Buffalo Bills in der Sezierstunde

Für die Buffalo Bills war 2013/14 die alte Leier: Mal wieder wurde ein neuer Trainerstab in die Stadt gebracht, mal wieder sprang eine generische 6-10 Saison heraus, die nicht allzu viel Angriffiges hatte. Beginnen soll die Sezierstunde zu den Bills aber mit einem aktuellen Ereignis, das den Endpunkt einer Ära für diese Franchise markiert: Den Tod des Franchise-Gründers und Owners, Ralph Wilson jr., der am Dienstagabend 95-jährig verstarb.

Ralph Wilson jr., ein Weltkriegsveteran und Geschäftsmann aus Detroit, wollte in den 50ern unbedingt eine NFL-Franchise besitzen. Man muss wissen, dass es eine Zeit war, in der es noch keine Superbowl gegeben hatte und in der der Profi-Football noch immer ein Schattendasein fristete. Er kaufte sich als Minderheiteneigentümer bei den Lions ein, aber er sah keine Chance, an der dort übermächtigen Ford-Familie – gerade in der Blütezeit des Automobil-Booms befindlich – vorbeizukommen. Also versuchte er sich gemeinsam mit anderen Kollegen an der Gründung einer neuen Franchise, erst in der NFL, dann, als er keine Chance sah, via Gründung einer neuen Liga, der späteren AFL. Er wollte im sonnigen Miami spielen, zog aber den Kürzeren. Also wandte er sich an Buffalo. Seine Worte im Gründerbrief an den AFL-Gründer sind legendär:

Count me in with Buffalo.

Wilson galt stets als Mann, der die Ligainteressen über die eigenen stellte. Er finanzierte die Raiders und Patriots in schweren Zeiten um deren Fortbestand und damit auch den Fortbestand der jungen AFL zu ermöglichen. Er war stets auch Vertreter der kleinen Märkte, und er galt als sehr verbunden mit der Region um Buffalo, einem der unattraktivsten Märkte der NFL.

Seit vielen Jahren kursierten die Gerüchte, dass Wilson die Bills nach seinem Tod nicht an seine wenig footballbegeisterte Familie überschreiben würde (u.a. wegen der exorbitanten Erbschaftssteuern), aber es war immer klar, dass Wilson die Franchise zu Lebzeiten nicht aus Buffalo abziehen würde, trotz Annäherungen zum Beispiel mit dem Markt Toronto, wo man seit Jahren ein (allerdings wenig ertragreiches) Heimspiel der Regular Season austrägt. (Toronto dürfte sich mittlerweile selbst disqualifiziert haben)

Wilson verlängerte 2012 den Vertrag mit der Stadt Buffalo um zwölf Jahre bis 2023, mit allerdings einer relativ billigen Ausstiegsklausel (28 Mio. Dollar) im Frühjahr 2020. Mit seinem Tod geht die Besitzerschaft der Franchise fürs Erste an eine von ihm gegründete Stiftung. An der Leitung und dem Sportlichen Management wird sich erst einmal nichts ändern. Wie der Verkauf der Franchise von dannen geht, ist noch nicht ganz geklärt. In den letzten Jahren formierte sich rund um den ehemaligen Hall of Fame-QB der Bills, Jim Kelly, ein Konsortium, das die Bills in Buffalo zu halten versuchte; allein: Kelly hat momenten schwer krebskrank andere Sorgen.

Atmosphärisch stimmungsvoll ist der Tribut der Bills an den verstorbenen Owner (H/T Allesaussersport):

Überblick 2013

Record         6-10
Enge Spiele    4-4
Pythagorean    6.7    22
Power Ranking  0.511  17
Pass-Offense   5.4    29
Pass-Defense   5.3     3
Turnovers      +3

Management

Salary Cap 2014.

Sportlich gesehen haben die Bills eine Saison mit sehr starker Defense (u.a. drittbeste Pass-Defense mit 5.3 NY/A) hinter sich, aber die murmeltierähnlichen Offense-Probleme lassen die Mannschaft weiterhin nicht los. Der neue Head Coach Doug Marrone musste um viele Verletzungen und extrem unerfahrene Jungspunde auf Quarterback herum basteln, und es ist angesichts der Umstände ein kleines Wunder, dass diese Offense zeitweise sogar halbwegs rhythmisch aussah. Wenn du ein Saisonviertel auf einen ungedrafteten Rookie wie QB Jeff Tuel (59% Completion-Rate, 5.7 NY/A) bauen musst, darfst du auch keinen Ansturm auf die Divisionsspitze erwarten.

