Sonntagsvorschauer für den 17ten Spieltag | NFL 2014/15

Heute fallen die letzten Entscheidungen der NFL-Regular Season 2014/15: Die letzten beiden Playoff-Teilnehmer, das Seeding, der Top-Draftpick 2015. Die meisten Entscheidungen werden dabei um zirka 2h morgens MEZ gefallen sein, denn das Sunday Night Game Pittsburgh vs Cincinnati ist nur noch von durchschnittlicher Dramatik geprägt. Einer der Gründe für die Wahl dieses Spiels soll TV-technisch begründet sein: Die NFL hat in den letzten Jahren stets NFC-Matchups genommen, also Spiele, die dem Broadcaster FOX genommen wurden. Heuer wollte man ein CBS-Matchup, also eines aus der AFC. Viel besser ist das für uns nicht: CBS bekam als Trostpreis das NFC-South Finale Atlanta vs Carolina zugesprochen, was bedeutet, dass es von Phil Simms und Jim Nantz kommentiert wird.

Die Playoffbilder habe ich schon am Dienstag gemalen: AFC und NFC. Bitte für die Details dort nachschauen. Weiterlesen

Football am Samstag

Viel American Football am heutigen Tag: Die NFL trägt zwei Samstagsspiele aus, die beide bei SPORT1 US gezeigt werden, und zudem beginnt die Bowl-Season 2014/15 – die erst ab Silvester auf SPORT1 US übertragen wird. Weiterlesen

NFL 2014/15, Week 9 zum Abendessen

[22h10] Letzter Pass des RG3 fällt incomplete – ein schwacher Ball von RG3. Minnesota wird das Spiel gewinnen.

[22h00] Minnesota 29, Washington 26 | Q4 3:27. Bridgewater führt die Vikings in der Crunch-Time aber sowas von souverän das Spielfeld runter. 12-Play, 73yds und TD+2pts Conversion zur Führung.

[21h58] Incomplete in Houston. Eagles gewinnen das Spiel.

[21h55] Daryl Johnston bei FOX: Fitzpatrick with a very decisive decision…

[21h51] Houston 21, Philadelphia 31 | Q4 3:50. Zweifelhafter TD-Catch von #18 Maclin, und damit die Vorentscheidung. Houston hat nur noch ein Timeout.

[21h44] RB Polk wuchtet sich um die Nasenspitze des Balles drüber.

[21h43] Eagles mit einem 4th-und-1 an der HOU 4 und 4:07min zu go. Ein klipp und klarer Fall von ausspielen.

[21h40] Ohne alle Plays gesehen zu haben, aber was RG3 heute in Minnesota zeigt, sieht sehr, sehr vielversprechend aus.

[21h29] Houston 21, Philadelphia 24 | Q4 11:54. Kurze Out-Route für Hopkins zum Anschluss-TD nach der Fumble-Recovery.

[21h26] Wilder Spielzug in Houston: Fitzpatrick lässt im Rückwärtsfallen in der RedZone einen unmotivierten Ball los, der LB #59 Ryans direkt in die Arme fällt. Ryans fumbelt den Ball dann aber ohne Einwirkung des Gegners zurück und verletzt sich schwer genug, dass er unter Anteilnahme der halben Mannschaft beider Mannschaften aus dem Stadion gekarrt werden muss. WR #10 Hopkins nimmt das kullernde Ei an der PHI 7 auf.

[21h18] Die Schiedsrichterentscheidungen in Minnesota sorgen allseits für Empörung:

[21h07] Houston 14, Philadelphia 24 | Q3 2:40. Was Eagles-RB #32 Chris Polk da gerade an Tackles bricht, geht auf keine Kuhhaut. Polk mit 2 Carries für 30yds und zirka siebzehn broken tackles.

[21h03] Randy Bullock semmelt das Ei aus 45yds daneben. Philadelphia bleibt 17-14 in Houston in Führung.

[20h59] Foles fällt länger aus.

[20h54] Schon wieder Interception gegen Rivers. Damit dürften die letzten Zweifel geklärt sein.

Es ist ein wichtiger Sieg für die Miami Dolphins, die damit nicht nur in der AFC-East dran bleiben, sondern auch für alle Eventualitäten schon einmal das direkte Duell gegen einen möglichen AFC-Wildcard Konkurrenten für sich entscheiden.

[20h47] Nächster Kickreturn Chargers, nächste Schlägerei.

[20h45] Miami 27, San Diego 0 | Q3 11:02. Lebenswichtige Frage an Joe Philbin: Warum keine 2pts-Conversion?

[20h30] Knappe Interception gegen RG3, und dann orchestriert Teddy Bridgewater die Vikings in zwei Augenblicken die 46yds das Spielfeld runter, zum TD. Minnesota 7, Washington 10 zur Pause.

[20h23] Halbzeit Miami Dolphins 20, San Diego Chargers 0.

Dominante Vorstellung der Dolphins, die mal wieder einen ihrer „guten“ Tage erwischt zu haben scheinen und das rechtfertigen, was das Power-Ranking hergibt: #2 nach Effizienz.

Bei den Chargers sehe ich wenige Anhaltspunkte, was besser werden kann. Die Offensive Line ist überrumpelt, und die Defense kriegt weder Pass Rush zustande noch ist sie in der Lage, die ständigen 5yds-Läufe zu bremsen.

[20h17] Wieder wird San Diegos Offensive Line komplett überrumpelt. Rivers muss den Ball wieder ins Niemandsland werfen – das ist ein Klassenunterschied bisher.

[20h13] Miami 20, San Diego 0 | Q2 1:52. Schlüsselspielzug in diesem Drive war ein rattenscharfes Tannehill-Geschoss im langen dritten Down, genau in die Schnittstelle der Zonen. Den Ball hätte nicht jeder so hinbekommen.

[20h06] Sanchize ist zurück.

[19h57] Drop des Runningbacks, DPI von den Refs übersehen – San Diego muss schon wieder punten.

[19h53] Houston 7, Philadelphia 14. Action bei den Eagles: QB Mark Sanchez führt sich mit 3/3 für 69yds ein, abgeschlossen mit einem perfekten 11yds-Fade Pass TD für WR Jordan Matthews.

[19h50] Miami 17, San Diego 0 | Q2 8:53. Da war es, das Momentum bei CBS. Resultat: Dolphins-Offense wird im nächsten Play gestoppt, muss ein kurzes 26yds-FG kicken.

[19h48] Interception gegen QB Philip Rivers! FS #20 Reshad Jones ist der Übeltäte. Merkwürdiger Ball von Rivers, der relativ unbedrängt einen viel zu hohen Ball in Dreifachdeckung wirft, wo WR #80 Floyd nicht den Ansatz einer Chance hatte.

[19h46] Nick Foles wird in dei Umkleidekabine gebracht. Mark Sanchez Alarm in Philadelphia!

[19h42] Miami 14, San Diego 0 | Q2 11:08. RB #26 Lamar Miller powert ihn aus 2yds rein. Wieder so ein langer, dominanter Drive der Dolphins. San Diegos Defense kriegt bislang null Zugriff. Tannehill operiert in seiner Pocket quasi unbedrängt, und auch seine designten Scrambles sind mit über 30yds effizient.

[19h32] Ende Q1 in Miami. Gutes Niveau in Miami. Die Chargers sollten allerdings von ihrer hohen Run-% abgehen. Ihr Laufspiel sieht weiterhin viel zu wenig Land um eine 50/50 Quote Lauf/Pass zu rechtfertigen.

[19h28] Erste Schlägerei in Miami nach einem Kickreturn von #16 Ajirototu.

[19h27] Was macht ein NFL-Player in seiner spielfreien Woche?

[19h24] Miami 7, San Diego | Q1 1:40. Bockstarker Opening-Drive der Dolphins, die alles auspacken außer einer tiefen Route. QB Tannehill mit 6/6 für 63yds, u.a. mit zwei Pässen für den äußerst ansehnlichen Rookie-WR Landry. Den TD scort #42 Clay aus 6yds.

[19h17] Fortsetzung der dicken Luft bei den Redskins:

[19h14] Erster Drive der Chargers endet in einem Turnover on Downs, als RB #43 Oliver im Backfield gestoppt wird. Der Drive zeigte viele gute Ansätze von den Chargers, die u.a. zwei Holding-Strafen überwanden, aber auch ihre Anfälligkeit über die Spielfeldmitte gegen Pass Rush. Das wird heute ein Knackpunkt.

[19h05] Gelichtete Reihen in Miami.

Miami - San Diego, 2. November 2014

Miami – San Diego, 2. November 2014

[19h03] Zwei Namen, die in der Vorberichterstattung dominiert haben: Jadeveon Clowney und – natürlich – RG3. Clowney fällt heute mit Krankheit kurzfristig aus. Intern soll man unzufrieden sein mit Clowneys Arbeitsmoral. Alte NFL-Moral: Setzt du aus und hast nicht minimum einen Haxen ab, gilst du als Weichei.

„Weichei“ ist nicht etwas, das im selben Satz mit RG3 verwendet wird, eher das Gegenteil. Der Mann wird eher zu schnell verheizt. Heute soll er schon zum Einsatz kommen, aber nicht weil es die Coaches wollten, sondern weil es Gerüchten nach Griffin und Owner Dan Snyder so wollten.

Fortsetzung folgt.

[18h57] In Minnesota soll es eine Massenkundgebung gegen den umstrittenen Mannschaftsnamen der Washington Redskins gegeben haben. Der Protest soll in seiner Dimension viele Beobachter überrascht:

[18h54] Der Lagebericht aus Foxboro benötigt ein Bild:

H/T Hot Soup

[18h39] Moinsen.

