College Football 2013/14, Preview Week 6 am Samstag

Die Saison im College-Football nimmt richtig Fahrt auf mit haufenweise Conference-Spielen, die längst Überhand genommen haben. SPORT1 US heute mit folgenden Spielen im Portfolio – man achte drauf, dass der 21h30-Slate wegen IndyCar diesmal ausfällt:

18h    Florida State - Maryland
01h    Mississippi State - Louisiana State
04h15  Stanford - Washington

Schedule des ESPN-Players kann wieder im Tagesverlauf bei Allesaussersport nachgeschlagen werden. Der NBC-Stream könnte wieder das „Heimspiel“ von Notre Dame (nur theoretisch; Spiel findet in Dallas auf neutralem Boden statt) gegen Arizona State übertragen.

Government-Shutdown

Eine interessante Färbung gibt es am heutigen Spieltag durch die US-Regierungskrise („Government Shutdown“), wegen dem bizarrerweise das Militärduell NavyAir Force (ab 17h30 geplant) ausfallen könnte, wie auch Boston College Army. Die Entscheidung hätte am Donnerstag fallen sollen; zum „Redaktionsschluss“ am Freitagvormittag war mir noch nix darüber bekannt.

Nachmittags-Brunch ab 18h

Bestes Spiel um 18h und eines von nur drei Ansetzungen zwischen zwei AP-25 Teams am heutigen Tage ist #8 Florida State Seminoles#25 Maryland Terrapins (bei SPORT1 US). FSU ist trotz einiger Defensivprobleme (viele Abgänge in die NFL) recht rund in die Saison gekommen, vornehmlich wegen des in alle Höhen gehypten QB Jameis Winston, dem „neuen Manziel“. Winston, ein Freshman der nebenher Baseball für die Noles spielt, hat einen etwas merkwürdigen Wurfstil, aber seine Pässe sind schon recht zielgenaue Raketen.

Maryland scheint im dritten Jahr unter dem einst so gehassten Head Coach Randy Edsall in Schwung zu kommen, steht bei 4-0. Es ist zwar irgendwie jeder skeptisch, inwieweit die Terps „legit“ sind, aber immerhin gewinnt Maryland nun die Spiele, die in den letzten beiden Jahren jeweils noch haushoch verloren wurden. Und das 37-0 über WVU, das man noch letzte Woche am liebsten verspottet hätte („WVU ist auch nicht mehr das, was es mal war“), sieht nach dem überzeugneden Sieg der Mountaineers letzte Woche über das hoch gehandelte Oklahoma State nun wie ein gutes Ergebnis aus.

Florida State spielt in zwei Wochen sein erstes „Spiel der Wahrheit“ gegen Clemson. Maryland ist der letzte Test, bevor die Noles in eine spielfreie Woche gehen. Wenn eine Mannschaft in den letzten Jahren pauschal für überflüssige Niederlagen vedächtigt worden ist, dann war es FSU, insofern gibt es durchaus eine kleine Packung Upset-Potenzial in diesem Spiel.

Ein anderer schwarzer Wunder-QB ist Teddy Bridgewater von #7 Louisville, der einen fürchterlich einfachen Schedule spielen darf. Louisville ist heute bei Temple zu Gast und alles andere als ein lockerer Sieg würde als Enttäuschung gewertet. Bei NebraskaIllinois darf man sich zu Gemüte führen, ob die Huskers-Defense sich von den jüngsten Blamagen erholt hat; auf alle Fälle steht Coach Bo Pelini im Kreuzfeuer, wenn Illinois viele Punkte aufs Tablett legen sollte.

Um 18h30 MESZ spielt Virginia Tech gegen UNC. UNC legt jede Woche tiefere Tiefpunkte hin und die Messlatte ist mittlerweile so weit unten angelegt, dass die Tar Heels trotz einiger aussichtsreicher NFL-Prospects froh wären, von Virginia Tech nicht komplett an die Wand gespielt zu werden. Da kommt es gut, dass VT zwar eine der gefürchtetsten Defenses im Lande hat, aber „Beamerball“ (extrem gute Defense + Special Teams, benannt nach VT-Coach Frank Beamer) nicht für die punktgewaltigste Spielweise steht. Die Hokies gewinnen lieber 13-10 als 58-37. Empfehlenswert ist das Spiel sicher auch aufgrund der tollen Kulisse im Heimstadion von Virginia Tech.

Ab 20 AkronOhio aus der Mid-American Conference. Akron ist mit seinem Coach Terry Bowden (Sohnemann der Legende Bobby) eines der Bodensatz-Teams der MAC, hätte aber vor zwei Wochen ohne weiteres Michigan in deren Stadion schlagen können und scheiterte nur sauknapp. Ohio seinerseits ist Mitfavorit in der MAC.

