ein Kommentatorenduo, das beim Safety ernsthaft meinte: You have to give your defense a chance. Sprich: Du hättest dich an der 2 tackeln lassen sollen.

[04h35] Punt der Patriots.

[04h31] Erstes Play: Ein Lauf. Natürlich… Grande, Pep Hamilton. Dann Sack, dann Incompletio und Punt.

LB #91 Jamie Collins von Southern Miss macht heute ein auffälliges Spiel. Machte eben den Sack und hatte mindestens einen weiteren Tackle für Raumverlust. Dazu besagte Spielzüge in der Deckung gegen Tight Ends. Ein Play-Maker. (ob er abseits der Kameras Böcke schießt, weiß ich nicht)

[04h28] Wieder schneller Punt der Patriots. Wenn die Colts jetzt weitermachen, wo sie eben aufgehört haben, sehen wir gleich den Ausgleich: Laufspiel abstellen, Passen, Passen, Passen.

[04h23] New England 29, New England 22/Q3 5:01. 35yds-TD Catch für #15 Brazill. Slapstick-Coverage bei den Pats: Erst flutscht #13 Hilton zum wiederholten Male für einen Riesen-Raumgewinn durch (46yds). Dann ist Brazill in der EndZone dem Gegenspieler #32 McCourty zwei Schritte voraus, und ein Luck lässt sich solch schlampige Deckungen nicht entgehen. Sensationell:

[04h13] New England 29, Indianapolis 15/Q3 . 2yds-Lauf #29 Blount. Vierter TD für Blount #22 Ridley. Gewaltiger 9 plays, 88 yds, 3:45min Drive für Brady und die Patriots, inklusive eines 53yds-Catches für Amendola. Nahe der EndZone eine – gemessen am Playoff-Kontext und was sonst so gepfiffen wird – hinterfragenswerte PI gegen CB #27 Gordy – aber Gordy hatte letzte Woche mehrmals Glück, dass haarige Calls in seine Richtung gepfiffen wurden.

Danach geht Belichick auf 2pts. #22 Ridley verwertet. Belichick trifft nicht immer die günstigsten Entscheidungen, aber er ist allen anderen Coaches trotzdem meilenweit voraus. Minimum 28 andere Coaches hätten hier den PAT gekickt.

[04h05] Jan Stecker: „Das Momentum ist gerade beim Football wichtig, weil dann glaubst du, du bist besser. Allerdings kann sich das blitzschnell ändern. Dann haben die Patriots das Momentum…“ Zu viel Aikman gehört. … „als größter QB aller Zeiten musst du mehr als 1 Super Bowl gewonnen haben… wenn Peyton jetzt noch einen Superbowl gewinnt, gehört er zu den Top 5… “ zu viel Phil Simms.

[04h02] New England 21, Indianapolis 15/Q3 10:03. 21yds-FG Vinatieri. 8 Plays, 60yds, 3:27min. Eh klar, dass Pagano von der 3yds Line das Fieldgoal schießen lässt. Damit haben wir unseren Talking-Point, wenn es am Ende hart-auf-hart geht.

Der Drive selbst sah eigentlich super aus: Luck 40yds für Hilton, der sich ordentlich streckte und einen spektakulären Catch fing. Danach kurze Pässe, aber an der GoalLine wird ineffizient gelaufen (über #31 Brown und #34 Richardson). Dann eine Incompletion. Dann – natürlich – das Fieldgoal.

[03h58] Schneller Punt der Patriots.

Zweites Viertel

[03h45] Halbzeit New England 21, Indianapolis 12.

Ja, Buschmann, um 8h muss ich auch wieder arbeiten… Seufz. Es ist eine recht offensiv geführte erste Halbzeit in Foxboro im strömenden Regen.

Die Patriots sind für meine Begriffe relativ lauflastig: Nur 11 Pässe für Brady (7 complete für 96yds), aber 25 Läufe. Die meisten sind quicke Handoffs. Das Passspiel fand bisher auch ausschließlich über Checkdowns und Mitteldistanz für Welker und Amendola statt. Die Colts kriegen darauf nur wenig Zugriff. Patriots sind effizienter im Passspiel, aber die mixen das eher umgekehrt proportional durch.

Die Colts haben unterirdisches Laufspiel: 2.8yds/Carry ist schlecht, aber gegen die Front-Seven der Pats wären auch 4.5yds/Carry schon schlimm. Das ist nix. Luck hat gute Momente, hat weniger gute Momente, lebt ein nur bedingt ruhiges Leben in seiner Pocket. Er  machte 11/21 für 155yds, hatte aber zwei INT: Eine war seine Schuld, eine andere ging in erster Linie auf die Kappe des Fullbacks – auch wenn Lucks Pass nicht optimal war.

Dazu die kuriose Safety/non-TD Aktion: Die Patriots führen 21-12, aber es ist doch näher an „auf Messers Schneide“ denn an einem sich abzeichnenden Blowout.

[03h40] #34 Vereen dropt den Ball auf einer Wheel-Route und kurz danach ist Halbzeit.

[03h33] Nächste INT gegen Luck mit 1:14 auf der Uhr: Luck für FB #41 Havili, Pass etwas unterworfen, und Havili fälscht den Ball direkt in die Arme des LBs #54 Hightower ab. Eine fast identische INT sah „Unluck“ letzte Woche gegen die Chiefs gegen sich.

[03h22] New England 21, Indianapolis 12/Q2 2:42. Safety.

4th-Down, Konfusion bei den Pats. Nach einer Strafe kommen sie wieder raus, aber dann gerät der Snap bei den Punts zirka 3m zu hoch und segelt über den Punter #6 Allen hinweg gen EndZone. Allen schmeißt sich an der 2yds-Line auf den Ball und kann von Glück sprechen, dass ihm ein Colt den Ball aus der Hand schlägt und der Ball irgendwie den Weg zum Safety findet.

„Nur“ zwei Punkte für die Colts, die hier durchaus auch hätten an der 2yds-Line den Ball bekommen können, weil der Punter nicht gecheckt hat, dass er den Ball ins Aus hätte stoßen müssen.

[03h15] New England 21, Indianapolis 10/Q2 5:35. 36yds-FG Vinatieri. Auch die Colts mit einem längeren Drive: 11 plays, 62yds, 5:19min. Allerdings wird dann nahe der GoalLine der WR Hilton ganz gut abgewehrt, fällt aus dem Spielfeld und hält sich danach erstmal den Arm.

Die Frage ist halt, ob Field Goals heute helfen.

[03h02] New England 21, Indianapolis 7/Q2 10:54. 2yds-TD Lauf #29 Blount; Blounts dritter TD. Der nächste fette Drive: 14 Plays, 75yds, 6:28min.

Teilweise waren die Patriots wieder in dem Hochgeschwindigkeits-Modus, der für sie so charakteristisch wurde. #11 Edelman mit vielen Anspielen heute: Schon 3 Catches für 65yds. Edelman ist dann auch flink genug um sich zwischen den Tacklern noch für sieben Extrayards durchzuwringen.

Solange die Patriots heute die Pässe anbringen, werden sie auch bei den gelegentlich eingestreuten Laufspielzügen Erfolg haben. Mit solchen Drives ziehst du den Colts den Zahn – aber die Patriots-Offense ist nicht dafür bekannt, so konstant in jedem Drive diese Pace durchziehen zu können.

Erstes Viertel

[02h56] Ende Q1. Bisher gute Vorstellungen der Offenses im strömenden Regen von Foxboro. Brady mit 4/5 complete, und er hat nicht wirklich Schwierigkeiten, seine Leute zu finden. Zwischendurch streuen die Patriots viele kurze Handoffs zur die Backs ein, was nach SR% effizient ist, aber nicht viele Yards macht. Bei den Colts ist Andrew Luck mit vielen Incompletions, weil der Passrush oft durchkommt (OT Castonzo als Mega-Bruchstelle), aber wenn Luck den Pass wirft, ist der Pass gefährlich; der TD-Pass war ein brillanter Wurf.

[02h51] Je einmal Punt für Patriots und Colts. Beobachtungen:

  • Patriots-RT Cannon ließ sich vom viel kritisierten OLB Walden überrumpeln. Ist Cannon damit die neue Sollbruchstelle in der OL?
  • Bessere Patriots-Deckung jetzt wieder, und man hat die Traute, den unerfahrenen LB #91 Collins gegen den TE #80 Fleener abzustellen. Collins gilt ja eher als druckvoller Linebacker denn als Deckungsspieler.

[02h41] New England 14, Indianapolis 7/Q1 4:35. 38yds-Pass Luck für #15 Brazill. Buschmann: „Was für ein Comeback-Kid!“ Naja… Drive: 7 plays, 80yds, 2:42min. Die Zahlen sind so astrein wie der TD-Pass für Brazill, aber ganz ohne Holperer ist es noch nicht: #91 Collins und der Passrush kamen am Anfang des Drives mehrmals gefährlich durch, aber nach einem gelupften 3rd-Down für Fleener (?) Whalen hatten die Colts die matte Pats-Defense liegen.

[02h33] New England 14, Indianapolis 0/Q1 7:17. 2yds-Lauf #29 Blount. 10-Play, 74yds Drive für die Patriots. Es geht alles recht einfach: Brady, Checkdown für den neuen Hernandez (spielerisch zumindest), #34 Vereen. Brady, Pass für Edelman auf einer Crossing-Route. Lauf. Brady-Rakete für #80 Amendola. Und so on.

Gegen die „gute Lauf-Verteidigung der Colts“ (O-Ton Stecker) hat Blount leichtes Spiel. Lauf-Defense Colts nach Power-Ranking: #24 der Liga, 55% Success-Rate.

Damit ist das halbe Vorsprung für die Pats schonmal geschaffen.

[02h25] Fortschritte bei den Colts: Jetzt sind wir schon bei 3’n’out. Kurzer Lauf in die DL hinein. Dann Incompletion Lucks, mit einem DE #95 Chandler Jones im Schlepptau. Dann verunglückter Kurzpass für WR #13 Hilton. Hilton wird in dieser Partie bislang vom CB-Riesen #31 Talib gedeckt.

[02h21] Ich bin jetzt eine Viertelstunde drauf, und zum ersten Mal fällt das Wort „Björn Werner“ und „Deutscher“ bei SAT.1. Respekt.

[02h18] New England 7, Indianapolis 0/Q1 13:41. 1yds-Run #29 Blount. Ein Geschenk des Andrew Luck, der quasi „blind“ eine Interception für CB #37 Dennard warf: Sekundenlang den WR #15 Brazill angestarrt, doch geworfen, und Dennard springt in die Route und fängt das Ei ab und returniert an die 1. Blount versenkt ihn im nächsten Play.

[02h02] Die Nachtpartie. Patriots gegen Colts. Brady gegen Luck. Die Vorschau-Texte:

Ich pfeif erstmal auf Dierdorf. Erstmal ist TV und SAT.1 angesagt.

NFC-Divisional Playoffs 2013/14: Seattle Seahawks – New Orleans Saints live

[01h55] Gleich geht es mit dem Abschiedsspiel von Dan Dierdorf und Patriots vs Colts weiter. Ich gehe nur schnell in den unteren Stock schauen, ob der Fernseher mittlerweile frei geworden ist…

[01h50] Endstand Seattle Seahawks 23, New Orleans Saints 15.

Die Seahawks erweisen sich als Sieger, aber eine rundum überzeugende Vorstellung war es nicht. Die Hawks brachten über weite Strecken der Partie keine gescheite Offense auf das Feld (Lynch mit 28/140yds und 5.0 Schnitt war noch das beste). Die Offense Line konnte nur Teile des Drucks absorbieren und DL #94 Jordan machte ein famoses Spiel.

Die Hawks wurden von ihrer Defense gerettet, die immer wieder Stops der Saints erzwang und ihr gewohntes Level spielte.

Über Sean Payton wird zu reden sein: Payton hatte 3 Timeouts in der zweiten Halbzeit. Er (bzw. Brees) brauchten sie für zwei Offense-Snaps und eine verlorene Challenge. Und weiter: Zwar wurden richtigerweise zwei 4th-Downs in Mittelfeld- bzw. entfernter FG-Reichweite ausgespielt, aber dann, 4min vor Ende, ein Fieldgoal-Versuch aus 49yds in den Wind? Really? Warum schaltet man da nicht schon im dritten Down gedanklich in einen four down-Modus?

So geht die Saints-Saison letztendlich etwas seelenlos zu Ende. Es war kein großes Spiel. Es war zeitweise intensiv, aber der ganz große Thrill fehlte, obwohl eigentlich viele Ingredienzien da gewesen wären.

Seattle damit nächsten Sonntag in der Nacht (00h30 MEZ) gegen Carolina oder San Francisco in einem Spiel, das die Seahawks alles andere als schon vor Kickoff gewonnen haben und in dem das Over/Under für Punkte bei 14 liegen dürfte…

[01h45] Einigermaßen bizarre letzte Aktion: Brees findet Colston downfield offen. Colston könnte den einen Schritt aus dem Spielfeld machen und die letzte Hail-Mary vorbereiten (ein ca. 30yds Hailmary), aber Colston macht aus mir nicht nachvollziehbaren Gründen einen Vorwärtspass. Strafe, 1osek Run-Off, Spiel over. Seahawks gewinnen.

[01h42] Onside Kick. Ein Seahawk (#19 Tate?) wird angeschossen und Colston kassiert den „Rebound“. 59yds. 26sek. 0 Timeouts.

[01h39] Seattle 23, New Orleans 15/Q4 0:26. 9yds-Catch Colston. Ein ruppiger Seahawks-Drive gegen eine bend but don’t break Defense der Seahawks. Weil Lynch vorhin nicht abgekniet hat, gibt es noch eine Mini-Chance für die Saints. Miniminiminiminimini.