Wein und Kastanien sind bereitet für den neunten Spieltag und Garant, dass auch bei dem lauwarmen 19h-Schedule Köstlichkeiten parat sind. Angedachte Haupt-Partie wird heute San Diego Chargers – Miami Dolphins sein (Spielort Miami).

Die Vorschau auf dieses und die anderen Spiele hat Herrmann heute am Vormittag geschrieben.

Date am Donnerstag, Week 8: Denver Broncos – San Diego Chargers

SPORT1 US heute ab 2h30 mit dem nächsten Thursday Night Game: Denver Broncos (5-1) vs San Diego Chargers (5-2) aus der starken AFC West Division. Die Storylines zwischen den beiden Mannschaften dürften nach den vielen Duellen im letzten Jahr und dank der Quarterbacks längst bekannt sein. Weiterlesen

Sonntagsvorschauer, Week 5 | NFL 2014/15

Der fünfte Spieltag eignet sich nicht bloß als Herbstschau der amerikanischen Männermode, sondern auch um eine Woche nach dem Sonntag der Blowouts weitere Eindrücke bezüglich etlicher Mannschaften zu sammeln. Das Gewicht heute Abend ist dabei wieder eindeutig gen Abendessen verschoben, mit neun Ansetzungen um 19h zu nur drei nach zehn Uhr plus dem Sunday Night Game. Eine ausführliche Vorschau ohne rosa, und auch nicht durch die rosa Brille. Weiterlesen

Montagsvorschauer, Week 1 | NFL 2014/15

Abschluss des ersten NFL-Wochenendes 2014 mit den beiden Monday-Night Spielen, von denen SPORT1 US diesmal nur eines live überträgt: Detroit Lions – New York Giants ab 1h MESZ. Das Spätspiel Arizona Cardinals – San Diego Chargers (ab 4h15) gibt es nur als Aufzeichnung morgen.

Detroit Lions – New York Giants. Bei beiden weiß man nicht so recht, was zu erwarten ist. In Detroit weht nach der Verpflichtung von Jim Caldwell als neuem Head Coach ein neuer Wind. Caldwells Ruf schien eigentlich nach seinem Kollaps mit den Indianapolis Colts vor drei Jahren schon verbrannt, aber als einstiger Dungy-Zögling soll er in Detroit wieder eine Atmosphäre des Zusammenhalts geschaffen haben – und das ist, geht man nach den Insidern, schon viel wert. Weiterlesen

Die furchtlose NFL-Vorschau 2014/15 | Die Kronprinzen

Referenzen

Teil 3 der großen NFL-Vorschau 2014/15 mit den Mannschaften, für die die Playoffqualifikation mehr als realistisch ist, ja ein Verpassen schon als Enttäuschung gewertet werden müsste. In dieser zweiten Leistungsebene der NFL haben wir einen bunten Mix aus Mannschaften, die nach einem Ausreißer nach unten wieder angreifen können, und Teams, die seit Jahren erfolgslos oben anklopfen. Weiterlesen

San Diego Chargers in der Sezierstunde

Es muss nicht mehr wiederholt werden, dass die San Diego Chargers sowohl aus ästhetischer als auch als ergebnisorientierter Sicht eine der positiven Erscheinungen des Jahres waren. 9-7 Bilanz mit haarscharfer Playoffqualifikation plus als Sahnehäubchen sogar noch ein überrascher Auswärtssieg in der ersten Runde, ehe beim turmhohen Favoriten Denver die Viertelfinalpartie zu übel verschlafen wurde, dass ich das Head Coach Mike McCoy noch immer zum Vorwurf mache.

Überblick 2013

Record         9-7    DP
Enge Spiele    4-6
Pythagorean    9.3    12
Power Ranking  0.575   9
Pass-Offense   7.5     2
Pass-Defense   7.0    29
Turnovers      -4

Management

Salary Cap 2014.

Ansonsten war McCoys Einstandsjahr wirklich stark. Für die katastrophale Defense konnte er nichts, da gab die Kombination aus Spielermaterial und Verletzungspech einfach nicht mehr her; San Diego verbesserte sich aber im Laufe der Saison in der Abwehr zumindest zwischenzeitlich auf akzeptables Niveau. In McCoys Hauptdisziplin, der Offense, waren die Chargers sensationell gut. So ist McCoy als eine der guten Geschichten des abgelaufenen Jahres in der NFL zu werten. Trotzdem gibt es viele Baustellen in San Diego, beginnend mit einer dürftigen Salary-Cap Situation und endend in einem Kader, der sich im Umbruch befindet.

Die Defense war ausgangs der Saison besagt personell schlecht besetzt; die Offense war zwar 2013/14 mit einem Mal wieder eine der besten der Liga, aber sie ist alt und bräuchte Injektion mit nachwachsendem Talent.

San Diego braucht aber in erster Linie Blutauffrischung in der Defense, händeringend und ohne Umschweife. Es gibt nur sehr wenig gutes Spielermaterial aus den eigenen Reihen. Ein paar Eckpunkte scheint man aber ausfindig gemacht zu haben:

  • DL Corey Liuget, vor wenigen Jahren in der ersten Runde gedraftet und noch nicht der ganz große Burner, aber ein Mann, der schon großes Passrush-Potenzial angedeutet haben soll.
  • DL Kendell Reyes, erst vor kurzem ein heiß gehandeltes Prospect im Draft.
  • LB Donald Butler, ein 25jähriger Mann, der zuletzt stark kritisiert wurde, dem die Chargers aber eine mehrjährige Vertragsverlängerung gaben.
  • OLB Melvin Ingram, der Passrusher, der zuletzt mit Achillessehnenriss lange ausfiel, aber Ende 2013 wieder ins Geschehen einsteigen konnte.
  • LB Manti Te’o, bekannt geworden durch den Schwindel um seine inexistente Freundin, ein Mann, den man als durchaus brauchbar in seiner Arbeit als Lauf-Verteidiger ansieht, der aber für mehr zu träge sein soll.
  • FS Eric Weddle, der Ankermann der Secondary und mit mittlerweile 29 Lenzen der bei weitem älteste aus diesem Sextett.

Datt wär’s. Sechs Spieler mit Stamm-Potenzial, und alle in gutem Alter. Das liest sich als Kern nicht ganz übel, aber dahinter ist halt rapide abfallende Qualität bzw. altersbedingte Fragezeichen (siehe Dwight Freeney).

Klar ist, dass in einem einzigen NFL-Draft nicht Qualität und Tiefe in einem besorgt werden können. Unter diesem Gesichtspunkt und in Anbetracht der schlechten Cap-Situation gefallen die Free-Agent Investitionen der Chargers außerordentlich gut.

Leute wie LB Kavell Conner (kommt aus Indianapolis) oder CB Brandon McGee (kommt aus Cincinnati) sind keine Einkäufe mit mittelfristigem Potenzial, aber sie stellen dort sofortiges Upgrade für die 2014er-Chargers dar. Mit solchen Spielern wird eine der schlechtesten Defenses der Liga nicht per sofort nach oben gelangen, aber sie gewinnt etwas Tiefe, damit nach dem zweiten ausgefallenen Cornerback nicht mehr ausschließlich ungedraftete Rookies ran müssen. Mehr geht mit limitiertem Budget erstmal nicht.

Dagegen entledigte man sich einer Reihe an eben solchen 40-53er Spieler im Kader, die sowieso keine Zukunft gehabt hätten. Es wird trotzdem ein defensivlastiger Draft werden, und für mein Empfinden sind die Lücken in absteigender Wichtigkeit so zu priorisieren:

  1. Cornerback
  2. Nose Tackle
  3. Safety

Wenn San Diego 2-3 Spieler von Stamm-Format zieht, kann es schnell wieder nach oben gehen. GM Tom Telesco ist gefordert.

Das Dumme an all den zu stopfenden Löchern in der Abwehr: Man kann sich nicht dahin orientieren, eine rapide alternde Offense langsam aufzupeppen. In der Offense muss nicht alles auf einmal klappen, aber wäre die Defense nur einen Tick besser aufgestellt, wären die Chargers eigentlich prädestiniert, mit Picks in der zweiten, vierten und fünften Runde (oder so) Talente mit mittelfristigem Fokus zu draften. Keine Leute, von denen du sofort Star-Status erwartest, aber Leute, die du langsam einlernen kannst.

Eines der Fragezeichen dreht sich dabei um QB Philip Rivers, den 33jährigen Freak, der eigentlich schon abgeschrieben war. Rivers hatte 2013/14 eine nichts anderes als fantastische Saison mit Effizienz-Stats jenseits von Gut und Böse, aber die Saison liest sich wie ein Ausreißer in einem Trend, der seit Ende der 2010er-Saison bei Rivers eigentlich relativ kontinuierlich nach unten zeigte – erwartbar nach unten zeigte.

Rivers führte einen sehr variantenreichen Angriff, der relativ lauflastig gehalten war, mit einem schönen Mix aus Kurzpass-Offense und tiefem Spiel zu 7.5 NY/A. Dabei überraschte aber nicht nur er, sondern der komplette Kern an Blockern und Ballfängern um ihn herum.

Herausragend war der Rookie-WR Keenan Allen, nach anfänglichen Wehwehchen sofort zum Superstar gereift und mit einer Härte und einem Spielverständnis eines 30jährigen ausgestattet. Allen ist als eine Art flink gebauter Tight End in der Spielfeldmitte ein extrem schwierig zu kontrollierender Mann, und er war genau die Antwort auf die bange Frage im Sommer „zu wem soll Rivers denn nun den Ball werfen?“.

