Pattern Match Coverage: Eine Einführung

Wir haben in den letzten Wochen auf diesem Blog immer mal wieder über die Defenses der NFL gesprochen. Besonders in dem Eintrag über die Flexibilität und Innovationskraft von Defensive Coordinators habe ich dabei das Thema „Match Coverage“ mehrfach angesprochen.

Aber wovon sprechen wir dabei genau? Ich hab mir dafür den Leser Alexander Brink für einen Gasteintrag ins Boot geholt, der uns eine Einführung ins Thema gibt. Ich übergebe damit das Wort…

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Samstagsvorschauer – Woche 7: Alabama gegen Georgia

Bevor wir zum College Football kommen, hier der Verweis auf den „Sunday Watch“ beim Lead-Blogger, wo ich mit Fabian Sommer auf einige kritische Matchups des morgigen NFL-Spieltags geblickt habe: Sunday Watch – NFL Week 6.

Und damit zum College Football, 7. Spieltag: Heute Abend mit einem möglichen vorgezogenen National Championship Game.

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Alabama Crimson Tide 2019 – Vorschau Offense

Alabama ist in der Ära Nick Saban als Defense-Universität bekannt. Die Gründe dafür liegen auf der Hand: Saban ist nicht nur ein gerissener Innovator auf dem Defense-Feld. Seine Units haben über die Jahre auch stets geliefert: Nach Bill Connellys S&P+ Rating haben Alabamas Defenses seit 2007 insgesamt sechsmal als #1 Defense im Lande abgeschlossen. Das letztjährige #7 Ranking war Alabamas schlechtestes Abschluss-Ranking seit fast zehn Jahren.

Doch heute geht es um Alabamas oft stiefmütterlich behandelte Offense. Weiterlesen

Alabama vs. Georgia: Alte Kräfteverhältnisse am Prüfstand

Die Alabama Crimson Tide sind die große College-Football Dynastie unserer Zeit. Sie trägt vor allem die Handschrift eines Mannes: Nick Saban [1][2]. Er coacht seit 11 Jahren in Tuscaloosa. In diesen 11 Jahren holte Alabama fünfmal die SEC-Meisterschaft und ebenso viele Landesmeistertitel. Weiterlesen

Ein unvergessliches Endspiel: Alabama Crimson Tide vs Georgia Bulldogs 2018

Nachklapp zu einem mal wieder ein atemberaubenden College-Football Finale. Hatten wir etwas anderes erwartet? Weiterlesen

College Football Championship Game 2017/18 Preview: Alabama Crimson Tide – Georgia Bulldogs

Heute Nacht ab 02h30 (live bei DAZN und SPORT1 US) wird das Endspiel um die Meisterschaft im College Football ausgetragen: Die Alabama Crimson Tide (12-1) treffen in einem SEC-internen Duell auf die Georgia Bulldogs (13-1). In den USA wird die Partie zum old school Football Festival und Duell „Lehrer gegen Schüler“ hochstilisiert. Weiterlesen

Vor der Neuauflage: #1 Alabama Crimson Tide – #2 Clemson Tigers

Heute Nacht ab 02h30 02h findet in Tampa/Florida das Endspiel um die Landesmeisterschaft im College Football statt (SPORT1 US überträgt live). Die Ansetzung ist quasi ein Novum: #1 Alabama Crimson Tide (14-0) vs #2 Clemson Tigers (13-1), die erste Neuauflage des Vorjahresfinals in der Geschichte des College Footballs. Weiterlesen

Wie Saban Alabama umbaute: Das Wie und Warum

Gestern hatten wir Nick Sabans strategischen Approach in Sachen Football im Blick, heute wollen wir ein bisschen auf die spielerische Komponente von Alabama werfen, denn Crimson Tide hat es in den letzten Jahren gewagt, trotz aller tonnenschweren Rucksäcke (Stichwort Tradition) neue Elemente und neue Ideen von dreikäsehohen Konkurrenten aufzunehmen – ein notwendiger Schritt. Aber weder ein leichter, noch ein selbstverständlicher. Weiterlesen

Strategieumsetzung mit Nick Saban

Alabamas Coach Nick Saban ist vielen ein Dorn im Auge. Saban hat die Crimson Tide zum erfolgreichsten College-Footballprogramm seit vielen Jahren aufgebaut und nicht bloß drei Landesmeistertitel in den letzten Jahren eingeheimst, sondern ist eine ständige Bedrohung, einen vierten, fünften, sechsten folgen zu lassen. Sein Alabama verliert seit Jahren im schlechtesten Fall eines oder zwei Spiele pro Saison. Weiterlesen

The Countdown, T-minus 1: Alabama Crimson Tide

Bryant-Denny Stadium von Tuscaloosa - ©Latics/Wikipedia

Das Bryant-Denny Stadium von Tuscaloosa als Heimat der aktuell dominierenden Dynastie im College-Football

The Countdown

#1 Alabama Crimson Tide.
SEC, Western Division.
2012: 13-1, National Champ.

Es sollte niemanden überraschen, dass Paul Myerberg den College Football Countdown dieses Jahr mit den Alabama Crimson Tide beschließt, die drei der vier letzten BCS-Titel gewannen und auch dieses Jahr wieder als Topfavorit in die Saison gehen. Alabama ist derzeit in einer eigenen Liga im College Football, verliert jedes Jahr 4-5 sehr hohe Draftpicks an die NFL und ist doch im nächsten Jahr immer wieder noch besser aufgestellt als zuvor. So auch diesmal: CB Milliner und G Warmack waren Top-10 Picks, LT Fluker war als elfter Pick nicht weit von weg, RB Lacy, OG Jones und DT Williams gingen in den Runden 2 bis 4. Aufgestellt ist Alabama deswegen aber nicht viel schlechter.

Der Mann, der alles zusammenhält, ist Head Coach Nick Saban, ein Musterschüler von Bill Belichick, und Saban ist für viele sowas wie der „Satan“ in diesem Sport: Man achtet seine Erfolge, aber geliebt wird er nicht. Saban ist wortkarg und seine Recruiting-Methoden sind nicht unumstritten, aber jeder gibt zu, dass es keine Uni gibt, die erfolgreicher im Recruiting ist – obwohl viele Unis eigentlich bessere Voraussetzungen hätten. Saban lässt einen furztrockenen Football in Offense und Defense spielen, und weil da kein Schnickschnack dabei ist und Spieler wie Trainer sich in keinem Interview zu sowas wie einer originellen Phrase hinreißen lassen, entsteht oft der Eindruck einer kalten Maschine, die gewinnt und gewinnt und gewinnt und… funktioniert. Wie langweilig.

Die Offense

Da ist man um einen Jungen wie QB A.J. McCarron schon heilfroh. McCarron ist kein großartiges QB-Talent, um das sich schon jetzt die NFL reißt, aber er heult wenigstens mal Rotz und Wasser, wenn es die Situation hergibt, und schleppt so scharfe Schnitten ab, dass greise TV-Reporter bei laufender Kamera ins Mikro spritzen. McCarron ist im Herzen ein „Game-Manager“, ein Bürokrat, der das Spiel nicht aus der Hand gibt, aber er hat auch immer wieder gezeigt, dass er zumindest für Spielabschnitte über einem strauchelnden Laufspiel stehen kann und das Spiel notfalls auch allein in die Hand nimmt.