[01h27] Seattle 23, New Orleans 8/Q4 2:40. 31yds-Lauf Lynch. Payton verliert die Challenge, und im nächsten Play rennt Lynch durch. Er hätte auch an der 1 abknien können. Spiel ist damit zu 99% durch.

[01h25] Zum Hindsight-Bias:

Das Baldwin-Catch ist nun im Video-Review. Payton hat dafür seine letzte aufgeparte Auszeit aufs Spiel gesetzt – aber er hat eine Chance, die Challenge zu gewinnen.

[01h21] 3rd-und-15, kurzer Checkdown (WTF?) fällt incomplete.

4th-und-15, Payton mit dem Versuch im Regen ein 49yds-FG (WTF?) gegen den Wind (WTF?) auszuspielen. Kick geht natürlich zehn Meter links daneben.

3:51 verbleiben. Dank sensationell strategischem Game-Management noch ein Timeout für Payton und die Saints.

[01h18] Brees geht tief, und schon wieder ein unterworfener Ball. Einer der beiden Defensive Backs hätte den Ball eigentlich abfangen müssen, aber er wird bloß abgefälscht und der dahinter wartender WR #17 Meachem kommt mit einem einfachen 52yds-Catch davon.

Dann: Delay-of Game gegen Brees. Incomplete. Brees muss erneut ein Timeout verbrennen. TD-Zugzwang jetzt: Extremst hoch. 2nd-und-15 fällt auch incomplete. Für New Orleans wird es jetzt eng… 4:00 to go.

[01h13] Zur Abwechslung mal wieder ein schneller Stop gegen Seattles Offense. 5:31 verbleiben. Jetzt sollten die Saints dringend, aber nicht zu schnell den TD scoren… Saints starten an der eigenen 28.

[01h08] Holding gegen die Saints-Offense, dann zweimal fast eine INT gegen Brees: Erst lässt #31 Chancellor eine 100%ige durch die Finger gleiten, dann hätte S #29 Thomas in bester Polamalu-Manier einen anfangen können. Trostpreis: Saints müssen immer noch punten, und sie haben sogar ein Timeout verbrannt.

Groß auch, welche Emotionen der FOX-Kommentator Burkhardt auf einmal zeigt: Er rastete beim Thomas/Polamalu-Sprung fast aus. Ein sehr angenehmes Kommentatorenduo: Lynch scheut zwar auch nicht vor establishing the run und momentum zurück, aber die beiden sind das Gegenteil von selbstgefällig und machen einen extrem sympathischen Eindruck.

[01h03] He did it: Brees muss 9:14 vor Schluss ein Timeout ziehen, weil seine Offense den Spielzug nicht rechtzeitig durchtelegraphiert bekam. Enges Spiel. Neun Minuten. Du kannst erstmal maximal ausgleichen.

[00h58] 3’n’out gegen die Saints-Offense! Wilson im 3rd-Down mit einem Scramble, aber S #41 Harper reißt ihn gerade noch vor dem 1st-Down nieder. An Hawks-Stelle hätte ich über ein Ausspielen nachgedacht, aber Carroll lässt punten. 10:32 to go.

[00h55] Mittlerweile ist die Saints-Offense übrigens sogar effizienter als Seattle: 47 zu 46 Plays, aber 215 zu 199 Yards. Brees mit mehr NY/A als Wilson. Den Unterschied machten der Fumble, das verkickte FieldGoal, die gescheiterten 4th-Downs… Kleinigkeiten.

[00h54] Kickoff Saints, ein schnell und auf spektakuläre Weise gestoppter Kickreturner, aber dann meint ein Saint, rohe Gewalt ist gute Gewalt, und schenkt den Seahawks per Personal-Foul 15yds. SEA an der SEA 31.

[00h50] Seattle 16, New Orleans 8/Q4 13:11. 1yds-Lauf RB #29 Kyrie Robinson. Ein sehr guter Drive: 9-Play, 74yds, 4:27min. Ingram verwertet die 2pts-Conversion.

Viel zack-zack und schnelle Pässe von Brees. TE #89 Hill mit der bestmöglichen Jimmy-Graham-Impersonalisierung und einem famosen Catch in guter Deckung. Colston mit zwei gefangenen Pässen. #16 Moore mit einem. Das ganze Arsenal – das war die gewohnte Saints-Offense. Jetzt ist es plötzlich ein one score game (OK, 8 Punkte…).

Drittes Viertel

[00h46] Ende von Q3. Ein 12:30min lang emotionsloses drittes Viertel von beiden Mannschaften, aber jetzt zucken die Saints plötzlich auf, und wenn man die eingeblendeten Fahnen richtig deutet, hat der Wind nachgelassen (Regen soll wieder etwas stärker geworden sein). Prompt beginnt Brees, eine Serie an schnellen Pässen anzubringen, und New Orleans klopft nun vor der Seahawks-EndZone an.

[00h40] Punt Seahawks. Diesmal durfte Wilson im 3rd-und-6 werfen, aber incomplete.

[00h36] Nächstes gescheitertes 4th-Down der Saints in Mittelfeldnähe: Keine offene Station für Brees, dessen verzweifelter Pass zu Boden fällt. Das war schon der erste Sargnagel, denn Seattle kommt nun an der eigenen 44 an den Ball und es sind nur noch ca. 19 Minuten zu spielen.

[00h34] Für John Lynch:

[00h28] Zweimal lange 3rd-Downs für Seattle (9yds, 6yds). Beide Male geben die Seahawks den Ball an den RB #24 Lynch, nicht an QB Wilson! Zufall oder traut man Wilson immer noch nicht (war schon in den letzten Wochen mehrmals so)? Beim zweiten Mal wird Lynch von der weiterhin aggressiven und disziplinierten Saints-Defense im Backfield platt gemacht. Täuscht der Eindruck, oder läuft Seattle nun in erster Linie von DL #94 Cameron Jordan weg?

NO kann nun an der NO 49 beginnen – zweitbeste Starting Position heute.

[00h22] Naja. Zwei, drei okaye Brees-Pässe, die nach mehr hoffen ließen. Dann wird der obligatorische Ingram-Lauf für 1yds eingestreut, ein kurzer Checkdown für TE #82 Ben Watson für 2yds, und im dritten-und-lang wird Brees von den beiden von seiner rechten Seite heranstürmenden DE #56 Avril und DE Bennett in die Mangel genommen. Sack, Fumble, Punt. Aber wenigstens Lebenszeichen.

[00h16] Die Saints-Defense mit einem schnellen Three’n’Out gegen die Seahawks-Offense. Jetzt schauen, was Sean Payton so an Adjustments aus dem Zylinder ziehen wird.

Zweites Viertel

[00h00] Halbzeitstand Seattle 16, New Orleans 0.

Ein deutlicher Halbzeitstand. Die Saints machten die Fehler zuerst: Punt für 16yds. Personal-Foul gegen den Safety. Verkicktes Field Goal. Fumble. Und ehe man sich versah, war man schon 0-13 in Rückstand. Das kann passieren. Was aber nicht passieren darf: Eine Saints-Offense, in der QB Brees bis wenige Sekunden vor der Pause 3/8 für 19yds (!) war. Das ist katastrophal. Der 78sek-Drill vor der Pause erinnerte von der Dringlichkeit her an Andy Reid in der Superbowl gegen die Pats.

Die Saints benutzen bisher viele Power-Formationen und wenig „Spread“. TE #80 Jimmy Graham ist bisher kein Element der Saints-Offense. #12 Colston bei #28 Thurmond abgemeldet. #25 Sherman weiß nicht, wen er verteidigen soll. Selbst Brees ist heute für seine Verhältnisse richtig, richtig schwach.

Es ist komisch das zu schreiben, aber New Orleans schaut heute noch hilfloser aus als im ersten Spiel im Dezember – und das sagt einiges.

Die Seahawks lebten anfangs von den exzellenten Feldpositionen und ihrer famosen Defense, aber mittlerweile machen sie auch mit der Offense ihre Yards. Wilson ist 7/9 für 69yds. Das meiste ist risikoloses Kurzpassspiel, das man sich dank der Abwehrleistung und des Vorsprungs leisten kann.

Alles in allem eine schwer enttäuschende Vorstellung der Saints. Das Spiel schaut halb gegessen aus, wenn Brees nicht doch noch die „Hot Hand“ bekommt.

[23h50] Seattle 16, New Orleans 0/Q2 1:18. 26yds-FG Hauschka. 12 Plays, 63yds, 4:44min Drive.

Das Laufspiel der Seahawks kommt nun über Lynch und #30 Turbin in Gang. Auch Wilson beginnt, sich ins Spiel einzugrooven und bringt einige smoothe Pässe an. WR #15 Kearse macht einen auf Pro Bowl Lineman, nimmt LB Hawthorne mit einem sehenswerten Block aus dem Spiel. Aber auch Glück für Seattle: Flagge gegen CB #28 Lewis in der EndZone für eine Aktion, die du vom Seahawks-CB #25 Sherman zirka 50x/Saison siehst: Ein Holding. Am Ende ein FG für Seattle, und weil Wilson aus dem Spielfeld geht, muss Payton nicht einmal ein Timeout verbrennen.

[23h39] Completely useless fact: Brees und Russell Wilson ergeben zusammen das kürzeste QB-Matchup seit 1964.

[23h34] Saints scheitern an einem 4th-Down und 3 an der SEA 30. Da merkte man auch den Unterschied zum heutigen FOX-Duo Burkhardt/Lynch, die sehr schnell (korrekterweise) pro Ausspielen waren, während im anderen FOX-Duo Aikman 100%ig dafür gewesen wäre, ein 50yds Fieldgoal zu versuchen um Momentum zu erobern.

Brees fand einen offenen Mann, aber LB #54 Wagner bekam eine Hand dran. Es läuft fast alles für die Saints bisher.

[23h31] Gnade vom Seahawks-Punter: P Ryan für nur 24yds. Saints beginnen an der eigenen 48.

[23h29] FOX-Cokommentator John Lynch war übrigens früher ein harter Hitter als Free Safety (bis ca. 2005 oder 2006 bei Tampa Bay und später Denver). Von daher ist Lynchs oft geäußerte Begeisterung für „physicality“ nicht überraschend.

[23h26] Erin Andrews berichtet vom Training der Seahawks, die sich auf Regen eingestellt haben, weil sie ihre Handschuhe gewechselt haben. Die könnten sich Brees mal ausleihen.

[23h20] Weiterhin viel 2 TE/2 RB-Stuff von den Saints, aber sie streuen nun wenigstens erste Pässe ein: Brees im ersten Versuch, Ball flutscht für einen overthrow durch den Handschuh. Nächster Spielzug, kurzer Checkdown für TE #89 Hill, und wieder ein überworfener Ball von Brees. Dann drittes Down: Brees für #12 Colston, der von CB #28 Thurmond bewacht wird. Thurmond geht so eng dran, dass es stets Körperkontakt gibt (aber sicher keine PI), und schlägt den erneut wobbelig geworfenen Ball weg. Punt.

[23h15] Seattle 13, New Orleans 0/Q2 14:17. 14yds-Lauf für RB #24 Marshawn Lynch. Die rechte Seite Offense Line macht einen großen Job und räumt Lynch ein großes Loch frei, durch das er nicht anders kann als zum TD durchzutraben. Zuvor ein End-Around für Harvin für 13yds. Zwei Plays, 27yds, TD. Geht so einfach.

Mal schauen, wie lange die Saints mit ihrer „no deep pass“-Offense nun noch weitermachen können.

[23h12] Ähh ja. Saints sehen besser aus im Laufspiel. RB #22 Ingramm über die Mitte, fumbelt den Ball weg, und Seattle beginnt an der NO 27.

Erstes Viertel

[23h11] Ende des ersten Viertels in klassischer US-TV Manier: FG, Werbung, Kickoff, Werbung, Laufspielzug, Werbung. Die Seahawks führen 6-0, aber es ist momentan noch ein Abtasten mit viel Scheu vor der gegnerischen Defense. Beide noch ohne ernsthaftes Passspiel, aber dafür mit dem Versuch des wuchtigen Laufspiels (Saints sahen dabei bisher besser aus). Seahawks profitierten in erster Linie von ihrer besseren Feldposition aus schwachem Saints-Punt und verkicktem Saints-Fieldgoal.

[23h04] Seattle 6, New Orleans 0/Q1 0:37. 49yds-FG Hauschka. 9-Play, 34yds Drive, 4:26min. Hauschka nagelt einen flachen Kick mit Rückenwind-Unterstützung rein.

Ein gewürgter Drive der Seahawks, die wie die Saints noch nicht den Ansatz von tiefem Passspiel aufzuziehen imstande sind. Dann 3rd-Down, und Russell Wilson unterwirft einen völlig offenen WR Tate auf einer Slant-Route um locker mehrere Meter –> FG. Schlechter Wurf Wilsons.

[22h55] 45yds-FG des „Shame“ Graham geht ein paar Zentimeter links daneben. Aber interessanter Drive der Saints: Sie spielen fast ausschließlich mit einer eigenartigen Formation mit nur 1 WR. Dafür viel Fullback und zwei Tight Ends. CB #25 Sherman wundert sich auf seiner Spielfeldseite, wo denn die Gegenspieler bleiben (auf der gegenüber liegenden Seite!); Sherman verteidigt gerade einen blockenden TE.

Das Spiel der Saints besteht dann erstmal auch nur aus Power-Läufen und Kurzpässen (Drive: 11 Plays, und kein Pass kreuzte die Line of Scrimmage). Das geht eine Weile gut, aber ein -3yds Pass würgt den Drive ab und beschwört das lange Fieldgoal herauf. Missed.

Percy Harvin hat übrigens nun seinen Helm auf und dürfte gleich wieder spielen.

[22h50] Aus dem College-Football: Penn State hat den Vanderbilt-Headcoach James Franklin als neuen Headcoach eingestellt. Sechsjahresvertrag, 4.5M/Jahr [Quelle: CBS].