Der Rest des WR-Corps ist eher banal gehalten: Ein Malcolm Floyd, ein Eddie Royal, ein Seyi Ajirotutu sind alles keine großen Individualisten, sondern müssen vertrauen, dass sie „durch das System“ frei werden und zu ihren Catches kommen. Plus TE Antonio Gates, dessen Revitalisierung 2013 eine gute Geschichte war, aber Gates ist nimmer der überragende Einzelkönner vergangener Tage – und er wird nicht jünger. Gates hatte letztes Jahr dann zwar 80 Catches, aber er wurde nur noch in mickrigen 9% der Fälle tief angespielt. Sprich: Einer der revolutionärsten Spieler der letzten zehn Jahre NFL ist zu einer Sicherheitsoption verkommen. Gates‘ Gegenentwurf ist der junge TE Lardarius Green mit 37% tiefen Anspielen. Green ist der neue Gates.

Auf Running Back wurde dem straighten, aber verletzungsanfälligen Eigenbauprodukt Ryan Mathews mit Donald Brown aus Indianapolis ein recht explosiver Spieler als Ergänzung zur Seite gestellt. Brown galt in Indianapolis lange als Bust, hatte 2013 aber hervorragende Effizienz-Werte. Ein Zufallsprodukt?

Die Offensive Line war vor der Saison ein sehr wunder Punkt gewesen, aber sie hielt sich dann doch besser als befürchtet. Der riesige LT King Dunlap, bisher stets als Sicherheitsrisiko galore angesehen, machte die Saison seines Lebens und die Chargers dürften angesichts der Personallage in der Defense nix an dieser Position ändern; man wird hoffen, dass Dunlap kein Aschenputtel war. Der betonfüßige RT Fluker galt dann auch als positive Überraschung mit einem Einstandsjahr, das man ihm nicht zugetraut hatte.

San Diegos Offensive Line ist gewiss keine, die man zu den besten ligaweit zählen kann, aber es reicht ja quasi schon, wenn sie nicht auf Katastrophenniveau spielt. Auf Guard könnte es vielleicht noch ein Upgrade tragen. Aber zum x-ten Mal: Zuerst Defense.

So viel zu 2014. Mittelfristig wird diese Mannschaft noch eine Weile lang im Umbruch stecken.

Sektion „Ciao im November“ im Rückspiegel

Lass uns mal zurückschauen auf meine Saison-Prognosen Anfang September, beginnend mit der Fraktion der von mir damals zu den acht größten Außenseitern deklarierten Teams. Der Fraktion, zu der ich schrieb, es sei die Gruppe, die sich in erster Linie um die Preise Clowney und Bridgewater balgen wird und die Lombardi Trophy nur vom Hörensagen kennt. Der Ciao im November Fraktion.

Oakland Raiders

Division   AFC West
Tipp 2013  Vierter
Ergebnis   Vierter (4-12)

Ich schrieb (Auszug):

Die Oakland Raiders sind der einfachste Ausschlusskandidat zur Frage „Wer wird dieses Jahr die Superbowl gewinnen?“ Die Gründe sind einfach zu sehen: GM Reggie McKenzie rückte in der Offseason mit Schubkarre und Mistgabel an, schmiss alles, was nicht niet- und nagelfest an die Franchise gebunden war, raus und vollzog damit die seit vielen Jahren überfällige Generalsanierung. So kommt es, dass in diesem talentarmen Kader der teuerste Spieler nur als Geist in Form von Al Davis des berüchtigten dead moneys existiert, das weit mehr als ein Drittel des Gehaltsbudgets der Raiders für sich beansprucht. So notwendig die Generalüberholung war, so sehr kastriert sie Oakland für diese Saison.

[…]

Es ist nicht alles hoffnungslos. Allen wird aus seinen Fehlern im ersten Jahr als Cheftrainer lernen und kann – allem Anschein nach – zumindest noch dieses Jahr relativ ungestört arbeiten. Der Schedule ist eher einfach, die Division AFC West auch. In einer Liga, in der jedes Team tendenziell gen .500 strebt, sind auch fünf, sechs Saisonsiege für Oakland nicht ausgeschlossen. Das wäre dann aber vielleicht nicht so erstrebenswert, denn das bedeutete wohl ein Verpassen des #1-Draftpicks, und damit wohl auch kein Clowney oder Bridgewater.

Die Raiders waren einen Tick besser als befürchtet. Die Defense sah in der ersten Saisonphase sogar recht akzeptabel aus, und es gab Momente, in denen hatte man sogar das leise Gefühl, der unkonventionelle QB Terrelle Pryor tauge möglicherweise zum Franchise-QB. Am Ende bleibt festzuhalten: Die Raiders sind noch meilenweit entfernt vom Liga-Mittelmaß. Der Kader war schlicht zu schwach, er hatte keine Tiefe und die paar erfahrenen Recken in der Defense konnten es nicht alleine herausreißen.

Was aus der Vorschau traf ein? RB McFadden verletzte sich. D.J. Hayden spielte relativ wenig. QB Pryor scrambelte zwar für mehr als (O-Ton) „zwei“ Spiele, aber viel länger nicht. Missed-Tackle bei den Linebackers. Schwache Secondary bei schwachem Passrush.

Was traf nicht ein? Rookie-QB Tyler Wilson, von dem ich relativ viel gehalten hatte, wurde schon vor dem ersten Spiel gecuttet.

Jacksonville Jaguars

Division   AFC South
Tipp 2013  Vierter
Ergebnis   Dritter (4-12)

Ich schrieb:

Die lebloseste NFL-Franchise zuckt seit eineinhalb Jahren wieder ansatzweise. Seit der Halb-Pakistani Shadid Khan und seine Gefolgschaft die Jaguars für wenig Kohle übernommen haben, regt sich einiges, von Wembley über Advanced-Stats hin zu neuen Coaches. Der neueste davon ist der glatzköpfige Head Coach Gus Bradley, ein Energiebündel, das aus Seattle zu den Jaguars stieß und mit dem x-ten Neuaufbau beauftragt wurde. „Neuaufbau“ ist dann auch das Stichwort, das Jacksonville am besten schnell beschreibt.

Der erste Hoffnungsschimmer für 2013: Bradley ist nicht von Anfang an lame duck wie es das Versuchskaninchen Mike Mularkey letztes Jahr war. Bradley bringt eine Reputation mit, und er begann, diese gemeinsam mit dem exzellenten jungen GM David Caldwell schnell umzusetzen. Im Draft holte man in Ermangelung eines potenziellen Nachfolgers für den QB-Bust Blaine Gabbert einen Offense Tackle in Luke Joeckel, und sollte somit auf Jahre die Grundlage für gute Protection gesichert haben.

[…]

Es sind einfach zu viele Fragezeichen, und die Befürchtungen, dass QB Gabbert es nicht packen wird, sind berechtigt. Jacksonville muss die Saison als Aufbaujahr sehen. Es wird garantiert nicht wieder ein 2-14. Die natürlichen Verbesserungen („schlimmer kanns nimmer werden“, Pythagorean von 3.3 Siegen), die einfache Division und die Regression in Sachen Verletzungen (2012 war man #31 in Sachen Adjusted Games Lost mit 99 verpassten Starts, acc. Football Outsiders) kann man als positive Elemente am Firmament ausmachen.

Klarer Fall: Schwächstes Team der Liga. Man schaffte in der einfachsten Division der NFL nur mit viel Glück vier knappe Siege, nachdem man mehr als eine Saisonhälfte lang Angst haben musste, das zweite 0-16 Team der NFL-Geschichte zu werden. Man darf nicht an erster Stelle draften, aber man war das schlechteste Team der Saison.

Was aus der Vorschau traf ein? Gabbert entpuppte sich endgültig als Bust. Jacksonville holte mehr als zwei Saisonsiege.

Was traf nicht ein? DT Alualu schaffte den Breakout nicht. Leistungsmäßig sind die vier Saisonsiege unverdient; man war schwächer als prognostiziert trotz mehr Siegen.

Buffalo Bills

Division   AFC East
Tipp 2013  Vierter
Ergebnis   Vierter (6-10)

Ich schrieb:

Seit vielen Jahren werden die Bills gelobt für ihr kluges und geduldiges „Team-Building“, aber viel zu lange wurde darüber hinweg gesehen, dass solide Grundlagenarbeit ohne die Addition von echten Playmakern ein Muster ohne Wert bleiben. Buffalo hat seit Jahren ordentliche Statistiken, mit zwei negativen Ausreißern: Lauf-Defense und Quarterback. Beide sorgen dafür, dass die generische 7-9 Bilanz nun auch offiziell „Buffalo Bills Season“ getauft wurde: Gut, aber für den Durchbruch zu wenig.

[…]

Tut mir leid um Buffalo. Ich mag diese sympathische kleine Franchise. Ich mag auch den Head Coach. Ich mag Underdogs generell. Ich bin auch ein stiller Anhänger E.J. Manuels, wenn er denn mal das Spielfeld betritt. Aber dieses Jahr ist Buffalo näher an Clowney oder Bridgewater als an leisen Playoff-Ambitionen. Und das behaupte ich, obwohl ich weiß, dass Buffalo letztes Jahr eher ein underachiever war, der wohl besser als seine Bilanz war.

Die Bills krebsten sich durch die Saison ohne wirklich zu begeistern und schlossen mal wieder eine klassische 6-10 Saison. Man hatte eine wirklich fabulöse Defense (u.a. mit 5.3 NY/A die drittbeste Pass-Defense), aber in der Offense mit so vielen verletzten QBs wie andere in zehn Jahren nicht haben hatte man große Probleme. Aber: Die Basis passt. Die QB-Position bleibt das einzige Fragezeichen.