21h30-Slate

#6 Georgia hat die Massen mit seinen spektakulären Spielen offenbar so sehr begeistert, dass CBS das Tennessee-Georgia Spiel als sein Topspiel der Woche auserwählte. Bei uns über normalem Wege nicht zu sehen, riecht das nach einem gewaltigen Mismatch: Die Vols wurden bereits von Oregon in Grund und Boden gespielt und hatten letzte Woche gegen das bestenfalls zweitklassige South Alabama alle Probleme der Welt, ein 31-24 herauszuwringen (USA hatte Sekunden vor Schluss an den TEN 8yds Line gestanden).

Alternativprogramm: #21 Oklahoma State vs Kansas State. Letztere hatten ihre peinliche Pleite bereits am ersten Spieltag, erstere holten das letzte Woche nach, als sie gegen das bis dahin desaströse West Virginia glatt verloren. OSU hatte ich im Sommer dick auf der Rechnung gehabt für eine mögliche Überraschung in der Big 12; K-State weniger.

Oder #14 Miami/FLGeorgia Tech. Bei den Canes bin ich mir noch immer nicht sicher ob deren Offense-Qualitäten: Ja, es gibt fantastische Athleten, und ja, immer wieder gewaltige Drives, aber am Ende des Tages bleibt doch der Eindruck von Stückwerk. Aus der ACC gäbe es außerdem: Syracuse#3 Clemson.

Die Nachtspiele

Das Massaker Colorado#2 Oregon (ab Mitternacht) gibt es bei uns Gott sei Dank nur für Goldgräber zu finden. Ein anderes Gemetzel ist dagegen lt. Sendeplan bei SPORT1 US (Stand gestern Vormittag) dabei: Ab 1h Mississippi State#10 LSU mit LSUs neu gefundener Offensivgewalt. Ich habe über zwei Jahre über QB Zach Mettenberger gelästert, sodass ich nun Abbitte leisten muss: Was Mettenberger seit dem TCU-Spiel abliefert, ist ziemlich gigantisch und sein Stil ist durchaus NFL-kompatibel. OK, das war er immer schon, aber nun strahlt Mettenberger endlich auch Selbstbewusstsein aus, und macht kaum mehr gröbere Denkfehler, wenn es ums Zerlegen von Coverages geht. Mettenbergers Next Test: @Alabama im November. Bis dahin gilt es, weiter ins neue Offense-System von Cam Cameron einzutauchen.

Ein Topspiel ab 1h, das es hierzulande offiziell nicht zu sehen gibt: #11 OklahomaTCU (läuft in den Staaten bei FOX). Es ist das direkte Duell der beiden besten Defenses der Big 12 Conference. Oklahoma hat sich mittlerweile zum Big 12-Favoriten gemausert, wenngleich es mich bass erstaunt, wie wenig Aufmerksamkeit die großen Medien den Sooners (den Sooners!) schenken: Trotz Ungeschlagenheit nur an #11 gerankt. Das mag den sportlichen Stand widerspiegeln oder nicht, aber so große Unis landen im Normalfall bei 4-0 Bilanz weiter oben. QB Blake Bell (der „Belldozer“), früher nur bekannt als Landry Jones‘ rein scrambelnder Backup, soll zuletzt verstärkt als Starting-QB mit Passqualitäten auf sich aufmerksam gemacht haben.

TCU ist dagegen eine kleine Enttäuschung: Die Defense ist nicht das Problem, sondern die Offense, wo es weiterhin keine Konstanz gibt und QB Pachall mal wieder wochenlang mit Verletzungen raus ist. TCU war einer meiner Geheimfavoriten, aber es scheint meinen Erwartungen nicht ganz gerecht werden zu können. Ein Upset heute in Norman könnte mein Weltbild wieder ins Lot rücken.

Möglicherweise im ESPN-Player ist allerdings #18 FloridaArkansas (ab 1h): Florida mit seiner furztrockenen, aber ebenso langweiligen Defense gegen Arkansas, das in der Offseason alles untenahm, um die letzten Erinnerungen an die spektakulären Pass-Offenses der letzten Jahre zu verwischen. Florida spielt ohne seinen besten DL Dominique Easley (Kreuzbandriss; out for season).

Ein cooles Matchup könnte Auburn#24 Ole Miss sein: Zwei interessante Typen an der Seitenlinie, Auburns Gus Malzahn, der quasi mit Tag 1 seiner Präsenz wieder Leben in die verwaiste Tigers-Offense brachte, gegen Ole Misses Hugh Freeze, Recruiting-König. Die gemeinsame Geschichte der beiden liegt bei Arkansas State: Dort löste Malzahn letztes Jahr Freeze ab; beide nutzten das Sprungbrett Arkansas State, um bessere Jobs in der SEC zu bekommen.

Was ist bei South FloridaCincinnati interessant (ebenso 1h)? South Florida. Die Bulls sind unter dem neuen Coach Willie Taggert so schlecht in die Saison gekommen, dass es nicht ausgeschlossen ist, dass Taggert seine Debütsaison nicht überlebt. Man muss dazu wissen, dass es am College sehr ungewöhnlich ist, dass Coaches nicht mindestens 2-3 Jahre Zeit bekommen.