[22h45] Seattle 3, New Orleans 0/Q1 10:19. 33yds-FG für Hauschka. Aggressive Abwehr-Formationen von den Saints, und das bekommt den Seahawks noch nicht wirklich. Die Läufe vom brachialen RB Lynch werden schon im Backfield niedergemacht, aber dank eines Personal-Foul gegen S #25 Rafael Bush (Helmet-to-Helmet gegen #11 Percy Harvin) kommt man immerhin in Fieldgoal-Reichweite.

Harvin ist sichtlich benommen. Harvin, der Spieler, der eine Historie hat, Stichwort Migräne.

[22h40] Dreckiger Start für die Saints: 3rd-Down, RB Ingram droppt den Kurzpass, und dann flutscht P Moorstead der Ball durch die Finger. Moorstead kann sich aus der Situation retten, aber das Resultat ist trotzdem mies: 16yds-Punt, der an der eigenen (!) 40yds Line aus dem Spielfeld geht.

[22h36] Es sieht ziemlich stürmisch aus in Seattle. Der Wind pfeift vom Nordende ins Stadion herein. Vor 90 Minuten soll es einen Wolkenbruch gegeben haben, dann etwas Sonnenschein. Jetzt regnet es. Nicht mehr, nicht weniger. New Orleans bringt seine Offense zuerst auf das Feld.

[22h29] Es ist das Spiel, in dem dogfood von Allesaussersport livebloggend in die Playoffs 2013/14 einstiegt: Hier entlang.

[22h19] Guten Abend. Seattle vs New Orleans als Auftaktpartie des Divisional-Playoff Wochenendes, und gleichzeitig als verkappte „Superbowl 2013/14, die es so nie geben kann“. Die Vorschau-Texte, die man sich noch geben könnte:

Leichter Regen und ungemütliche Temperaturen in Seattle. Die ersten Schlägereien zwischen den Spielern soll es schon beim Aufwärmen gegeben haben. Ein neues FOX-Kommentatorenduo. Ein großartiges, extrem geladenen Stadion in Seattle. Was will man mehr?

NFC Wildcard-Playoff 2013/14: Green Bay Packers – San Francisco 49ers live

[01h53] Endstand Green Bay Packers 20, San Francisco 49ers 23.

Am Ende rächte sich das eine von Rodgers gezogene Timeout. Ein gutes, ein spannendes Spiel, in dem man über weite Strecken gut beobachten konnte wie sich die beiden Trainerstäbe aufeinander einstellten. Am Ende gewann wie so oft in Spielen zwischen fast gleich guten Mannschaften der, der den Ball zuletzt hielt – und das war San Francisco, trotz des üblen Timeout-Managements von Harbaugh, und nicht Green Bay, u.a. wegen des üblen Timeout-Managements.

Der GWP-Graph zeichnet noch einmal die Phasen nach, die dieses Spiel geprägt haben:

Game Winning Probability Chart 49ers @ Packers (klick mich)

Game Winning Probability Chart 49ers @ Packers (klick mich)

Lange Zeit dominante 49ers, die von den Packers in der ersten Halbzeit kurzzeitig wegen der INT und des einen guten Drives überholt wurden; 49ers, die nicht genug aus ihrer Überlegenheit machten. Green Bay, das sich zurückkämpfte und dritten Viertel immer mehr die Oberhand gewann. Dann die TD-Granate über 42yds für Vernon Davis, die den Farbton im Spiel wieder änderte. Schließlich „nur“ der Ausgleich für Green Bay und dann der langsame und zeitgerechte Konter der 49ers. Beide Coaches waren etwas konservativ und kickten innerhalb der 10yds Line Field Goals.

Die Divisional-Playoffs nächste Woche sehen damit so aus:

    11.1.14   22h35   Seattle Seahawks - New Orleans Saints
11./12.1.14   02h10   New England Patriots - Indianapolis Colts
    12.1.14   19h05   Carolina Panthers - San Francisco 49ers
    12.1.14   22h40   Denver Broncos - San Diego Chargers

T-minus 6 bis zum besten NFL-Wochenende des Jahres.

[01h47] Green Bay 20, San Francisco 23/Q4 0:00. 33yds-FG durch K Dawson. 49ers gewinnen.

[01h43] Harbaughs/Kaepernicks übles Auszeiten-Management wird die 49ers diesmal nicht rächen, selbst bei einem Fehlkick und Overtime nicht. Klappt ja, können wir nächste Woche in Carolina ja gleich wieder probieren!

[01h40] 1:56 zu spielen. Packers verpassen die Chance, alles-oder-nix zu spielen und Kaepernick kann entlang der Seitenlinie scrambeln, hinein in FG-Reichweite.

So, was schrieb ich um 1h28 über das verschwendete Timeout?

[01h37] 2min-Warning. San Francisco an der GB 40yds Line angekommen. Das Play-Calling der 49ers ist oft schwer zu verstehen: Kaepernick durfte eben einen tiefen Ball werfen in einem Spiel, in dem du dringend die kurzen Plays machen musst um die Uhr laufen zu lassen. Dann eine Fast-INT gegen Kaepernick, aber der DB #33 Hyde hält den Ball nicht fest. Dann arbeiten sich die 49ers nach vorn. K Dawsons Limit dürfte in den Bedingungen etwa 45yds sein (das wäre die GB 27 oder GB 28).

[01h28] Green Bay 20, San Francisco 20/Q4 5:06. 24yds-FG für Crosby. Jetzt kicken die Packers das kurze FG.

Guter Drive für die Packers bis zur GoalLine: Cobb mit einem weiteren geretteten Broken-Play, RB Lacy kämpft heute auch wieder wie ein Stier um seinen 3.9yds/Carry Schnitt zu halten (klingt negativer als es ist). Allein: Green Bays Offense musste ein sinnloses Timeout verbrennen. Stell dir vor, die 49ers marschieren jetzt in FG-Reichweite, und es sind nur noch 2min zu spielen…

[01h20] …und noch einer: LT Bakthiari muss zum Gehirnerschütterungstest. Green Bay drunten beim fünften OT.

[01h14] Green Bay 17, San Francisco 20/Q4 10:31. 28yds-TD für TE #85 Vernon Davis. „Aus dem Nichts“ wäre übertrieben, aber mannomann: Das kam jetzt ein bissl überraschend. Der Safety rauscht einen Tick zu spät in die Wurfbahn.

Ziemliche Achterbahnfahrt für Kaepernick mittlerweile: Erst unterwarf er Davis bei einem tiefen Ball um locker 2m. Dann scrambelte er 20yds die Seitenlinie entlang und rettete den Drive. Dann der tiefe Ball.

Ein anderer Punkt: Green Bays Secondary. CB #31 House gegen WR #15 Crabtree ist kein gutes Matchup. Houst sieht kein Land gegen Crabtree. Fürn Moment ist House aber eh mit Verletzung raus.

[01h07] Green Bay 17, San Francisco 13/Q4 12:06. 1yds-RB FB #30 John Kuhn („Kuuuuuuuhn“). Der Drive: 12 plays, 80 yds, 6:13min. Aber das ist nicht der Punkt.

Sondern: 4th-und-2 von den Packers an der SF 30, und dann passiert etwas Verblüffendes: Mike McCarthy trifft die richtige Entscheidung und lässt ausspielen. Wuchtiger Passrush, Rodgers verschwindet im Gewirr der Pocket, aber plötzlich scrambelt sich Rodgers frei und bringt einen tiefen 26yds-Pass für WR #18 Randall Cobb an – jenen Cobb, der heute noch überhaupt nicht als Receiver in Erscheinung getreten war.

Kurz danach vollendet Kuuuuuuuuuuuuuuuuuuuuuuuhn in einem Play, zu dem Phil Simms nur sagen kann:

  • Hate that call, I always have.
  • Why do you give the ball to someone who has not touched the football all year?
  • You never have the chance to build momentum.

Erste Führung für die Packers heute.

Drittes Viertel

[00h58] Ende Q3 in einem Spiel, das von seiner Spannung und vom hohem Freak-Faktor der hinter Gesichtsmasken versteckten Hauptprotagonisten lebt. Spielerisch war es eher aus Packers-Sicht ein gutes drittes Viertel, denn sie sind mittlerweile minimum auf Augenhöhe. Sie getrauen sich nun, die entblößte Front-Seven der 49ers auszutesten, und es ist nur eine Frage der Zeit, bis Harbaugh einen oder beide Safetys nach vorne beordert und Rodgers die nächste tiefe Bombe auspackt.

As for the 49ers… sie sollten hoffen, dass sie nicht vier Minuten vor Schluss mit Dreipunkt-Rückstand dem Ball hinterherlaufen. Aber ein Timeouts haben’s ja noch.

[00h57] Diese Pseudomessungen… kannste doch gleich das 1st-Down geben, wenn die Messung eh zum gewünschten Resultat hin gedreht wird.

[00h53] 3’n’out der 49ers. 4th-und-4 an der 44 war Harbaugh wohl zu riskant, um das anzugehen. Der Punt mutiert übrigens zum Touchback für 24 „Net-Yards“, aber hey: Wenigstens kein Timeout verbraucht.

[00h48] Sack von der #99 Aldon Smith (der Mann, der wegen Krämpfen als „questionable“ gal) gegen Rodgers. Im 3rd-Down und 22 geht Rodgers erneut tief, aber Nelson kriegt in guter Deckung nur einen Finger, aber nicht die ganze Hand dran. Also nächster Punt in einem Spiel, das sich nun in ein Gleichgewicht entwickelt. Die ganz große 49ers-Dominanz ist verflogen, obwohl sie Green Bay nun wieder gestoppt haben.

[00h40] Geht es noch schlechter? Yup. Man kann zum Beispiel einen Sack kassieren, der dich aus halbwegs realistischer FG-Reichweite rausschießt. Resultat: 49ers müssen punten für ca. 28 „Net-Yards“.

[00h38] Werbepause. 1 Spielzug. Dann das nächste verbrennte Timeout der 49ers (WTF?). Werbepause.

[00h32] Erin Andrews von der Seitenlinie: Aldon Smith (der OLB mit der #99) ist questionable für die zweite Halbzeit mit Muskelkrämpfen. Der Trainerstab will noch mehr drauf achten, dass die Spieler auch in der Eiseskälte nicht dehydrieren. OT Staley bleibt die Sau, verweigert sich weiterhin, mehr Gewand anzuziehen.

[00h29] „Deep Ball“ Rodgers im dritten Down, aber der Pass für Jones geht in Doppeldeckung und fällt zwischen den beiden Verteidigern zu Boden. Schön zu sehen aber wieder, wie elegant Rodgers dem Passrush ausweichen kann (in dem Fall dem locker durchgebrochenen #55 Brooks). Packers punten den Ball zurück.

[00h27] Ein zweites Lebenszeichen der Packer-Defense: Sack gegen Kaepernick. Punt. Green Bay darf an der eigenen 44 beginnen – so weit vorne wie heute noch nie.

[00h23] Kickreturn 49ers. Und dann verbrennen sie ein Timeout, bevor sie ihren ersten Down ausspielen???

Zweites Viertel

[00h14] Halbzeitstand Green Bay 10, San Francisco 13.

Es war eine erste Halbzeit der Phasen. Zu Beginn war das eine systematische Zerstörung der Green Bay Packers durch San Francisco – und zwar in allen Belangen des Spiels. Am schlimmsten war Green Bays Offensive Line überfordert. Drei Drives der Packers wurden im Keim erstickt bevor auch nur so was wie ein erfolgreicher Spielzug drohte. Dann kam die Interception völlig gegen den Spannungsbogen der Partie, und sie brachte Leben ins Spiel zurück: Green Bay plötzlich mit einem guten Drive. Rodgers hatte einen Fetzen mehr Zeit, die WR-Combo klickte, und damit haben wir einen Halbzeitstand, der weiterhin Spannung garantiert.

Allerdings: San Francisco ist die dominante Mannschaft hier und heute. San Francisco hat 208 zu 140 Offense-Yards erzielt, und das mit einem Drive weniger, bei 32 Plays zu 31 Plays. Green Bay hat weiterhin ein Problem auf Offense Tackle, das durch das Play-Calling der Packers mit ihren vielen Rollouts nur verschärft wird.

In den Laufspielzügen macht RB Lacy viel zu viele Yards, die lateral gehen anstelle downfield. Lacy hat minimum doppelt so viele Yards horizontal gemacht wie vorwärts.

Ich bin gespannt, wie sich das Spiel entwickelt. Wie lange kann Green Bay im Spiel bleiben? So lange sie wieder eine Interception aus der Defense fabrizieren?

[00h06] Green Bay 10, San Francisco 13/Q2 0:00. 34yds-FG für Crosby mir auslaufender Uhr. Erneut ein guter Drive für Rodgers: 9 plays, 59yds, 2:44min. Allenfalls die Timeouts hätte man besser einsetzen können, aber wenn du Timeouts verbrennen musst um delay of game Strafen zu vermeiden… naja. Passiert offenbar den besten.

[23h51] Green Bay 7, San Francisco 13/Q2 2:48. 10yds-Run #21 Gore. Der große Spielzug des Drives war der drittletzte, ein 42yds-Scramble von Kaepernick, den in dieser Form höchstens noch Michael Vick hinkriegt: Lässt gleich drei Leute aussteigen und ist allen auf und davon. 5-Play, 68yds Drive der 49ers, der nur 3min brauchte.

[23h42] Green Bay 7, San Francisco 6/Q2 5:56. 5yds-TD Catch #87 Nelson. Eine Rakete von Pass von Rodgers für Nelson, und es brauchte jeden km/h in dem Wurf, damit der Cornerback nicht dran kam.

