Statt Pro Bowl – Das All-Pro Team 2012

In guter alter Tradition wird die Spaßveranstaltung heute abend hier geflissentlich ignoriert. Stattdessen kommt nach den Awards von Seminole und korsakoff heute mein All-Pro-Team mit den Spielern, die mir in der Saison 2012/13 am besten gefallen haben. (Das All-Pro Team 2011/12 gibts hier.)

Offense

QB – Tom Brady (Patriots): Brady hat 2012 noch einmal deutlich gemacht, warum man manchmal davon spricht, daß ein Quarterback seine Offense „orchestriert“. Der Golden Boy hat den Term „no-huddle Offense“ auf ein neues Niveau gehoben. Auch die vielen Verletzungen von Spielern wie Gronkowski, Hernandez, Edelman oder Woodhead konnten Brady nicht einbremsen.

RB – Adrian Peterson (Vikings): Es macht einfach Spaß, Purple Jesus laufen zu sehen. Am Ende hat er den Rekord zwar nicht gekriegt, aber mit seiner großen Saison nach einem Kreuzbandriß dafür gesorgt, daß RBs wieder Kandidaten für die MVP-Trophäe werden können.

LT – Trent Williams (Redskins): Williams war mal 4th overall pick. Und das ist erst drei Jahre her. Trotzdem ist er kaum bekannt. In seinen ersten beiden NFL-Jahren hatte er unter Verletzungen und Sperren zu leiden. Aber dieses Jahr konnte auch der gemeine Fernsehzuschauer sehen, was der Shanaclan in ihm gesehen hat, als sie ihn anno 2010 zu ihrem ersten Draftpick in Washington gemacht haben. Die Königsdisziplin für Offensive Tackles ist immer noch das pass blocking, aber wie Williams im Laufspiel mit so großer Sicherheit den richtigen Gegner zum blocken gefunden hat, schnell mit seinen Füßen da war und sein Opfer mal eben umgestellt hat wie ein paar Legosteine, läßt pass blocking-Maschinen wie Jake Long vergessen.

LG – Mike Iupati (49ers): Iupati bildet mit seinem Nebenmann Joe Staley die beste linke Seite der Liga. Einen derart athletischen Spieler mit seinen körperlichen Ausmaßen (1,97m, 150kg) findet man sonst nur in Baltimores Haloti Ngata.

C – N.N. Den Center in meinem Team muß ich weglassen, weil mir niemand besonders aufgefallen ist. Die meisten pundits sagen, daß Minnesota John Sullivan am stärksten war. Aber wer kann das bei einem Center schon ernsthaft vom Fernseher aus entscheiden? (Warum wird das All-Pro Team eigentlich nicht von den Coaches gewählt, sondern nur von Journalisten, deren Argumention zwischen „TebowOMFG“ und „AsomughaÍstDerBesteCornerbackDerWeltDasSchreibtSchließlichJederVonJedemAb“ oszilliert?)

RG – Alex Boone (49es): Ich hab keine Ahnung, wo dieser Boone plötzlich hergekommen ist. Aber er spielt, als hätte er nie etwas anderes getan als in einer sehr komplexen Laufoffense erfahrene Profis vom Kaliber eines Vince Wilfork oder 400kg-Typen wie B.J. Raji aus dem Weg zu räumen.

RT – Sebastian Vollmer (Patriots): Vollmer ist hier nicht, weil er Deutscher ist, sondern weil er tatsächlich der beste Right Tackle der Saison 2012. Er ist auch einer der wenigen Offensive Tackles, die sowohl im pass- als auch im run blocking überragend sind. Vollmer ist in diesem Sommer Free Agent und wird sich ein Konto suchen müssen, daß auch achtstellige Beträge zuläßt.

TE – Rob Gronkowski (Patriots): Über Gronkowski muß man nicht viel sagen. Er hat Tight End zur neuen „in“-Position gemacht. Nur werden die anderen Mannschaften merken, daß 2,00m-Typen, die blocken können wie ein Offensive Lineman und Pässe fangen können wie ein WR, nicht mal eben im Supermarkt zu kaufen sind.

WR – Calvin Johnson (Lions): No brainer. Mit Abstand das Beste, was man in Sachen Receiving im Football bewundern darf.

WR – Vincent Jackson (Buccaneers): Jackson hat in seiner ersten Saison in Tampa gezeigt, daß er einer der wenigen WRs, die mit jedem QB gut aussehen.

WR – Reggie Wayne (Colts): Reggie Wayne ist das Beste, was Andrew Luck jemals passieren konnte. Beeindrucken an Waynes Leistung 2012 war vor allem, daß er mit Mitte 30 nochmal eine ganz neue Rolle gelernt hat. Unter Peyton Manning war er immer an der Seitenlinie angekettet, nun wurde er von OC Bruce Arians über das gesamte Feld geschickt und sah rechts, links, im Slot und auch überall anders aus wie neugeboren.

Defense

DE – Cameron Wake (Dolphins): Wake ist ein wenig untergangen, weil Miami keine großen Spiele hatte und auch keine Storylines produzierte. Aber Cameron Wake, der 2009 aus der CFL kam, muß sich spätestens nach dieser Saison vor keinem anderen Defensive End mehr verstecken.

DT – J.J. Watt (Texans): Spätestens wenn Watt, wie zu erwarten steht, nicht MVP der Saison 2012 wird, ist dieser MVP-Titel absolut wertlos. Watt hat eine dermaßen einzigartige Saison in einer unglaublichen Konstanz gespielt, daß er nicht nur DPOY und MVP werden sollte, sondern Sportler des Jahres. Weltweit. Ich habe noch nie einen Verteidiger in der NFL so dominieren sehen wie Watt 2012.

DT – Geno Atkins (Bengals): In den meisten anderen Spielzeiten wäre Atkins klarer Favorit auf den Title DPOY. Dieses Jahr reicht es nur für einen Platz im All-Pro Team. Atkins sieht aus wie ein typischer Defensive Tackle, hat aber eine quickness in den Füßen (und im Kopf), die sonst eher Slot Receivers an den Tag legen.

DE – Calais Campbell (Cardinals): Arizonas Campbell wird manchmal als J.J. Watt für Arme bezeichnet. Das ist Quatsch. Richtiger wär es zu sagen, Watt ist unbezahlbar und Campbell der Watt für die Warren Buffets. Oder so ähnlich. Was Campbell in dieser Saison mit seinen Mitleid verdienenden Gegenspielern gemacht hat, erinnerte an Puppentheater, wobei er die Fäden zog. Der Anker der Cardinals-Linie ist der Spieler, der mit seiner Kombination aus purer Kraft, tänzermäßigen Füßen und perfekter Technik am ehesten an Watt heranreicht.

OLB – Von Miller (Broncos): Miller wäre wie auch Campbell und Atkins locker DPOY geworden, wenn nicht Watt seine Saison von einem anderen Stern gespielt hätte (und natürlich Atkins und Campbell selber nicht so überragend gewesen wären). Was Miller neben der spielerischen Stärke an sich auszeichnet, ist seine Vielseitigkeit. Er gibt einen erstklassigen 43-OLB in Denvers Base-D und er gibt einen ebenso erstklassigen Pass Rusher als DE in Nickel- und Dime-Formationen.

MLB – Daryl Washington (Cardinals): Während anderswo noch darüber diskutiert wird, ob Bowman oder Willis der beste Linebacker der NFL ist, hat Arizonas 34-ILB Daryl Washington gespielt, als würde er vor jedem Spiel zwei Kilo Koks ziehen und meistens trotzdem kühlen Kopf bewahren. Falls das möglich ist. Zeitweise sieht er mit seiner Explosivität und seiner Aggressivität aus wie Ray Lewis zu seinen besten Zeiten. Manchmal sieht er auch einfach aus wie ein Irrer und rennt mit 200km/h in das falsche Loch. Aber wenn er wie in 95% aller Plays den richtigen Riecher hat, dann: Hals- und Beinbruch!

LB – NaVorro Bowman/Patrick Willis (49ers): Sie sind beide überragend. Ich könnte mich nicht für einen entscheiden, wenn ich es müßte. Was Bowman und Willis vor allem auszeichnet, sind ihre Fähigkeiten in pass coverage. Sie sind zwei der wenigen Verteidiger, die es auch mit den „neuen“ Tight Ends aufnehmen können.

CB – Antonio Cromartie (Jets): Der großmäulige Störenfried Antonio Cromartie stand fürchterlich unter Druck nachdem Darelle Revis auf IR gewandert ist. Zur großen Überraschung hat er dann aber tatsächlich gespielt wie ein waschechter franchise corner. Er ist auch ein Grund dafür, daß Trottelgesicht Owner Woody Johnson gerne Revis traden würde.

CB – Richard Sherman (Seahawks): Aus dem Nichts kam letztes Jahr der 5th-rd pick auf die Bühne und hat die etablierten WRs respektlos gegängelt.Der größte Trash Talker, den Stanford je hervorgebracht hat, ist mit seinem großen massigen Körper und seinem extrem physischen Stil ein Unikat in der NFL. Seit dieser Saison kann er es mit Jedem aufnehmen und auch sein selbst gewählter Spitzname Optimus Prime paßt wie die Faust aufs Auge, nachdem er Megatron bei drei Catches halten konnte.

S – Earl Thomas (Seahawks): Während Sherman und sein Gegenüber Brandon Browner immer eng am Mann sind und Verfolgungsarbeiten übernehmen, zieht Thomas in der Tiefe des Feldes seine Kreise und schlägt blitzschnell und instinktsicher zu, wenn mal ein Ball tief geworfen wird. Ein echter Seeadler eben. Wenn Thomas sich so weiter entwickelt, könnte er der legitime Erbe der aktuellen großen Safety-Generation sein. Er sollte sich dann aber bitte weniger häufig verletzen als Ed Reed, Troy Polamalu und Bob Sanders.

