NFC Championship Preview: San Francisco 49ers @ Seattle Seahawks

Der Sonntag beginnt mit der alten Rivalry der vielen alten abgebrühten Männer. Man sieht dunkle Gestalten vor sich, die vor großen Tischen und Tafeln in einem dunklen Raum stehen und überall wirre Zeichen hinmalen. Die ganze Magie spielt sich im Kopf ab. Der eine frißt sich in das Hirn des anderen hinein; der andere liest die geheimen Tagebücher des einen aus der Grundschulzeit um noch mehr über dessen Gedankengänge zu erfahren. Manchmal geht einer zur Zelluloidwand vorm Projektor mit der Filmrolle und zeigt seinen Mitverschwörern, wie der andere in dieser einen Situation sich immer genau zweimal mit dem rechten Ringfinger an das linke Ohr faßt. Die Mystik liegt in dem Undurchschaubaren. Wir können leider nicht ihre Gedanken erraten. Und selbst wenn wir es könnten – wir würden sie ja doch nicht verstehen.

Drei Stunden später: draußen vor dem Bunker schreit plötzlich ein Halbstarker „auf´s Maul!“. Im Nu sind zwei große Gruppen testosterongeschwängerter Kraftprotze aufmarschiert, die sich um die Vorherrschaft in ihrem Kiez kloppen wollen. Die Aggressivität ist mit Händen zu greifen. Die unglaubliche Lautstärke der Platzhirsche läßt gar kein klares Bild zu. Alles geht wild durcheinander. Es ist ein fairer Kampf, Mann gegen Mann, keine Waffen. Aber die fremden San Francisco 49ers (14-4) sind alleine gekommen, nur ihren Mut und ihren unbändigen Willen haben sie dabei. Die ansässigen Seattle Seahawks (14-3) haben ihre ganze Stadt und den Glauben an den großen Triumph im Rücken.

49ers Offense vs Seahawks Defense

Wieviele Punkte kann San Franciscos Offense machen? Das ist die alles entscheidende Frage in diesem Spiel. Wahrscheinlich würden schon 20 Punkte genügen, um wiederholt in den Super Bowl einzuziehen. Nur wer soll diese Punkte machen?

In den letzten vier Spielen gegen die Hawks haben die Niners 19 Punkte (Woche 14 in SF), 3 Punkte (Woche 2 in Seattle), 13 (Woche 16 2012 in Seattle) und 13 (Woche 7 2012 in SF) gemacht. 49 Punkte in vier Spielen, gerade mal 12 Punkte pro Spiel. Und es spricht wenig dafür, daß es dieses Mal mehr werden.

Die größte Schwachstelle im Angriff der 49ers ist der Quarterback Colin Kaepernick. Sein größtes Manko ist das “Lesen” von Verteidigungen. Er braucht zu viel Zeit, um zu erkennen, welcher seiner WR frei ist oder gar frei sein wird, nachdem er den Ball geworfen hat. Gute QBs werfen bei vielen Routen bereits, bevor der Ballempfänger überhaupt Richtung Ball guckt, weil sie wissen, wann sein Mann wo frei sein wird. Er wartet also oft zu lange und kann nicht antizipieren. Darüber hinaus wird er auch zu schnell in der pocket unruhig. Er versucht oft sehr früh im Spielzug irgendwie den vielen Körpern um sich herum zu entkommen, selbst wenn sie keine direkte Gefahr für ihn darstellen. Sieht er in der Linie eine Lücke, macht er den kick down und zischt ab. (Andy Benoit hat das nochmal anhand zweier Spielzüge diese Woche sehr schön illustriert.)

Das ist seine große Stärke, die oft seine Schwächen verdeckt. Allein: es braucht eine undisziplinierte Defense, um damit ein Spiel zu gewinnen. Und undiszipliniert ist Seattles Defense nun wahrlich nicht.


In seinen drei bisherigen Spielen gegen die Seahawks (im ersten Aufeinandertreffen 2012 war noch Alex Smith der starter), waren seine Läufe (attempts, yards, longest run) 7/31 (8), 9/87 (28), 9/31 (9). Er kann auch durchaus gegen Seattles D mal für ein 1st Down laufen. Nur wird das nicht reichen. Seattles “box defenders” um LB Bobby Wagner und Kam Chancellor sind zu sicher im tackling und werden vor allem von ihren Coaches die ganze Woche lang von morgens bis abends eingebläut bekommen haben, um Himmels willen big plays von Kaep zu verhindern. Soll er doch für vier, sechs oder auch mal acht Yards laufen. Dann stoppen wir sie eben im nächsten Spielzug. Stattdessen: bringt euch eine gute Position, macht eure eigene Seite zu und vertraut auf euren Nebenmann, daß er seine zumacht und macht einen sicheren textbook tackle. Zum Einschlafen gabs jede Nacht noch Videos von Kaepernick, wie er einem Packer wegrennt, der den Helden spielen wollte.