Was aus der Vorschau traf ein? Buffalo hatte niemals realistische Playoff-Chance. QB Manuel bleibt ein Fragezeichen. RB Spillers Effizienz-Stats gingen mit höherer Workload zurück. Offense Line bleibt ein großes Fragezeichen.

Was traf nicht ein? Lauf-Defense (am Ende #14 nach Success-Rate) war besser als befürchtet.

Tennessee Titans

Division   AFC South
Tipp 2013  Dritter
Ergebnis   Zweiter (7-9)

Ich schrieb:

Wenn man die Aussichten einer Franchise an ihrem Glamour-Faktor festmachen möchte, sind auch die Titans ein hoffnungsloser Fall. Gibt es eine Franchise, die momentan weniger Sex-Appeal versprüht? Ein greiser Owner Bud Adams, ein nahezu völlig unbekannter Head Coach Mike Munchak, dessen Football-Philosophie so schwammig ist wie die Wurftalente des jungen QBs Jake Locker. Immerhin verspricht der unausweichliche Clash der beiden „DefCoords“ Jerry Gray und Gregg Williams unterhaltsam zu werden.

[…]

Es ist zu befürchten, dass es nicht reichen wird. Ohne eine extreme Steigerung Lockers – die eher unwahrscheinlich ist – geht da nicht viel, und sämtliche Advanced-Metrics lassen nicht drauf schließen, dass wir es hier mit schlafenden Riesen zu tun haben. Selbst in der schlimmen AFC South wird das nix.

Die Titans waren eine zeitlang ein wirklich unangenehm zu bespielendes Team. Sie versprühten zwar keinen Sexappeal, aber sie zogen mehrere Gegner, u.a. den späteren Superbowl-Champ Seattle, zu sich herunter und würgten knappe, unverdient anmutende Siege heraus. Dann verletzte sich QB Jake Locker und die Saison ging nach und nach den Bach runter. Am Ende stehen zwar sieben Siege, aber es sind sieben Siege in einer Gurken-Division.

Was aus der Vorschau traf ein? Sehr gute Skill-Positions.

Was traf nicht ein? Es gab keinen Clash der OffCoords, weil Gregg Williams von Anfang an das Sagen hatte. QB Locker war besser als befürchtet, zeigte in den Wochen, in denen er fit war, teilweise richtig ansprechende Leistungen, und könnte 2014 erneut eine Chance bekommen. WR Kenny Britt war kein Faktor.

New York Jets

Division   AFC East
Tipp 2013  Dritter
Ergebnis   Zweiter (8-8)

Ich schrieb:

Wir kommen zum ersten Team, das zumindest Unterhaltung verspricht. Die Jets um ihren kultigen Head Coach Rex Ryan werden – so sehr sie Beispiel für alle klassischen Managementfehler in der NFL sind – immer Schlagzeilen produzieren, egal wie gut oder schlecht sie spielen werden. Die Zeichen stehen übrigens eher auf „schlecht“.

[…]

Die Advanced-Metrics lassen nicht auf einen Sleeper schließen. Der Trainerstab ist angesägt und der eher unbekannte GM John Idzik getraut sich nicht, klare Statements abzugeben. Die drohende QB-Controversy verspricht nicht nur Spannung, sondern auch negativen Einfluss auf die Mannschaftsleistung, und im schlimmsten Fall nicht nur die Verbrennung von QB Sanchez, sondern auch jene von QB Smith.

Es wurde eine 8-8 Saison, mit der jeder Jets-Fan im Sommer zufrieden gewesen wäre. Es wurde aber auch eine 8-8 Saison, die irreführend sein kann. Die Effizienz-Stats der Jets sind eine Katastrophe: Man wurde oft abgeschossen, man ist nach Pythagorean eher ein Team, das normalerweise 5 Siege holt (5-1 in engen Spielen). Rex Ryan durfte bleiben, weil er eine einmal mehr famose Defense auf das Feld schickte, aber stehen die Zeichen damit wirklich so positiv?

Was aus der Vorschau traf ein? Eigentlich fast alles. Die Jets waren relativ einfach vorhersehbar.

Was traf nicht ein? Die Defense hab ich ein wenig unterschätzt.

Arizona Cardinals

Division   NFC West
Tipp 2013  Vierter
Ergebnis   Dritter (10-6)

Ich schrieb:

Die Cards sind insgesamt gewiss etwas verbessert, weil sie vor allem die brutalsten Schwachpunkte in der Offense eliminierten. Es ist halt die Frage, ob es reicht. Der Schedule ist knüppelhart in der NFC West und NFC South sowie Eagles und Lions als Positionsspiele. Vor allem der Spielplan zur Saisoneröffnung ist so heftig, dass selbst ein 0-8 zur Bye Week nicht völlig überraschen würde. Das Loch, in das sich Arizona die letzten Jahre gegraben hat, war tief. Ich bin trotz einiger gelungener Einkäufe in der Offense nicht überzeugt, dass die Cards weit nach oben fliegen werden.

Der erste klare Fehlschlag in dieser Auflistung. Die Cardinals stellten vor allem dank ihrer erstklassigen Defense zum Saisonende eine Mannschaft, gegen die niemand gerne in den Playoffs gespielt hätte. Sie schlugen auswärts Seattle trotz vier Interceptions der eigenen Offense. Ihre größte Problemzone bleibt die Offense Line, ein Ort, an dem man für die kommende Saison nicht bloß einen möglichen Erstrundenpick 2014, sondern auch den Erstrundenpick 2013 (G Jonathan Cooper) quasi als Neuzugang vermelden kann.

Was aus der Vorschau traf ein? Die neu geholten Skill-Player in der Offense waren zwei bis drei Klassen besser als ihre Vorgänger. Das Problem der Offense war, dass QB Palmer zu wenig Zeit für die vertikale Offense bekam.

Was traf nicht ein? Die Erfolge von Bruce Arians deuten darauf hin, dass ich zu negativ war. Tyrann Mathieu war besser als erwartet. Der befürchtete Saisonstart von 0-8 Siegen mutierte in einen Saisonstart mit 4-4 Siegen, weil man schneller als erwartet aus den Startlöchern kam.

San Diego Chargers

Division   AFC West
Tipp 2013  Dritter
Ergebnis   Dritter (9-7)

Ich schrieb:

Die Chargers sind ein merkwürdiges Team: 2012 waren sie konkurrenzfähiger als man vielleicht denken möchte, mit 7-9 Saison und mehreren Halbzeitführungen gegen gute Teams; sie ersetzten den allgemein als schlechten „in game“-Manager angesehenen Norv Turner durch McCoy. Auf der anderen Seite wirkt das Team reif für einen richtigen Umbruch. Es wäre eigentlich sogar ein Sleeper für den Top-Draftpick 2014, wenn da nicht der Faktor Rivers ist. Rivers ist vermutlich zu gut – und die AFC West zu schwach – dass San Diego nicht trotzdem wenigstens sechs, sieben Spiele irgendwie gewinnt und den ganz hohen Draftpicks aus dem Weg geht. Eigentlich ist das fast schade. Aber andererseits: Sollte Rivers noch mal heißlaufen, geht es in dieser AFC auch ganz schnell nach oben…

Die Chargers waren definitiv ein Team, das über meinen Erwartungen spielte. Die Mannschaft überzeugte vor allem mit einer revitalisierten Offense um den fantastischen QB Rivers (7.5 NY/A) und zog verdientermaßen in die Playoffs ein. Mike McCoy machte angesichts des unterirdischen Spielermaterials in der Defense viel mehr aus dem Kader als man ihm zugetraut hatte. Von wegen Sleeper für den Top-Pick.

Was aus der Vorschau traf ein? Rivers war unter gegebenen Umständen ein produktiver QB. Die Checkdown-Option Woodhead war eine wichtige Komponente der Offense. Die Defense war eine Katastrophe, zumindest bis hinein in den Dezember – danach erfing man sich wenigstens halbwegs.

Was traf nicht ein? McCoy und Whisenhunt sind zwar nicht Offensivgeister mit den identischsten Weltanschauungen, aber das Produkt, das man aufs Feld schickte, spricht für sich: Es war fantastisch. Rivers war besser als erwartet. Keenan Allen war besser als erwartet. Die Offense Line war besser als erwartet. RB Mathews fiel keine fünf Spiele aus.

Cleveland Browns

Division   AFC North
Tipp 2013  Vierter
Ergebnis   Vierter (4-12)

Ich schrieb:

Genau betrachtet sind die Cleveland Browns schon seit geraumer Zeit eine Franchise vor dem Durchbruch. Dass davon niemand Notiz nahm, ist hausgemacht, weil sich alles auf die Streitereien im Front-Office konzentrierte. Dass man den Durchbruch nie schaffte, ist in erster Linie die bisher gescheiterte Suche nach einem echten Franchise-QB: Cleveland ist allein diesen von der Relevanz entfernt (2012 mit 5.7 NY/A nur das 25t-beste Passspiel).

[…]

Weedens Standing in Cleveland leidet zudem darunter, dass mittlerweile im bei mir völlig verhassten GM Michael Lombardi ein Manager am Wursteln ist, der Weeden letztes Jahr als TV-Pundit komplett in den Senkel stellte. Lombardi gilt als Machtmensch, und das tut den aufgewühlten Strukturen in Cleveland eher nicht gut. Da haben wir zum einen einen neuen Besitzer, der sich zwar anfangs wie ein junger Vater um sein neues Kind kümmerte, aber mittlerweile keine Zeit mehr dafür hat, weil er mitten im Schulden- und Korruptionssumpf steckt und womöglich sein Kind zur Adoption freigeben muss. Zum anderen haben wir den von Lombardi installierten Head Coach Rob Chudzinski, aus Carolina gekommen, ein ehemaliger Schüler Norv Turners. Dieser Turner ist mittlerweile auch in Cleveland, als Assistent Chudzinskis. Und es gibt in Ray Horton einen neuen DefCoord, der zuletzt in Arizona aus dem Trainerstab geekelt wurde.