Ein eindrucksvoller 14 plays, 70yds, 7:18min langer Drive der Packers, bei denen die kleinen Dinge nun einfacher von der Zunge gehen wie noch am Anfang: Die OL hält zwei Zehntelsekunden länger, Rodgers ist drei Zehntelsekunden schneller, und das reicht, um die kurzen Pässe anzubringen. Beherzte Catches von Leuten wie #81 Quarless, der sich meterweit über den Boden wälzt, Power-Runs von RB #27 Lacy – und wir haben ein Spiel!

[23h32] Jetzt geht mal etwas pro-Packers: INT Kaepernick gegen CB #38 Williams. Boldin hatte übrigens eben einen Catch, der kam aber wie schon vorhin gegen #31 House.

[23h29] Um mal die vielen neuen Leser zu animieren: Bei Facebook kann sollte man Sideline Reporter „liken“.

Erstes Viertel

[23h24] Die Packers-Offense liegt auch im dritten Drive drei Meter unter der Erde. Fumble Rodgers (in der Zange von #55 Brooks und #99 Smith) im ersten Down, wird aber von Green Bay aufgenommen. Dann muss Rodgers den Ball schnell wegwerfen. Dann ein kurzer Laufspielzug bei 3rd-und-15, und das Publikum buht sich schon die Seele aus dem Leib. Green Bay: 3 Drives, 9 Plays, 6yds Offense.

[23h19] Green Bay 0, San Francisco 6/Q1 2:17. 25yds-FG für Dawson. Wieder so ein kurzes Fieldgoal. Der Drive ist klassischer 49ers-Football 2013/14: 11 plays, 42yds, 4:49min. Viele Plays, wenige Yards. Am Ende reklamierte man eine Strafe gegen Crabtree in der EndZone (PI wäre berechtigt gewesen), aber man hätte auch reklamieren können, dass die Play-Clock beim Snap längst auf null war…

Auffällig ist, wie schwer sich Kaepernick heute tut, WR Boldin einzusetzen. Boldings Gegenspieler CB #38 Tramon Williams, muss einen bislang exzellenten Job machen.

[23h11] Wind-Chill in Green Bay ist nun -12F, was -26°C entspricht. Ich bin mal mit einem Kollegen auf unserer alten, mittlerweile eingestampften Anlage minutenlang auf dem Lift gesessen, -24° Luft-Temperatur, und der Lift ist wegen Windböen stehen geblieben. Der Wind-Chill muss ähnlich gewesen sein. Es fühlte sich wie Stunden an, aber es waren vielleicht 10-12 Minuten. Das ist… nicht lustig, und wer bei solchen Bedingungen drei Stunden lang ein Footballspiel bestreitet, oder leitet, oder einfach nur auf der Tribüne sitzt, hat schon einen an der Backe.

[23h08] Die Packers-OL kollabiert schneller als Rodgers seine Leute ausgucken kann. Resultat: Erneut ein schnelles 3’n’out für Rodgers und Co.

[23h00] Green Bay 0, San Francisco 3/Q1 9:00. 22yds-FG für Dawson. Der Drive: 13 plays, 69yds, 4:28min.

Es war ein holpriger Drive für die 49ers, aber Kaepernick macht die notwendigen Würfe dann doch fast alle.  Harbaugh spielt an der GB 35 ein 4th-und-6 aus, erfolgreich: Tiefer Ball für #15 Crabtree für 31yds. An der GoalLine hält die Packers Defense dann mit erstaunlich guter Deckung gegen die one read Pässe Kaepernicks.

San Francisco verbrannte aber schon zwei Timeouts in diesem Drive. Das alte Kaepernick-Problem: Der Mann ist anfällig dagegen, Timeouts zu früh zu verbrennen. Ist in der ersten Halbzeit längst nicht so schlimm, aber dennoch.

[22h55] Zur FOX-Diskussion der Sideline-Reporter Mädels eingangs: Der Packers-QB ist aus Kalifornien. Der 49ers-QB ist aus Wisconsin.

[22h49] Zweiter Offensiv-Spielzug der 49ers, und schon verabschiedet sich mit CB #37 Sam Shields der erste Packers-Spieler verletzt… ein Cornerback. Wie viele Cornerbacks sind an diesem Wochenende schon ausgeschieden?

[22h43] FB #30 Kuhn spielt kurzärmelig und ohne Gesichtsschutz auf einem Spielfeld, das aussieht als hätte der Broadcaster heute Farbausfall.

[22h41] Lambeau Field sieht heute aus wie eine Arena voll mit 80000 Taliban.

[22h37] Nach Nantz und Phil Simms kommt nun das FOX-Kommentatorenduo Joe Buck/Troy Aikman, das ich noch unerträglicher finde. Vor allem Aikman ist bei mir mittlerweile verhasst wie die Pest.

[22h31] Nach dem Kindergeburtstag von Cincinnati geht es nun weiter mit Green Bay Packers vs San Francisco 49ers. Die Previews lieferten wir in Form von allgemeiner Rundschau und Herrmanns Taktik-Vorschau. Bill Barnwell hat bei Grantland die Vorschau geliefert, Chase Stuart bei Football Perspective.

Es soll scheißkalt werden, von -16°C bis runter in die -20°C ist die Rede. Das entsprechende Bild zur Vorfreude liefert Twitter (Edit: Chaos weist in den Kommentaren darauf hin, dass es sich nicht um ein Bild von heute handelt):

AFC Wildcard-Playoff 2013/14: Cincinnati Bengals – San Diego Chargers live

[22h16] Endstand Cincinnati Bengals 10, San Diego Chargers 27.

San Diego zieht damit etwas überraschend ins Divisional Playoff ein, wo es nächsten Sonntag (22h30 MEZ) nach Denver geht. Die Chargers gewinnen ein Spiel, das für ein Playoff-Spiel enttäuschende Qualität hatte. Nein, man kann es nicht allein auf das Wetter schieben, denn schon die erste Halbzeit in sittlichen Bedingungen war schwach.

Ehre und Respekt für die Chargers-Defense, die nicht aussah wie die schlechteste Defense in der NFL. Das war eine famose Vorstellung. Der dieses Jahr so zahnlose Passrush der Chargers heute mit 3 Sacks und mindestens 6 oder 7 Hits und einer Handvoll Hurries. QB Dalton sah dagegen kein Land und antwortete mit einer Latte an über- und unterworfenen Pässen, die die Fragen nach seiner Qualität nur lauter werden lassen.

Punkt ist: Dalton ist kein „starker“ QB nach heutigem NFL-Standard. Die Bengals hatten ihm alles an Offense und Skill-Playern gegeben was es brauchte. Das Resultat heute war ernüchternd, wobei auch das PlayCalling mit Screenpass auf Screenpass eher unüberzeugend war.

Was auch nicht half: Vier Turnovers. Die Bengals schmissen einen wahrscheinlichen TD beim Fumble des Rookie-RB #25 Bernard weg. Sie warfen eine INT in Bengals-Territorium und sie gaben zwei Bälle tief in der eigenen Hälfte her (fumble Dalton, der INT-Return an die 1). Das machte heute den Unterschied, auch wenn man sich nach dieser schlimmen zweiten Hälfte aus Bengals-Sicht nicht mehr dran erinnert.

San Diego hatte heute auch keine überzeugende Offense. Es wurde viel gelaufen, okay. Gegen eine erstmals seit langem recht erschöpft aussehende Bengals-Defense ist das sogar verständlich. QB Rivers kam erst im dritten Viertel auf, nachdem zuvor nur unmotiviertes Kurzpassgewichse angesagt war.

Mike McCoy: Alle Achtung vor einem bockstarken Jahr, das „Coach des Jahres“-Nennung verdient. Aber man darf nicht dran vorbeisehen, dass das konservative Handling von McCoy zum Ärgernis wird. So viele Punts bei 4th-und 1 und so viele FGs innerhalb der 10yds Line… das geht in Denver nicht.

Bei „Konservatives Handling“ ist Marv Lewis auch nie weit entfernt. Ich glaube nicht, dass Marv nach dem erneuten „one and done“ gefeuert wird, aber wenn ja, sollten eine Handvoll Teams Lewis ohne ein Job-Interview sofort versuchen anzustellen: Einer der besten Coaches der Liga, der fast alles in Cincinnati macht, von „quasi GM“ bis Coach und einen bemerkenswerten Kader zusammengestellt hat. Marv hat leider keinen richtig guten QB, und das lässt ihn schlechter aussehen als er ist.

[22h08] Und innerhalb von zwei Minuten ist das Stadion leer.

[22h06] Cincinnati 10, San Diego 27/Q4 2:17. 58yds-Lauf für RB #23 Ronnie Brown. Der Sargnagel.

[22h03] Nächste gescheiterte 4th-Down Conversion. San Diego steht kurz vor dem Einzug ins Divisional Playoff gegen Denver.

[21h58] San Diego läuft dreimal. 16sek und alle drei Bengals-Timeouts bringen sie damit von der Uhr. Dann kommt der Punt, 4:22 vor Schluss übernehmen die Bengals in mittlerweile unwirtlichen Bedingungen an der eigenen 19.

[21h55] 4th-Down, tiefer Ball und Dalton überwirft #12 Jones um locker 5m. Damit liegen die Sargnägel bereit und Cincinnati riskiert, zum fünften Mal unter Marv Lewis im ersten Spiel aus den Playoffs zu fliegen.

[21h52] Die Bengals bewegen zwar den Ball, aber es geht seeehr, ssssssseeeeeeeeehrrrrrr schleppend. Screenpass, Screenpass, Screenpass und jedesmal 4yds. Nur noch fünfeinhalb Minuten, und du musst 10 Punkte wettmachen.

[21h50]

[21h46] Der Stop reichte. 4th-Down, ein Delay-of-Game der Chargers – eine Strafe mit Potenzial, die zweitdümmste nach dem Personal-Foul von Harrison vorhin an der CIN 1 zu sein. Chargers müssen punten, Cincinnati beginnt 8:06 vor Ende an der eigenen 12.

[21h43] 3rd-Down und 1: Ballübergabe an den Fullback. Zu kurz. Und Phil Simms packt das ganze Repertoire aus:

  • Hate that call, I always have.
  • Why do you give the ball to someone who has not touched the football all year?
  • You never have the chance to build momentum.

Yadda Yadda. Putzig, der Phil.

[21h39] Schön langsam geht in Cincinnati nicht bloß wegen des Wolkenbruchs alles den Bach runter: Ein Drive, in dem die Bengals-Offense mal richtig flüssig aussieht und San Diegos Defense so wenig Zugriff kommt wie eigentlich vor dem Spiel erwartet, killt OLB #54 Ingram den Drive mit einer Interception in einem nicht überzeugenden Dalton-Pass: Starrt den Tight End an, und unterwirft einen Ball ohne Schmackes. Vierter Turnover für die Bengals, und sie wären wieder in sowas wie Punktereichweite gewesen.

Oben drauf ein Personal-Foul und San Diego darf schon an der Mittellinie starten.

[21h31] Cincinnati 10, San Diego 20/Q4 14:16. 23yds-FG für Novak. ILB #50 Maualuga bricht im 3rd-Down durch und reißt RB Ronnie Brown für 4yds Raumverlust an der CIN 5 nieder. Ein extrem, extrem wichtiger Tackle. Ein fragwürdiger Spielzug, der lange in seiner Entwicklung gebraucht hätte… naja. McCoy ist damit (aus seiner Sicht) quasi „gezwungen“, den Kick zu versuchen anstelle des Ausspielens.

Die Chargers heute mit Fieldgoals aus 25yds (Line of Scrimmage CIN 7) und 23yds (LOS CIN 5).

Drittes Viertel

[21h27] Das dritte Viertel geht zu Ende mit einem Lauf von #39 Woodhead an die CIN 1. Cincinnati Bengals im mittlerweile strömenden Regen am Scheideweg.

[21h23] Jetzt kommt der tödliche Fehler: Dalton, heute erstaunlich oft mit Passrush im Gesicht, wird mit DE Reyes im Gesichtsgitter panisch und feuert einen idiotischen Pass. CB #25 Wright fängt den Ball ab und returniert an die CIN 2.

[21h17] Cincinnati 10, San Diego 17/Q3 2:00. 25yds-FG für Novak. Die Bengals probieren mit ihrer Front-Seven alles, überladen in Pass-Downs die Anspiellinie und blitzen dann mit 2 Leuten, aber Rivers hat heute einen sehr guten Tag, findet z.B. WR #13 Allen bei einer fantastischen Aktion von Rivers (den Pass anzubringen) und Allen (der den gar nicht einfachen Ball erst verfolgen und fangen musste). In der RedZone geht ein riskanter Querpass Rivers‘ fast schief, und dann nimmt der Rookie-HC McCoy von der 7yds-Line das FG (4th-und-3).

[21h09] 1st-Down: Sack gegen Dalton. 2nd-Down: Dalton von der #96 Johnson unter Druck gesetzt, Pass ins Nichts. 3rd-Down und 14: Dalton wieder unter Druck, scrambelt los, geht mit Kopf voraus zu Boden – und fumbelt den Ball weg. Zweiter Turnover den Bengals, San Diego startet nun wieder in der Platzhälfte der Bengals

[21h03] Cincinnati 10, San Diego 14/Q3 6:46. 3yds-Pass für TE #89 Ladarius Green. Green, dieses dark horse, das alle so hochgejazzt hatten, macht einen gar nicht einfachen TD im Eck der EndZone (Simms: „might be the fastest guy on their entire football team“).

Der Drive: 10 plays, 80yds, 5:40min. Und Rivers ging tief: Für WR Royal, der zwischen die Zonen von CB und S gerannt war. In der Widerholung sieht man, wie Rivers bei diesem Play erst nach links schaute und dann aus dem Nichts rechts runter für Royal warf – wohl deswegen hatte der Safety nicht mit dem Pass gerechnet und kam zu spät.

[20h52] Bengals kommen wieder mit Power-Run Game aus der Kabine, aber der Drive kommt an der Mittellinie zum Erliegen, weil Dalton keine Abnehmer findet und unerfolgreich scrambelt.