San Franciscos Angriff wird getragen vom Laufspiel. Das ist nicht mehr das alles zertrampelnde Monster der letzten beide Jahre, aber immer noch sehr gut. Die fünf dicken Jungs (von links nach rechts) Joe Staley, Mike Iupati, Jonathan Goodwin, Alex Boone und Anthony Davis können es in Sachen Abstimmung und Gleichklang mit jeder hart gedrillten chinesischen Synchromschwimmermannschaft aufnehmen. Kräftig ist jeder von ihnen wie fünf normale Menschen zusammen. Dazu kommt das schöne play design von OC Greg Roman, der von klassischen Power-O runs über Spielzüge mit sechs Linienspielern, weit ausschweifenden sweep plays hinter dem langbeinigen Staley und immer wieder auch mal option plays und Wildcat-Formationen alles auspackt, was eine Defense sonst so im Laufe einer ganzen Saison zu sehen bekommt.

Seattle kennt das alles und hat auch gute Laufverteidiger in der Linie wie Brandon Mebane, Red Bryant und Tony McDaniel. Aber ganz stoppen werden sie RB Frank Gore und Kendall Hunter nicht.


San Francisco braucht ein Paßspiel. Und Seattle hat die Legion of Boom (in der CB Byron Maxwell den gesperrten Brandon Browner gut ersetzt). Doof.

Ein Mittel wird sein, Vernon Davis irgendwie in Situation gegen die LBs oder Chancellor zu bringen. Weil hinten aber immer Earl Thomas aufpaßt wie ein Schießhund, wird dieser seine große Stärke, die tiefen Routen, nicht ausspielen können.

Es hilft nicht: Es müssen Michael Crabtree und Anquan Boldin in 1-v-1 Situationen gegen die starken CBs angespielt werden. So schwer diese Duelle dann auch für sie zu gewinnen sein werden, Kaepernick muß diese Risiken eingehen und Harbaugh/Roman müssen ihm das auch einige Male zutrauen. Zumal Kaepernicks Problem ja nicht das Werfen an sich ist, das kann er ganz gut. Er kann Bälle mit viel “zip” recht genau werfen. Und am Ende gilt immer noch: perfect pass beats perfect coverage.

Diese perfect coverage wird der junge QB oft zu sehen bekommen. Über Richard Sherman muß hier nicht mehr viel gesagt werden. Aber er ist nicht unfehlbar. Man muß Maxwell „testen“, der nur wenig Spielerfahrung hat. Wenn San Francisco etwas reißen will, brauchen sie zwei, drei Pässe von Kaepernick, die einem dem Mund offen stehen lassen.

Seahawks Offense vs 49ers Defense

Ich tue mich schwer damit, Seattles Angriff einzuordnen. Es gibt natürlich die eine jedem bekannten Komponente: Marshawn Lynch bekommt den Ball und läuft für sechs Yards. Obwohl die Offensive Line nicht besonders gut ist, macht er das oft. Wenn er mal in den beast mode schaltet, müssen sogar seine Linienspieler aufpassen, nicht von ihm verletzt zu werden.

Die andere Komponente ist aber irgendwie strange. Das Paßspiel ist ein wilder Mix aus allen möglichen Konzepten. Ich kann bei OC Darrell Bevell da keine richtige Linie oder “ein System” erkennen. Es gibt natürlich klassisches Zeug wie 11 personnel mit zwei WRs an den Seitenlinien, einem Tight End und einem slot receiver. Und auch klassisches Zeug mit trips formations (drei WRs vertikal versetzt nebeneinander). Und stack formations (zwei WR vertikel versetzt hintereinander). Und drei WRs auf einer Seite mit jeweils großem Abstand zueinander. Und Aufstellungen mit vier WRs. Und empty sets aus der shotgun. Die Bandbreite an Spielzügen reicht dabei von bubble screens über four verticals, von isolation routes (die WR spielen einzig gegen “ihren” Gegenspieler und müssen ihn schlagen mit out routes, comebacks, go routes, fades und sowas) bis zu streng getimeten (furchtbar eingedeutscht, “zeitlich aufeinander abgestimmt” trifft´s gestelzt etwas besser) Routenkombinationen der WRs (die Dinge, bei denen die Kommentatoren in der Wiederholung immer die vielen gelben Striche auf den Monitor malen und zeigen, wie der slot receiver den Safety “okkupiert”, der WR den CB tief mitzieht und so der Tight End dann gemütlich in einer leeren Zone Platz nimmt, plump gesagt).

Das playbook der Seahawks muß eines der dicksten der ganzen Liga sein. Aber mei, wenn´s funktioniert…Ich hoffe schwer darauf, daß einer üblichen Verdächtigen wie Doug Farrar bei SI, Andy Benoit bei MMQB oder Greg Cossel in einem Podcast auf irgendeiner obskuren kleinen Radiostation das bis Sonntag nochmal aufdröseln. Sehr zu empfehlen sei den Taktikfreunden mit dem Gamepass auch NFL Playbook auf NFL Network, aber selbst da ist mir aus dieser Saison nichts zum Paßspiel der Hawks im Gedächntnis geblieben.


Aber zurück zum Spiel. Es wirkt alles irgendwie willkürlich im Paßspiel und dieser Eindruck wird massiv verstärkt durch Entfesselungskünstler Russel Wilson. Meistens sind seine WR einfach offen, weil er so lange in der pocket Pirouetten gedreht hat. Irgendwann ist dann zwangsläufig einer frei. Und dann können die auch alle fangen. Vor allem Doug Baldwin und Golden Tate fallen dabei immer wieder positiv auf. Daneben sei vor allem Jermaine Kearse genannt. Der hat zwar erst 23 Bälle in dieser Spielzeit gefangen, aber viele davon waren 1A-Wow!-Catches.