Der mit Pauken und Trompeten in der ersten Runde des Drafts geholte QB E.J. Manuel hatte – bei ihm nichts Ungewöhnliches – mit vielen kleineren und mittelschweren Zipperlein zu kämpfen. Manuel fand in seinem Einstandsjahr in der Liga nie den entsprechenden Groove, ja wirkte zeitweise sogar richtig deplatziert. Manuel ist ein unkonventioneller Spielertyp, beweglich, aber manchmal etwas ungestüm in seiner Wurfbewegung, was an schlechten Tagen so ungewöhnlich aussieht, dass man sich fragt, wieso so ein Mann NFL-QB werden konnte. An guten Tagen lief die vielschichtige und sehr geschwindige Offense der Bills aber rund genug, dass man Marrone und Manuel durchaus noch 1-2 Jahre Chance geben möchte (Manuel hatte nur 5.2 NY/A).

Abseits vom Quarterback ist die Bills-Offense auf den Skill-Players sehr flott besetzt. Das RB-Pärchen Spiller/Jackson gehört zum besten one-two punch der Liga. Spiller konnte wie erwartet nicht an seine furiose 2012er-Saison anschließen, aber mit 4.6 Y/A war er doch wieder effizient genug, während Jackson die Touchdowns in der RedZone abstaubte (9 für Jackson, nur 2 für Spiller).

Bei den Wide Receivern fiel auf, dass Stevie Johnson und der Rookie Robert Woods über 100x angespielt wurden, aber beide relativ niedrige Catch-Rate hatten. Das dürfte in erster Linie von der instabilen QB-Situation gekommen sein und sich bessern. Johnson war dabei der Slot-Mann für die kurzen Pässe, Woods mit 34% tiefen Anspielen eher der Mann für die Mitteldistanzen. Als echtes deep threat wurde – wenig überraschend für den, der den Draftprozess 2013 näher verfolgte – der halbe Leichtathlet Marquise Goodwin (hätte in der US-Olympiastaffel mitlaufen können) implementiert: Goodwin machte zwar nur 9 Saisonspiele, aber mit 53% tiefen Anspielen ganz klar der Mann, dem man die tiefen Bälle zukommen lassen will.

Der Offense fehlt allenfalls eine adäquate Ergänzung von der Tight End-Position, was auch der Grund ist, weswegen so viele für die Bills an der Draftposition #9 in der ersten Runde einen Tight End wie Eric Ebron sehen. Die Logik und die Zahlen würden es hergeben; bleibt halt die Frage, ob Marrone und sein GM Doug Whaley das ähnlich sehen.

Zumal die Bills-Offense den Auguren nach in der Offensive Line durchaus Verstärkung auf der rechten Flanke gebrauchen könnte. In einer Draftklasse, die mehrere exzellente OT-Prospects hat, könnte auch der Griff zu einem Tackle eine gute Wahl sein.

Die Defense der Bills war zuletzt vor allem gegen den Pass erwähnt fantastische Einheit. Trotzdem gibt es etliche Fragezeichen vor dem Start der neuen Saison. Das allergrößte kommt vom Coordinator-Wechsel: Mike Pettine, der Architekt hinter der sehr starken Defense, wurde relativ spät von den Cleveland Browns abgeworben. Als Nachfolger wurde der von den Detroit Lions geschasste Jim Schwartz eingestellt.

Nicht, dass Schwartz ein schlechter Defensive Coordinator wäre: Schwartz hat jahrelange Erfahrung aus seiner Zeit in Tennessee und gilt als echter Guru im Verbessern von Defensive Lines, aber auf der anderen Seite geht seine Vita bis dato fast ausschließlich durch Konzepte von 4-3 Defenses. Die Bills waren im letzten Jahr eher mit 3-4 Konzepten Pettines aufgestellt. Schwartz ließ schon verlauten, adaptiv sein zu wollen. Das eingekaufte Spielermaterial jedenfalls lässt noch keine Rückschlüsse zu, was Buffalo denn nun wirklich spielen wird.