[…]

Die großen Fragezeichen sind im Angriff zu finden: Weeden hat null Rückhalt, muss aber mangels Alternativen (Campbell anyone?) schnell liefern. RB Trent Richardson ist zwar ein Supertalent, das einen eher schwierigen Einstand hatte, aber er ist eben nur ein Running Back und hat erneut Verletzungssorgen. WR Josh Gordon ist erstmal zwei Spiele gesperrt. Und so viele Ballfänger von Format gibt es in Clevelands Kader nicht.

Die Division ist auch schwer genug. Ich glaube schon lange an einen Aufwärtstrend, weil wie gesagt nur die Passoffense noch eine echte (wenn auch ernst zu nehmende) Schwachstelle war (5.7 NY/A, #25), und auch weil die Browns dieses Jahr nicht wieder solches Verletzungspech wie im letzten Jahr haben sollten (lt. Football-Outsiders #27 der Adjusted Games Lost-Liste). Trotzdem: Die Kombination aus viel Neuem, schwerer Division und QB-Fragezeichen lässt mich die Browns schweren Herzens für ein hoffentlich letztes Mal in diese unterste Kategorie setzen.

Totalschaden. Nicht, dass die 4-12 Bilanz so katastrophal war – man hatte sie zumindest befürchtungsweise noch einmal kommen sehen können. Aber was nach Saisonende folgte, spottete jeder Beschreibung. Die Entlassung des Headcoaches Chudzinski nach nur einem Jahr zerstörte jedes Vertrauen in ein Front-Office, das nur wenige Wochen später rasiert wurde, weil es keinen Head Coach finden konnte (auch wenn man gerüchteweise an Jim Harbaugh (!) dran war). Jetzt also ein Neustart. Mal wieder.

Was aus der Vorschau traf ein? Weedens Zeit ist abgelaufen. Michael Lombardi tat den Strukturen in Cleveland nicht gut (das war die einfachste Prognose der Saison). Menschliche Seifenoper: Check. Die Defense war stark (u.a. mit 5.5 NY/A die #4 im Passspiel).

Was traf nicht ein? Rookie-OLB Mingo war Lichtjahre vom DROY-Award entfernt, auch wenn er lichte Momente hatte. Insgesamt ist die Browns-Preview trotz der niedrigen Einstufung eine Spur zu optimistisch geraten. Ach ja, und: RB Richardson und „Supertalent“ in einem Satz erwähnen, wird künftig mit Gefängnisstrafe nicht unter zwei Jahren geahndet.

AFC-Divisional Playoffs 2013/14: Denver Broncos – San Diego Chargers live

[01h59] Endstand Denver Broncos 24, San Diego Chargers 17.

Enttäuschendes Spiel, vor allem, weil die San Diego Chargers einen idiotischen GamePlan mit ihrer Offense verfolgten, und zwar nicht nur zwei Drives lang, sondern dreieinhalb Viertel. Du kannst mal in die Grütze greifen und dich falsch vorbereitet haben, aber du hast immer eine Chance, es noch zu korrigieren. Aber McCoy/Whisenhunt blieben dreieinhalb Viertel bei Marty Ball und gehören dafür mit dem Ausscheiden bestraft.

Whisenhunt sollte ab morgen in seinen Headcoach-Vorstellungsgesprächen Fragen diesbezüglich beantworten müssen. Hoffentlich auch in Detroit.

Denver war heute nicht überragend, aber in einem Spiel der wenigen Drives mussten sie nie punten, sondern spielten die Drives aus. Turnovers, Drops in der EndZone und verschossene Field Goals hielten das Spiel länger knapp als es sein musste.

San Diego hatte eine sehr gute Saison, viel besser als erwartet. Man rettete sich über eine lange Zeit horrende Defense hinweg und schaffte es verdientermaßen in die Playoffs, aber heute war ein Offenbarungseid vom Trainerstab. Als man Rivers endlich machen ließ, hätte man das Spiel fast noch gedreht. Vor allem der sensationelle Rookie #13 Keenan Allen glänzte mit 6 Catches für 142yds und 2 TD, fast alles davon im letzten Viertel (ein 19yds-Catch hatte er glaube ich noch im dritten).

Updoming: AFC Finale Denver vs New England (nächsten Sonntag, 21h MEZ).

Manning gegen Brady. Da ist viel Geschichte dabei. 2003/04 die Interceptions von Ty Law im Schneegestöber von Foxboro. 2004/05 die Patriots mit der Backup-Defense gegen die Rekord-Offense Mannings: 3 Punkte für Peyton. 2006/07 das epische AFC-Finale im RCA Dome.

[01h53] Moreno macht das notwendige 1st-Down, und das Spiel ist over. Denver zieht ins AFC-Finale ein und trifft am Sonntag um 21h auf die New England Patriots.

[01h47] Nächste Serie: Wieder eine 3rd-Down Completion für Thomas. McCoy macht danach überraschenderweise das Richtige und zieht sein letztes Timeout noch vor der 2min-Warning.

[01h45] Die Denver-Angriffsserie:

  1. Down: False Start und -2yds Lauf.
  2. Down und 17: Incomplete.
  3. Down: TE Thomas holt ihn für 19yds runter und geht aus dem Spielfeld.

Im dritten und extrem lang. Die Safetys ziehen in die Mitte, Thomas nach außen. Ist völlig offen.

[01h41] Um 0h34 haben die Chargers übrigens ein Timeout gezogen, das man jetzt durchaus gebrauchen könnte…

[01h39] Denver 24, San Diego 17/Q4 3:53. 30yds-FG Novak. Ich hätte zwar ausgespielt, aber okay. Dann wäre McCoy dafür gegrillt worden, nicht für sein katastrophales Offense-Management in den ersten 3.5 Vierteln.

[01h32] Onside-Kick, und San Diego recovert.

[01h27] Denver 24, San Diego 14/Q4 5:43. Nächster 16yds-TD für #13 Keenan Allen. And again: Warum nicht früher?

Jetzt muss ein Onside-Kick her.

[01h22]

[01h17] Denver 24, San Diego 7/Q4 8:12. 3yds-Run für #27 Moreno. 9 Plays, 81yds, 4:47min Drive. Zahnlose Chargers-Defense, und die Entscheidung.

Manning mit viel Passspiel um nahe der SD 30 zu kommen (ergo in FG-Reichweite), danach wurden nur noch die relativ risiklosen Läufe angesagt um an der Uhr zu schrauben und im schlimmsten Fall relativ sichere 3 Punkte mitzunehmen.

[01h10] Refs bekleckern sich bei einer undurchsichtigen Penalty-Situation gegen die Chargers-Defense nicht unbedingt mit Ruhm. Nach zirka drei Minuten Rätselraten ist klar, wohin die Reise geht: DPI, 23yds-Strafe gegen San Diego, auch wenn keine Einstellung irgendwo eine DPI hergegeben hätte.

[00h58] Denver 17, San Diego 7/Q4 12:59. 16yds-Catch für #13 Keenan Allen, der sich gegen CB Jammer durchsetzt. Drive: 6 plays, 63yds, 3:08min.

Die Chargers setzen verstärkt auf das Passspiel, und Überraschung, Überraschung: Schon sind die ersten Punkte da. Muss man da wirklich studiert haben, um das zu überreißen? Muss man wirklich über drei Viertel warten, bis man die Granate Allen erstmals wirklich in Szene setzt?

Drittes Viertel

[00h51] Ende Q3. San Diego mal wieder mit einem 3rd-und-4 vor der Brust. Scheitert man, wird McCoy punten, da kannst du Gift drauf nehmen.

[00h47] Prater nagelt ihn aus 47yds links daneben, wobei ab ca. Hälfte der Distanz der Wind den Ball merklich seitwärts trieb. Mike McCoy feiert den Fehlkick als hätten die Chargers das Spiel schon gewonnen.

[00h45] Omaha-Counter: 4.

[00h42] Offside-Counter der Chargers gegen den „Omaha“-Audible: 3. (ein vierter kam gegen einen anderen Audible)

[00h39] 19yds-Pass für #13 Keenan Allen. Dann ein verwertetes 3rd-Down wegen OPI zurückgepfiffen. Dann ein fangbarer Ball durch die Finger von TE #89 Green geflutscht – Resultat: Punt. Der Punt geht 50cm in die EndZone und hüpft wieder raus, aber das Regelwerk ist gnadenlos und sagt: Touchback.

[00h34] Timeout San Diego vor dem 3rd-Down und 4. Eh klar.

[00h32] Letzter ernsthafter Offense-Spielzug der Chargers war um 23h45.

[00h28] Denver 17, San Diego 0/Q3 9:35. 45yds-FG für Prater.Tiefer Ball Manning, und Welker droppt den Ball. Ich weiß nicht, ob ich nun eine Reaktion von den Chargers erwarten soll. Ich erhoffe mir aber zumindest noch etwas.

[00h14] Mike McCoy im Halbzeitinterview: Wir müssen uns in 3rd-und-lang verbessern. Wie wäre es, die vielen Run Plays aus dem Playbook zu streichen, um die 3rd-und-langs zu verhindern?

Ansonsten: Te’o out. Hoffnung auf Besserung bei den Chargers: Minimal.