Oft passiert das mit dem schwächelnden Laufspiel aber nicht, und wer hoffte, dass nach RB Ingram, RB Richardson und RB Lacy nun endlich mal genug sei, dem sei empfohlen, mal nen Blick auf den RB T.J. Yeldon zu werfen, einen sophomore, der besser, explosiver aussieht als alle drei Genannten zusammen. Yeldon – was für ein Talent! Und wird noch mindestens zwei Jahren in Tuscaloosa spielen. Die Hoffnung für die Gegner ist, dass die Offense Line nach dem Verlust der drei besten Leute etwas einbricht, aber selbst dann dürfte die Qualität noch beträchtlich sein.

Wer mit Yeldon nicht genug zu tun hat, der sei auf WR Amari Cooper aufmerksam gemacht. Cooper (letztes Jahr als Freshman 58 Catches, 999yds) ist mit 1.84m nicht der größte unter der Sonne, aber ich hab selten einen so jungen Spieler mit so guter Technik und so wendigen Hüften gesehen. Und Cooper ist pfeilschnell: Lass die Jungs 100m downfield sprinten und Cooper ist zwei Sekunden vor allen anderen dort. Über diverse noch unbekannte Supertalente, die Saban in der Hinterhand hält, wird momentan noch nur gemunkelt – bis Jungs wie der freshmanTE O.J. Howard im ersten Spiel 7 Catches für 95yds und 2 Touchdowns produziert haben.

Die Defense

Die Defense muss in der Front-Seven den Abgang von NT Jesse Williams verkraften; ohne Williams war die Defense zuletzt immer mal wieder verwundbar. Und in der Secondary ging mit CB Dee Milliner der wichtigste Mann in die NFL. Das ist insofern wichtig, weil Alabamas Abwehr ganz stark drauf vertraut, „vorne“ den Lauf abzuwürgen und „hinten“ die beiden Outside-CBs Manndeckung ohne großartige Safety-Unterstützung spielen lässt.

Alabamas Defense besticht nicht durch fabulösen Passrush, aber es ist der schiere Speed, der die tödliche Waffe ist: Jungs wie OLB Adrian Hubbard oder der ewige OLB C.J. Moseley sind noch die besten Passrusher, aber selbst sie fahren keine zweistelligen Sack-Zahlen ein. Dafür sind sie einfach flink genug und haben den „range“, um spätestens nach dem 2yds-Lauf den Running Back zu tackeln, und sie werden deswegen gewiss auch bald in der NFL bestechen.

Zu einer möglichen Anfälligkeit, der Verwundbarkeit der Bama-Defense gegen die nun auch in der SEC aufkommenden Spread-Offenses, werde ich vielleicht im Verlauf der Saison mal was schreiben. Wenn sich die Chance ergibt. Alabama @ Texas A&M am 14.9. wird ja höchstwahrscheinlich nirgendwo in Europa auf normalem Wege zu sehen sein.

Kristallklarer Ausblick

Das Geile ist ja: Obwohl Alabama so brillant aufgestellt ist und so dominant aussieht, so brauchte die Mannschaft zuletzt zweimal trotzdem ordentlich fremde Hilfe, um nach knappen Heimniederlagen überhaupt ins Endspiel zu rutschen. Diesmal hat Alabama die Chance, Geschichte zu schreiben und den vierten National Title in fünf Jahren zu holen. Es gab alles schon, 3x in vier Jahren, 4x in sechs Jahren, dreimal en suite, aber vier von fünf wäre neu.

Der Schedule ist nicht furchterregend, zumindest nicht für ein Team dieser Klasse: Zum Auftakt auf neutralem Boden Virginia Tech aus der ACC als klangvoller Name, aber die Hokies sind im Umbruch. Dann zwei Wochen Pause zum – vielleicht – Spiel des Jahres: Wie besagt auswärts gegen Texas A&M beim Revanchespiel für die letztjährige einzige Niederlage. Und im November LSU, das nach Tuscaloosa muss – der vorletzte Gegner, der Alabama schlug, in der Overtime, vor fast zwei Jahren. Diese Kombination aus „günstigem“ Schedule und mannschaftlicher Klasse macht Alabama zum logischen Favoriten für auch 2013/14 – aber jetzt schon fix von einer weiteren BCS-Kristallkugel ausgehen würde ich nicht.

Morgen geht’s dann richtig los.

BCS National Championship 2013 Preview: #1 Notre Dame Fighting Irish – #2 Alabama Crimson Tide

Update 16.1. 23h45: Ich lese gerade bei Deadspin, dass unten angesproche Te’o-Geschichte mit der toten Freundin wohl ein Schwindel ist. /Update Ende


Audio-Preview

Dieter Hoch/Huddle

Nicht bloß ein paar Kilos, sondern Zentner wiegen die mit Tradition gefüllten Rucksäcke, wenn heute Nacht, 02h30 MEZ LIVE bei ESPN America, in Miami/FL das BCS-Championship Game 2013 angepfiffen wird. Und das aus Gründen, denn die Ansetzung #1 Notre Dame Fighting Irish (12-0) gegen #2 Alabama Crimson Tide (12-1) steht Synonym für gemeinsam 247 Jahre Footballgeschichte, zirka 2400 Spiele, fast 1700 Siege, roundabout 25 National-Championships und acht Heisman Trophy Sieger.

Es handelt sich um zwei Programme, deren Anhängerschaft zu den größten landesweit gehört, die aber auch spalten wie wenige andere. Bei Notre Dame ist der Lärm hausgemacht: Die Uni zelebriert sich als eine der größten, wichtigsten Katholikenuniversitäten und lieferte auf dem Footballfeld nicht nur weltweit bekannte Rituale („Touchdown Jesus“) ab, sondern auch viele Spiele für die Ewigkeit. Dieses Programm ist von einer Aura umgeben, das es im College Football kein zweites Mal gibt, vergleichbar vielleicht mit den All Blacks im Rugby oder dem FC Barcelona im Fußball.

Alabama gehört im Gegensatz dazu zu den Unis, die es mit der Qualität der Lehrstühle nicht so genau nimmt (und wegen der immer knapper werdenden staatlichen Zuschüsse auch nicht kann), „punktet“ aber mit seinem grimmigen Head Coach Nick Saban, der so viel Charme versprüht wie ein feuchtes Toastbrot, und seiner Zugehörigkeit zur Southeastern Conference (SEC), jener Conference, die seit sechs Jahren alle BCS-Titel abstaubt und deren Überlegenheit vielen Fans des College Football mittlerweile ein Dorn im Auge ist. Im eher ruralen Bible Belt sind die Crimson Tide aber sowas wie das heimliche Ersatz-Profiteam, das es dort nie geben wird.

Kurzum: In einer Zeit, in der das Ende der BCS (Bowl Championship Series) ausgemachte Sache ist und in Bälde (ab 2014/15) erstmals in der Geschichte der Div-I FBS ein kleines Meisterschaftsplayoff installiert wird, und in einer Zeit, in der zahlreiche historisch gewachsene Rivalitäten dem Conference-Realignment Wahn zum Opfer fallen, wirkt Notre Dame – Alabama wie ein Relikt aus einer längst überholten Vergangenheit, ein letztes Zucken des Zaubers der Vergangenheit.

Was bieten die Jungs spielerisch auf?

