College Football 2016 – Rivalry Weekend Preview

Der größte Spieltag des Jahres im College Football. Wir kommen durch den folgenden Eintrag, ohne den Apple Cup zu spoilern. Die gestrigen Ergebnisse in ACC und MWC sind aber mit im Artikel impliziert. Weiterlesen

Rivalry-Weekend Preview 2013

Der College-Samstag nach Thanksgiving ist für gewöhnlich einer der spektakulärsten des Jahres: Dutzende klassische Rivalrys werden ausgespielt, und weil gleichzeitig die meisten Entscheidungen oder Vorentscheidungen in den Conferences und National-Rankings fallen, ist eigentlich immer Action bis in die frühen Morgenstunden angesagt.

Iron Bowl 2013: Alabama Crimson Tide – Auburn Tigers

Sportlich wie kulturell ist die Iron Bowl dieses Wochenende das unbestrittene Top-Matchup: #1 Alabama (11-0) gegen #4 Auburn (10-1) entscheidet über den Einzug in das SEC-Finale. Für Alabama geht es zusätzlich natürlich um den höchstmöglichen Preis, die Qualifikation für das BCS-Endspiel, für die man dieses Jahr wohl ungeschlagen durchkommen muss (Auburns Chancen darauf sind eher gering).

Dass es in der Iron Bowl dieses Jahr um so viel geht, gießt nur zusätzliches Öl ins Feuer, das in dieser Rivalität brennt. Alabama gegen Auburn, das ist vielleicht die heftigste Rivalität des College-Football, zwei Provinzstädte im Bundesstaat Alabama gegeneinander. Die Rivalität zwischen Alabama-Tuscaloosa und Auburn ist so heftig, dass in der ersten Hälfte des vergangenen Jahrhunderts zwischenzeitlich vier Jahrzehnte lang nicht gegeneinander gespielt wurde – wegen einem läppischen Streit zwischen zwei Studentengruppen. Erst per kommissionellem Einschreiten der Staatsregierung in Alabama wurde das Spiel 1948 nach vier Jahrzehnten wieder eingeführt.

Iron Bowl – der Name rührt nicht von den eisenharten Defensivschlachten, sondern vom einstigen Austragungsort der Partie Crimson Tide vs Tigers: Birmingham/Alabama, die Stadt, die zu jener Zeit ungefährliches neutrales Feld bot und bekannt war für ihre Stahl- und Eisenindustrie. Erst seit Ende der 80er spielt Auburn die Rivalry zuhause, erst seit Ende der 90er spielt Alabama zuhause. Über die weitere Bedeutung habe ich vor drei Jahren schonmal ein paar Absätze zur näheren Erläuterung geschrieben (nach dem einleitenden BCS-Teil).

Das war damals wenige Tage vor dem Spiel der Spiele, Iron Bowl 2010, eine Partie, die mein Herz zerbrach und bereits vor dem Schreckgespenst „Kyle Brotzman“ alle BCS-Titelträume der Boise State Broncos zerbrach. Cam Newton, ich liebe dich, aber ich hasse dich auf ewig für jenes Spiel.

Für Alabama ist es – wir kehren zurück in die Gegenwart – die Chance, auch mal Schlagzeilen zu produzieren: Die Crimson-Jungs von Nick Saban lavieren sich dieses Jahr souverän, aber völlig unspektakulär durch die Saison. Das größte Spiel im September wurde in einem Shootout gegen Texas A&M gewonnen, ehe man im November auch mit LSU kaum Probleme hatte. Alabama 2013 ist nicht mehr so gut wie die Ausgaben von 2011 oder 2012, dafür im Gegensatz zu den Vorgängerversionen ungeschlagen. Man ist wandlungsfähiger geworden: Die Defense ist nicht mehr die Unit, die alles und jeden plättet, zumindest hatte sie dieses Jahr das eine oder andere schlampige Spiel (plus wurde von Manziel überrollt); dafür ist die Offense variantenreicher geworden. QB A.J. McCarron hat durchaus das Potenzial, einen Gegner auf mehr als einem Standardrepertoire von drei Pass-Routen zu schlagen, und bei den Runningbacks gibt es Talente ohne Ende.