San Diego kriegt den Ball nach dem Punt an der eigenen 20. Schauen, wie lange es dauert, bis Rivera damit beginnt, mal ein paar Bälle downfield zu werfen (erste Halbzeit: nur 6 Pässe, ein einziger ging weiter als 15yds in der Luft). TE Gates noch ohne Catch, ja sogar noch ohne Anspiel.

Zweites Viertel

[20h36] Halbzeitstand Cincinnati Bengals 10, San Diego Chargers 7.

Sehr mühselige Veranstaltung in Cincinnati. Beide Offenses tun sich schwer, in Gang zu kommen. Die Bengals hatten einen tiefen Pass, aber ansonsten nur mittelmäßige Screenpass-Versuche und brachiales Laufspiel über die Spielfeldmitte. Andy Dalton hat heute einen Tag, an dem er offenbar jeden zweiten Ball zu hoch wirft, und das mag eine Untertreibung sein. Die Receiver müssen sich jedesmal ordentlich strecken.

Die Chargers mit einem starken Drive, aber der Rest war meh. Rivers mit sechs Pässen vs 20 (!) Läufen. Obwohl das Laufspiel phasenweise klappt, kann das eigentlich nicht sein.

Die Coaches: McCoy mit schlechtem Timeout- und Challenge-Handling. Marv Lewis mit gutem Timeout-Handling nach der 2min-Warning, als viele Coaches die Zeit erstmal hätten runterlaufen lassen. So bekam Lewis die Chance auf einen letzten Drive und wurde mit drei Punkten belohnt. Aber über die vielen Punts in gefühlt dutzenden 4th-und-kurz Versuchen wird zu reden sein.

Schließlich die Übertragung selbst: Diese vielen langen Challenge-Unterbrechungen und die ständigen Werbepausen bei jeder kleinen Verletzungsunterbrechung machen den Event ziemlich schnarchnasenmäßig.

[20h33] Cincinnati 10, San Diego 7/Q2 0:00. 46yds-FG für K Nugent mit auslaufender Uhr.

Es gab eine kritische Situation bei einem Catch von TE #84 Gresham, der sich ordentlich strecken musste, aber dann den Ball doch fing, drei Tippelschritte machte ehe er „Calvin-Johnson-mäßig“ den Ball verlor. Es gibt aber keine Calvin-Johnson-Rule:

Am Ende gibt Jeff Triplette den Catch. Dass mit der Uhr alles rechtens gelaufen ist, glaube ich nicht. Denn: Der Kick kam mit 2sek auf der Uhr, aber Gresham ging mit 14sek auf der Uhr aus dem Spielfeld. Wurscht. Drei Punkte für Cincinnati.

[20h25] Die Chargers geben sich mit Draws und anderweitigen Run-Plays zufrieden um den Bengals die Timeouts abzuknöpfen. Das Resultat: Eineinhalb Minuten vor Schluss mit Scifres aus der eigenen EndZone heraus punten. Superber Punt, CIN beginn roughly an der eigenen 35. 1:14, keine Timeouts.

[20h20] Nächstes Play: Dalton sieht #25 Bernard, bringt den Kurzpass an. Bernard fängt das Ei mit beiden Beinen in der Luft, dreht ab, beide Füße am Boden, dann rauscht von hinten LB #56 Butler heran und schlägt ihm das Ei aus der Hand. Fumble in die Endzone hinein. Jeff Triplette ist fast fünf Minuten im Review-Kasten und findet – richtig, wie ich finde – nicht genug Beweis für die These, Bernard könne „noch keine Kontrolle über den Ball gehabt haben“.

[20h14] Und dann packt QB #14 Andy Dalton den ganz tiefen Ball aus: 49yds-Pass für WR #82 Marv Jones, der seinem Bewacher enteilt war. Das sind durchaus nicht die ästhetischen Würfe, die ein Cutler oder Stafford aus dem Arm schütteln, aber wenn der Receiver offen genug ist, kriegt Dalton seinen Willen schon durch. 2min-Warning.

[20h11] Mike McCoy challengt einen 13yds-Pass für #82 Marvin Jones in der Bengals-Platzhälfte. Verliert – natürlich. Und hat nun den ganzen Tag lang nur noch eine rote Flagge zur Verwendung.

[20h07] Aaaaaargh. Rivers erscrambelt sich mit Müh und Not im 3rd-Down eine Situation „4th-und-inches“ aus einer Situation, die nach Sack schrie. Und dann lässt Mike McCoy von der eigenen 35 punten.

[20h04] Bei den Chargers wird nun ein kritischer Punkt, was mit C Nick Hardwick wird: Hardwick plagte sich mit einer Fußverletzung, war zwischenzeitlich schon in der Kabine. Für das Laufspiel über die Mitte dürfte Hardwick ein wichtiger Mann sein.

[19h58] Cincinnati 7, San Diego 7/Q2 5:59. 5yds-TD Pass für TE #84 Gresham. Das ist guter, alter klassischer black’n’blue-Football aus den 1970er Jahren, was die Cincinnati Bengals da zeigen: Lauf, Lauf, Lauf, alles über die Mitte, alles für 6-7yds, zwischendurch ein kurzer Screenpass. Ein Drive: 10 plays, 60yds, 6:07min.

Beim TD hatte Dalton Glück, brachte den Ball in der allerletzten Millisekunde vor dem Heranrauschen des von der blind side kommenden OLB #54 Ingram noch aus der Hand gebracht zu haben. Ingram war schon dran, aber Dalton bringt genug Schwung dahinter, dass der Ball ankommt.

[19h49] Tief in der eigenen Platzhälfte macht nun Rivers den Dalton und unterwirft einen verblüffend offenen WR #13 Keenan Allen im 3rd-Down. Allen war schon zwei Schritte weiter. Erstaunlich, dass Allen so frei sein konnte, aber auch, dass Rivers den verpasste. Punt.

[19h43] Dalton gibt Futter für die Unkenrufe: 3rd-Down und 1, dann ein schön designter Spielzug, in dem #25 Bernard frei gewesen wäre, aber dann überwirft Dalton Bernard bei einem einfachen Wurf. Im anschließenden Punt-Versuch wittern die Chargers einen Fake und ziehen erstmal zur Beruhigung ein Timeout.

Marv Lewis Watch: Cincinnati hatte nun zwei kurze 4th-Downs in der Chargers-Platzhälfte und hat schon zweimal gepuntet.

Erstes Viertel

[19h32] Cincinnati 0, San Diego 7/Q1 0:48. 5yds-Run Woodhead. Ein eindrucksvoller 12 plays, 86 yds, 6:56min Drive für die Chargers, der das ganze Repertoire dieser Super-Offense zeigte.

Von Crossing-Route plus Catch für Backup-TE Green über Läufe straight übre die Mitte über Kurzpässe und Improvisationskünste von Rivers über Counter-Plays wie beim TD-Lauf: Da haben McCoy und Whisenhunt ihr ganzes Arsenal ausgepackt. Der Außenseiter führt – besseres kann einer Partie nicht passieren.

[19h19] Cincinnati kommt 33yds weit. Laufspiel über die Mitte klappt in den ersten Versuchen ganz gut (2x 8yds), aber als die Chargers ein paar Blitzes (S #32 Weddle) einstreuen bzw. die Schotten in der Mitte dicht machen, ist erstmal der Punt angesagt. Beide Offenses noch mit angezogener Handbremse.

[19h12] Die Chargers beginnen mit dem Versuch, ein wenig Laufspiel zu implementieren. Mathews macht gleich mal 8yds, aber im dritten Down verarscht S #42 Crocker den LT Dunlap, indem er ihn einfach umläuft und Rivers sackt. Das war schonmal einer von DefCoord Mike Zimmers gefürchteten Blitz-Schemen.

[19h04] Mit Jeff Triplette ist heute übrigens ein Mann der Head-Ref, der vor zwei oder drei Wochen einen Phantom-TD für die Bengals (gegen Indianapolis) war. Triplette gilt als Seuchenvogel unter den NFL-Refs.

[18h44] Guten Abend zum zweiten Teil des Wild Card Weekends 2014, das gestern einen würdigen Auftakt hinlegte mit zwei aufregenden, interessanten Spielen, über die man mehrere Artikel schreiben könnte. Heute wird die Runde abgeschlossen. Die erste Partie lautet Cincinnati Bengals vs San Diego Chargers. Vorschautexte dazu:

Unisono wird hier und heute Cincinnati favorisiert. Aber Vorsicht: Die Offense der Chargers gilt als potenziell granatenmäßig. Es soll keinen Schneefall geben, sondern nur Bewölkung. 1-2°C Luft-Temperatur. Der Broadcaster ist CBS, was uns das Kommentatorenduo Jim Nantz und Phil Simms „beschert“.

Vor dem Wild Card Weekend 2013/14 am Sonntag: Green Bay Packers – San Francisco 49ers Preview

Den Abschluss des Wildcard-Weekends machen ab 22h30 die Green Bay Packers (8-7-1, Sieger NFC North) und die San Francisco 49ers (12-4, Zweiter NFC West). Zu sehen ist das Spiel live bei SPORT1 US und im Gamepass, und in Österreich auch bei PULS4.

Großer Wirbel wird vor dieser Partie naturgemäß um den Umstand gemacht, dass die 49ers die letzten drei direkten Aufeinandertreffen zwischen diesen beiden Mannschaften gewonnen haben… nein, dominiert haben. Und die 49ers haben es auf verschiedene Weisen hingekriegt: 2012 im Season-Opener wurde mit roher physischer Gewalt und QB Alex Smith 30-22 in Green Bay gewonnen, und man erinnert sich zurück, dass das Endergebnis die Kräfteverhältnisse nicht annähernd widerspiegelte. Dann der berühmte 323yds-Laufspieltag für Colin Kaepernick (machte allein 181yds) und seine 49ers letztes Jahr in den Playoffs. Schließlich zum Season-Opener 2013 ein 34-28 Sieg mit weit über 400 Passing-Yards für Kaepernick.

Green Bay und sein DefCoord Dom Capers antworteten stets auf Fragen, die Jim Harbaugh im jeweils letzten Treffen gestellt hatte. Harbaugh hatte aber jedes Mal zum nächsten Aufeinandertreffen die Fragen geändert. Wie wird es diesmal sein?

Wenn die 49ers den Ball haben

Erste Hoffnung für die Packers: Der 412yds-Tag Kaepernicks im ersten Spiel war Kaepernicks einziger nennenswert hervorragender Tag der Saison. Ansonsten quälte sich die 49ers-Offense durch die Saison; sie sind nicht extrem ineffizient, aber ihr wurden die Limits aufgezeigt:

  • WR #15 Anquan Boldin als Alleinunterhalter, sah 129 Anspiele (31% der Anspiele), dabei 85 Catches für 1179yds, 7 TD.
  • TE #85 Vernon Davis als RedZone-Waffe, 84 Anspiele (20%), dabei 52 Catches für 850yds und 13 TD.
  • Dahinter: Nicht mehr viel. WR #15 Crabtree machte nur fünf Spiele, fing dabei 19 Pässe, und alle sagen ihm nach, der Heilsbringer zu sein. Aber er half nur, die Offense ein wenig auf Trab zu bekommen.

Wie viel an Kaepernick liegt, ist schwierig zu sagen. Der Offense gingen über weite Strecken ernsthafte Skill-Player ab. Kaepernick hatte unter einer wechselhaften Offense Line zu leiden, kassierte trotz seiner Mobilität 39 Sacks, warf aber nur 8 INT. Trotz risikoreichem Spiel mit vielen tiefen Bomben in gute Deckung wenige Turnovers. Aber nur 58% Completion-Rate für Kaepernick bei recht durchschnittlichen 6.5 NY/A.

Green Bay hat keine wirklich gute Defense. Der wichtigste OLB #52 Clay Matthews fehlt verletzt, und er ist nicht der einzige Stammspieler im Krankenstand. Slot-CB #37 Hayward fehlt schon das ganze Jahr, und dann ist auch DL Worthy draußen. Der hoch gelobte Rookie-DL Datone Jones hatte einen eher schwachen Einstand, konnte nur als situativer Passrusher überzeugen, gilt als absoluter Schwachpunkt gegen den Lauf.

Mit einer zahnlosen Front-Seven wird das für Green Bays Secondary ein langer Tag selbst gegen den nicht immer überzeugenden Pass-Angriff der 49ers. San Francisco versucht aber ohnehin weiterhin, viel und geduldig zu laufen. Dabei fährt man nur durchschnittliche Zahlen ein (41% Success-Rate, 4.4yds/Carry), aber OffCoord Greg Roman gibt es nicht auf. Green Bays Lauf-Defense? Schwach. Mit nur 52% Success-Rate gehört sie zu den fünf schlechtesten im Lande, und man gibt 4.7yds/Carry ab.

Wenn die Packers den Ball halten

Der Mann, der alles zusammenhält, ist klar: QB #12 Aaron Rodgers. Rodgers hatte sein Comeback gegen Chicago, und auch wenn nicht alles reibungslos klappte, so machte er doch den Unterschied. Rodgers muss wie Kaepernick mit vielen Verletzungen in der Offense auskommen (u.a. TE Finley und LT Bulaga auf der IR). Die Offense Line ist ein Sieb. Auf alles scheißend bringt Rodgers in seinem phänomenalen Kurzpassspiel wieder exakt zwei Drittel der Pässe an den Mann, für 7.8 NY/A.

Die WRs Nelson, Jones und Cobb dürften für das suspekte Defensive Backfield der 49ers mit den Herrschaften Hitner, CB Brown und CB Rogers (questionable) ein ganz schwieriges Matchup sein. Da macht Green Bay vermutlich trotz der üblen Nachteile um die Anspiellinie herum seine Punkte.