Das lässt sich auch an den Spielstilen der beiden Mannschaften ablesen: Bei beiden dominiert in der Offense Fehlerminimierung mittels Laufspiel und bloß nix den Instinkten der Spieler überlassen, den Rest soll eine furztrockene Defense erledigen. Was bei Saban seit Äonen gang und gebe ist, dürfte seinem Gegenüber, dem No-Huddle-Offense Guru Brian Kelly (nicht verwandt mit Chip), den Ekelherpes herauftreiben, aber Kelly scheint pragmatisch genug zu sein, um seine Ideale des Erfolgs willen aufzugeben.

Season-Preview

Alabama.
Notre Dame.

Und so ist Notre Dames Superstar nicht wie seit zirka 100 Jahren üblich ein Quarterback, sondern der ILB #5 Manti Te’o, ein Mann hawaiianischer Abstammung, der neben seiner einschüchternden Präsenz auf dem Feld als guter Führungsspieler und aufgrund seiner jüngsten Lebensgeschichte (Oma und Freundin diese Saison innerhalb von 24h gestorben) auch als Quelle der Inspiration gilt.

Te’o führt die Front-Seven an, obwohl er eine merkwürdige Rolle spielt: Notre Dame versucht prinzipiell, nur mit vier Passrushern zu arbeiten (plus manchmal OLB Tuitt) und vor allem mit dem NT Louis Nix, Te’o weitestgehend abzuschirmen; Te’o arbeitet fast mehr wie eine Art dritter Safety, fängt deshalb auch viel mehr INT (7) ab als er Sacks (1.5) produziert.

Gegen Alabama und deren aggressives Laufspiel wird Te’o aber weiter „vorne“ und weniger geschützt von der Line operieren müssen, denn das Matchup des Tages soll Alabamas NFL-reife Offensive Line gegen eben jene Front-Seven sein. Dazu ist RB #42 Lacy kein spektakulärer, aber ein zufriedenstellender Mann („graue Maus“ wäre übertrieben). Die Sprints und Big Plays legt der Freshman #4 T.J. Yeldon hin. QB #10 A.J. McCarron, zuletzt zweimal der Hero gegen die bärenstarke LSU-Defense, muss da nur noch die Bolzen vermeiden und die Dinger halbwegs unfallfrei an den Mann bringen (von WR #9 Amauri Cooper schwärmen aber mittlerweile auch schon die NFL-Scouts, obwohl der Junge Freshman ist).

Fraglich ist, was Notre Dames Offense aufstecken wird: Brian Kelly galt bei seiner Anheuerung als Mastermind einer blitzschnellen No-Huddle-Offense, weswegen einst sogar TV-Verträge mit dem Partner NBC angepasst werden mussten (!), Stichwort „Länge der Übertragungen und Werbepausen“. Nach drei Jahren Kelly in South Bend ist allerdings nix von No-Huddle zu spüren.

Es gibt aber Hoffnung: Alabamas gefürchtete Defense ist zwar schnell, zeigte sich bei näherem Hinsehen allerdings als verwundbarer als man es annehmen würde, und war vor allem gegen mobile Quarterbacks ein Wackelkandidat. Notre Dame hat einen Scramble-QB, den Grünschnabel #5 Everett Golson, der nicht immer überzeugend aussieht, sich aber bisher noch vergleichsweise gut durchlavierte.

Der RB Theo Riddick ist ein aus der Not geboren „konvertierter“ Wide Receiver, ein extrem agiler Mann, aber dessen „Muskeln“ wirken gegen die Schränke, die da in der Defensive Line der Crimsons stehen, wie ein paar verirrte Furunkel. Deswegen dürfte Notre Dames größte Waffe der NFL-Star in spe, TE Tyler Eifert sein, ein Mini-Gronkowski, gegen den es physisch keinen adäquaten Gegenspieler in Alabamas Abwehr gibt.

Wen sollte man favorisiert sehen?

Notre Dame ist 12-0, aber noch nicht über alle Zweifel erhaben: Die Jungs sind 5-0 in engen Spielen und nervengestählt, aber „5-0“ in Partien gegen Pitt oder Michigan kann man auch als Alarmsignal werten (letztes Jahr war ND noch 3-3 gewesen). Alabama dagegen spielte einen für SEC-Teams relativ einfachen Schedule, auch weil der Paradegegner Michigan eher enttäuschte, hatte aber mit den besseren Teams im Schedule (LSU, Georgia) teilweise arge Probleme.

SRS favorisiert Alabama mit 7 Punkten. Die Wettbüros sehen ähnliche Spreads. Ich würde Alabama eher höher favorisieren (14 Punkte aufwärts), aber es gibt zwei Dinge, die da dagegen sprechen:

  • Notre Dames Defense dürfte tatsächlich nicht allzu viele Yards und Punkte aufgeben.
  • Ich erwischte mich in den letzten zwei Jahren häufig dabei, Alabama zu überschätzen; yup, die Truppe ist super, aber sie ist nicht so superb, dass sie mal eben im Vorbeigehen allen anderen ein 30-3 einschenkt.

Also: Alabama mit 7 unterschreibe ich, auch wenn die Leute die SEC-Dominanz satt haben.


Spiel ist ab 02h30 LIVE bei ESPNA, die Tapes kommen wie folgt: Di, 8.1. um 12h und um 19h.

College Football 2012/13 – Nachwirkungen vom zehnten Spieltag: Menschen! Richtige Menschen! Es sind Menschen!

Das Drama um die Finalplätze im College Football intensiviert sich – die Top-4 im BCS-Ranking fuhren am Wochenende ausnahmslos Siege ein, wenn auch zum Teil knapp. Oregons punktereicher Auswärtssieg bei den USC Trojans wurde ja leider nicht bei uns übertragen, soll aber den Reaktionen nach in Los Angeles ziemlich fassungs- und ratlose Gesichter hinterlassen haben („730 Yards Offense? Ich kannte diese Zahl noch gar nicht“). Ducks-RB Kenjon Barner mit einer 300+yds Show plötzlich im Heisman-Rennen, aber die Defense der Ducks soll nicht wirklich überzeugt haben (harhar, 51 Punkte aufgegeben) und die Gerüchteküche um einen baldigen Wechsel in die NFL von Ducks-Chefcoach Chip Kelly dürften im November auch ein Störfaktor werden.

Mal nebenbei erwähnt: Kelly und die „big play“ Philadelphia Eagles – da bahnen sich feuchte Träume an. Vergessen wir mal kurz das Stigma der College-Coaches in der NFL.

Notre Dame brauchte ein erneutes Last-Minute-Comeback, einen verschossenen gegnerischen Matchball und eine dreifache Overtime gegen die Pittsburgh Panthers, die bis dato eine überwiegend schlimme Saison gespielt hatten. Notre Dames eiskalte Klöten werden in den Staaten hoch gelobt, aber bei aller Liebe: Die Fighting Irish haben da seit Wochen auch einen Pakt mit Fortuna abgeschlossen, wenn ich an dieses Spiel – und an den seeeeeeeehr zweifelhaften Call gegen Stanford – denke. Notre Dame hat nun zwei machbare Lose, muss Ende November aber noch zu einem seiner traditionellen Rivalen, USC.