Auburn dagegen ist die Sensation des Jahres. Im Sommer hatte ich diese Jungs als „SEC-Bodensatz“ eingestuft, und ihnen nicht den Hauch einer Chance gegeben. Ich kann weiterhin verteidigen, warum: So okay das Recruiting in Auburn die letzten Jahre war, so katastrophal spielten die Tigers in den letzten beiden Jahren. Z.B. wurden sie vor exakt einem Jahr von – eben – Alabama 49-0 geplättet, und das Ergebnis spiegelte nicht im Ansatz die wahren Kräfteverhältnisse wider. Der Coach seither wurde ausgetauscht, aber ich habe nicht erwartet, dass Gus Malzahn so schnell den Turnaround schaffen würde.

Klar, Auburn hatte Glück (s. Verzweiflungspass gegen Georgia), aber sie bestechen dieses Jahr auch durch flüssige Offense und durch die Bank diszipliniertes Spiel. Sie sind eine legitime Spitzenmannschaft, und das macht aus Malzahn IMHO den Coach des Jahres.

So. Leider ist das Spiel als SEC-Topspiel der Woche (des Jahres?) mal wieder Teil des CBS-Pakets, und damit außerhalb allem, was man über offiziellen Weg bei SPORT1 US oder im ESPN-Player hierzulande empfangen kann. (Ich würde ja niemals raten, woanders nach Bewegtbildern zu suchen). Auf alle Fälle: Obwohl Auburn so überraschend stark ist, ist Alabama klarer Favorit, die Partie zu gewinnen, zumal zuhause. SRS favorisiert Bama mit 10 Punkten, eine „Advanced“-Version (Rausrechnen der Gurkengegner aus der FBS und FCS) gar mit 14.

Sendepläne

Es sind die Spieltage, an denen man sich ESPN America zurückwünscht. Bei SPORT1 US kocht Schmalshans Küchenmeister:

18h    Michigan - #3 Ohio State
21h30  Georgia Tech - Georgia

Nachts gibt es nur NBA-Basketball. EUROSPORT 2 mit dem Tape von Indiana – Purdue ab 23h.

Im ESPN-Player werden voraussichtlich folgende FBS-Spiele angeboten:

  • 18h: #2 FSU-Florida, Michigan-#3 Ohio State, UNC-#24 Duke, UConn-Rutgers, Memphis-Temple
  • 18h21: Vanderbilt-Wake Forest
  • 18h30: NC State-Maryland
  • 20h: Colorado State-Air Force, Georgia State-South Alabama,
  • 21h30: TCU-#9 Baylor, #15 Wisconsin-Penn State, Georgia Tech-Georgia, New Mexico State-Idaho, Syracuse-Boston College, Virginia-Virginia Tech
  • 22h: Western Kentucky-Arkansas State
  • 1h: #10 South Carolina-#6 Clemson, Kentucky-Tennessee, ULL-ULM
  • 1h45: #5 Mizzou-#21 Texas A&M
  • 2h: #23 USC-#22 UCLA
  • 4h15: Boise State-New Mexico
  • 4h30: UNLV-San Diego State

Streifzug durch die Klassiker

The Game (18h, SPORT1 US und ESPN-Player) – Besonders einfallsreich waren die Ohio State Buckeyes (11-0) und die Michigan Wolverines (7-4) bei der Benennung ihres alljährlichen Superklassikers nicht, aber das soll uns nicht stören. The Game ist das größte Spiel der Big Ten Conference, die alljährliche Auseinandersetzung zwischen den über die Jahrzehnte dominierenden Unis der Big Ten. Das Spiel ist seit jeher der Abschluss der Regular Season um die Großen Seen und entschied häufig darüber, wer denn nun in die Rose Bowl einziehen würde. Dieses Jahr entscheidet es prinzipiell nicht mehr viel: #3 Ohio State ist bereits für das Big-Ten Finale qualifiziert und braucht schon gewaltige Ausrutscher von Alabama oder FSU, um noch durch die Hintertür ins BCS-Finale zu gelangen, während Michigan sich schwer enttäuschend durchs Jahr kämpft. Ohio State ist ungeschlagen und hat in der nunmehr fast zweijährigen Ägide unter Headcoach Urban Meyer noch kein einziges Spiel verloren, und trotzdem nimmt niemand die Buckeyes wahr. So geht es dir, wenn du erst eine Bowl-Sperre absitzen musst (2012) und dann einen windelweichen Schedule in einer mittelmäßigen Conference (Big Ten 2013) spielst. Ich halte Ohio State nicht für die drittbeste Mannschaft des Landes, aber Top-10 Material sind sie allemal; das SRS sieht die Buckeyes mit ihren Offensivstars QB Braxton Miller und RB Carlos Hyde mittlerweile als #6 im Lande.