Helfen könnte auch der Lombardi Sweep, ein berühmter Laufspielzug, den die Packers wieder ausgegraben haben. Chris B. Brown schreibt bei Grantland darüber, und er schreibt auch, dass RB #27 Eddie Lacy und nun erstmals seit Jahren wieder ein glaubwürdiges Packers-Laufspiel auf die Beine gestellt haben, das denjenigen bestraft, der es ignoriert:

The Packers aren’t suddenly a run-first team, and this isn’t Lacy’s offense. But thanks to the rookie’s presence in the backfield and the renaissance of the Packers Sweep, Green Bay has forced its opponents to at least respect the run.

Lacy ist zwar noch leicht angeschlagen, aber er wird spielen. Es braucht alle Hilfe, damit Green Bay im Spiel bleibt.


San Francisco fühlt sich wie ein leichter Favorit an (Las Vegas sagt 2.5 Punkte), aber es gibt durchaus genügend Punkte in der Schwebe, die dieses Spiel umgeben und eine präzise Vorschau unmöglich machen:

  • Welche Offense wird Harbaugh diesmal spielen? Wird Capers auf die richtigen Fragen antworten?
  • Was passiert, wenn Green Bay schnell in Führung geht? Dann ist San Francisco bald zu eindimensionalerem Passspiel gezwungen – das bekommt den Niners nicht.
  • Ein Punkt, den die 49ers gegen Green Bay nie überwinden mussten: Mehrere Turnovers. Turnovers können dir immer passieren.
  • Das Wetter: Es wird angeblich bockkalt. Bis zu -16°C sind für den Kickoff vorhergesagt („+6 Fahrenheit“). Das ist kalt genug, dass Green Bay bis zuletzt Probleme hatte, sein Stadion vollzubekommen. Green Bay. Ein Heim-Playoffspiel. Da ist es also wirklich kalt. Aber die vor wenigen Tagen vorhergesagten arktischen Temperaturen, die in die Nähe des NFL-Rekordes gekommen wäre, scheinen den Spielern „erspart“ zu bleiben. Trotzdem: Wie reagieren die Offenses auf die Kälte? Wenn sich der Ball nicht so einfach festhalten lässt und dir die Griffel abfrieren.

Für die 49ers spricht ein enormer Vorteil in Sachen Coaching. Harbaugh nehme ich 10/10 Fällen gegen Mike McCarthy. Das Wetter könnte auch eher für die lauforientierte Offense der 49ers sprechen und vor allem: Gegen allzu viel Luftwaffe bei Green Bay. Um die Anspiellinie hat San Francisco in Offense und Defense Vorteile.

Ein Packers-Upset würde mich nicht schocken, aber alle Faktoren zusammengerechnet schauen mir die San Francisco 49ers hier wie die Favoriten aus.


Ankündigung: Am Nachmittag wird Herrmann in einem eigenen Blogeintrag noch eine dezidiertere Analyse dieses Matchups schreiben.

Vor dem Wild Card Weekend 2013/14 am Sonntag: Cincinnati Bengals – San Diego Chargers Preview

Fortsetzung des Wildcard-Weekends heute Abend ab 19h MEZ (live SPORT1 US und NFL-Gamepass) mit der AFC-Ansetzung zwischen den Cincinnati Bengals (11-5, Sieger AFC North) und den San Diego Chargers (9-7, Dritter der AFC West) aus dem Paul Brown Stadium in Cincinnati. Es ist das vierte Mal in den letzten fünf Jahren, dass sich die Bengals vom sympathischen Head Coach Marvin Lewis für die Playoffs qualifiziert haben, aber ein Spiel dort gewonnen? Haben sie noch nie, und die Begeisterung in Cincinnati ist dann auch so groß, dass man Probleme hatte, die Hütte voll zu bekommen.

Es ist überhaupt das Spiel zwischen zwei ewigen Underdogs in der NFL-Geschichte. Beide Franchises wurden in den 60er Jahren als ursprüngliche AFL-Teams (AFL = damalige Konkurrenzliga zur NFL) gegründet, und beide hatten ihre Blütezeiten in den 80er Jahren: Cincinnati war dort zweimal in der Superbowl, während es die Chargers zwar erst 1994 dorthin schafften, aber das war eher Zufall; die großen Chargers-Mannschaften waren jene aus den frühen 80ern. Damals spielten diese beiden Franchises auch schon einmal gegeneinander um den Superbowl-Einzug, damals in der „Freezer Bowl“ bei minus 20 Grad ohne Windchill. Heute wird es etwas gesitteter.

Bengals gegen Chargers, das ist eine klassische Ansetzung zwischen einer starken Defense (Cincinnati, Defense-Ranking bei mir: #3) gegen eine starke Offense (San Diego, #3).

Wenn die Cincinnati Bengals den Ball halten

Dass die Bengals defensivstark sind, heißt nicht, dass sie in der Offense nix zu bieten haben, im Gegenteil: Viele Mannschaften wären froh, ein solches Offense-Arsenal zu besitzen wie die Bengals, die momentan von ihren exzellenten Drafts in den letzten Jahren leben.

Die Offense Line gilt trotz Verletzungsproblemen als eine der besten im Lande mit zwei massiven Ankermännern in RT #76 Smith und LT/LG #77 Whithworth. Die Runningbacks dahinter gelten als komplett unterschiedliche Spielertypen: Der parasitäre RB #42 Green-Ellis gilt als Power-Back, der zwar keine Fehler begeht, aber auch nicht viel mehr an Raumgewinn kreieren kann als das, was ihm die Offense Line bietet (nur 3.4yds/Carry). Ellis’ Backup ist der Rookie #25 Gio Bernard, der mit seiner spektakulären Spielweise schnell eingeschlagen hat und sowohl als Speed-Back als auch als Ballfänger für das gefährliche Screen-Passspiel der Bengals einsetzbar ist (56 Catches, 514yds, 3 TD).

Der Star im Angriff ist WR #18 A.J. Green, ein Schlaks von Receiver in seinem dritten Jahr. Green wurde heuer 178x angespielt, in 30% der Fälle davon downfield. Er machte 98 Catches für 1462yds und 11 TD. Von einem Manndecker allein ist er quasi nicht aus dem Spiel zu nehmen. Green wird flankiert von Leuten wie TE Gresham (soll heute fit sein), WR Sanu, WR Jones und Rookie-TE Eifert (alle zwischen 39 und 51 Catches).

Cincinnatis Problem liegt in der Quarterback-Position, wo der blässliche Rotschopf QB #14 Andy Dalton sehr schwankende Vorstellungen hat. Dalton hat immer wieder starke Phasen, aber dann kollabiert er wieder und reißt sein Team mit 3 INTs und 2 Fumbles in die Scheiße. Alles schon passiert – mehrfach, und das in einer einzigen Saison. Dalton ist mobil, er bringt 62% der Pässe an den Mann, trifft eigentlich gute Entscheidungen, aber er fabrizierte trotzdem mal wieder 20 INTs. Das liegt u.a. in Daltons Präzisionsschwierigkeiten. Den ganz großen Wurfarm hat er nicht.

OffCoord Jay Gruden versucht, Dalton und der Bengals-Offense seit Jahren mit restriktivem PlayCalling zu helfen, und viele Screen-Pässe anzusagen. Dieses Spiel funktioniert auch ganz gut, aber immer wenn es tief geht, kannst du bei Dalton nur hoffen, dass er dir deine Receiver nicht meterweit überwirft (so geschehen z.B. im „Hinspiel“ zwischen Chargers und Bengals in San Diego, als er Green gut fünf Meter (!) überfeuerte; Resultat: INT). Dalton macht 6.7 NY/A, was ein eigentlich recht guter Wert ist, aber diese 6.7 NY/A kommen relativ unkonstant. Mal Bombenspiele, mal Graupen. Cincinnati hofft heute besser, dass es die Bombe ist.

Cincinnatis Vorteil: San Diegos Abwehr ist eine einzige Baustelle. Schlechte Drafts in den letzten Jahren machten aus der Charger-D einen Trümmerhaufen. Dieses Jahr kassierte man 7.1 NY/A im Passspiel und ließ sich vom Laufspiel „überlaufen“. 46% Success-Rate ist der schlimmste Wert in der Liga, noch unter Chicago und Green Bay.

Da kann sich Gruden aussuchen, ob er den Lauf oder den Pass als Giftmittel wählt. Absoluter Schwachpunkt bei den Chargers ist gewiss die Cornerback-Position: CB Marshall und CB Wright gelten als nicht NFL-tauglich, aber die Bolts haben nix besseres. Ohne Hilfe vom brauchbaren S #32 Weddle geht das gegen einen Green oder ein Set mit 2 TE nicht.

Pass Rush bei den Chargers gilt ebenso als mau. Die besten Hoffnungen hat man, wenn man bend but don’t break spielt und darauf hofft, dass Dalton in den 8-Plays langen Drives irgendwann einen Bock einschiebt, einen Sack zu viel kassiert, eine INT wirft, oder beim Sack fumbelt. Ansonsten sehen zumindest 24-28 Punkte für die Bengals unvermeidlich aus.

Wenn die Chargers den Ball haben

San Diegos Offense 2013/14 ist nicht nur eine der größten Überraschungen des Jahres, sondern eine schlichte Augenweide. Was Head Coach Mike McCoy und OffCoord Ken Whisenhunt innerhalb eines Jahres aus einer Offense gemacht haben, die zuletzt nichtmal mehr Norv Turner im Griff hatte, stellt vieles in den Schatten, was Coaches dieses Jahr an Aufbauarbeit geleistet haben.

QB #17 Philip Rivers, von vielen schon abgeschrieben, läuft plötzlich als ganz neuer Mann über den Rasen und spielte eine begeisternde Saison: Rivers geht mit 19% der Würfe nicht mehr so oft tief wie früher, aber das Kurzpassspiel funktioniert reibungsfrei mit sensationellen 69.5% Completions-Rate für 4478yds (7.5 NY/A, #2 der Liga) und nur 11 INTs.

Sogar die Pass-Protection erwies sich nicht als das ganz große Problem: Der fußsteife LT Dunlap und der nicht minder als fußsteif bezeichnete Rookie-RT Fluker sollen richtig gute Saisons gespielt haben. Allerdings geht es heute für die beiden gegen gefährliche Passrusher: DE #93 Michael Johnson und #96 Carlos Dunlap haben zwar nicht viele Sacks, aber dafür umso mehr Hits und Hurries. Dahinter operiert in den Flat-Zonen mit OLB #55 Vontaze Burfict ein Kandidat für den Award zum Defensivspieler des Jahres. Da könnte Rivers früher unter Druck geraten als ihm lieb wird.

Gegenmittel könnte der fantastische Rookie-WR #13 Keenan Allen sein, der auf den Mitteldistanzen alles abräumt, was an Bällen in seine Richtung fliegt. Allen ist mit 71 Catches für 1046yds und 8 TD ein Mitfavorit auf den Rookie-des-Jahres Preis. Im ersten direkten Duell fing Allen Anfang Dezember 8 Pässe für über 100yds und war der Alleinunterhalter. Dazu gesellt sich der alte TE #85 Antonio Gates, der allerdings im ersten Spiel gegen die Bengals komplett abgemeldet war.

Was Whisenhunt und McCoy dieses Jahr nie gemacht haben: Das Laufspiel vernachlässigen. RB #24 Ryan Mathews kriegt immer seine Carries, egal ob effizient oder nicht (285 Carries für 1255yds, 4.4yds/Carry, 6 TD). Zwischendurch werden die klassischen Draws eingestreut, die der schmächtige weiße RB #39 Woodhead ausspielt. Woodhead kann dir die Offense nicht allein tragen, aber er ist so vielseitig und effizient, dass man ihn dringend beachten muss: 106 Carries für 425yds, 76 Catches für 605yds, 6 TD, und am gefährlichsten ist dieser wendige Wusler in 3rd-Downs.

Die Chargers halten die Balance, dass es manchmal fast zu viel wirkt. Aber eine suspekte Offense Line willst du nicht zu schnell dem Druck des Passrushes aussetzen, schon gar nicht gegen jenen der Bengals.

Ehre und Respekt für das, was die Bolts-Offense drauf hat. Ehre und Respekt aber auch für das Werk des Bengals-DefCoords Mike Zimmer, der seine beiden besten Verteidiger (DT Atkins, CB Hall) früh in der Saison verlor, ohne dass seine Defense hernach nennenswerte Leistungseinbrüche hinnehmen hätte müssen. Die Bengals kassieren nur 5.1 NY/A im Passspiel, die zweiteffizienteste Pass-Defense der Liga, obwohl dort hinten in der Secondary mit Pacman Jones, Dre Kirkpatrick (hatte als Rookie 2012 nur 2 Snaps als CB) und dem Oldtimer Newman eher suspekte Leute tummeln.


Cincinnati ist der Favorit, keine Frage. Die Bengals sind laut Power-Ranking mit 8 Punkten zu favorisieren; die Wettbüros sagen 7 Punkte. Eine Chance haben die Chargers, wenn ihre Defense so zeckig spielt wie in manchen Partien wie z.B. gegen die Broncos. Aber bei aller Liebe, man sieht es nicht kommen. Erstens hat Cincinnati wohl einen klaren Vorteil auf beiden Seiten der Anspiellinie – Offense Line und Defense Line – und dass diese Defense ein deep threat wie AJ Green kaltstellen kann und gleichzeitig die Flat-Zonen und Screenpässe lange genug abdecken kann… nein, schwer zu glauben.

NFC-Wildcard Playoff 2013/14: Philadelphia Eagles – New Orleans Saints live

[05h24] Endstand Philadelphia Eagles 24, New Orleans Saints 26.

Die Saints sind Playoff-Auswärtsloser. Sie vertragen kein kaltes Wetter. Sie vertragen kein schlechtes Wetter. Fasel, laber…

Der Punkt: Sehr spannendes Spiel. Zwei unterhaltsame Partien zum Playoff-Auftakt, und beide hätten mit nur einem Spielzug, der anders ausgeht, einen anderen Sieger haben können. So mag ich Football. Damit das Re-Match Seattle vs New Orleans nächste Woche. Für weitere Analysen bin ich zu kaputt, bis morgen.