Tight End Zach Miller dagegen ist die arme Sau. Er wird sich den ganzen Abend mit NaVorro Bowman, Patrick Willis, Eric Reid und Donte Hitner rumschlagen. Das einzige was Mitte Januar weniger Spaß macht, ist kiloweise Kohlen aus dem Keller in den fünften Stock zu schleppen.

Meistens funktioniert das Paßspiel irgendwie (nach NY/A war SEA die sechstbeste Mannschaft 2013). Die secondary der 49ers ist passenderweise auch einigermaßen suspekt. Aber, das große Aber: SF hat einen starken pass rush und SEA eine schwache pass protection.

Seit Aldon Smith aus der Reha zurück ist – nach Alkoholproblemen, glaub ich. Oder war das was anderes? Wieso ist das eigentlich keine riesige Story? Jede Einnahme von Adderall, jede von einem Stripper auf den Kopf bekommene Champagnerflasche und jetzt sogar die Hosen von John Harbaugh bekommen mehr Aufmerksamkeit als Smiths Zeit in der Klinik – nachdem er eines morgens betrunken im Auto statt im meeting room gefunden wurde, no less. Naja, seitdem er zurück ist jedenfalls und auch gar keine Strafe bekommen hat, weder von Team noch von NFL! Manchmal versteh ich die NFL wirklich nicht.


Sorry, nochmal. Seit Aldon Smith wieder mitspielt, ist er der pass rush der 49ers wieder in Ordnung. Er ist der Spiritus für das kleine Feuer, das seine Ersatzleute Corey Lemonier und Dan Skuta sowie auf der anderen Seite OLB Ahmad Brooks und der gute Blizer NaVorro Bowman am Leben erhalten haben.

Der pass rush – wie immer natürlich auch am Sonntag unterstütz durch den starken Justin Smith in der Mitte – wird durchkommen, oft. Der Knackpunkt ist hier: können die 49ers Russel Wilson dann auch über längere Zeit unter Druck setzen und ihn nicht so lange rumwirbeln lassen, bis er in Ruhe downfield schauen kann? Die Linebackers und die edge players müssen diszipliniert sein, sehr schnell die jeweilige Situation erkennen können und dann immer und immer wieder und immer noch verdammt diszilpliniert sein.

San Frans Front-7 ist dafür richtig gut aufgestellt. Brooks mit seinem Spielverständnis und seiner Disziplin ist sowas wie ein besserer Rob Ninkovich. (Ich würde wetten, daß Brooks Bill Belichicks Lieblingsspieler der 49ers ist.) Smith ist explosiv, verdammt „quick“ und macht auch kaum taktische Fehler. Bowman und Patrick Willis werden ganz zu recht überall in den Olymp gehoben. Die meisten anderen Mannschaften benötigen drei Linebackers für die Aufgaben hinter der Line of Scrimmage, die Willis/Bowman alleine Woche für Woche erledigen. Wenn SF hier gewinnen will, dann muß die Defense jedes big play verhindern. Kann man gegen einen starken Angriff jedes big play verhindern? Eigentlich nicht. Es reicht ja, wenn nur ein Spieler bei 65 plays einen Fehler macht. Aber manchmal passieren im Football komische Sachen…


Ich traue Seattles Offense gegen San Frans Defense etwas mehr zu, als umgekehrt San Frans Offense gegen Seattles Defense. Trotzdem sind beide Mannschaften ganz eng beieinander. Darum wird es noch mehr als sonst auf Ballverluste und big plays ankommen. Jedes einzelne kann in einem Spiel, bei dem kaum jemand mehr als 40 Punkte von beiden Mannschaften zusammen erwartet, den Ausschlag geben. Der zweite kleine Vorteil ist der Heimvorteil in Verbindung mit dem desaströsen clock management von Harbaugh und Kaepernick. Darauf wird am Wochenende korsakoff genauer eingehen.

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Super Bowl preview – match-ups Ravens-O v 49ers-D

Korsakoff hat gestern und vorgestern schon das große Bild für die Baltimore Ravens beziehungsweise die San Francisco 49ers gezeichnet. Heute und morgen kommt das kleinere Karo in Form der interessantesten match-ups der beiden Super-Bowl-Kontrahenten. Weiterlesen

Preview NFC Championship Game – 49ers@Falcons

Meine Preview kommt wie letzte Woche schon in der Form von drei interessanten match-ups. Eine ausführlichere Vorschau kommt dann am Sonntag von korsakoff.

49ers Laufspiel vs Falcons Front-7

Die 49ers sind eines der aufregendsten Teams der Liga. Dafür gibt es viele Gründe. Einer davon ist das ungemein kreative Laufspiel. Niemand in der NFL hat so viele verschiedene Formationen und Spielzüge wie die 49ers auf dem play calling sheet.  Sie haben Plays nicht nur mit einem oder zwei Leuten im Backfield, sondern spielen gerne auch mal mit Backs. Ebenso haben sie Formationen mit einem Tight End ebenso im Repertoire wie mit zwei oder auch drei TEs. Auch die Spielzüge an sich kommen teilweise aus der Mottenkiste des modernen Footballs. „You’ll see some running plays I don’t think I’ve seen since Tecmo Super Bowl.“ hat Rams LB James Laurinaitis dieses Jahr gesagt. Man sieht jede Menge Trap-Plays und noch seltenere blocking schemes.