Sunshine Showdown (18h, ESPN-Player) – Florida Gators gegen #2 Florida State Seminoles (11-0), keine jahrhundertealte Tradition, aber aufgrund der bestialischen Duelle in den 90ern, in denen fast jedesmal der Landesmeistertitel auf dem Spiel stand, gehört Florida-FSU zu den anerkannt größten Rivalitäten der Staaten. FSU scheint heuer endgültig von den Toten auferstanden zu sein und ist zwei (machbare) Siege vom BCS-Endspiel entfernt.

Florida (4-7) blamierte sich letzten Samstag bis auf die Knochen und kassierte gegen den FCS-Zwerg Georgia Southern (!) im eigenen Stadion (!!) eine 26-20 Pleite (!!!) und das noch nichtmal im typischen „Underdog-Modus“: Keine Zillionen Turnovers und fünf Return-TDs für Georgia Southern, ja noch nichtmal ein einziger komplettierter Pass für die Zwerge (sic!) sondern schlicht 400 Rush-Yards und physische Demonstration. Wer noch daran zweifelte, ob Head Coach Will Muschamp die Saison überleben würde, bekam eine klare Antwort.

Jetzt also in FSU das vermeintlich beste Team des Landes. Bei FSU ist es aufgrund des Wirbels um den wegen sexueller Belästigung (oder Vergewaltigung) am Pranger stehenden QBs Jameis Winston alles andere als ruhig, aber die Noles waren dieses Jahr so dominant, dass Florida den größten Leistungssprung aller Zeiten innerhalb einer Woche braucht, um hier nicht unterzugehen. Oder war Georgia Southern ein Täuschungsmanöver? Verleiht das Lokalderby magische Kräfte? Erleben wir die Sensation des Jahres? Wer sich traut zu wetten, ist mutig.


Clean, Old Fashionated Hate (21h30, SPORT1 US und ESPN-Player) – Das Duell zwischen den beiden größten Footballprogrammen in Georgia: Die University of Georgia aus Athens gegen die Georgia Tech University aus Atlanta. Beide erleben eine enttäuschende Saison, wobei Georgia (7-4), oft dokumentiert, insbesondere durch eine üble Verletzungsmisere runter gezogen wurde. Man hat bereits vier Niederlagen auf dem Konto; ein Sieg über Georgia Tech und seine bildhübsche triple option offense aus der Flexbone-Formation (das Werk des Head Coaches Paul Johnson) würde die Saison wenigstens emotional retten. Allerdings muss man auf den langjährigen QB Aaron Murray verzichten, der sich letzte Woche das Kreuzband riss und nicht mehr für Georgia auflaufen wird.


#10 South Carolina – #6 Clemson (1h) – Für South Carolina (9-2) geht es außer der Ehre um nix mehr, aber Clemson (10-1) kann mit einem überzeugenden Sieg (oder auch nur „mit einem Sieg“) eine hervorragende Ausgangsposition schaffen, um als „at-large“ Kandidat für die BCS-Bowls gehandelt zu werden: Clemson als 11-1 Team wäre eine logische „at-large“ Wahl für die Orange Bowl-Veranstalter (sofern FSU das BCS-Finale erreicht).