S – Ryan Clark (Steelers): Während Troy Polamalu mal wieder ständig verletzt war, hat sein Nebenmann Clark die Führung der secondary übernommen. Der unscheinbare Safety macht Sonntag für Sonntag das, was ein Safety eben so machen sollte: für Sicherheit sorgen. Die Pass-D Pittsburgh war nach NY/A die Nr. 2 im Land und ein großer Grund dafür war Clark.

Es sind sicherlich einige Spieler rausgefallen, einfach weil ich sie nicht oft genug gesehen hab. Es kann durchaus sein, daß beispielsweise Clevelands CB Joe Haden, Buffalos Safety Jairus Byrd oder irgendwer von Kansas City auch herausragend gespielt hat. Das hab ich aber leider nicht oft genug gesehen, weil – wer guckt schon Spiele von Cleveland, Kansas City oder Buffalo?

Super Bowl 2012, T-minus 2: Taktische Analyse New England Patriots v New York Giants

Die unzähligen Storylines rund um diesen Super Bowl spielen in diesem Artikel keine Rolle. Dazu gibt es morgen und übermorgen mehr hier und auf den anderen bekannten Seiten die volle Dröhnung. Jetzt steht nur der taktische Aspekt im Fokus. In medias res.

Patriots Offense / Giants Defense

Das Herzstück der Giants-D ist ohne Frage der Pass Rush. Mit Justin Tuck, Osi Umenyiora und dem “Haitian Freak” Jason Pierre-Paul haben sie drei mehr sehr starke Pass Rusher. Zusätzlich haben sie in OLB/DE Matthias Kiwanuka und DT/DE Dave Tollefson zwei Leute, die auch auf den Quarterback gehen können und damit den Großen Drei so viele Pausen geben können, daß sie auch im vierten Viertel noch topfit sind.

Wie viel Angst New England vor dem Pass Rush hat, war sehr gut im Spiel der Woche 9 zu sehen, als die Patriots 23 Snaps mit sechs oder gar sieben Offensive Linemen gespielt haben. Der sechste O-Liner war dabei in der Regel Rookie Nate Solder. Sebastian Vollmer hat dabei auf seiner angestammten Right Tackle Position gespielt und soll höchstwahrscheinlich auch für den Super Bowl fit sein. Ob er startet und Solder nur den Big-TE/Extra-OL spielt oder Solder startet und Vollmer reinkommt, wenn Solder auf TE geht, kann man bei den Geheimniskrämern und Überraschungskünstlern Belichick/Dante Scarnecchia (OLine-Coach) nicht seriös vorhersagen.

Neben dem Mittel Personnel wird die zweite Variante, um den Pass Rush einzubremsen, wohl wieder TE Rob Gronkowski mit “Chips” gegen die DEs sein. Dabei gibt er dem gegenüberstehenden Verteidiger erst mal einen kräftigen Schubser mit, bevor er seine Route läuft. Das hat schon gegen Terrell Suggs im AFC Championship Game sehr gut funktioniert. Als Special kann Gronkowski auch bei einigen Spielzügen überhaupt keine Passroute laufen, sondern nur mit einem Offensive Tackle einen Defensive End doppeln, um dann ein paar Spielzüge später genau das anzutäuschen und nach längerer Zeit sich doch noch frei machen, in der Hoffnung, daß die Verteidiger sich um alle anderen kümmern, ihn aber außer acht lassen.

Die G-Men werden höchstwahrscheinlich durchgängig Nickel-D spielen. Je nach Down und Personnel meistens mit den drei Safeties Kenny Philipps (tief als Free Safety) und Deon Grant sowie Antrel Rolle als Strong Safety oder in einer Linebacker-Position. Wenn die Pats bei langen dritten Versuchen nicht mit ihrem gewohnten 2WR-set mit Wes Welker und Deion Branch spielen, könnte auch Rookie Prince Amukamara einige Snaps als Nickelback bekommen. Der hat zwar bisher alles andere als überzeugt, aber für einen schnellen Mann wie Chad Ochocinco, Matt Slater oder Hightop Underwood sind die Safeties zu langsam.

Der Gameplan der Giants-Defense sollte so aufgebaut sein, daß er die Outside-WR der Patriots zwingt, sie zu schlagen. Als Blaupause dient einerseits die Strategie von Rex Ryan und Jets-DC im letztjährigen Spiel und andererseits die Strategie von Cowboys und Steelers in dieser Saison. Das läuft darauf hinaus, daß der mittige Teil des Feldes hinter der Line of Scrimmage von mehr Verteidigern zugestellt wird als gewöhnlich. Kenny Philipps sollte der einzige Safety sein, der sich um die “Tiefe des Feldes” kümmert, Rolle und Grant dagegen relativ nah an der LOS agieren. Da die Patriots meistens in ihrem 2WR/2TE/1RB-Set spielen und weder der RB noch das dreiköpfige Monster Wes Gronkandez sich allzu weit von ihrem Quarterback entfernen, ist “die Mitte vollstellen” ein probates Mittel.

Zwei Dinge gibt es bei dieser Strategie zu beachten. Einerseits Tackling und andererseits tiefe Bälle. Wes Gronkandez dürften dieses Jahr die Rekorde für Broken Tackles und Yards after the Catch mindestens verdoppelt haben. Selbst wenn sie einen Ball nur zwei oder drei Yards hinter der Line of Scrimmage fangen, machen sie oft trotzdem noch 12 Yards draus. Nun sind die LBs und Safeties der G-Men gute Leute, aber lange kein so diszipliniertes und “technically sound” Kaliber wie Baltimore oder San Francisco. Einige Big Plays vom großen bösen Gronk und Aaron “YAC” Hernandez nach broken tackles sollten drin sein.

Der andere Punkt ist der tiefe Ball. Wenn man so massiv die Mitte zustellt und außen 1-gegen-1 spielt mit nur einem tiefen Safety spielt, gibt es immer wieder Möglichkeiten für die lange Bombe. Corey Webster, heimlich zu einem der besten Cover Corners der Liga avanciert, dürfte sich exklusiv um Wes Welker kümmern. Das heißt, die Herren Branch/Ochocinco/Underwood/Slater spielen gegen Aaron Ross. Auch ein fähiger Mann, aber niemand, nach dem man eine Insel benennen würde. Wenn ich wetten müßte, würde ich ein paar Taler auf einen TD von Mr. Ochocino setzen. Oder auf einen TD von Solder in der Redzone, wenn sich alles auf die drei üblichen Verdächtigen konzentriert.

Das Laufspiel wird auch eine Rolle spielen, aber keine besonders große, wenn die Giants die Box zustellen. Die größten Möglichkeiten wird es geben, wenn Big Blue mit ihrem Nascar-Package (3 oder 4 DEs in der Linie) aufläuft. Nur sollte sich New York nicht zu sehr auf das Paßspiel konzentrieren, denn dass die Patriots auch ganz patent laufen können, wenn überhall nur Defensive Backs rumstehen, haben sie immer wieder gezeigt.

Giants Offense / Patriots Defense

Die Giants brauchen sich gar keinen besonderen Gameplan zusammenbasteln. Für sie geht es nur um Execution, Execution, Execution. Mit ihren drei starken WRs Hakeem Nicks, Mario Manningham und Victor Cruz sollte sie gegen die Patchwork-Secondary der Patriots immer wieder gute Möglichkeiten bekommen. Nicks ist zu stark für jeden CB, den New England gegen ihn stellen könnte, sei es nun Kyle Arrington, Sterling Moore oder Devin McCourty.

Der beste unter den Dreien dürfte derzeit sogar noch Arrington sein. Das könnte ein spaßiger Abend für Manningham und Cruz werden, wenn sie als Gegner Moore oder gar Julian Edelman haben. Zumal gerade Cruz sich im Laufe der Saison von einem “ab-und-zu-mal-ein-big-play-WR” zu einem sehr konstanten und zuverlässigen Ballempfänger entwickelt hat. In den ersten Wochen der Saison hatte er immer wieder ganz furchtbare Drops und Fumbles, die seine guten Plays oftmals wettgemacht haben. Das passiert ihm jetzt kaum noch.

Neben den Großen Drei sind auch die Tight Ends Jake Ballard und Travis Beckum Männer mit sicheren Händen. Nur sollten die, noch mehr als die Tight Ends der Patriots, mit Hilfe in Pass Protection beschäftigt sein. Auch wenn Eli Manning einer der besten QBs under pressure ist, so sollte doch alles dafür getan werden, daß er nicht so böse vermöbelt wird wie gegen die 49ers im NFC Championship Game.

Die größten Schwachstellen in der Protection sind LT David Diehl und RT Kareem McKenzie. Beide sind nur noch ein Schatten ihrer früheren selbst. Diehl war auch schon auf die LG-Position abgeschoben worden, nur musste er zurück, nachdem sich Will Beatty verletzt hat. Beide leiden vor allem unter ihrem Alter und ihrer nachlassenden Athletik. Glücklicherweise für die G-Men haben die Patriots nichts die besten Outside Rusher der Liga. Der mit Abstand beste, Andre Carter, hat sich vor einigen Wochen auf IR verabschiedet. Die beiden noch verbliebenen, Mark Anderson und Rob Ninkovich haben immer wieder gezeigt, vor allem in den letzten Woche, daß sie gegen Schwache Gegner zwar nicht dominieren, aber immer wieder Zeichen setzen können.