[05h22] Graham macht ihn aus 32yds rein. New Orleans erreicht die Divisional-Playoffs und spielt nächste Woche in Seattle.

[05h19] Die Saints können praktisch die Uhr auf 1sek runterlaufen lassen um einzuschießen. K Shayne Graham kriegt in etwa ein 37yds FG, aber er hat eine Geschichte mit schlechten Playoff-Kicks (2009/10 gegen die Jets!).

[05h16] Chip Kelly hätte sein letztes Timeout vor der 2min-Warning ziehen müssen.

[05h13] 2min-Warning. Die Saints sind nur mehr knapp außerhalb der 20yds-Line. Nur noch ein Timeout für die Eagles, die nun prinzipiell nur noch hoffen können, K Graham möglichst schlechte Feldposition zu geben, nachdem sie keinen Saint in die EndZone komplimentieren können.

[05h08] Kickreturn Sproles, und Cary Williams begeht ein Personal-Foul. Vielleicht hilft dieses den Eagles noch, wenn die Saints schnell genug scoren und mehr Zeit auf der Uhr lassen. (Remember: Beide haben schon ein Timeout weggeschmissen)

[05h05] Philadelphia 24, New Orleans 23/Q4 4:54. 3yds-TD Catch #86 Zach Ertz. Einige Schlüsselspielzüge in diesem Drive. Erst macht #10 Jackson ein 1st-Down aus quasi unmöglichem Winkel. Dann nutzt Foles die Verletzungen in der Saints-Secondary aus und killt die Saints. Tiefer Ball, Foles unterwirft ihn sogar um gut 2m, aber Jackson ist in Manndeckung bei einem Safety, der prompt die Strafe begeht. PI. Drei Plays später ist der TD da.

Für New Orleans ist nicht alles verloren. 4:54 bleiben, ein FG reicht. Aber man darf es nicht „zu früh“ schießen.

[04h55] Philadelphia 17, New Orleans 23/Q4 8:04. 35yds-FG Graham. Tiefer Pass für WR #17 Meachem, der S Chung verlädt. Dann werden die Saints etwas selbstverliebt, laufen, laufen, und Brees unterwirft im dritten Down. Payton muss den Kick spielen lassen. Meinst du, er hat schon einmal darüber nachgedacht, ob er nicht doch hätte die 2pts-Conversion ausspielen sollen? Einmal in zwei Chancen?

[04h47] Philadelphia 17, New Orleans 20/Q4 11:14. 31yds-FG Henery. Enttäuschend von Chip Kelly, dass er bei 4th-und-2 von der 8yds Line den Kicker auf das Feld schickt.

[04h42] Jetzt ein Stop der Eagles, und ein guter Punt Return von Jackson an die NO 40. #28 Lewis wurde noch mal zurück in die Umkleidekabine geschickt. Die große Chance für Philly gegen die fourth stringer in der Saints-Secondary.

Drittes Viertel

[04h34] Philadelphia 14, New Orleans 20/Q3 0:32. 1yds-Run von #25 McCoy im 4th-Down. Hartes Stück Arbeit für die Eagles: 7 plays, 65 yds, 3:22min.

Foles nutzt nun die Verletzungen bei den Saints aus, die ohne ihre drei Starting-CB und ihren besten Safety Vaccaro spielen müssen (CB #28 Lewis fiel vorhin mit vermutlicher Gehirnerschütterung aus). Foles geht tief, WR #10 Jackson mit dem 40yds-Catch. Vier Downs später wuchtet sich McCoy zum TD.

[04h22] Philadelphia 7, New Orleans 20/Q3 3:54. 5yds-Lauf RB #22 Ingram. Der Drive: 8 plays, 66 yds, 4:52min. Schwaches Tackling der Eagles auf allen Fronten. Die Saints übernehmen hier das Kommando. Zwei Plays waren extrem wichtig:

  • Ein Holding des LT #72 Armstead, der mit dem Holding einen gefährlichen Sack vermied.
  • Der anschließende Pass von Brees, so wunderschön in den Lauf von TE Graham gelegt.

Den Eagles drohen nun die Felle davonzuschwimmen, obwohl: Payton verweigert sich weiterhin der überfälligen 2pts Conversion, also ist auch der Sieg noch drin.

[04h15] Jetzt verbrennt auch Brees ein Timeout.

[04h11] #14 Cooper droppt den einfachsten Catch der Welt, ein sicheres 1st-Down und minimum 20yds zusätzlichen Raumgewinn. Wieder 3’n’out. Nächster Punt.

[04h09] 3rd-und-4 nach zwei mittelmäßigen Run-Plays. Dann Konfusion an der Eagles-Anspiellinie, und Chip Kelly verbrennt ein Timeout. (remember: Enges Spiel)

[04h05] Philadelphia 7, New Orleans 13/Q3 10:08. 24yds-Pass für #16 Lance Moore. Moore wartet in der Zone zwischen Linebacker und Safety und kann in die EndZone traben. Saints diesmal mit drei guten Laufspielzügen (24yds in 3 Carries), und gepaart mit einem präzisen 3rd-Down Pass für Graham reichte das. Keine 2pts-Conversion.

[03h58] Schwacher Auftakt für die Eagles: Intentional-Grounding gegen Foles, dann lässt sich RT Johnson zum Sack überrumpeln. Punt aus der eigenen EndZone, exzellene Feldposition für New Orleans.

Zweites Viertel

[03h45] Halbzeitstand Philadelphia Eagles 7, New Orleans Saints 6.

Spannendes, wenn auch im Vergleich zur ersten Partie deutlich schaumgebremsteres Spiel. Die Schlüssel hatten wir schon diskutiert.

Beide Defenses üben heute wenig Druck aus. Die Eagles lassen ihre „Box“ relativ unbemannt mit nur 6-7 Leuten. Das lädt die Saints zum Laufen ein, und die Saints bisher mit 16 für 94yds (5.9yds/Carry). Trotzdem wirkt es zu zögerlich. Die Saints kommen gerade unter Beschuss, weil sie konstant mit maximal 3 Leuten auf den QB gehen.

Die Eagles-Offense tut sich schwer, in Gang zu kommen. Als problematisch erachte ich dabei die Offense Line, die heute in keinen Groove kommt. Über die linke Seite geht nix. RB McCoy ist dahinter heute die ärmste Sau, kriegt überhaupt keine Lücken zum Arbeiten. Warum jubeln alle C Kelce oder OT Peters so hoch?

Die Saints mit verpassten Chancen: Sechs Drives, fünfmal in der Platzhälfte der Eagles, aber nur sechs Punkte dabei herausgeholt. Zwei INTs gegen Brees, und beide waren eher unnötig bzw. uncharakteristisch gegen eine Defense, die nun wirklich keine Zauberdinge veranstaltet.

Die zweite Halbzeit wird interessant. Die Eagles kriegen zuerst den Ball, aber sie haben heute erst einen halbwegs gescheiten Drive aufgezogen.

[03h40] Philadelphia 7, New Orleans 6/Q2 0:00. 47yds-FG Graham. Reingewürgt.

[03h31] Philadelphia 7, New Orleans 3/Q2 1:48. 10yds-Catch für WR #14 Cooper. 6 plays, 44 yds, 2:24min für den Drive.

Sehr, sehr zögerlicher Passrush der Saints. Foles hat geschlagene 7sek Zeit in der Pocket, um sich einen freien Mann auszugucken, und der kommt dann in Form von Cooper hinter zwei Linebackern am Rand der EndZone doch noch zum Vorschein. Harper in der Deckung – jetzt wieder – gewohnt chancenlos. Eagles kriegen übrigens als erste den Ball nach der Pause.

[03h28] Meine Fresse. Injury-Timeout, drei Werbespots. Dann Schalte ins Stadion. Sie kommen drauf, dass der Spieler keine Verletzung vortäuschen wollte, also tickert die Uhr die 3sek runter zur 2min-Warning. Sofort wieder Schalte in die Werbung.

[03h22] Die Big-Plays macht heute die Eagles-Defense: QB Brees übersieht den in eine Wurfbahn springenden ILB #59 Ryans, und Ryans fängt den Ball locker ab.

Es wäre eigentlich nicht so, dass die Eagles-Defense heute so spielt dass du denkst der nächste Fehler muss nun zwingend kommen. Aber er kommt. Brees hat nun 3 Auswärtsspiele mit minimum 2 INT. #Saintssindauswärtsschwachyaddayadda

[03h16] Schnelles 3’n’out für die Eagle-Offense. S #41 Roman Harper, der so geprügelte Harper, hielt in der Deckung gegen einen Tight End stand.

[03h11] Philadelphia 0, New Orleans 3/Q2 8:37. 36yds-FG Graham. Ein Drive, dessen Stats vieles aussagen: 11 plays, 43 yds, 5:45min.

Viel Klein-Klein. Die Eagles-Defense spielt hier und heute merkwürdig. Sie stellt die meisten Leute hinten rein, lässt „vorne“ eine relativ offene Box, und die Saints nutzen das für Laufspiel: Schon 11 Läufe bei nur 12 Passversuchen für New Orleans. Das Laufspiel ist nicht überaus effizient, aber es reicht gerade aus.

Dann wurde ein Fumble von TE Graham zurückgenommen. Haarscharfe, aber wohl richtige Entscheidung. Das 4th-und-inches für die Saints wurde durch einen False-Start zu einem 4th-und-6 und New Orleans musste den Kick versuchen.

[02h58] K Henery nagelt ihn aus 48yds daneben. Der Sack war einfach zu viel.

Erstes Viertel

[02h55] Zum Ende des Q1 spielen die Eagles an der NO 24 ein 4th-und-1 aus (Chip Kelly!), und es gelingt. Die Eagles laufen nichtmal wie gewohnt über die linke Seite, sondern straight über die Mitte, über den 200kg-Bolzen Broderick Bunkley drüber. Die nächsten zwei Plays: Kurzpass zum TE für -8yds, Sack für -13yds.

[02h43] Nächster unterworfener tiefer Ball von Alex Smith Drew Brees, und diesmal fängt ihn CB #24 Bradley Fletcher an der 2yds Line ab und returniert 27yds. WR #84 Stills hatte keine Chance. Und es wirkte auch nicht von der Defense „erzwungen“.

[02h39] Recht viele schlampige Spielzüge, die in Philadelphia ausgespielt werden: Die Eagles sind recht einfallslos gegen eine Saints-Defense, die bisher alle PlayCalls zu kennen scheint. Punt der Eagles, Ball wird an der 1yds Line angetippt, aber dann stürmt ein Eagle daher und kickt den Ball versehentlich zum Touchback in die EndZone. 19 geschenkte Yards für New Orleans.

[02h33] Je einmal Punt für Eagles und Saints folgen. Bisher noch recht wenige Erkenntnisse, die man sammeln konnte.

[02h29]

[02h25] Erster Saints-Drive, und New Orleans kommt recht ambitioniert mit Laufspiel raus, Ingram und Sproles für 17, 6 und 5yds. Aber dann muss Brees werfen, und er wirft schlecht, unterwirft zweimal seine Receiver. #kaltesWetteryaddayadda Saints wollen dann das 4th-Down ausspielen, aber ein False-Start erzwingt den Punt.

Das fällt erst jetzt auf: Sehr wenige Strafen im ersten Spiel. Erst als die False-Starts wieder losgehen, weiß man das vorige Spiel zu schätzen.

[02h11] Nach dem spektakulären Playoff-Auftakt kommt nun die eigentliche Hauptspeise. Aber wie soll Eagles vs Saints das erste Spiel noch toppen?

Die Vorschau-Serie:

Ich gehe auf einen Sprung runter, dem Schneeräum-Dienst einen Schnaps anbieten. Bin in wenigen Minuten wieder da.

NFL Playoff-Bild vor Woche 16

Zwei Spieltage und 32 Spiele vor Saisonschluss ist in der NFL 2013/14 noch immer vieles im Unklaren: Erst vier von zwölf Playoff-Plätzen sind vergeben, und erst zwölf Mannschaften sind rechnerisch eliminiert. Da in den letzten beiden Wochen viele Divisions- und Conference-Matchups anstehen, dürfte es auf ein spektakuläres Finish der Regular Season hinauslaufen. Also: Weil heute kein Spiel ansteht, beschränken wir das Donnerstags-Date auf die Analyse des Playoffbilds. Weiterlesen

Pundit-Weisheiten auf dem Prüfstand

Die NFL-Playoffs sind fast geschlagen und die Weisheiten gehen den Pundits hüben wie drüben schön langsam aus. Die beiden gängigsten mal auf dem Prüfstand.

You have to have momentum going into the playoffs

Ooookay. Eine Niederlage zerstört viel Momentum, ein zweite noch mehr; und drei Niederlagen bedeutet: Team unter der Erde. Wir brauchen erst gar nicht ankicken.

Nach dieser Weisheit hätten in der Wildcardrunde die Colts (5-1 gegen Ende der Regular Season vs. Ravens 1-4), Redskins (7-0 vs. Seattle 6-1) und Bengals (7-1 vs. Texans 1-3) gewinnen müssen, während man bei Vikes (4-0) vs Packers (4-1) ein eher ausgeglichenes Spiel erwarten musste. Die Theorie ist also 0-3.

In den Divisional Playoffs wäre Denver (11-0) gegen Baltimore (2-4) favorisiert; New England (2-0) über Houston (2-3). Green Bay (5-1) über San Francisco (3-2). Seattle (6-0) über Atlanta (2-2). In den Divisionals sind wir 1-3.

In den Conference-Finals: New England (3-0) über Baltimore (3-4). San Francisco (4-2) gegen Atlanta (3-2) kann man „momentum“-wise ausgeglichen sehen, wobei wenn, könnten wir eher den 49ers den Vorteil geben. Theorie ist 0-1.