Stanford Cardinal vs Notre Dame Fighting Irish (1h, nur für Trüffelschweine) – Zwei der besten akademischen Bildungsanstalten der Vereinigten Staaten in einer Rivalry, die möglicherweise nicht mehr ewig Bestand haben wird, da Notre Dame sich der ACC annähert und immer weniger Platz im Schedule findet. Im Spiel selbst geht es eigentlich nur um die Goldene Ananas: Stanford (9-2) ist aus dem National Title-Rennen, aber zumindest fix für das Pac-12 Finale nächsten Freitag qualifiziert; Notre Dame (8-3) huscht unsichtbar durch die Saison und ist darauf bedacht, nur nirgends mehr Manti Teo-like anzuecken.


#23 USC vs #22 UCLA (2h, ESPN-Player) – das Stadtderby von Los Angeles ist sportlich nicht mehr allzu relevant, außer man findet es spannend, sich über die Mehr- oder Minderwertigkeit von Sun Bowls und Las Vegas Bowls zu unterhalten. Vielmehr geht es im Duell zweier enttäuschter Unis um die Ehre bzw. für Southern Cal (8-3) auch darum, sich baldigst zu entscheiden, welche Richtung man auf der semivakanten Headcoach-Position einschlagen will: Einen Starcoach oder geht man tatsächlich zur Überraschung aller mit Interimslösung Ed Orgeron in die Zukunft (ich würde nicht drauf wetten).

Die anderen relevanten Spiele von heute

North Carolina vs #24 Duke (18h, ESPN-Player) – Duke kann mit Auswärtssieg beim großen Feindbild UNC seinen Platz im ACC-Finale sichern. Aber aufgepasst: So groß der Name Duke (9-2) ist, so klein ist das Footballprogramm, und auch der SRS ist nur irgendwo drunten im Mittelfeld angesiedelt. Leichter Favorit ist UNC (6-5).


TCU – #9 Baylor (21h30, ESPN-Player) – die Neuauflage eines der fünf besten Footballspiele, die ich in meinem Leben je gesehen habe: TCU-Baylor zum Season-Opener 2011, mit dem Coming-Out des damals noch unbekannten Robert Griffin III. Es war das Spiel der Spiele. Diesmal sind die Vorzeichen klar: TCU ist mit 4-7 und einer Orgie an Verletzungen komplett abgekackt und ohne Chance auf die Bowl-Season, während Baylor eine phänomenale Saison spielt, allerdings letzte Woche einen herben Dämpfer erlitt: 17-49 bei Oklahoma State. Baylor (9-1) hat noch Chancen, die Big 12 zu gewinnen und die Fiesta Bowl zu erreichen, muss dabei aber dringend heute und nächste Woche gegen Texas gewinnen, und dann noch auf eine Niederlage von Oklahoma State nächste Woche hoffen.


#5 Missouri vs #21 Texas A&M (1h45, ESPN-Player) – es ist das Duell zwischen den beiden 2012 in die SEC aufgenommenen Unis. Texas A&M war 2012 das sexy-Baby, mit der Rampensau QB Johnny Manziel als Heisman-Sieger und „Face of the University“; dieses Jahr ist es umgekehrt: Gary Pinkels Mizzou Tigers rocken die Liga und haben heute mit einem Heimsieg über die Aggies die große Chance, sich für das SEC-Finale am nächsten Samstag zu qualifizieren. Mizzou ist 10-1 mit einer unglücklichen Overtime-Pleite gegen ebenso bewundernswerte #10 South Carolina Gamecocks – und genau diese Overtime-Pleite würde den Tigers zum Verhängnis, wenn Mizzou heute verliert: Aufgrund des direkten Duells würde Mizzou rausfliegen. Missouri hat eine rundum komplette Mannschaft, keine großen Superstars, und Pinkel kann auf QB wieder auf Starter James Franklin zurückgreifen, wobei manch einer durchaus gerne weiterhin Maty Mauk sehen würde, der als Ersatz richtig gut war.