Zweites Viertel

[00h05] Halbzeit Denver 14, San Diego 0.

Ganz üble Halbzeit aus Chargers-Sicht. San Diego wird in Grund und Boden gespielt, sieht seine softe Defense-Front 6 überlaufen und könnte durchaus schon mit 3 oder 4 TD zurückliegen.

Einige Probleme sind auch hausgemacht, so z.B. das Offense-PlayCalling, ein reines Marty-Ball Gekicke, mit schrecklichem Output: 12 Rushes für 44yds, Rivers ist 5/8 für 20yds. Mit Sacks 1 NY für San Diego. Nicht 1 NY/A. Sondern 1 NY. In NY/A ist das ein Elftel Yards pro Versuch. Kein einziger Catch für einen Wide Receiver. Nur zwei Anspiele für WR. Sogar im 3rd-und-17 wurde gelaufen. Was für eine Blamage.

Denver mit 4 Drives: TD, Fumble, TD, Interception. 86, 13, 57 und 26yds für die Broncos-Drives.

Denver kriegt nun als erstes den Ball und kann den Gegner mit einem TD-Drive begraben.

[00h00] Pass Manning in die EndZone, DB Stuckey fälscht den Ball ab und LB #56 Victor Butler mit der mitternächtlichen Tanzeinlage, fängt den Ball ab.

… und dann knien die Chargers mit einer halben Minute auf der Uhr ab! Fuck. Versuchts wenigstens.

[23h53] CBS at his best: Punt Return. Decker haxelt sich selbst. Werbepause. Schalte zurück ins Stadion. Punter Scifres liegt verletzt am Boden. Werbepause. Schalte zurück ins Stadion. Ein Charger hüpft mal wieder Offside. Schiri-Erklärung. Und dann tickert die Uhr auf 2:00 runter. Werbepause. Sechs Minuten Realzeit. Plays: 0.

[23h48] Eben flog ein Stoffsack mit 180 Sachen durchs Bild, und San Diego muss in diesen Wind hinein werfen, aber ist das eine Entschuldigung für das PlayCalling der Chargers? RRPP in seiner reinsten Sorte. Das ist natürlich eine logische Vorgehensweise mit einem der besten Quarterbacks der Liga…

Punt, und PR #87 Decker könnte durchlaufen, stellt sich aber selbst das Bein. Denver in sehr guter Feldposition, mal wieder. Und Denver kriegt nach der Pause auch als erstes den Ball.

[23h40] Denver 14, San Diego 0/Q2 6:00. 3yds-TD #83 Wes Welker. Drive: 9 plays, 57 yds, 5:13min. Nächster lockerer Broncos-Drive gegen eine zahnlose Chargers-Defense.

Auffällig bei San Diego: Sie lassen sich vom „Omaha“-Audible Mannings verarschen. Schon zweimal „Enchroachment“ gegen San Diego bei diesem Audible, plus ein weiteres Mal haarscharf dran, als die Refs keine Flagge warfen.

[23h28] Rivers lässt sich im 3rd-Down an der DEN 35 sacken. San Diego versucht trotzdem in den Winden von Mile-High den 53yds-Kick, aber Novak rutscht weg und der Ball fällt harmlos 10m zu kurz zu Boden.

[23h23] Ein haariger Call der Referees: TE #80 Julius Thomas fängt einen Ball im 3rd-Down und fumbelt ihn weg. Alle Replays hätten eher vermuten lassen, dass es ein Incomplete-Pass war, es die Beweislage war wohl zu schwach. San Diego übernimmt an der SD 44.

Erstes Viertel

[23h12] Fortsetzung der „Marty Ball Offense“ bei den Chargers in allerbester Manier: 1yds Run, 1yds Run, 5yds Strafe, Incompletion, Punt.

[23h03] Denver 7, San Diego 0/Q1 2:25. 2yds-Pass für WR #88 Thomas in engster Deckung vom S #32 Weddle.

Auch die Broncos mit einem zeit- und ressourcenraubenden Drive, 14 Plays, 86yds, 7:00min, aber im Unterschied zu den Chargers ist man ergebnisorientierter, und dank einer 6/8 Serie von Manning (68yds) für teilweise erschreckend offene Receiver gibt es den ersten TD.

Allerdings fällt bei Manning erneut der schwache tiefe Ball auf. Ein tiefer Pass in die EndZone hätte mit einem Minimum an Glück auch von einem Chargers-DB abgefangen werden können (bzw. „werden sollen“).

[22h58] Manning hat einen Audible, der sich „Heidi“ nennt, und der verwirrt San Diego so sehr, dass die Chargers erstmal ihr zweites (!) Timeout in den ersten zehn Minuten ziehen.

[22h50] Uninspirierter Start der Chargers, die sich extremst lange Zeit lassen, mit sechs Offense-Plays über 5min von der Uhr nehmen. Es wird viel gelaufen. Es wird sogar im 3rd-und-17 gelaufen, und dann schenken die Broncos ihnen via Facemask ein neues 1st-Down. Eine erste Sollbruchstelle in der Offense Line hat sich auch schon aufgemacht: Zwischen RT #76 Fluker und dem Right Guard brechen in schöner Regelmäßigkeit die Denver-Passrusher durch – schon zwei Sacks (in 5 Pass-Plays!) gegen Rivers. Punt.

[22h42] Die Winde in Denver sollen heftig sein: Die Rede ist von 23mph (Meilen pro Stunde). Das wird Passspiel nicht einfach machen. Quelle: PFT.

[22h26] Heute am frühen Abend schneite eine Meldung herein, die Peyton Mannings NFL-Zukunft mal wieder in Frage stellt. Körperteil des Schreckens: Der Nacken.

[22h18] Das Divisional-Wochenende ist bisher überraschungsfrei: Alle drei Spiele wurden vom Favoriten nach Wettbüros gewonnen. Sollten nun die Broncos gewinnen, werden wir im Conference-Finale die vier Teams sehen, die im Sommer nach Wettbüros die vier Topfavoriten auf das Endspiel waren.

Broncos (13-3) gegen Chargers (10-7) ist aber eine reizvolle Ansetzung, die durchaus Upset-Potenzial besitzt. Die Vorschau-Serie:

Kurz nach halb elf geht es los.

Divisional-Playoffs 2013/14 am Sonntag

Den Abschluss machen heute Abend zwei Spiele, die wir schon am 10. November 2013 hatten. Für beide Spiele habe ich schon damals eine detailliertere Vorschau geschrieben. Beide sind heute immer noch ähnlich gepolte Matchups, aber es gibt kleinere Unterschiede von damals zu heute.

Carolina Panthers – San Francisco 49ers

  • Kickoff 19h05
  • Live bei SPORT1 US und im NFL-Gamepass, Zusammenfassung bei SAT.1 und im ran.de-Stream ab 0h05
  • US-Kommentatoren: Joe Buck/Troy Aikman
  • Vorschau Herrmann: Panthers vs 49ers.

Langjährige Leser kennen die folgende Leier: Die Carolina Panthers gehören auf diesem Blog zu den Mannschaften, die am öftesten thematisiert wurden. Das liegt daran, dass sie seit Beginn der Saison 2012 (!) quasi ohne Unterbrechung im NFL-Power Ranking in den Top-8 stehen, trotz Zeiten in denen ihre Siegbilanz bei 2-8 lang und sie eher um den Top-Draftpick spielten als um die Superbowl: Sie waren Down für Down so effizient, dass sie eher um letzteres hätten spielen sollen. Aber sie hatten ein Problem: Den Head Coach Ron Rivera.

Rivera ist allerdings auch der Mann, der in dieser Saison eine der erstaunlichsten Wendungen genommen hat, die ein Mann in seiner Position nehmen kann: Er wurde vom konservativsten PlayCaller zu einem der aggressivsten, spielte plötzlich 4th-Downs en masse aus anstelle zu punten – und die Panthers begannen mit dem Gewinnen. Nach einem unglücklichen 1-3 Start zu Beginn der Saison antworteten die Panthers mit einer 11-1 Serie zum „Abschluss“. Resultat: Gewinn der NFC South, Seed #2 in der NFC.

Die Ironie der Geschichte in Carolina: Während letztes Jahr die Offense um QB Cameron Newton die Pace vorgab, ist es dieses Jahr die Defense, die in der Offseason um haargenau die richtigen Spieler ergänzt wurde: DT #98 Lotulelei und DT #99 Short, beide hohe Draftpicks, die die große Lücke in der Defensive Line stopften. Carolina 2013 führt folgende Spieler in der Front-Seven auf:

  • DE #76 Greg Hardy
  • DT #98 Star Lotulelei
  • DT #91 Colin Cole / #99 Kawann Short
  • DE #95 Charles Johnson
  • OLB #93 Chase Blackburn
  • ILB #59 Luke Kuechly
  • OLB #58 Thomas Davis

Eine Front-Seven, die 48 der 60 Panthers-Sacks fabriziert hat; allein die Ends Hardy (15 Stück) und Johnson (11) machten zusammen 26. Lotulelei gilt als einer der besten Rookies des Jahrgangs. Kuechly, ein Mann im zweiten Jahr, gilt als legitimert Anwärter auf den Titel des „Abwehrspielers des Jahres“.