San Franciscos Offensive Line ist aber auch von der individuellen Klasse her in der oberen Spitze. 150kg Schrank Mike Iupati (Left Guard) schiebt seine Gegenspieler meistens direkt bis auf den Parkplatz und wenn Left Tackle Joe Staley erstmal ins Laufen kommt, räumt er auch mal zwei oder drei überforderte Linebackers aus dem Weg. Die gesamt OLine ist hervorragend eingespielt, wobei ihr auch zugute kam, daß es in den letzten zwei Jahren kaum verletzungsbedingte Ausfälle gab.

Auf der anderen Seite sieht die Laufverteidigung der Falcons aus wie ein Adventskalender nach Weihnachten. Mit fast fünf yards pro carry bilden sie den Bodensatz der NFL. Zu allem Überfluß ist auch noch DE John Abraham schwer angeschlagen. Die 49ers werden einige offene Türchen zum Einrennen finden.

Und über Colin Kaepernick und die read option haben wir dabei noch gar nicht geredet.Viel Spaß damit, Atlanta! Wie man dem taktisch am besten begegnet, hat der Kollege Flo Zielbauer hier schon anschaulich beschrieben.

Tony Gonzalez vs Bowman/Willis

Die 49ers sind wohl das einzige Team, daß zwei Linebackers hat, die in so gut wie allen passing situations spielen können. Sie können das, weil sowohl LBs Patrick Willis als auch NaVorro Bowman hervorragend in coverage sind. Die beiden können auch die besten TEs oder RBs decken.

Atlantas lebende Tight-End-Legende Tony Gonzalez ist für Matt Ryan überlebenswichtig. Wenn gar nichts mehr geht und der Ball schnellstmöglich aus seinen Händen muß, kann er im Notfall immer einfach in die Nähe von Gonzalez werfen. Normalerweise. Gegen Bowman und Willis sollte das nicht so einfach möglich sein.

Gerade wenn Ryan unter Druck ist, braucht er seinen TE. Gonzalez muß wieder eine absolute Glanzleistung bringen, wenn Atlanta in schwierigen Situationen drives am Leben halten will.

Matt Ryan vs pressure

Wo wir gerade über Ryan und pressure reden. San Francisco ist eines der Teams, daß am besten Druck auf den gegnerischen Quarterback ausüben kann – wenn DE Justin Smith topfit ist. In den letzten Wochen hat er einige Spiele verletzt gefehlt und war auch letzte Woche noch angeschlagen (Muskelverletzung im Oberarm). Darunter hat der gesamte Pass Rush gelitten. Rush End/OLB Aldon Smith ist ohne seinen fitten Namensvetter Justin nur die Hälfte wert, hatte man den Eindruck.

Die Offensive Line der Falcons mit den beiden Tackles Sam Baker und Tyson Clabon ist nicht überragend, aber wenn die Smiths und OLB Ahmad Brooks es nicht schaffen, Ryan immer wieder unter Druck zu setzen, werden ihnen die Bälle auf WRs Roddy White und Julio Jones nur so um die Ohren fliegen. San Frans Cornerbacks sind eine Klasse unterhalb von Seattles Richard Sherman und Brandon Browner und selbst gegen diese sahen Jones und White letzte Woche ganz gut aus.

San Francisco muß unbedingt schaffen, big plays zu verhindern. Denn bei Spielen wie diesem NFC Championship Game, bei dem beiden Mannschaften insgesamt recht ausgeglichen sind, entscheiden am Ende immer drei Dinge: Turnovers, Special Teams und big plays.

Glaskugel 2012: San Francisco 49ers

Spread Formations, zone blitzes, it´s a passing league – pfff, nur Amateure brauchen sowas! Die San Francisco 49ers, die lange Jahre für Innovationen und modernen Football standen, spielen lieber Football wie in den 80er Jahren – und sind damit erfolgreich. Letztes Jahr hat es für 13 Siege in der regulären Saison und einen Besuch im NFC Championship Game gereicht.

Dafür brauchten die `Niners nicht mehr als eine bärenstarke Defense und hervorragende Special Teams. Die Angriffsspieler waren nur im Kader um das Roster vollzumachen. Was der neue Staff um Ex-Stanford Head Coach Jim Harbaugh mit seinem Staff um Offensive Coordinator Greg Roman und Defensive Coordinator Vic Fangio (beide hat Harbaugh von den Cardinal mitgebracht) innerhalb so kurzer Zeit auf die Beine gestellt hat, war atemberaubend.