Duel in the Desert (3h30, nur für Trüffelschweine) – #12 Arizona State Sun Devils gegen Arizona Wildcats. Die Sun Devils von der Party-Uni Arizona State (u.a. mit 45000 Studenten größte staatliche Uni in den Vereinigten Staaten) können sich mit einem Sieg das Heimrecht für das Pac-12 Finale nächste Woche gegen Stanford sichern. Bei Niederlage muss man nächste Woche nach Palo Alto fahren und das Endspiel auswärts bestreiten.


Boise State vs New Mexico (4h15, ESPN-Player) – abhängig vom Ausgang des um 20h ausgetragenen Spiels Utah State-Wyoming (Utah State dabei hoch favorisiert) hat Boise State (7-4) mit einem Heimsieg spätnachts noch die Chance, sich durch die Hintertür doch noch für das MWC-Finale zu qualifizieren. Der Sieg selbst ist gegen die New Mexico Lobos fix eingeplant.

Vor dem Sunshine Showdown 2012

Wenn heute um 21:30 Uhr in Tallahassee, Florida Kickoff-Zeit ist, erleben wir den ersten bedeutungsvollen Sunshine Showdown seit fast einem Jahrzehnt: Die #10 Florida State Seminoles spielen gegen die #4 Florida Gators, das Spiel zwischen zwei der drei großen Footballteams in Florida (das dritte sind die Miami Hurricanes).

Bobby Bowden Field at Doak Campbell Stadium

Bobby Bowden Field at Doak Campbell Stadium

F.S.U. und Florida sind mit Sicherheit nicht die Universitäten mit der größten Footballtradition, aber seit vielen bedeutungsvollen Kämpfen in den 1990er Jahren, wo es am letzten Spieltag häufig um den National Title ging, gehört der Sunshine Showdown (Sunshine wie Sunshine State wie Florida) zu den elektrisierendsten Angelegenheiten im College Football. korsakoff hat schon einmal eine Chronik der Ereignisse zusammengestellt.

Bloß: Aufregung kann man bei solchen Rivalrys stets viel machen, aber der richtige Thriller wird es nur, wenn auch was Richtiges auf dem Spiel steht. Im Fall von zwei so großen, reichen Programmen mit so großen Stadien und so vielen Fans landesweit heißt das: B.C.S.

Heute haben beide noch B.C.S.-Chancen, wenn auch nicht so große. #4 Florida ist in seiner Division hinter Georgia festgenagelt, weil man im direkten Duell den Ball nicht festhalten konnte. #10 F.S.U. spielt nächste Woche im A.C.C.-Finale gegen Georgia Tech, musste aber im Lauf der Saison eine Upset-Pleite gegen North Carolina State hinnehmen und hat dementsprechend nur noch B.C.S.-Chancen, wenn es heute einen hohen und überzeugenden Sieg gegen Florida gibt.

Das wird schwer, denn alle erwarten eine Abwehrschlacht. Florida State hätte zwar eine ansprechende Offense zu bieten, mit dem Quarterback E.J. *schmacht* Manuel voran, aber Florida ist weit weg von den Fun-and-Gun-Tagen unter Steve Spurrier oder den Trillionen Option-Plays mit Tim Tebow. Die Gators wissen noch nichtmal, wer heute Abend Quarterback spielen soll: Jeff Driskel, der langweilige Starter, der kaum Fehler macht, oder der Backup Jacoby Brissett. Driskel ist auf jeden Fall immer noch halb verletzt.

So wird es auf ein enges Spiel hinauslaufen, in dem die Abwehrreihen dominieren. Da kann der deutsche Defensive End Björn Werner glänzen und den Scouts sein Talent für den NFL-Draft unter Beweis stellen. Die Offensive Line von Florida gilt als leicht überwindbar und kassiert im Verhältnis viele Sacks.

Dazu kommt die Formkurve, die bei F.S.U. nach oben zeigt und bei Florida nach unten: Vor zwei Wochen wurde Jacksonville State aus der F.C.S. nur mit Hängen und Würgen geschlagen, damit man heute überhaupt noch eine Titelchance hat.

Es wird eine große Footballnacht, und nicht wenige trauen den Noles die kleine Überraschung zu.

GO NOLES.