Wohl wieder im NBC-Stream ab 2h: Notre Dame#23 Arizona State, das bizarrerweise aus dem Cowboys-Stadion in Arlington kommt. Notre Dame wurden letzte Woche von Oklahoma die Grenzen aufgezeigt, während Arizona State mit einem 62-Punkte-Wirbelsturm gegen USC die Ära von Lane Kiffin beendete.

Der Kiffin-Nachfolger könnte ab 1h30 zu sehen sein, wenn Vanderbilt gegen Mizzou spielt. Vanderbilts Head Coach James Franklin gilt als überfälliger Kandidat für einen richtig großen BCS-Coaching Job. Er wird bei allen wackeligen Trainerposten in der Elite des College-Football genannt; so auch bei den USC Trojans.

Ab 02h spielt #16 Northwestern vor einem vermutlich rebellischen Heimpublikum gegen #4 Ohio State. Jeder faselt davon, wie überschätzt Ohio State sei; trotzdem werden die Buckeyes Woche für Woche in den Top-5 gerankt. Viele schwierige Spiele hat Ohio State nicht mehr dieses Jahr, aber Northwestern könnte eines von ihnen sein: Eine kleine Elite-Uni, die leidenschaftlichen Football spielt und einen begeisternden QB Kain Colter auffährt.

Northwestern ist eine kleine Elite-Privatuni aus dem „Umfeld“ von Chicago; das allein reicht, dass diese Uni kaum mediale Beachtung findet, zwischen Bears, Cubs, White Sox, Bulls, Blackhawks und was-weiß-der-Teufel-was-dort-noch-für-Profiteams-umherlaufen, aber das heute könnte der gefühlte Höhepunkt in der Wildcats-Geschichte sein: ESPNs College GameDay stationiert heute auf dem Campus von Northwestern, und allein das bringt Aufmerksamkeit. Für Head Coach Pat Fitzgerald, Quarterback in der bisher erfolgreichsten Zeit dieser Uni (Big Ten Siege 1995, 1996), einen eingefleischten Wildcats-Mann, muss das nach fast zehn Jahren im Coaching-Staff eines der geilsten Spiele bisher sein.

Ab 4h30 MESZ das dritte Spiel zweier gerankter Teams: #5 Stanford#15 Washington. Stanford verlor letztes Jahr zwei Spiele: Einmal dank Referee-Fehler gegen den BCS-Finalisten Notre Dame, und einmal… gegen Washington. Die Huskies waren 2012 ansonsten aber zu wenig konstant um ein ernsthaftes Wörtchen um mehr als gelegentliche Sensationen mitzureden, aber diese Jahr gilt die Kombination aus hochwertigen Athleten und viel Erfahrung als durchaus gefährlich. Manche trauen den Huskies heute Nacht sogar eine Überraschung zu. Wenn, dann muss aber QB Keith Price weiterhin so aufgeigen wie in den ersten Wochen angedeutet.

Big East Conference 2012/13 Preview

Die Big East Conference… was im College-Basketball mit Syracuse und March Madness eine ganz große Nummer ist, genießt im College Football mittlerweile keinen allzu hohen Status mehr. Nach etlichen Jahren der Misserfolge und hohen Schlappen der BCS-Vertreter in der Bowl Season und dem drohenden Kollaps nach Abgängen (West Virginia, baldig Pitt und Syracuse) und nicht erfolgten Additionen (TCU) wird in einem Jahr der blanke Wahnsinn ausbrechen, mitsamt Teams aus Texas, Idaho (!) und Südkalifornien (!!!).

Die Zusammensetzung der Football-Liga sieht 2012 so aus:

Cincinnati
Connecticut (UConn)
Louisville
Pittsburgh
Rutgers
South Florida (USF)
Syracuse
Temple

Und im nächsten Sommer – ein durchaus mögliches weiteres Beben mal außer Acht gelassen – werden folgende Universitäten die Footballmeisterschaft unter sich ausspielen (die Navy kommt erst 2015 und jetzt vergessen wir mal, dass Louisville durchaus Big12-würdig sein könnte):

Boise State
Central Florida (UCF)
Cincinnati
Connecticut (UConn)
Houston
Louisville
Memphis
Rutgers
San Diego State
South Florida (USF)
Southern Methodist (SMU)
Temple

Und wenn die Funktionäre dann lange genug zusammensitzen, kommt bestimmt wer auf die Idee, die beiden Divisionen dieser Conference nicht nach geographischen Gesichtspunkten zusammenzusetzen…

Die obere Hälfte des Tabellenplateaus

Eigentlich verbietet es sich, in der Big East Conference von “Favoriten” zu sprechen – zu wenig Konstanz ist da auf Jahr-zu-Jahr-Basis drin. Für dieses Jahr erwarte ich allerdings die Louisville Cardinals aus Kentucky obenauf. Der Chefcoach Charlie Strong war bis zum vergangenen Herbst nur als großer Motivator und Recruiter bekannt gewesen, zeigte dann aber Profil: Feuerte mitten in der Saison nach katastrophalem Saisonstart seinen OffCoord, wechselte QB Terry Bridgewater ein, und schon war die Offense plötzlich potent genug, dass es um ein Haar noch zum Conference-Gewinn gereicht hätte. Der schwarze Strong hat da einen sehr jungen Kader beisammen, der erst in 1-2 Jahren zur Hochform auflaufen dürfte.