Die „Momentum“-Theorie ist 1-7. Fazit: Ja, immer brav auf das Team mit dem meisten „Momentum“ setzen. Wollen wir einen Superbowl-Tipp abgegeben? Ich habe San Francisco mit 5-2 zu bieten, aber bei den Ravens kann man die vier Niederlagen aus der Regular Season doch nicht mehr mitzählen! Die haben jetzt Momentum! 4-0! Ravens gewinnen haushoch.

Je cluchtiger, desto kampferprobter, also Superbowl-Favorit.

Hehe. Wildcard-Weekend: Colts (9-1 in engen Spielen Favorit über die Ravens mit nur 6-4). Houston (5-0) Favorit über Cincinnati (5-4). Washington (6-5) gegen Seattle (5-5), wenn auch nur leicht, Favorit (klarer favorisiert, wenn man die Hail Mary gegen die Hawks rechnet). Vikings (5-1) natürlich klarer Favorit über Green Bay (4-4). Bilanz für die Clutch-Theorie: 1-3.

Divisionals: Denver (4-2) leichter Favorit über Baltimore (6-4). Houston (6-0) klarer Favorit über die wenig clutchigen Pats (4-4). San Francisco (4-1) über Green Bay favorisiert (4-4). Atlanta (7-2) haushoch über Seattle (5-5) zu stellen. Bilanz: 2-2.

Conference-Finals: Baltimore (mittlerweile 7-4) als Favorit über die Pats (4-4). Atlanta (8-2) gegen San Francisco (4-1) kann man als Remis werten. Bilanz: 1-0.

An „clutchiness“ ist definitiv was dran: Mit 4-5 ist man fast so gut wie ein Äffchen (.500). Für die Superbowl wäre übrigens mit 7-4 Baltimore leichter Außenseiter gegen San Francisco (4-2).


Karma und größeren Willen kann ich schwierig bewerten, aber letztes Jahr war ich gegen Tebow 1-1, also dürften wir uns bei normalsterblichen Teams auch knapp unterhalb der Äffchen bewegen.

Ich gehe also mit der besseren Coaching-Ansprache. Und da wette ich auf Harbaugh.

NFC Divisionals 2013: Atlanta Falcons – Seattle Seahawks

[22h16] Endstand Atlanta Falcons 30, Seattle Seahawks 28.

Gewaltig, und sicher eines der faszinierendsten Spiele der letzten Jahre. Atlanta schießt sich die sprichwörtlichen amerikanischen Affen vom Buckel und gewinnt ein dramatisches Spiel, das lange Zeit nur gefühlt knapp war, aber auf dem Scoreboard deutlich war.

Es war kein Kollaps der Falcons. Es war einfach so, dass Seattle die Chancen der ersten Halbzeit nicht genutzt hatte und mit viel Pech (und Unvermögen) die Spielzüge mit hoher Hebelwirkung verpasste (4th down, Uhr ausgelaufen usw.). Nach der Pause klickte trotz allem die Offense eine Spur besser, während Atlantas Abwehr immer passiver wurde und schließlich so spielte wie noch das ganze Jahr: Sich hinten reinstellen, die kurzen Pässe zulassen, aber ansonsten hoffen auf einen langen Ball und die Möglichkeit zur Interception.

Krux dabei: Die INTs machte die Seahawks-Defense, und deswegen lief die Partie am Ende noch einmal auch auf der Anzeigetafel heiß. Mike Smith muss heilfroh sein, nicht mit unangenehmen Fragen zu der völlig überflüssig verpassten Chance auf die 2 Punkte Ende des dritten Viertels (und möglicherweise schon in der ersten Halbzeit!) konfrontiert zu werden.

Atlanta gewinnt und wird nächste Woche zuhause leichter Underdog gegen San Francisco sein. Mit den Seahawks fliegt nach Denver die zweite „Mannschaft der Saison“ hintereinander raus – aber es war bei beiden extrem knapp. NFL eben.

[22h14] Diesmal gibt es die Interception – und sie wird auch als solche anerkannt. Atlanta gewinnt und bei der TE-Legende Tony Gonzalez fließen die Tränen wie Bäche.

[22h12] Wie krass ist das? „Gesquibbelter“ Kick, Atlanta kriegt den an der Mittellinie! Hail Mary Time-. 6sek. Aber Seattle hat keine Replacement Refs…

[22h10] Atlanta 30, Seattle 28/Q4 0:08. K Matt Bryant nagelt ihn rein. 8sek verbleiben.

[22h08] 13sek to go, Atlanta nach zwei schnellen Pässen über für Jones/Gonzalez in FG-Reichweite. Sie werden wohl kicken. 49yds Kick.

[21h56] Atlanta 27, Seattle 28/Q4 0:34. Wahnsinnige Schlussphase: Seattles QB Wilson wird von LB Weatherspoon eingeheizt, aber Wilson wurstelt sich Wilson-like raus und findet RB Lynch, der an die 2yds Line durchläuft. Zwei Plays später gratscht Lynch haarscharf durch, und die verpassten Chancen der Falcons, eine 2pts-Conversion rächen sich endgültig.

Aber: 34sek, Atlanta hat zwei Timeouts und braucht nur ein Field Goal.

[21h53] Es läuft alles auf eine dramatische Schlussphase hinaus: Die Falcons kriegen ihr Laufspiel nicht mehr so konstant wie noch vor der Pause durchgedrückt, und im dritten Down macht WR White einen schwierigen, aber nicht unmöglichen Catch nicht… 3:36, Seattle beginnt an der eigenen 39yds Line.

[21h49] Nach einem knapp gescheiterten tiefen Ball für WR Rice und zwei Incompletions muss Seattle punten. 5:23, ATL von der eigenen 20 weg.

[21h41] Und plötzlich klappt gar nix mehr bei Atlanta: Incomplete, Pass für minus Yards, Lauf ins Nix, kurzer Punt und Seattle beginnt in viel versprechender Feldposition. 7:23min verbleiben.

[21h37] Nochmal: Kaum beenden die Seahakws ihre viel versprechenden Drives mit Punkten, wackelt Atlanta bedrohlich. Seattle hatte eben in Halbzeit 1 drei sehr gute Drives mit Turnovers/4th down/auslaufender Uhr beendet.

[21h36] Atlanta 27, Seattle 21/Q4 9:13. Tja, die bend but don’t break-Defense der Falcons gibt innerhalb von vier Plays 62 Yards und den TD auf: Lockerer Pass für WR Rice, Lauf über die Mitte, Kurzpass und Lauf after Catch für RB Turbin, und dann ein 4yds-TD Pass für einen vereinsamten TE Miller in die EndZone.

[21h30] Ich wollte ja nicht die Geister rufen, aber S #29 Earl Thomas machte gerade eine Interception bei einem merkwürdigen tiefen Ball Matt Ryans.

[21h22] Atlanta 27, Seattle 14/Q4 13:01. Wilson aus 10cm reingescrambelt. Seattle verbrauchte mit fast vier Minuten aber fast zuviel Zeit. 8 Plays, 80 Yards, und Atlanta darf sich noch nicht zu weit zurücklehnen; schließlich könnten die ungenutzten 2pts-Conversion Chancen im Schlimmstfall auch noch auf Mike Smith zurückfallen…

Drittes Viertel

[21h17] Die Seahawks sind unterwegs Richtung EndZone und profitieren nun von einer etwas passiveren Falcons-Defense, die nun spielt wie immer: Nur nicht das Big Play aufgeben, Hoffen auf den einen Fehler beim Gegner.

[21h07] Atlanta 27, Seattle 7/Q3 2:11. Blitzsauberer Drive, 9 Plays, 80yds, 7:36 von der Uhr genommen. Atlanta mischt Lauf und Pass schön durch und hat nur einmal Glück, dass ein Blocker (illegal man downfield) nicht zurückgepfiffen wurde. Seattles Defense bekam keinen Zugriff mehr, sieht fast geschlagen aus. Der nächste Seahawks-Drive entscheidet darüber, ob wir nochmal Spannung in die Schlussphase bekommen.

[21h05] Thema Seattle betrogen ist damit durch.

[21h00] Im übrigen gibt es Liveblogging bei Allesaussersport.

[20h54] Mike Pereira zu dem Uhr-Unfall vor der Pause:

Da fragt man sich, warum nicht?

[20h52] Atlanta 20, Seattle 7/Q3 10:31. 9 Plays, 80yds, QB Wilson mit viel Improvisation in der Pocket, findet dann aber TE Miller und WR Tate, und letzterer kann zum TD durchlaufen. Der Touchdown kommt also eine halbe Stunde verspätet.

[20h42] Die Zeichen mehren sich (und ich kann es nach Zurückspulen im Gamepass bestätigen), dass der letzte Snap vor Auslaufen der Uhr kam. Seattle wurde wohl um den letzten Spielzug betrogen.

[20h38] In der Pause wird nun bei FOX Colin Kaepernick interviewt.

Zweites Viertel

[20h32] Halbzeit Atlanta 20, Seattle 0.

Die Halbzeit endet für Seattle wie gehabt: Mannschaft ist wieder in der RedZone, aber nach 2nd-und-goal von der 6 folgen False Start, Wurf ins Niemandsland und Sack, und ohne Timeout kriegen sie den allerletzten Spielzug nicht mehr durch – ergo wieder keine Punkte.

Seattle ist keine Welten schlechter, QB Wilson erfing sich spätestens im zweiten Viertel, aber die Drives endeten alle ungewöhnlich: Fumble, Turnover on Downs, Zeit. Nur zwei Punts.

Atlanta ist die etwas bessere, effizientere Mannschaft und vor allem mit einem überraschend starken Laufspiel heute ausgestattet (RB Turner 9/66yds, RB Rodgers 6/61). Plus der eine lange Pass und wir haben einen Blowout-Spielstand, der sich eher wie ein +7 für Atlanta anfühlt.

[20h12] Atlanta 20, Seattle 0/Q2 4:16. Den Falcons gelingt plötzlich alles: langer Lauf RB Turners, für den sich eine riesige Lücke öffnet, und kurz danach geht QB Ryan tief: WR White enteilt CB Sherman zu einem sehenswerten Catch in die EndZone rein. White, leicht gefrustet vom vielen Trash Talk Shermans, danach in year face zu Sherman, der höhnisch Beifall klatscht. 3 Plays, 88 Yards, Seattle auf einmal vor einer knüppeldicken Aufgabe.

[20h07] Jinx reversed, oder so: Seattle kommt mit langen Bällen über die Mitte (TE Miller) ins Spiel, und getraut sich dann, ein 4th down in der RedZone Atlantas auszuspielen: Übergabe an den Fullback, aber ein Safety passt auf. Prinzipiell eine exzellente Idee, auszuspielen, aber ähnlich wie Atlanta letztes Jahr leider ein vorhersehbarer Spielzug.

[19h59] Atlanta 13, Seattle 0/Q2 9:13. Nach dem langen Lauf fast ausschließlich nur noch Kleinkram der Falcons-Offense, die zwar lange auf dem Feld steht, aber auch nicht den Esprit versprüht. Wenigstens über „Zuckungen“ wäre man grad bei Seattle froh: Die Jungs langweilen sich an der Seitenlinie und man möchte fast eine kleine Aufheiterung für Russell Wilson übern Atlantik schicken.

Erstes Viertel

[19h49] Mit einem kraftvollen 45yds-Lauf des RBs #32 Jaquizz Rodgers in die Seahawks-Platzhälfte geht das erste Viertel zu Ende.

[19h46] Bisher richtig gute Deckungsarbeit der Seahawks, und die Defensive Line geht nicht aggressiv auf Wilson, sondern versucht Wilson vom Scrambeln abzuhalten. TE Miller ist wieder fit, aber Seattles Offense trotzdem mit einem ersten Viertel größtenteils zum Vergessen.

[19h39] Atlanta 10, Seattle 0/Q1 3:10. 8 Plays, 61 Yards für Atlanta und Unterstützung kam auch von einer Personal-Foul-Strafe gegen Seattles LB #54 Wagner. Atlanta zeigte sich nun passlastiger, und drei Catches waren allererste Sahne: WR White im dritten Down im Fliegen, TE #86 Coleman an der Seitenlinie, TE Gonzalez zum TD in der EndZone.

[19h30] Erstaunlich schwacher Druck auf QB Wilson trotz guter Deckung in der Secondary, aber gerade als es so ausschaut, als kämen die Seahawks in Schwung, fumbelt RB #24 Lynch den Ball an die Falcons zurück.

[19h26] Da grüßen die Äffchen: Ryan im dritten Down über die Spielfeldmitte, verfehlt TE Gonzalez, direkt in die Arme von LB #54 Wagner. Mal sehen, wie Seattles Offense nun ohne den angeschlagenen TE Zach Miller aussehen wird.

[19h21] Der erste Seahawks-Punt geht gleichmal in die Hose: 30yds, und Atlanta beginnt in Kürze in Mittellinien-Nähe.

[19h15] Atlanta 3, Seattle 0/Q1 9:40. Atlanta kommt überraschend lauflastig aus der Kabine, hat aber nur bei einem einzigen Versuch über RB Turner (über die Mitte) ernsthaften Erfolg. Bei den Mitteldistanzbälle für die WRs Jones/White zeigt sich schon das Brett, das es zu bohren gibt: CB #25 Richard Sherman, ein exzellenter Manndecker.

[19h04] Atlanta spielt zum dritten Mal en suite gegen ein Wildcard-Team, und ist zum zweiten Mal leichter Außenseiter (vor zwei Jahren waren sie in den Wettbüros dank Heimvorteil leicht vorne gesehen worden). Und: Alle Teams, die Atlanta in den letzten fünf Jahren in den Playoffs geschlagen haben, marschierten dann in den Superbowl durch.

[18h52] Guten Abend zum Liveblogging von Atlanta – Seattle. Vorschau gibt es hier.