Kansas State mit einem verdienten, aber aufgrund der Verletzung von QB Collin Klein überschatteten, Sieg über Oklahoma State. Klein ist verantwortlich für runde 80% der Offense-Yards der Wildcats in dieser Saison – und wenn sich der Mann jetzt tatsächlich ernsthaft verletzt haben sollte, haben die kleinen Wildcats möglicherweise ein Problem.

Spiel der Runde war natürlich LSU TigersAlabama Crimson Tide im Death Valley zu Baton Rouge. Meine Skepsis was die Chancen der Tigers in diesem Spiel anbelangte war vor dem Spiel mit „immens“ zu beschreiben, und das wäre noch eine Untertreibung gewesen. Tatsächlich hielten die Jungs von Les Miles nicht bloß richtig gut mit; Hand aufs Herz: LSU war im Prinzip die bessere, vor allem besser vorbereitete, Mannschaft in dieser Nacht.

QB Zach Mettenberger, der so schwer kritisierte Mann, machte das Spiel seines Lebens (gegen Alabamas in alle Höhen gelobte Defense!) und diesmal waren es die LSU Tigers, denen man nachsagen musste, die sich bietenden Chancen nicht genutzt zu haben. Ein einziges Field Goal in der kompletten ersten Halbzeit ist eigentlich angesichts des Spielverlaufs ein Witz, und dann wurden im Schlussviertel nacheinander Field Goal verschossen und ein 4th down knapp verpasst: 17-14 Führung gegen eine immer lahmere Bama-Truppe, die in der zweiten Halbzeit keinen Stich mehr gemacht hatte und nur noch kriechend daherkam.

Schickte sich der doch über weite Strecken entzauberte QB A.J. McCarron an, mit ein paar schnellen Completions wenigstens in Punktereichweite zu kommen. McCarron 52 Sekunden vor Schluss mit einem kurzen Pass für den „neuen Trent Richardson“, RB T.J. Yeldon, und ich fragte mich, warum Bama mit seinem Kicker an der gegnerischen 28yds-Line nur auf den Ausgleich ging. Yeldon nahm das Ei auf und brach in die EndZone durch.

Sieg Alabama.

Und dann das:

Ein eigenartig sympathischer Moment, vielleicht der Moment der Saison für die manchmal so langweilig kalt wirkenden Alabama Crimson Tide. Eine Mannschaft, gecoacht von Nick Saban, dem einzigen Mann unter der Sonne noch hornhäutiger als Belichick. Der heulende und schluchzende McCarron unter dem Handtuch war ein Moment, in dem die Alabama Crimson Tide auf einmal menschlich wirkten.

Next up: Alabama @ Texas A&M. McCarron gegen Rockstar Johnny Manziel.

Ich ringe noch mit mir und kann mich nicht entscheiden, welches der potenziellen Matchups ich im BCS-Championship Anfang/Mitte Jänner in Miami sehen möchte.


Von einem anderen alten Bekannten müssen wir uns für diese Saison fast verabschieden: Die Boise State Broncos, in den Polls diese Saison bis dato schlicht und ergreifend zu hoch bewertet, gingen daheim gegen den krassen Außenseiter San Diego State baden und müssen ihre letzte Chance zum spoilern der BCS begraben. Boise State bietet dieses Jahr eine starke, physische Defense, aber auch eine merklich holprige Offense – wird wieder so was wie die Las Vegas Bowl werden.

Noch so ein guter Freund, dessen nicht bloß Saison, sondern Karriere, zu Ende ist: B.J. Daniels, der Quarterback der USF Bulls, soll sich den Knöchel gebrochen haben. Daniels war Senior und wird in der NFL kein Land sehen. Viel Glück.

College Football 2011/12: #2 Alabama Crimson Tide – #1 Louisiana State Tigers

[04h52] Die heutigen Ergebnisse machen auch wahrscheinlicher:

  • Arkansas hält tatsächlich sein Schicksal in den eigenen Händen. Heimsiege über Tennessee und Mississippi State vorausgesetzt, kann man mit einem Auswärtssieg gegen LSU tatsächlich das SEC-Finale erreichen.
  • Georgia hat in der SEC East sein Schicksal nun in den eigenen Händen.
  • Oregon vs. Stanford um den Pac-12 Finaleinzug im Norden.
  • Und jetzt Achtung: UCLA (!!!) hat sein Schicksal in der Pac-12 South in eigenen Händen, landete heute einen sensationellen 29-28 Sieg über Arizona State, muss allerdings noch @Utah und @USC (ins Coliseum) und vs. Colorado ran.

Die BCS-Top 5 dürften in etwa so aussehen: #1 LSU, #2 Oklahoma State, #3 Stanford, #4 Alabama, #5 Boise State. 3 und 4 wahlweise auch vertauscht.

[04h48] Endstand Alabama Crimson Tide 6, L.S.U. Tigers 9 (OT)

Jo. Da hat am Ende die Unit, die ich am wenigsten beachtet hatte, das Spiel großteils entschieden: Die Special Teams. Alabama verkickte vier Field Goals und hätte dieses Spiel eigentlich gewinnen müssen. LSU kann sich glücklich schätzen, hier mit dem Sieg nach Hause fahren zu können.

Alabama dürfte in den Polls nicht weit runterfallen. Man wird sich aber grün und blau ärgern können, dieses überlegen geführte Spiel nicht gewonnen zu haben.

Ich fand es ein unterhaltsames Spiel auf hohem Niveau, hätte mir aber irgendwann ab drittes Viertel etwas mehr Offense gewünscht. Da war dann letzten Endes zu wenig Variabilität im Spiel, zu viele uninspirierte Laufspielzüge, die für -2yds auf beiden Seiten abgewürgt wurden. Auch Tight Ends waren kaum im GamePlan.

Trotzdem möchte ich die Offense sehen, die diese beiden Defenses einbremsen kann. Oklahoma State steht bei mir etwas im Ruf der Schönspieler. Stanford sollte den besten Quarterback haben und ein physisches Laufspiel. Oklahoma trotz allem wenigstens genügend Athleten. Und dann ist noch Boise State, denen ich mit ihrer parasitären Underdog-Strategie gegen jede Defense eine Chance gebe.

Overtime

[04h37] Field Goal passt. LSU bleibt ungeschlagen.

[04h35] LSU kann nach einem langen Lauf aus 25yds das Field Goal zum Sieg kicken. Kicker: Drew Alleman.

[04h30] Recht peinlicher Overtime-Drive der Crimson Tide. Erst eine Strafe wegen 12 Mann im Huddle!! Dann lässt sich QB McCarron bei 3rd down sacken und das Field Goal ist mit 53yds natürlich viel zu lang. LSU kann mit seinem guten Kicker nun dreimal laufen und gewinnt das Spiel.

[04h24] LSU gewann den Münzwurf und spielt zuerst Defense. Zur Erklärung: Damit weiß die Offense, was sie mit ihrem Drive erreichen muss. Dies nur als Erklärung der Entscheidung.

4. Viertel

[04h23] Dieses unglaublich intensive Spiel geht in die Overtime. Meine Fresse: In 60min  ganze VIER Field Goals? Alabama war mehrmals sehr nahe dran, verschoss drei Field Goals und hatte an der GoalLine diese unglücklich und womöglich zu Unrecht verhängte Interception.