Dabei war das Konzept so unglaublich simpel und offensichtlich, daß die anderen Entscheidungsträger der NFL das wohl für unter ihrer ach-so-fortschrittlichen-Würde befinden und es darum nicht selber auf diesem Wege versuchen. Im Angriff wird gelaufen, gelaufen, gelaufen, ab und zu mal ein Trickspielzeug eingestreut (Trickspielzüge sind in der angeblich furchtbar modernen NFL auch immer seltener geworden) und gepaßt wird nur bei 3rd&longs. In der Defense macht San Francisco auch nichts besonderes, sondern sagt einfach: „meine Jungs sind stärker als deine Jungs!“

49ers Special Teams

Dazu kommt noch, daß wohl keine Mannschaft der NFL die Special Teams so wichtig nimmt wie SF. Sie haben das verstanden, was korsakoff hier immer wieder predigt: field position ist einer der wichtigsten Aspekte beim Football. Der Angriff der `Niners hat bedingt durch die starken Special Teams und die Defense ihre Drives durchschnittlich an der 34-Yard-Linie begonnen.

Das bedeutet, daß sie nur drei gute First Downs benötigen, um in field goal range zu kommen, wenn man einen so starken Kicker wie David Akers hat. Eine Mannschaft wie Carolina, die eine viel explosivere Offense hat, beginnt ihre Drives durchschnittlich an der 28-Yard-Linie und weil sie einen schwächeren Kicker habt benötigt sie mehr als vier First Downs um ein einigermaßen sicheres Field Goal versuchen zu können. Das ist ein riesiger Unterschied.

Punter Andy Lee hat eines der stärkste Beine im Business und die coverage units bei Punts wie Kickoffs sind auch allererste Güte. Auch geblockt wird für Kick- und Puntreturner Ted Ginn, Jr. ganz hervorragend. Mehr als 27 bzw. 12 Yards pro Return sprechen für sich. Special Teams tendieren dazu, in manchen Jahren Ausreißer nach oben wie nach unten zu haben. Aber selbst wenn es für San Franciscos ST nach der grandiosen Saison 2011 wieder etwas nach unten gehen sollte, werden sie immer noch zu den besten gehören, schließlich haben sie so gut wie keinen wichtigen Spieler verloren.

49ers Defense

Neben den Special Teams sorgt die Verteidigung regelmäßig für gute field position, weil sie gegnerische Drives so oft schon im Keim erstickt. Das besondere an Fangios Defense ist, daß sie gar nichts besonderes macht. Den Luxus kann sich der DC erlauben, weil die front seven absurd viel individuelles Talent in sich vereinigt. DE Justin Smith und die beiden ILBs Patrick Willis und NaVorro Bowman sind drei der besten Verteidiger der ganzen Liga, nicht nur drei der besten Spieler auf ihren jeweiligen Positionen. Smith ist körperlich so stark wie zwei Bären und hat in mehr als 10 Jahren NFL so viel und gut gelernt, daß er unstoppable ist. Man kann einfach nichts gegen ihn machen.

Willis und Bowman spielen beide wie Ray Lewis in seinen besten Jahren. Sie können das Spiel unglaublich gut lesen, haben einen todsicheren Instinkt, der sie niemals im Stich läßt und sind so athletisch wie Safeties. Außen spielen der mehr als solide Ahmad Brooks und Aldon Smith, der letztes Jahr als Rookie fast ausschließlich in der Nickel-D gespielt hat und trotzdem 14 Sacks sammeln konnte. In dieser Saison soll er immer spielen und muß erst beweisen, wie gut er gegen den Lauf und in Coverage ist.

Vorne, neben Smith, spielen mit DE Ray McDonald und NT Isaac Sopoaga zwei starke Typen, die in den meisten anderen Teams Leistungsträger wären. Hier haben sie den Luxus, nur dier vierte, fünfte oder gar sechste Geige spielen zu müssen und bekommen darum viel weniger Aufmerksamkeit von der Offense.

Ein wenig dünner wird es in der Secondary. Die Cornerbacks Carlos Rogers und Tarell Brown sind solide. Mehr aber auch nicht. Sie sehen vor allem gut aus, weil bei ihnen hinten oftmals nur weggeworfene Verzweiflungspässe ankommen. Auch die beiden Safeties Dashan Goldson und Donte Whitner sind durchaus gute Leute, sehen aber durch die starke front seven (noch) besser aus, als sie tatsächlich sind. Glücklicherweise für alle Beteiligten gibt es keinen Grund, daß diese in der kommenden Saison schlechter sein sollte als letztes Jahr.

Es gibt nur ein Manko in Fangios Truppe: mangelnde Kadertiefe. Auf kaum einer Position gibt es gute Backups. 2011 ist das nicht weiter aufgefallen, weil San Francisco unglaubliches Verletzungsglück hatte. Es ist äußerst unwahrscheinlich, daß man auch 2012 fast völlig verletzungsfrei die Saison übersteht.

Offense 49ers

Kadertiefe ist dagegen kein Problem auf den skill positions in der Offense. Nachdem die beiden besten Wide Receivers letztes Jahr Michael Crabtree und ein Kegel aus dem Materialraum waren, hat GM Trent Baalke kräftig eingekauft. In der Draft hat man in der ersten Runde den schnellen A.J. Jenkins gedraftet, auf dem Free-Agent-Market Mario Manningham von den Giants verpflichtet und vom Arbeitslosenmarkt den Typen geholt, der früher mal Randy Moss war. Das sind jetzt alles keine großen Nummern, aber wenigstens kann der Kegel wieder zurück zur Mat-Gruppe. Da OC Roman am liebsten eh mit höchstens zwei WRs gleichzeitig spielen läßt, ist SF also gegen Verletzungen einigermaßen gefeit.