Wichtiger noch werden die Matchups in der Mitte der Linie. Dort spielen die drei schwachen Kevin Booth, David Baas und der geradeso durchschnittliche Chris Snee gegen New Englands 1-tönnige Havoc Crew Vince Wilfork, Kyle Love und Brandon Deaderick. Die haben seit Ende November ihr Spiel auf ein ganz neues Level gehoben und haben mit Gerrard Warren und Shaun Ellis auch erfahrene Backups. Wenn diese dicken Jungs so auftrumpfen wie gegen Baltimore, als vor allem Wilfork gespielt hat wie ein junger Gott, sollte Eli Manning in große Schwierigkeiten geraten. Denn pressure up the gut ist für einen QB viel unangenehmer als Druck von den Außen, dem man meistens mit ein, zwei Schritten nach vorne entgegenwirken kann.

Die Defensive Line in Verbindung mit dem starken Linebacking-Corps um Jerod Mayo, Brandon Spikes und Ninkovich sollte auch in der Lage sein, daß Laufspiel der Giants abzuwürgen. Big Blues Groundgame ist zwar schon seit Wochen nicht mehr so schwach, wie die Zahlen der Regular Season behaupten, aber wenn New Englands Front Seven das nicht in den Griff bekommt, siehts düster aus.

Am Ende wird es auf dieser Seite des Balles so oder so in Elis Händen liegen. Früher, im Super Bowl XLII, war es noch eine Überraschung, daß der “kleine Manning” so gut unter Druck gespielt hat. Heute erwartet man es schon fast von ihm. Er, der allein in dieser Saison sechs (!) 4th-Quarter-Comebacks angeführt hat; der den Rekord für die meisten TD-Pässe im vierten Viertel (15) aufgestellt hat; er, der die Giants in fünf aufeinanderfolgenden Do-or-die-Spielen zu fünf Siegen getrieben hat, vier davon mit zweistelligem Vorsprung, insgesamt mit einem kumulierten Score von 141-67. Wenn Eli das am Sonntag reißt, ist er ohne Frage in der Tom-Brady-Klasse angekommen.

Gewinnt New England, kann man diskutieren, ob Brady Joe Montana als besten Quarterback aller Zeiten überflügelt hat. Nicht mehr zu diskutieren braucht man dann, ob Belichick der beste Coach aller Zeiten ist. Die Giants haben leichte Vorteile, aber am Ende wird das Spiel wohl wie immer beim Aufeinandertreffen von zwei ähnlich starken Teams entschieden werden durch 1) Turnovers, 2) Penalties und 3) Special Teams.

NFL Week 15 Previews: Pats/Broncos; Jets/Eagles

NFL-Programm von heute Abend:

19.00 Uhr
New York Giants – Washington Redskins (SPORT1+)
Seattle Seahawks – Chicago Bears (ESPN America)

22.15 Uhr
Denver Broncos – New England Patriots (SPORT1+ und ESPN America)

23.15 Uhr
Denver Broncos – New England Patriots (PULS4 „as-live“)

2.20 Uhr
San Diego Chargers – Baltimore Ravens (SPORT1+ und ESPN America)
morgen als Tape: 17.25h SPORT1+, 18.30h ESPNA

Weitere Aufzeichnungen von morgen

14.30 Uhr
St. Louis Rams – Cincinnati Bengals

16.30 Uhr
Oakland Raiders – Detroit Lions


New England Patriots (10-3) @ Denver Broncos (8-5)

Tebow schon wieder mit Comeback Win. Bill Belichick gegen Tebow. Tebow gewinnt sechs in Folge. Brady gegen Tebow. McDaniels hatte recht mit Tebow. New Englands Secondary gegen Tebow. Tebow-Skeptiker gegen Tebow. John Elway gegen Tebow. Ohne Barber wär Tebow gar nicht Tebow. Und ohne Ponder auch nicht. TebowTebowTebow. Wenn das so weitergeht, wird “Tebow” auch noch im deutschsprachigen Raum Unwort des Jahres. Damit zum Spiel. Ohne Glaube-Liebe-Hoffnung-Abschnitt von, über und mit Tebow. Nur Taktik und Matchups.

Interessant wird der Gameplan der Broncos gegen diese Patriots-D. Anbieten würde sich ein paßlastiger Angriff mit dem man die “Secondary” der Patriots aggressiv angreift. Dummerweise hat Denver nicht den paßstärksten QB der Welt und verläßt sich in der Regel auf das Laufspiel. Und ausgerechnet das macht New England noch am besten. Die Verteidigungsreihen von Belichick zeichnen sich seit Jahren durch eine in Sachen gap discipline sehr disziplinierte Front-7 aus. Da sollte es nicht allzu viel Platz für Tebows Scrambles geben. Ähnlich übrigens wie Chicago letzte Woche, die unter Lovie Smith ebenso diszipliniert spielen und Tebow bei 49 Yards aus 12 Läufen gehalten haben. Darüber hinaus haben die Patriots mit NT/DT/DE Vince Wilfork, DE Andre Carter und ILB Jerod Mayo drei der ligaweit besten Verteidiger gegen den Lauf in ihren Reihen.

Mehr Erfolg sollten Tebow, WR Eric Decker und WR Demariyus Thomas gegen eine Paßverteidigung haben, in der Julian Edelman auch schon mal Starter ist (als Nickelback) und ST/WR Matt Slater seit zwei Wochen beinahe jeden Snap als Safety spielt. Der andere Saftey James Ihedigbo spielt schon seit Wochen verletzt (Schulter) und wird auch allsonntäglich zweimal auf dem Spielfeld behandelt. Pat Chung wird wohl wieder nicht spielen. CB Devon McCourty spielt immer noch in einem Zustand, der wohl eine Mischung aus nur-halbfit/sophmore-slump ist. Gerade Möglichkeiten für tiefe Bälle gibt es gegen diese Secondary immer wieder, weil Kommunikation und Abstimmung zu oft nicht stimmen.

Was New Englands Defense dagegen sehr gut macht, ist: in der Redzone verteidigen und Ballverluste provozieren. Nur Green Bay hat mehr als New Englands 20 Interceptions gesammelt und obwohl sie die meisten Yards aller NFL-Teams zu lassen, sind sie im Punkte-kassieren auf Platz 13.

Andersrum ist das entscheidende Matchup Von Miller/Elis Dumveril gegen Matt Light und Nate Solder. Sebastian Vollmer wird wahrscheinlich mit seiner Rückenverletzung eine weitere Woche aussetzen. Das ist ein sehr schlechtes Zeichen; er wurde als College Junior schonmal am Rücken operiert und in dieser Saison war er seit der Preseason nie richtig fit. Da hilft es natürlich, daß man Matt Light noch im Kader hat. Und Vollmers Verletzung wird Light wohl auch helfen, nächstes Jahr noch im Kader zu stehen, denn mit seinen Leistungen bei dem Gehalt würde er gegen ein fittes Duo Solder/Vollmer (mit Backup Marcus Cannon) wohl den kürzeren ziehen.

Wie auch immer: gegen den Defensive Rookie of the Year Von Miller und Elvis Dumervil werden beide einen sehr schweren Stand haben. Dumervil spielt zwar nicht mehr ganz so stark wie noch vor seiner Brustmuskelverletzung, die ihn das ganze Jahr 2010 auf IR zwang, aber einer der besseren DEs der Liga ist er allemal. Wahrscheinlich werden die Tackles viel Hilfe bekommen. TE Gronkowski wird wohl öfter mal “chippen” bevor er seine Route läuft; Solder wird wahrscheinlich wieder einige Male TE spielen, während Cannon auf RT geht und Kevin Faulk und sein Nachfolge Stevan Ridley werden im Backfield versuchen, aufzuhalten, was durchkommt. Wenn die Broncos es schaffen, mit 4 Mann Druck auf Brady auszuüben, haben sie gute Chancen, der Offense die Luft zu nehmenn. Bei allen tollen Statistiken und den vielen Punkten, darf man nicht vergessen, daß Brady in einigen Spielen in dieser Saison erschreckend schlecht ausgesehen hat. Vor allem in den Wochen 6-10 gegen Dallas, Pittsburgh, NY Giants und in der ersten Hälfte gegen die Jets. Auch letzte Woche gegen Washington hat er in der ersten Halbzeit wieder Accuracy- und vor allem Timing-Probleme gehabt.

Was Brady immer wieder hilft, auch wenn er mal schlecht spielt, sind die Yards, die Welker, Hernandez und Gronkowski immer wieder nach dem Catch machen. Mit Gronkowski hat er auch die gefährlichste Redzone-Waffe der Liga; schon drei Spiele vor Toreschluß hat er den Rekord für die meisten TD eines TE in einer Saison gebrochen. Wenn er so weiter macht, wird er der dritte Spieler mit mindestens 20 TDs in einer Saison. Die anderen beiden: Jerry Rice 1987 und Randy Moss 2007. Gute Gesellschaft.

New England kämpft mit Baltimore, Pittsburgh und Houston um den Heimvorteil in den Playoffs. Die Patriots haben zwei Spiele Vorprung vor den Jets plus den Tiebreaker. Denver ist in der AFC West ein Spiel vor den Oakland Raiders und hat mit dem 8-5 Record auch noch Chancen auf die Wild Card, sollte es mit dem Divisionstitel nichts werden. Mit 8-5 um die Wildcard kämpfen auch die Jets. Außerdem im Rennen sind noch Raiders, Bengals, Titans (alle 7-6) und die wie jedes Jahr um ein Wunder kämpfenden Chargers (6-7) Auch der dieswöchige Gegner New Yorks, die Philadelphia Eagles, haben trotz nur 5 mickriger Siege noch Chancen auf die Playoffs.