Zweiter Kandidat ist ein langjähriges dark horse: Die South Florida Bulls aus Tampa. Ich erinnere mich an meine Worte Mitte/Ende September, vor der furchtbaren Schlappe bei Pitt, die alles Selbstvertrauen aus dem Team zu ziehen schien. Und dann kam auch noch Pech dazu: Ein 5-7 liest sich nie gut, aber wenn du in engen Spielen 1-4 gehst, kannst du das schon mal ein bissl Entschuldigung gelten lassen.

Die Offense ist eigentlich gar nicht übel: Es steht und fällt immer noch alles mit QB B.J. Daniels, der sich aber langsam zum soliden Verwalter entwickelt, und nun mit WR Andre Davis einen künftigen NFL-Star in the making zur Seite bekommen haben soll. Getragen wird USF eh wie immer von der flinken, aggressiven Defense – oder auch nicht: Weil die Abwehr sich halt auch immer den einen oder anderen Lapsus leistet, wird USF wieder zwei oder drei Spiele einfach wegen Konzentrationsschwierigkeiten wegschenken.

Vielleicht ist das die Chance der Rutgers Scarlet Knights, die nach dem überraschenden Abgang vom langjährigen, sehr umtriebigen Head Coach Greg Schiano gen Tampa den Kulturwandel vollzogen und mit dem ruhigen, bedachten Kyle Flood das komplette Gegenteil zum Schreihals Schiano installiert haben. Auch hier gilt: Star ist die Defense, während die Offense weitestgehend indisponiert ist (Laufspiel ist unzuverlässig genug für 0yds-Spiele).

Oder kommen gar noch die Cincinnati Bearcats zum Tragen? Letztes Jahr waren die gar nicht übel, aber es gibt etliche – und berechtigte – Fragezeichen: Wer ersetzt den angehenden Profi RB Isaiah Peed? Wer folgt auf die vier abgewanderten Offensive Liner? Wie soll QB Munchie Legaux (was für ein fassungslos geiler Name übrigens!) hinter solchem Blocking seine Completions Rate von 47% verbessern? Und was passiert mit der Laufdefense, nachdem die größte Stärke – die Defensive Tackles um Derek Wolfe – nach Zillionen Abgängen zum größten Mysterium in der Abwehr geworden ist? Ach ja: In der Historie gab es noch nicht viele Mannschaften (genau: eine), die zwei Jahre hintereinander wie Cincinnati 2011 genau 20 Fumbles freischlagen konnte…

Die untere Hälfte des Tabellenplateaus

Die Pittsburgh Panthers gehören zu den chaotischsten Läden in der FBS. Nach einem wiederholten Trainerwechsel – diesmal mit vielen, vieeeeeeeeeeeeeeeeeeeeeeeeelen bösen Worten und mehr als latent an die Oberfläche gebrachtem Hass gegen Ex-Coach Todd Graham ist nun Paul Chryst, zuletzt höchst erfolgreicher OffCoord bei Wisconsin, der fünfte Head Coach von Pitt in den letzten 18 Monaten! Äh, Wisconsin? War da was? Riecht nach überragender Offensive Line von Tag an. Keine, wirklich keine Preview über Pitt kommt ohne Termini der Güteklasse soon-to-be enormous offensive line aus.

Die Fakten untermauern das schon mal. Also: Durchschnittsgröße 1,99m bei 318 Pfund (144kg). Der Benni unter denen ist 1,94m bei 305 Pfund (138kg). „Enormous“ mögen die Leistungen auch sein, denn QB Tino Sunseri ist nicht nur ein unkonventioneller Werfer, sondern auch fürchterlich unentschlossen: 13.5% der Passversuche enden in Sacks (5 Sacks im Schnitt pro Partie gegen Sunseri!!). Immerhin dürfte der famose RB Ray Graham nach Knieverletzung wieder zu großer Form auflaufen können. Komplett im Dunkeln tappt man nach all den Wechseln bei der Defensiv-Strategie der Panthers. Pornoschnäuzer Dave Wannstedt war 4-3-affin, Graham machte daraus eine 3-4; was wird Chryst da machen?