Das zweite große Fragezeichen kommt mit dem Abgang vom FS Jairus Byrd, der nach Jahren des Vertragsstreits zu den Saints ziehen gelassen wurde. Man hätte Byrd – anerkannt einer der besten Free-Safetys – gehaltsmäßig locker halten können, was die Entscheidung suspekt macht. Byrds Abgang reißt jedenfalls eine große Lücke in eine Secondary, zu der man endlich einmal hatte Vertrauen gewinnen können. Mit Williams und Searcy stehen zwei sehr junge Alternativen zur Verfügung, aber beide gelten nicht als Idealbesetzung. Man kann durchaus erwarten, dass die Bills im Draft in der zweiten oder dritten Runde nach einem Nachfolger für Byrd greifen werden.

Auf Cornerback dürfte man gesattelt sein: Stephon Gilmore, der leider eine Saisonhälfte von 2013 verpasste, gehört zu den aufstrebenden Talenten und ist schon ein halber Shutdown Cornerback. Sehr unterschätzter Mann. Seine Positionskollegen wie McKelvin oder der eingekaufte Corey Graham aus Baltimore machen diese Position auch in der Tiefe zu einer, mit der sich arbeiten lässt.

Doch noch einmal zurück zur Front-Seven: Egal, was Schwartz denn nun philosophisch spielen lässt, für die Innen- und Außenseite sind großartige Spieler vorhanden: Innen kannst du auf Leute bauen wie den angehenden Superstar Marcel Dareus, den jahrelang so verkannten Kyle Williams oder den Jungstar Alan Branch. Das sind alles hochklassige Talente, die du allenfalls mit dem einen oder anderen Mann für die Rotation unterstützen möchtest. An den Flanken kannst du einen Mario Williams oder Manny Lawson mit Ergänzungsspieler Jerry Hughes einbauen – auch keine Schlechten ihres Fachs. Gerade Mario Williams steht mit seinem Monstervertrag in diesen Tagen noch einem Stellvertreter für den verzweifelten Versuch des Ralph Wilson, auf dessen alten Tage noch einmal das Schicksal der Franchise zu wenden.

Bei den Linebackers wurden dem sensationellen Rookie-LB Kiko Alonso (105 Successes; Success = entweder Turnover, Tackle für positive EPA) brauchbare Free-Agents wie LB Brandon Spikes (Run-Defender) oder LB Keith Rivers (kam von den Giants, gilt aber als etwas hüftsteif) zur Seite gestellt.

Alles in allem ist die Defense vom Spielermaterial einen Free-Safety davon entfernt, wieder vorne mitzuspielen, sofern die Philosophie-Frage zur Zufriedenheit geklärt wird. Vielleicht wird man keine 4.1% INT-Quote mehr fangen, vielleicht wird man auch keine 5.3 NY/A im Passspiel mehr schaffen, aber die Defense sollte erneut zu den besseren gehören.

Im Prinzip muss Buffalo folgende Stellen im Kader angehen:

  1. Free Safety
  2. Right Tackle
  3. Tight End

Das sind die „Needs“. Wer will aber schon ausschließen, dass die Bills, sagen wir, einen OLB Khalil Mack draften, wenn er zu ihnen runter auf die #9 im Draft fällt? Tight End hin oder her, in solchen Fällen nimmst du das Supertalent auf einer anderen Position und hoffst, mit deinem TE Chandler durchzukommen. Aber das sind Spielchen, die sich im Laufe des Drafts ergeben.

Quarterback dürfte wie schon erörtert erstmal noch mit mittelfristigem Fokus unangetastet bleiben; vielleicht holt sich Buffalo noch einen erfahrenen und routinierten Backup, um im Zweifelsfall nicht mehr auf Tuel angewiesen zu sein. Insgesamt ist die Mannschaft also gut aufgestellt. Vom Head Coach habe ich auch ein eher positives Bild. Zum Durchbruch muss halt der QM Manuel seinen Teil beitragen – und das ist vielleicht der schwierigste Teil.