New York Jets (8-5) @ Philadelphia Eagles (5-8)

Die Jets haben in den letzten drei Wochen gegen drei ziemlich schlechte Teams drei unbeeindruckende Siege eingefahren: v BUF 28-24; @Was 34-19 und v KC 37-10. Die Siege gegen Buffalo und Washington waren viel, viel knapper als es das Ergebnis verrät. Mark Sanchez´ mittelmäßige Leistungen wurden überdeckt von seinen TD-Zahlen und der bissigen Defense (und im Spiel gegen Buffalo vom einstelligen IQ Stevie Johnsons).

Am Sonntag gegen die Eagles wirds für die Sanchize besonders schwierig, weil er öfter mal DEs Trent Cole und Jason Babin im Gesichtsgitter haben wird. Wer auch immer der beiden gegen RT Wayne Hunter spielt, hat gute Chancen NFC Defensive Player of the Week zu werden. Seine beiden besten Wide Receivers, Santonio Holmes und Plaxico Burress werden gegen CBs Asamugha und Samuel spielen, während man für die große Mitte, die Schwachstelle der Eagles-D, keinen zuverlässigen Playmaker hat. TE Keller und Rookie Slot-WR Kerley sind bestenfalls Durchschnitt. Die Jets-O ist genau der richtige Gegner für diese komische Verteidigung der Eagles.

Was den Jets helfen könnte, ist das Laufspiel um Shonn Green. In den letzten drei Wochen hat er mit 59 Läufen 295 Yards gemacht – wie gesagt, gegen schlechte Gegner, aber das sind die Eagles in Sachen Run-D auch.

Philadelphia könnte am meisten helfen, daß sich der QB der Jets-D, Safety Jimmy Leonhard, verletzt hat und den Rest der Saison ausfällt. Leonhard hat alle Calls gemacht, für die richtige Abstimmung und Kommunikation untereinander gesorgt. Er wird schmerzlich fehlen.

Trotzdem kann diese Verteidigung immer noch jeden stoppen: 5,7 Net Yards/Paßversuch (fünftbester Wert der NFL) und nur 3,9 Yards/Rush (6.) sprechen eine deutlich Sprachen. Zu allem Überfluß ist so eine komplexe und kreative Defense wie die von Rex Ryan und Mike Pettine das letzte, womit Michael Vick umgehen kann.

Es wird wohl auf ein Low-Scoring-Game hinauslaufen, daß durch Special Teams und Big Plays entschieden wird.

NFL Notizblock Woche 14: Patriots/Redskins; Bears/Broncos

New England Patriots (9-3) @ Washington Redskins (4-8)

– Pats-D beginnt (und spielt dann schließlich das auch so weiter) mit 3-4-D; mit Kyle Love als NT und Wilfork als DE; ST/WR Matt Slater beginnt wieder als Safety und wechselt sich da mit Nate Jones ab; der andere Safety Ihedigbo spielt durch; Julian Edelman spielt wieder NB und der lange verletzte Dane Fletcher spielt neben Jerod Mayo ILB

– beim ersten Punt-Return haben die Skins 12 Mann auf dem Feld – wie zur Hölle kann sowas in Woche 14 passieren?

– im zweiten Drive sieht QB Rex Grossman nicht durch und fumblet nach Andre-Carter-Sack in der Endzone, den sich Wilfork zum TD sichert

– nach Big Play von WR Stallworth gegen CB Devin McCourty kommt WAS bis an NE1, von da: Run für 0, Run für 0, False Start, Incompletion – so geht das bei NEs Defense in diesem Jahr ständig: 80 Yards abgegeben, aber nur 3 Punkte

– anschließend geht der Kickoff ins Aus – wie schlecht können Special Teams sein? nächster Spielzug: TE Gronkowski hat nach kurzem Paß drei Verteidiger ans sich dranhängen, schleift die einfach ein paar Meter mit, läßt sie dann liegen wie unnötigen Ballast und läuft bis in die Redzone; das ist natürlich einerseits ganz stark vom Gronk, aber Washingtons D sieht dabei auch furchtbar peinlich aus; natürlich fängt Gronk im nächsten Spielzug den TD zum 14-3 (Q1/5:49)

– nach viel RB Roy Helu und ein wenig Play-Action kommen die Redskins dann nach 84-Yd-Drive doch noch endlich in die Endzone; 14-10 NE (Q1/1:20)

– nach dem furchtbaren Start im ersten Viertel zeigt Washington, daß doch noch Leben in dieser Mannschaft ist: WR Brandon Banks wirft nach Fake-Endaround einen TD zum WR Sanatana Moss, der einfach von niemandem verteidigt wird, 17-14 WAS (Q2/14:49)

– Rookie Marcus Cannon, der mit dem Tumor, spielt RT wenn Rookie Nate Solder wie so oft in den letzten Wochen TE/H-Back spielt; Solder ersetzt als RT Sebastian Vollmer, der immer noch verletzt ist

Hernandez dropped einen TD-Paß – FG; Washington ist wieder in Redzone, reicht auch nur zum FG; 20-17 WAS (Q2/2:13); nach noch einem FG ist der Halbzeitstand 20-20

– Washingtons D sah in der ersten Hälfte ganz gut aus – bis auf die zwei Big Plays von Gronkowski, die beide Male zu Punkten geführt haben

– im ersten Drive der zweiten Hälfte bekommt CB DeAngelo Hall im selben Spielzug eine 5-Yard-Holding und eine 15-Unsportsmanlinke-Conduct-Strafe; Washington präsentiert sich hier dümmer und undisziplinierter als die Detroit Lions

– Q3/12:05: Gronk schleppt OLB Ryan Kerrigan einige Yards mit bevor er ihn abschüttelt wie eine lästige Fliege und zum 27-20 in die EZ marschiert

– Q3/6:58: die Pats-D spielt so schlecht wie nie; schlecht gegen den Lauf, schlecht gegen Play-Action, 27-27

– Q3/4:26: jetzt wirds ein wilder Shoot-out: Bradys No-Huddle-Offense ist zu viel für Washington und es steht 34-27

– dann merkt New Englands Verteidigung, daß schon viertes Viertel ist und provoziert zwei ganz schnelle 3&outs

– Q4/6:30: CB Josh Wilson mit ganz starker INT in der Endzone nach schlechter Entscheidung von Brady; das hat ihm wohl auch OC Bill O`Brien gesagt, der ihm vor allen Kameras einen fürchterlichen Fön verpaßt, was Brady sich nicht gefallen lassen will und zurückblöckt, woraufhin beide fast handgreiflich werden, von Assistenten getrennt werden müssen, bis schließlich auch noch HC Belichick kommt und beiden ein Ohr voll mitgibt

– Q4/2:00: WAS mit 1st&Goal von NE 9; OPI WR Santana Moss führt zu 2nd&Goal von NE 15 und beim dritten Versuch und Goal to go intercepted ILB Jerod Mayo einen abgefälschten Ball – game over. Was hat New England nur für eine komische Verteidigung. Erst lassen sie mehr als 400 Yards zu und dann machen sie im vierten Viertel (oder vorher schon in der Redzone) die wichtigen Plays und die Patriots gewinnen. Und so geht das schon seit Wochen: schlecht und schlechter die meiste Zeit, bevor sie die wichtigen Ballverluste provozieren und in der Redzone immer halten.

Chicago Bears (7-5) @ Denver Broncos (7-5)

– jeder Einzelne der Broncos Verteidiger spielt mit einer Intensität als wären sie in die Ray-Lewis-Schule gegangen

– auch die Bears-D und Broncos-O spielen alle, als würde es um ihr Leben gehen, das hat ein bißchen was von Playoff-Atmosphäre

– nachdem Denver nach zwei 3&outs mal ein paar First Downs gesammelt haben, macht CB Charles Tillman eine großartige tip-toeing-Interception an der Seitenlinie

– Tebow macht immer wieder plays: under pressure scrambelt er rum, kauft Zeit und findet einen WR und bei einem 3rd&15 läuft er gar durch dreit Tackles zum 1st Down

– die Broncos laufen zwar immer noch option-plays, Endarounds und ihre komische Aufstellung mit 4 WRs auf einer Seite, aber insgesamt wird das eine immer „normalere“ Offense

Tebows accuracy ist bei manchen Pässen immer noch furchtbar, aber das ist auch nicht öfter als bei einem Sanchez oder Newton (was aber zugegebenermaßen kein großes Kompliment ist)

– Q2/7:22: Denver kommt mit dem vierten Drive in die Redzone, aber der FG-Versuch wird von Idonije und Peppers geblockt

– beide Verteidigungsreihen spielen das sehr gut, vor allem Chicagos Angriff bekommt bein Bein auf die Erde, Drives in der ersten Hälfte: 3&out, Punt, Punt, 3&out, Punt; 0/5 3rd Downs; Denver konnte wenigstens ab und zu mal den Ball bewegen, Drives: 3&out, 3&out, INT (an CHI 21), FG blocked, Punt, End of half; Tebow hatte auch das Problem, daß, wenn er mal gute Bälle geworfen hat, die WR Thomas und Decker drei oder vier einfache Bälle gedropped haben

– 1st Drive Denver in der zweiten Hälfte: WR Thomas mit sicherem TD nach guten Tebow-Paß, aber er fängt ihn einfach nicht, was ist denn mit den WR der Broncos heute los?