Schon besser Bescheid um die Defense weiß man bei den Connecticut Huskies: Die ist nämlich wirklich bärenstark, und aus der vergangenen Saison habe ich mir mit dem ungefähr zwanzig Mal pro Spiel gelobten DE Trevardo Williams noch eine wichtige Figur gemerkt. Die Offense liegt zwar zirka drei Meter unter der Erde und QB Chandler Whitmer wurde von HeadCoach Pasqualoni mit einer grundlos in die Länge gezogenen Entscheidung über den Starting-QB (es gab klar ersichtlich keine Alternative) schon sachte enteiert, aber du kannst wenn es gut läuft damit in einer Big East ganz vorne durchkommen…

Syracuse wird das nicht schaffen. Den Orangemen rutschen zwar immer wieder fantastische Spiele oder auch nur Spielviertel aus, aber der Kader hat nicht genügend Qualität, um damit über vier Monate schadlos zu bleiben.

An Qualität wird es auch den Temple Owls mangeln, den Neulingen 2012. Oder besser: Rückkehrern. Temple war vor sieben Jahren aufgrund von sportlichem Siechtum aus der Big East gekickt worden – jetzt sind sie wieder zurück, und kommen frisch von einer Bowl-Season-Teilnahme. Der HeadCoach ist mit Steve Addazio ein kauziger Mann, der humorlosen 60er-Jahre Football spielen lässt: Laufen am besten auch noch bei 3rd und 15 und das wenn möglich auch noch mit Schwarzweißübertragungen, ohne irgendwelchen neumodischen Schnickschnack. Eigentlich dürfte das dieses Jahr nicht reichen. Eigentlich. Aber wir reden hier von der Big East Conference, und deswegen dürfte diese Preview schon in drei Wochen völlig wertlose geworden sein. Die Rechnung für die verschwendete Zeit beim Lesen bitte in die Zentrale von Sideline Reporter schicken. Danke für die Aufmerksamkeit.

College Football 2011/12 Preview: Big East Conference

Teil 6 der großen Saisonvorschau im College Football features: Big East Conference, die erste der BCS-Conferences, d.h. der Conference-Champ bekommt auf alle Fälle einen Platz in einer der lukrativen BCS-Bowls, unabhängig von seinem Ranking in den Polls. Beheimatet im Nordosten der USA, mit einem ganz großen Ausreißer, der University of South Florida, die ein paar tausend Meilen weiter südlich im Tampa spielt, sieht man die Big East seit Jahren auf dem absteigenden Ast, nachdem Miami, Virginia Tech und Boston College gen ACC abgewandert sind. In anderen Worten: Nicht wenige sind der Meinung, dieser Conference müsste der automatische Startplatz in der BCS-Bowl entzogen werden.

Gegenreaktion: Ab 2012 werden die TCU Horned Frogs dort mitspielen. TCU liegt im fernen Forth Worth (nahe Dallas), dessen Werbeslogan „Where The West Begins“ dann eigentlich in „Where The East Ends“ umgetauft werden müsste.

Ohne TCU wird sich in diesem Herbst ein Trio um den BCS-Bowlplatz balgen. Top-Favorit sind dabei die West Virginia Mountaineers, trotz ihrer turbulenten Offseason inklusive Intrigen und Selbstbereinigung im Trainerstab. Den merkwürdigen Umständen rund um das Mobbing gegen OffCoord Dana Holgorsen habe ich bereits im Juni einen eigenen Blogeintrag spendiert – Dochnichtalki Holgorsen ist nun ein Jahr früher als gedacht Cheftrainer.

Und Holgorsen steht für Offense, bedingungs- und gnadenlos. Wer vor zwei Jahren Houston (College-Variante namens „Cougars“) und letzen Herbst die Oklahoma State Cowboys gesehen hat, weiß, wovon die Rede ist. Hier wird die famose „Air Raid“-Offense rauf und runter gespielt, ein Erbe des zwielichtigen Mike Leach.

„Air Raid“ bedeutet: Konsequentes Spiel aus der Shotgun-Formation, mit 4 WR und 1 RB, zigtausende schnelle, kurze Pässe über die Mitte und noch mehr Yards after Catch. Holgorsen hatte zuletzt in Oklahoma State mit Kendall Hunter einen famosen Running Back, der in West Virginia abgehen wird, wie auch ein monströser Wide Receiver á la Justin Blackmon. Man darf also erwarten, dass hier die Freunde vom Weswelker-Spiel feuchte Höschen bekommen werden – und die Mitte des Spielfeldes besonders liebevoller Platzwart-Pflege bedürfen wird.

Ich bin gespannt, wie sich Offensivgenie Holgorsen als Cheftrainer machen wird, ein Job, der dann doch mehr Qualitäten als simples Play Designing erfordert. Allerdings scheint Holgorsen im ultra-enthusiastischen Morgantown aktuell kritikfreies Objekt zu sein – wir erleben hier den BigEast-Favoriten 2011/12.