Schedule

Wk1 @ GB
Wk2 v DET (SNF)
Wk3 @ MIN
Wk4 @ NYJ
Wk5 v BUF
Wk6 v NYG
Wk7 v SEA (TNF)
Wk8 @ ARI (MNF)
Wk9 BYE
Wk10 v StL
Wk11 v CHI (MNF)
Wk12 @ NO
Wk13 @ StL
Wk14 v MIA
Wk15 @ NE (SNF)
Wk16 @ SEA
Wk17 @ ARI

Auch Running Backs haben die 49ers mehrere und die sind sogar besser als die Receivers. 2nd-year man Kendall Hunter wird sich wohl mit dem immer noch ganz guten Frank Gore die Aufgaben als Nr. 1 teilen. Im April wurde der explosive space player LaMichael James von der explosivsten aller Offenses – Oregon Ducks- verpflichtet. Für short yardage situations wurde DT RB Brandon Jacobs ins Boot geholt. Damit hat man jeden Spielertypen, den man laut Lehrbuch für ein gutes running game braucht.

Die werden auch alle bitter benötigt, denn von der Offensive Line kann nicht viel Unterstützung erwartet werden. Keiner der fünf – Joe Staley, Mike Iupati, Jonathan Goodwin, Alex Boone und Anthony Davis – ist irgendetwas besonderes. Weder reißen sie große Löcher im Laufspiel noch können sie Quarterback Alex Smith schützen.

Und Smith müßte ganz besonders geschützt werden. Der ehemalige Nr. 1 overall pick ist einfach kein guter NFL-Quarterback und wird es wohl auch nicht mehr werden. Sein decision making ist auf Tebow-Niveau, das Spiel ist zu schnell für seinen Kopf und einen starken Arm hat er auch nicht. Aber hey, was macht das schon in der angeblichen „Passing League NFL„? Sowohl Tebow als auch Smith haben letztes Jahr Playoffspiele gewonnen.

Was diesm Angriff explosive Momente gibt sind 1) TE Vernon Davis und 2) seltene (Trick-)Spielzüge. Er macht es nicht konstant und auch nicht gegen sehr disziplinierte Defenses, aber immer mal wieder kann Davis ein Big Play hinlegen, wenn er einen Linebacker oder Safety vernascht. Meistens muß er aber die Notfalloption underneath für den hilfesuchende Smith geben.

San Francisco versucht daher öfter als alle anderen Mannschaften mit end arounds, wilden Blockformationen im Laufspiel und mutigen Laufspielzügen für den QB (!) bei dritten Versuchen (hallo Saints!) wenigstens mal ein wenig Feuer aus dem lahmen Haufen herauszuholen. In der Offseason sollen sie jetzt auch noch read options mit QB Colin Capernick in ihr Repertoir mit aufgenommen haben.

Ausblick 49ers

Die San Francisco 49ers sind sehr solide aufgestellt. Sie werden zwar höchstwahrscheinlich nicht mehr so viel Turnover-Glück wie letztes Jahr haben, als ihnen scheinbar jeder Fumble in die Hände gesprungen ist, aber die Special Teams und die Defense sind for real. Das war kein Zufall. Mit der nicht überragenden Secondary dürfte es schwierig werden, so stark wie 2011 zu sein, aber eine Top-5-Unit ist das allemal – solange sich nicht mehrere Leistungsträger gleichzeitig verletzen.

Die Offense wird so mit durchgeschleppt. Gefährlich könnte es hier nur werden, wenn man Smith zuviel zutraut. Die Gleichung ist einfach: mehr mutige Entscheidungen + mehr tiefe Pässe für die neuen Spielzeuge = viel mehr Interceptions. Umschifft man diese gefährlichen Klippen, sollten die `Niners auf die Krone der NFC West sein, aber nur mit ganz viel Glück in Sachen Turnovers, Verletzungen und auf Trickspielzüge hereinfallende Verteidigungsreihen in den Playoffs wird es nicht für den ganz großen Schocker langen.

San Francisco 49ers in der Sezierstunde

Rückwirkend betrachtet hätten die San Francisco 49ers das NFC-Finale gewinnen müssen. Auf der anderen Seite war es überraschend genug, dass man es überhaupt dorthin geschafft hatte. Leser von Sideline Reporter wissen um die zwei großen Geheimnisse der 49ers, die hier bis zum Gebrechen rauf- und runtergeleiert wurden: Turnovers und Starting Field Position.

Zehn eigenen Ballverlusten standen in der Regular Season 36 Balleroberungen gegenüber – großartige Werte, die auch noch im ersten Playoffspiel hielten, ehe im NFC-Finale ausgerechnet zwei eigene Fumbles die Saison beendeten. QB Alex Smith warf nur 1,1 Interceptions pro 100 Pässen – in den letzten acht Jahren in der NFL war nur eine Quarterback-Saison „sicherer“: Brady 2010/11 (1.0%). San Francisco wird keine Chance haben, diese Zahlen auch nur annähernd zu reproduzieren.