– Q3/8:34: Devin Hester macht dann, was Devin Hester eben so macht: aus dem Nichts trägt er einen Punt bis an DEN 42 zurück und verschafft seinem Angriff gute Field Position; RB Marion Barber sieht jetzt plötzlich so aus, als wär eer ein richtiger Playmaker und ist nach einigen guten Läufen in der EZ zum 7-0 (Q3/5:19)

– Q4/14:55: K Robbie Gould beginnt das vierte Viertel mit 57-Yard-FG; 10-0 Bears

– Denver beginnt die zweite Halbzeit mit vier 3&outs – das Ergebnis guter Run-D und doppes Passes; Chicago verteidigt das wirklich sehr gut

– Q4/8:53: Tebow sammelt einige 1st Downs, aber eiert dann unnötig rum, fumblet und Chicago hat den Ball an der eigenen 45; dummerweise laufen die Bears dann dreimal in die Bears-Mauer und müssen gleich wiededr punten

– Q4/5:50: Denvers zweite Hälfte bis jetzt: 3&out, 3&out, 3&out, 3&out, Punt, Punt

– nach 3&out der Bears bekommem die Broncos mit 4:34 auf der Uhr nochmal die Chance für Tebowmagic; beide Mannschaften haben keine Auszeiten mehr

– Q4/2:08: nach gutem Onside Kick und einigen Bounces bekommen die Bears glücklich den Ball an CHI 49

– Q4/1:55: nach der 2-min-warning läuft der Trottel Marion Barber ins Aus und hält die Uhr an!! Ich glaubs nicht!; 3rd&5: Barber ohne Raumgewinn, Punt Chicago – 1st Down Denver an der eigenen 19 mit 56 Sekunden aber ohne Timeouts (K Matt Prater hat im Warmup aus 70 Yards versenkt)

– zwei Pässe, nach denen die WR ins Aus laufen und die Uhr anhalten, Denvers Ball nach kurzem Tebow-Run an CHI 41

– mit 2 Sekunden auf der Uhr schießt Prater ein 59-Yd-FG direkt in die Mitte; Unfaßbar! Mile High steht Kopf! Nach 12 (!) Drives ohne Punkten macht Denver in den letzten viereinhalb Minuten ohne Auszeiten (!) 10 Punkte und wir sehen die Verlängerung; Sprachlosigkeit allerorten

– Chicago gewinnt den Toss und beginnt die Overtime mit dem Ball

– Barber versucht seinen dummen Fehler wieder gutzumachen und fängt ganz schwierigen Ball an DEN 41, bevor er – nein das ist kein Disney-Movie hier – den Ball verliert an DEN 34

– beim dritten Versuch hat dann auch WR Thomas seine Hände wieder gefunden und fängt den Ball zum 1st Down an DEN 46 bevor er einen schwierigen Ball zum 1st Down an der CHI 40 macht, dann läuft Tebwo auch noch zur 34 – das geht doch alles nicht mit rechten Dingen zu

– OT/8:34: Prater mit dem 50-Yard-Gamewinner: das Stadion explodiert, im Himmel ist Jahrmarkt und vor allen Apotheken stehen kotzende Pferden – nach 12 Drives ohne Punkte machen die Broncos in den letzten drei Drives 13 Punkte und gewinnen; unglaublich, ohne Worte; Tebow in den ersten drei Vierteln 3/16, 45yds, 1Int; Tebow im vierten Viertel und OT: 18/24, 191yds, 1TD, 0Int

Notizblock NFL Woche 13 Colts/Patriots; Bengals/Steelers

Indianapolis Colts (0-11) @ New England Patriots (8-3) [Gamecenter] [Gamebook]

Jeopardy:

– „weiche“ Tampa-2 Defense, ohne Schnörkel, ohne Abwechslung, die CBs und LBs beim Snap mindestens 10 Yards von der Line of Scrimmage entfernt.

Antwort 1) die Lieblingsdefense von Brady, gegen die er so sicher 30 Punkte macht, so lange ein Footballfeld nicht quadratisch ist
Antwort 2) der Gameplan des neuen DC Mike Murphy und HC Jim Caldwell gegen Brady und seine Patriots.

Beides richtig.

Das war wirklich unfaßbar anzusehen, wofür werden diese Leute bezahlt? Ich hab seit 2006 jedes Patriots-Spiel gesehen und noch nie hat eine Mannschaft einen derart lächerlichen Gameplan aufgeboten. Man wußte vorher immer schon was passieren wird und Color Commentator Rich Gannon hat das dann auch öfter mal gemacht. Es war entweder Welker „underneath“ zwischen zwei Linebackers, Branch mit 8-Yd-Curl an der Seitenlinie oder Hernandez mit Catch auf der Höhe zwischen LBs und Safeties. Und in der Redzone immer Gronkowski, der drei kinderleichte Touchdowns gemacht hat. So ein Gameplan ist Arbeitsverweigerung! Da kann man auch den Spielern gar kein Vorwurf machen, das geht alles auf die Kappe von DC Murphy und HC Jim Caldwell. So war es dann ein leichtes für Wes Welker in drei Vierteln 11 Bälle für 114 Yards zu fangen (bei 11 Targets), für Gronk drei Touchdowns zu machen und für die gesamte Offense 31 Punkte zu machen. (Die Offense hat übrigens ohne Center Nr. 1, 2 und 3 gespielt. Dafür kam jemand mit dem Namen Nick McDonald aus der Practice Squad in die OLine und ist nicht mal negativ aufgefallen. RT Sebastian Vollmer war inactive wegen seiner Rückenverletzung, was unsere Befürchtungen der letzten Wochen bestätigt.)

Daß Indy dann im viertel Viertel nach 3-31 noch drei Touchdowns gemacht hat – geschenkt. Da haben die Backups von Koutouvides, Slater und Jones gespielt. Ja, diese drei Herren kamen diese Woche aus Bill Belichicks Zauberkugel um das Spiel in der Defense zu beginnen. Matt Slater, im normalen Leben Special Teams Captain und Backup-WR, war der sechste Starting Safety in dieser Saison; Niko Koutouvides, normalerweise in der Practice Squad und manchmal Special Teamer, war der neunte (!) Starting OLB und Nate Jones, der bis Mittwoch noch arbeitslos war, hat am Sonntag die Rolle von Julian Edelman als Nickelback übernommen. Am Ende hat die Defense nicht besonders gut gespielt, aber mit guter Redzone Defense und auch wieder einer starken Interception (Jerod Mayo) hat Indy nicht mehr als 3 Punkte in drei Vierteln aufs Scoreboard gebracht. Die wenigen Punkte sind auch das Einzige, was Dan Orlovskys Leistung vom Label „Offenbarung der Saison“ fernhält: 30/37, 353yds, 2TDs, 1INT.

Glück im Unglück für Indy: mit 0-12 läuft man immer noch volle Kraft voraus Richtung Andrew Luck. (Wann beginnt eigentlich die Diskussion „Sooooo gut ist Luck jetzt auch wieder nicht. Es sollte eigentlich Spieler X Nr.1 Pick werden, mit dem gewinnen die Colts dann auch wieder den Super Bowl“?) New England kämpft mit Baltimore, Pittsburgh und Houston, die auch alle 9 Siege auf dem Konto haben, um den Nr.1-seed in der AFC und tut das mit relativ leichtem Schedule: @Washington, @Denver, vs Miami, vs Buffalo.

Cincinnati Bengals (7-4) @ Pittsburgh Steelers (8-3) [Gamcenter] [Gamebook]

Auch beim Spiel Cincinnati @ Pittsburgh können wir uns den ausführlichen Notizblock sparen. Die Bengals-Offense fängt ganz gut an, bewegt im ersten Viertel den Ball ganz ordentlich, aber durch Strafen und Dummheiten springen keine Punkte dabei raus. Mit 10:12 im 2nd Quarter stehts nach zwei Big Plays von WR Wallace und Brown plötzlich 14-0. Man mag das manchmal gar nicht glauben und es geht auch oft im GB/NO/NE-Hype unter, aber Pittsburghs Offense ist tatsächlich eine der explosivsten der Liga. QB Roethlisberger kann immer wieder Sacks entkommen und mit dem Duo Mike Wallace/Antonio Brown haben die Steelers zwei der schnellsten Spieler der NFL.

Den Kickoff nach dem zweiten Touchdown fumblet Brandon Tate und Wallace macht das 21-0 (Q2/8:33). Die Steelers haben drei Touchdowns in weniger als viereinhalb Minuten gemacht. Damit ist an dieser Stelle das Spiel vorbei, denn niemand holt gegen eine Steelers Defense in Pittsburgh 21 Punkte auf – bei allen Verletzungen und (vermeintlichen) Formschwächen. A.J. Green beweist dann zwar noch, daß er einer der besten WR der Liga ist und auch in die Rookie-of-the-Year-Diskussion gehört und macht auch kurz vor Halbzeit noch das 7-21. Da wollen die Steelers aber gar keine Zweifel aufkommen lassen und Antonio Brown trägt den Punt nach völlig verunglücktem 2-min-Drive über 60 Yards direkt zurück in die Endzone.

In der zweiten Hälfte will dann die Verteidigung auch noch mal auf sich aufmerksam machen und reißt QB Dalton immer immer wieder zu Boden und läßt ihn wie einen Rookie aussehen. Zu Beginn des vierten Viertels hat er so viel eingesteckt, daß er verletzt raus muß und Backup-QB Gradkowski die Schläge einsteckt.

Die Bengals müssen sich trotzdem nicht grämen. Sie haben gegen eines der besten Teams der NFL in deren Stadion verloren. Und sie sind mit 7-5 auch noch voll im Wild-Card-Race mit den Jets, Titans, Raiders und Broncos, die auch alle sieben Siege auf dem Konto haben. Schedule ist nicht einfach, aber drei Siege sind machbar: vs Houston, @St. Louis, vs Arizona, vs Baltimore. Pittsburgh kämpft mit Baltimore um die AFC-North-Krone und muß am Donnerstag gegen Cleveland ran, dann ein Monday Night Game in San Francisco, gegen St. Louis und zum Schluß in Cleveland.