Unterhaltsam in Sachen „Trainersessel“ war es auch bei den Pittsburgh Panthers, allerdings noch in der Winterzeit. Der langjährige Coach Dave „Schnäuzer“ Wannstedt wurde trotz ordentlicher Bilanzen wegen zu einschläferndem Spielstil gefeuert und gegen den ambitionierten, aber unkoscheren Mike Haywood ausgetauscht. Haywood war dann ganze 16 Tage Chef, bis er zu Sylvester wegen häuslicher Gewalt (ergo: die Mutter seines Sohnes im Würgegriff gehalten) und zu negativer Presse wieder rausgeworfen wurde. Notnagel, aber immer noch zufriedenstellende Lösung: Todd Graham, der aus Tulsa kommt und nun die ultralangweilige Wannstedt-Offense gegen eine No-Huddle/Spread-Offense eintauschen soll. Welch Überraschung: Sämtliche Vorbereitungsbeobachter sprechen von massiven Timing-Problemen. Als Kollateralschaden der winterlichen Trainerposse könnte sich in einigen Jahren die ausgedünnte Recruiting-Klasse erweisen.

Dritter im Bunde der Favoriten: Die South Florida Bulls mit ihrer leidenschaftlichen black’n’blue-Defense, die keine Knochen verschont lässt. Der Hund liegt in der Offense begraben, wo der inakkurate Scrambler QB B.J. Daniels ein Unsicherheitsfaktor ist und immer wieder Spiele mit zwei oder drei Turnovers einstreut. Persönlich gefiel mir Daniels in der Meineke Car Care Bowl gegen Clemson so übel allerdings nicht (31-26 Sieg). Mit RB Darrell Scott kommt übrigens ein einst brutal gehypter Back frisch aus Colorado. Dort war Scott eine große Enttäuschung.

Star auf der Uni in Tampa ist Head Coach Skip Holtz, der Sohn der Legende Lou, und seit eineinhalb Jahren am Steuer. Holtz könnte die Schlüsselfigur für dieses aufstrebende Programm werden und hat schon bei East Carolina gezeigt, wie man eine Offense innerhalb weniger Jahre titelfähig macht. Einmal Holtz auffm Trainersessel und einmal Notre Dame als Saison-Opener: Gebt mir ESPN mit Lou Holtz in der Pregame-Show!

Abseits der Top 3

In Schlagdistanz könnten sich die Cincinnati Bearcats befinden, deren Ansprüche nach dem sensationellen Aufenthalt von Head Coach Brian Kelly (2007-09, jetzt Notre Dame) in die Höhe geschnellt sind – kuschelige sieben Siege werden nun nicht länger akzeptiert. Butch Jones hatte schon bei Central Michigan Erfahrungen als Kellys Nachfolger gemacht und dort für neue Höhenflüge gesorgt. In Cincinnati gab es eher einen auf’s Maul: 4-8 in der Debütsaison, vor allem dank katastrophaler Defense. Diese sollte heuer erfahrener sein, wie auch QB Zach Collaros, der mit der konservativeren Offense von Davis nicht recht zurechtkommen wollte. Diese Saison gilt noch einmal als Aufbausaison, aber 2012 wird es mit brutalem Schedule Zeit, dass die Bearcats wieder zur Hochform auflaufen.

Wie Cincy hatten auch die Louisville Cardinals vor wenigen Jahren mal eine Blütezeit unter einem großen Coach („groß“ wirklich nur im Sinne von „Coach“, es handelt sich um Windhund Bobby Petrino) und seitdem nur Enttäuschungen. Seit eineinhalb Jahren coacht nun der schwarze Charlie Strong, der so manchem Unipräsidenten bereits öffentlich Rassismus unterstellte, nun aber endlich den verdienten Chefsessel bekam, nachdem er masisiv an Floridas Titelgewinnen beteiligt war. Strongs Mannschaften spielen wie selbiger: knüppelhart. Passend dazu der QB Will Stein, ein ehemaliger Walk-on, ohne auffallende physische Attribute, aber der einnehmende Leadertyp. Strong muss ansonsten auf zig Abgänger verzichten und sich mit einem chaotisch zusammengestellten Kader plagen. Nicht die allerbesten Voraussetzungen.

Titelverteidiger in der Big East ist das Sensationsteam der Connecticut Huskies. UConn, ebenso NCAA-Basketballchamp zur Zeit, erlebte aber im Anschluss an die Fiesta Bowl eine herbe Enttäuschung: Head Coach und Vaterfigur Randy Edsall floh gen Virginia. Wer gedacht hatte, hier sei eine Dynastie am Horizont erkennbar, fühlte sich getäuscht. Der neue Coach ist Paul Pasqualoni, ein Urgestein und einstiger McNabb-Entdecker, und er muss eine tote Offense beleben, deren Top-RB Jordan Todman in die NFL ging.

Pasqualonis Ex-Uni: Syracuse, wo die Orange in ihrer Halle eine Dekade des Siechtums hinter sich haben, zufällig genau seit Pasqualonis Abgang. Unter Offensivgenie Doug Marrone geht es zuletzt wieder aufwärts, aber bizarrerweise genau wegen der DEFENSE, die ganze 164yds/Spiel zulässt. Las man, nur um dann einen Kollaps in der Pinstripe Bowl zu erleben. Quarterback ist mit Ryan Nassib einer, der lieber den Ball in den dritten Rang schmeißt als irgendwo in die Nähe eines Abwehrspielers – wichtige Essenzien für Syracuse, aber ungebräuchlich für eventuelle NFL-Ambitionen.