Diese Front-Seven allein reicht aus, um trotz eines suspekten Defensive Backfields eine der besten Pass-Defenses im Lande zu stellen: 5.5 NY/A (#5 der Liga) bei 59% Success-Rate (#16) gegen das Laufspiel, und eine weit überdurchschnittliche INT-Quote von 3.6%. Eine Sack-Quote von 9.6%, beste der Liga. Carolina gibt zwar 66.7% Completion-Rate im Passspiel auf, aber für wenige Yards: nur 10.3yds/Completion, viertbester Wert der Liga. Wie man es drehen und wenden will: Diese Defense ist fassungslos gut geworden, und sie ist philosophisch ein Ebenbild des heutigen Gegners San Francisco: Auch dort hat man eine dominante Front-Seven gebaut, und versucht damit, eine suspekte Secondary zu kaschieren. Allerdings spielt Carolina vornehmlich 4-3, San Francisco eher ein verkapptes 3-4. Wuchtig sieht beides aus.

Sogar die Offenses sind ähnlich gepolt: Viele Ressourcen, die in die Running Back-Position gesteckt wurden. Zwei junge, schwarze, mobile Quarterbacks. Ein Ballfänger-Corp, der in erster Linie aus einem guten Wide Receiver und einem guten Tight End besteht. Eine Offense Line, in die Geld investiert wurde, die aber eher unkonstante Leistungen bringt. Alles mit Zusatz „jeweils“. Der Absatz gilt für beide Teams.

Bei den Panthers ist aber ausgerechnet der Teufel im Detail bei Cameron Newton begraben. Die landläufige Meinung sah in Newton nun zwei Jahre lang eine Lusche in den engen Spielen, ohne Eier, die Mannschaft Tebow-like rein per Willenskraft zum Sieg im engen Spiel zu preschen. Newton verlor fast alle der knappen Spiele der ersten Jahre, aber seine Offense brachte mit ihm stets um die 7.0 NY/A Passspiel zusammen – trotz eines abseits von WR-Legende #89 Steve Smith unterirdischen WR-Corps.

2013? Nun, Newton wurde über Nacht Eli-Manning-like zum „Close-Game“ Star und führte spektakuläre „Game Winning / Comeback Drives“ gegen Patriots, 49ers oder Saints das Feld runter. Allerdings leidet die Panthers-Offense dieses Jahr unter der geringeren Effizienz: Nur noch 5.9 NY/A für Newton sind nur noch der 20t-beste Wert der NFL. Nicht alles davon ist schlecht: Carolina spielt dieses Jahr einen Tick zurückhaltender in der Offense: Es wird kürzer geworfen, es wird weniger tief geworfen:

2011   25.7%
2012   23.3%
2013   19.9%

Das sind die Prozentwerte der Newton-Pässe, die in den letzten Jahren mehr als 15yds in der Luft downfield gingen (also keine 2yds-Pässe, die von Runninbacks zu 15yds-Raumgewinnen getragen wurden). Die Completion-Rate der Newton-Pässe stieg leicht an, von zuletzt 57.7% auf nunmehr 61.7%. Aber die Pass-Success Rate, also die Rate an Pässen, die verbesserte Punkteerwartung („EPA“) brachte, ist bei Newton seit Karrierebeginn dieselbe: 47%. Er ist also der fast identische Spieler seit Jahren.  Heute wird er allerdings mal wieder mit einem bestenfalls angeschlagenen (Knieverletzung) Steve Smith antreten können – Smith ist wohl active, aber er selbst ist sich noch nicht sicher, wie fit er sein wird.

Kaepernick kommt aus derselben Draftklasse wie Cam Newton, wurde aber erst Mitte 2012 zum Stammspieler. Er hat einen etwas besseren Support-Cast in Leuten wie Boldin, Davis oder Crabtree, aber er erlebt dieses Jahr erstmals Kritik, weil die Pass-Offense der Niners nur allzu oft so aussah: 13/25 Pässen für 174 yds, 1 TD, 1 INT, 3 Sacks, 4 gecallte Timeouts zur Verhinderung von False-Starts. Im „Hinspiel“ gegen Carolina, jenem berühmten 10-9 Sieg der Panthers, waren Kaepernick und seine Jungs noch schwächer: 11/22, 91yds, 1 INT. Allerdings fehlten damals noch Crabtree und in der zweiten Halbzeit Davis wegen Knieproblemen.

Ein weiterer Faktor in diesem Spiel: Das Coaching. Rivera ist völlig ohne Vorwarnung über Nacht zum Vorreiter der neuen Coach-Generation „Go fo it on 4th Down“ mutiert, und schwupps gewinnen die Panthers nun diese Spielen, die sie zuvor verloren haben (u.a. dank 5 Siegen in den letzten 5 knappen Spielen!). Nicht alles davon ist Rivera, aber ein Teil sicherlich. Der Coach, der in den letzten Jahren so viele Spiele wegschmiss, weil er Schiss hatte, gewinnt nun umso mehr davon. Auch gegen San Francisco?

Nicht alle sind sich sicher, dass Rivera auch in der Crunchtime in seinem ersten Playoff-Spiel die Eier zum Ausspielen zeigen wird. Einen Vorteil gegenüber seinem Gegenüber Jim Harbaugh hat Rivera aber auf alle Fälle: Er verbrennt nicht so viele sinnlose Timeouts, bevor es gen Spielende geht. Was sich Harbaugh/Kaepernick zuletzt wieder in Green Bay leisteten, spottete jeder sittlichen Beschreibung (2 verbrannte Timeouts in den ersten Minuten im dritten Viertel, davon eines vor dem ersten Spielzug des dritten Viertels!).


Für Newton und sein Bild in der US-Öffentlichkeit ist es ein enorm wichtiges Spiel: Er kann mit diesem Spiel vom leicht freakigen Unsympathen in der Provinz von Carolina („da drunten“) zur landesweiten Marke als neuester „Elite-QB“ mutieren – so unfair die eine oder andere Darstellung von ihm sein möge. Gelingt ihm kein Sieg, sollte man ihn aber auch nicht verdammen, denn die Ansetzung gleicht einem Münzwurf. Das Power-Ranking sieht einen 52/48-Vorteil pro Carolina. Das Hinspiel hatte einen 10-9 Endstand, und seither haben die 49ers Crabtree und einen fitten Davis dazu bekommen.

Es ist die klassische Ansetzung, in der die sprichwörtlichen Kleinigkeiten entscheiden könnten: Der Fumble, der in die richtigen Arme fällt. Der Puntreturn, der einen Tackle bricht und für 27 statt -2yds geht. Die eine Pass-Interference, die wahllos gegeben wird, weil sich die Refs nicht noch stärker dem Vorwurf der „Playoff-Softies“ aussetzen wollen.

Oder aber, es entscheidet der Quarterback, der sein Pass-Spiel gegen die jeweilige Monster-Defense besser in Gang kriegt. Und da würde ich heute aufgrund des besseren Supporting-Cast tendenziell mit Kaepernick gehen. Ergo: Ich sehe San Francisco trotz Harbaughs Auszeiten-Fetisch minimal vorn.

Denver Broncos – San Diego Chargers

  • Kickoff 22h40
  • Live bei SPORT1 US, im ran.de-Stream und im NFL-Gamepass, Zusammenfassung und Live-Einstieg bei SAT.1 ab 0h05
  • US-Kommentatoren: Jim Nantz/Phil Simms

Diese Ansetzung ist eine der einfachsten intuitiv innerhalb von Momentenbruchteilen zu erfassen, aber sie ist extremst schwierig, in eine strukturierte Preview zu fassen. Der Grund ist, dass beide Mannschaften konzeptionell sehr ähnlich gebaut sind, aber beide sind schwierig, in Worte zu fassen. Sie sind Wundertüten. Wundertüte ist dabei ein Synonym für „ich weiß es nicht“.

Die Chargers sind potenziell großartig. Gleichzeitig sind sie unkontrollierbar – für sich und für den Gegner. Das macht dieses Spiel so attraktiv.

Beide Teams sind um ihre Quarterbacks gebaut, wobei bei den Broncos der QB Peyton Manning „das System“ darstellt in Form von einem immergleichen Runterwichsen der Plays: 3 WR, 1 TE, 1 RB in der Aufstellung, und je nachdem was die Defense anbietet, lässt der Stratege Manning laufen oder er wirft selbst. Das funktioniert, solange er zumindest zwei großartige Wide Receivers hat; die Broncos haben deren vier: #88 Demaryius Thomas, #87 Eric Decker, #83 Wes Welker, #80 TE Julius Thomas. Manning selbst ist der ganz große Wurfkünstler nicht mehr, aber das muss er auch nimmer sein. Sein Wissen genügt.

Bei den Chargers geht es mehr um die Wurfkünste des Philip Rivers, wobei die Offense durchaus vielseitig ist: Alles, was die Offense Line wirklich drauf hat, ist das Lauf-Blocking. Damit kommt das Laufspiel um RB #24 Mathews und den weißen Zauberer #39 Woodhead ganz gut über die Runden. Dazu streut Rivers eine Menge an Kurzpässen und Checkdowns für die konstanten kurzen Raumgewinne ein, aber der wahre Star ist das Mitteldistanz-Spiel: Rivers bringt mit seiner Präzision auch die schwierigsten Pässe an den Mann, und keiner seiner Receiver ist dabei instrumenteller als der Rookie mit der #13, Keenan Allen.

Vom Konzept her ist das also ähnlich bei beiden. Liegt es daran, dass Chargers-Headcoach Mike McCoy letztes Jahr OffCoord in Denver war, und sich so einiges bei Manning abschauen konnte? Oder liegt es am QB-Flüsterer Ken Whisenhunt, jetzt OffCoord in San Diego? Auf alle Fälle sind die Ergebnisse bei den beiden Teams ähnliche: Denver als #1-Passoffense mit 7.8 NY/A, San Diego als #2 mit 7.5 NY/A. Denver mit 44% Success-Rate im Laufspiel, San Diego mit 43%.