Die 49ers sind um ihre Defense gebaut, und die Defense um eine absolut dominante Front Seven. Aber selbst wenn diese Defense ihr Niveau wird halten können, so wird man sich nicht noch einmal so durchlavieren können. Sprich: Die Offense muss mehr vom Kuchen der Verantwortung nehmen. Das bedeutet automatisch die Hinwendung zu einem etwas risikoreicheren Spiel als man es heuer praktizierte.


Die Offensive Line gehört optisch zu den löchrigsten, die man in der NFL sehen wird; das Passspiel mit seinen 5.9yds/Versuch (#18) und selbst das vermeintlich ordentliche Laufspiel (4.1yds/Carry, #19) sehen dahinter nicht gut aus.

Die Offense ist also die Großbaustelle. Größtes Dilemma ist für HeadCoach Jim Harbaugh der QB Alex Smith, dessen highlightträchtiges Playoffspiel gegen die Saints immer noch herumgeistert; auf der anderen Seite ist Smith nach Harbaughs Flirt mit Manning erneut angesägt. Abseits der nicht wiederholbaren „No-INT-Policy“ gehörte Smith auch 2011/12 nicht wirklich zu den überdurchschnittlichen Quarterbacks. Trotzdem kann man kaum erwarten, dass der potenzielle Nachfolger in spe Colin Kaepernick so schnell zum Zug kommen wird.

Es gibt auch recht wenige brauchbare Anspielstationen. Wir haben den trotz 72 Catches dezent enttäuschenden WR Michael Crabtree, den wetterwendischen TE Vernon Davis (67 Catches), und… und… dann haben wir die Herren Williams, Ginn jr., Walker mit jeweils 20 oder weniger Catches. Für die 49ers dürfte es zum Imperativ werden, auch nach der Reaktivierung von Randy Moss und dem Einkauf von Superbowl-Hero Manningham hier nachzubessern.

Strengere Blicke haben auch die Running Backs Gore/Hunter zu erwarten, deren schwache Statistiken sich mit den optischen Eindrücken decken… und was machen die 49ers? Holen sich den 250kg schweren Bolzen Jacobs aus New York! (wtf? in Kleinbuchstaben. Ich bin erstaunt)

Und dann gibt es das Torso von Offensive Line. Trotz hoher Draftpicks in den letzten Jahren (Staley/Davis/Iupati) fragt sich der geneigte Gelegenheitsverfolger, wie eine Mannschaft mit so einer Unit ins Conference-Finale vordringen kann. Nachbesserung nicht bloß „optional“, sondern ein Muss.

Die um eine ebenso athletische wie aggressive Defensive Line gebaute Abwehr offenbart in der von unserem Freund Ed Donatell gecoachten Secondary signifikante Verbesserungspotenziale: Mit CB Carlos Rogers und S Dashon Goldson wurden die beiden namhaftesten (nicht unbedingt: besten) Free Agents gehalten, aber: San Francisco offenbarte unübersehbare Schwächen gegen bessere Quarterbacks und durfte sich glücklich schätzen, einen günstigen Schedule gegen sich ausgespielt zu sehen. 2012/13 werden unter anderem kommen: Green Bay, New Orleans, New England, Detroit. ‘Nuff said.


Das Fundament der 49ers scheint also mit der soliden Defense zu stehen. Die Kernfrage wird sein, ob und wie man mit QB Smith weitermachen soll, welche Waffen man dem Passspiel zur Verfügung stellen wird und wer die Pocket beschützen soll. Mit einer ähnlichen Smashmouth-Taktik werden wohl keine zehn Siege mehr eingefahren, zumal gegen einen deutlich schwereren Schedule. Auf der anderen Seite kann man dank des Ankers „Defense“ auch davon ausgehen, dass eine komplette Implosion der 49ers nicht passieren wird, egal wer denn nun die Bälle wirft, trägt und fängt.

Notizblock NFL Woche 10 Bills/Cowboys; Giants/49ers

Buffalo Bills (5-3) @ Dallas Cowboys (4-4) [Gamecenter] [Gamebook]

[ inactives: OT Sam Young, Demetrius Bell; LB Chris Kelsay; CB Reggie Corner, Aaron Williams, K Ryan Lindell (Bills); RB Felix Jones, WR Miles Austin, CB Mike Jenkins (Cowboys)]

Cowboys Offense / Bills Defense

– Q1/12:12: erster Drive der Cowboys endet mit spektakulärem TD-Catch von Dez Bryant; vorher hat WR Jesse Holley, der aus der Michael-Irvin-Show, vorher auch mit großartigem Catch bei einem dritten Versuch  auf sich aufmerksam gemacht

– Q1/3:05: TD WR Laurent Robinson bei 3rd&goal, Romo mit entwischt ganz stark dem Pass Rush und findet dann Robinson in der Endzonenecke; Die Bills-D spielt fast ausschließlich Nickel und Dime und kann das Paßspiel trotzdem nicht stoppen; dazu kommt noch, daß wenn die `Boys mal laufen, RB Murray gar nicht weiß, welche der vielen Lanes er denn nehmen soll; 14-0 Dallas

– Q2: 12:17: erster Spielzug nach Buffalos vergeigtem FG: WR Robinson überläuft ganz locker CB Drayton Florence und ist nach 58 Yards in der Endzone zum 21-0; Romo bis jetzt 11/11, 179Yards, 3TDs; Cowboys 211 Yards, Bills 37 – Buffalos Defense ist einfach zu schlecht, vor allem die CBs und LBs in Paßverteidigung; Romo bringt die ersten 13(!) Bälle an den Mann und Dallas verwandelt die ersten sieben (!) 3rd Downs