Notizblock NFL Woche 12: Patriots@Eagles, Giants@Saints

New England Patriots (7-3) @ Philadelphia Eagles (4-6) [Gamecenter][Gamebook]

Komprimierte nachträgliche Betrachtungen zum Spiel:

Julian Edelman ist jetzt ganz offiziell der Nachfolger von Troy Brown. Er startete wieder als Nickel-Corner, spielt WR in der Offense und Punt Returner. Das größte Problem für die Eagles war die Mitte der Verteidigung. Beinahe jeden Paß hat Brady zu Welker/Gronk/Branch/Hernandez geworfen, wenn sie von einem LB oder Safety verteidigt wurden. Es fehlt natürlich das individuelle Talent auf diesen Positionen, aber individuelle Schwächen kann man immer mit taktischen Mitteln ausgleichen; aus irgendeinem Grund sind die Eagles dazu nicht willens oder in der Lage, das trifft den DC Juan Castillo genauso wie HC Andy Reid (dessen Kopf von den Fans schon im Stadion gefordert wurde). CB Nnamdi Asomugha hat nicht mal jeden zweiten Snap gespielt (angeschlagen) und dann meistens im Slot gegen Gronkowski. Bei den Patriots hat mit Ryan Wendell jetzt schon der 3rd-string Center gespielt (nach Koppen ist jetzt auch Connolly verletzt) und in der zweiten Hälfte hat Nate Solder als RT Sebastian Vollmer ersetzt, der – mal wieder – viel schwächer gespielt hat als letztes Jahr. Das wird aber wahrscheinlich mit seinen Rückenproblemen zusammenhängen. Später, als das Spiel gelaufen war, hat auch Rookie Marcus Cannon (der mit dem Tumor) als RT gespielt und Solder auf links.

Auf der anderen Seite hatte Vince Young zwar am Ende irgendwie für 400 Yards gepaßt, aber trotzdem ein schlechtes Spiel gemacht. In einigen Situationen hatte WR Jackson seinen Verteidiger klar geschlagen, aber durch furchtbare Pässe wurde das nicht ausgenutzt und führte in einem Fall sogar zu einer Interception, in einem anderen zu einem FG statt TD. Die Interception hatte Antwaun Molden, der mit CB Kyle Arrington, DB Julian Edelman, S Sterling Moore und S James Ihedigbo das bildete, was bei anderen Teams die Secondary ist. Die Verteidigung der Patriots scheint unter der Woche nichts anderes zu trainieren als 3rd-Down- und Red-Zone-Defense. „Between the 20s“ könnten sie wahrscheinlich nicht mal ein Lingerie Football Team stoppen, aber irgendwie schaffen sie es immer wieder keine Punkte zuzulassen. Nur zehn Teams in der ganzen NFL haben weniger Punkte zugelassen als New England. Really. Völlig unverständlich war, daß RB McCoy nur zehn Carries bekommen hat. Angeblich kam es an der Seitenlinie dann auch zu einer Auseinandersetzung zwischen OC Marty Mornhinweg und DL-Coach Jim Washburn, der ersteren gefragt hat, ob er noch ganz dicht ist (sinngemaß), dann gabs wohl ´ne kleine Kabbelei und die beiden mußten getrennt werden.

New York Giants (6-4) @ New Orleans Saints (7-3) [Gamecenter] [Gamebook]

[inactives: RB Bradshaw, WR Manningham, LT Beatty, LB Boley; RB Ivory, LB Vilma]

– erster Drive Saints: Fake-FG-Versuch; der Paß von QB Chase Daniel kommt zwar an, reicht aber nicht für ein 1st Down, weil zu viele Giants aufmerksam genug waren

– erster Drive Giants: Eli Manning führt NY recht problemlos das Feld runter, aber in der Endzone macht Backup-LB Will Herring eine großartige Interception gegen TE Jake Ballard

– die Giants-D hat mit NOs Pass Attack alle Hände voll zu tun und vergißt darüber, die RBs zu verteidigen; 2nd Drive: TD Lance Moore

– auch der zweite Giants-Drive ist lang und zeitfressend, aber bis jetzt sind nur 3 Punkte dabei rausgesprungen; beide Verteidigungsreihen finden kein Mittel gegen die starken Angriffe

– NO spielt in der ersten Hälfte fast ausschließlich (außer in Nickel-/Dime-Situationen) ihre 3-4-Base-Defense; nicht, daß man das noch nie gesehen hätte, aber komisch, weil sie in den Spielen, die ich bis jetzt gesehen habe, immer locker durchgewechselt haben zwischen 3-4 und 4-3

– Q2/2:21: im vierten Drive macht NO den zweiten TD; NY findet kein Mittel gegen Brees und RB Daren Sproles

– Q2/0:35: TD Lance Moore, dritter TD von Brees; am Ende zählen nur die Punkte auf dem Scoreboard: die Saints hatten vier gute Drives und 21 Punkte; Giants kamen mit allen fünf Drives bis in New Orleans´ Hälfte und haben nur 3 Punkte

2nd Half

– Q3/10:49: Eli spielt jetzt auch noch ohne WR Nicks (Manningham vor schon vorher raus); das macht ihm aber gar nichts und schon in der ersten Serie der zweiten Hälfte kommt NY nochmal ran auf 10-21

– die Giants-D ist völlig hilflos: die Safeties können nicht tacklen, die LBs können Pässe über die Mitte/kurz hinter die LOS nicht verteidigen und die DL kann Brees nicht unter Druck setzen; nach dem Anschlußtouchdown von NY marschiert Brees mit seiner Offense genauso problemlos wie in der ersten Hälfte übers Feld zum TD (Q2/5:48)

– direkt im Anschluß daran fumblet Backup-RB Scott bei einem 3rd&1; Coughlin challenges, but play stands; sah aber in der Wiederholung nach einer Fehlentscheidung aus, weil Scotts linker Ellenbogen down war; wie auch immer: zwei Spielzüge später stehts 35-10 – game over.

Notizblock NFL Woche 11 – MNF Chiefs/Patriots

Kansas City Chiefs (4-5) @ New England Patriots (6-3) [Gamecenter] [Gamebook]

[inactives: DE Glenn Dorsey; S Pat Chung, CB Devin McCourtey, LB Brandon Spikes]

– wie jede Woche hat Belichick seine Secondary durch die Zauberkugel geschickt und diesesmal kommen als Starter aufs Feld: Julian Edelman (Really. Als Nickelback), CB Kyle Arrington, CB Antwaun Molden, S James Ihedigbo, S Sterling Moore

QB Tyler Palko macht mit 28 Jahren seinen ersten NFL start; er hat 30 NFL Snaps und wurde sogar in der UFL und CFL gecuttet

– als im zweiten Drive auch noch S Ihedgibo verletzt an der Seite steht, laufen die Chiefs No-Huddle-Offense und die Pats wissen gar nicht, wo sie stehen sollen

– Q1/1:30: nach einem mit Wildcat- und QB-Draw garnierten No-Huddle-Drive machen die Chiefs mit einem FG die ersten Punkte 3-0

– und im Anschluß versuchen die Chiefs einen Onside Kick, der aber nicht erfolgreich ist

Nate Solder spielt wie schon so oft in dieser Saison als TE und FB

– Q2/14:49 Wallace Gilberry sackt Brady von hinten, der sich komischerweise sicher fühlte, KC sichert den Fumble; das ist das vierte Spiel in Folge mit einem Fumble von Brady

– Q2/10:07 der dritte Sack gegen Brady; diesesmal läuft Tamba Hali problemlos an Vollmer vorbei; die OLine sieht bis jetzt richtig schlecht aus, vor allem RT Vollmer, C Conolly und LG Mankins

DE Andre Carter macht bis jetzt schon wieder ein unglaubliches Spiel gegen Paß und Lauf

– Tyler Palko ist ziemlich mutig und die Chiefs haben auch Vertrauen in ihn, er hat offensichtlich einen „richtigen“ Gameplan und das volle Playbook; nicht nur Screens und andere kurze Pässe, wie man es sonst bei unerfahrenen QBs sieht

– Q2/7:36: DB Edelman gets off a block und macht einen wichtigen Tackle on 3rd Down

– Q2/4:18: aus irgendeinem Grund verteidigt niemand TE Gronkowski und diese Woche müssen die Pats nicht mal in die Redzone, damit Gronk seinen obligatorischen TD macht; das ist wirklich dumm von den Chiefs, sie haben das bis jetzt sehr gut verteidigt, machen aber diesen einen Risenfehler und liegen 3-7 hinten; 52-Yd-TD; in der Wiederholung siehts aus, als hätte LB Johnson ihn einfach aus den Augen verloren, was ziemlich schwierig ist, wenn man jemanden verteidigen soll, der fast 2 Meter groß und ligaweit als Go-to-guy bekannt ist

– Q2/2:01: nach mehreren guten Pässen von Palko wirft er einen etwas ungenauen Ball, den WR Breaston nicht fetshalten kann und von Arrington  intercepted wird

– im folgenden Pats-Drive sitzt auch noch Backup Dan Conolly verletzt draußen und Ryan Wendell spielt Center

RB Woodhead mit viel Raumgewinn bei zwei Läufen und einem Paß, FG NE 10-3 kurz vor dem Pfiff zur Halbzeit

– Kansas City hat tatsächlich besser als New England gespielt, aber wegen zwei dummen Fehler (Gronk-TD und INT) liegen sie 3-10 hinten

Zweite Halbzeit

– zu Beginn der zweiten Hälfte spielt New Englands OLine viel besser, vor allem im Laufspiel; NE läuft und läuft und läuft und dann in der Redzone ignoriert Gronkowski einfach zwei Tackleversuche und springt in die Endzone 17-3 Q3/10:27

– Q3/9:24 WR/CB/PR Edelman macht aus dem Punt nach KCs 3&out einen Devin-Hester-Erlebnis und ganz plötzlich steht es 24-3

– Q3/4:47: Arrington fängt schon wieder einen abgefälschten Ball ab und führt die NFL jetzt mit 7 INT an- game over

– in der zweiten Halbzeit laufen die Patriots nur noch; meistens aus ihrem 2-TE-set mit Gronkowski und Solder; ab und zu wird mal ein play-action Paß eingestreut und zum Ende des dritten Viertels stehts nach Ghostkowskis zweiten FG 27-3

– die DEs Andre Carter und Mark Anderson machen mal wieder ganz starke Spiele

– Q4/10:50: Palko hat ganz anständig gespielt und auch in diesem Drive KC wieder in die RZ geführt und dann passiert wieder einer dieser Fehler mit total überflüssiger Interception zu Phillip Adams in der Endzone

– WR Deion Branch ist bis jetzt der einzige Pats-WR der einen Ball gefangen hat, 0 Catches für Welker, Price, Edelman und Ochocinco

– Rookie OT Marcus Cannon macht sein erstes Spiel in dieser Saison nach seiner Chemotherapie, nachdem Matt Light verletzt rausgeht

– Rookie RB Shane Vereen darf im vierten Viertel auch endlich mal spielen, aber warum zur Hölle ist Tom Brady noch im Spiel?