NFL-Franchises im Kurzporträt, #14: Buffalo Bills

Einer der kleinsten Märkte der Liga beheimatet eines der traditionellsten Teams. Die Bills waren nicht immer die unsichtbaren Jungs von nebenan, und sie halten bis heute einen unglaublichen Rekord.

Der Büffel steht über allem

Eher zufällig kam Buffalo 1959 zu seiner Football-Franchise, denn Ralph Wilson war an anderen Orten mit seiner angedachten AFL-Franchise gescheitert. Blieb die Frage nach der Namensgebung. Am Ende stand „Buffalo Bills“ nach einer bereits krepierten, früheren Franchise.

„Buffalo Bills“ ist natürlich eine Anspielung an den Western-Helden Buffalo Bill, aber weil Bill weder im Helm-, noch im Vereinslogo vorkommt, liegt der Verdacht nahe, dass Fans und Owner interessierter daran waren, einen „nichtssagenden“ Spitznamen zu kreiern und dafür den Büffel (ist gleich Buffalo) als Ikone (und Maskottchen) des Vereins zu nehmen.

Die Jahre in der AFL…

…waren wechselhaft. Die Bills gewannen zwar zwei Meisterschaften, aber sie sind auch bis heute die einzige Mannschaft, die je gegen eine CFL-Truppe (CFL = Canadian Football League) verloren haben. Immerhin: Mit dem Guard Bill Shaw spielte der einzige Hall of Famer, der nie ein NFL-Spiel bestritten hat, bei den Bills.

Die ersten Jahrzehnte NFL…

…waren ziemlich schlecht. Buffalo erlebte mehr schlechte als gute Jahre, trotz des berühmten (und mittlerweile eher berüchtigten) Running Backs O.J. Simpson. Coaches kamen und gingen, nur der Erfolg kam nie. Bis 1985.

Vizechamp im Viererpack

Unter Bill Polian und dem greisen Coach Marv Levy bastelten die Bills jahrelang klammheimlich an einer titelreifen Mannschaft. Levy war ein rigider, vom Militär geschulter Mann, der auch im hohen Alter noch innovativ zu denken imstande war, und wurde durch Sprüche wie (sinngemäß) Die Superbowl ist kein „Must-Win“. Der Zweite Weltkrieg war „Must-Win“ berühmt. Die Philosophie: Die Defense um Pass Rush-DE Bruce Smith bauen und ansonsten alle Ressourcen in die Offense stecken.

Im Jänner 1991 war es dann endlich soweit – ein paar Wochen nach dem Golfkrieg stand man hinter QB Jim Kelly und einer äußerst schnell spielenden Offense („No-Huddle“) in der Super Bowl. Gegner: Die Giants. Ergebnis: Buffalo verlor 19-20, weil nach langem Hin und Her Kicker Scott Norwood in der letzten Sekunde des Spiels ein Field Goal wenige Zentimeter rechts vorbeikickte. Al Michaels‘ Kommentar dazu („No Good. Wide Right“) ist für Bills-Fans in etwa das, was für Bayern-Fans „Wo-warst-du-während-der-Nachspielzeit-von-Barcelona-99?“ ist.

Die Bills erholten sich von dem Schock und spielten in den nächsten drei Saisons JEDES Jahr in der Superbowl (gegen Washington und zweimal Dallas). Vier Superbowls in Folge hat außer Buffalo keine Mannschaft je erreicht. Allein: Die Bills verloren sie alle und jedes Jahr wurden die Niederlagen deutlicher.

Eine potenziell deutliche Niederlage in der Saison 1992/93 wurde legendär abgewandt: Im Wildcard-Spiel lag man zuhause gegen die Houston Oilers bereits mit zweiunddreißig Punkten (3-35) in Rückstand, nur um am Ende unter der Führung des Backup-QB Frank Reich noch in der Overtime 41-38 zu gewinnen – das größte Comeback in der Historie der NFL. Reich ist keiner der höher dekorierten Quarterbacks, hält jedoch für NFL und College Football die größten Comeback-Siege ever inne.