Und damit zum vermeintlichen Bodensatz der Big East: Rutgers. Vor zwei Jahren hätte das lachhaft gewirkt, die Scarlet Knights aus New Jersey waren unter dem omnipräsenten Greg Schiano schnurgerade auf dem Weg nach oben – und das auch noch mit den zweitbesten Noten im Prüfungssaal landesweit! – aber Abgänge und interne Reibereien haben für sehr niedrige Erwartungen in dieser Saison gesorgt.

Teil 7 morgen: Die letzte non-BCS Conference. Mit zwei mittlerweile sportlichen Schwergewichten und zwei gefährlichen Außenseitern.

Bowl Season 2010/11, Tag 11: Seminoles, Baby.

Silvesterabend, halb zwei Uhr: Die Florida State Seminoles spielen. Footballfan mit weiblichen Schwingungen Seminole, im Leben außerhalb von Bits und Bytes einfach nur die Sabine, ist eine ehemalige FSU-Studentin. Ihr Senf zum Thema „Football an Silvester“.

Chick-fil-A Bowl

Fr./Sa., 31.12. um 01h30 live bei ESPN America

#23 Florida State Seminoles – #20 South Carolina Gamecocks

Das Neueste zuerst: Mädchen shoppen gerne! Hierzulande und übern Teich, überall dasselbe. Auch in Tallahassee, Floridas Hauptstadt und Heimat der Florida State University. So war die Mall am Governor’s Square, 2km vom Campus, immerzu ein attraktiver Ort… An so einer Mall darf in Amiland kein Schnellimbiss fehlen. Willkommen bei Chick-fil-A. Dort, wo sie dir die Hühnchen nachschmeißen, dass McDonalds vor Neid erblasst.

Ein paar Kilometer weiter nördlich, in Atlanta, hat Chick-fil-A seine Zentrale. Atlanta ist auch der Ort, wo seit den 60ern der Peach Bowl ausgespielt wurde. Peach wie der gute alte Pfirsich. Vor ein paar Jahren kaufte sich Chick-fil-A den Namen des Pfirsich-Bowls und so läuft er jetzt nicht mehr unter Steinobst, sondern unter „Gefülltes Huhn ohne Champignons“.

Chick-fil-A Bowl: s’Hühnchen rupfen!

Ich könnte kotzen. Nicht bloß, weil ich das Zeug nicht gemocht habe. Sondern wegen der Terminansetzung. Silvesternacht um halb zwei. Wer schaut sich um die Zeit ein Footballspiel an? Obwohl die FSU spielt: Da hülft nur das nette Tape.

Die Köpfe: Die FSU wird Quarterback Chris Ponder verabschieden. Er geht in die NFL. Der neue Coach Jimbo Fisher hat schon den Nachfolger gefunden: EJ Manuel wird uns in Zukunft führen.

Sicher nicht in die NFL wird Avis Commack gehen, obwohl ich es mir wünschen tät. Ich hab Avis bei einer kleinen Soiree kennengelernt. Avis war damals Freshman und eigentlich Hürdensprinter. Obwohl er High-School-Champion in Florida war, ging bei ihm trotzdem nix über Football. Avis, Wide Receiver und mit Stipendium ausgestattet. Gespielt hat er nicht wirklich oft, Bälle hat er kaum welche gesehen. Mittlerweile ist er zum Cornerback umfunktioniert. Heuer hatte er einige Probleme – im Winter brach er sich beim Sprinten den Oberschenkel. Ich hoffe mal auf ein paar Plays Einsatz. Avis, lauf soweit dich deine Beine tragen!

Die Geschichte: Auf alle Fälle geht es wieder aufwärts mit den Noles. Die ganz große Zeit war in den 80ern und 90ern unter Trainerlegende Bobby Bowden. Die FSU war damals das dominante Team im College Football, und das landesweit. In den letzten Jahren haben die ganz großen Erfolge gefehlt, und deswegen nahm Bobby Bowden im letzten Jahr auch seinen Hut, mehr gezwungen, denn freiwillig. Unter Jimbo Fisher ist es heuer wieder aufwärts gegangen. Das Doak Campbell Stadium ist wieder dauerausverkauft und der Sound im Stadion wieder gefürchtet. Dieser Bowl kann trotz Chris Ponders Abschied nur Zwischenstation sein.

Die Anderen: Was vergessen? Gegner der Noles wird South Carolina sein. NFL-Fans werden Steve Spurrier kennen. Spurrier hat in den 90ern mit Offensivspektakel für viel Action bei den Florida Gators gesorgt und eine Handvoll legendäre Spiele gegen die FSU gespielt. In der NFL ging als Redskins-Trainer aber gar nichts. Jetzt ist Spurrier seit ein paar Jahren mäßig erfolgreich bei South Carolina. Heuer schaffte er es ins SEC-Finale, aber Cam Newton war dort dann doch zu gut. Für die Noles wird es ein Wiedersehen mit Spurrier und die Erinnerung an die Glanzzeiten.