OT-Regeln für nicht-College-Fans: Jedes Team startet von der 25 einen Drive. Wer mehr Punkte erzielt, gewinnt. Ab der dritten OT müssen die Teams eine 2pts-Conversion spielen.

[04h20] 52sek to go. LSU musste punten. Zum Clock Management Sabans meine Theorie: Saban hatte Angst vor einem Trickspielzug.

[04h12] Alabama kommt dem bei 3rd und 20 und einem quicken Kurzpass auf RB Richardson dem 1st down bedrohlich nahe, muss aber punten. Eine dumme Strafe gegen #7 Mathieu reingerechnet wird LSU nun ganz weit hinten drin beginnen müssen. Der Blick auf die Uhr verrät: 5:00 noch. Schön langsam nähern wir uns der unoffiziellen Variante „Sudden Death“.

[04h04] Unglaubliche Szenen in Tuscaloosa: Die Crimson Tide kommen mit Willen (Maze) und Power (Richardson) wieder in Punktereichweite. Dann folgte ein Wildcat-Spielzug mit tiefem Ball von WR #4 Maze auf den tight End. DB #1 Reid wrestelt dem TE den Ball aus der Hand. INTERCEPTION an der 1yds Line. Eine 50/50 Entscheidung und ich bin mir nicht sicher, ob „INT“ die richtige war.

LSU wird natürlich nach drei Läufen gestoppt, dann stellt Nick Saban den schwer angeschlagenen Maze als Punt Returner auf. Maze kann sich nicht bewegen, keinen Fair Catch machen und verschenkt durch den auskullernden Ball locker 25-30yds Feldposition.

[03h48] Alabama 6, Louisiana State 6/4th, 14:13. As expected.

3. Viertel

[03h45] Nun ist es an Alabama, einen überflüssigen Turnover reinzustreuen: QB McCarron übersieht das ungünstige Duell der 17er: CB Claiborne gegen den vergleichsweise schwerfälligen TE Smelley. Interception und vor allem ordentlich in die RedZone returniert. Dort werden Running Back und Quarterback allerdings nacheinander für Raumverlust gestoppt. Es erwartet und nach dem 3rd down wohl ein Field Goal.

[03h32] Faszinierend, wie sich beide Defenses nichts schenken und jeden Drive, der droht, länger als 30yds zu werden, abwürgen, mittels Blitzes oder einfach nur Hormonschub. Meistens reicht eine Strafe gegen die Offense aus, um eine Angriffsserie zu beenden. Nun startet Alabama an der eigenen 11.

Alabamas Stärke ist aber zweifellos, lange Drives spielen zu können. Und die Crimson Tide haben heute die deutlich souveräner ausschauenden Angriffsserien zustande gebracht – allein: diesmal fehlt WR Maze, der beste Receiver, der draußen humpelt.

[03h25] Alabama 6, Louisiana State 3/3rd, 7:56. Hehe, im ESPN-GameCenter leuchtet allen Ernstes der „Upset“-Alarm auf.

[03h20] QB Jarrett Lee wird reinrotiert, kriegt im ersten Passversuch nichtmal so viel Druck und wirft schon wieder eine INT!! Der Mann zerbröselt die paar Krümel Vertrauen schneller als ich befürchtet hatte.

[03h16] College Football und seine Stats: Houston QB Case Keenum hat gegen UAB aktuell 3 Rushes für -5 Yards und dabei 2 Touchdowns erzielt! Hatte nicht mal Bettis sowas wie 5 Läufe für 1yds und 3 TD?

[03h09] Lt. Les Miles im Halbzeitinterview wird LSU weiterhin die Quarterback durchrotieren. Die dringendere Frage wäre IMHO: Wie kann man Alabamas Passrush stoppen, wenn sie über eine Seite und über die Mitte kommen? Die Pocket wird jedes Mal zerbröselt.

2. Viertel

[02h46] Halbzeit Alabama Crimson Tide 3, L.S.U. Tigers 3.

Exzellentes, intensives Spiel mit aufgeladener Stimmung im Stadion. Ich fühle mich sehr gut unterhalten. Alabama stoppte kurz vor der Pause die Tigers mit einem GoalLine-Stand, als LSU gerade ins Rollen gekommen zu sein schien. Was Zeit wurde: Die Tigers zeigten nicht mehr als Ansätze, wie man diese Defense knacken könnte. Nach der INT wurde QB Lee abgesägt und für den beweglicheren QB Jefferson ersetzt – was den einen oder anderen sicheren Sack verhinderte. Aber Jefferson ist kein Mann, der über lange Sicht mit Pässen Gefahr bringen kann.

Alabama hat zu wenig aus seiner Überlegenheit gemacht und sich insbesondere in Reichweite von Punkten immer wieder selbst ins Knie geschossen. Nicht bloß die Field Goals. Sie wussten, die Kicker sind nicht gut. Aber der Trickspielzug, der Spielzug für -5yds, das alles brachte die eigentlich ordentlich funktionierende Offense in Zugzwang.

Das Spiel bleibt völlig offen. Alabama war optisch überzeugender, scheint den vielversprechenderen Plan zu haben, aber LSU wäre mit der Wundertüte Jefferson um ein Haar mit einer Führung in die Pause gegangen.

[02h22] Alabama 3, Louisiana State 0/2nd, 3:53. Im vierten Versuch (also: vierter FIELDGOAL-Versuch). Diesmal kommt die Offense in die RedZone, diesmal ist das Field Goal lang genug.

LSUs Defense wirkt zwar voller Testosteron, macht heute aber auffällig viele Zuordnungsfehler, vergaß eben RB Richardson auf der simpelsten Pass-Route der Welt völlig, zum zweiten oder dritten Mal heute. Das passierte im ganzen Jahr noch nicht. In der RedZone allerdings wurde wieder gemauert und über die Mitte lief nichts.

[02h16] Ich vergönne den CBS-Kommentatoren Verne Lundqvist/Gary Danielson ja jede Sekunde dieses Spiels von Herzen. Die beiden mussten heuer zu viele langweilige Blowouts kommentieren und hatten ab drittes Viertel meist nicht mehr zu erzählen als die Unterhosengröße der Backup-Defensive Backs.

[02h10] Ich weiß nicht, ob sich Les Miles etwas gutes mit dem QB-Wechsel auf #9 Jordan Jefferson angetan hat, falls er das nun wirklich durchziehen möchte. Schwer vorstellbar, dass sich Alabama von einer simplen Option-Offense über längere Sicht verarschen lässt. Und Jefferson ist ein erwiesen schlechter, unpräziser Werfer.

[02h03] Mal so zurückerinnert: Alabama hat vor fast einem Jahr in der Iron Bowl gegen Auburn auch haufenweise Punkte in der ersten Halbzeit liegen lassen – damals rächte sich das am Ende bitterlich.

[02h00] Field Goal Alabama geblockt. Unglaublich. Nach der INT stürmt RB Richardson unter massiven gebrochenen Tackles über die Mitte, ehe ein missglückter Trickspielzug die Crimson Tide völlig aus dem Konzept bringt. Alabama muss wieder ein 49yds Field Goal kicken und bringt den Spezialisten für die kurzen Kicks. Geblockt. Alabama hat neun Punkte liegen lassen.