Die Fragezeichen sind die Defenses, die beide problematisch sind – aber beide hatten im Verlauf der Saison auch genügend gute Momente, sodass man sie nicht ohne weiteres verdammen könnte. Die Chargers zum Beispiel: Mit 7.0 NY/A gibt man die meisten Yards im Passspiel auf, mit 46% Success-Rate hat man die zahnloseste Lauf-Defense der Liga. Allein: Die letzten Wochen der Chargers waren besser – viel besser.

Vielleicht ist es die Genesung von OLB Melvin Ingram, vielleicht war es der CB Marshall, der das Backfield verbesserte. Vielleicht auch nicht: Auch nach Ingrams Rückkehr stieg die Sack-Rate der Chargers nicht an. Auf alle Fälle aber „klickt“ die Pass-Defense der letzten Wochen besser. Wurde man in den ersten Wochen des Jahres noch regelmäßig in Grund und Boden geworfen, sind die Chargers des Dezember/Jänner eine relativ durchschnittliche Defense – ein Kompliment. Man schaltete in Woche 15 sogar Denver in Denver aus (allerdings ein damals Welker-loses Denver). Man stellte auch Cincinnati kalt. Es waren keine Rabauken-Vorstellungen, aber man war fleißig, legte sich wie Mehltau auf den Gegner und würgte den ohne Aufsehen langsam ab.

Bei den Broncos ähnliches: Erste Saisonhälfte war eine Katastrophe, aber mittlerweile ist man runter auf sehr passable 6.2 NY/A gegen den Pass. Allein: OLB #58 Miller ist mittlerweile auf der IR. DT Wolfe mit epilepsieanfälligen Symptomen noch immer inactive. Hinten drin Probleme bei CB Bailey… es ist eine Defense, die unter DefCoord Del Rio mal richtig gut ist, mal richtig banal.

Das sind die Mannschafts-Gerüste. Es gibt aber viele verdeckte Stats, die eine Rolle spielen könnten. So sind beide Offenses gigantisch in den 1st-Downs. „Gigantisch“ in 1st-Downs ist auch das Feld bereitet für „gigantisch in 3rd-Downs“: Broncos mit 49% Conversions die #1, Chargers mit 47% die #2.

Die Chargers sind der Underdog, d.h. für sie könnte es interessant sein, wie schon in Week 15 eine ballkontrollierte Offense zu spielen, um möglichst wenige Drives für beide Teams zu sehen. Wenige Drives = mehr Varianz = bessere Siegchance für den Außenseiter. Und laufen können die Chargers. Sie haben sogar die Chance, über ihren RT Fluker zu laufen – die Seite, auf der das Laufspiel exzellent ist. Es ist auch die Seite, auf der Denver etwas ausrichten muss, da die LE-Seite als Schwachpunkt gilt.

Okay.

Die Broncos sind insgesamt besser besetzt, tiefer, haben Heimvorteil und somit zu favorisieren. Aber die Chargers sind mit ihrer Offense in jedem Spiel ein Kandidat. Alles, was es braucht, ist eine erneute unangenehme Defense-Leistung, die gerade genügend Plays macht um mit der Offense das Spiel zu gewinnen. So geschehen in Week 15. Das Gute an den Chargers: Dank der jüngsten Verbesserung der Defense sind sie unberechenbar – und somit sollte auch dieses Spiel Augenschmaus-Potenzial haben.

NFL-Power Ranking 2013/14 nach dem Wild Card Weekend

Vom Gefühl her war das Wild Card Weekend 2013/14 das unterhaltsamste seit langer Zeit. Das Wochenende, das so oft durch maue spielerische Leistungen aufgefallen ist, bot diesmal drei enorm unterhaltsame Spiele. Das vierte, Cincinnati vs San Diego, endete wenigstens in einem standesgemäßen Upset, über das man sich das Maul fusselig reden kann.

NFL-Power Ranking 2013/14, Wildcard Weekend

NFL-Power Ranking 2013/14, Wildcard Weekend

WP entspricht der Siegchance der jeweiligen Franchise gegen eine standardisierte, durchschnittliche NFL-Franchise, (LW) ist das Ranking von letzter Woche, E16 ist WP hochgerechnet auf 16 Spiele (WP*16 = E16), SOS ist der bisherige Strenght of Schedule, den dieses Modell für die jeweilige Franchise errechnet, Rs die Platzierung des Schedules, W-L die tatsächliche Sieg-Niederlagen-Bilanz jeder Franchise zum Ende des Wildcard Weekends.


Den großen Sprung machten die San Diego Chargers nach dem Auswärtssieg in Cincinnati. Die Chargers lieferten optisch nicht einmal eine fantastische Vorstellung, aber man muss bedenken, dass dieses Power-Ranking die Bengals sehr hoch einstuft. Lass dich nur mal nicht von diesem einen Spiel täuschen: Die Bengals 2013/14 waren ein legitimer Superbowl-Kandidat.

Die Bengals machten auch kein unterirdisches Spiel. Sie verloren primär wegen der Turnover-Ratio, die sie mit 0:4 verloren. Vier Turnovers, und es waren die ganz fetten Dinger: Ein Fumble des RBs #25 Bernard an der 8yds-Line in einem Play, der mit relativ hoher Wahrscheinlichkeit in einem TD geendet hätte. Dann ein weiterer Turnover in der eigenen Hälfte, der an die 1yds Line returniert wurde. Cincinnati kassierte nach diesem Return keinen TD, trotz 1yds-Line und obwohl der OLB Harrison sogar noch ein sturzdummes Personal-Foul beging! Und das gegen eine der drei besten Offenses des Landes!

Über QB Andy Dalton ist gewiss zu reden. Zuerst was Dalton in Teilen entschuldigt: Die Pass-Protection der Bengals war diesmal nicht wie gewohnt souverän, sondern ließ viele Sacks, Hits und Hurries zu. Im ersten Spiel gegen San Diego in Week 13 wurde Dalton nicht gesackt, und mit einem Hurry. Diesmal: 3 Sacks und mehrere Hits und Hurries.

Dalton war aber trotzdem nicht gut. Minimum eine INT war ein Katastrophenpass. Dalton zudem mit einigen over– und underthrows im Kurzpassspiel. Einige der Pässe wurden von den Bengals-Receivern sogar akrobatisch gefangen, aber das sollte einfacher gehen. Ein tiefer Ball für WR Green hätte ein TD sein können; kein überragender Wurf Daltons, aber einen, den ein Green schon mal machen kann. Dalton beendete das Spiel mit okayen Zahlen (29/51 für 334yds, 1 TD, 2 INT, 3 Sacks, 6.4 NY/A, 5 Scrambles für 26yds, 1 fumble).

Es hätte für die Bengals trotzdem reichen können, aber letztlich kosteten die Turnovers die Partie. Jetzt wird Dalton nicht zu Unrecht schärfer denn je in der Kritik stehen, auch wenn Marv Lewis in der PK jegliche Schuld von Dalton wies. Man kann mit ziemlicher Sicherheit davon ausgehen, dass die Bengals in der Offseason an ihrer QB-Position schrauben werden. Die Frage ist, ob man einen erfahrenen Recken der Güteklasse Vick oder Freeman holt oder via Draft ein zu entwickelndes High-End Prospect. Dalton ist mitnichten ein Fixkandidat zum Absägen, aber man kann drauf wetten, dass zumindest jemand kommt um ihm Feuer unterm Arsch zu machen.

San Diego ist nun nicht unberechtigt ein dark horse: Die Chargers geistern schon seit vielen Wochen nahe an den Top-12 in diesem Power-Ranking, und drangen mit der insgesamt sehr guten Leistung in die Top-10 ein, überholten sogar die Patriots. San Diego stellt übrigens auch nach der famosen Abwehrleistung in Cincinnati die #32-Defense der NFL, auch wenn sich die Defense um 2% verbesserte.

Sieg-Wahrscheinlichkeiten für die Divisional Playoffs

Das Wild-Card Wochenende endete mit 2-2 Bilanz für das Power-Rank, und es hätte mit drei extrem engen Spielen ebenso gut ein 3-1 oder 0-4 sein können. Damit ist es nun 123-72 über die Saison. Für das Divisional-Playoffs werden übrigens folgende Tipps ausgespuckt:

HOME                 %   AWAY                  %
Seattle             60   New Orleans          40
New England         59   Indianapolis         41
Carolina            52   San Francisco        48
Denver              71   San Diego            29

Dreimal extreme enge Matchups, und das klarste von allen, Denver vs San Diego, hatten wir schon zweimal dieses Jahr. Beide Male war Denver nicht allzu souverän: In San Diego gewannen die Broncos noch 28-20, aber zuhause kassierten die Broncos eine peinliche 20-27 Schlappe. Ich weiß, selbst gewählte Endpunkte, aber: Der Top-Seed hat fünf der letzten Playoffspiele gegen einen sechsten Seed verloren (die ersten 10 dieser Duelle wurden vorher alle vom Top-Seed gewonnen).

Nach Spreads würde dieses Power-Ranking Seattle mit 3.5 Punkten gegen die Saints favorisieren. New England mit 3 Punkten gegen Indianapolis. Carolina mit 0.5 Punkten gegen San Francisco. Denver mit 7 Punkten gegen San Diego.

Die Opening-Lines in den Wettbüros lauten wie folgt: Seattle mit 7.5 bis 8 gegen die Saints. New England mit 7 gegen Indianapolis. Carolina mit 1 oder 2 gegen San Francisco. Denver mit 9.5 bis 10 gegen San Diego. Nach ATS empfiehlt mein Power-Ranking also, viermal auf den Außenseiter zu setzen.