Letztendlich haben sich die Chiefs das Spiel selber kaputt gemacht. Erst Strafen in der Redzone, dann zwei dumme Fehler, die zu zehn Punkte geführt haben und als Highlight der Beginn der zweiten Hälfte: erst überrannt von New England und dann den Punt Return. Ganz gut gespielt, Ergebnis 3-24. Das ist Clever&Smart gegen Dumm&Dümmer. Wie auch schon letzte Woche gegen die Jets ist New Englands Ergebnis viel zu hoch ausgefallen und täuscht über die vielen Schwächen in der Defense und auch in der Offense (!) hinweg.

Notizblock NFL Woche 10 Patriots/Jets

New England Patriots (5-3) @ New York Jets (5-3) [Gamecenter] [Gamebook]

Patriots Offense / Jets Defense

– RT Vollmer hat jetzt wohl endgültig seinen Startplatz zurück, nachdem in den letzten Wochen nach der Verletzungspause auch mal mit Solder rotiert worden war; Solder spielt dafür wieder den dritten TE

– Q1/8:10: 50-Yd-FG Ghostkowski; nach Pässen zu TE Gronkowski, TE Hernandez und WR Ochocino wirft Brady eine INT zu CB Kyle Wilson, die dieser aber nicht festhalten kann; Brady sieht wieder so schlecht aus wie in den letzten zwei, drei Wochen

– was ist denn mit Ochocino passiert? gleich der nächste Catch, dieses Mal für 53 Yards – nachdem er Darrelle Revis stehenläßt; Q1/2:31: anschließend ist RB Woodhead offen in der Endzone und Brady wirft wieder einen von seinen Mark-Sanchez-Pässe; irgendwas stimmt mit Brady nicht, jetzt im vierten Spiel in Folge; keine Accuracy  und mangelndes Timing, wie ich es von ihm noch nie gesehen habe

– Anfang Q2: jetzt schon das dritte Mal, daß in der Jets-D große Verwirrung herrscht und keiner so recht weiß, wo er sich aufstellen soll, Ergebnis: zwei 1st Downs und eine verschenkte Auszeit

– nach seinen Accuracy-Probleme klappt jetzt nicht mal der Center-QB-Exchange, Safety, 6-2 New England

– die Jets bringen fast ausschließlich drei oder vier Pass Rusher; Revis ist überragend gegen Welker

– Brady nach dem TD der Jets mit gutem 2-min-drive, immerhin das funktioniert noch; und am Ende kann niemand in der Redzone Gronkowski verteidigen; das ist der 15te Redzone-TD in anderthalb Saison für den 1,95m-Typen; 13-9 zur Halbzeit

– nach dem zweiten 3&out zum Start der zweiten Hälfte bekommt die Pats-O Hilfe von den Special Teams; Joe McKnight kann den Punt nicht fangen und Koutuvides recovered an NYJ18, Brady entkommt 3 Jets-Verteidigern und „looks like a finalist on Dancing With The Stars“ (Al Michaels) und natürlich macht Gronkowski den TD; äh, doch nicht, Gronk stand vorher im Aus, FG statt TD 16-9 New England (Q3/9:55)

– Q3/4:44: jetzt gehts Schlag auf Schlag: nach dem Fumble und der Interception überfordert Brady die Jets mit seiner No-Huddle-Offense und sieht endlich wieder aus wie der Alte; und jetzt macht Gronk auch tatsächlich seinen TD, 23-9 NE

– ich glaub, die Jets haben nicht einen Snap mit weniger als 5 DBs gespielt und die Run-D sieht trotzdem richtig gut aus, bis dann im vierten Viertel die No-Huddle-Offense Wirkung zeigt und die Verteidiger zunehmend ausgelaugter sind; die Pats in der zweiten Hälfte auch viel öfter mit Trips-Formationen um die Mann-Mann-Verteidigung zu kontern; nach 13 Plays und 84 Yards macht WR Branch dann den TD gegen Kyle Wilson und Brady ist auch ganz augenscheinlich wieder einer der besten QBs der Liga; 30-16 (Q4/8:05); direkt im Anschluß fängt Ninkovich noch eine Interception und spaziert in die Endzone 37-16 game over

Jets Offense / Patriots Defense

– Q1/11:38 die Jets fangen an wie die Feuerwehr, QB Sanchez zerlegt die Patchwork-Secondary der Pats – und dann vergibt K Folk ein 24-Yd-FG-Versuch

– Rookie Sterling Moore spielt als Safety durch durch (Pat Chung ist verletzt, Josh Barrett auf IR); die Spielzeit der verletzten LB Gary Guyton und Brandon Spikes teilen sich Tracy White und Jeff Tarpinian. Moore, White und Tarpinian waren undrafted, genau wie die beiden Starter CB Kyle Arrington und DT Kyle Love. Was will New England eigentlich immer mit den ganzen extra Draft Picks, wenn am Ende nur Free Agents spielen? Hmm…

– im zweiten Drive sieht New Englands D viel besser aus – und Sanchez viel schlechter; die Pats haben sogar sowas wie ´nen Pass Rush

DE Andre Carter mit seinem zweiten Sack im ersten Viertel, dieses mal weil Sanchez seine Protection nicht übersieht

– New England hat jetzt ganz offiziell einen Pass Rush! DE Carter spielt wie Terrell Suggs und auch DE Mark Anderson hat jetzt einen Sack (den er allerdings größtenteils der Coverage zu verdanken hat)

– das Laufspiel der Jets ist gar nicht so schlecht, aber dafür haben Carter/Anderson schon vier Sacks, RT Hunter ist so schlecht wie immer und Sanchez scheint Probleme mit den Protection Calls zu haben (macht eigentlich Sanchez oder C Mangold die Protection Calls, weiß das jemand?)

– Mitte des zweiten Viertels muß CB McCourty mit Schulterverletzung raus; damit hat NE jetzt nur noch drei CBs mit Arrington, Antwaun Molden und Philipp Adams

– die Jets kommen wieder bis in die Redzone und dieses Mal hält die Defense nicht, Sanchez läuft in die EZ zum 9-6

– Q3/7:36: nach den Special Teams hilft jetzt auch die D: LB Ninkovich intercepted einen mehrfach abgefälschten Ball; New England spielt bei ersten und zweiten Versuche fast ausschließlich ihre Base-D und lädt Sanchez ein, die Patchwork-Secondary zu schreddern, der daraus aber kein Kapital schlagen kann

– Q4/14:55: endlich marschieren die Jets mal wieder das Feld runter und Plax macht den Anschluß zum 16-23

Superbowl-Countdown T-minus 6: Was wann wo (Update 3)

[Update: Super Bowl in der Schweiz. Siehe unten]

[Update II: Co-Kommentator im World Feed (ESPN America) wird Joe Theisman sein.]

[Update III: Superbowl im italienischen Fernsehen.]

Ich kann mich nicht erinnern, schon jemals so viel Superbowl-Coverage gekriegt zu haben, wie in diesem Jahr.

Für Deutschland, die Schweiz, Österreich und Italien gilt: ESPN America bringt das volle Superbowl-Programm.

ESPN America HD

Aufwärmprogramm unter der Woche: Dienstag, 1.2. um 21h30 und Mittwoch, 2.2. um 16h30 Super Bowl Quarterback Access
Aufwärmprogramm am Super Bowl Sonntag: Ab 15h00 mit NFL Films und Sunday NFL Countdown
Liveübertragung: Sonntag, 6.2./Montag 7.2. ab 00h00
Feed: World Feed, also kein Joe Buck/Troy Aikman auf dem Fox-Signal
HD? Ja.
Wiederholungen: Montag, 7.2. um 19h, Mittwoch, 9.2. um 12h30, Freitag, 11.2. um 19h30, Samstag, 12.2. um 08h00

ESPN America bringt wieder nicht das Signal vom Superbowl-Broadcaster Fox, sondern das des World Feeds vom NFL Network. Problem darin: Es ist eine Laienkommentierung. Ich finde es ärgerlich, dass man immer genau zum Höhepunkt auf die Fachkommentierung von Joe Buck und Troy Aikman (bzw. in anderen Jahren halt von CBS oder NBC) verzichten muss. Der World Feed wird ziemlich sicher kommentiert werden vom IMHO annehmbaren Bob Papa und einem zweiten ausgewählten Mann aus dem Trio Tom Hammond, Matt Millen und Joe Theisman, wobei ich eher nicht auf Theisman tippen würde. Wichtig: Sterling Sharpe scheint derzeit nicht in der Verlosung um den Color Commentator zu sein.