1. Viertel

[01h50] Interception gegen #12 Jarrett Lee. Und dann ist es passiert. Schlechter Snap, Lee, der ehemalige „Mr. Interception“, wird nervös und feuert einen unüberlegten Ball in die Secondary – direkt in die Arme von Safety #37 Robert Lester.

[01h47] Und das nächste verschossene Field Goal für Alabama, diesmal aus 50yds. Alabama verschenkt einen recht eindrucksvollen Drive, der an der eigenen 5 gestartet hatte: Langer Ball für WR #4 Marquise Maze, Lauf Richardson, Lauf RB #3 Eddie Lacy. 60yds Drive gegen LSU ohne Punkte beenden dürfte schmerzen.

[01h31] Louisiana State kommt solide auf das Feld, tastet erstmal die Lauf-Defense ab. Nach dem Überkreuzen der Mittellinie schaltet Alabamas Defense dann einen Gang höher, schickt erste dezente Blitzes aus und um den Drive ist es geschehen.

[01h20] LSU setzt im dritten Spielzug ein Statement, als RB #3 Trent Richardson für -5yds gestoppt wird, nach zwei langen Raumgewinnen für Richardson. Dann werden die Schotten dicht gemacht, Alabama muss ein langes Field Goal schießen und verkickt.

[01h08] W.z.e.w. („Wie zu erwarten war“): Pregame-Buildup lässt den Kickoff minutenlang nach hinten rücken. Acht Minuten nach eins und erst der Einlauf der Mannschaften.

[00h45] Das Spiel wurde so stark gehypt („The Armageddon“), dass eigentlich nur fünf Führungswechsel im Schlussviertel und eine vierfache  Overtime mit Statue-of-Liberty-Trickspielzug zur siegbringenden 2pts-Conversion zum 51-49 nach 4th-down-und-35-Hailmary-TD die Erwartungen erfüllen kann. Oder anders: Es kann sie nicht erfüllen. Freuen wir uns also auf spannendes Rasenschach. Das kann man nämlich erwarten.

[00h33] Vor fünf Jahren wurde Ohio State – Michigan in den Himmel gehypt und machte mich auf College Football überhaupt erst aufmerksam. Damals entpuppte sich das vermeintliche „Game of the Century“ als Rohrkrepierer, als Buckeyes und Wolverines in der Bowl Season jeweils jämmerlich verreckten. Es war auch die Zeit, in der die Southeastern Conference (SEC) begann, die Oberhand im College Football zu gewinnen. Fünf Meistertitel gingen seither en suite an die SEC. Heuer wirkt die SEC in der Breite sehr durchschnittlich. Ganz oben aber, in der Spitze, sind die beiden IMHO (und nicht nur IMHO) besten Mannschaften des Jahres und zwar landesweit: #1 LSU und #2 Alabama. Heute das direkte Duell. Um 1h ist Kickoff. Die Vorschau gab es am Freitag.

College Football 2011/12, vor dem Spiel des Jahres: Alabama Crimson Tide – Louisiana State Tigers

Bryant-Denny Stadium von Tuscaloosa - ©Latics/Wikipedia

Bryant-Denny Stadium von Tuscaloosa - ©Latics/Wikipedia

College Football wartet seit Wochen auf dieses Spiel, das so bedeutend ist, dass CBS es in die Primetime verlegt hat, was in der SEC selten genug vorkommt: In der Nacht auf Sonntag, 01h MEZ, matchen sich im Bryant-Denny Stadium zu Tuscaloosa die #2 Alabama Crimson Tide und die #1 Louisiana State Tigers. Auf dem Spiel steht der fast sichere Einzug in das BCS National Championship Game für den Sieger, wobei auch der Verlierer – sofern es ein halbwegs knappes Spiel werden sollte – noch ein Hintertürchen offen haben wird.

Pregame: HYPE

Ich kann mich nicht erinnern, dass in den letzten Jahren ein College-Spiel in der Regular Season so massiv hochgejazzt wurde. Vielleicht im Oktober 2006, als man den Ignoranten korsakoff mit völlig übersäuerter Aufmachung bei Ohio State – Michigan erstmals intensiver für College Football interessieren konnte. Damals ging die Sache am Ende verheerend aus (Ohio State wurde 51 Tage nach jenem „vorweggenommenen Endspiel“ im BCS-Finale in Grund und Boden gespielt).

Diesmal soll alles anders sein. LSU und Alabama werden heuer gemeinhin in einer anderen Hemisphäre gesehen, dem Rest der Konkurrenz meilenweit enteilt. Es handelt sich um zwei physische, kraftvolle, athletische Mannschaften mit knackiger Defense und auf Fehlerminimierung bedachter Offense, die bis dato auch über namhafte Gegner scheinbar mühelos drübergefahren sind.

Fix ist: Wie auch immer die Partie enden wird, die Diskussionen werden auch ab Sonntag nicht verstummen, ganz einfach weil die BCS auch kein Re-Match im BCS-Finale Mitte Jänner in New Orleans per se ausschließt.

Louisiana State Tigers

Wie tief muss ein Kader besetzt sein, wenn vor der Saison mit DT Drake Nevis, MLB Kelvin Sheppard und CB Patrick Peterson drei hohe Draftpicks in die NFL abwandern und die Defense in diesem Herbst dominanter als jemals zuvor auftritt? Die Tigers verfügen nicht über eine Defense, die wie weiland Baltimore für spektakuläre Videoclips sorgt, sondern eine Unit, die ihre Qualitäten auf andere Art und Weise auslebt: Sie legt sich auf den Gegner. Sie würgt den Gegner langsam und unauffällig ab. Sie macht keine Fehler.

Zwei Schlüsselspieler sind die Cornerbacks: Während #17 Morris Claiborne als Deckungsspieler brilliert, gehen #14 #7 Tyrann Mathieus Fähigkeiten darüber hinaus: Mathieu ist Punt Returner und Provokateur unendlich vieler Turnovers. Claiborne und Mathieu halten dem DefCoord John Chavis mehr Optionen offen, eine noch druckvollere Front Seven auf das Parkett zu stellen.

Hemmschuh war lange Zeit die Offense um ihre suspekten Quarterbacks. Gelöst hat man diese Sollbruchstelle mit einem sehr methodischen Spiel, sprich: Viel Einsatz der Running Backs, vornehmlich RB #11 Spencer Ware, dazu der instabile QB #12 Jarrett Lee gefüttert mit kurzen, risikoarmen Pässen und für zwischendurch der jüngst aus dem Knast zurückgekehrte QB #9 Jordan Jefferson für die Scrambles.

LSU kriegt schon die gesamte Saison viel Presse, weil es einen knüppelharten Schedule spielen musste: Zu den obligatorischen SEC-Spielen gesellten sich freiwillig aufgenommene Spiele gegen die Oregon Ducks und auswärts bei den West Virginia Mountaineers. Alles souveräne Vorstellungen nach dem selben Schema: Irgendwann im dritten Viertel musste der Gegenüber die Niederlage eingestehen, worauf häufig resignierte Schlussviertel folgten.

Das ist Louisiana States größter Fortschritt im Vergleich zum vergangenen Jahr oder besser: Im Vergleich zur bisherigen Regentschaft von Head Coach Les Miles, die im Ruf stand, außergewöhnlich viele sauknappe Spiele mit verrücktem Finish hervorgebracht zu haben. Miles war dabei nicht immer auf der Siegerseite.