– Q2/1:05: vierter TD im vierten Drive für Dallas, 28-7; Buffalo ohne Pass Rush, mit schlechter Zone Coverage und mit Pech, daß Dez Bryant spielt wie ein Top-5 WR

Bills Offense / Cowboys Defense

– 1st snap/drive: niemand blockt OLB DeMarcus Ware, sack; 3&out

– Q2/12:22: die Cowboys verteidigen mit Safeties und LBs sehr gut die Screen-Pässe zu RB Fred Jackson, die Buffalo so gerne spielt; der neue Kicker Rayner verzieht 52-Yd-FG-Versuch – mit drei langen Plays (DPI, Catch TE Chandler, Run RB Jackson) kommt Buffalo bis an DAL3 und von da wirft QB Fitzpatrick den TD-Paß auf WR David Nelson, 21-7; Nelson läuft dann durchs halbe Stadion zu seiner Freundin läuft – die Cheerleader der Cowboys ist

– Buffalo gibt sich aber nicht auf; der erste Drive der zweiten Hälfte bringt sie bis an DAL18 und dort spielen sie einen 4th&2 aus– incomplete; das größte Problem der Offense ist die schwache Protection, Spencer und Ware lassen da öfter mal die Tackles alt aussehen und bei Rob Ryans kreativen Zone-/Overload-Blitzes guckt sich die OLine zu oft fragend an und weiß nicht, wer wen blocken soll

– Q3/2:14: WR Jones kann den Ball nicht festhalten und fälscht ihn direkt zu CB Newman ab; Dallas Ball an BUF23 – FG, 34-7 Dallas, game over

New York Giants (6-2) @ San Francisco 49ers (7-1) [Gamecenter] [Gamebook]

[inactives: RB Ahmad Bradshaw, CB Prince Amukamara (Giants), CB Shawntae Spencer, FB Moran Norris (49ers)]

Giants Offense / 49ers Defense

– erster Drive Giants: gute protection für Eli; langer Drive mit 50/50 pass-run-ratio, werden aber an der 5-Yd-Linie gestoppt; nach 14 plays, 75 Yards in 8:33 Minuten stehen nur drei Punkte bei den Giants

– auch der zweite Drive der Giants ist ein langer, aber auch dieser wird innerhalb der 10-Yd-Linie gestoppt; 6-3 NYG

– es ist jede Woche dasselbe: für jeden tollen Catch, den er macht, macht Victor Cruz auch irgendwas Dummes wie Fumbles oder furchtbare Drops

– Q3/2:25: großartiger Manning-Paß, großartiger Manningham-Catch; wieder ein schöner Drive, dieses Mal mit mehr als einem FG abgeschlossen, 13-12 Giants

– Eli hat im vierten Viertel beim Spielstand 13-20 mal wieder die Chance auf ein 4th-Quarter-Comeback; diese Saison hat er schon fünf Game-Winning-Drives dirigiert und ist der top-rated-QB im letzten Abschnitt: 69% Completions, 8TDs/2Ints, 121,7rating; kaum wird diese Statistik eingeblendet, holt sich CB Carlos Rogers die Interception, weil WR Manningham einfach so seine Route nicht zu Ende läuft

next play: TD RB Kendall Hunter zum 27-13 (Q4/12:21)

– Q4/8:37: dieser TE Jake Ballard fängt schon wieder ein paar ganz starke Bälle und dann wirft Elite Manning einen unglaublich guten Ball zu WR Hakeem Nicks zum 20-27

– H/t to Captain Obvious: LB Patrick Willis spielt wie Ray Lewis zehn Jahr jünger

– im letzten Giants-Drive ist Eli tatsächlich Elite, einige ganz starke Bälle under pressure, zwei verwandelte 4th Downs bevor dann der dritte 4th Down des Drives DE Justin Smith im Weg ist – game over

49ers Defense / Giants Offense

– die Giants spielen konsequent mit 8, manchmal sogar 9 Mann “in the box”; das läßt viel Platz fürs Paßspiel, was Alex Smith auch nutzt, allerdings keine Big Plays, aber immer mal wieder 1st Downs; andererseits läßt er auch viele gute Möglichkeiten liegen

– nach 52-Yd-FG zum 6-6 recovern die 49ers einen Onside Kick; aber weil das Laufspiel gar nicht funktioniert (Frank Gore 6rush, 0 Yards) endet auch diese Serie nur mit FG zum 9-6

– nach Manning-INT Ende der ersten Hälfte hat SF wieder eine gute scoring opportunity und dieses Mal reichts nicht mal für ein FG: Interception, für die WR Ginn die Verantwortung trägt

– RB Frank Gore spielt in der zweiten Halbzeit verletzungsbedingt nicht mehr, so wie er vorher gespielt hat, ist das aber kein großer Verlust

– Q4/13:22: weil die Giants wie immer mit 8 Mann den Lauf verteidigen, hat TE Vernon Davis viel Platz und springt dann in die Endzone; nach einfacher 2pt-Conversion durch WR Crabtree führen die 49ers 20-13