Post Marv Levy

Nach Marv Levys Abgang wurde es ruhig um die Bills. 1999/2000 war man noch einmal in den Playoffs – um in einem weiteren legendären Spiel rauszufliegen. Bei 16-15 Führung wenige Sekunden vor Schluss trugen die Tennessee Titans einen Kickoff nach Lateral mit auslaufender Uhr in die Endzone. Das Spiel ist noch heute berühmt als „Music City Miracle“.

Seitdem haben die Bills die Post Season nie mehr erreicht. Quarterbacks kamen und gingen, die Erfolge blieben aus, aber die Fans kommen nach wie vor ins Stadion. Besitzer Ralph Wilson jr. ist in den 90ern und wird mit seinem Tod das Team höchstwahrscheinlich aufgrund der hohen Erbschaftssteuern verkaufen lassen. Ob die Bills danach noch in Buffalo spielen werden, weiß kein Mensch.

Das Stadion

Ralph Wilson Stadium in Orchand Park

Ralph Wilson Stadium in Orchand Park

Die Bills spielen in Orchand Park im Ralph Wilson Stadium (68.000 Plätze), ein vom Design her eher 0/8/15-Stadion, das aber berüchtigt ist a) wegen seiner Winde und b) wegen der treuen und wilden Fans, die trotz langer sportlicher Dürreperioden und schwacher Konjunktur in der Stadt immer noch fast jedes Spiel ausverkaufen.

Rivalitäten

Richtig intensive Rivalitäten haben die Bills keine. Mit den Miami Dolphins vielleicht – eine Rivalität, die auf die Gegensätzlichkeit zwischen dem sonnigen Südflorida und dem kalten, windigen Buffalo beruht. Mit Jets und Patriots ist es mehr eine divisionsinterne, gesunde Rivalität.

Gesichter der Franchise

  • Ralph Wilson jr. – Owner. Mit dem berühmten Telegramm „Count me in with Buffalo“ gründete er die Bills. Heute mit 93 Jahren der älteste Owner.
  • Jim Kelly – QB. Verweigerte sich erst zwei Jahre lang den Bills, aber dann ging die Post ab. Viele Yards, viele Super Bowls, keine Titel, aber bekannt geworden durch den engagierten Kampf gegen eine seltene Nervenkrankheit seines Sohnes.
  • Marv Levy – Head Coach. Als einer der letzten Überlebenden der amerikanischen Unabhängigkeitskriege war der Levy auf seine alten Tage erfolgreicher Kopf hinter der pfeilschnellen No-Huddle-Offense – und ein Mann martialischer Worte.
  • Bruce Smith – DE und mit genau 200 Sacks der Leader der ewigen Tabelle.
  • O.J. Simpson – einziger Running Back, der 2000yds in 14 Spielen schaffte. Später in einen so berühmten Mordfall an seine Ehefrau verwickelt, dass die am gleichen Tag stattfindende WM-Eröffnung 1994 (Deutschland – Bolivien) US-weit kaum Beachtung fand. Simpsons Verfolgungsdrama wurde dagegen live übertragen.

korsakoffs Highlight

Don Beebe – die Bills sind eines der Teams, mit denen ich noch kein bleibendes TV-Erlebnis teilen konnte. Vor Jahren gab es mal einen Kollaps in einem Monday Night Game gegen die Patriots, doch das einschneidendste Erlebnis aus Bills-Sicht ist für mich jene Szene aus Superbowl 27. Die Bills gegen Spielende ein paar Touchdowns in Rückstand und bereits mehr oder weniger zum dritten Mal in Serie sicherer Superbowl-Verlierer. Dallas’ Abwehrspieler Leon Lett returniert einen Fumble gen EndZone.

Der Mann mit der BUF #82 ist Don Beebe, ein Sprinter mit Kämpferherz. Jener Don Beebe ist im Übrigen der Head Coach an der Schule, an der der Enkel des Dean Griffing (wir hatten berichtet), zur Schule gegangen war.

Eckdaten

Gegründet: 1960
Besitzer: Ralph Wilson jr. (Versicherer)
Division: AFC East
Erfolge: Superbowl-Verlierer 1990, 1991, 1992, 1993, AFL-Champ 1964, 1965, 17x Playoffs (14-15)