2007/08 zum Beispiel verlor LSU zwei Saisonspiele, beide in der Overtime. Der eigenartig kultige Miles proklamierte damals seinen Slogan „We’re undefeated in regulation“, zog ins BCS-Finale ein und gewann einen National Title, für den er bis heute nicht die Anerkennung kriegt, die man erwarten würde. Grund hierfür: Der Tigers-Kader von damals war von einem anderen Coach zusammengestellt worden, einem Coach, der auch und vor allem LSUs Philosophie in den 2000ern grundlegend erneuert hatte und damit nicht nur 2003/04 den BCS-Titel geholt, sondern die Basis für ein auf Jahre hochklassiges Footballprogramm gelegt hatte.

Die Rede ist von Nick Saban.

Alabama Crimson Tide

Dieser Nick Saban wanderte ein Jahr nach jenem BCS-Titelgewinn mit LSU ab in Richtung NFL, wo er in zwei Jahren Miami Dolphins nicht glücklich wurde, sich schließlich nicht ohne Kontroversen vom Hocker machte und im Herzen der SEC bei den Alabama Crimson Tide anheuerte. Resultat: Bereits im dritten Jahr holte sich Saban mit Alabama den BCS-Titel.

Sabans Mannschaften haben Wiedererkennungswert: In Offense und Defense werden sämtliche Basics diszipliniert und fehlerlos exekutiert, den Unterschied macht am Ende des Tages die furztrockene Defense, das Prunkstück des Kaders, reichlich mit gewissenhaft rekrutierten Einzelspielern bestückt.

Alabama ist allerdings etwas „zentralistischer“ gebaut, abhängiger von Einzelspielern als LSU. Im Angriff läuft sehr vieles über die Allzweckwaffe RB #3 Trent Richardson, der bislang 989yds und 17 (!) Touchdowns fabrizierte und von RB #42 Eddie Lacy nicht gleichwertig ersetzt werden kann. Richardson ist auch eine große Entlastung für den unerfahrenen QB #10 A.J. McCarron, der feuriger spielt als früher Greg McElroy, aber noch nicht annähernd eine Defense der Tigers-Kategorie gesehen hat und mit WR #4 Marquise Maze über bloß einen Vertrauen erweckenden Ballfänger verfügt.

Auffällig an Alabamas Offense: Sie ist in der Lage, lange Drives auszuspielen, wird jedoch schnell konservativ, wenn sie in Nähe von Punkten gelangt. Ersteres wird essenziell werden, da LSU über einen großartigen Punter verfügt und den Gegner häufig hinten reinnagelt, letzteres ist auch darauf zurückzuführen, dass man mit einem unerfahrenen Passspiel und guter Defense lieber jeden Punkt mitnimmt.

Die Defense ist klar durchstrukturiert und im Kern dafür gebaut, dem Gegner das Laufspiel wegzunehmen. Bei genauem Hinsehen fällt schnell auf, wie diszipliniert die Defensive Line ihre Aufgaben erfüllt, lieber die Löcher stopft als den Sack zu suchen, um dem großartigen LB #30 Dont’a Hightower den Rücken freizuhalten. Wie Hightower ist auch Nebenmann OLB #41 Courtney Upshaw gebaut wie ein hoher NFL-Pick, im Saban’schen System jedoch zu allererst für den Pass Rush zuständig.

Im Vergleich zum Vorjahr die entscheidende Verbesserung ist Alabama in der Secondary gelungen, wo mit CB #21 Dre Kirkpatrick und vor allem dem grundsoliden S #4 Mark Barron zwei Eckpunkte auf hoch dotierte NFL-Verträge warten. Trotz allem hege ich von allen Units in dieser Mannschaft – Quarterback abgesehen – das geringste Vertrauen in die Secondary.

Die Rivalität

Alabama und LSU teilen eine urige Historie, spielten bereit 1895 zum ersten Mal gegeneinander, morgen zum 75. Mal. 2011 dürfte das bis dato hochkarätigste Matchup ergeben, was Vorfreude produziert, angesichts der testosterongeschwängerten Duelle der letzten Jahre. 2010 schenkte uns ein brutal intensives Duell, in dem LSU trotz anfänglichen Schwierigkeiten knapp gewann – und Les Miles sich mittlerweile legendär als Grasfresser entpuppte:

Miles vs. Saban, das ist nicht nur Nachfolger gegen Vorgänger, sondern auch ein Clash der Charaktere, wo Miles immer noch unter dem langen Schatten Sabans ächzt.

Das Matchup 2011

LSU ist an #1 gerankt und bekam aufgrund des spektakulären Auftaktprogramms auch die größeren Lettern in den Zeitungen, aber ich halte Alabama nicht bloß aufgrund des Heimvorteils für recht klar favorisiert: 10 Punkte. Ganz einfach, weil ich glaube, dass Bama Louisiana States Laufspiel wird kontrollieren können und meine Skepsis gegenüber dem QB-Duo Lee/Jefferson noch nicht abgelegt ist. Auf der anderen Seite halte ich Alabamas Offense für den Tick variantenreicher und Saban für gefinkelt genug, um beim Zusammenbruch des Laufspiels die richtigen Karnickel aus dem Zylinder zaubern zu können und den Weg ins SEC- und BCS-Endspiel frei zu machen.

College Football 2011/12, Week #2 live

Guten Abend. Vorschau gibt es hier.

 

21h30: Penn State Nittany Lions – Alabama Crimson Tide

[00h35] Penn State 3, Alabama 27. Dolchstoß. Ein weiterer Turnover der Nittany Lions, Alabama läuft mit #42 Lacy und #3 Richardson locker durch. Und over.

[00h03] Seufz. Penn State zum x-ten Mal mit dem Schema F: Snap, Bolden mit halbherziger Play-Action, schwacher Bogenlampenwurf über die linke Seite rund 25yds das Feld runter, unterworfen… abgefangen, und diesmal zählt die Interception sogar! Sehr, sehr unkreativ, was OffCoord Jay Paterno hier veranstaltet, oder aber ein Produkt der beiden suboptimalen Quarterbacks für Penn State. Das Spiel schaut nun sehr gegessen aus, 16min vor Schluss.

[23h58] Penn State 3, Alabama 20. Ein Goal Line Stand hält die Nittany Lions im Spiel, mit der Einschränkung „wenn sie sofort ihre Offense in Gang bekommen“. Das Passspiel ist ziemlich unterirdisch, zuletzt war wieder QB McGloin im Spiel, der drei Incompletions in Serie warf, zwei davon haarscharf an Interceptions.

[23h43] Ein drittes Viertel bislang, das nahtlos an die defensivlastige erste Halbzeit anknüpft. Immer, wenn eine der beiden Abwehrreihen mit ihrer Defensive Line allein Druck genug zustande bekommt, sind die Offenses in ärgeren Problemen. Penn States Rob Bolden warf zwei Interceptions in zwei aufeinanderfolgenden Spielzügen, beide nur knapp wegen Bodenberührung zurückgepfiffen.

[23h08] Halbzeit Penn State 3, Alabama 17. Beeindruckende Vorstellung von Bama, deren Defense nach einem ordentlichen Eröffnungsdrive Penn State seither gnadenlos niedermacht und den Lions das Laufspiel komplett wegnimmt. Penn States RB Silas Redd wird immer und immer wieder über die Mitte geschickt – und abgewürgt. QB Bolden ist ein zu unpräziser Werfer, als dass Alabama dadurch kontinuierlich ernsthaft gefährdet wäre.