EDIT: Joe Theisman hat auf seinem Twitter-Account bekannt gegeben, dass er gemeinsam mit Bob Papa den World Feed kommentieren wird.

Saw the stadium to day, looks like a great place to watch a game.

Dazu nur ein Satz: Really nice job. EDIT ENDE

Ansonsten ist ESPN America natürlich ein toller Tipp, mit neun Stunden Vorberichterstattung inklusive Videos von vergangenen Superbowls und Countdown-Sendungen. Das Eingrooven in den Abend und später das Spiel, das hat schon was. Werde ich diesmal nur in verkürzter Form erleben.

Dazu gibt es bei ESPN America eine Serie an Wiederholungen über die ganze Woche verstreut.

Bonus-Feature: Die mehrmals ausgestrahlte Sendung Super Bowl Quarterback Access. Ich habe keine Programminformationen vorliegen. Aber klingt auf alle Fälle nicht uninteressant.

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DEUTSCHLAND

In Deutschland übertragen neben ESPN America mit seinem englischen Kommentar noch zwei Fernsehstationen in deutscher Sprache: Die ARD und Sport 1+. Da ich nicht in Deutschland wohne, weiß ich nicht, wer, wie, wo die BBC empfangen kann. Die BBC bringt via BBC Sports im Normalfall eine Übertragung mit dem Fox-Signal, also mit Joe Buck und Troy Aikman – und fuhr in der Vergangenheit mit großartigem Studio auf, was ich von Tapes so gesehen habe. Aber darauf bitte kein Gift nehmen.

ARD

Wann: Sonntag, 6.2. ab 23h35
Wer kommentiert: Andreas Witte und Dirk Froberg
Studio: Ralf Scholt als Moderator, Sebastian Vollmer und Tom Nütten im Studio
HD? Nope. (Siehe Anmerkungen)
Wiederholungen: N/A.

Ich werde Super Bowl XLV auf der ARD sehen. Ich habe auf meiner privaten Superbowl-Party nicht nur Englisch-Profis und werde dafür (gern) in den sauren Apfel beißen. Die ARD bringt eine Laienkommentierung. Punkt. Ich kann mit Witte/Froberg sehr gut leben, auch wenn ich mit den Analysen nicht allzu viel anfangen kann. Aber gut. Ich verstehe, dass bei einem Publikum von ca. einer halben Million viele, viele Laien und Neugierige drunter sein werden. Meine Kritik an den beiden konzentrierte sich eigentlich anfangs auf viele fachliche Fehler. Die sind mir in den letzten drei Jahren nicht mehr in der Masse aufgefallen, dass ich sie als störend empfunden hätte.

Witte/Froberg: Solide, übersehen hin und wieder ein paar Details und reißen den Hardcore-Fan nicht vom Hocker, aber IMHO eine ansprechende Besetzung für nicht überanspruchsvolle Menschen.

Im Studio hostet wie immer Ralf Scholt. Die Experten an seiner Seite sind Tom Nütten und Sebastian Vollmer. Vollmer hätte ich persönlich lieber spielen sehen. Nütten ist für viele ein rotes Tuch: Wortkarg und nicht allzu sprachsicher. Für mich ist das kein Problem: Es ist im Prinzip wurscht, wen die ARD ins Studio stellt. Ich erwarte in der ARD keine hochtrabenden Analysen. Ich bin schon zufrieden, dass offenbar keine Promis zu Promotionszwecken dort eingeladen werden. Mit dem einzigen deutschstämmigen Superbowl-Champ und dem einzigen aktuellen deutschen NFL-Profi habe ich kein Problem.

Brennende Frage HD oder nicht? Die Superbowl wird es nicht in HD geben. Auf Das Erste HD ist die Bildqualität aber besser, wenn auch nicht „richtiges“ HD, weil das Bild hochkonvertiert wird. Auf Das Erste (SD) dementsprechend noch etwas schlechter.

So weit ich das mitgekriegt habe, wird die Super Bowl in der ARD nicht mehr wiederholt, auch nicht auf den Dritten Programmen.

Was an der ARD nervend sein könnte: Die Vorberichterstattung. Vor einem Jahr musste fünf Tage vor Olympiastart fast die gesamte Zeit für Vancouver und Frau Witt draufgehen. Diesmal steht die Ski-WM in Garmisch vor der Tür (Eröffnung am Montag). Mir schwant Schlimmes. Gut, dass es bei mir um Mitternacht Weißwurst gibt…

Sport1+

Wann: Sonntag, 6.2./Montag, 7.2. ab 00h05 (Nacht auf Montag)
Kommentierung: in deutscher Sprache
Zusammenfassung: Montag, 7.2. um 16h30 eine einstündige Zusammenfassung auf Sport 1 (ohne Plus)
Wiederholungen: Montag, 7.2. um 20h05, Dienstag, 8.2. um 20h40 jeweils auf Sport 1+

Ich empfange kein Sport 1+. Ich vermute Günther Zapf als einen der Kommentatoren, aber ich habe mich nicht weiter damit beschäftigt. Die Kommentierung wird auf alle Fälle deutsch sein.

Am Montag um 16h30 gibt es bei Sport1 (Achtung: der „Muttersender“) eine einstündige Zusammenfassung (minus die 3 Werbepausen). Das volle Spiel wird auf dem Pay-TV-Sender Sport 1+ zweimal wiederholt.

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ÖSTERREICH

In Österreich ist die Super Bowl neben ESPN America auch via PULS 4 empfangbar.

PULS 4

Vorberichterstattung im Studio: Ab 23h15 aus dem Wiener Marriot Hotel, Studiohost: Christian Nehiba
Einstieg in die Kommentierung: Ab 23h55
Kommentierung: Walter Reiterer und Michael Eschlböck

PULS 4 bietet volles Programm auf. Das Studio wird im Wiener Marriot Hotel sein, dort, wo die Superbowl-Party im Hintergrund läuft. Könnte nervig sein, muss nicht sein. Moderiert wird von Christian Nehiba, wer die Studiogäste sein werden, ist mir nicht bekannt.

Die Live-Kommentierung übernehmen Walter Reiterer und Michael Eschlböck. Eschlböck kriegt bei mir für die großartigen NFL-Nächte zu ORF-Zeiten mit Christopher D. Ryan Freibier auf Lebenszeit. Reiterer ist fachlich gut drauf und auf alle Fälle ein ansprechender Kommentator, wenn auch nicht der begeisternde Typ wie unser Austro-Kanadier Ryan.

Feature: PULS 4 hat versprochen, das Spiel ohne Werbeunterbrechung zu bringen.

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SCHWEIZ

So weit ich das überschaue, überträgt in der Schweiz nur ESPN America. Schade, denn mit Ben Roethlisberger spielt ein zumindest schweiz-stämmiger Quarterback mit.

UPDATE: Das Schweizer Sportfernsehen SSF überträgt die Super Bowl XLV. Kommentare in deutscher Sprache. Kommentator: Roger Ackermann, Co-Kommentator: Michael Schmitt. Die Moderation übernimmt Andreas Balzer.

Die Übertragung startet um 00h00 in der Nacht auf Montag. Am Montagabend um 20h gibt es eine Wiederholung. UPDATE ENDE

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ITALIEN

[Für die italienischen Google-Suchenden/Siccome mi trovano tantissimi (e non so perché) cercando una trasmissione del Super Bowl 2011 nella RAI: Peccato. La RAI non trasmette piú il Super Bowl. I diritti sono da ESPN America. Peccato, perché ho fatto in tempo anch’io a godermi lo spettacolo delle trasmissioni del Super Bowl nel passato.]

UPDATE: Dass es in Italien jetzt doch Superbowl auf italienisch gibt, war an mir vorbeigegangen. Ich entschuldige mich vielmals. Super Bowl XLV gibt es tatsächlich nicht nur auf ESPN America (mit World Feed), sondern auch auf:

La7 (ab 00h15) mit dem Kommentatorenduo Ugo Francica Nava & Vinni Argondizzo.

DahliaTV (Pay-TV), mit dem Kommentatorenteam Antonio Maggiora Vergano & Brock Olivo und Roberto Gotta, der im Cowboys Stadium auf Stimmungsfang ist.

Für weitere Infos: Playitusa (auf italienisch). UPDATE ENDE

Für Italien gilt ein Jahr nach der traumhaften Übertragung von RAI Due/RAI Sport+: Leere. ESPN America ist als einziger Sender übrig geblieben (siehe Update). Die RAI hat den Sport-Spartensender RAI Sport+ schon vor einigen Monaten eingestampft und sich auch keine Rechte für die Super Bowl itself eingekauft.

Vor einem Jahr war das nach einer starken Regular Season/Playoff-Performance der Italiener eine exzellente Superbowl-Übertragung inklusive mehrfacher Schalten ins Studio, wo der italienische National-QB seine sehr gehaltvollen Analysen hinlegte. Auch die Kommentatoren waren fachlich traumwandlerisch und dass italienische Moderatoren quasseln können, ist bekannt. Fazit: Schade um die RAI, denn was Anno 2009/10 abgeliefert wurde, war 1A.

Generell gilt: Italienisches Fernsehen ist nicht erst seit Berlusconis Tussis unter aller Sau. Aber wenn es um Sport geht, kennen die Italiener keinen Spaß und fahren das beste Material auf. Galt auf alle Fälle für Football und Wasserball und gilt immer noch für Volleyball, Skifahren und natürlich für den heiß geliebten Calcio. Flammende Worte, die mir ganz ehrlich nicht mal schwerfallen.