Die Hühnchen: Ah ja – die Footballer von South Carolina schimpfen sich übrigends Gamecocks. Gamecock wie Hahn. Was tischt Chick-fil-A noch mal auf?

Genau die richtige Bowl für die Seminoles, die Hühnchen zu rupfen… Vorwärts, Seminoles!

So weit Sabines Geschichten. Zum Sportlichen:

Florida State hat mich heuer nicht überzeugt, und trotzdem stimme ich dem Punkt „Aufwärtstrend“ zu. Die Defense ist kein Vergleich zum Vorjahr, wenn auch noch verbesserungswürdig gegen den Lauf. In der Offense wird trotz eines QBs wie Chris Ponder gelaufen. Viel gelaufen. Ponder hat Probleme mit seinem Ellbogen und wird gegen die Gamecocks vielleicht gar nicht spielen – man will seine Zukunft in der NFL nicht aufs Spiel setzen. Meines Ermessens größte Stärke der Seminoles: Die Offense Line. Guard Rod Hudson wurde von ESPN ins All-America Team verufen.

South Carolinas Offense ist recht sexy. QB Steve Garcia ist großgewachsen und wurfstark, aber diese Aussetzer immer wieder… Kein konstanter QB und für mich nichts für die NFL. RB Marcus Lattimore ist der Meistbeschäftigte in der Offense mit 1198yds und 17TDs. Star der Offense ist aber WR Alshon Jeffery (1387yds, 9TDs), der für die Hälfte aller Passyards zuständig ist. Ein Receiver, den wir garantiert in der NFL sehen werden, aber frühestens 2012. Jeffery ist Sophomore – ein erschreckender Gedanke.

Ich würde die Theorie des Grillfestes nicht unterstützen. Für mich ist South Carolina recht eindeutig favorisiert.

Die anderen Bowls zu Silvester

Silvester heißt im Hause korsakoff: Arbeit, Arbeit, Arbeit. Das Gastgewerbe ist gnadenlos und lässt keine Feier zu – nicht bis zwei Uhr nachts. Von daher für mich doppelt kein großer Bowl-Abend. Ein paar Notizen zum restlichen Geschehen im College Football an dem Abend.

Meineke Car Care Bowl, 31.12. um 18h live bei ESPN America. Die Clemson Tigers (ACC) spielen gegen die South Florida Bulls (Big East). Ein Duell zweier schlechter Offenses. Dafür treffen hier bombige Defenses aufeinander. Stärke der Tigers-Defense: Schnelligkeit und Flinkheit. Angeführt werden sie von DE Da’Quan Bowers, der in den Top 10 gedraftet werden wird. Die Bulls gelten als Defense des Typs „Ravens“: Gnadenlose Hits, viele blaue Flecken. Kickoff um 18h MEZ – könnte sich also für Dinner for One in der Halbzeit ausgehen…

Hyundai Sun Bowl, um 20h, aber bei uns erst am Neujahrstag um 14h30 in der ESPNA-Aufzeichnung zu sehen. Zwei ganz große Namen treffen aufeinander: Die Miami Hurricanes und die Notre Dame Fighting Irish. College-Football-Glamour, aber leider nur Glamour vergangener Tage. Miami spielte trotz guter Recruitings in den letzten Jahren eine ganz schwache Saison (7-5 mit einem Debakel gegen die FSU), schmiss daher den schwarzen Head Coach Randy Shannon raus. Der Neue ist Al Golden, dessen Vita die Umkrempelung von Temple ausweist. Miami läuft viel, scort aber wenige Punkte. Emotionale Komponente: Vor ein paar Tagen starb die Mutter von RB Mike James bei einem Autounfall.

Notre Dame hat nach den unseligen Jahren unter Charlie Weis den ehemaligen Cincinnati-Coach Brian Kelly eingestellt. Kelly lässt ein extrem schnelle Offense spielen, aber die Resultate waren heuer eher durchwachsen. 7-5. Einige gute Spiele waren dabei: Nur knappe Niederlage gegen Michigan State, Sieg gegen Utah. Insgesamt aber trotz vieler Pass-Yards zu wenige Punkte. Positiv: QB Nate Montana (der Sohn von Joe) hat seine Football-Karriere hingeschmissen. Montanas Pässe waren einfach grausam.

Mein Favorit ist Miami.

AutoZone Liberty Bowl, 21h30 live bei ESPN America. Die Central Florida Knights haben die Conference USA gewonnen und sind noch ein recht junges Programm in der FBS, bisher noch kein Bowl-Spiel gewonnen. Die Georgia Bulldogs sind ein sehr großes Programm, aber seit dem Abgang von QB Matt Stafford etwas in der Krise – und mit einem Coach Mark Richt, der als dead man walking gilt. Das wichtigste Duell in diesem Spiel: UCFs Laufspiel (#25) gegen die miserable Lauf-Defense der Bulldogs.