In der Offense macht Bama-QB McCarron einen sehr, sehr überlegten Eindruck. McCarron mag ein Grünschnabel sein, aber da waren einige sehr große Würfe dabei, die ein Greg McElroy niemals machte. Besonders beeindruckend, weil das Laufspiel noch nicht wirklich in die Gänge gekommen wirkt. Und Penn State, so wenig die Offense zustande bringt, hat eine extrem aggressive Defense, die allenfalls in der RedZone etwas mehr Pass Rush bringen könnte.

Kudos für Alabamas Special Teams: Penn State wird bei jedem Punt tief hinten drin reingenagelt.

[22h39] Penn State hat nun erstmal QB Matt McGloin eingewechselt – keine Enteierung für Bolden, sondern zum Plan gehörend, weil man das Alabama-Spiel primär als Testspiel angehen kann. McGloin führte sich gleich mal mit Abstimmungsproblemen bei der Ballübergabe an die Running Backs ein.

[22h18] Penn State 3, Alabama 7. Auf halbem Weg in die Endzone brauchte es einen Punt-Fake samt ultraknapper 4th down conversion (ca. 0,02mm würde ich mal behaupten). Das reichte, QB A.J. McBarron danach on fire, mit rattenscharfen Bällen selbst bei kollabierender Pocket, und unterstützt von einem fantastischen Catch der #4 WR Marquise Maze, einem Catch, der nicht viele machen.

[22h08] Beide Defenses recht pumped up, würde ich sagen. Fast nach jedem Spielzug ein Menschenknäuel. Als seien wir die paar tausend Meilen weiter südwestlich, in Neuseeland.

[22h01] Penn State 3, Alabama 0, nach je einem Drive. Es deutet sich bereits an, wie brutal es dieses Jahr wird, gegen Alabama über die Mitte zu laufen. Penn State vertraut einen Tick zu sehr darauf, muss sich bei langen 3rd downs sehr des beweglichen QB Rob Bolden bedienen. Die Defense der Nittany Lions mit recht viel Druck durch die Defensive Line, zerbröselte die drei Spielzüge von Alabama im Ansatz.

[21h31] Aus dem schönsten Stadion der Welt: Penn State gegen Alabama. Penn States Trainerlegende Joe Paterno wird wie vergangenes Wochenende nicht an der Seitenlinie, sondern im Booth sitzen.

18h: Wisconsin Badgers – Oregon State Ducks

[21h00] Endstand Wisconsin 35, Oregon State 0. Flotte Partie in nur 3h03 beendet. Wisconsin mit einer grundsoliden Vorstellung, aber eine richtige Einordnung ist nicht möglich, weil Oregon State unterirdischer als erwartet spielte. Mike Riley dürfte früher oder später doch in Bedrängnis kommen, wenn es so weiter geht. Ob Ryan Katz auch weiterhin draußen bleiben muss?

Die Alarmglocken in Morgantown sind derweil mit einem 66yds-Drive in 3 Spielzügen etwas abgeklungen: West Virginia ist gegen Norfolk State aus der FCS eingangs der zweiten Halbzeit 17-12 in Führung gegangen.

[20h42] Blick auf die anderen Spielfelder: In Columbus gibt es tatsächlich doch Upset-Alarm, auch wenn Ohio State Mitte des dritten Viertels nun wieder 27-22 führt (2pts-Conversion scheiterte). Ohio State dominiert sämtliche Kategorien, inklusive des disziplinierteren Spiels (nur 2 Strafen gegen Toledos 13). Aber Toledo hat die Allzweckaffe WR Eric Page.

Bei Auburn – Mississippi State hat eben das dritte Viertel begonnen. Bei Halbzeit gab es bereits 57 (!) Punkte. Auburn führt knapp 31-24.

[20h21] Ich denke, die Messen in Wisconsin sind schön langsam gelesen, das Spiel wird nun immer lauflastiger von Seiten der Badgers und die Running Backs beginnen, auch mit sub-parem Blocking auf eigene Faust, Yards herauszuschinden. Es war überraschend, wie lange die Offensive Line brauchte, um das Spiel in den Griff zu bekommen. In der Defense würde ich bei Wisconsin einen Aufwärtstrend gegenüber vergangener Woche sehen. Die Front Seven hatte zu Beginn einige Schwierigkeiten, ist aber im Spielverlauf sehr solide geworden gegen eine zugegeben ultraharmlose Beavers-Offense, die nur einen einzigen langen Passspielzug hinbekam (einen sehenswerten Catch in Doppeldeckung über die Mitte allerdings) und – noch wichtiger – null Laufspiel.

Sollte QB Russell Wilson weiterhin Stats wie diese und letzte Woche produzieren, wird man früher oder später tatsächlich über die Heisman Trophy sprechen. Das ist nicht mehr der Wilson, der bei NC State um sein Leben scrambeln musste. Mit einer besseren Line macht Wilson Play auf Play und gibt Wisconsin IMHO tatsächlich eine gute Chance, erneut die Big Ten zu holen.

[19h27] Wisconsin 21, Oregon State 0. Wie vor einer halben Stunde abgezeichnet: Wisconsin kriegt nun physisch die Überhand und drückt sein Laufspiel durch, sogar auch um die Line herum. QB Wilson mit dem dritten Pass-Touchdown zum Abschluss des Drives 27sek vor Halbzeit, und einer, der nicht besser zu Wisconsin hätte passen können: Auf einen Tight End.

Oregon State dagegen enttäuscht in der Offense bisher völlig, und irgendwie habe ich noch nicht mitbekommen, warum man denn nun mit einem Freshman und nicht mit dem soliden QB Ryan Katz spielt.

[19h00] Wisconsin 14, Oregon State 0. Die Geschichte ist auch Mitte des zweiten Viertels etwas zäh, sieht mit einer starken Front Seven der Beavers eine nette Herausforderung für Wisconsin, die nun aber körperlich langsam Vorteile gewinnen zu scheinen und mit Play-Action die aggressiv reagierende Defense verarschen.

Der Touchdown war ein schön geworfener Ball von QB Russell Wilson in das linke Eck der Endzone auf WR #1 Toon. Vor dem Snap übrigens der neue Co-Kommentator von ESPN, Urban Meyer (ex-Coach von Florida), mit einer interessanten Beobachtung, sah die Single Coverage gegen Toon richtig kommen.

[18h38] Wisconsin 7, Oregon State 0. Dank eines kuriosen Punts für MINUS VIER YARDS führen die Badgers, aber das war’s auch. Die Offense kriegt das Laufspiel nicht wirklich in die Gänge, nicht über RB Montee Ball, nicht über RB Jamal White. Entsprechend unrhythmisch sieht es dann auch aus, weil Oregon State die Box mit 8 Mann vollstopfen kann.

So wie auf der anderen Seite die Beavers den Ball tragen, riecht da förmlich nach noch kommenden drei, vier Fumbles.

[18h05] Wisconsin vs Oregon State. Mal schauen, inwiefern Wisconsin diesmal eine etwas enthusiastischere Defense aufstellt. Oregon State steht nach einer furchtbaren Heimniederlage letzte Woche bereits unter Druck.